DE72154C - Vorrichtung zum Aufwickeln von Bändern, Spitzen und dergl - Google Patents
Vorrichtung zum Aufwickeln von Bändern, Spitzen und derglInfo
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- DE72154C DE72154C DENDAT72154D DE72154DA DE72154C DE 72154 C DE72154 C DE 72154C DE NDAT72154 D DENDAT72154 D DE NDAT72154D DE 72154D A DE72154D A DE 72154DA DE 72154 C DE72154 C DE 72154C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H75/00—Storing webs, tapes, or filamentary material, e.g. on reels
- B65H75/02—Cores, formers, supports, or holders for coiled, wound, or folded material, e.g. reels, spindles, bobbins, cop tubes, cans, mandrels or chucks
- B65H75/04—Kinds or types
- B65H75/06—Flat cores, e.g. cards
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bänder, Spitzen und ähnliche Waaren kommen gewöhnlich auf kleinen Holzscheiben oder
Pappstücken, oder auf für den Zweck besonders hergestellten Rollen oder sogenannten Patronen
aufgewickelt in den Handel. Die Arbeit mit dem.Auf- und Abwickeln der Waare ist
aber sehr beschwerlich und zeitraubend, weil man die Holz- oder Pappscheiben wiederholt
wenden und drehen muis, .bevor z. B. eine bedeutende Länge auf- oder abgewickelt wird.
Dies gilt nicht nur bei dem Verkauf selbst, sondern mehr noch bei bestimmten Gelegenheiten
, wie Inventarisirungen und wenn die Waaren zum Verkauf in einem Laden sortirt und aufgelegt werden müssen.
Die die Erfindung bildende Vorrichtung, welche in allen Theilen einfach und leicht zu
hantiren ist, bezweckt die bequemere und gleichzeitig schnellere Ausführung des Auf- und
Abwickeins. Sie besteht hauptsächlich aus einer durch Kurbel drehbaren Spindel oder
Welle, an deren einem Ende die Scheibe oder Patrone,, wie oben erwähnt, befestigt werden
kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 eine Seitenansicht" bezw. einen Verticalschnitt
der Vorrichtung dar.
Fig. 2 zeigt die durchschnittene Vorderansicht derselben.
Fig. 3 ist eine Oberansicht.
Fig. 4 stellt die Vorrichtung an der Kante einer Tischplatte, eines Ladentisches oder dergleichen
befestigt dar und
Fig. 5 ist ein Detail.
Fig. 6 und 7 verdeutlichen eine für den Apparat besonders eingerichtete sogenannte Patrone
zum Aufwickeln von Bändern.
Fig. 8 zeigt eine etwas geänderte Einzeleinrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus der Spindel A, welche in dem Ständer B gelagert ist, der
unten mit einer Klemmschraube C an der Kante eines Tisches etc. befestigt werden kann.
An dem einen Ende der Spindel A ist eine zweigetheilte kreisförmige Scheibe angebracht,
von welcher die eine Hälfte D an der Spindel befestigt und die andere Hälfte E
in der ersteren dadurch geführt und verschiebbar ist, dafs sie eine Nuth oder Führung
erhält, in welche ein an der Hinterseite der Hälfte E befestigter Führungsklotz F tritt.
Die Hälfte D ist mit Vorsprüngen G versehen, und die Hälfte E ist bei der gegen
die Hälfte D anliegenden Kante winkelförmig gebogen, wie auf der Zeichnung ersichtlich.
Gegen die Innenseite dieses winkelförmig gebogenen Theiles und gegen die Innenseite
der Vorsprünge G stützen sich die Enden einer Feder H, um die Hälften näher an einander
zu halten. Wenn die Hälften von einander entfernt werden, so kann, wie in Fig. 1,
2 und 3 angedeutet, die Kante einer Holzoder Pappscheibe zwischen die Hälften eingeführt
und von denselben festgehalten werden, wenn dieselben durch die Einwirkung der Feder H sich wieder einander nähern. Das
Trennen der Hälften wird durch einen am Ständerß angebrachten Hebel / vermittelt, dessen
eines Ende unter einen Ansatz K des Führungsklotzes F tritt.
Während des Aufwickeins dient die zweigetheilte Scheibe nicht allein zur Befestigung
für die Scheibe oder Patrone, auf welche das Band gewickelt werden soll, sondern auch als
Führung für dasselbe.
Das Abwinden geschieht am schnellsten und bequemsten durch Ziehen am Bande etc., indem
die Spindel mit der Scheibe ungehindert rundum läuft. Damit die Kurbel L aber an dieser
Bewegung nicht Theil nimmt und zufolge ihres Gewichtes hindernd wirken kann, erfolgt die
Auskuppelung der Kurbel und Spindel in folgender Weise. Durch das Ende der Kurbelnabe
führt ein aus - und einschiebbarer Bolzen M, welcher mit seinem inneren Ende
in eine Nuth oder Vertiefung JV treten kann, welche zur Hälfte in die Spindel A und zur
Hälfte in die Kurbelnabe greift. So lange der Bolzen M sich in der Nuth befindet, sitzt die
Kurbel fest auf der Spindel; ist der Bolzen aber ausgezogen, wie in Fig. 5 dargestellt, so
kann die Spindel sich unabhängig von der Kurbel bewegen. In beiden Fällen wird das
Abfallen der Kurbel von der Spindel durch eine mit dem Ständer B verbundene Schraube O
verhindert, welche in eine Führung oder Nuth P aufsen an der Kurbelnabe tritt. Diese letztere
Vorrichtung kann auch nach Fig. 8 geändert werden. Die Führung oder Nuth P kann
nämlich auch an der Spindel A vorgesehen und die in der Führung laufende Schraube O
durch die Kurbelnabe geführt werden. Der Bolzen M wird von einer Feder Q nach innen
gedrückt, welche in der Kurbelnabe steckt und sich gegen den Bund R des Bolzens legt. In
seiner ausgezogenen Lage (Fig. 5) wird der Bolzen von einem an der Seite desselben befestigten
Absatz oder Steg S gehalten, welcher, wenn der Bolzen eingeschoben wird, in eine
entsprechende Nuth T der Kurbelnabe tritt, dagegen bei ausgezogenem und gedrehtem
Bolzen sich gegen die Aufsenseite der Kurbelnabe stützt und den Bolzen somit in ausgezogener
Lage hält.
Wie bereits erwähnt, benutzt man beim Aufwinden auch sogen. Patronen anstatt Scheiben,
und zwar besonders beim Aufwinden von seidenen Bändern. Diese werden nämlich durch
scharfkantiges Falten beschädigt, und die Patrone mufs daher an den Kanten so abgerundet
sein, wie aus Fig. 7 ersichtlich. Die Patrone kann nun in der rotirenden Scheibe
nicht wie eine einfache Holz- oder Pappscheibe befestigt werden, theils wegen ihrer Gröfse und
theils weil das aufgewundene Band die ganze Breite der Patrone einnimmt, so dafs keine
vorstehenden Theile vorkommen, welche von den Hälften gefafst werden können. Die Patronen
müssen daher mittelst einer besonderen Vorrichtung befestigt werden, und es besteht
diese aus zwei von der kreisförmigen Scheibe vorstehenden Stiften U, auf welche die Patronen
geschoben werden können. Von diesen Stiften ist der eine in der Scheibenhälfte E
und der andere in der Hälfte D befestigt. Um die Patronen in dieser Weise anbringen zu
können, müssen dieselben derart angeordnet sein, dafs bei zwei entgegengesetzten Kanten
einer Patrone Oeffnungen entstehen, in welche die Stifte greifen können, wenn die Patrone
auf dieselben geschoben wird. Fig. 6 veranschaulicht die Anfertigung solcher Patronen.
Als Körper der Patrone dienen zwei Holzklötze V, um welche zuerst ein Pappstreifen X
in der Weise gefaltet ist, dafs die Klötze V an den Längskanten des Streifens liegen, und
ferner so, dafs der Streifen sich von den Enden der Holzklötze aus krümmt und dadurch Oeffnungen
Y, Fig. 7, für die Stifte U bildet. Aufsen und quer zum Pappstreifen X wird die
Patrone mit einem anderen Streifen Z aus dünnerem Papier umwunden (Fig. 7). Die
mit b bezeichneten punktirten Linien in Fig. 2 und 3 geben näher an, wie die Patrone auf
die Stifte U aufgeschoben und somit zum Auf- und Abwinden eines Bandes fertig ist.
Dadurch, dafs die Stifte U je in einer Hälfte der kreisförmigen Scheibe befestigt sind, kommt
die aufgeschobene Patrone möglichst weit nach der Mitte der Scheibe, und ferner dienen die
Stifte gleichzeitig als Stütze und Führung für die Holz- und Pappscheiben, wenn diese und
nicht die Patronen benutzt werden, weil die Stifte sich seitlich gegen die Scheibe legen.
In gröfserer Ausführung kann die Vorrichtung auch zum Aufwickeln von Stoffbahnen
benutzt werden.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch ε.·ι. Eine Vorrichtung zum Aufwickeln von Bändern, Spitzen u. dergl., gekennzeichnet durch das an einer drehbaren Spindel (A) befestigte Klemmfutter, welches zum Festhalten von flachen Aufwickelkernen verschiedener Art bestimmt ist und aus einer in der Mitte getheilten Scheibe besteht, von deren beiden Theilen der eine verschiebbare (E) durch Federkraft in die Schliefslage gegen den anderen (D) gedrückt, während er aus dieser Lage mittelst eines unter einem an dem Rücken des verschiebbaren Theiles befindlichen Fortsatz (K) greifenden und am festen Wellengehäuse gelagerten Hebels (I) zeitweise so ausgerückt werden kann, dafs sich die den Theilen zugehörigen Klemmrä'nder parallelaus einander bewegen und die Einfügung eines von der Scheibenmitte frei vorstehenden Aufwickelkernes ermöglichen.
Eine Vorrichtung der durch Anspruch i. gekennzeichneten Art, welche zwecks Verwendung von Aufwickelkernen, die keinen freien Rand zum Erfassen seitens der Klemmränder darbieten, mit Haltestiften (U) versehen ist, die einerseits mit dem beweglichen Theil, andererseits mit dem festen Theil des Scheibenfutters verbunden sind und die hohl ausgeführten Aufwickelkerne oder aus Pappe bestehenden Patronen von innen festhalten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72154C true DE72154C (de) |
Family
ID=345394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72154D Expired - Lifetime DE72154C (de) | Vorrichtung zum Aufwickeln von Bändern, Spitzen und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72154C (de) |
-
0
- DE DENDAT72154D patent/DE72154C/de not_active Expired - Lifetime
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