DE708909C - Verfahren und Vorrichtung fuer die elektrothermische Zersetzung kohlenstoffhaltiger Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung fuer die elektrothermische Zersetzung kohlenstoffhaltiger Fluessigkeiten

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DE708909C
DE708909C DEP78016D DEP0078016D DE708909C DE 708909 C DE708909 C DE 708909C DE P78016 D DEP78016 D DE P78016D DE P0078016 D DEP0078016 D DE P0078016D DE 708909 C DE708909 C DE 708909C
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Victor Frederick Hanson
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EI Du Pont de Nemours and Co
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    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung für die elektrothermische Zersetzung kohlenstoffhaltiger Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur elektrothermischen Zersetzung kohlenstoffhaltiger Flüssigkeiten mit Hilfe eines zwischen zwei Elektroden innerhalb der Flüssigkeit übergehenden Wechselstromlichtbogens.
  • Wechselstrom ist bekanntlich für die Durchführung derartiger thermischer Zersetzungsvorgänge besser geeignet als Gleichstrom, was in erster Linie auf das durch das abwechselnde Zünden und Erlöschen des Bogens verursachte Pulsieren des Wechselstromlichtbogens zurückzuführen ist, wodurch das Einströmen der zu ,zersetzenden Flüssigkeit in die Bogenzone und das Entfernen der Zersetzungsprodukte aus dieser Zone begünstigt wird. Die bisher mit Wechselstrom erzielten Ergebnisse waren jedoch nicht vollkommen zufriedenstellend, da das abwechselnde Auslösen und Zünden des Bogens so schnell vor sich geht, daß bei Zündung eines neuen Bogens in dem in der Bogenzone vorhandenen flüssigen Medium noch eine erhebliche Menge der Zersetzungsprodukte von dem vorhergehenden Bogen vorhanden ist, selbst dann, wenn die Flüssigkeit in der Umgebung des Bogens kräftig und schnell durchgerührt wird. Dies ist von Nachteil, weil der neue Bogen erneut in erheblichem Ausmaße auf diese Zersetzungsprodukte unter erheblicher Verschlechterung deren Beschaffenheit einwirkt. So verliert der Ruß, der erstmalig in der Flüssigkeit in feiner und gleichmäßiger Verteilung gebildet war, die für seine Verwendung als Zusatz zu Kautschuk und als Pigment in Tinten und Farben geschätzten Eigenschaften bei wiederholter Einwirkung des Lichtbogens in erheblichem Maße, z. B. infolge von Agglomerierungsvorgängen.
  • Ein weiterer mit der Anwendung von Wechselstrom nach bisher bekannten Verfahren verbundener Nachteil besteht darin, daß die aufgewendete elektrische Energie nicht in befriedigendem Maße ausgenützt wird; denn die zur Einwirkung auf Zersetzungsprodukte, z. B. den ursprünglich erzeugten Ruß, oder auf gasförmige Produkte aufgewendete elektrische Energie geht zum größten Teil nutzlos verloren. Unzureichend sind auch die bei den bekannten Verfahren angewendeten Mittel für das Kühlen und die Flüssigkeitszufuhr zu den Elektroden zwischen den aufeinanderfolgenden Bogenentladungen. So ist die Abscheidung von Kohle auf den die Bogen erzeugenden Elektroden mindestens zum Teil auf örtliche Überhitzungen zurückzuführen. Es ist beispielsweise bekannt, daß der Kohlenstoff die Nei= gung hat, sich auf den Elektrodenflächen niederzuschlagen, wenn diese beim Übergehen des Lichtbogens nicht durch die ursprüngliche Flüssigkeit oder flüssige Zersetzungsprodukte derselben feucht gehalten werden, so daß sie mit hohen, der Bogentemperatur angenäherten Temperaturen auf die kohlenstoffhaltige Flüssigkeit _ oder die Dämpfe zur Einwirkung gelangen.
  • Durch die- Erfindung werden diese Nachteile vermieden, was im wesentlichen dadurch erreicht wird, daß sich eine feste und eine bewegliche Elektrode eine Zeitlang in einer die Lichtbogenbildung ermöglichenden Entfernung gegenüberstehen und danach wälirend einer Zeit, die zum Entfernen der Zersetzungsprodukte aus der Lichtbogenzone sowie zum Kühlen und Benetzen derElektroden ausreicht, sich in einer die Lichtbogenbildun2u ausschließenden Lage zueinander befinden. Vorzugsweise wird die bewegliche Elektrode im Svnchronismus mit dem Wechselstrom bewegt, wobei sich die Elektroden während etwa der einen Hälfte einer jeden Periode des Wechselstroms in einer den Cbergang des Bogens ermöglichenden und während etwa der anderen Hälfte der Periode in einer die Lichtbogenbildung ausschließenden Lage zueinander befinden. Auf diese Weise wird zwischen je zwei Bogenentladungen eine praktisch vollständige Entfernung der .bei der ersten Entladung gebildeten Zersetzungsprodukte aus der Zone des Lichtbogens und eine genügende Kühlung und Befeuchtung der wirksamen Elektrodenoberflächen ermöglicht.
  • Die Geschwindigkeit der :beweglichen Elektrode kann mit der Periode des Wechselstromes so abgestimmt werden, dafa die Elektroden beim Durchschreiten des Nullwertes des Strompotentials zur Bildung des Lichtbogens zusammengeführt und :bei:m Durchschreiten des nächsten Nullwertes des Strompotentials wieder voneinander getrennt werden. Bei dem nächsten Nullwert kommen die Elektroden zur Lichtbogenbildung wieder zusammen und so fort.
  • Zweckmäßig werden in demselben Gehäuse mehrere Paare der Elektroden verwendet, so daß der elektrische Strom voll ausgenutzt werden kann. So kann der Übergang des Lichtbogens abwechselnd zwischen einander zugehörigen Elektroden zweier Paare derart erfolgen, daß bei dem einen Paar ein Stromübergang stattfindet, während bei dem anderen Paar die Lichtbogenbildung durch Trennung der Elektroden während einer gewissen Zeit voneinander ausgeschlossen ist. In der nächsten Halbperiode des Stromes ist dann die Arbeitsweise der Elektroden umgekehrt. Während der den Stromübergang ausschließenden Lage der Elektroden ,können die bei den vorhergehenden Stromübergängen gebildeten Zersetzungsprodukte aus der Lichtbogenzone entfernt und die Elektroden durch die umgebende Flüssigkeit wieder gründlich befeuchtet und gekühlt werden. In der Zeichnung ist beispielsweise eine zur Ausübung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung dargestellt, und zwar in Abb. i in einem Vertikalschnitt und in Abb. 2 in einem Schnitt nach a-.a der Abb. i.
  • Es bedeutet darin i das Gehäuse der Reaktionskammer mit Füßen 2, die mit Ansätzen 3 am Boden der Reaktionskammer verschraubt sind. 4 ist eine abnehmbar an einer seitlichen Öffnung des Gehäuses i durch Schrauben 5 befestigte Verschlußplatte. Die Elektrodenanordnung besteht aus zwei fest angebrachten halbringförmigen Elektroden 6 und zwei beweglichen Elektroden io. Die letzteren sind vermittels Klammern 9 an dem äußeren Ende des radialen Armes 8 je eines drehbaren Elektrodenhalters 7 befestigt. Die Halter 7 sind mit Stiften 12 übereinander in entgegengesetzter Richtung auf einer gemeinsamen Vertikalwelle i i befestigt. Die Halbringelektroden 6 sind derart übereinander angebracht, daß sich während jeder halben Drehung der Welle i i die Zündfläche 6" für den elektrischen Bogen der einen der genannten Elektroden in Zündstellung zu der zugehörigen beweglichen Elektrode io und die Zündfläche 6, der anderen Halbringelektrode in Nichtzündstellung zu der Zündfläche der anderen Elektrode befindet, während dies Verhältnis nach einer halben Umdrehung der Welle i i das umgekehrte ist.
  • Die oben und unten in Lagern 13 und 14 des Gehäuses i geführte und mit ihrem oberen, durch die Stopfbüchse 1 § abgedichteten Ende iia aus dem Deckel des Gehäuses i herausragende Welle i i kann vermittels der Vorrichtung 16 -in ihrer Höhenlage verstellt werden, wodurch die Entfernung zwischen den einander gegenüberliegenden Elektroden nach Wunsch geregelt werden kann. Der Antrieb der Welle i i kann auf beliebige geeignete Weise erfolgen, z. B. vorteilhaft vermittels eines nicht gezeichneten Synchronmotors derart, daß die Drehung synchron mit dem den Lichtbogen erzeugenden Wechselstrom verläuft.
  • Die feststehenden Elektroden sind in der Reaktionskammer i so angebracht, daß ihre Zündoberflächen ,6a in Ebenen liegen, die parallel zu den Ebenen sind, in denen sich die beweglichen Elektroden io bei der Drehung der Welle i i bewegen. Die bogenförmigen Elektrodentragplatten 21 sind auf den Tragisolatoren i9 durch Schrauben befestigt, die durch die Ansätze 2o dieser Platten hindurchgehen. . Die abnehmbaren Halbringe 17 haben an ihren Enden erhöhte Ränder 1ä als Anlagen für die 'halbringförmigen Elektroden 6. Durch Kopfschrauben 22 können die Enden dieser Elektroden gegen die Endteile 18 gepreßt werden, wodurch die Elektroden in den Halbringen 17 festgehalten werden. Nach innen hervortretende geschlitzte Ansätze 23 an den Halbringen 17 werden an den Ösen 2o mit Bolzen oder Schrauben auf der gebogenen Unterlage 21 befestigt, wodureh die Entfernung der Elektroden 6 zusammen mit den Halbringgliedern 17 erleichtert ist. Wie aus den Abbildungen ersichtlich, sind die verhältnismäßig dünnen, stabförmigen Elektroden io nach unten gegen die gegenüberliegende Zündfläche 6a der feststehenden Elektroden 6 gerichtet, und zwar schräg nach rückwärts in bezug auf die (in Abb. 2 durch den Pfeil angedeutete) Drehrichtung, vorzugsweise im Winkel ,von ungefähr 6o° zur Vertikalen. Die Halbringelektroden 6, deren Breite gegenüber ihrerLänge verhältnismäßig gering ist, bieten auf ihrer Oberseite eine ausgedehnte Fläche für den Übergang des Lichtbogens. Die Elektroden 6 und io können aus irgendeinem geeigneten leitenden Werkstoff, vorzugsweise aus Kohls bestehen. Es können z. B. Liohtbogenelektroden der in üblicher Weise hergestellten Art ohne weiteres Verwendung finden.
  • Die Zuführung der kohlenstoffhaltigen Flüssigkeit erfolgt durch die Öffnung 24 am Boden der Reaktionskammer i, während die Zersetzungsprodukte durch die Öffnung 26 -im oberen Teil von i entfernt werden. Für völlige Entleerung der Kammer i ist der Ablauf 25 vorgesehen. Zur Stromzuführung z. B. von einem Einphasentransformator dienen Leitungen 27, die durch die gegen das Gehäuse i durch Stopfbüchsen 28 abgedichtdten Isolierrohre 29 hindurchgeführt und durch Klemmen 30 und biegsame Zwischenstücke 31 mit den Trägern für die feststehenden Elektroden 6 verbunden sind. Das Gehäuse i ist bei G geerdet.
  • Durch am Gehäuse i und an der Abschlußplatte q. angebrachte, nach innen gerichtete Prallplatten 32 und 33 wird die bei aq. eingeführte Flüssigkeit nach oben gegen die Elektroden geführt. 3¢ ist ein auf der Welle ii befestigter Schutzring zur Verhinderung des Zutritts der Flüssigkeit zu dem oberen Lager 13.
  • Die Zuführung des elektrischen Stromes und der kohlenstoffhaltigen Flüssigkeit sowie die Abführung der Zersetzungsprodukte kann bei der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung in der angegebenen oder in beliebiger anderer geeigneter Weise unter beliebiger Regelung der Temperatur erfolgen.
  • Auch ist die Verwendung von zwei Elektrodenpaaren keine unerläßliche Bedingung für das Verfahren nach der Erfindung. Man kann vielmehr auch nur ein Paar von Elektroden z. B. derart verwenden, daß Übergang des Lichtbogens zwischen diesen während der einen Hälfte einer jeden Stromperiode nicht erfolgt, wobei die Vorrichtung als Gleichrichter dient. Auch können die Elektroden derart angeordnet sein, daß sie die Anwendung von Dreiphasenstrom gestatten. Im allgemeinen empfiehlt es sich indessen, gemäß der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform zwei Paare von Elektroden zu verwenden.
  • Es ist, wenn auch im allgemeinen erwünscht, so doch nicht -unumgänglich notwendig, daß die Bewegung der beweglichen Elektroden mit dem Bogenstrom synchronisiert ist, so. daß die Elektroden genau zu der Zeit, wenn das Strompotential gleich o ist, oder ungefähr um diese Zeit außerBerührung kommen. Gute Ergebnisse können nach vorliegender Erfindung auch ohne eine- solche Synchronisierung erhalten werden, sofern nur die Bewegung derart durchgeführt wird, daß für einen wesentlichen Teil einer jeden Periode des Bogenstroms Stromübergang zwischen den einander zugehörigenElektroden nicht erfolgt. Wesentlich ist jedoch, daß die bewegte Elektrode während eines wesentlichen Teils, vorzugsweise der Hälfte, einer jeden Periode des Bogenstroms über die Zündoberfläche der ihr zugeordneten feststehenden Elektrode in einer praktisch gleichmäßigen Entfernung von dieser hinweggeführt wird. Bei Verwendung einer stationären Halbringelektrode und einer Staubelektrode, die sich im wesentlichen in einem Kreise in einer zur Zündoberfläche der Halbringelektrode parallelen Ebene bewegt, kann -die Bewegung der Stabelektrode mit dem Bogenstrom synchronisiert sein oder nicht. Im ersteren Falle werden die Elektroden voneinander entfernt, so daß Übergang eines Lichtbogens zwischen ihnen nicht mehr erfolgen kann, wenn das Strompotential des Bogens o oder nahezu o ,beträgt, während der Lichtbogen nur so lange übergehen kann, als sich die Zündoberflächen in einer bestimmten, im wesentlichen gleichbleibenden Entfernung voneinander befinden. Wenn dagegen die Bewegung der Stabelektrode bei ihrem Kreislauf so geregelt ist, daß sie beispielsweise 1/4 der Periode langsamer ist als die Periode des Bogenstroms (d. 1i. daß ihre Umlaufzeit beispielsweise die Zeitdauer einer Periode des Wechselstromes um 1/4 übersteigt), so wird Stromlosigkeit für kurze Zeit eintreten, wenn sich die bewegliche Elektrode über dem mittleren Teil der Halbringelektrode bewe-t oder wenn das Potential des Lichtbogenstromes sich in einer Periode dem Werte o nähert, ihn erreicht und sich wieder von ihm entfernt. NachAblauf dieser Periode der Stromlosigkeit zündet der Bogen wieder mit zunehmendem Potential und geht Über auf dem Wege der beweglichen Elektrode bis jenseits des Endes der Halbringelektrode, bis er den Punkt erreicht, an dem er abreißt oder bis das Strompotential wieder o ist. Auf dies zweite Eintreten des Potentials o folgt eine Zeit der Stromlosigkeit von wenigstens 1/4 Periode Dauer, da der Boden nicht wieder zünden kann, ehe die sich bewegende Elektrode Tiber dieZündoberfläche der anderen Hälfte der Halbringelektrode gelangt ist. Auf diese Weise ergibt sich für jeden Kreislauf der beweglichen Elektrode eine verhältnismäßig kurze und eine andere verhältnismäßig lange, sich mindestens auf 1/4 des Kreisweges erstreckende Zeit der Stromlosigkeit. Obgleich auch auf diese Weise gute Ergebnisse erzielt werden können, ist es doch vorzuziehen, die Bewegung mit dem Bogenstrom zu synchronisieren, wobei man in jeder Periode des Lichtbogenstromes eine sich auf eine halbe Umdrehung erstreckende Ruhepause erhält.
  • Es ist bekannt, daß man durch Verwendung von zwei einander zugeordneter, Elektroden, von denen die eine mit einer beschränkten Zündebene über eine ausgedehnte Zündebene der anderen feststehenden Elektrode hinwegbewegt wird"erhöhteWirkungen bei der Zersetzung kohlenstoffhaltiger Flüssigkeiten erzielen kann, was im allgemeinen darauf beruht, daß bei solchen Anordnungen die Zünd-Dberflächen der Elektroden während der Bewegung der einen Elektrode praktisch in einem bestimmten gleichmäßigen Abstand voneinander gehalten werden und infolgedessen der gebildete Lichtbogen bis zu seinem Abreißen auseinandergezogen und darauf sofort ein zweiter Bogen gebildet wird. Diese Einrichtung erleichtert das Wiederzünden der Lichtbogen und ist daher der Einrichtung überlegen, bei der z. B. eine bewegte stabförmige Elektrode einen Bogen zündet, wenn sie an dem Ende einer feststehenden stabförmigen Elektrode mit einer beschränkten Zündoberfläche vorübergeht. In diesem Falle ist ein verhältnismäßig größeres Zündpotential erforderlich, um jeden einzelnen Bogen zur Zündung zu bringen. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung werden durch die Verwendung von halbringförmigen an Stelle von feststehenden Elektroden mit beschränkter Zündoberfläche im größtmöglichen Ausmaße die bekannten Vorteile der Verwendung von feststehenden Elektroden mit ausgedehnten Zündoberflächen, wie z. B. Vollringelektroden, mit den Vorteilen vereinigt, die sich aus der Anwendung einer sich auf eine ganze Halbperiode des Wechselstromes erstreckenden Periode der Stromlosigkeit für jedes Elektrodenpaar ergeben. Die vorstehend beschriebene Vorrichtung kann verschiedenen Abänderungen unterworfen werden. Obwohl sich die in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Vorrichtung als besonders geeignet für die Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung erwiesen hat, können für denselben Zweck auch beliebige andere geeignete Vorrichtungen Verwendung finden.
  • Die Erfindung ist auch nicht beschränkt auf die Anwendung bestimmter Spannungen, Stromfrequenzen oder sonstiger Arbeitsbedingungen, da sie ganz allgemein unter Bedingungen und mit Vorrichtungen durchgeführt werden kann, wie sie schon bisher beim Arbeiten mit Wechselstrom Verwendung gefunden haben. So kann die Spannung zwischen den einander gegenüberliegenden Elektroden z. B. 2ooo bis ioooo Volt betragen. Ebenso ist man dabei nicht auf die Anwendung besonderer Stromdichten beschränkt.
  • Indessen empfiehlt sich im allgemeinen die Anwendung hoher Stromdichten, bezogen auf die Zündfläche der Elektroden mit beschränkter Zündoberfläche, z. B. der in den Abbildungen dargestellten staubförmigen Elektroden. Mit Vorteil verwendet man z. B. einen Lichtbogenstrom von mehr als 15 Amp./cmE, vorzugsweise von mehr als 5o Arrip./cmE. Mit Stromdichten von etwa ioo Amp./cml können z. B. gute Ergebnisse erzielt werden.
  • Im allgemeinen empfiehlt es sieb, mit Strömen von geringer Frequenz zu arbeiten, so daß die Ruhepausen für jedes Elektrodenpaar während jeder Periode lang genug sind, um die vollständige Entfernung der Zersetzungsprodukte aus der Bogenzone zu gestatten und ein gründliches .Befeuchten und Kühlen der Elektroden zu erleichtern. Frequenzen von a5 .bis 6o Perioden in der Sekunde sind daher im allgemeinen empfehlenswert, besonders da Wechselstrom mit derartigen Frequenzen für industrielle Zwecke gewöhnlich zur Verfügung steht. Man .kann jedoch auch höhere Frequenzen, z. B. solche bis zu 5oo Perioden, mit gutem Ergebnis verwenden.
  • Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung werden die Zersetzungsprodukte während jeder Periode des Stromes praktisch vollständig aus der Zone des Lichtbogens entfernt. Da infolgedessen nennenswerte Anteile der aufgewendeten elektrischen Energie durch Einwirkung auf vorher gebildete Zersetzungsprodukte nicht verlorengehen, werden bessere elektrische Ausbeuten erhalten. Weiterhin bleiben z. B. dem gebildeten Ruß seine ursprünglichen Eigenschaften praktisch -unverändert erhalten, da die Zeit der Stromlosigkeit während jeder Wechselströmperiode seine Entfernung aus der Bogenzone sofort nach seiner Entstehung im Zustande feiner urid gleichmäßiger Verteilung in der umgebenden kohlenstoffhaltigen Flüssigkeit ermöglicht. Ferner erleichtert die Zeit der Stromlosigkeit während jeder Stromperiode das Kühlen und Befeuchten der Elektrodenoberflächen erheblich, so daß die Abscheidung von körnigem Kohlenstoff und das Anwachsen von Dendriten an den Elektroden weitgehend vermieden wird.
  • Unter dem Ausdruck »kohlenstoffhaltige Flüssigkeiten« sollen in der vorstehenden Beschreibung und den Ansprüchen' organische Flüssigkeiten im allgemeinen Sinne und Gemische solcher verstanden sein. Flüssige Kohlenwasserstofföle sind besonders geeignet für das vorliegende Verfahren, da sie verhältnismäßig billig sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur elektrothermischen Zersetzung kohlenstoffhaltiger Flüssigkeiten durch einen zwischen zwei Elektroden innerhalb der Flüssigkeit übergehenden Wechselstromlichtbogen, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine feste und eine bewegliche Elektrode eine Zeitlang in einer die Lichtbogenbildung ermöglichenden, vorzugsweise gleichbleibenden Entfernung gegenüberstehen und danach während einer zum Entfernen der Zersetzungsprodukte aus der Lichtbogenzone sowie zum Kühlen und Benetzen der Elektroden durch die Flüssigkeit genügenden Zeit sich in einer die Lichtbogenbildung ausschließenden Lage zueinander befinden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Elektrode im Synchronismus mit dem Wechselstrom so bewegt wird, daß sich die Elektroden während etwa der einen Hälfte einer jeden Periode des Wechselstromes in einer den Übergang des Lichtbogens ermöglichenden und während etwa der anderen Hälfte der Periode in einer die Lichtbogenbildung ausschließenden Lage zueinander befinden. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der beweglichen Elektrode mit der Periode des Wechselstromes so abgestimmt wird, daß beim Durchschreiten des Nullwertes des Strompotentials die Elektroden zur Bildung des Lichtbogens zusammengeführt undbeimDurchschreiten des nächstenNullwertes desStrompotentials voneinander getrennt werden. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von festen und beweglichen Elektroden verwendet und die beweglichen Elektroden abwechselnd an den entsprechenden festen Elektroden zur Lichtbogenbildung vorbeigeführt werden. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch eine feststehende Elektrode mit ausgedehnter, z. B. halbringförmiger Oberfläche und eine bewegliche mit demgegenüber geringer Oberfläche, z. B. in Stabform, wobei die bewegliche Elektrode abwechselnd über die Oberfläche der festen Elektrode in gleichbleibender, einen Lichtbogen ermöglichender Entfernung hinweggeführt und alsdann in einer die Lichtbogenbildung ausschließenden Lage zu der anderen Elektrode geführt werden kann. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Paare von Elektroden in der Anordnung gemäß Anspruch 5 in einem gemeinsamen Gehäuse derart angeordnet sind, daß die Elektroden eines jeden Paares abwechselnd zueinander in die Lage zur Bildung eines Lichtbogens gelangen. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch-zwei in einem mit der kohlenstoffhaltigen Flüssigkeit zu füllenden Gehäuse (i) angeordnete, mit einer in dem - Gehäuse umlaufenden Welle (ii), z. B. über Tragarme (8), fest verbundene, etwa stabförmige Elektroden (io@ sowie durch je eine mit dem Gehäuse fest verbundene Gegenelektrode (6) mit einer der Bewegungsbahn der Elektroden (io) zugekehrten Oberfläche (6u) in Form eines Halbringes, wobei die beweglichen Elektroden so angeordnet sind, daß sie abwechselnd über der Oberfläche der zugehörigen festen Elektrode geführt werden können. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine zum Antrieb der Welle (i i) in Synchronismus mit den Perioden des Wechselstromes geeignete Antriebsvorrichtung, z. B. einen Synchronmotor.
DEP78016D 1937-10-06 1938-10-06 Verfahren und Vorrichtung fuer die elektrothermische Zersetzung kohlenstoffhaltiger Fluessigkeiten Expired DE708909C (de)

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DE1231683B (de) * 1961-05-09 1967-01-05 Produits Azotes Soc D Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Acetylen und AEthylen enthaltenden Gas-gemischen

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