DE70732C - Zangenambofs für Uhrmacher - Google Patents

Zangenambofs für Uhrmacher

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DE70732C
DE70732C DE189270732D DE70732DA DE70732C DE 70732 C DE70732 C DE 70732C DE 189270732 D DE189270732 D DE 189270732D DE 70732D A DE70732D A DE 70732DA DE 70732 C DE70732 C DE 70732C
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Germany
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anvil
legs
pliers
zangenambofs
watchmakers
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Expired
Application number
DE189270732D
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English (en)
Original Assignee
W. klüver in Marne
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04DAPPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D1/00Gripping, holding, or supporting devices
    • G04D1/02Tweezers; Vice clamps or other special hand tools for watchmakers
    • G04D1/025Hand screws

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Gripping Jigs, Holding Jigs, And Positioning Jigs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Vorliegende Erfindung betrifft ein »Zangenambofs« genanntes Hülfswerkzeug für Uhrmacher, Goldarbeiter und Mechaniker, bei welchem die Zusammenspannbarkeit der an ihren oberen Stirnenden die Ambofsfläche bildenden Wangen oder Backen durch Blattgelenke oder dadurch erzielt ist, dafs die beiden Backentheile selbst gerade emporstehende federnde Theile des Ambofssockels bilden. Hierbei wird die Eigenschaft geracer Blattfedern ausgenutzt, welche darin bestellt, dafs sie einem verhältnifsmäfsig grofsen , Drucs in Längsrichtung widerstehen und dafs die Endflächen mithin als Ambofsflächen für kleinere Arbeiten benutzbar sind, wie sie insbesondere in der Werkstätte des Uhrmachers vorkommen, und bei denen die Anwendung gröfserer schwerfälliger Einspannvorrichtungen mit Vorsicht geschehen, daher auch Zeitverluste bedingen mufs.
Besonders zu nennen sind von solchen kleinen, durch Herunterschlagen oder Stauchen zu bearbeitenden Metalltheilen in der Uhrmacherei die Hebescheiben, Sicherheitsrollen bei Ankeruhrgängen u. dergl.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch den Zangenambofs, mit Ansicht des Sockels,
Fig. 2 die Seitenansicht und
Fig. 3 die Oberansicht der neuen Vorrichtung.
Der Zangenambofs besteht aus. zwei federnden Stahlbacken α a\ die gerade und neben einander emporstehende Schenkel eines die Aufstellung auf den Werktisch ermöglichenden Ambofsfufses oder Sockels c bilden, indem sie mittelst Schrauben b b daran festgelegt sind.1 Die unteren ebenen Endflächen der Schenkel stützen sich dabei genau passend an Schultern des Sockels, so dafs ein sicheres Widerlager und eine vollkommene Befestigung mit Ausschlufs von seitlichen Ausweichbewegungen erzielt wird. Weil die Schenkel flach und nöthigenfalls mit einer ein Blattfedergelenk bildenden Verschwächung versehen sind (wie dargestellt), können sie sich in Richtung gegen einander bewegen, bilden also Zangenschenkel, die durch eine Schraube f zusammengespannt werden können. Diese Schraube f geht durch ein etwas verlängertes Loch des einen Schenkels a1 hindurch und ist in ein Muttergewinde bei dem anderen Schenkel α eingeschraubt; der Kopf der Schraube / bildet, wie gewöhnlich, die den Anpressungsdruck vermittelnde Widerlagsfläche.
Die Schenkel tragen am oberen freien Ende nach innen rechtwinklig abgebogene Backentheile d, wodurch verbreiterte Endflächen, die eigentlichen Ambofsflächen, entstehen; die inneren Zangenränder dieser Backen können behufs besseren Erfassens der Arbeitsstücke oder behufs Umschliefsung von Spindeln, Zapfen u. dergl. mit Ausschnitten oder Kerben e, wie in. Fig. 3 ersichtlich, ausgeführt werden.
Im Uebrigen ist der genannte Backenrand zweckmäfsig scharf als wirklicher Zangenrand auszubilden, so dafs sich eine vielseitige Benutzungsweise der Vorrichtung ergiebt.
Die Stellschraube f ermöglicht eine Einstellung des Ambofsbackens nach Mafsgabe des Durchmessers des zu bearbeitenden Gegen-
Standes. An Stelle der Schraube kann für diesen Zweck natürlich auch eine Zwinge oder ein anderes geeignetes Mittel angewendet werden. Das wesentliche Kennzeichen des neuen Geräths ist die Anordnung federnder, in Längsrichtung beanspruchter Ambofsschenkel, wobei die Federung nur für das Zusammenspannen des Arbeitsstückes, wie bei einer Zange, in Benacht kommen, dagegen die für einen Ambofs nothwendige Stabilität nicht beeinträchtigen soll. Durch diese dem Benutzungszweck angepafste Einrichtung unterscheidet sich der »Zangenambofs« durchaus von ähnlichen, mit einem aufstellbaren Fufs versehenen Haltevorrichtungen, wie beispielsweise von den sogen. »Unruhwaagen« des Uhrmachers, bei welchen die federnden Backen, welche übrigens auch nicht als Ambofsflächen ausgebildet sind, kräftigen Längsbeanspruchungen nicht ausgesetzt sind, noch auch vermöge ihrer Anordnung solchen widerstehen können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    »Zangenambofs« genanntes Uhrmacherwerkzeug mit aus zwei gerade emporstehenden, federnden Ambofsschenkeln gebildeter Einspannvorrichtung, bei welcher die Schenkel (aa1) an den freien Enden sowohl Ambofsflächen als auch Zangenbacken bilden, mittelst Stellschraube unter Biegung gegen einander einstellbar sind und den in Längsrichtung auf sie einwirkenden Beanspruchungsdruck auf den ihnen gemeinsamen Ambofssockel (c) übertragen.
    Hierzu l Blatt Zeichnungen.
DE189270732D 1892-10-25 1892-10-25 Zangenambofs für Uhrmacher Expired DE70732C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE70732T 1892-10-25

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DE70732C true DE70732C (de) 1893-09-11

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ID=344091

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DE189270732D Expired DE70732C (de) 1892-10-25 1892-10-25 Zangenambofs für Uhrmacher

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