DE7207983U - Reithose, insbesondere aus elastischem Stoff - Google Patents

Reithose, insbesondere aus elastischem Stoff

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ELITE-Reitmoden Walter Tietze, 466 Gelsenkirchen-Buer,
___ Lasthausstr. 29
Reithose, insbesondere aus elastischem Stoff
Die Neuerung "betrifft eine Reithose, insbesondere aus elastischem Stoff, wie sie als Turnier- und Sportbekleidung vielfach im Handel ist.
Die bisher bekannten Reithosen dieser Art haben im allgemeinen einen etwa geradegeführten Seitennahtverlauf, der vom Wadenteil in leichter Krümmung über den Oberschenkelteil bis in den Hosenbund geführt ist. Dieser Seitennahtverlauf garantiert aber nichü immer den einwandfreien Sitz der Reithose, wobei gerade bei diesen Hosen gefordert wird, bei Gehen und Stehen des Reiters ein Enganliegen der Hose und im Reitsitz ein grösstmögliche Bequemlichkeit. Die relativ geradegeführte Seitennaht gewährleistet aber gerade im Reitsitz nicht die genaue Anpassung der Hose an die Körperbewegung, da sich praktisch ein erheblicher Knickverlauf, insbesondere beim Vorbeugen des Reiters nicht vermeiden lässt.
Dei Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reithosenfonn zu schaffen, bei der in ,jeder Situation und Körperhaltung des Reiters ein einwandfreier Sitz der Hose gewährleistet ist bei grösstmöglicher Bewegungsfreiheit.
Die Neuerung besteht darin, daß die Hosenseitennähte in Bogen verlaufend in die obere Gesässnaht geführt sind. Durch diesen
Verlauf der Hosenseitennähte ist einerseits bei aufrechter Ganghaltung des fleiters ein einwandfreier Sitz der Hose ge-V'iÜijTlsiStSi-ViO^Si CLJL** Hngp #»i_rif? ρ.τ5γ>7»ΉΤ_χγϊ)ιβ . 'njirsTif?! inhe Nots hat, während aber insbesondere beim Reitsitz die scharfe, sonst spitzwinklig geführte Knicklinie der Hosenseitennaht vollkommen aufgehoben ist, da durch die Abführung der Seitennaht in die Gesässnaht auch bei starkem Vorbeugen des Reiters, beispielsweise beim Springen, nur ein stumpfliniger Verlauf der Nahtführung erfolgt. Die Hose bildet demzufolge seitlich keine Falten, die ausstrahlen können, da die Führung der Nahtlinien immer von der Elastizität des Materials noch aufgefangen werden kann. Dadurch ist ein einwandfreier Sitz in der Hüfte und in der Taille gewährleistet, gerade auch beim Reiten und Springen.
Ein weiterer Gedanke der Neuerung besteht darin, daß der hintere Sattelteil der Hose zwischen Bund und Gesässnaht an das jeweilige Hosenvorderteil angeschnitten ist. Dies gibt der Hose ein elegantes Aussehen. Bei minderen Qualitäten könnte hier eine Stückelnaht gesetzt werden, während die normale Hosenseitennaht und die Gesässnaht als Kappnaht ausgeführt wird und relativ bockig ist. Vorteilhaft ist es, im Fluchtlinienbereich der Seitennähte vom Bund ausgehend Abnäher anzuordnen, um der hier vorhandenen leichten Rundung in der Körperform, die zur Taille geht, Rechnung zu tragen. Die übrigen Abnäher vorn und hinten werden in üblicher Art und Weise zu legen sein.
Im übrigen kann die Reithose beliebig ausgebildet werden. Der Schnitt kann in Leder ausgeführt werden, vorteilhaft aber ist es, die Reithose aus elastischem Stoif zu fertigen, da gerade der neuerungsgemasse Schnitt die Elastizität des Materials voll zur Geltung kommen lässt.
Die Neuerung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
Hose I 1 - 3 -
TJ _
Es zeigen: Rückansicht,
Figur 1 die in Q4 J-__, ,_J --1-.J-
Figur 3 die Kappnahtausführung der Seiten- und Gesässnaht, geschnitten nach der Linie III - III der Fig. 1.
Die neuerungsgemässe Reithose 1 besteht aus dem vorderen Hosenteil 10 und dem hinteren Hosenteil 11. Normalerweise sind beide Hosenteile durch eine Seitennaht, die bis in den Bund 2 geführt ist, voneinander getrennt. Die Seitennaht ist mit 3 in der Zeichnung bezeichnet. Neuerungsgemäss Find die Hosenseitennähte,jeweils in Bogen verlaufend, in die obere Gesässnaht 30 geführt, so daß praktisch eine einzige Naht vorhanden ist, die zwei Seitennähte und die Gesässnaht miteinander verbindet, und die als durchgehende Kappnaht ausgeführt ist, entsprechend der Zeichnung der Fig. 3· Diese Naht wird mit zwei Steppnähten 4 und 5 festgelegt. Es kann auch statt der Verwendung einer Steppnaht eine Kettelnaht, eine leichte Zick-Zack-Naht oder ein elastischer Faden Verwendung finden.
Durch diese Führung der Naht 33 bildet sich im hinteren Teil der Hose im oberen Bereich ein Sattelstück 12. Dieses Sattelstück 12 besteht aus zwei Teilen und ist durch die hintere Hosennaht 6 geteilt. Die beiden Sattelteile 12 können an das vordere Hosemteil 10 jeweils angeschnitten sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, hier eine Stückelverbindung zu legen, die nicht als Kappnaht ausgeführt ist und demzufolge auch nicht die Seitennaht weiterführt, sondern die lediglich das Sattelteil an das Vorderteil der Hose ansetzt. Bei besseren Qualitäten ist es aber erheblich vorteilhafter, hier die Elastizität des Materials auszunützen und lediglich im Fluchtlinienbereich der Seitennähte 3 Abnäher 7 zu setzen, die zusätzlich zu den vorderen Abnähern 8 und den hinteren Abnähern 9 anzuordnen sind. Die Abnäher 7 gehen in den Bund 2, wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich.
I Selbstverständlich • ■ · ■ » 'I ," .' ■ : welches Material
I 1
es gleichgültig,
ist
für die Herstellung der Reithose Verwendung findet, vorteilhaft ist es, hochelastischen Web- oder Wirkstoff zu nehmen.
Auch die Hosenbeinausbildung kann variabel sein, es können Gummizüge und elastische Teile eingearbeitet sein, genauso wie im Kniekehlenbereich Lederaufsätze u. dgl. noch angeordnet werden können.

Claims (6)

  1. Schutz an Sprüche
    1= Reithose, insbesondere aus elastischem Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Hosenseitennähte (3) in Bogen verlaufend in die obere Gesässnaht (30) geführt sind.
  2. 2. Reithose nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, daß jeder hintere Sattelteil (12) der Hose (1) zwischen Bund (^) und Gesässnaht (30) ?in das jeweilige vordere Hosenteil (10) angeschnitten ist.
  3. 3. Reithose nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hosensattelteile (12) etwa im Fluchtlinienbereich der Seitennähte (3), die im Krümmungsverlauf in die Gesässnaht geführt sind, vom Bund ausgehend, Alaäher (7) aufweisen.
  4. 4. Reithose nach Anspruch 1 und 3? dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abnähern (7) und der Seiten- und Gesässnaht (33) ein ungeschnittenes Stoff- bzw. Materialstück stehenbleibt.
  5. 5· Reithose nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, daü die als einzige Naht (33) miteinander verbundenen Seitennähte (3) und Gesässnaht (30) als durchgehende Kappnaht ausgeführt ist.
  6. 6. Reithose nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu den seitlichen Abnähern (7) in an sich bekannter Weise vordere und hintere Abnäher (8 und 9)5vom Bund ausgehend, angeord·- net sind, die kürzer ausgebildet sind, als die seitlichen Abnäher (7)·
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