DE715039C - Verfahren und Vorrichtung zum Verduennen von Industrieabgasen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verduennen von IndustrieabgasenInfo
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- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Verdünnen von Industrieabgasen --Die Erfindung bezweckt die Verdünnung von Industrieabgasen. mit Luft durch zivangsläufig gesteigerte Austrittsgeschwindigkeiten aus der Ausmändung von Kaminen, wie sie bei natürlichem Zug, und normalem Bauquerschnitt unter der ablenkenden Wirl,=g der gewöhnlich herrschenden Windgeschwindigkeiten von ehva 2ro/Sek. und darüber und ,auch bei mittelbarem oder unmittelbarem Saugzug auch durch beigemischte Luft in wirtschaftlich zulässiger Weise nicht erreicht werden können.
- Es ist bekannt, Abgasen dadurch Luft vor ihrem. Austritt ins Freie beizumischen, 'daß man- ein Saugzuggebläse mit Luft ejektorartig in ein-en Kamiii arbeiten läßt, die dadurch die Äbgase mit nach oben reißt und sie,auch verdünnt; weiter ist es bekannt, daß ein Saugzuggebläse gleichzeitig Abgase und ISiebenluft ansaugt und in den Kamin treibt, soweit es nicht in bekannter Weise ohne Nehenluft als üblicher Saugzug arbeitet. Ferner -erfolgt auch die Zuführung von Luft zu den Abgasen durcli die bekannten Nebenluftregler derart, daß sie bei zunehmender Belastung der Ab- gasquelle -und dadurch gesteigertem Auftrieb innerhalb des Kamins infolge heißerer Ab- gase selbsttätig sich auch auf zunehmende Zufuhr von Nebenluft einstellen, um zu starken Auftrieb zu dämpfen, und umgekehrt mit abnehmender Belastung der Abgasquelle die Zufuhr der Nebenluft selbsttätig entsprechend drosseln. Endlich führt. man in der Weise -den Abgasen Luft zu, daß man den oberen Teil des Kaminschaftes gitterartig mit Durchbrüchen oder öffnungen versieht, durch die der Wind -ein-dringen und das Abgas durchwirbeln soll. Es ist demnach sinngemäß mög.-]ich, daß man z. B. mittelbaren Siaugzug me a uc 'h unmittelbaren Saugzug Z> mit Neben1-uft oder auch Nehenluftreggler der bekannten Art neben Gitterschornsteinen anwendet, also, auf diese Weise das Abgas zweistufig verdünnt.
- Es ist jedoch wirtschaftlich nicht durchführhar, giftigen Abkasen, insbesondere auch solchen, die nur von Brennstoffen und sogar von solchen mit wenig verbrennbarem Schwefel herrühren, so viel Luft vor ihrem Austritt ins Freie auf die erwähnten Arten zuzuführen, daß der Gehalt des Gemisches bei- seiner Rückkehr zum Boden auch bei sehr hohen Schornsteinen an giftigen, für Menschen-. Tiere und Nutzpflanzungen schädlichen Bestandteilen durch Verdünnung bis zur Unschädlichk-eit herabgesetzt wird, da auch bei diesen im Falle des Auftretens von Fallwinden oder bei ansteig gendem Gelände das Bestreichen von Geländeteilen mit nicht hinreichend verdünntem Gemisch möglich ist. In den kurzen wechselnden und sehr selteneu Zeiträumen von Windstille und ihr nahekommenden ganz g schwachen Winden voin unter 2m/Sek. übertreffen bei genügend heißen - Abga ' sen Austiittsgeschivindigkeit und Auftrieb im Freien die ablenkende Kraft des Windes, so, daß die Gase steil bis senkrecht im Freien aufsteigen und in großer Höhe iber dem Kamin ausgebreitete Wolken bilden, in deren Kern der Abgasstroin und die durch ihn im Freien mitgerissene Luft eintritt, während sich die Wolkenränder langsam bis zur Unschädlichkeit auflösen. Schon bei Windstärk--en von etwa 2 m/Sek. und mehr wird dieser natürliche Vorgang gestört, so daß eine Bildung giftig r Schwaden erfolgt. Winde 13 ge e stärken von -etwa 2m/Sek. und darüber herrscheu aber im größten Teil des Jahres.
- Um auch bei solchen Windstärken eine unschädliche Konzentration durch hinreichünde Verdünnung in einfacher Weise sicherzustellen, wird daher bei mit zweistufiger Luftbehnischung und unmittelbar virkendem Saugzuggebläse und Nübenluftregler erfindungsgemäß derart verfahren, daß der Nebenluftregler unter Eimvirkung des regelbaren Gebläses bei Spitzenanfall an Ab-Olastn noch so: viel Nebenluft einführt, die sich bei sinkendem Abgasanfall selbsttätig entsprechend so weit erhöht, daß jeweilig am Kaminaustritt von regelbarem QuerscImitt .eine Austrittsgeschwindizkeit bis zum Betrag der größten erreichbaren Austrittsgeschwindigkeit am Gebläse oder darüber erzielt wird, die den gewöhnlich herrschenden Windgeschwindigkeiten von 2 und mehr m/Sek. so weit überlegen ist, daß der jähe steile Aufstieg des ersten Gemisches von Ab- gas und Luft im Freien weitere Luft nritreißt und so die Verdürmung in zweiter Stufe bev',irkt.
- -Zur Durchführung des Verfahrens wird weiter gemäß der Erfindung eine Vorrichtung derart ausgestaltet, daß bei dem, gesehen in Richtung der Abgasströmung, vor dem Gebläse angeordneten Nebenluftregler dieser so ausgestahet ist, daß er bei zunehmender Abgasmenge selbsttätig eine Bewegung im Schließsinne ausführt und bei abnehmender Abgasmenge sieh selbsttätig weiter öffnet, daß zu]* Anderun- des l#Zamiiiaustrittsquerschiiitt#-.-; 1-1 verstellbare Klappen in einer aufgesetzten säurefesten Haube in der Art angeordnet sind, daß sie eine öffnung des Haubenaustr#f-t,es bis auf den vollen normalen lichten Bauquerschnitt des Kamins gestatten und daß weiter inan sich, bekannter Weise ein für sich absperrharer Umgehungskanal vorgesehen ist, um die Anlag e bei Ausschaltung des Gebläsebetriübes ohne künstlichen Zug betreiben zu können.
- Bei dem Verfahren sowie der ihm üiitspruchenden Vorrichtung saugt ein unmittelbar wirkendes Saugzuggebläse mit rcgelbarer Drehzahl bekannter Art durch einen vorgeschalteten Nebenluftregler bei zunehmendem Abgasstrorn eine bis zur Spitzenbelastun,-der Ab#asquelle bis auf ein geringstes Mab selbsttätig abnehmende Menge Nebenluft mit dem Abgas zusammen an, während bei abnebmender Abgasmenge die Zufuhr der -Nehenluft selbsttätig zuaimmt. Somit wird eine imnier angenähert gleichbleibende Menge Abgas --j- Nehenluft als Gemisch durch das Gebläse angesaugt, für diese Menge muß das Gebläse auch bei Spitzenbefastung der Abgasquelfe bemessen sein. Es kami durch Regelung der Drehzahl bis zur erfahrungsmäßig wirtschaftlich noch tragbaren größten C Z, Austrittsgeschwindigkeit des Gemisches ain Ausblas in Anspruch genommen werden. Dit jeweilig gleiche Geschulndigkeit oder ein(-darüber hinausgehende. wird -nach Bedarf an der AusmUndung des Kamins eingestellt mittels einer aufgesetzten säurefesten. Haube, deren engster lichter Querschnitt durch verstellbare Klappen in der Haube bis züm lichten Bauquerschnitt des Kamins selbst er,##7eitert werden kann, Hierdurch lassen sich solche Austrittsgeschwindigkeiten aus dem Kamin ,einstellen, die zusammen mit dem Auftrieb im Freien die Kraft der herrschenden Winde überwinden; das steil bis senkrecht im Freien aufsteigende Gemisch reißt weitere Luft mit nach oben bis in den Kern der entstehenden, weit ausgebreiteten Wolke, an derert Rändeni sich das stark mit Luft verdünnte Gasgernisch bis zur Unschädlichkeit auflöst.
- Der Energiebedarf hierfür ist für gleiche C Leistung der Abgasquellre erheblich geringer als bei bekannten Fliehklaftentstaubern. Bei Ausschaltun- des Gebläses kann die Abgasquelle -mittels eines absperrbaren Umgehungskanals bekannter Art im Bedarfsfalle auch mit -natürlichem Zug arbeiten.
- zD
Claims (1)
- PA T ENTANNS PPÜC H E: i. Verfahren zum Verdünnta von Industrieabgasen mittels zweistufiger Luftbeimischung bei Anlagen mit unmittelbar ##irkendem Saugzuggebläse und Nebenluftregley, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenluftregler tuiter Einwirkung des regelbaren Gebläses bei Spitzenanfall an Abgasen noch so# viel Nebenluft einführt, die sich bei sinkendem Abgasanfäll selbst tätig entsprechend so# weit erhöht, daß je- weilig am Kaminaustritt von regelharern Querschnitt eine Austrittsgesch-,vindigkeit bis zum Betrage der größten erreichbaren Austrittsgeschivindigkeit am Gebläse oder darüber erzielt wird, die den gewöhnlich herrschenden Windgeschwindigkeiten von 2 und mehr m/Sek. so weit überlegen ist, daß der jähe steile Aufstieg des eTsten Gemisches von Abgas und Luft im Freien weitere Luft mitreißt und so die VerdUnnun- in zweiter Stufe bewirkt. 2'. Vorrichtung zur Durchfühiung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennteichnet, daß bei dem" gesehen in R.ichtung der Abgasströmung. vor dem Gebläseangeordne,en Nehenluftregler dieser so ausgestaltet ist, daß er bei zunehmender Abgasmenge selbsttätig eine Bewegung im Schließsinne ausführt und bei abnehmender Abgasmenge sich selbsttätig wieder öffnet daß zur Änderung des Kaminaustrittsquerschnittes verstellbare Klappen in einer aufgesetzten säurefesten Hauhe in der Art angeordnet sind, daß sie >eine öffnung des Haubenaustritts bis auf den vollen norma7,en Ech',en Bau#querscl-initt des Kamins gestat'vn und daß weiter in an sich bekannter Weise ein für sich absperrbarer Umgehungskanal vorgesehen ist, um die Anlag e bei Ausschaltung des Gebläsebetliebes ohne künstlichen Zug betreiben zu können.
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| DE715039C true DE715039C (de) | 1941-12-12 |
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1938
- 1938-11-19 DE DEL96291D patent/DE715039C/de not_active Expired
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