DE705407C - Einrichtung zur Einzeleinstellung der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen Einspritzpumpe - Google Patents
Einrichtung zur Einzeleinstellung der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen EinspritzpumpeInfo
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Description
Die Erfindung ' betrifft eine Einrichtung zum Einstellen der gewünschten gegenseitigen
Förderbedingungen (Spritzbeginn bzw. Spritzende) der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen
Einspritzanlage mit Rückströmregelung durch Schrägkantensteuerung, wobei ein allen Einzelpumpen gemeinsames
Fördermengenverstellglied seine Bewegung auf ein drehbares, gleichachsig zur Zylinder-ίο
achse angeordnetes Zwischenglied überträgt, das wiederum mit dem ebenfalls drehbaren
Steuerglied jeder Einzelpumpe gekuppelt ist.
Für Pumpen dieser Art ist es bekannt, zur
gegenseitigen Abstimmung der Förderbedingungen der Einzelpumpen eine von außen
zugängliche Schraube für jede Einzelpumpe vorzusehen, deren Gewinde in eine Verzahnung
auf dem Umfang der in dem Pumpengehäuse eingesetzten Zylinderbüchse eingreift.
Nach Lösen der die Zylinderbüchse festspannenden Teile kann diese durch Drehen
der Schraube in einer Richtung verdreht werden. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß die eingespannte Zylinderbüchse
'gelöst werden muß.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, die Übertragungsglieder für die Bewegungen
des Fördermengenverstellgliedes auf die Steuerglieder von Einspritzpumpenanlagen
der erwähnten Art selbst so auszubilden, daß die Förderbedingungen der Einzelpumpen
gegenseitig abgestimmt werden können. Bei bekannten Anordnungen dieser Art ist jedoch
eine solche Abstimmung nicht von außen her ohne Ausbau von Teilen möglich.
Eine baulich einfache, von außen bedienbare Einrichtung zum Einstellen der gewünschten
gegenseitigen Förderbedingungen der Einzelpumpen von Anlagen der beschriebenen Art ergibt sich erfindungsgemäß dadurch,
daß für jede Einzelpumpe ein von außen verstellbarer Teil vorgesehen ist, der bei seinen Verstellbewegungen das Zwischenglied
axial verschiebt, und daß ferner zwisehen dem Fördermengenverstellglied und
dem mit dem Steuerglied gekuppelten Ende des Zwischengliedes jeder Einzelpumpe eine
Kupplung vorgesehen ist, die bei dieser axialen Verschiebung ein relatives Verdrehen
des Steuergliedes gegenüber dem Fördermengenverstellglied herbeiführt.
Zwei Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι das erste Beispiel im Schnitt quer zur Antriebswelle,
Abb. 2 Teile aus Abb. ι in fluchtbildlicher
Darstellung.
Abb. 3 das zweite Beispiel im Schnitt, Abb. 4 Teile aus Abb. 3 in gleicher Dar-S
Stellungsart wie in Abb. 2.
In einem Gehäuse 1 einer Einzelpumpe wird durch einen Exzenternocken 2 über
einen Stößel 3 ein Pumpenkolben 4 bewegt. Durch die jeweilige Stellung einer Schräg-
>° kante 5 des in einer Zylinderbüchse 6 geführten
Kolbens 4 wird die Förder- bzw. Rückströmmenge in an sich bekannter Weise durch Verdrehen des Kolbens geregelt. Eine für alle
Einzelpumpen gemeinsame im Pumpengehäuse ι geführte Zahnstange 7 mit Schrägverzahnung
greift in ein Zahnsegment 8 eines Absatzes S" der über die Zylinderbüchse gesteckten
Regelhülse 9 ein. Diese Hülse 9 ist an ihrem dem Antrieb zugewendeten Ende >■» mit geraden Schlitzen 10 versehen. In diese
Schlitze greifen Ansätze 11 am Kolben 4 ein. Eine als KolbenrückfUhrfeder 12 dienende
Schraubenfeder stützt sich einerseits auf den am Kolben angreifenden Federteller 13 ab,
?·5 andererseits auf die Schulter 8* der Regelhülse
Q über einen Teller 14. Das Gehäuse 1 wird durchdrungen von einem Bolzen 15. der
ein exzentrisch angeordnetes Ansatzstück 16 besitzt. Dieser Ansatz 16 greift in eine auf
dem Umfang des Absatzes 8" vorgesehene Xut 17. Durch einen Schraubring 18, der an
einer Schulter 19 des Bolzens 15 unter Zwischenschaltung
eines Dichtungsringes 19' angreift, kann der Bolzen in jeder ihm erteilten
Stellung druckdicht festgeklemmt werden.
Die Fördermenge wird normalerweise für alle Einzelpumpen gleichmäßig durch \Terschieben
der Zahnstange 7 verändert, indem die Steuerhülsen 9 über die Mitnehmer 11 alle
Kolben 4 verdrehen. Soll nun die Fördermenge einer Einzelpumpe gegenüber den andern
Einzelpumpen verändert werden, so geschieht dies dadurch, daß nach Lösen des Schraubringes 18 der Bolzen 15 entsprechend
verdreht wird. Durch diese Drehbewegung wird zugleich das exzentrisch angeordnete
Ansatzstück 16 höher oder tiefer gestellt und ebenso die damit in Eingriff stehende Steuerhülse
9, die sich aber bei dieser axialen Ver-5« Schiebung infolge des durch Schriigverzahnung
in Eingriff mit der Zahnstange 7 stehenden Segments8 gleichzeitig verdreht und den Kolben
mitnimmt. Sobald eine die gewünschte Fördermengenänderung herbeiführende Verdrehung
des Kolbens erreicht ist, wird der Bolzen 15 durch Festziehen des Schraubringes
18 in seiner neuen Lage druckdicht im Gehäuse festgehalten.
Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 unterscheidet sich vom ersten dadurch, daß
statt des Verstellbolzens eine in jeder Lage verstellbare Spindel 20 in einer parallel zur
Kolbenachse im Gehäuse vorgesehenen Bohrung 20' untergebracht ist. Das der Antriebsseite abgewendete Ende der Gehäusebohrung
20' ist dabei mit einem Gewinde 26 zur Aufnahme des am Spindelkopf vorgesehenen Gewindestückes
27 versehen. Zur Sicherung der der Spindel von außen her erteilten Lage ist
eine Ringschraube 28 als Gegenschraube über 7" der Spindel angeordnet. Durch eine Verschlußschraube
29 wird die Gehäusebohrung 20' nach außen druckdicht verschlossen. Die
Spindel 20 hat an ihrem einen dem Antrieb zugewendeten Ende ein um ihre Achse drehbares,
aber nicht axial auf ihr verschiebbares Gleitstück 21, Dieses Gleitstück 2 r greift in
die Xut 17' eines Ritzels 22. Sowohl das Ritzel als auch die Zahnstange 7' haben hier
Geradverzahnung im Gegensatz zu der Schrägverzahnung zwischen 7 und 8 nach Abb. i. Die Nabe des Ritzels 22 ist jedoch
mit schräg \rerlaufenden Zügen 23 ausgestattet,
die in entsprechende Felder 24 der Hülse 9' eingreifen. Die Hülse selbst ist ge- "5
gen Längsverschieben gesichert, indem ihre von der Antriebsseite abgewendete Stirnfläche
bis zii einer Gehäuseschulter 25 reicht. Das
vom Antrieb abgekehrte Ende der Feder 12' stützt sich dabei gegen einen ringförmigen 9"
Federteller 30, der mit seiner Stirnfläche sowohl an einem Bund 31 an der Hülse 9' als
auch an einer Schulter 32 am Gehäuse 1' anliegt.
Durch Verstellen der Spindel 20 wird über ^ das Gleitstück 21 nur das Ritzel axial verschoben,
wobei sich aber die Hülse 9' samt Pumpenkolben verdreht. Die Wirkungsweise hinsichtlich der Fördermengenverstellung ist
dabei dieselbe wie im ersten Ausführung*- beispiel.
Die Xabe des Ritzels 22 kann statt schräg verlaufender Züge auch schräg verlaufend?
Ansätze besitzen, die dann in entsprechende schräg verlaufende Nuten oder Schlitze der <»s
Hülse 9' eingreifen. Statt der Spindel 20 kann auch l>ei diesen Ausführungen des Zwischengliedes
ebenso wie bei Abb. 1 ein in die Nut greifender Exzenterbolzen verwendet werden.
Bei den dargestellten Beispielen ruft die <·<
> von außen her über den Exzenterbolzen oder die Spindel herbeigeführte Fördermengenverstellung
lediglich eine Veränderung des Spritzendes der betreffenden Einzelpumpe gegenüber den anderen Pumpen hervor, weil ns
die den Spritzbeginn steuernde Kolbenstirnkante in einer zur Kolbenachse senkrechten
Ebene verläuft. Wäre diese Steuerkante als Schrägkante ausgebildet, so würde, falls sie
parallel zu der das Spritzende bestimmenden Schrägkante \'erlaufen würde, durch die beschriebene
Verstelleinrichtung lediglich eine
Claims (9)
1. Einrichtung zum Einstellen der gewünschten gegenseitigen Förderbedingungen
(Spritzbeginn bzw. Spritzende) der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen Einspritzanlage
mit Rückströmregelung durch Schrägkantensteuerung, wobei ein allen Einzelpumpen gemeinsames Fördermengenverstellglied
seine Bewegung auf ein
as drehbares, gleichachsig zur Zylinderachse
angeordnetes Zwischenglied überträgt, das wiederum mit dem ebenfalls drehbaren Steuerglied jeder Einzelpumpe gekuppelt
ist, gekennzeichnet durch einen in an sich
3» bekannter Weise \'on außen verstellbaren
Teil für jede Einzelpumpe, der bei seinen Verstellbewegungen das Zwischenglied axial verschiebt, und ferner gekennzeichnet
durch eine zwischen dem Fördermengenverstellglied und dem mit dem Steuerglied gekuppelten Ende des Zwischengliedes
jeder Einzelpumpe vorgesehene Kupplung, die bei dieser axialen Verschiebung ein relatives Verdrehen des Steuergliedes
gegenüber dem FÖrdermengenvei stellglied herbeiführt.
2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied
aus zwei gleichachsig angeordneten Teilen besteht, die über eine Schrägklauenkupplung
miteinander verbunden sind, wobei der eine Teil mittels der an ihm angreifenden,
von außen verstellbaren Einrichtung längs verschoben werden kann und dabei eine relative Verdrehung des
anderen, in Längsrichtung nicht mitgehenden Teils hervorruft.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil
des Zwischengliedes eine Hülse ist, die auf der zugehörigen Zylinderbüchse drehbar
gelagert ist und deren der Antriebsseite abgewendete Seite bis an eine Schulter
am Gehäuse reicht, wobei eine Feder, vorzugsweise die Kolbenrückführfeder, 6»
die Hülse gegen Längsverschieben bei der Bewegung des anderen mit der Hülse gekuppelten
Teils sichert.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied
aus einem einzigen Teil besteht, der einerseits über eine Längsverschiebungen zulassende, gegenseitige Verdrehungen
aber ausschließende Verbindung mit dem Steuerglied gekuppelt ist und andererseits
mit dem Fördermengenverstellglied gekuppelt ist über eine Verbindung, die bei den von außen her hervorgerufenen Axialbewegungen
des Zwischengliedes Verdrehungen herbeiführt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördermengenverstellglied
in an sich bekannter Weise eine Zahnstange mit Schrägverzahnung ist, in die das Zwischenglied mit entsprechender
Gegenverzahnung eingreift.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 t)is 3
oder 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Zwischengliedes, an dem die
Einrichtung zum Längsverschieben angreift, auf einen Teil seines Umfangs eine Nut hat, in die der von außen verstellbare
Teil eingreift.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der von außen
verstellbare Teil ein die Gehäusewand zweckmäßig durchsetzender Bolzen ist, der an seinem dem Zwischenglied zugekehrten
Ende einen Exzenterzapfen trägt, welcher unmittelbar oder über ein Gleitstück in die Nut des Zwischengliedes eingreift.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen
durch eine Verschraubung druckdicht Sm Gehäuse gelagert und in jeder Stellung
festklemmbar ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der von außen
verstellbare Teil eine im Gehäuse, vorzugsweise parallel zur Zylinderachse untergebrachte
Verstellspindel ist, an deren einem Ende ein in die Nut des Zwischengliedes eingreifendes Gleitstück angebracht
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB184109D DE705407C (de) | 1938-07-31 | 1938-07-31 | Einrichtung zur Einzeleinstellung der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen Einspritzpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB184109D DE705407C (de) | 1938-07-31 | 1938-07-31 | Einrichtung zur Einzeleinstellung der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen Einspritzpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE705407C true DE705407C (de) | 1941-04-26 |
Family
ID=7009721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB184109D Expired DE705407C (de) | 1938-07-31 | 1938-07-31 | Einrichtung zur Einzeleinstellung der Einzelpumpen einer mehrzylindrigen Einspritzpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE705407C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE893271C (de) * | 1951-07-07 | 1953-10-15 | Maybach Motorenbau G M B H | Kraftstoffeinspritzgeraet fuer Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen |
| DE3590194C2 (de) * | 1984-05-08 | 1996-03-28 | Diesel Kiki Co | Brennstoff-Einspritzpumpe |
| DE3546930C2 (de) * | 1984-05-08 | 2003-10-30 | Bosch Automotive Systems Corp | Brennstoff-Einspritzpumpe |
-
1938
- 1938-07-31 DE DEB184109D patent/DE705407C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE893271C (de) * | 1951-07-07 | 1953-10-15 | Maybach Motorenbau G M B H | Kraftstoffeinspritzgeraet fuer Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen |
| DE3590194C2 (de) * | 1984-05-08 | 1996-03-28 | Diesel Kiki Co | Brennstoff-Einspritzpumpe |
| DE3546930C2 (de) * | 1984-05-08 | 2003-10-30 | Bosch Automotive Systems Corp | Brennstoff-Einspritzpumpe |
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