DE712449C - Verfahren zur Stickoxydreinigung von Gasen - Google Patents
Verfahren zur Stickoxydreinigung von GasenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
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- C10K1/32—Purifying combustible gases containing carbon monoxide with selectively adsorptive solids, e.g. active carbon
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Description
- Verfahren zur Stickoxydreinigung von Gasen Die Stickoxydreini- ng des Gases mit Hilfe von Metallsulfiden und dem in erster LnAle hierfür in Betracht kommenden Eisensulfid ist bekannt. Es ist auch bekannt, daß man mit Hilfe des im Gas vorhandenen Schwefelwasserstoffs Eisenoxyde in Eisensulfide ver-,wandeln kann, die nach der ersten Erkenntnis dann auch zur Aufnahme von Stickoxyd unter Bildung Roussinscher Salze geeignet sein sollten. Nimmt man aber Eisenoxyd und verwandelt es in dieser Weise zu Eisensulfid und versucht damit das im Gas enthaltene, -Stickexyd. zu entfernen, so stellt man fest, daß, nachdem verhältnismäßig kurze Zeit die Stickexyde wirklich gebunden worden sind, sie je länger je mehr wieder ungebunden durch das Eisensulfid hindurchgehen. Das kommt davon her, daß die Umsetzungskonstante bei der mathematischen Darstellung des Massenwirkungsgesetzes sehr zuungunsten des -erwünschten Reaktionsablaufes verändert wird, und zwar bexeits dann, wenn ,erst geringe Mengen dieser Roussinschen Salze in der Stickoxydreinigungsmasse gebildet Worden sind. Obwohl also Metallsulfide und insbesondere Eisensulfide unter Bildun 'g von Roussinschen Salz-en Stickoxyde. aus Steinkohlengas herauszunehmen befähigt sind, war bisher nicht bekannt, daß infolge der außerordentlichen Empfindlichkeit dieser Reaktion schon geringe Mengen gebildeter Roussinscher Salze die weitere Bildung solcher Salze verhindern.
- Das Stickoxyd wurde im Gas als -Verursacher von Harzbildungen erstmals im Jahre 193 2 von Fulweile r genannt. Vor dieser Zeit war das Harzproblem und damit auch das Stickoxydproblern so gut -,vie unbekannt. Es bildet sich nämlich erst Stickoxyd im Gas, seitdem die' Schnellausgasung und damit die heißgängigen öfen zur Gasbereitung verwendet worden sind, insbesondere seit Verwendung der im Verhältnis zum Fassungsvermögen schmalen Kammeröfen. Auf Grund der Fulweilerschen Erkenntnis hat man an verschiedenen Orten der Welt versucht, das Stick-oxydproblem mit Hilfe von Eisensulfid zu lösen, ist aber immer wieder- gescheitert, weil die Aufnahmefähigkeit der verwendeten Masse sehr schnell nachgelassen hat. Durch das Hauptpatent 697 633 ist ein Verfahren zur Stickoxydreinigung» von Gasen mit Hilfe von Metallsulfiden geschätzt, durch das es erstmalig gelang, eine befriedigende Stickoxyderitfernung in betrieblichen Aug:-maßen zu erreichen. Das Hauptpatent g#IT dabei von der Erkenntnis aus, daß man -die in sich sehr labilen Reaktionsprodiikte zwischen Stickoxyd und Eisenstilfid in ihrem Bestand durch Zumischen gewisser Katalysatoren zum Eis-ensulfid festigen kann und da- mit die Reaktionskonstante mit Hilfe von Kat,alysatoren im mathematischen Ausdruck so beeinflussen kann-, daß die Eisensulfidmasse die Aufnahmefäligkeit für Stickexyd erst dann. verliert, wenn der größte Teil des Eiserisulfids in Roussinsch-- Salze übergeführt ist. Als derartige Katalysatoren werden gemäß dem Hauptpatent: vor allen Dingen Huminstchffe benutzt. In den huminstoffbaJtigen Substanzen, welche zur Reinigungsmasse entweder zusätzlich beigemischt werden oder in ihr natürlich vorhanden sein können, wurde nicht nur ein R#eaktionsbeschleuniger gefunden, sondern auch ein Stoff, -welcher sich als regenerationshemmend bei der Reaktivierung der stickoxydhaltigen Reinigungsmasse erwies da er, obwohl er auf die rasche Regeneration der Roussinschen Salze zu Eisensulfid und flüchtig gehendem Stickoxyd an der Luft keinen Einfluß nimmt, trotzdem stark verzögernd auf das Einsetzen der bei der Stickoxydreinigung unerwünschten Regeneration des Eisensulfids in Gegenwart von Sauers,toff zu Eisenoxyd und elementarem Schwefel einwirkt.
- Die vorliegende Erfindung wurde durch die Erkenntnis veranlaßt, daß die aus Eisensulfid bestehende Masse immer noch gewisse-Anteile an Sticlzo,.xyd durchläßt, auch wenn sie Huminstoffe enthält. Es wurde aber festgestellt, daß der Durchtritt von Stickoxyd praktisch gänzlich verhindert werden kann, wenn man der von Stickoxyd befreiten, zu Schwefeleisen regenerierten Masse, ivelchezur Aufnahme der Stickoxyde dienen soll, bis zu 50/0 einer Mischung aus Eisenoxyd und Huminstoffen zufügt, bei welcher das Verhältnis zwischen Eisenoxyd und Huminstoffen - : i bis 2,5 - i beträgt. Es wurde ferner ermittelt, daß nicht alle Huminstoffe gleich wirksam sind, weil die Mengen der darin enthaltenen aktiven Substanzen offenbar verschieden sind. Am besten eignen sich solche Huminstoffe, welche Melanin enthalten, beispielsweise ältere getrocknete Torfmoorerde, verinahleiie Braunkohle o. dgl # Das Verfahren nach der Erfindung wird zweckmäßig folgendermaßen durchgeführt: Die regenerierte, von Stickoxyd befreite und aus Schwefeleisen bestehende Masse wird auf Horden aufgebracht, die mit einer dünnen Schicht noch nicht formierter, aber hinsichtlich des Huminstoffgehaltes den obigen Bz,-dingungen entsprechender Eisenoxydniasse beschickt sind. Dara-uf kommt die regenerierte Stickoxydreinigungsmasse.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Entfl,#mmung der Masse, welche zur Absorption des Stickoxyds gedient hat und regencriert werden soll, dadurch zu verhindern -, daß man"der Masse Huminstoffe zusetzte. Dabei ist man auch so vorgegangen-, daß man, sofern die Masse zuviel Huminstoffe enthält, Eisenoxyd zusetzte, welches anHtiriiiiistoffen arm war. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, der bereits regenerierten Masse vor ihrer Wiederverwendung eine Mischun.' von Eisenoxyd und Huminsteffen im bestimmten Verhältnis zuzusetzen, zweckmäßig als Unterlage beim Aufbringen auf die Horden. Dadurch wird bei der Wiederinbetriebnalime der Masse die vollständige Absorption des Stickoxyds sichergestellt.
Claims (2)
- PATENTA NS P;RÜ C 11 E: i. Verfahren zur Stickoxydreinigung von Gasen nach Patent 697 633, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Sicherung eh#er vollständigen Absorption der Stiekoxyde der von Stickoxyd befreiten, zu Schweleleisen regenerierten Masse bis zu 59 einer Mischung aus Eisenoxyden und Huminstofien, die im Verhältnis 2 : i bis 2,5 : I stehen, zugefügt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß melaninhaltige Huminstoffe zugefügt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB712449X | 1938-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE712449C true DE712449C (de) | 1941-10-20 |
Family
ID=10494414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM143298D Expired DE712449C (de) | 1938-01-14 | 1938-11-09 | Verfahren zur Stickoxydreinigung von Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE712449C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1278060B (de) * | 1959-11-05 | 1968-09-19 | Linde Ag | Verfahren zum Entfernen von Stickoxyd aus Gasgemischen |
-
1938
- 1938-11-09 DE DEM143298D patent/DE712449C/de not_active Expired
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| DE1278060B (de) * | 1959-11-05 | 1968-09-19 | Linde Ag | Verfahren zum Entfernen von Stickoxyd aus Gasgemischen |
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