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Die Erfindung betrifft eine Dirndlschürze und eine dazugehörige Schließe.
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Eine Schürze, auch Vorbinder oder Vorstecker genannt, ist ein Kleidungsstück, das vor dem Bauch und manchmal auch die Brust gebunden wird, um die Kleidung vor Schmutz zu schützen. Je nach Verwendungszweck bestehen Schürzen aus unterschiedlichsten Materialien, beispielsweise aus verschiedenen Stoffarten, Gummi, Blei oder Leder.
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Eine Schürze, welche über die Kleidung, vor allem die Vorderseite des Körpers zumindest teilweise diesen verdeckend getragen wird und mit daran befestigten oder einstückig mit der Schürze verbundenen Bändern um die Taille oder auch den Hals gehaltenes Kleidungsstück darstellt, kann entweder zum Schutz bei bestimmten Arbeiten oder als schmückendes Kleidungsstück dienen. Der die Vorderseite des Körpers der Trägers teilweise verdeckende Teil der Schürze wird als Schürzentuch bezeichnet, das von der Taille an abwärts hängt und den Lendenbereich sowie einen Teil der Beine des Trägers verdeckt.
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Beim Anziehen der Schürze über dem Kleidungsstück wird üblicherweise, sofern die Schürze auch die Brust verdeckt, die Schürze im Bereich des Halses sozusagen aufgehängt und mittels wenigstens eines typischerweise oder mit der Schürze einstückig ausgebildeten Bandes um die Taille gebunden, wobei das Band bzw. die Bänder auch anders mit der Schürze verbunden sein können.
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Eine Schürze, die den Brustbereich nicht abdeckt, wird üblicherweise lediglich mittels eines Bandes oder mehrerer Bänder um die Taille gebunden.
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Ein klassisches Beispiel hierfür stellt die sogenannte Dirndlschürze dar, welche aus verschiedenen Stoffarten bestehen kann.
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Eine Dirndlschürze ist ein Teil eines im Alpenraum verbreiteten Trachtenkleides, welches als Dirndl bezeichnet wird, wobei neben der Dirndlschürze von der Trägerin noch ein Dirndlkleid und eine Dirndlbluse getragen werden, wobei die Dirndlbluse unter dem Dirndlkleid und die Dirndlschürze über dem Dirndlkleid getragen wird.
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Die beiden Bänder, welche am oberen Teil des Schürzentuchs gegenüberliegend und in Querrichtung zum Schürzentuch angebracht sind, um abgestimmt auf die jeweilige Konfektionsgröße der Trägerin um die Taille der Trägerin gebunden zu werden, um die Schürze an der Trägerin zu halten, werden üblicherweise mittels einer Schleife um die Taille gebunden. Die Schleife kann sich auf der Rückseite oder aber auf der Vorderseite der Trägerin befinden.
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Eine solche Schleife kann sich jedoch ungewollt leicht lösen bzw. leicht verrutschen, was gerade im Falle der Dirndlschürze, mit dem Zweck die Trägerin zu schmücken, nicht gewollt ist.
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Möglich ist die Bänder mittels einer Schließe auf der Rückseite der Trägerin zu verbinden.
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Hierbei tritt jedoch zum einen der Nachteil auf, die Schließe auf der Rückseite der Trägerin nicht schnell und einfach verschließen und auch wieder öffnen zu können und zum anderen ist die Schließe, welche aus Metall oder einem anderen harten Material gefertigt sein kann, an der Rückseite des Trägers unpraktisch und störend.
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Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dirndlschürze und eine Verbindung vorzuschlagen, bei welcher sich weder die Schleife leicht lösen kann, noch die Verbindung nur mit Schwierigkeiten verschlossen bzw. geöffnet werden kann bzw. sich an einem Ort befindet, der für die Trägerin der Dirndlschürze störend ist. Auch ist es dabei von Vorteil, den ebenfalls schmückenden Teil der Dirndlschürze, die verzierte Schließe, erst wieder gut sichtbar vorne zu verbinden, damit diese auch Teil des die Trägerin schmückenden Ensembles ist.
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Erfindungsgemäß ist eine Dirndlschürze mit einem Schürzentuch, das den vorderen Bereich des Körpers der Trägerin von der Taille an abwärts teilweise verdeckt, und mit wenigstens zwei gegenüberliegenden am oberen Teil des Schürzentuchs angebrachten Bändern, welche in Querrichtung zum Schürzentuch ausgebildet sind, um abgestimmt auf die Konfektionsgröße der Trägerin um die Taille der Trägerin gebunden zu werden, um die Dirndlschürze an der Trägerin zu halten, und an deren Enden jeweils ein Verschlusselement einer Schließe vorgesehen ist. Hierbei wird die Länge der Bänder so gewählt, dass die beiden Verschlusselemente der Schließe zunächst hinter dem Rücken der Trägerin wenigstens einmal gekreuzt aneinander vorbeigeführt werden, um im vorderen den Körper teilweise verdeckenden Bereich der Dirndlschürze, dem Schürzentuch, verbunden zu werden, um gleichzeitig die Dirndlschürze an der Taille zu halten. Das eine Band wird also zuerst um die linke Hüfte und dann um die rechte Hüfte und das andere Band zuerst um die rechte Hüfte und dann um die linke Hüfte gelegt, wobei sich die Bänder auf der Rückseite der Trägerin kreuzen. Dann werden die Verschlusselemente an den beiden Enden der Bänder miteinander verbunden. Die Bänder können auch mehrmals um die Hüften gelegt und im Rücken auf der Rückseite der Trägerin gekreuzt werden bevor die Verschlusselemente an den beiden Enden der Bänder auf der Vorderseite der Trägerin im Bereich des Schürzentuchs miteinander verbunden werden.
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Eine Schleife wird zur Befestigung an der Taille daher nicht benötigt und die Schließe befindet sich am vorderen für die Trägerin gut sichtbaren Teil der Dirndlschürze und kann damit leicht verschlossen und auch wieder geöffnet werden. Zudem befindet sich die Schließe nicht im Rücken der Trägerin, was insbesondere beim Sitzen und an z. B. einem Stuhl anlehnen genauso störend ist wie bei der Fortbewegung selbst.
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Die Bänder können aus dem gleichen Material gefertigt sein wie die Dirndlschürze und zudem auch einstückig mit dieser ausgebildet sein, sie können allerdings auch aus einem anderen Material gefertigt sein und eine andere Farbe aufweisen als die Dirndlschürze. Die Bänder können eine Breite von beispielsweise 2 cm, 3 cm, 5 cm oder 10 cm oder mehr aufweisen und selbst flach sein sowie eine Dicke von 1, 2, 3 oder mehr Lagen Stoff aufweisen. Die Bänder können allerdings auch einen ovalen oder runden Querschnitt aufweisen und beispielsweise durch eine Kordel oder dergleichen gebildet sein. Auch können die beiden Bänder aus einem Stück gefertigt sein, also aus einem Band bestehen, das am Schürzentuch befestigt ist.
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Die Bänder können im Grunde eine beliebige Länge aufweisen, wobei allerdings dieselbe Länge beider Bänder zu bevorzugen ist, und diese Länge so gestaltet ist, es der Trägerin zu ermöglichen, die Bänder mittels einer Schließe vor dem Körper der Trägerin mittig vom Schürzentuch zu verschließen.
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Die Bänder können jedoch auch unterschiedliche Längen zueinander aufweisen, wobei ein Längenverhältnis von 3/4 zu 1 3/4 bzw. 2 3/4 usw. zu bevorzugen ist.
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Die Dirndlschürze und die Bänder sind auf die Trägerinnen verschiedener Größen zugeschnitten, d. h. alle möglichen Konfektionsgrößen sind abdeckt, wobei die Dirndlschürzen nebst den Bändern so auf die Trägerinnen zugeschnitten sind, dass die beiden Bänder vor dem Körper der Trägerinnen mittig vom Schürzentuch zusammenzuführen sind. Bei den meisten Konfektionsgrößen führt dies dazu, dass die beiden Bänder gemessen vom Schürzenendbereich jeweils zwischen 40 cm und 75 cm lang sind bzw. das wenigstens eine Band dann insgesamt zwischen 110 cm und 200 cm lang ist. Diese Längen können jedoch insbesondere durch stärker ausgebildete und/oder längere elastische Bereiche der Bänder variieren.
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Die Bänder können elastisch gestaltet sein, indem sie entlang ihrer Länge einen Bereich aufweist, der in Längsrichtung des Bandes elastisch dehnbar ist. Hierdurch kann die Länge des Bandes an den Bauchumfang der Trägerin durch Zug in Längsrichtung angepasst werden. Die insbesondere aus Metall gefertigte Schließe muss dann selbst keine Möglichkeit der Anpassung an den Bauchumfang der Trägerin bereitstellen. Der elastische Bereich kann beispielsweise eine Änderung der Länge des Bandes um mehr als 3 cm, mehr als 5 cm oder mehr als 8 cm erlauben.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Hierbei zeigt:
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1 eine Dirndlschürze gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
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2 eine Vorderansicht einer Dirndlschürze der 1, welche mittels einer Schließe um die Taille der Trägerin mittig verschlossen ist.
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3 eine Vorderansicht einer Dirndlschürze der 1, welche mittels einer Schließe um die Taille der Trägerin im Bereich des Schürzentuchs verschlossen ist.
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4 eine perspektivische Ansicht einer Dirndlschürze der 1, welche mittels einer Schließe um die Taille der Trägerin verschlossen ist.
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Eine Dirndlschürze gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist in 1 schematisch dargestellt. Die Dirndlschürze 1 umfasst ein Schürzentuch 2, das den vorderen Bereich des Körpers der Trägerin von der Taille an abwärts teilweise verdeckt, zwei gegenüberliegende am oberen Teil des Schürzentuchs 2 angebrachte Bänder 3', 3'', welche in Querrichtung zum Schürzentuch 2 ausgebildet sind sowie jeweils mit einem elastischen Bereich 5', 5'' versehen sind und jeweils ein Verschlusselement 4', 4'' der Schließe, das an den Enden der Bänder 3', 3'' angebracht ist.
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2 zeigt eine Vorderansicht der im Zustand an die Trägerin angelegten Dirndlschürze 1, umfassend einen den Körper teilweise verdeckendes Schürzentuch 2 und zwei Bänder 3', 3'' derselben Länge, bei welchen zudem eine Länge ausgewählt wurde, die dazu führt, dass die beiden Verschlusselemente 4', 4'' mittig 6 vom Schürzentuch 2 zu einer Schließe zusammengeführt sind.
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3 zeigt eine im Zustand an der Trägerin angelegte Dirndlschürze 1, umfassend einen den Körper teilweise verdeckendes Schürzentuch 2 und zwei Bänder 3', 3'' derselben Länge, bei welchen zudem eine Länge ausgewählt wurde, die dazu führt, dass die beiden Verschlusselemente 4', 4'' um die Taille der Trägerin im Bereich des Schürzentuchs 7 zu einer Schließe zusammengeführt sind.
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4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Dirndlschürze 1 der im Zustand an der Trägerin angelegten Dirndlschürze 1, umfassend zwei Bänder 3', 3'' derselben Länge, bei welchen zudem eine Länge ausgewählt wurde, die dazu führt, dass die beiden Verschlusselemente 4', 4'' mittig 6 vom Schürzentuch 2 zu einer Schließe zusammengeführt sind und sich auf der Rückseite der Trägerin kreuzen 8.
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Die voranstehenden Ausführungsbeispiele erläutern die vorliegende Erfindung lediglich beispielhaft. Fachleute werden erkennen, dass Änderungen, Hinzufügungen und Ersetzungen möglich sind, ohne von dem Schutzbereich der in den nachfolgenden Ansprüchen angegebenen Erfindung abzuweichen.