DE7123734U - Warmeisoherendes Durchlaßrohr - Google Patents
Warmeisoherendes DurchlaßrohrInfo
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Description
AB ETERNITRÖR, J»32 OO VARBERG, Schweden
Wärmeisolierendes Durchlassrohr
Beim Verlegen von Leitungen für Flüssigkeit und/oder Gas und ggf. auch Elektrizität in wärmeisoliertem Zustand im
Boden ist es oft vorteilhaft, in der Fabrik hergestellte Durchlassrohreinheiten zu gebrauchen, die dann am Verlegungsort nur
zusammengekuppelt werden brauchen. Bei solchen Rohreinheiten wurden die Leitunger: oder je eine der Leitungen aufnehmende
Kanalrohre bisher derart in einem Wärmeisoliermaterial in einem äusseren, formstabilen Mantelrohr eingebettet, dass jede Leitung
bzw. jedes Kanalrohr in allen Querrichtungen vom Wärmeisoliermaterial umgeben und somit mittels des Wärnieisolierinaterials vom
Mantelrohr und allen anderen Leitungen bzw. Kanalrohren getrennt
ist. Da die Besteller solcher Rohreinheiten sehr verschiedene Ansprüch-3 an die Anzahl der Leitungen, die Leitungsabmessungen
und die Leitungsorientieruns im äusseren Mantelrohr stellen, so bereitet die bekannte Konstruktion der Rohreinheiten dem Hersteller
bedeutende Ungelegenheiten, da die Lagerhaltung der Rohreinheiten unwirtschaftlich ist, und viele verschiedene Arbeit
smcmente und verschiedene Arten von Hilfsmitteln für die
Herstellung der verschiedenen Typen der Rohreinheiten verlangt werden.
Diese Ungelegenheiten sind'durch die vorliegende Erfindung beseitigt worden, die sich auf ein in der Fabrik hergestelltes,
wärmeisolierendes Durchlassrohr zur wahlfreien Aufnahme
einer oder mehrerer Leitungen für Flüssigkeit und/oder Gas und ggf. auch Elektrizität bezieht, und dieses Rohr ist dadurch
gekennzeichnet } dass es aus einem äusseren Mantelrohr,
einem einzigen, hauptsächlich konzentrisch im Mantelrohr vorgesehenen Kanalrohr, dessen Ausser.durchmesser kleiner ist als
der Innendurchmesser des Kantelronres, und einer den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Mantelrohr· und dem Kanalrohr im wesent-JE/an
liehen ausfüllenden, wärmeisolierenden Zellkunststoffschicht be-
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steht.
Die Erfindung ist nun anhand der Zeichnung im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch zwei zusammengekuppelte Durchlascrohre,
wobei in den Rohren verlegte Leitungen der Deutlichkeit halber weggelassen sind,
Fig. 2-4 Beispiele verschiedener Leitungsanordnungen in
Durchlassrohren, und
Fig. 5 in grösserem Massstab eine auch in Fig. 1 gezeigte
Verbindungsvorrichtung für zwei Durchlassrohre.
Fig. 1 zeigt zwei identische Durchlassrohre, die aus einem äusseren Schutzrohr oder Mantelrohr 1, einem inneren, mit
dem Mantelrohr hauptsächlich konzentrischen Kanalrohr 2, das einen die Leitung aufnehmenden Kanal durch das Durchlassrohr
begrenzt und dessen Aussendurchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser des Mantelrohres 1, so dass zwischen dem Mantelrohr
und dem Kanalrohr ein ringförmiger Raum gebildet ist, und aus einer diesen Raum hauptsächlich ausfüllenden Schicht 3
aus Zellkunstütoff bestehen. In der auf der Zeichnung veranschaulichten,
bevorzugten Ausführungsform des Durchlassrohres ist das
Kanalrohr 2 länger als das Mantelrohr 1 und die Zellkunststoffschicht 3 und ragt über beide Enden des Mantelrohres und der Zellkunst
st off schicht hinaus, wie am deutlichsten in Fig. 5 veranschaulicht
ist. Die Zellkunststoffschicht 3 haftet zweckmässigerweise sowohl am Mantelrohr 1 wie am Kanalrohr fest.
Das äussere Mantelrohr 1 kann zweckmässigerweise ein Asbestzementrohr
sein. Auch das Kanalrohr 2 kann aus Asbestzement bestehen, aber gelegentlich kann es zweckmässiger sein, ein Rohr
aus Stahl, Polyvinylchlorid oder Polyäthylen oder aus einem Schichtstoff od.dgl. zu gebrauchen. Die Zellkunststoffschicht
besteht zweckmässigerweise aus Polyurethan, aber man kann auch ein anderes Zellkunststoffmaterial benutzen, beispielsweise
Polyvinylchlorid.
Fig. 1 zeigt auch eine Vorrichtung zum Zusammenkuppeln der beiden Durchlassrohre. Diese Vorrichtung, die in Fig. 5
in grösserem Massstab gezeigt ist, hat zwei halbzylindrische Schalen 4, 5 aus Zellkunststoff, die nach Verleg-ung der Durchlass-
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rohre in einem Rohrgraben im Boden und nach Verbindung der in den Durchlassrohren montierten Leitungen aussen um die einander zugekehrten
und aus den Mantelrohren 1 und den Zellkunststoffschic.':ten
3 vorstehenden Enden der Kanalrohre 2 befestigt werden, beispielsweise durch Umbinden, Verkleben od.dgl. Die Verbindungs-
aus Gummi oder anderem Elastomer, welche auf je ein Mantelrohr gesteckt und zwischen diesem und einer die Aussenseite der
Dichtringe umgebenden Verbindungshülse 8 aus z.B. Asbestzement eingeklemmt sind. Während des ZusammenkuppeIns der Leitungen
in den Durchlassrohren und des Anbringens der Kunststoffschalen 4, 5 ist die Hülse 8 völlig über das eine Durchlassrohr geschoben,
und nach Anbringen der Kunststoffschalen h, 5 wird die Hülse 8
in die in Fig. 5 gezeigte Lage geschoben.
Bei der Herstellung der auf der Zeichnung gezeigten Durchlassrohre,
wird das Kanalrohr 2 derart im Inneren des Mantelrohres 1 angebracht, dass die Enden des Kanalrohres über die Enden
des Manteirohres hinausragen, wonach nicht gezeigte Formringe an
den aus dem Mantelrohr hinausragenden Enden in direkter Anlage
gegen sowohl die Aussenseite des Ka na .!rohre s wie die Enden des
Mantelrohres 1 angebracht werden, wobei die Rohre in hauptsächlich konzentrischer Lage im Verhältnis zueinander gehalten werden.
In dieser Weise werden die Formringe einen ringförmigen Formraum zwischen der Aussenseite des Kanalrohres 2 und der Innenseite
des Mantelrohres 1 abgrenzen, wonach Material, welches imstande ist, einen Zellkunststoff zu bilden, dazu gebracht wird,
im Formraum eine diesen im wesentlichen ausfüllende und sowohl am Mantelrohr wie am Kanalrohr haftende Zellkunststoffschicht zu
bilden. Das den Zellkunststoff bildende Material kann vor der Befestigung der beiden Formringe in den Raum zwischen den Rohrer
oder durch eine oder mehrere, für diesen Zweck vorgesehene Eintrittsöffnungen
in einem oder beiden der Formringe oder ggf. im
Mantelrohr 1 eingebracht werden. Die zur Bildung von Zellkunststoff zweckdienlichen Materialien und die Verfahren, durch welche
diese Materialien dazu gebracht werden, im Formraum einen fertigen Zellkunststoff zu bilden, sind allgemein bekannt und dürften
deshalb hier nicht näher beschrieben werden brauchen. Das bevorzugte Material bildet einen Ürethankunststoff.
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Nachdem das eigentliche Durchlassrohr in dieser Weise hergestellt worden ist, kann der Hersteller die vom Kunden
erwünschten Leitungen in dem bestellten Anbringungsmustar im
Kanalrohr 2 montieren. Einige Beispiele hiervon sind in Fig. 2-k
gezeigt. In Fig. 2 ist ein einziges Leitungsrohr 9 für Flüssigkeit
oder Gas frei in das Kanalrohr 2 eingelegt worden. In Fig. 3 sind zwei Rohre 10 und 11 für Flüssigkeit oder Gas in das Kanalrohr
2 auf beiden Seiten einer in das Kanalrohr eingeschobenen, beispielsweise aus Zellkunststoff bestehenden Trennwand 12 eingelegt.
Fig. k zeigt zwei Rohre 13 und lh für Flüssigkeit oder Gas
und zv/ei Rohre 15 und 16 für Flüssigkeit, Gas oder elektrische Leitungen im Kanalrohr 2, wobei die Rohre mittels eines in das
Kanalrohr 2 eingeschobenen, im Querschnitt H-förmigen Einsatzes aus z.B. Zellkunststoff voneinander getrennt sind. Wenn mehr als
eine Leitung im Kanalrohr 2 verlegt wird, müssen die Leitungen üblicherweise auch in gewissen Abständen innerhalb des Kanalrohres
2 mittels der in Fig. 1 schematisch veranschaulichten Rohrstützen 18 bekannter Konstruktion abgestützt sein. Diese
Rohrstützen bestehen aus sich gegen die Viand des Kanalrohres 2 abstützenden Scheiben aus z.B. Zellkunststoff, welche zu den
Rohren 10, 11, 13-16 passende Löcher aufweisen. Die Rohrstutzen müssen selbstverständlich gemäss den Spezifikationen des Bestellers
über die Abmessungen der Leitungen und deren Anbringungsmuster im Kanalrohr 2 ausgeführt werden. Die Einsätze 12 und 17
erstrecken sich zwischen den Rohrstützen 18 und können sowohl zur Abstützung der Rohre als auch zu deren Wärmeisolierung voneinander
und zum Verhindern einer Luftzirkulation zwischen den
Rohren dienen.
Es leuchtet ein, dass der Hersteller weit verschiedenen Anforderungen der Besteller in einer wirtschaftlich annehmbaren
Weise Rechnung tragen kann, indem er eine geringe Anzahl Typen von verschieden bemessenen Durchlassrohren 1-3 herstellt und vorrätig
hält sowie den Auftrag gemäss den Spezifikationen des Bestellers
dadurch ausführt, dass er vom Lager einen zweckdienlichen Typ von Durchlassrohren 1-3 wählt und die vorgefertigten
Durchlassrohre mit den vom Besteller erwünschten Laitungen in dem bestellten Anbringungsmuster im Durchlassrohr versieht, wonach
in jedem einzelnen Falle nur die Rohrstützen 18 und ev. Einsätze
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12, 17 hergestellt und zugepasst werden brauchen. Für die Herstellung
der vorrätig gehaltenen Durchlassrohrtypen benötigt man nur eine entsprechende Anzahl Typen von Rohren 1, 2 und
Formringen zum Verschliessen des Zwischenraumes zwischen den Rohren 1, 2 an den Rohrenden. Dies bietet eine wesentlich grössere
Wirtschaftlichkeit in der Herstellung im Vergleich mit der Herstellung der bekannten Rohreinheiten für ähnliche Zwecke. Die
aus dem Rohr 1 vorstehenden Enden des Rohres 2 erleichtern nicht nur die Herstellung der Zellkunststoffschicht 3, sondern auch die
Wärmeisolierung der Verbindungsstellen der Leitungen, indem sie den Isolierschalen 4, 5 als Stütze dienen.
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Claims (5)
1. WärmeiscOierendes Durchlassrohr zur wahlfreien Aufnahme
einer oder mehrerer Leitungen für Flüssigkeit und/oder Gas und ggf. auch Elektrizität, dadurch gekennzeichnet, dass es
aus einem äusseren Mantelrohr (1), einem einzigen, hauptsächlich konzentrisch im Mantelrohr vorgesehenen Kanalrohr (2), dessen
Aussendurchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser des Mantelrohres,
und einer den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Mantelrohr und dem Kanalrohr im wesentlichen ausfüllenden, wärme-,
isolierenden Zellkunststoffschicht (3) besteht.
2. Durchlassrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kanalrohr (2)!über die Enden des Mantelrohres (1) hinausragt,
um das Zusammensetzen mehrerer Durchlassrohre zu einem Durchlass zu erleichtern.
3. Durchlassrohr nach Anspruch 1 oder 2, ausgeführt zur Abstützung mehrerer Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass
Rohrstützen (18) zur Abstützung der Leitungen (10, 11; 13-16)
in gegenseitigen Abständen längs der Länge des Durchlassrohres im Kanalrohr (2) und in Anlage gegen dessen Innenseite angebracht
sind, und dass aus wärmeisolierendem Material bestehende Einsätze (12, 17) im Kanalrohr vorgesehen sind und sich zwischen
den Rohrstützen erstrecken, um die Leitungen trennende und gegen die Innenseite des Kanalrohres anliegende, das Innere des Kanalrohres
zwischen den Rohrstützen in Fächer unterteilende Wände zu bilden.
4. Durchlassrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzoichnet,
dass die Einsätze (12) zum Verlegen zweier Leitungen (10, 11), im Kanalrohr (2) als eine sich zwischen den Rohrstützen (18)
erstreckende Scheibe (12) ausgebildet sind, die mit zwei gegenüberstehenden Kanten gegen die Innenseite des Kanalrohres anliegt.
5. Durchlassrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (17) zum Verlegen von vier Leitungen (13-16)
im Kanalrohr (2) eine Querschnittsform mit vier Armen besitzen, die am einen Ende gegen die Innenseite des Kanalrohres an vier in
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Umfangsrichtung des Kanalrohres in gegenseitigen Abständen liegen
den Stellen anliegen und am anderen Ende niteinander verbunden sind.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7123734U true DE7123734U (de) | 1971-10-28 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
| DE (1) | DE7123734U (de) |
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