DE730387C - Stauchfalzmaschine fuer zwei- oder mehrfachen Kreuzbruch - Google Patents

Stauchfalzmaschine fuer zwei- oder mehrfachen Kreuzbruch

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DE730387C
DE730387C DEB173632D DEB0173632D DE730387C DE 730387 C DE730387 C DE 730387C DE B173632 D DEB173632 D DE B173632D DE B0173632 D DEB0173632 D DE B0173632D DE 730387 C DE730387 C DE 730387C
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fold
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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
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  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Stauchfalzmaschine für zwei- oder mehrfachen Kreuzbruch Die Erfindung bezieht sich auf Stauchfalzmaschinen, bei denen der Bogen .aus einem erstenKreuzbruchfalzwerk flach liegend einem zweiten und folgenden Stauchfalzwerken zugeführt wird. Der Übelstand, der bei diesen Maschinen auftritt, besteht darin, daß, sobald die Forderung gestellt wird, den bereits einmal im Kreuzbruch gefalteten fach liegend ankommenden Bogen mit seiner numnehrigen Oberseite nach außen zu falzen, bereits beim z-,veiten Kreuzbruch und in noch grQßereni Maße bei den folgenden Kreuzbrüchen starke Verzerrungen und Ouetschfalten entstehen. die Fehlfalzungen ergeben.
  • Bekannt sind einfache Triofalzwerke auch für Mehrfachkreuzbrüche, in denen der Bogen in eine nach oben gerichtete Tasche so einläuft, daß seine Oberseite nach innen gefalzt wird. Diese Einrichtung liefert zwar einen guten Falz., wird aber, besonders für dritten Kreuzfalz, nur in ganz seltenen Fällen gefordert. Die Forderung geht fast ausschließlich dahin, den Bogen mit seiner Oberseite nach außen zu falzen.
  • Bisher konnte man der Forderung des Nachaußenfalzens eines zweiten oder höheren Falzes nicht anders gerecht werden, als daß man zwei Parallelfalzvorrichtun:gen übereinander anordnete und die jeweils nicht gebrauchte Tasche durch einen Ablenken schloß. Der Bögen selbst mußte aber alle Walzenpaare durchlaufen: Dabei traten die obenerwähnten Übelstände im zweiten und folgenden Kreuzbruch auf, die die Benutzung von Stauchfalzmaschinen oft ganz in Frage stellten, weil durch das schlangenartige Durchwinden der mehrlagigen Bogen durch die Walzenpaare Biegungen bis zu z 8o° entstanden und dadurch bei den schon .mindestens einmal im Kreuz gebrochenen Bogen, die jetzt den zweiten oder einen folgenden Kreuzfalz erhalten sollten, ein gewaltsames gegenseitiges Verschieben der einzelnen Blätter der Lage eintrat, die im gemeinsamen Falz zusammenhängen, mit dem Ergebnis, daß ein Verzerren, Nachfalzen.. starke Quetschfalten usw. auftraten. Bei stärkeren Papieren schon im zweiten Kreuzbruch und bei allen Papiersorten im dritten Kreuzbruch war dann ein brauchbarer Falz derartiger Bogen in Stauchfalzmaschinen nicht herzustellen.
  • Es ist ferner bekannt, in einem solchen Doppelfalzwerk bei Stauchfalzmaschinen die. unterste Falzwalze derart verstellbar zu lagern, daß man wechselweise einen Parallelbruch zii einem vorhergehenden nach innen oder außen falzen konnte. Den ersten Falz konnte man aber nur so falzen, daß die Bogenaberseite innen lag. Wollte man mit dieser Einrichtung einen ersten Außenfalz bei Bogen erreichen, die schon einmal 1I11 Kreuz. gefalzt «-aren, so mußte man auch hier den Bogen unter Al)-riegeln der der nicht gebrauchten Tasche zwingen, schlangenförmig alle Falzwalzenpaare zu durchlaufen, was gleichbedeutend mit einem Fehlfalz war, weil durch die scharfen Biegungen bis zu i8o° - besonders wenn der erzeugteBruch ein dritterlireuzbruch war - bei diesem Stauchfalz die Fehler so groß wurden, daß die Arbeit nicht mehr verwendbar war.
  • Die Erfindung zeigt einen Weg, um diese Fehler zu beseitigen und auch die Stauchfalzinaschine für derartige Arbeiten brauchbar zit machen. Sie geht von der Aufgabe aus, die durch das Übereinanderlegen von zwei Parallelfalzvorrichtungen früher nicht verineidbaren starken Biegungen, die gerade bei bereits im Kreuz vorgefalzten Bogen die einleitend dargelegten Fehler herbeiführten, zti beseitigen. Nach der Erfindung wird ein einfaches Walzentrio verwendet, dem der za faltende Bogen flach liegend zugeführt wird. Mit diesem Walzentrio arbeitet eine nach unten gerichtete Falztasche so zusammen, daß der gefalzte Bogen nach oben abgeführt wird, wodurch die bei dem Zulaufen des Bogens zum Falzwerk obenliegende Seite nach dem Falzen nach ' außen zu liegen kommt. Der Bogen braucht also jetzt zum Herstellen dieses besonders für einen dritten Kreuzbruch fast ausschließlich von der Praxis geforderten Falzes nicht mehr denUmweg über die beiden übereinander gelagerten Parallelfalzvorrichtungen zu machen. Die neue Bogenführung gestattet das Durchlaufen der Bogen durch die Falzwalzen mit einem Biegungswinkel_, der 9o° nie überschreitet. Erst dadurch wird es möglich, selbst bei ganz dickem Papier die beim Falzen entstehenden Fehler in erträgliehen Grenzen zu halten.
  • Um bei Verwendung des einfachen Walzentrios den in der Praxis auch geäußerten Wunsch des wahlweisen Faltens mit nach innen oder außen liegender Bogenoberfläche befriedigen zu können, wird erfindungsgemäß die in der Förderrichtung des ungefalzten Bogens hinter dem Einzugswalzenpaar liegende Walze des Trios in der Höhenlage verschiebbar angeordnet, derart, daß sie wahlweise mit der oberen oder der unteren Walze des Zuführwalzenpaares in Eingriff kommt. Dementsprechend ist die ,gewöhnlich nach unten gerichtete Tasche nach oben gerichtet umstellbar, wenn die hintere Walze mit der unteren Zuführwalze in Eingriff steht, wodurch in an sich bekannter Weise der in waagerechter Ebene zugeführte Bogen zwecks Faltung in die nach oben gerichtete Tasche geführt wird, so daß die Oberseite des Bogens nach der Faltung innen liegt und der gefaltete Bogen nach unten abgelegt wird. Inder Zeichnung ist in einem Ausführungsbeispiel die Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen Abb. i dieFalzwalzenanordnung einesVierbruchkreuzfalters in Stauchfalzmaschinen, deren beide ersten Falzwerke, wie bisher, als Parallelfalzwerke ausgebildet sind, während das dritte und vierte Falzwerk als Walzentrio mit Falztasche arbeiten, Abb. a den Grundriß dazu, Abb. 3, 3a und 4. schematisch die bisher ü11geinein angewendete Anordnung zweier untereinander angeordneter Parallelfalzwerke bei verschiedener Lagerung der Falztasche, Abb. 5 und 6 schematisch die verschiedene Lage der Walzen eines Walzentrios gemäß der Erfindung sowie die Lage der Falztasche zu den Walzen, Abb. 7 die bauliche Gestaltung der Walzenanordnung gemäß Abb. 5 und 1 Abb. 8 den Grundriß dazu, Abb. 9 eine besondere Ausführungsform de: Gegenstandes der Erfindung.
  • In der in den Abb. i und .2 dargestellten Falzmaschine mit vier im Kreuz zueinander stehenden Falzwerken durchläuft der Bogen der Reihe nach die Falzwerke I, II, III, IV.
  • Zunächst sei -die frühere Anordnung der Bogenführung im Falzwerk III bzw. IV an Hand der Abb. 3, 3a und .I erläutert. In der Pfeilrichtung i gelangen die meist bereits zweimal unter Verwendung der üblichen Parallelfalzwerke kreuzgefalzten Bogen zu den Walzen 2, 3 und «-erden von ihnen in die Falztasche d. (Abb. d.) getrieben, wenn, was nur sehr .selten verlangt wird, die Falzung so erfolgen soll, daß die Oberseite des flach ankommenden Bogens nach der Falzung innen liegt. Meist wird diese Falztasche jedoch durch eine Weiche 9 zugesetzt (Abb. 3) oder ganz fortgelassen (Abb.3a), wenn diegewölniliche Eorderung erfüllt werden soll, daß die Bogenoberseite nach derFalzung außen liegen soll. Der Bogen wird dann durch diese Weiche abgelenkt und den Walzen 2, 5 zugeführt. -welche ihn unter Herumführung uni fast den halben Umfang der Walze 2 in die Tasche 6 führen. Dadurch wird der zwischen den Walzen 2, 3 schon vier- oder achtfach liegende Bogen in seinen verschiedenen Lagen verschieden stark gedehnt, weil dieäußerenLageii bei der Biegung um die Walze :2 einen größeren Weg machen müssen als die inneren an Walze 2 anliegenden, und da die dreimal gefalzten Bogen an ihrer geschlossenen Seite sowieso schon unter Verzerrungen zu leiden haben; wird zwischen den Walzen 2 und 5, später auch zwischen den Walzen 5 und 7, die Spannung so groß, daß im FaIz starke Differenzen entstehen, die diesen vierten Bruch fast unmögilich machen. Selbst dann, wenn ein so starkes Perforieren der Bogen erfolgt, daß die Perforierstege zerreißen, entstehen hierbei so große Registerdifferenzen, daß diese Falzart nur bei geringwertigen Arbeiten angewendet werden kann.
  • Da die beiden wichtigen Vierbrucharten der Bogen bisher alle in der Tasche 6 (Abb. 3, 3 a) hergestellt werden mußten, so war für diese Falzart dieVerwendung von Stauchfalzmaschinen in Frage gestellt.
  • In den Abb. i und 2 ist die neue Anordnung für die Falzwerke III und IV gezeigt, und zwar zur Befriedigung der gewöhnlichen Forderung, daß die Oberseite -des flach liegend geförderten Bogens nach der Falzung außen liegen soll. Der bereits im Kreuz gefalzte Bogen wird in der Pfeilrichtung i bzw. i' den Walzen 2, 3 des Falzwerks III oder IV zugeführt und gelangt von diesen in die nach unten gerichtete Tasche 6. Dabei werden die Papierlagen nur wenig gebogen. Der mit Hilfe der Tasche 6 gefaltete Bogen wird von den Walzen 3, 5 gefaßt, nach oben herausbefördert und abgelegt.
  • In Abb. 5 und 6 sind schematisch die neun aus der Verwendung eines Walzentrios sich ergebenden Falzmöglichkeiten-bei verschiedener Einstellung der Walzen zueinander und der Falztasche zu den Walzen dargestellt. Abb. 5 veranschaulicht wie Abb. i und 2 die Stellung, in der ein normaler, dreimal im Kreuz gebrochener Bogen hergestellt wird. Die in der Bogenzuführrichtung hintere dritte Walze 5 steht im Eingriff mit der oberen Walze 3 des Zuführwalzenpaares. Die Falztasche 6 ist nach unten liegend angeordnet. Bei dem nach oben- abgeführten gefalzten Bogen liegt die Oberseite des dem Walzenpaar :2,3 zugeführten Bogens außen.
  • Abb. 6 veranschaulicht ein Falzwerk, indem bereits mit zwei Kreuzbrüchen gefalzte Bogen in an sich bekannter Weise so gefalzt werden, daß ihre Oberseite nach der Falzung innen liegt. Hierbei steht die hintere dritteVValze5 im Eingriff mit der unteren Walze 2 des Zuführwalzenpaares. DieFalztasche6 ist nach oben gestellt. Bei allen Falzarten bleibt jetzt die Abbiegung der Bogen bis zum Austritt aus dein letzten Walzenpaar aus der waagerechten Förderrichtung unter 9o°, so daß ein faltenfreier Falz ermöglicht wird.
  • Abb. 7 und 8 zeigen die bauliche Gestaltung einer solchen Falzwerkausbildung nach der schematischen Darstellung in Abb. 5.
  • Abb. g endlich stellt schematisch eine besondere Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dar. Die Walze 5 .ist hier in Lagerheheln hängend oder in Lagerwürfeln auf und ab verschiebbar gelagert. Beim Zusammenarbeiten mit der Walze 3 und der nach unten hängenden Tasche 6 (punktiert gezeichnet) entspricht die Arbeitsweise der Vorrichtung dem in Abb. 5 gezeichneten Falle. Wird die Walze 5 jedoch, wie in ausgezogenen Linien gezeichnet, gesenkt, so daß sie mit Walze 2 zusammenarbeitet, und die Tasche 6 aus ihrer in Abb. i dargestellten Stellung herausgezogen und in oberhalb der Walze 5 vorgesehene Führungen in derselben Weise eingeschoben, so ergibt sich eine Arbeitsweise nach Abb. 6. Hierdurch ist die Möglichkeit einer vielseitigeren Verwendbarkeit einer mit solchen Falzvorrichtungen ausgerüsteten Maschine gegeben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Stauchfalzmaschine für zwei- oder mehrfachen Kreuzbruch, bei der die Bogen flach liegend von dem einen Kreuzfalzwerk zum anderen befördert werden, dadurch gekennzeichnet, daß in einem aus einem einfachenWalzentrio mit zugehörigerFalztasche bestehenden Falzwerk die Falztasche nach unten liegend angeordnet ist und der dem Einzugswalzenpaar zugeführte Bogen mit seiner beim Zulauf obenliegenden Seite nach außen gefalzt wird.
  2. 2. Stauchfalzmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Walze des Walzentrios wahlweise mit der oberen oder der unteren Walze des Zuführwalzenpaares in Eingriff gebracht und dementsprechend die Tasche nach oben oder unten gestellt werden kann, so daß das Falzen des Bogens nach innen oder außen möglich ist.
DEB173632D 1936-04-04 1936-04-04 Stauchfalzmaschine fuer zwei- oder mehrfachen Kreuzbruch Expired DE730387C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998040300A1 (de) * 1997-03-08 1998-09-17 Böwe Systec AG Stauchfalzwerk mit zwei oder drei falztaschen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998040300A1 (de) * 1997-03-08 1998-09-17 Böwe Systec AG Stauchfalzwerk mit zwei oder drei falztaschen
US6224530B1 (en) 1997-03-08 2001-05-01 Boewe Systec Ag Buckle folding mechanism with two or three folding pockets

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