DE720593C - Vorrichtung zur Beseitigung des Stoergeraeusches bei Wiedergabe aufgezeichneter Sprechstroeme - Google Patents

Vorrichtung zur Beseitigung des Stoergeraeusches bei Wiedergabe aufgezeichneter Sprechstroeme

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DE720593C
DE720593C DEB185986D DEB0185986D DE720593C DE 720593 C DE720593 C DE 720593C DE B185986 D DEB185986 D DE B185986D DE B0185986 D DEB0185986 D DE B0185986D DE 720593 C DE720593 C DE 720593C
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Germany
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frequencies
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low
frequency
high frequencies
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Expired
Application number
DEB185986D
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English (en)
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Heinz Boucke
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03GCONTROL OF AMPLIFICATION
    • H03G5/00Tone control or bandwidth control in amplifiers
    • H03G5/16Automatic control
    • H03G5/18Automatic control in untuned amplifiers
    • H03G5/20Automatic control in untuned amplifiers having discharge tubes

Landscapes

  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Beseitigung des Störgeräusches bei Wiedergabe aufgezeichneter Sprechströme Es ist bei der Schallplattenwiedergabe bekannt, die Ano-rdnung eines Nade@geräuschfilters unter Verwendung von Röhren mit regelbarem Verstärkungsgrad so zu treffen, daß das Nadielgeräuschfilter mit zunehmender Amplitude der Nutzfrequenzen seine Wirksamkeit verliert. Es wird hierbei das Nadelgeräusch, das bekanntlich aus sehr hohen Frequenzen zusammengesetzt ist, nur bei kleinen Nutzlautstärken unterdrückt, also dann, wenn es an sich gut zu hören wäre, während andererseits bei großen Nutzlautstärken, wo das Grundgeräusch ohnehin übextöalt wird, keine Beeinträchtigung der :ob:exen Frequenzen stattfindet. Beim Aufbau und praktischen Versuchen ,mit solchen Filteranordnungen hat sich nun allerdings gezeigt, daß bei überwiegender Zusammensetzung der Musik aus tiefen Tönen das Nadelgeräusch auch bei lauten Stellen doch nicht ,genug übertönt wird, sondern sich ;gleichsam Tals Kontrast zu den tiefen Tönen merklich abhebt. Um diesen Nachteil zu beseitigen, sind erfindungsgemäß in der Regelschaltung Mittel vorgesehen, um zu erreichen, daß nur die etwa 25o Hz übersteigenden Frequenzen den Durchlaß des Filters für die hohen Frequenzen öffnen: Wird die Frequenzgangregelung mit Hilfe von Regelströmen oder Regelspannungen vorgenommen, die aus :den Amplituden des übertragenen Niedemfreqwenzgemisches - durch Gleichrichtung und Glättung - gebildet werden, so kann, die erwähnte Benachteiligung der tiefen Frequenzen etwa von 25 bis 250 Hertz dadurch erzielt werden, daß man diese Frequenzen in dem zur Bildung der Regelspannung bestimmten' Anteil. der Niederfrequenz unterdrückt oder den Zutritt dieser Frequenzen zu dem Gleichrichterkreis etwa durch Einfügen eines entsprechend abgestimmten Siebkreises oder Kondensators möglichst um so mehr verhindert, je niedriger die Frequenz ist.
  • Eine andere Maßnahme, den Erfindungsgedanken zu verwirklichen, besteht darin, der normalen, aus allen Niederfrequenzen gebildeten Regelspannung eine ,aus den tiefen Frequenzen gebildete zusätzliche Regelspannung entgegenzuschalten, wobei die beiden Regelspannungen so zu bemessen sind, daß der auf die tiefen Frequenzen zurückzuführende Anteil der Hauptregelspannung kompensiert wird.
  • Der Erfindungsgedanke sei an Hand der Abbildungen näher erläutert. Abb. i zeigt eine als veränderliches NadelgeräuschfUter geschaltete Regelstufe .mit der S:echspolregelröhre V1 und eine sich. anschließende Niederfrequenzendstufe mit der Röhre V2. Die Eingangswechselspannung-- ist über den Kondensator C5 an das erste Gitter der Sechspolröhre geschaltet. Das zweite Gitter liegt auf konstantem positivem Potential. Das dritte Gitter und die Anode dienen zur Abnahme der verstärkten Wechselspannungen. Der Ausgangskreis des dritten Gitters ist so geschaltet, daß die hohen Frequenzen vermittels des Kondensators C_ unterdrückt werden, während andererseits der Anfldenkreis in bezug auf Kondensator C, so bemessen ist, daß hier bei der Abnahme die hoben Frequenzen bevorzugt sind. Beide Kreise stehen über die Entkopplungswiderstände R.# und R¢ mit der nachfolgenden Röhre V2 in. Verbindung.
  • Durch die am Gitter -., einem Stro@mverteilungsgitter, liegende Regelspannung wird der Frequenzgang des Verstärkers. geändert. Ist die Regelspannung klein, dann bewirkt die am Kathodenwiderstand R1( von V1 erzeugte große negative Spannung eine Sperrung des Anodenreitweges. Tritt bei größeren Amplituden eine Erhöhung der mit ihrem positiven Pol am vierten Gitter liegenden Regelspaunung ein, so wird die negative Sperrspannung abgebaut, und die Verstärkung der Röhre wird auch im Gebiet der hohen Frequenzen wirksam, während sie im Gebiet der mittleren und tiefen Frequenzen etwas zurückgeht.
  • Die Regelspannung wird durch Gleichrichtung eines aus Wicklung W des Ausgangsübertragers T entnommenen Niederfrequenzanteils im Gleichrichter V3 erzeugt. Zur Glätturig dient der Ko:-ndensator C¢ in Verbindung mit dem LadewideirstandR6. Der Widerstand R7 bestimmst die Entladezeit. Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens dient der Kondensator Cs, -der -unter Bezug auf den Widerstand R5 so bemessen ist, daß er für die Frequenzen unterhalb etwa 25o Hertz einen erheblichen Widerstand darstellt. Die Regelspannung wird ,also hauptsächlich aus den mittleren und hohen Tonfrequenzen gebildet.
  • Abb. a gibt ein Schaltungsbeispiel für die erwähnte Methode, die tiefen Frequenzen dadurch von der Mitwirkung an der Regelung des Filters auszuschließen, daß man zu einer normalen, d. h. ,aus allen Tonfrequenzen gebildeten Regelspannung eine Regelspannung gegenschaltet, die nur aus den tiefen Tönen gebildet ist: Die Abbildung zeigt den Ausgangstransformator 7@, aus dessen Wicklung W, mittels der Schaltelemente Gleichrichter Ladewiderstand 1R8, Entladewiderstand I29 und Kondensator C6 .die alle Frequenzen berücksichtigende Regelspannung Ei erzeugt wird. Die gegengeschaltete Spannung E2 entsteht durch Gleichrichtung eines aus Wicklung W2 entnommenen Niederfrequenzanteils, in dem vermittels des RC-Gliedes Rio, Cs die hohen und mittleren Frequenzen benachteiligt sind. Zur Bildung dieser Regelspannung dienen der Gleichrichter V5, der Ladewiderstand Riis der Entladewiderstand I212 und der Glättungskondensator C7. Die mit - und + bezeichneten Enden denke man sich wie in Abb. i angeschlossen.
  • Bringt die Erfindung einerseits eine Verbesserung hinsichtlich der Unhörbarmachung des Nadelgeräusches, so hat sie andererseits doch nicht den Nachteil, daß dafür die Nutzfrequenzen in vermehrtem Umfange mit unterdrückt weYden; denn praktisch ist bei überwiegender Zusammensetzung der Musik aus tiefen Frequenzen, z. B. Baßgesang, auch der Gehalt an Oberschwingungen, der in den benachteiligten Frequenzbereich, fällt, klein bzw. bedeutungslos, so daß durch das wirksame Filter viel mehr an Nadelgeräuschfrequenzen als :an Nutzfrequenzen unterdrückt wird. Außer für die Beseitigung des. Nadelgeräusches bei der Schallplattenwiedergabe hat die Erfindung auch überall einen Nutzen, wo es sich um die Beseitigung eines vorwiegend aus sehr hohen Frequenzen zusammensetzenden Grundgeräuschen handelt, also z. B. auch für Tonfilmwiedergabe und für die Abtastung magnetisch aufgezeichneter Tonverläufe.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Beseitigung eines aus sehr hohen Frequenzen zusammengesetzten Störgeräusches in Sprechstromwiedergabevorrichtungen für aufgezeichnete Sprechströme mittels .eines aus Röhren mit regelbarem Verstärkungsgrad bestehenden Geräuschfilters, das mit zunehmender Lautstärke der Wiedergabe unwirksam wird, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um zu erreichen, dal nur -die etwa 25o Hertz überstesgenden Frequenzen den DurchlaB des Filters fvx hohe Frequenzen öffnen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dal bei Frequenzgangregelungen mittels Regelspannungen und/ oder Regelströmen, die aus dem übertragenen Niederfreqwemgemisch ,durch Gleichrichtung reit nachfolgender Glätteng gebildet werden, die Regelspannung hauptsächlich oder vorzugsweisse aus den mittleren und hohen Frequenzen des Ni:ederfrequenzgemisches ,gebildet werden., während die tiefen Frequenzen. in dem zur Regelspannungserzeugurig dienenden Niederfrequenzanteil reit abnehmender Frequenz in zunehmendem Male unterdrückt werden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, dal eine vorwiegend aus ,den tiefen Faiequenzen gebildete zusätzliche Regelspannung der aus allen Niederfrequenzen gleichmäßig gebildeten Hauptregelspannung entgegengeschaltet wird, wobei die Bemessung so erfolgt, dal der auf die tiefen Frequenzen zurückzuführende Anteil der Hauptregelspannurog kompensiert wird.
DEB185986D 1939-01-20 1939-01-20 Vorrichtung zur Beseitigung des Stoergeraeusches bei Wiedergabe aufgezeichneter Sprechstroeme Expired DE720593C (de)

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