DE718655C - Siebgewebe - Google Patents

Siebgewebe

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Publication number
DE718655C
DE718655C DEK159126D DEK0159126D DE718655C DE 718655 C DE718655 C DE 718655C DE K159126 D DEK159126 D DE K159126D DE K0159126 D DEK0159126 D DE K0159126D DE 718655 C DE718655 C DE 718655C
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DE
Germany
Prior art keywords
wire
wires
warp
grooved
paper
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Expired
Application number
DEK159126D
Other languages
English (en)
Inventor
Antonius Kufferath
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Individual
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Individual
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Publication date
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Priority to DEK159126D priority Critical patent/DE718655C/de
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Publication of DE718655C publication Critical patent/DE718655C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/10Wire-cloths

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Siebgewebe Bei Metalltüchern, die als Sieb z. B. für die Papierherstellung benutzt werden, ist einerseits die Forderung zu erfüllen, daß das Sieb möglichst flach ist, weil dadurch seine Entwässerungsfähigkeit verbessert wird und der zu entwässernde Stoff sich weniger leicht in ihm festsetzt. Außerdem -ist das flache Sieb gerade für die Papiererzeugung besonders günstig, weil es selber nur geringe Markierungen,in dem Papier hinterläßt. Sowohl um diese Markierung schwach zu halten wie auch um die Verschleißfestigkeit des Siebes zu erhöhen, ist man bestrebt, sowohl die Schußdrähte wie auch die Kettdrähte gleichmäßig an die Oberfläche des MetaUtuches zu bringen.
  • Man hat an Stelle von einem,dicken Draht mit großem Querschnitt jeweils zwei dünne Drähte mit geringem Querschnitt nebeneinandergelegt. Da die zwei dünnen Drähte zusammen bedeutend breiter als ein dicker Draht sind, werden die Drahtpaart entsprechend weiter auseinandergelegt. Die beiden dünnen Drähte geben zwar eine wesentlich geringere Markierung, abet dafür istilire Verschleißfestigkeit auch wesentlich geringer. Im übrigen bilden die jeweils nebeneinanderliegenden Doppeldrähte in der Mitte eine Rinne, auf die weiter unten eingegangen werden wird.
  • Man hat weiterhin, umdie Markierung zu vermindern, das fertiggewebte Metalltuch einem Preßvorgang oder einem Schleifvorgang unterworfen. Man bekommt die Siebe zwar dadurch flach, aber Pressung und Schleifung schwächtdie Drähte an den Stel-len, an denen Kett- und Schußdrähte sich überschneiden.
  • - Eine andere Lösung bestand darin, die eine dieser sich kreuzenden Drahtarten, beispielsweise den Kettdraht, aus Draht mit bandförmigem Querschnitt zu wählen.
  • Diese Lösung bringt an sich auch eine erhebliche Markierungsverminderung mit sich und hat gegenüber -den Doppeldrähten noch den Vorzug, daß auf der unteren (Lauf-) Seite, die der Beanspruchung unterworfen ist, eine wesentlich breitere Auflagefläche vorhanden ist, die dem Verschleiß einen ganz anderen Widerstand bietet als die dünnen Auflagelinlen der Doppeldrähte. Der Flachdraht hat jedoch den Nachteil, daß wegen seiner großen a Breite an breiten Stellen des Gewebes keine unmittelbare Entwässerung stattfinden kann. Es muß daher auf der Papiermaschine besonders stark gesaugt werden, um das Wasser an den Stellen des Papiers, die auf den breiten Drähten liegen, seitlich abzusaugen, und das wiederum bewirkt, daß der Papierstoff sich fest in die S#iebmaschen hin#einzieht und sich hernach nicht leicht genug abheben läßt.
  • Weiterhin verdrückt der Papierstoff an der sogenannten Gautsche (Presse), wenn er dort gegen die breiten Flächen des Flachdrahtes angepreßt wird, d. h. er schiebt sich zur Seite.
  • Beim Doppelgewebe treten diese bei-den -Nachteile nicht ein, denn i. kann sich die Papierfaser beim Absaugen in die durch die jeweiligen Doppel-drähte gebildete Rinne anklammern und wird sich beim Absaugen nicht so leicht in die Maschen des Gewebes ziehen lassen, :2. kann das Papier beim Gautschen nicht verdrück-t werden, weil das Papier beim Druck der Gatitsche nicht sofort seitlich ausweichen muß, sich vielmehr federnd an den betreffenden Stellen in die Rinne hineindrücken kann. Außerdem kann bis zu einem gewissen Grade Wasser die Rinne entlang ablaufen. Die Papierbahn verdrückt also nicht.
  • Die Erfindung nun will bringen.-i. Flaches, nicht markierendes Gewebe, 2. große Auflagefläche des Drahtes unddadurch große Verschleißfestigkeit des Kettdrahtes, 3. leichte Absaugmöglichkeit, 4. Verm#eidung der Verdrückung des Papierstoffes beim Gautschen.
  • Bei einem Siebgewebe, insbesondere einem .Ncletalltuch für die Papierfabrikation, -besteht erfindungsgemäß der Kettdraht und/oder der Schußdraht aus einem Draht mit einer oder mehreren Rillen. Der Draht, der mit einer Rille versehen ist, kann eine größere Auflagelläclie bitten, wodurch der Verschleiß verlangsamt wird. Diese Wirkung kann dadurch gesteigert werden, daß der Draht einen Im Verhältnis zu einem kreisrunden Draht abgeflachten Querschnitt besitzt. Dabei kann die auf der Unterlage schleifende Seite des Kettdrahtes rund oder auch abgeflacht sein. Die Rille oder die Rillen, welche der Draht an - seiner Oberfläche trägt, erleichtert die Ab- leitung des ausgesiebten Wassers.
  • Wie oben bereits gesagt, unterliegt der Papierstoff auf der Papierrnaschine zwei Vorgangen: a) :der Absatigung bei den Saugkästen, b) der Pressung (Gautschung) -bei der Gautsche. Beim Vorgang a ermöglichen es die Rillen Z> dem Papierstoff, sich hierin festzukleminen; er rutscht also nicht in die Maschen des Guwebes hinein.
  • Beim Vongangb kann sich der Papierstoff an den betreffenden Stellen federnd in die Rinne hineindrücken, so daß er nicht seitlich abgedrückt wird (Verdrücken). Außerdem kann das Wasser der Rinne entlang bis zu einem gewissen Grade entweichen. Besonders günstig liegen die Verhältnisse, wenn die Rillen schräg zur Längsrichtung oder über Kreuz laufen, dann kann das Wasser bequem seitlich ablaufen Es verbindet also der Rilldraht den Vorteil, daß er das Absieben des Wassers erleichtert, mit dein Vorteil hoher Verschleißfestigkeit unddent weiteren Vorteil, daß sieh ein sehr flaclies Gewebe ergibt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden durch Zeichnungen erläutert, die aber keine Beschränkung der Erfindung auf die zeichnerisch dargestellten Ausführungsforrnen be-,deuten sollen.
  • Die Abb. i bis 3 zeigen Querschnitte durch Metalltücher bekannter Webart, die nicht Gegenstand der Erfindung sind.
  • Die Abb. 4 zeigt in gleicher Darstellungsweist wie die Abb. 2 und 3 den Querschnitt durch ein Metalltuch nach der Erfindung.
  • In der Abb. 5 sind verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäß verwendeten gerillten Drahtes wiedergegeben.
  • Die Abb. 6 zeigt schräg verlaufende Rillen auf der oberen Seite des killdrahtes. Inden Abb. i bis 4 sind die Kettdrähte ini Schnitt gezeichnet, während der Schußdralit parallel zur 7eichenebene verläuft.
  • In Abb. i verlaufen die Kettdrähte, welche Runddrähte-mit vollem Querschnitt sind, gestreckt, während die SchußdrähtC 2 sich uni .die Kettdrähte herum krümmen. Das Ergebnis ist ein Metalltuch, bei welchem einerseits nur die Schußdrähte die beiderseitigen Oberflächen des Tuches bilden und welches andererseits eine Dicke etwa gleich dem dreifachen Drahtdurchmesser besitzt, wenn sämtliehe Drähte gleiche Dicke haben. Das gleiche ergibt sich, -,venn umgekehrt die Schußdrähte ,glatt Iiegen und allein die Kettdrälite sich krümmen.
  • Das Metalltuch, welches in Abb.;2 wiedergegeben ist, besitzt an Stelle der runden Kettdrälite solche mit abgeflachtem Querschnitt. Um diese abgeflachten Schußdrähte 3 legeu sieh die Kettdrähte:2 ebenfalls herum, aber ein Metalltuch, nach Abb. :2 wirrl flacher als das in Ab.b. i dargestellte Metalltuch. Sein Nachteil liegt in der geringen Wasserdurchlässigkeit und der Gefahr der Verdrückung der Papiermasse. Bei dem in-Abb. 3 wiedergegebenen Gewebe besteht jeder Kettdraht aus zwei Einzeldraten 4. Man erhält ein flaches Gewebe von geringerVers.chleißfestigkeit #derDrähte4, vondenen jeder etwa den halben Querschnitt hat wie etwa jeder einzelne Ketidraht beim Gewebe*in Abb. i.
  • Das in Abb. 4 wiedergegebene Gewebe besitzt Kettdrähte init einer Rille gemäß der Erfindung. Das Gewebe wird flach, weil der gerillte Kettdraht flacher als ein Runddraht von gleichem Querschnitt ist; infolgedessen ist die Gefaffij, daß der Stoff sich in den Maschen des Metalltuches festsetzt, vermieden oder stark verringert. Dadurch ist die Wasserdurchlässigkeit, wie schon dargelegt wurde, gesteigert lind die Markierung auf dem Papier auf ein nicht störendes Maß verkleinert. Der gerillte Draht besitzt aber eine hohe Verschleißfestigkeit und gewährt die Vorteile, die, wie weiter oben dargelegt wurde, durch das Vorhandensein der Rille erzielt werden.
  • In Abb. 5 sind verschiedene Querschnittformen für den gerillten Draht dargestellt. In Abb. 5a hat der Draht auf seiner Oberseite nur eine Längsrille, aber eine vollkommen flache Unterseite. Diese Ausbildung ist vorteilhaft, wenn das Metalltuch. auf seiner Unterseite über Walzen oder Leisten oder Kanten oder auch auf großenFlächen schleift; beispielsweise schleift das Lang-sieb von Papierm4schinen auf den Rändern der Saugkästen. Ferner läuft das Sieb über die Registerwalzen wie auch über Antriebswalzen. Da .die Kettdrähte in Richtung der Langsiebbewe,gung verlaufen, istes günstig, wenn gerade,die Kettdrähte eine große Auflagefläche bieten, -wodurch der Verschleiß verlangsamt wird. Zu 41esem Zweck kann es empfehlenswert sein, den gerillten Kettdraht mit abgeflachter Unterseite bei Köperhindung derart anzuwenden, daß er jedesmal auf der Unterseite des Gewebes liegt, wenn er zwei oder mehr Schußfäden kreuzt. Ein weiteres Ausführungsbeispiel mit ab- geflachter Unterseite des Rilldrähtes zeigt Abb. 5 c bei einem Rilldraht mit zwei Längsrillen. In Abb. 5b ist ein Draht mit nur einer Längsrille, aber zylindrischer Form seiiner Unterseite wiedergegeben.
  • Der Draht kann mit schräg verlaufenden Rillen versehen sein (-Abb. 6). Es genügen in der gleichen Richtung verlaufende Rillen, die sich in gewissem Abstand wiederholen, zweckmäßig so 41cht, daß an keinem Drafitquerschnitt die Oberfläche völlig ohne Rille ist. Es können sich die Rillen aber auch überschneiden, um eine möglichst gute Ab- leitung des Wassers von dem gerillten Draht zu erreichen.
  • Wenn auch in den Abbildungen der gerillte Draht stets als IZ'-ettdraht verwendet ist, so kann trotzdem der gerillte Draht auch für den Schuß verwendet werden, und es können sogar beide Drähte, sowohl der Schuß,draht wie auch der Kettdraht, gerillt sein. Die Rillung, welche mit der Drahtachse parallel verläuft, kann durch Ziehen oder Walzen hergestellt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCTIE: i. Siebgewebe, ins'hesondere Mittalltuch für die Papierherstellung, dadurch.,gekennzeichnet, daß der Kettdraht oder der Schußcfra,ht oder beide auf der an Jer Oberfläche des Metalltuches liegenden Seite gerällt sind, während,die untere Seite des Metalltuches von der nichtgerillten runden oder abgeflaohten Unterseite des gerillten Drahtes gebildet wird.
  2. 2. Siebgewebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Seite des gerillten Drahtes im Vergleich zur zylindrischen Form abgeflacht ist. 3. Siebgewebe nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (6, 7) schräg zur Längsachse des Drahtes verlaufen.
DEK159126D 1940-11-01 1940-11-01 Siebgewebe Expired DE718655C (de)

Priority Applications (1)

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DEK159126D DE718655C (de) 1940-11-01 1940-11-01 Siebgewebe

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DE718655C true DE718655C (de) 1942-03-19

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ID=7254003

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DE (1) DE718655C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2531222A1 (de) * 1975-07-12 1977-02-03 Dieter Friedrichs Filtergewebe
DE2847327A1 (de) * 1978-05-17 1979-12-13 Jwi Ltd Trocknungsgewebe
US6773786B1 (en) 1999-09-21 2004-08-10 Asten Privatgesellschaft Mit Beschraenkter Haftung Paper machine cover

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2531222A1 (de) * 1975-07-12 1977-02-03 Dieter Friedrichs Filtergewebe
DE2847327A1 (de) * 1978-05-17 1979-12-13 Jwi Ltd Trocknungsgewebe
US6773786B1 (en) 1999-09-21 2004-08-10 Asten Privatgesellschaft Mit Beschraenkter Haftung Paper machine cover

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