DE69925205T2 - Nadelschutz für vorgefüllte Spritze - Google Patents
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Description
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Diese Erfindung betrifft generell eine Spritzenvorrichtung mit einer Nadelschutzvorrichtung.
- Medikamente werden von der Herstellern zunehmend in vorgefüllten Spritzenvorrichtungen geliefert. Diese Vorrichtungen weisen eine Spritze auf, die mit einer Nadelkanüle versehen ist und mit dem Medikament gefüllt ist. Typischerweise ist die Nadelkanüle von einer Nadelschutzvorrichtung bedeckt, um einen versehentlichen Kontakt mit der Nadel zu verhindern. Die Hersteller liefern derartige Spritzenvorrichtungen als vorverpackte, sterile Einwege-Einheiten. Somit ist es notwendig, eine Spritzenvorrichtung zu schaffen, die sterilisiert werden kann, nachdem die Nadelschutzvorrichtung auf der Nadelkanüle platziert worden ist.
- In der Vergangenheit bestanden Nadelschutzvorrichtungen vorwiegend aus Kautschuk. Mit dem Aufkommen moderner thermoplastischer Elastomere sind zahlreiche Hersteller dazu übergegangen, thermoplastische Elastomere als Material für Nadelschutzvorrichtungen zu wählen. Thermoplastische Elastomere bieten die Vorteile einer besseren Sauberkeit im Vergleich zu Naturkautschukprodukten, einer besseren Kontrolle der Bemessungen der Teile, der Verfügbarkeit in einer breiteren Vielfalt synthetischer Materialien zwecks Gewährleistung der Kompatibilität mit einem bestimmten Medikament, eines niedrigeren Kostenaufwands als bei Naturkautschuk und einer Reduzierung des Einsaugens von Materialien aus der Nadelkanüle in das Medikament.
- Thermoplastische Elastomere erlauben ferner eine breitere Auswahl an Sterilisationsverfahren, die sich von der Wahl zwischen Gasen wie z.B. Ethylenoxid bis zur Bestrahlung oder dem Einsatz eines Autoklaven erstrecken. Ein Problem bei einigen synthetischen thermoplastischen Elastomeren besteht darin, dass die bestimmte Zusammensetzung, welche die höchste Kompatibilität mit einem bestimmten Medikament aufweist, eine niedrige Durchlässigkeit gegenüber einem Sterilisierungsgas hat.
- Der erste Teil von Anspruch 1 betrifft eine für eine Spritze vorgesehene Nadelschutzvorrichtung gemäß US-3,381,813. Diese Nadelschutzvorrichtung weist einen röhrenförmigen Körper-Teil auf, der an seiner Innenfläche mit Umfangsrippen versehen ist. Die Rippen sind sowohl in Umfangs- als auch in Längsrichtung des Körper-Teils mit gegenseitigen Abständen angeordnet. Somit bilden die Rippen Durchlässe, die ein Strömen von Gas aus der Außenatmosphäre in den Hohlraum der Nadelschutzvorrichtung ermöglichen. Somit kann ein Sterilisierungsfluid durch den Durchlass strömen.
- Die Erfindung betrifft eine Nadelschutzvorrichtung, die mittels eines beliebigen Sterilisierungsgases sterilisiert werden kann, wobei die Nadelschutzvorrichtung jedes beliebige thermoplastische Elastomer aufweisen kann, einschließlich eines thermoplastischen Elastomers, das gegenüber dem bestimmten Sterilisierungsgas eine niedrige Durchlässigkeit aufweist. Ferner ist es manchmal wünschenswert, eine aus plastischem Material gebildete Nadelschutzvorrichtung herzustellen. Plastische Materialien weisen generell eine niedrige Gasdurchlässigkeit auf. Folglich ist es wünschenswert, eine Nadelschutzvorrichtung zu schaffen, die aus Materialien mit niedriger Gasdurchlässigkeit ausgebildet werden und dennoch mittels eines Sterilisierungsgases sterilisiert werden kann.
- Die Nadelschutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist durch Anspruch 1 definiert. Somit weist der Durchlass, der sich in Verbindung mit dem ersten Ende des Hohlraums des Körper-Teils befindet, eine nichtlineare Nut in der Innenfläche der Nadelschutzvorrichtung auf.
- Die Erfindung betrifft ferner eine Spritzenvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 5.
- Diese und weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden Fachleuten anhand der folgenden detaillierten Beschreibung der derzeit bevorzugten Ausführungsform deutlicher ersichtlich werden. Die Zeichnungen, die der detaillierten Beschreibung zugehören, können wie folgt beschrieben werden.
- KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt eine Schnittansicht einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Spritzenvorrichtung; -
2 zeigt eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Spritzenvorrichtung; -
3 zeigt eine geschnittene Seitenansicht einer nicht zur vorliegenden Erfindung gehörenden Nadelschutzvorrichtung; -
4 zeigt eine entlang der Linie 4-4 in3 angesetzte Querschnittsansicht; -
5 zeigt eine geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Nadelschutzvorrichtung; -
6 zeigt eine entlang der Linie 6-6 in5 angesetzte Querschnittsansicht; -
7 zeigt eine geschnittene Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Nadelschutzvorrichtung; -
8 zeigt eine entlang der Linie 8-8 in7 angesetzte Querschnittsansicht; -
9 zeigt eine geschnittene Seitenansicht einer weiteren, nicht gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Ausführungsform einer Nadelschutzvorrichtung; -
10 zeigt eine entlang der Linie 10-10 in9 angesetzte Querschnittsansicht; -
11 zeigt eine geschnittene Seitenansicht eines weiteren, nicht gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Beispiels einer Nadelschutzvorrichtung; und -
12 zeigt eine entlang der Linie 12-12 in11 angesetzte Querschnittsansicht. - DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
- In
1 ist eine Spritzenvorrichtung generell mit20 gekennzeichnet. Die Spritzenvorrichtung20 weist einen Spritzen-Körper22 und eine Nadelschutzvorrichtung24 auf. Der Spritzen-Körper22 weist eine innere Kammer26 auf, die ein Medikament32 aufnimmt und in Verbindung mit einem Durchlass steht, der in einem Halsteil28 ausgebildet ist. An dem Halsteil28 ist eine einstückig angeformte Nadelkanüle30 gehalten, die durch den im Halsteil28 ausgebildeten Durchlass mit der inneren Kammer26 verbunden ist. Ein herkömmlicher Stopfenkolben34 und eine herkömmliche Kolbenstange36 werden verwendet, um das Medikament32 aus der Nadelkanüle30 herauszudrücken, während eine Injektion auf herkömmliche Weise vorgenommen wird. - Die Nadelschutzvorrichtung
24 weist einen Körper-Teil38 mit einem Hohlraum40 auf. Die Nadelschutzvorrichtung24 hat ein erstes Ende42 und ein zweites Ende44 . Das erste Ende42 bildet die Hohlraum-Öffnung und ist auf den Halsteil28 aufgesetzt. In1 ist die Spritzenvorrichtung20 als vorgefüllte Spritze gezeigt, die das in die innere Kammer26 eingeführte Medikament32 enthält. Selbstverständlich kann die Spritzenvorrichtung20 auch ohne ein in der inneren Kammer26 aufgenommenes Medikament32 verpackt werden. -
2 zeigt eine weitere gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Spritzenvorrichtung20 . Die Spritzenvorrichtung gemäß2 weist keine einstückig angeformte Nadelkanüle30 , sondern eine von einem Ansatz48 abstehende Nadelkanüle46 auf. Der Ansatz48 und die Nadelkanüle46 sind an dem Halsteil28 des Spritzen-Körpers22 gehalten. -
3 und4 zeigen Schnittansichten einer Nadelschutzvorrichtung24 , die nicht gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist. Der Hohlraum40 weist eine Innenfläche52 auf. An der Innenfläche52 des Hohlraums40 sind Rippen54 angeordnet. Jede Rippe54 weist einen Spalt56 auf. Vorzugsweise hat der Spalt56 eine Querschnittsgröße zwischen ungefähr 0,0065 und 0,0516 mm2 (0,00001 und 0,00008 square inch). Die Spalte56 benachbarter Rippen54 sind in Umfangsrichtung zueinander versetzt. Der Betrag des Versatzes zwischen den Spalten56 kann je nach den in einer bestimmten Situation gegebenen Erfordernissen variiert werden. Gemäß einem Beispiel wird nur eine einzige Rippe54 verwendet. - Wenn die Nadelschutzvorrichtung
24 auf den Halsteil28 aufgeschoben wird, greifen die Rippen54 dichtend z.B. an der Außenfläche des Halsteils28 an. Der Spalt56 bildet einen Durchlass zwischen dem ersten Ende42 und dem Hohlraum40 . Die Größe des Spalts56 ermöglicht das Einströmen von Sterilisierungsgas von außerhalb des Hohlraums40 her in der Hohlraum40 hinein, während gleichzeitig das Eindringen unerwünschter Mikroorganismen in den Hohlraum40 verhindert wird. - Das gemäß dieser Erfindung vorgesehene Konzept bietet die Möglichkeit, eine Spritzenvorrichtung
20 unter nichtsterilen Umständen zusammenzufügen wird und anschließend durch ein Sterilisierungsgas wie z.B. Ethylenoxid zu sterilisieren, wobei zur Ausbildung der Nadelschutzvorrichtung24 thermoplastische Elastomere verwendet werden können. Die Spalte56 ermöglichen, dass das Sterilisierungsgas in den Hohlraum40 einströmt und das Innere des Hohlraums40 und die einstückig angeformte Nadelkanüle30 oder die Nadelkanüle46 sterilisiert. -
5 und6 zeigen eine Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Nadelschutzvorrichtung24 . Die Nadelschutzvorrichtung24 weist eine Nut58 auf, die an der Innenfläche52 des Hohlraums40 ausgebildet ist. Die Nut58 hat eine derartige Form, dass ein nichtlinearer Pfad von dem ersten Ende42 in den Hohlraum40 gebildet wird. Der von der Nut58 gebildete nichtlineare Pfad ermöglicht den Eintritt eines Sterilisationsgases in den Hohlraum40 bei gleichzeitiger Verhinderung eines Eindringen unerwünschter Mikroorganismen in den Hohlraum40 . Die Nut58 muss sich hinreichend weit in den Hohlraum40 hinein erstrecken, um zu ermöglichen, dass das Sterilisierungsgas die Nadel kontaktiert. - In
7 und8 bildet eine Nut58' einen Pfad, der spiralförmig um die Innenfläche52 des Hohlraums40 verläuft. Bei den Ausführungsformen gemäß5 –8 ist im fertigen Zustand der Spritzenvorrichtung20 die Innenfläche52 der Nadelschutzvorrichtung24 in Dichteingriff mit dem Halsteil28 oder dem Ansatz48 . Die Nut58 und58' jedoch ermöglicht während eines Sterilisierungsvorgangs den Eintritt des Sterilisierungsgases in den Hohlraum40 . -
9 bis12 zeigen eine nicht gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Ausführungsform der Nadelschutzvorrichtung24 . Gemäß9 sind an der Innenfläche52 des Hohlraums40 mehrere Rippen60 ausgebildet. Zwischen den Rippen60 ist ein Spalt62 angeordnet. Der Spalt62 bildet einen Durchlass von dem ersten Ende42 in den Hohlraum40 . Der Spalt62 er möglicht den Eintritt von Sterilisierungsgasen in den Hohlraum40 , während verhindert wird, dass in der Außenatmosphäre befindliche unerwünschte Mikroorganismen in den Hohlraum40 eindringen. Bei den Ausführungsformen gemäß9 und10 befinden sich im vollständig zusammengefügten Zustand der Spritzenvorrichtung20 die Rippen60 und der Großteil der inneren Fläche52 in Dichteingriff mit dem Halsteil28 oder der Nabe48 . Gemäß11 und12 weisen die Rippen60 eine Form auf, die einen spiralige Spalt62 um die Innenfläche52 des Hohlraums40 bildet. - Die Form des Durchlasses, die den Eintritt von Sterilisierungsgas in den Hohlraum
40 ermöglicht, kann in verschiedener Weise ausgebildet sein. Es ist unabdingbar, dass der Durchlass eine Kontur oder Nichtlinearität dahingehend hat, dass Mikroorganismen nicht in den Hohlraum40 vordringen können. Andernfalls würde die Sterilität nicht aufrechterhalten. Die in dieser Beschreibung aufgeführten Durchlässe erfüllen die erforderliche doppelte Funktion, einen Gasstrom zuzulassen, jedoch gleichzeitig das Eindringen von Mikroorganismen zu verhindern. - Die Nadelschutzvorrichtung
24 kann Kautschuk, thermoplastische Elastomere oder plastische Materialien aufweisen. Das bestimmte Material, das zum Bilden der Nadelschutzvorrichtung24 verwendet wird, wird auf der Basis der Kompatibilität mit dem schließlich in die Spritzenvorrichtung20 einzufüllenden Medikament32 oder aus anderen konzeptionellen Erwägungen heraus gewählt. - Die vorstehende Beschreibung ist als Beispiel und nicht im Sinne einer Beschränkung zu verstehen. Fachleuten werden Variationen und Modifikationen der offenbarten Ausführungsform ersichtlich sein, wobei diese unter den Umfang der Erfindung fallen. Somit ist der Schutzumfang der Erfindung nur durch die folgenden Ansprüche bestimmt.
Claims (5)
- Nadelschutzvorrichtung für eine Spritze, mit: einem Köper-Teil (
38 ) aus einem Material mit niedriger Gasdurchlässigkeit gegenüber einem Sterilisierungsgas, wobei das Köper-Teil einen Hohlraum (40 ) bildet, der an einem ersten Ende (42 ) eine Öffnung aufweist und an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende (44 ) geschlossen ist; und einem Durchlass (58 ), der mit dem ersten Ende (42 ) des Hohlraums in Verbindung steht, wobei der Durchlass eine Form hat, die ein Strömen von Gas aus der Außenatmosphäre in den Hohlraum (40 ) zulässt und gleichzeitig ein Eindringen von Mikroorganismen aus der Außenatmosphäre in den Hohlraum verhindert, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlass (58 ) eine nichtlineare Nut in der Innenfläche der Nadelschutzvorrichtung aufweist. - Nadelschutzvorrichtung für eine Spritze nach Anspruch 1, bei der die Nut eine Querschnittsgröße zwischen ungefähr 0,0065 und 0,0516 mm2 (0,00001 und 0,00008 Inch2) hat.
- Nadelschutzvorrichtung für eine Spritze nach Anspruch 1 oder 2, bei der Hohlraum eine Innenfläche aufweist und der Durchlass eine in der Innenfläche ausgebildete Spirale aufweist.
- Nadelschutzvorrichtung für eine Spritze nach Anspruch 1, wobei die Nadelschutzvorrichtung (
24 ) ein Kautschuk-Material, ein thermoplastisches Elastomer oder ein Kunststoff-Material aufweist. - Spritzenvorrichtung mit einem Spritzen-Körper (
22 ); einer von dem Spritzen-Körper gehaltene Nadelkanüle (30 ,46 ); einer Nadelschutzvorrichtung (24 ) nach einem der Ansprüche 1–5.
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