DE720284C - Verfahren zum UEberziehen von Eisenlegierungen mit Weiss- oder Lagermetall - Google Patents

Verfahren zum UEberziehen von Eisenlegierungen mit Weiss- oder Lagermetall

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DE720284C
DE720284C DEB178780D DEB0178780D DE720284C DE 720284 C DE720284 C DE 720284C DE B178780 D DEB178780 D DE B178780D DE B0178780 D DEB0178780 D DE B0178780D DE 720284 C DE720284 C DE 720284C
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Application number
DEB178780D
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Marius Jean-Baptiste Barbarou
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/08Tin or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren zum überziehen von Eisenlegierungen mit Weiß- oder Lagermetall Die Erfindung bezieht sich auf das überziehen von Eisemmetallen oder Eisenlegierungen mit einer Metallschicht, welche günstige Reibeigenschaften aufweist, insbesondere mit einer Schicht aus Legierungen auf Basis von Zinn mit sehr verschiedenen anderen Bestandteilen, wie Antimon, Blei, Zink, Kadmium oder anderen Elementen. Diese Legierungen werden üblicherweise als Weißmetall- oder Lagermetalllegierungen bezeichnet; die Erfindung hat daher ein neues Verfahren und Mittel zur Anwendung jenes Verfahrens zum Gegenstand, um eineinwandfreies Anhaften des Überzuges auf den in Frage stehenden Metallen zu gewährleisten. Bekanntlich muß nämlich dem Aufbringen derartiger Überzüge eine Verzinnung der zu behandelnden Metalle oder Legierungen vorausgehen, und man weiß, daß :das Zinn bei gewöhnlichen Temperaturen nur schwer in das Eisen :diffundiert, so daß die Verzinnung auf den Eisenlegierungen nur eine sehr begrenzte -Haftfestigkeit aufweist. Dies hat zur Folge, daß beim Betrieb unter den im allgemeinen erheblichen Belastungen das Weißmetall abblättert oder abgerissen wird.
  • Vorliegende Erfindung schlägt ein :einfaches Mittel zur Behebung dieser Schwierigkeiten vor unter Ausnutzung der natürlichen Affinität des Siliciums zum Zinn, oder umgekehrt. Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß die Legierung mit einem Ferrosilicium zementiert wird, um die Bildung einer metallischen Eisen-Silicium-Verbindung zu gestatten, die in die Tiefe diffundiert und infolgedessen fest anhaftet, und daß jene Eisen-Silicium-Verbindung oder -Legierung verzinnt wird, um einen neuen Eisen-Silicium-Zinn-Bestandteil zu bilden, der den zuerst gebildeten Bestandteil ersetzt, und daß darauf die verzinnte Schicht mit Weißmetall überzogen wird.
  • Bei Anwendung dieses Verfahrens haftet die Verzinnung sehr fest an $er Lagerschafe, da sie infolge der Gegenwart des Siliciums gleichmäßig in das Innere .des Metalls diffundieren kaum.
  • Der eigentliche ffiberzug mit Weißmetall wird dabei in üblicher Weise ohne besonderes Zentrifugieren ausgeführt werden können.
  • I5as vorstehend angegebene Verfahren kann jedoch nur dann vollständig zufriedenstellende Ergebnisse liefern, wenn @es unter Berücksichtigung unbedingt erforderlicher Vorsichtsmaßnahmen ausgeführt wird.
  • Nimmt man an, daß man eine Lagerschale durch das angegebene Verfahren mit Weißmetall überziehen will, so kann man in folgender oder ähnlicher Weise verfahren: Die Lagerschale wird zunächst mit Yerrosilicium während einer Dauer von 5 bis 20 Stunden oder mehr je nach -der gewünschten Dicke der Schicht bei einer Tem. peratur zementiert werden, die nahe bei goo° liegt. Dann wird die zementierte Lagerschale in einer Salzsäurelösung zur Beseitigung jeder Spur von Fettkörpern und darauf in Flußsäure gebadet, um die unmittelbar in der Hitze durch Oxydation des Siliciums gebildete Kieselsäure aufzulösen. Jede Spur von Kieselsäure würde nämlich die Bildung der Silicium-Zinn-Verbindung verhindern, da sie einen richtiggehenden Schirm bildet. Nach Durchführung durch eine Chlorzinklösung wird die Lagerschale bei etwa 35o° verzinnt und mehrmals in das Chlorzink- und in das Zinnbad wieder eingetaucht.
  • Der Überzug mit der Weißmetallegierung wird unmittelbar danach ausgeführt.
  • Es ist nämlich wichtig, daß diese verschiedenen Arbeitsgänge so rasch wie möglich ausgeführt werden, um jede teilweise Rückoxydierung der Oberflächen zu verhüten.
  • Natürlich dient die Verwendung des Siliciums nur als Zwischenglied zur Erleichterung der Bildung einer metallischen Eisen-Zinn-Verbindung, da deren Bildung bekanntlich bei normalen Verzinnungstemperaturen sehr unvollständig erfolgt.
  • Es ist klar, daß im Rahmen der Erfindung an Stelle des Siliciums im Ferrosilicium auch jeder andere Stoff benutzt werden kann, der eine Ferroverbindung bildet und eine Affinität zum Zinn besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Überziehen von Eisenlegierungen reit Weiß- oder Lagermetall, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung mit einer Ferroverbindung, z. B. einem Ferrosilicium, zementiert wird, daß die so behandelte Legierung verzinnt und alsdann die verzinnte Schicht mit Weiß- oder Lagermetall überzogen wird, wobei das im Falle der Verwendung von Ferrosilicium durch Oxydation entstandene Si0. vor der Verzinnung mit Flußsäure weggelöst wird.
DEB178780D 1937-02-19 1937-06-12 Verfahren zum UEberziehen von Eisenlegierungen mit Weiss- oder Lagermetall Expired DE720284C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001871B (de) * 1953-01-16 1957-01-31 Glacier Co Ltd Verfahren zur Herstellung von Gleitlagern mit vorzugsweise galvanisch aufgebrachten Schichten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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