DE723540C - Verfahren zur Feststellung der Neigung von zu kondensierender Frischmilch zur Suessgerinnung - Google Patents

Verfahren zur Feststellung der Neigung von zu kondensierender Frischmilch zur Suessgerinnung

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DE723540C
DE723540C DEW105673D DEW0105673D DE723540C DE 723540 C DE723540 C DE 723540C DE W105673 D DEW105673 D DE W105673D DE W0105673 D DEW0105673 D DE W0105673D DE 723540 C DE723540 C DE 723540C
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milk
condensed
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alcohol
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Dr Georg Majer
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WIENER MOLKEREI REGISTRIERTE G
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/02Food
    • G01N33/04Dairy products

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Description

  • Verfahren zur Feststellung der Neigung von zu kondensierender Frischmilch zur Süßgerinnung Es ist aus den Lehrbüchern der Chemie die theoretische Erkenntnis bekanntgeworden, daß Milchcasein in Alkohol unlöslich ist.
  • Diesc theoretische Erkenntnis wurde ausgewertet für die Bestimmung des Säuregrades der Milch mittels - der Alkoholprobe.
  • Nach dem »Handbuch der neuzeitlichen Milchverwertung« von Knoch, 2. Auflage, S. 41, wird diese Alkoholprobe mit verdünntem Alkohol durchgcführt, wobei jedoch der Säuregrad nicht exakt durch das Gerinnen der Milch- festgestellt werden kann, weil es sich lediglich um die qualitative Feststellung handelt, ob das Eiweiß mit einer bestimmten Alkoholkonzentration überhaupt ausfällt. Dies ist bei dem kolloidalen Zustand der Milch schwer zu beobachten.
  • Tnfolge der Ungenauigkeit der Alkohol probe zur Bestimmung des Frischgrades der Milch ist die Praxis von diesem Verfahren ahgewichdn, und es wird der Säuregrad derzeit durch Titration unter Verwendung von Phenolphthalein als Indikator ermittelt.
  • Nach der Erfindung wird nun die Neigung einer zu kon den-sie renden Frischmilch zur Süßgerinnung beim Sterilisieren dadurch ermittelt, daß die mit konzentriertem z. 3.
  • 96%igem Alkohol vermischte Milch zentri fugiert und die Menge des geronnenen Eiweiß gemessen wird.
  • Durch dieses Verfahren wird nicht nur die Gewähr geboten, daß Verluste bei der Herstellung steriler ungezuclcerter Kondensmilch durch Süßgerinnung beim Sterilisieren vermieden werden, sondern es liegt auch eine wesentliche Vereinfachung gegenüber der bisher üblichen Verwendung eines Probestei-ilisators vor. Zur Feststellung, ob eine Frischmilch die Neigung zur Süßgerinnung anläßlich der Sterilisierung zeigt, muß bei der üblichen Verwendung des Probesterilisators vorher die gesamte Milchmenge eingedickt werden, eine Probe der eingedickten Milch in Dosen abgefüllt, verschlossen und im Probesterilisator sterilisiert werden.
  • Tritt hierbei eine Süßgerinnung ein, so ist die gesamte eingedickte Milchmenge für die Erzeugung steriler Kondensmilch ungeeignet, und es muß dann- die eingedickte Milch anderweitig verwendet, beispielsweise durch Verdünnen mit Wasser wieder in Frischmilch umgewandelt werden. Die Verw,endting des Probesterilisators ist nicht nur sehr zeitraubend, sondern auch sehr kostspielig, da sich das Eindicken von Frischmilch nicht vermeiden läßt.
  • Es muß besonders hervorgehoben werden, daß eine Frischmilch, weiche bei Anwendung der bisher bekannten Alkoholprobe keinen erhöhten Säuregrad zeigt, trotzdem die Neigung zur Süßgerinnung in sich tragen kann.
  • Der Gegenstand der Erfindung ermöglicht es, daß bei der Herstellung ungezuckerter, Kondensmilch nur solche Milch der Eindickung unterworfen wird, welche einen volumetrisch bestimmbaren Mindestgehalt an durch Alkohol gerinnbarem Eiweiß aufweist.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird beispielsweise in der Weise durchgeführt, daß in ein kalibriertes Glasrohr 10 cm3 der zu untersuchenden rohen oder pasteurisierten Milch einpipettiert tverden; zu dieser Milch gibt man zweckmäßig in 3 Teilen und unter jadesmalibem Umschütteln 6 cmg g60,/oigen Äthylaikohol, verschließt das Glasrohr mit einem Kork und gibt das verschlossene Rohr in eine Zentrifuge, wie sie bei der Fettbestimmung der Milch nach G e r b e r verwendet wird. Man zentrifugiert etwa 8 Minuten mit dem verengten Teil des Rohres nach außen. Hernach wird, gegen eine starke Lichtquelle gehalten, die Menge des geronnenen Ei;veiß abgelesen. Reicht man nun die Schicht des geronnenen Eiweiß nur bis zu dem unteren Strich des verjüngten Rohres, so läßt sich die Milch mit Sicherheit ohne Flockung oder Ausfällung sterilisieren. Geht die geronnene Schicht iiber den verjüngten Rohrteil des Glasrohres hinaus, so gerinnt die eingedickte Milch mit Sicherheit beim Sterilisieren.
  • Wie in zahlreichen Versuchen festgestellt wurde, zeigt diese Untersuchung eine genaue Übereinstimmung mit der Neigung der eingedickten Milch zum Gerinnen, und man hat somit mit dieser Methode das gewünschte sichere Mittel, um im voraus das Verhalten der eingedickten Milch beim Sterilisieren bezüglich der Gerinnung festzustellen. Die Methode erübrigt auch die Anwendung des bisher in der Milchindustrie üblichen sog. Probesterilisators und gibt viel einfacher und billiger die notwendige Sicherheit gegen Fehlerzeugungen.
  • Außerordentlich wertvoll ist auch, daßman mit der Methode alle einzelnen Milchpartien genau auf ihre Eignung zur Erzeugung von steriler Kondensmilch laufend untersuchen und somit teils ungeeignete Partien ausscheiden, besonders geeignete dazunehmen und sogar auf die Landwirte erziehend einwirkt kann.
  • Will man eine völlig unbekannte Milch genauestens auf ihre Eignung untersuchen, so empfiehlt es sich, mehrere Röhrchen mit steigenden Mengen Alkohol (4, 5, 6, 7 cm3) zu versetzen.
  • Auf der Zeichnung ist ein kalibriertes Rohr dargestellt, wie es für das Verfahren nach der Erfindung geeignet ist. Dieses Rohr weist eine Verengung nach unten auf, um eine Ablesung der durch den Alkohol ausgefällten Eiweißmenge zu erleichtern.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: l. Verfahren zur Feststellung der Neigung von zu kondensierender Frischmilch zur Süßgerinnung, dadurch gekennzeichnest, daß die mit konzentriertem z. B.
    960/oigem Alkohol vermischte Milch zentrifugiert und die Menge des geromlene Eiweiß gemessen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß man Proben der Milch in mehreren kalibrierten Röhrchen mit steigenden Mengen Alkohol behandelt.
DEW105673D 1939-05-17 1939-05-17 Verfahren zur Feststellung der Neigung von zu kondensierender Frischmilch zur Suessgerinnung Expired DE723540C (de)

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