DE7023402U - Vorrichtung zur loesbaren verbindung der teile einer gipsform - Google Patents

Vorrichtung zur loesbaren verbindung der teile einer gipsform

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Description

Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Verbindung der Teile von Gipsformen, «is '-ie in der Porseellanindustrie zur Formung von Porss illangegenständen verwendet werden.
Derartige Gipsformen werden im Regelfall zwei- oder mehrteilig ausgebildet, um die Formlinge herausnehmen zu können. Daher ist es erforderlich, daß die . inzelnen Teile der Gipsformen mit sogenannten Schlössern ausgerüstet sind, die genau ineinanderpassen und eine genaue Lage der Gipsformhälften zueinander gewährleisten, damit bei dem mit der Gipsform erzeugen Formling nicht die beiden Hälften gegeneinander verschoben sind.
Nach dem Stand der Technik war es üblich, bei solchen Gipsformen Gipsschlösser anzuarbeiten, d.h. auf der einen Gipsforrahälte Vorsprünge aus Gips, die aus einem Teil alt der
Formhälfte bestehen, und auf der anderen Formhälfte Ausnehmungen vorzusehen, wobei die Vorsprünge der einen Formhäirts gsr.au ±ti die Av.snehaunsen der anderen Formhälfte passen müssen· Als nachteilig bei diesen bekannten Vorrichtungen zur lösbaren Verbindung der Teile einer Gipsform, die auch als Gipsschlösser bezeichnet werden, erwies es sich, daß bei schiefem Zusammensetzen der Formhälften, aber auch durch unsachgemäße Handhabung oder beim Transport der oft schwergewichtigen Formen die angearbeiteten Gipsschlösser ausbrechen oder vorzeitig verschleißen. Diese Gefahr besteht umso mehr bei langer benutzten Gipsformen, da bekanntlich die Festigkeit der Gipeförmen durch die Feuchtigkeitsaufnahme stark zurückgeht· Formen mit verschlissenen oder beschädigten Führungen ergeben versetzte und gratige Formlinge und damit erhöhte Nachbearbeitungskosten und erhöhte Ausschußmengen·
Aufgabe der Neuerung war es daher, bessere Schlösse: für Gipsformen zu bekommen, die auch bei häufiger Benutzung der Formen oder beim Transport nicht beschädigt werden können und somit praktisch unbegrenzt ein exaktes Aufeinanderpassen der Gipsformhälften gewährleisten.
Die Vorrichtung zur lösbaren Verbindung der Teile einer Gipsform nach der Neuerung besitzt zwei mit je einer Verankerungeeinrichtung zur Festlegung in einem der Gipsformteile versehene Formteile, von denen eines einen Vorsprung und das andere eine Vertiefung besitzt, die dimensionsmäßig so auf-
einander abgestimmt sind, daß der Vorsprung in die Vertiefung eingepaßt ist. Die ineinander eingepaßten Vorsprünge und Vertiefungen können unterschiedlich ausgebildet sein und beispielsweise Kegelform,Pyramidenform,Prismenform oder Quaderform besitzen. Vorzugsweise aber sind sie halbkugelförmig ausgebildet und passen dann nach Art eines Kugelgelenkes ineinander. Zweckmäßig bestehen die beiden Formteile aus einem im wesentlichen starren Kunststoffmaterial, da sie dann billig in großer Zahl hergestellt werden können und bei entsprechender Auswahl des Kunststoffes verschleißfest sind.
Die Vorteile dieser Verbindungsvorrichtungen für Gipsformen liegen auf der Hand* Einerseits besitzen die mit solchen Verbindungsvorrichtungen verstienen Gipsformen eine wesentlich längere Lebensdauer als nach dem Stand der Technik gewonnene Gipsformen, wobei die Lebensdauer von den Verbindungsvorrichtungen praktisch unabhängig ist, da diese praktisch unbegrenzt haltbar sind und praktisch unbegrenzt ein exaktes Aneinanderpassen der Formhälften gewährleisten« Da die Formteile, insbesondere wenn sie aus Kunststoffmaterial bestehen, in ihren Dimensionen genau gearbeitet werden und ihre Form behalten, ist eine präzise FtUrrung der Formhälften gewährleistet, so daß bei dem mit der Gipsform hergestellten Formling nur dünne Grate entstehen und keine versetzten Formlinge gebildet werden, was die Nachbearbeitungskosten und ebenso den Ausschuß vermindert. Außerdem
besteht ein fortigungstechnischer Vorteil darin, daß Gipsformen mit Verbindungsvorrichtungen nach der Neuerung auch auf dielnnenseite gelegt werden können«
Die beiden Formteile der Verbindungsvorrichtung werden jeweils in eine deipfceiden Gipsformhälften soweit eingelegt, daß das Formteil mit der Vertiefung bis zum Rand verschwindet und bei dem anderen Formteil nur der Vorsprung über die Stoßfläche der Gipsformhälfte hinausragt· Die beiden Formteile sind mit Hilfe ihrer Verankerungseinrichtungen in den Gipsformhälften festgelegt, und diese Verankerungseinrichtungen können unterschiedlich gestaltet sein· Zweckmäßig sind sie als nach außen umgebogene, kraganförmige Fortsätze der Formteile ausgebildet. Beim Formgießen können die Formteile der Verbindungsvorrichtung mit Hilfe von Klümpchen plastischer keramischer Masse fixiert werden·
Die beiden kugelgelenkartig ineinander passenden Formteile gewährleisten an sich schon ein exaktes Aufeinanderpassen der beiden Gipsformhälften, Zur weiteren Präzisierung des Aufeinanderpassens der Gipsformhälften ist es zweckmäßig, daß der Vorsprung des einen Formteils und die Vertiefung des anderen Formteils von je einer Ringschulter umgeben sind, so daß beim Zusammenfügen der beidan Formhälften die beiden Ringschulθrn aufeinanderliegend Nach dem Einfügen der beiden Formteile in die Gips formhälf ten liegei/die beiden Ringschui^tern mit ihren oberen Begrenzungen in der Ebene der Stoßflächen der beiden Gipsformhälften.
Durch die Zeichnung wird die Neuerung anhand einer Ausführungsform weiter erläutert.
Xn dieser bedeutet:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines der beiden Formteile einer Verbindungsvorrichtung nach der Neuerung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des anderen Formteiles der Verbindungsvorrichtung nach der Neuerung und
Fig. 3 eine Draufsicht auf das in F±g. 1 dargestellte Formteil. Die dargestellte AusfUbrungsform der Verbindungsvorrichtung stellt n-ur ein Beispiel und eine bevorzugte AusfUhrungsform des Gedankens der Neuerung dar.
Das in Fig. 1 dargestellte F ν jntell besitzt einen kragenföreig oder ring scheibenförmig e.üsgebldeten Fortsatz 1 , der aus einem Stück mit dem zylinderförmigen Teil 2 besteht, das seinerseits unter Bildung einer Ringschulter k aus einem Stück mit dem halbkugelfönnig ausgebildeten Vorsprung besteht. Xn Fig. 2 sind die entsprechenden Teile des zweiten Formteils mit entsprechenden Ziffern, aber unter Hinzufügen eines Apostrophs bezeichnet· Somit besitzt dieses zweite Formteil eine kragenförmige oder ringscheibenförmige Verankerungseinrichtung 1', die aus einem Stück mit dem zylinderförmigen Teil 2' besteht, welches eine halbkugelförmig ausgebildete Vertiefung 5 besitzt, die exakt an den halbkugelförmigen Vorsprung des oben beschriebenen ersten Formteils angepaßt ist und eine Ringschulter k* auf dem zylinderförmigen Teil 21 bildet«
In den Figuren 1 und 2 ist durch die strichpunktierten Linien A und B angedeutet, wie weit die beiden Formteile in diefeeiden Gipsformhälften eingesetzt werden. Aus diesen strichpunktierten Linien ist ersichtlich, daß die beiden Ringschultern h und k* in der Ebene der Stoßflächen der beiden Gipsformhälften liegen und das in Fig. 2 dargestellte Formteil völlig in der Gipsformhälfte verschwindet, während das in Fig. 1 dargestellte Formteil nur mit dem halbkugelförmig ausgebildeten Vorsprung über die Stoßfläche der anderen Gipsformhälfte hinausragt·
- ι
Je nach Größe der Gipsform können mehrere Formteilpaare in dieGipsformhälften eingearbeitet werden, vie dies dem Fachmann an sich aus der Kenntnis der bisher verwendeten, angeformten Gipsformschlösser geläufig ist.

Claims (3)

  1. Schutzansprüche
    Vorrichtung zur lösbaren Verbindung der Teile einer Gipsform, gekennzeichnet durch zwei mit je einer Verankerungseinrichtung (1,1·) zur Festlegung in einem der Gipsformteile versehene Formteile, von denen eines einen Vorsprung (3) und das andere eine Vertiefung (5) besitzt, die dimensionsmäßig so aufeinander abgestimmt sind, daß der Vorsprung in die Vertiefung eingepaßt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (3) und die Vertiefung (5) der beiden Formteile haikugelförmig ausgebildet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungseinrichtungen (1,1') aus nach außen umgebogenen kragonförmigen Fortsätzen der Formteile bestehen.
    k, Vorrichtungnach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (3) und die Vertiefung (5) von je einer Ringschulter (^,^') umgeben sind.
    5«, Vorrichtung nach Anspruch 1 bis h, dadurch gekennzeichnet, daß di-e Formtoile aus einem im wesentlichen starren Kunststoffmaterial bestehen.
    70^340215.4 71
DE19707023402 1970-06-23 1970-06-23 Vorrichtung zur loesbaren verbindung der teile einer gipsform Expired DE7023402U (de)

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