DE721936C - UEberspannungsschutzeinrichtung - Google Patents

UEberspannungsschutzeinrichtung

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DE721936C
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DE
Germany
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protection device
overvoltage protection
electrodes
discharge
electrode
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Expired
Application number
DES125545D
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English (en)
Inventor
Allan D Forbes
John K Hodnette
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE721936C publication Critical patent/DE721936C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/02Means for extinguishing arc
    • H01T1/08Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid
    • H01T1/10Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid with extinguishing fluid evolved from solid material by heat of arc

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Überspannungsschutzeinrichtung Im Hauptpatent ist ein überspannungsableiter angegeben, frei dem die Überspannungsenergie in Form einer aufgelösten Lichtbogenentladung abgeführt wird. Es wird ein Körper aus Isoliermaterial mit Kanälen von schmalem Querschnitt verwendet, durch den die Lichtbogenentladung eingeengt wird.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Ausführungsform und weitere Ausgestaltung derartiger fTberspannungsschutzeinrichtungen. Hierbei ist wenigstens die eine der Elektroden in an sich bekannter Weise so ausgebildet und angeordnet, daß das Innere des zwischen den Elektroden befindlichen Entladungsraumes mit der Außenluft verbunden ist. Die Erfindung bezweckt die Herabsetzung der Ansprechspannung bei Stoßbeanspruchung und die Eignung zur Bewältigung größerer Ströme bei Ausführungsformen, bei denen die Wandungen des Entladungsraumes aus einem Stoff bestehen, der unter Einwirkung des Lichtbogens löschfähige Gase freigibt.
  • Gemäß der Erfindung sind zur Herabsetzung der Ansprechspannung,die vordersten Teile der Elektroden scharfkantig ausgebildet. Auf diese Weise ergibt sich ein hoher Spannungsgradient an der scharfen Kante, der das Ansprechen schon bei verhältnismäßig niedriger Spannung begünstigt. Die den Lichtbogen einengende Wirkung ,der schmalen Entladungsbahn, die dem Ableiter besonders gute Löscheigenschaften verleiht, und die die Ansprechspannung herabsetzende Wirkung der scharfkantigen Elektroden ergänzen sich zweckentsprechend zu einem Ableiter von vorzüglichen Schutzeigenschaften bei weitem Löschstrombereich.
  • Ist die eine Elektrode geschlossen und die andere als Hohlelektrode ausgebildet, so ist es weiterhin vorteilhaft, die geschlossene Elektrode mit einer tiefen zentrischen Höhlung zu versehen, in die der Fußpunkt der an dem scharfkantigen Rand der Elektrode gezündeten Entladung sofort unter Einwirkung der Gasströmung übergeht. Auf diese Weise läßt sich die Gefahr ausschalten, daß der Lichtbogen durch Stehenbleiben auf dem scharfkantigen vorderen Teil der Elektroden einen starken Abbrand verursacht, wodurch der Elektrodenabstand sich vergrößern und der Wert der Ansprechspannung sich entsprechend ändern könnte.
  • Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit von Überspannungsschutzeinrichtungen nach dem Hauptpatent sollen an Hand der nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele angegeben werden.
  • Abb. i und 2 zeigen Funkenstreckenanordnungen nach der Erfindung .in einer Bauart, die insbesondere für den Überspannungsschutz von Transformatoren in Hochspannungsanlagen geeignet ist. Zwei Elektroden i, 2 stehen sich hier im Innern eines Isolierrohres 3 gegenüber, das selbst aus einem unter Einwirkung des Lichtbogens große Mengen von Löschgas hervorbringenden Stoff, wie Hartfiber, bestehen kann.
  • Das Rohr 3 kann, wie bei diesen beiden Ausführungsbeispielen dargestellt, aus dicht konzentrisch ineinanderliegenden Teilen .1, 5 zusammengesetzt sein. Dadurch läßt sich bei gegebenem äußeren Durchmesser der Anordnung die mechanische Festigkeit, insbesondere die Widerstandsfähigkeit gegen Bersten, beträchtlich verbessern. Man kann auch mitbes s innersten Teil des onderein Vorteil den Rohres allein aus Fiber o..dgl. herstellen und für das oder die äußeren Rohrteile einen Werkstoff verwenden, der in erster Linie mit Rücksicht auf hohe Festigkeit und Formbeständigkeit gewählt wird. .
  • Die Lichtbogenkammer zwischen den Elektroden i, 2 ist bei diesen Ausführungsbeispielen nur durch .die Hohlelektrode 2 hindurch nach dem Außenraum hin entlüftet, während die Elektrode i geschlossen ausgefiihrt ist. Beide Elektroden besitzen an ihrem vordersten Teil Abschrägungen 6, so daß ein scharfer Rand 7 gebildet wird, durch den das Ansprechen bei einem niedrigen Spannungswert begünstigt wird. Die geschlossene Elektrode i enthält eine tiefe zentrische Bohrung 8, auf deren Boden der Lichtbogenfußpunkt sogleich nach der Zündung getrieben wird, während :der andere Lichtbogenfußpunkt auf der Innenwandung der Elektrode 2 in Richtung nach außen wandert.
  • Durch eine solche Ausbildung läßt sich die Schwierigkeit beseitigen, die sich daraus ergibt, daß eine stumpfe Elektrodenform zwar starken nachfolgenden Betriebsströmen gut stand hält, aber eine hohe Ansprechspannung ergibt, während scharfkantige Abschrägungeü allein ohne eine tiefe zentrische Höhlung an der geschlossenen Elektrode zwar die Ansprechspannung herabsetzen, dafür aber infolge starken Abbrandes sich stärker abnutzen.
  • Zwischen den Elektroden sind hintereinander mehrere, gegebenenfalls in sich längs unterteilte, d,, h. aus mehreren Platten zusammengesetzte Isolierkörper 9, io, i i angeordnet, die mit parallelen Entladungsbahnen in Form von Schlitzen 12 0. dgl., durch die der Entladungslichtbogen stark eingeengt wird, versehen sind, so daß auch kleine Stromstärken unschwer gelöscht «-erden können. Zum Beispiel ist ein einziger, gegebenenfalls längs unterteilter derartiger Isolierkörper vorgesehen, der so lang bemessen ist, daß er den Lichtbogen des nachfolgenden Betriebsstroms normaler Frequenz bei norinaler Betriebsspannung zu unterbrechen vermag. Bei einem solchen Aufbau besteht aber in höherem Maße :die Gefahr, daß die Anordnung bei hohen Wanderwellenströmen explodiert; auch gehen dann die einzelnen Platten des Isolierkörpers schon bei erheblich niedrigeren Stoßströmen zu Bruche, als wenn mehrere verhältnismäßig kurze derartige Isolierkörper hintereinander angeordnet sind. Durch die Anordnung mehrerer Isolierkörper hintereinander entsprechend der vorliegenden Erfindung wird bei großen zu löschenden Strömen die Druckbeanspruchung der einzelnen Isolierteile erheblich herabgesetzt, da die im mittleren Teil einer Entladungsbahn vom Lichtbogen erzeugten Gasteilchen nur einen verhältnismäßig kurzen Weg zurückzulegen :brauchen, um aus dein Entladungskanal ins Freie zu gelangen; trotzdem wird dadurch, daß mehrere Isolierkörper vorhanden sind, die erforderliche Gesamtlänge der Entladungsstrecke eingehalten.
  • Zweckmäßig werden die einzelnen Isolierkörper durch Abstandringe 13 auseinandergehalten, die aus Isolierstoff bestehen können. Dadurch werden Kammern 14 zwischen den Isolierkörpern gebildet, nach denen hin sich der im Innern der Entladungsbahnen vom Lichtbogen selbst und durch die von ihm erzeugte Gasentwicklung hervorgebrachte Druck entlasten' kann. Auch die Höhlung 8 in der geschlossenen Elektrode i wirkt gleichzeitig als ein solcher Entlastungs- bzw. Gasspeicherraum. Da die Entladung im allgemeinen nicht durch sämtliche Schlitze eines jeden Isolierkörpers hindurch gleichzeitig vor sich geht, werden die Kammern nach dem Außenraum hin durch die vom Lichtbogen freien Schlitze hindurch entlastet.
  • Sowohl die Anordnung mehrerer Isolierkörper mit parallelen Entladungsbahnen wie auch die zwischen ihnen vorgesehenen, verhältnismäßig großen Entlastungs- bzw. Gasspeicherräume tragen dazu bei, die Einrichtung zur Bewältigung besonders hoher Ströme zu befähigen.
  • Die Ansprechspannung läßt sich dadurch noch weiter herabsetzen, daß zwischen den einzelnen Isolierkörpern 9, io, ii Zwischenelektroden 15, die den Spannungsgradienten erhöhen und somit die Ansprechspannung erniedrigen, vorgesehen werden. Zweckmäßig erhalten diese Zwischenelektroden ringförmige Gestalt und werden, wie in Abb. 2 ,dargestellt, als Körper mit konischen Abschrägungen 16 ausgebildet. Der Wert der Ansprechspannung ist dann praktisch derselbe, wie wenn die Verlängerung des Entladungsweges, die durch die Abstandstücke verursacht wird, nicht vorhanden wäre.
  • Die durch die A:bschrägungen 6, 16 der Haupt- und Hilfselektroden frei. gewordenen Räume werden zweckmäßig durch Isolierringe 17 ausgefüllt.
  • Für die Elektroden wird mit besonderem Vorteil Stahl oder ein ähnlicher Stoff von guter Leitfähigkeit verwendet, der den Lichtbogenfußpunkt, ohne erheblichen Abbrand zu erleiden, führen kann und gute Lichtbogenlöschfähigkeit besitzt.
  • Nach der weiteren Erfindung läßt sich die Ansprechspannung auch noch dadurch verkleinern, daß das die Zündelektroden und die Entladungsstreckeenthaltende Isolierrohr von seiner Innemvandung getrennte, sich in Längsrichtung erstreckende Widerstands- bzw. leitende Schichten oder Streifen enthält, durch die der Verlauf des elektrischen Feldes zwischen den Elektroden beeinflußt wird, Dies sei an den in den Abb. 3 und q. dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hier ist im Schnitt und in Seitenansicht eine Ausführungsmöglichkeit des Erfindungsgegenstandes dargestellt, die insbesondere zum Schutz von Freileitungen geeignet ist. Das die Elektroden und die Entladungsstrecke enthaltende Isolierrohr bildet hierbei selbst den die Entladungsbahn einengenden, unter Einwirkung des Lichtbogens gasabgebenden Isolierkörper. Es ist also hier nur ein einziger enger Entladungskanal vorhanden. Natürlich könnte der Entladungskanal, der :durch den lichten Querschnitt des Rohres gebildet wird, auch durch einen entsprechend geformten Einsatz aus Isolierstoff unterteilt sein.
  • Die Funkenstreckenanordnung 2o mit begrenztem Entladungsquerschnitt ist mittels einer Schelle2i an einem ortsfesten Träger 22 befestigt. Sie ist in Reihe mit einer Funkenstrecke mit unbegrenztem Entladungsquerschnitt (Luftfunkenstrecke) 23 angeordnet, deren untere, bogenförmig gestaltete Elektrode 24. von der feststehenden Funkenstreckenunordnung 2o getragen wird und deren obere Elektrode durch den zu schützenden Leiter 25 selbst gebildet wird. Dieser ist mittels einer Isolierkette 26 an einer ortsfesten Tragschiene 27 aufgehängt. Die bogenförmige Gestaltung der Elektrode 24 ermöglicht es hierbei, ,daß beim Hinundherschwingen des Leiters 25 sich der Überschlagweg 23 praktisch nicht ändert.
  • Die Funkenstreckenanordnung 2o mit begrenztem Entladungsquerschnitt besteht im wesentlichen aus mehreren konzentrisch eng ineinanderliegenden Isolierrohren 28, 29, 30, von denen wenigstens der innerste Teil aus einem unter Einwirkung des Lichtbogens große Mengen von lichtbogenlöschendem Gas abgebenden Stoff, wie Fiber, Borsäure oder Acetylcellulose, besteht oder mit einem solchen Stoff ausgekleidet ist. Der Erfindung entsprechend ist eines oder mehrere der verschiedenen ineinanderliegenden Rohre, aus denen die Anordnung zwecks Sicherstellung hoher Festigkeit und Formbeständigkeit zusammengefügt ist, auf seiner Außenfläche mit einem leitenden oder halbleitenden Überzug, Aufstrich oder, wenn das Rohr aus keramischem Stoff besteht, einer entsprechenden Glasur o. d g1. versehen. Sämtliche Rohre 28, 29, 3o können auf solche Weise überzogen sein. Beim Ausführungsbeispiel besitzt das mittlere Rohr 29 einen solchen Überzug 3i. An Stelle eines vollständigen Überzugs kann auch eine Mehrzahl von Streifen vorgesehen werden.
  • Der halbleitende Überzug ist vorzugsweise mit wenigstens Ader einen der beiden Funkenstreckenelektroden leitend verbunden und bildet z. B. zweckmäßig eine elektrisch leitende Verbindung von sehr hohem Widerstand zwischen den beiden Polen der Anordnung bzw. den Metallteilen 32, 33.
  • Der Flansch 32 steht mit der weit in das Innere des Rohrs 2o hineinreichenden Hohlelektrode 3q. in Verbindung und ist an dem die Anordnung tragenden Rohr 35 befestigt. Der Metallteil 33 ist mit der weit in das entgegengesetzte Ende :des Rohrs 2o hineinragenden Gegenelektrode 36 verbunden. Das Innere des. Entladungsraumes steht durch die Hohlelektroden 34, 36 und durch die hohlen Teile 33, 35 hindurch mit der Außenluft in Verbindung: Ist der Überzug 3 1 auf .der ganzen Länge des Rohres 29 von gleichem Widerstand, so hat das Potential der Stelle 37 auf dem Widerstandsüberzug, die dem innersten Ende der geerdeten Elektrode 34 am nächsten liegt, einen Wert gegenüber Erde, der zwischen demjenigen der beiden Enden der Anordnung 2o liegt, und zwar im Verhältnis des Abstandes 38 des geerdeten Endes der Anordnung vorn Punkte 37 und des Abstandes 39 zwischen den beiden Enden . der halbleitenden Schicht 3 i. Dementsprechend hat der Punkt 4o auf der halbleitenden Schicht, der dem inneren Ende der Elektrode 36 gegenüberliegt, ein mittleres Potential, das bestimmt ist durch das Verhältnis des Abstandes 41 zwischen diesem Punkt und dem geerdeten Ende des Rohres und der Gesamtlänge 39 der halbleitenden Schicht 3i.
  • Tritt am oberen Ende der Funkenstreckenanordnung 20 über die Luftfunkenstrecke 23 ein Überspannungsstoß auf, so erscheint eine bestimmte Teilspannung, die z. B. 30°1o der Stoßspannung beträgt, zwischen den Enden der Elektroden 34, 36. Diese Spannung wirkt sich im Isoliermaterial als elektrostatische Beanspruchung zwischen den Elektrodenenden und den gegenüberliegenden Stellen 37, 4o auf der halbleitenden Schicht 31 aus. Dies ergibt eine äußerst starke Konzentration des elektrischen Feldes an den Elektrodenenden und führt durch Gleitfunkenbildung dazu, daß die Entladung schon bei einem verhältnismäßig niedrigen Ansprechwert eingeleitet wird.
  • Ein weiterer Vorteil der halbleitenden Schicht besteht darin, daß die Anordnung in ihrer Arbeitsweise weitgehend unabhängig von der Witterung, insbesondere von den Einflüssen der Luftfeuchtigkeit, wird, es spielt dabei keine Rolle, ob die halbleitende Schicht freiliegt und allen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist oder ob sie mit einer weiteren besonderen Schutzhülle 30 umgeben ist.
  • Der Widerstand der Schicht 31 kann so hoch gewählt werden, daß auch :dann, wenn eine vorgeschaltete Luftfunkenstrecke nicht vorgesehen ist, kaum Leistungsverluste oder merkliche Stromerwärmung wahrzunehmen sind. Zur Beeinflussung des elektrostatischen Feldes genügt eine sehr geringe Leitfähigkeit der Schicht.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Herabsetzung der Ansprechspannung besteht bei Überspannungsschutzeinrichtungen nach der Erfindung darin, daß mehrere Funkenstreckenanordnungen mit massiven bzw. großflächi gen metallischen Zwischengliedern hintereinander angeordnet werden.
  • Ein Beispiel hierfür zeigen die Abb. 5 und 6. Hier sind zwei Funk:enstreckenanordnungen .Io, .4i von ähnlichem Aufbau wie die Funkenstreckenanordnung 2o der Abb. 3, 4, jedoch in waagerechter Lage angeordnet, vorgesehen.
  • Beide sind in :der Mitte durch ein metallenes Kupplungsglied 42 miteinander verbunden, das hohl ausgebildet und mit Entlüftun.gs.öffnungen 43 versehen ist und das zugleich die elektrische Verbindung zwischen den Entladungselektroden 44, 45 der Funkenstreckenanordnungen 40, 41 herstellt. Die Gegenelektroden 46, 47 an den entgegengesetzten Enden der Funkenstreckenanordnun.gen stehen mit Metallrohren 48, 49 in Verbindung, die auch zur Entlüftung der Entladungsräume dienen.
  • Mit dem Rohr 48 ist eine bogenförmige Elektrode 59 einer vorgeschalteten Luftfunkenstrecke verbunden, deren Gegenelektrode, ähnlich wie bei der Anordnung gemäß Abb. 3 und .4, von :dem zu schützenden Leiter 5o selbst gebildet wird, der mittels einer Isolatorenkette 51 an einer Schiene 52 aufgehängt ist.
  • Das Rohr 49 ist :durch eine Klemmverbindung 53 an einem metallischen Tragrohr 5.t befestigt und mit diesem leitend verbunden. Das Rohr 54 ist, wie bei 55 angedeutet, geerdet und .an einem Traggerüst 56 befestigt. Das Tragrohr 54 hat eine isolierende Fortsetzung 57, die zweckmäßig aus gut abgelagertem und entsprechend vorbehandeltem Hickoryholz besteht und an der mit Hilfe von Zwingen 5 8 die Funkenstreckenanordnung aufgehängt ist.
  • Tritt am Leiter 50 eine Stoßspannungswelle auf, so schlägt die Luftfunkenstrecke der Schutzeinrichtung über, und die volle Stoßspannung liegt plötzlich an der Elektrode 46 der Funkenstreckenanordnung 40. Das mittlere Verbindungsglied 42 besitzt zusammen mit den unmittelbar mit ihm verbundenen Metallteilen gegenüber den umgebenden 'Metallteilen des Traggerüstets 56 und anderen geerdeten Teilen eine beträchtliche Kapazität, deren Wert sehr viel größer ist als der Wert der Kapazität zwischen den Elektroden 4d und 46 der Funkenstreckenanordnung 40; so daß sich unmittelbar vor dein Ankommen der Stoßspannungswelle der mittlere Verbindungsteil 42 auf einem Potential befindet; das dem Erdpotential im wesentlichen gleich ist. Sobald die Stoßspannung an die Elektrode 46 gelegt wird, spricht daher die Funkenstreckenanordnung 4o sogleich an, und es entsteht eine lichtbogenförmige Entladung zwischen den Elektroden 46 und .L4. Infolge dieses Entladungsstrompfades steigt das Potential des mittleren Verbindungsgliedes 42 plötzlich hoch an, so daß sogleich auch ein Überschlag in -der zweiten Funkenstreckenanordnung 41 zwischen den Elektroden 45 und 47 erfolgt, so daß die Überspannung nach Erde abgeleitet wird.
  • Ebenso wie bei den übrigen beschriebenen Funkenstreckenanordnungen ist es auch hier erforderlich, :daß der Überschlagweg zwischen den Elektroden im Innern des Isolierrohres um so viel kleiner ist als der Überschlagweg zwischen den außen am Rohr befindlichen Metallteilen verschiedenen Potentials, daß der Überschlag unter allen Umständen nur im Innern der Anordnung stattfindet. Die Unterbrechung des nachfolgenden Betriebsstromes erfolgt im wesentlichen ebenso wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. ÜUberspannungsschutzeinrichtung mit einer Funkenstrecke von begrenztem Entladungsquerschnitt nach Patent 641 133, bei der wenigstens die eine der Elektroden so ausgebildet 'und angeordnet ist, daß das Innere des Entladungsraumes, dessen Wandungen aus unter Lichtbogeneinwirkung gasabgebendem Stoff bestehen, mit der Außenluft verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die vordersten Teile (6) der vorzugsweise rohrförmigen Elektroden scharfkantig ausgebildet sind.
  2. 2. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch i mit einer geschlossenen und einer zwecks Entlüftung des Entladungsraumes hohl ausgebildeten Elektrode, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlossene Elektrode (i) eine tiefe zentrische Höhlung (8) besitzt, in die ,der Fußpunkt des an dem scharfkantigen Teil der Elektrode gezündeten Lichtbogens unter Einwirkung der Gasströmung übergeht.
  3. 3. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere parallel verlaufende Entladungsbahnen enthaltende und gegebenenfalls längs unterteilte Isolierkörper (g, io, ii) -hintereinander angeordnet sind.
  4. 4. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch 3, da-durch gekennzeichnet, daß sich zwischen den Isolierkörpern, die die den Lichtbogen einengenden Entladungsbahnen enthalten, Gasausdehnungskammern '(i4) befinden.
  5. 5. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den in Reihe liegenden Isolierkörpern im Rohrinnern Zwischenelektroden (i5) vorgesehen sind.
  6. 6. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß .das die Zündelektroden und die Entladungsstrecke enthaltende Isolierrohr (2o) von seiner Innenwandung getrennte, sich in Längsrichtung erstreckende Widerstands- bzw. leitende Schichten (3 i) enthält.
  7. 7. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Schicht (3i) mit wenigstens der einen Funkenstreckenelektrode (34,36) leitend verbunden ist. B. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Funkenstreckenanordnungen mit massiven bzw. großflächigen metallischen Zwischengliedern (42) von großer Kapazität gegen Erde hintereinander angeordnet sind. g. Überspannungsschutzeinrichtungnach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder Entlüftungsöffnungen (43) enthalten. 1o. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch i bis 9, -dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von besonderen Einsatzkörpern, die die Entladungsbahn enthalten, ein einziges entsprechendes Rohr vorgesehen ist (Abb. 3').
DES125545D 1936-01-04 1936-12-31 UEberspannungsschutzeinrichtung Expired DE721936C (de)

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