DE720805C - Verfahren zur Stabilisierung von Schiffen - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von Schiffen

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DE720805C
DE720805C DEST54930D DEST054930D DE720805C DE 720805 C DE720805 C DE 720805C DE ST54930 D DEST54930 D DE ST54930D DE ST054930 D DEST054930 D DE ST054930D DE 720805 C DE720805 C DE 720805C
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ship
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plumb
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DEST54930D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B39/00Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
    • B63B39/14Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude for indicating inclination or duration of roll

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zur Stabilisierung von Schiffen Es sind Verfahren bekannt, bei denen durch eine Hilfskraft auf ein Schiff Bewegungsmomente ausgeübt werden, um die Nachteile der regellosen Schlinger- und Stampfbewegungen des Schiffes zu beseitigen. Bei den meisten der bekannten Verfahren wird angestrebt, das Schiffsdeck immer horizontal zu halten. Diese Art der Schiffsstabilisierung soll im folgenden als Horizontalisierung bezeichnet werden. Es ist in neuerer Zeit auch vorgeschlagen worden, das Schiff so zu stabilisieren, daß keine seitlichen Beschleunigungskomponenten auf an Bord befindliche Gegenstände einwirken können. Da dieses Ziel dann erreicht wird, -,wenn die Hauptachse des Schiffes in Richtung des Scheinlotes gehalten wird, soll diese Art der Stabilisierung im folgenden kurz Scheinlotstabilisierung genannt werden. Bei beiden Arten der Stabilisierung hat man bisher die auf das Schiff durch die Hilfskraft auszuübenden Bewegungsmomente in Abhängigkeit von einem Gerät gesteuert, dessen Ausschlag der Abweichung oder der Abweichungsgeschwindigkeit des. Schiffes aus seiner angestrebten Lage verhältnisgleich ist. Bei diesen Verfahren wurden demnach die Bewegungsmomente zur Stabilisierung durch eine Lagefehleranzeige gesteuert. Stabilisierungsanlagen, die nach diesem Verfahren arbeiten, vermögen das erstrebte Ziel nicht in vollem Umfange zu erfüllen, weil so gesteuerte Bewegungsmomente in dem Augenblick, in dem vom Wasser auf das Schiff Bewegungsmomente ausgeübt werden, noch gar nicht vorhanden sind, sondern erst auftreten, wenn eine unerwünschte Lageveränderung des Schiffes bereits stattgefunden hat. Diesen Nachteil weist auch eine bekannte Anordnung zum Horizontalisieren von Schiffen auf, bei welcher der Steuerapparat von zwei Pendeln gebildet wird, von denen das eine das Scheinlot und das andere das wahre Lot anzeigt. Die Wirkungsweise ist hier offenbar so gedacht, daß ein von den Pendeln gesteuerter Aufsichtsapparat dann -in Funktion tritt, wenn das Schiff aus seiner Gleichgewichtslage gebracht ist so daß also auch hier die Steuerung nach dem Lagefehler erfolgt.
  • Der Erfindung liegen die folgenden Erkenntnisse zugrunde.
  • Die vom Wasser auf das Schiff ausgeübten Bewegungsmomente sind dem Winkel, den das Scheinlot mit dem wahren Lot bildet, verhältnisgleich. Will man das Schiff nach dem Scheinlot stabilisieren, so muß eine bestimmte Winkelbeschleunigung erzwungen werden. Dies kann nur dadurch erzielt werden, daß auf das Schiff ein Bewegungsmoment ausgeübt wird, das im gleichen Sinne wirkt. wie das vom Wasser auf das Schiff wirkende Bewegungsmoment.
  • Bezeichnet die zu erzwingende Winkelbeschleunigung, J die Massenträgheit und 1b7, das Bewegungsmoment, so ergibt sich die Beziehung M1=J.
  • Soll das Schiff horizontalisiert werden, so muß ein Gegenmoment zur Einwirkung gebracht werden, das dem Winkel zwischen dein Scheinlot und dem wahren Lot proportional ist.
  • Bezeichnet man den Winkel zwischen Scheinlot und dem wahren Lot mit 0, so gilt für das zur Horizontalisierung aufzuwendende Moment 11h die Beziehung: M2=-C., worin C eine von der Anfangsstabilität abhängige Konstante ist.
  • Auf Grund dieser Erwägungen verwendet die Erfindung ein Verfahren zum Stabilisieren von Schiffen, bei dem prinzipiell als Steuergröße für die Stabilisierungsmomente - statt der Lagefehler des Schiffes - die auf dieses von außen ausgeübten Einflüsse (Wellenmomente) benutzt werden, wobei als Steuergröße der Winkel zwischen dem wahren Lot und Scheinlot benutzt wird. Das Scheinlot stellt hier die Normale zur wirksamen Wellenschräge, d. h. den Mittelwert der Summe aller auf das Schiff einwirkenden Wasserdrücke dar.
  • Handelt es sich um die Stabilisierung nach dem Scheinlot, so ist es im Sinne des Gesagten dem vom Wasser auf das Schiff ausgeübten Bewegungsmoment ein mittels einer Hilfskraft erzeugtes gleichgerichtetes Stabilisierungsmoment zu überlagern, das der zweiten Ableitung des Winkels zwischen Scheinlot und wahrem Lot nach der Zeit, d. h. der Winkelbeschleunigung des Schiffes verhältnisgleich ist. Als Impulsgeber für die Steuerung des Stabilisators mittels Kraftschalters kann hier ein Lotmesser, vorzugsweise ein Kreisellot, dienen. In derselben Weise läßt sich auch ein Winkelbeschleunigungsmesser verwenden. Zur Korrektur wird in beiden Fällen (Kreisellot oder Winkelbeschleunigungsmesser) ein Scheinlotmesser einzuschalten sein, der bei Ausschlägen gegenüber dem Schiff berichtigend in die Steuerung des Kraftschalters (Servomotor o. dgl.) von seiten des Primärimpulses eingreift.
  • Soll das Schiff horizontalisiert werden, so hat ein Stabilisator, mittels eines Kraftschalters gesteuert, Stabilisierungsmomente auszuüben. Die Erfindung sieht zu diesem Zweck insbesondere einen Scheinlotmesser als Impulsgeber für die Steuerung des Kraftschalters vor. Hier wird erfindungsgemäß zur Erinittlung der Lagefehler des Schiffes ein Lotniesser, vorzugsweise ein Kreisellot, verwendet, das bei Ausschlägen des Schiffes gegenüber der Horizontallage berichtigend in die Steuerung des Kraftschalters (in diesem Fall ist es der Scheinlotmesser) eingreift. Für eine zusätzliche Korrektur kann beim Horizontalisieren noch ein auf Winkelgeschwindigkeit ansprechendes Gerät (Wendezeiger) zwischengeschaltet werden, das in die Steuerung des Kraftschalters von seiten des Primärimpulses eingreift. Bemerkenswert ist dabei, daß durch die Lagefehlerkorrektur, die im Falle der Horizontalisierung durch den Lotmesserausschlag und im Falle der Scheinlotstabilisierung durch den Scheinlotausschlag eingeführt wird, alle äußeren Einflüsse, die nicht auf den Seegang zurückzuführen sind, z. B. durch Winddruck hervorgerufene Lageveränderung oder Eigenschwingungen des Schiffes o. dgl., von selbst bei der Erzeugung der Stabilisierungsmomente mitberücksichtigt werden.
  • Zweckmäßigerweise wird die Kraftschaltersteuerung so ausgebildet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen Steuerimpuls und Kraftschalter durch den Korrekturimpuls veränderbar ist.
  • Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn man eine Ablese- und/oder Registriervorrichtung für das veränderliche Übersetzungsverhältnis zwischen Steuerimpuls und Kraftschalter vorsieht.
  • Die Erfindung ist im nachfolgenden an schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Abb. i stellt eine Steuervorrichtung zur Stabilisierung eines Schiffes nach dein Scheinlot dar. Impulsgeber ist ein Kreisellot 17 (künstlicher Horizont), dessen Ausschläge relativ zum Schiff über einen Strahlrohrkraftschalter 7 auf den Stabilisator io übertragen werden. Die Übertragung erfolgt durch ein Gestänge a, 3, 4., 5 über eine Hebelanordnung 6, 6'. Das Übersetzungsverhältnis der übertragungshebel6, 6' ist in bekannter Weise durch einen sog. Verhältnisschieber S einstellbar. Das mit Druckmittel betriebene Strahlrohr 7 wirkt mit einem Servomotor 9 zusammen, dessen Kolbenstange g durch Verbindung mit dein Gestängearm .4 in bekannter Weise das Strahlrohr 7 zurückführt. Infolgedessen sind die Wege der Kolbenstange 9 jeweils dem Ausschlag des Lotkreiszls 17 verhältnisgleich. Der Servomotor 9 wirkt in bekannter und deshalb nicht näher dargestellter @%'eise auf den .Stabilisator io ein, durch den Bewegungsmomente auf das Schiff ausgeübt werden, die dem Weg des Servomotorkolbens j' bzw. dem Ausschlag des Lotkreisels 17 verhältnisgleich sind. Der Verhältnisschieber 8 ist durch einen Schneckentrieb i i axial verschiebbar, der von einem Elektromotor 12 mit umkehrbarer Drehrichtung angetrieben wird. Die Ingangsetzung des Motors 12 in der einen oder der anderen Richtung erfolgt durch schiffsfest angeordnete Kontakte 13, Iq.. Diese werden von einem im Schwerpunkt des Schiffes angeordneten Scheinlotpende1 8 geschaltet, so wie die Schiffshochachse nicht in der Scheinlotrichtung liegt.
  • _ Die Stellung des Verhältnisschiebers 8 ist an einer Skala 16 ablesbar und kann gegebenenfalls registriert werden.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Wäre das Schiff trägheitslos, so würde es sich immer mit seiner Hochachse in die Scheinlötrichtung einstellen. Da das Schiff jedoch eine Trägheit besitzt, muß zur Überwindung derselben der Stabilisator Io ein unterstützendes Moment aufbringen, das der Winkelbeschleunigung j der anzustrebenden Schlingerbewegung verhältnisgleich ist. Unter der Voraussetzung harmonisch verlaufender Schlingerbewegungen ist die Winkelbeschleunigung j der Schlingerwinkel A verhältnisgleich. Das vom Stabilisator aufzubringende Moment ist demnach, wie bereits erwähnt, g M1=J. Der Schlingerwinkel wird durch den. Ausschlag des Kreisellotes bestimmt, so daß der Servomotor 9 Steuerbewegungen ausführt, die dem Schlingerwinkel verhältnisgleich sind. Entsprechende Momente übt der Stabilisator Io aus. Vom Scheinlotpendel 18 wird hierbei durch Steuerung des Verhältnisschiebers 8 ein Proportionalitätsfaktor eingestellt, der auf der Skala 16 ablesbar ist.
  • In sinngemäßer Weise kann man statt des Schlingerwinkelanzeigers 17 einen Beschleunigungsmesser bekannter Art als Steuerimpulsgeber an das Strahlrohr 7 schalten und erhält dann durch den Stabilisator Io Momente, die auch bei nicht harmonisch verlaufenden Schlingerbewegungen der Beschleunigung h7 verhältnisgleich sind.
  • In Abb. z ist eine Steuervorrichtung zur Horizontalisierung eines Schiffes dargestellt. Der Impulsgeber ist hier ein im Schwerpunkt des Schiffes aufgehängtes Pendel i, das sich in bekannter Weise immer in Scheinlotrichtung einstellt. Die Übertragung der Ausschläge erfolgt in analoger Weise wie bei der Scheinlotstabilisierung; desgleichen die Veränderung des Übersetzungsverhältnisses. An Stelle des Scheinlotpendels dient aber hier zur Korrektur der Kreisel 15, der die Kontakte 13, Iq. schaltet, sobald das Schiff nicht in der Horizontallage ist. Die Wirkrichtung der vom Stabilisator Io ausgeübten Momente ist umgekehrt wie bei der Scheinlotstabilisierung (Abb. i). Hier ergibt sich folgende Wirkungsweise Auf das Schiff und das Pendel i wirkt eine waagerechte Beschleunigungskomponente ein, die das Schiff zum Schlingern bringen soll, zugleich aber einen Ausschlag des Pendels i zur Folge hat. Durch den Stabilisator io wird, gesteuert von dem Servomotor 9, ein Gegenmoment auf das Schiff ausgeübt, das dem Ausschlag des Pendels i verhältnisgleich ist. Der Kreisel 15 überwacht nun das Verhältnis des von außen wirkenden Schlingermomentes zu dem vom Stabilisator erzeugten Gegenmomente. Sind beide Momente gleich, so bleibt das Schiff horizontal. Sind die Momente jedoch ungleich, so daß die erstrebte Horizontalisierung noch nicht erreicht ist, schließt der Kreisel 15 den Kontakt 13 oder 1q. und steuert durch den Motor den Verhältnisschieber 8 so lange, bis die Momente gleich sind und die Horizontalisierung vollkommen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Stabilisieren von Schiffen, bei dem als Steuergröße für die Stabilisierungsmomente statt der Lagefehler des Schiffes die auf dieses von außen ausgeübten Einflüsse (Wellenmomente) benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuergröße der Winkel zwischen dem wahren Lot und dem die Normallage zur wirksamen Wellenschräge (Mittelwert aus der Summe aller auf das Schiff einwirkenden Wasserdrücke) anzeigenden Scheinlot benutzt wird. a. Verfahren nach Anspruch i zur Stabilisierung eines Schiffes nach dem Scheinlot, dadurch gekennzeichnet, daß dem vom Wasser auf das Schiff ausgeübten Bewegungsmoment ein mittels einer Hilfskraft erzeugtes gleichgerichtetes Stabilisierungsmoment überlagert wird, das der zweiten Ableitung des Winkels zwischen Scheinlot und wahrem Lot nach der Zeit, d. h. der Winkelbeschleunigung des Schiffes, verhältnisgleich ist. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i zur Stabilisierung eines Schiffes nach dem Scheinlot mit einem Stabilisator, der, mittels eines Kraftschalters gesteuert, auf das Schiff die Stabilisierungsmomente ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lotmesser, vorzugsweise ein Kreisellot (i7), als Impulsgeber für die Steuerung des Kraftschalters (7) vorgesehen ist. q,. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2 mit einem Stabilisator, der, mittels eines Kraftschalters gesteuert, die Stabilisierungsmomente auf das Schiff ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Winkelbeschleunigungsmesser als Impulsgeber für die Steuerung des Kraftschalters vorgesehen ist. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3 oder .., gekennzeichnet durch einen Scheinlotmesser (i8), der bei Ausschlägen gegenüber dem Schift berichtigend in die Steuerung des Kraftschalters (7) von seiten des Primärimpulses (z. B. Kreisellot (i7) oder Winkelbebeschleunigungsmesser) eingreift. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i zum Horizontalisieren eines Schiffes mit einem -Stabilisator, der, mittels eines Kraftschalters gesteuert, Stabilisierungsmomente auf das Schiff ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Scheinlotmesser (i) als Impulsgeber für die Steuerung des Kraftschalters (7) vorgesehen ist. 7. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung der Lagefehler des Schiffes ein Lotmsser. vorzugsweise ein Kreisellot (i5) vorgesehen ist, das bei Ausschlägen des Schiffes gegenüber der Horizontallage berichtigend in die Steuerung des Kraftschalters (7) von seiten des Primärimpulses (Scheinlotmesser (i)) eingreift. B. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein auf die Winkelgeschwindigkeit -des Schiffes ansprechendes Gerät, das zusätzlich berichtigend in die Steuerung des Kraftschalters (7) von seiten des Primärimpulses (i) eingreift. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines durch den Korrekturimpuls veränderlichen Übersetzungsverhältnisses (6, 6') zwischen dein Primärimpulsgeber (i bzw. 17) und dem die Stabilisierungsmomente steuernden Kraftschalter (7) eine Ablese- oder Registriervorrichtung (i6) für das veränderliche Übersetzungsverhältnis zwischen dem Primärimpulsgeber und dem Kraftschalter vorgesehen ist.
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