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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Polymeren von Tetrahydrofuran (im Nachfolgenden als "THF" bezeichnet), wobei
eine Heteropolysäure
als Katalysator verwendet wird.
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Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
von Polyetherglycolen, die ein THF-Polymer (Homopolymer oder Copolymer
von THF) enthalten, wobei als Katalysator eine bestimmte Verbindung
verwendet wird, nämlich
eine Heteropolysäure
mit niedrigen Gehalten an Al, Cr und freier Phosphorsäure.
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Stand der
Technik
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Polyetherglycole
sind industriell einsetzbare Polymere, die als Hauptausgangsmaterialien
für Polyurethan
verwendet werden, welches für
elastische Polyurethanfasern (Spandex) und synthetische Leder, Additive für Öle, Weichmacher
usw. verwendet wird.
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Die
US-Patente Nrn. 4568775, 4658065 und 5416240 offenbaren, dass Heteropolysäuren als
Polymerisationskatalysatoren bei der Herstellung von Polyetherglycolen
verwendet werden können,
insbesondere Polyetherglycolen, die THF-Polymere enthalten. Diese
Patente erwähnen
einen Anteil an Kristallwasser in Heteropolysäuren und die Wirksamkeit der
Katalysatoren.
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Darüber hinaus
offenbart US-Patent Nr. 4677231 ein Verfahren zur Entfernung von
Heteropolysäure-Katalysatoren.
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Wenn
THF unter Verwendung der gleichen Heteropolysäurearten unter den gleichen
Bedingungen polymerisiert wird, unterscheidet sich manchmal in Abhängigkeit
der Unterschiede von Heteropolysäure-Produktionschargen
die Katalysatorleistungsfähigkeit
von Heteropolysäuren.
Beispielsweise unterscheiden sich aufgrund des Unterschieds von
Produktionschargen von Heteropolysäuren die Reaktionsumwandlungsraten
von THF zu Polymeren und die Stabilität des Molekulargewichts der
Polymere.
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Wenn
die Reaktionsumwandlungsrate niedrig ist, wird eine große Energie
bei der Polymerisation von THF verbraucht, was wirtschaftlich nicht
vorteilhaft ist.
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Wenn
die Menge des in dem THF-Polymer verbleibenden Heteropolysäure-Katalysators
groß ist,
wird das THF-Polymer aufgrund einer Erwärmung oder dergleichen depolymerisiert
und das Molekulargewicht des THF-Polymers ändert sich mit der Zeit.
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Adsorptionsmittel
oder dergleichen werden zur Entfernung des in dem THF verbleibenden
Heteropolysäure-Katalysators
verwendet, da jedoch die Durchbruchzeit von Adsorptionsmitteln langsam
kürzer
wird, müssen
die Adsorptionsmittel häufig
gewechselt werden. Dieses Verfahren ist daher sowohl aus einem wirtschaftlichen
Gesichtspunkt als auch vom Gesichtspunkt einer Erhöhung industrieller
Abfälle
nicht bevorzugt.
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Offenbarung
der Erfindung
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Polymerisation
von THF bereitzustellen, wobei ein Heteropolysäure-Katalysator mit hoher Leistungsfähigkeit
bei der Herstellung von THF-Polymeren unter Verwendung von Heteropolysäure-Katalysatoren
verwendet wird.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Polymerisation von THF unter Verwendung einer Heteropolysäure bereitzustellen,
die sich bezüglich
ihrer katalytischen Leistungsfähigkeit unabhängig von
Unterschieden der Produktionschargen der Heteropolysäure nicht
verändert.
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Noch
ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Polymerisation von THF unter Verwendung eines Heteropolysäure-Katalysators
bereitzustellen, der eine hohe Reaktionsumwandlungsrate aufweist.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Polymerisation von THF unter Verwendung eines Heteropolysäure-Katalysators
bereitzustellen, in dem THF-Polymere
in einer geringen Restmenge vorliegen.
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Tetrahydrofuran-Polymeren
unter Verwendung eines Heteropolysäure-Katalysators, wobei der
Gehalt an Al der Heteropolysäure
4 ppm oder weniger beträgt.
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Weiterhin
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
Tetrahydrofuran-Polymeren unter Verwendung eines Heteropolysäure-Katalysators,
wobei die Heteropolysäure
eine Heteropolyphosphorsäure
ist, die 1 Mol-% oder weniger freie Phosphorsäure enthält.
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THF-Polymere
können
mit hoher Reaktionsumwandlungsrate und in einer hohen Ausbeute durch
Polymerisieren von THF unter Verwendung einer Heteropolysäure mit
vermindertem Gehalt des Elements Al als Katalysator gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt werden. Weiterhin können Polymere ohne Verfärbung und
mit einem APHA-Wert von weniger als 50 durch Verminderung des Gehalts
des Elements Cr erhalten werden.
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THF-Polymere
mit einem geringeren Gehalt darin verbliebener Heteropolyphosphorsäure können durch
Polymerisieren von THF hergestellt werden, wobei eine Heteropolyphosphorsäure mit
vermindertem Gehalt an freier Phosphorsäure als Katalysator verwendet
wird, und THF-Polymere können
durch Verwendung des Katalysators mit einem geringeren Al-Gehalt
mit hoher Reaktionsumwandlungsrate hergestellt werden.
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Beste Ausführungsform
der Erfindung
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Die
als Katalysatoren verwendeten Heteropolysäuren enthalten Verunreinigungen,
wie verschiedene, von den Ausgangserzen stammende Metallelemente.
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Für eine stabile
Herstellung von Heteropolyphosphorsäure, die ein Heteropolysäuretyp ist,
wird Phosphorsäure
in Überschuss
verwendet. Als Ergebnis enthält
die erhaltene Heteropolyphosphorsäure freie Phosphorsäure, die
nicht zur Bildung der als Polymerisationskatalysator für THF wirksamen
Kristallstruktur beiträgt.
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Die
vorliegenden Erfinder haben die Aufmerksamkeit auf die Verunreinigungsmetallelemente
und die freie Phosphorsäure
in Heteropolysäuren
gerichtet und untersuchten den Zusammenhang zwischen den Gehalten
an Metallelementen und freier Phosphorsäure und der Katalysatorleistungsfähigkeit
und haben als Ergebnis die vorliegende Erfindung fertiggestellt.
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Da
der Gehalt an Metallelementen in gewerblich erhältlichen Heteropolysäuren niedrig
ist, d.h. geringer als 20 ppm, ist bisher der Zusammenhang zwischen
der Art und des Gehalts der Verunreinigungen und des Polymerisationsverhaltens
von THF nicht in Erwägung
gezogen worden. Als Ergebnis der Untersuchung der Wirkung der Verunreinigungsmetallelemente
in Heteropolysäuren
auf die Reaktionsumwandlungsrate der Ringöffnungspolymerisation von THF
wurde jedoch überraschen derweise
gefunden, dass eine bestimmte Verbindung die katalytische Leistungsfähigkeit
der Heteropolysäuren
stark beeinflusst. Es wurde gefunden, dass insbesondere Al und freie
Phosphorsäure
einen großen
Einfluss auf die Katalysatorleistungsfähigkeit aufweisen.
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Wenn
eine große
Menge von Al in der Heteropolysäure
enthalten ist, wird die Reaktionsumwandlungsrate von THF vermindert.
Obwohl der Grund hierfür
nicht klar ist, wird angenommen, dass (1) das enthaltene THF-Polymer
ein Salz einer anorganischen Säure
enthält
oder mit dem Salz der anorganischen Säure unter Bildung einer Art
organometallischer Verbindung reagiert, die die Oberfläche der
Heteropolysäure
bedeckt, und als Ergebnis die katalytische Aktivität verschlechtert
wird, oder (2) Al in irgendeiner Form in der Heteropolysäure gelöst wird
und als Ergebnis eine Keggin-Struktur, die eine starke Wechselwirkung
mit THF aufweist und als Polymerisationskatalysator wirksam ist,
sich zu einer Dawson-Struktur verändert, die eine schwache Wechselwirkung
mit THF aufweist, was zu einer Verminderung des Anteils der Keggin-Struktur
führt.
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Dieses
Problem wird durch Einstellen des Al-Gehalts in der Heteropolysäure auf
4 ppm oder weniger gelöst,
wobei eine stabile und hohe Reaktionsumwandlungsrate realisiert
werden kann.
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Eine
feste Heteropolysäure
erkennt die Polarität
eines Moleküls
und adsorbiert das Molekül
an der Oberfläche
der Heteropolysäure
oder nimmt das Molekül
in den Kristall der Heteropolysäure
auf. Diese Eigenschaft wird auch bei der katalytischen Reaktion
beobachtet, und es wird angenommen, dass die Ringöffnungspolymerisationsreaktion
von THF eine auf der Oberfläche
des Heteropolysäurekatalysators
stattfindende Reaktion, sowie eine Reaktion, bei der das Innere
des Kristalls ebenfalls teilnimmt (Bulk-Reaktion), beinhaltet.
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Die
letztgenannte Reaktion ist ein Phänomen, das bei einer herkömmlichen
Festkörperkatalysatorreaktion
nicht beobachtet wird, und ist eine der spezifischen Eigenschaften
von Heteropolysäuren
als Katalysatoren.
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Es
wird angenommen, dass im Fall der Verwendung eines Heteropolysäurekatalysators
als flüssige Phase
die Beteiligung der Bulk-Reaktion groß ist, wenn jedoch Al als Verunreinigung
in einer 4 ppm überschreitenden
Menge vorliegt, wird Al in die Kristallstruktur der Heteropolysäure eingebaut,
sodass die Bulk-Reaktion gestört
wird. Es wird daher angenommen, dass die Koordination von THF zum
Heteropolysäurekatalysator durch
Wasser gestört
ist, und als Ergebnis die Reaktionsumwandlungsrate bei der Ringöffnungspolymerisation von
THF abnimmt.
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Wenn
der Al-Gehalt der Heteropolysäure
4 ppm oder weniger beträgt,
kann eine stabile und hohe Reaktionsumwandlungsrate bei der Ringöffnungspolymerisation
von THF erhalten werden. Deshalb beträgt der Al-Gehalt der Heteropolysäure 4 ppm
oder weniger, bevorzugt 2 ppm oder weniger.
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Bei
der Ringöffnungspolymerisation
von THF ist ein niedriger Cr-Gehalt der Heteropolysäure bevorzugt.
Wenn der Cr-Gehalt der Heteropolysäure hoch ist, ist die Heteropolysäure gefärbt, und
wenn diese als Katalysator verwendet wird, ist das erhaltene Polymer
ebenfalls gefärbt.
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Wenn
der Cr-Gehalt der Heteropolysäure
1 ppm oder weniger beträgt,
ist die Heteropolysäure
nicht gefärbt,
und das erhaltene THF-Polymer ist ebenfalls nicht gefärbt und
transparent.
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Der
Cr-Gehalt der Heteropolysäure
beträgt
1 ppm oder weniger, bevorzugt 0,8 ppm oder weniger.
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Zur
Herstellung einer Heteropolysäure
mit niedrigen Al- und Cr-Gehalten ist ein Extraktionsprozess unter
Verwendung von Ether bekannt. Zum Beispiel wird im Fall einer Heteropolyphosphorsäure auf
Wolfram- oder Molybdänbasis
eine überschüssige Menge
einer anorganischen Säure
zu einer gemischten wässrigen Lösung eines
Alkaliphosphats oder Phosphorsäure
und einem Alkaliwolframat (oder einem Alkalimolybdat) unter Erwärmen und
Rühren
gegeben, um eine Heteropolyphosphorsäure auf Wolframbasis (oder
Molybdänbasis)
herzustellen, gefolgt von einer Etherextraktion, um die Heteropolyphosphorsäure getrennt
von dem Salz und der anorganischen Säure zu erhalten. Dieses Verfahren
beinhaltet jedoch keinen Reinigungsschritt, und die erhaltene Heteropolyphosphorsäure enthält Verunreinigungen.
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Die
als THF-Polymerisationskatalysator geeignete Heteropolysäure, die
in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann durch das obige
Verfahren oder andere bekannte Verfahren unter Verwendung von Ausgangserzen
hergestellt werden, die weniger Verunreinigungen erhalten, oder
durch Reinigen einer durch das bekannte Verfahren erhaltenen Heteropolysäure durch
Umkristallisation oder dergleichen.
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Al-
und Cr-Gehalte der Heteropolysäure
können
beispielsweise durch ein bekanntes Verfahren wie z.B. Röntgenfluoreszenzverfahren
und Atomabsorptionsspektometrie gemessen werden.
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Ein
anderer Verunreinigungsgehalt, der die Katalysatoreigenschaft der
Heteropolysäure
stark beeinflusst, ist der Gehalt an freier Phosphorsäure in der
Heteropolyphosphorsäure.
Unter Verwendung einer Heteropolyphosphorsäure mit einem Gehalt von 1
Mol-% oder weniger an freier Phosphorsäure als Katalysator kann Restkatalysator
in dem erhaltenen THF-Polymer
vermindert und eine Depolymerisation des THF-Polymers gehemmt werden.
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Wenn
die Menge an freier Phosphorsäure
in der Heteropolyphosphorsäure
1 Mol-% überschreitet, nimmt
die Löslichkeit
der Heteropolyphosphorsäure
in Polyetherglycol zu, und die in dem erhaltenen Polyetherglycol
verbleibende Katalysatormenge nimmt zu. Wenn die Menge des verbleibenden
Katalysators zunimmt, wenn Polyetherglycol hohen Temperaturen beim
Reinigungsschritt oder beim Entwässerungsschritt
im Fall der Zufuhr als Reaktant oder bei langer Lagerzeit ausgesetzt
wird, tritt eine Depolymerisation des Polymerisationsprodukts von
THF auf. Als Ergebnis verändert
sich dessen Molekulargewicht und Molekulargewichtsverteilung, und
das gewünschte
Polyetherglycol kann nicht erhalten werden.
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Der
Katalysator in dem Polyetherglycol muss daher entfernt werden, bevor
das Polyetherglycol bei hohen Temperaturen behandelt wird. Der verbleibende
Katalysator kann durch Adsorption an Aktivkohle entfernt werden,
die Aktivkohle muss jedoch häufig
gewechselt werden, und ein solches Entfernungsverfahren ist nicht wirtschaftlich.
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US-Patent-Nr.
4677231 offenbart, dass als ein Katalysator verwendete Heteropolyphosphorsäure wirksam
durch Zugabe eines Kohlenwasserstoffs oder eines halogenierten Kohlenwasserstoffs
mit 15 oder weniger Kohlenwasserstoffatomen, welcher einen höheren Siedepunkt
als THF aufweist und kein azeotropes Gemisch bildet, zu einem Gemisch,
das durch Polymerisation von THF erhalten wird und hauptsächlich aus Polyetherglycol
und THF zusammengesetzt ist, abgetrennt werden kann. Durch Verwendung
dieses Verfahrens kann ein Reaktionsprodukt, das unter Verwendung
von Heteropolyphosphorsäure,
die 1 Mol-% oder weniger freie Phosphorsäure enthält, als Polymerisationskatalysator
für THF
erhalten wird, wirksam abgetrennt werden.
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Als
Kohlenwasserstoffe oder halogenierte Kohlenwasserstoffe mit 15 oder
weniger Kohlenstoffatomen die zur Ausfällung und Abtrennung des Heteropolyphosphorsäurekatalysators
verwendet werden, können
beispielsweise n-Heptan, Octan, Nonan, Decan, Undecan, Dodecan,
Cyclooctan,1-Chloroctan, Chlorcyclohexan und Chlortoluol erwähnt werden.
Hierunter sind Lösungsmittel
für Heteropolysäuren wie
beispielsweise n-Heptan, Octan, Nonan, Decan, Undecan und Dodecan
bevorzugt, da diese eine hohe Wirksamkeit zur Fällung von Heteropolysäuren aufweisen.
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Lösungsmittel
mit mehr als 16 Kohlenstoffatomen weisen einen hohen Siedepunkt
auf und können nicht
leicht aus Polyetherglycol abgetrennt und rückgewonnen werden.
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Die
Menge des zur Fällung
und Trennung der Heteropolyphosphorsäure verwendeten Lösungsmittels variiert
in Abhängigkeit
der Menge des koexistierenden THF, beträgt jedoch üblicherweise das 1-50-fache,
bevorzugt 2-20-fache, des Gewichts von THF. In Bezug auf das Polyetherglycol
wird das Lösungsmittel
in einer notwendigen Menge zugegeben, um eine Phasentrennung zwischen
Polyetherglycol und Lösungsmittel
nach Entfernung von THF zu bewirken, wobei es in einer Menge von üblicherweise
des 0,5-50-fachen, bevorzugt 1,0-20-fachen, des Gewichts des Polyetherglycols
verwendet wird.
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Nach
Zugabe des Lösungsmittels
wird ein Vermischen mittels eines bekannten Rührers durchgeführt, und
anschließend
wird das Gemisch durch ein bekanntes Verfahren, beispielsweise Stehenlassen,
in eine Phase getrennt, die aus Heteropolyphosphorsäuren besteht
oder hauptsächlich
hieraus zusammengesetzt ist, und eine Phase, die im Wesentlichen
keine Heteropolyphosphorsäure
enthält,
aber Polyetherglycol enthält.
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Die
Temperatur für
das Vermischen und die Phasentrennung (Fällung des Katalysators) liegt
in einem Bereich, wo Polyetherglycol nicht koaguliert und der Vorgang
leicht durchgeführt
werden kann.
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Um
die zur Phasentrennung erforderliche Zeit abzukürzen, kann eine Filtration
mittels einer Koaleszenzeinrichtung, eines Flüssigkeitszyklons, einer Zentrifugentrenneinrichtung
oder eines Filters eingesetzt werden.
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Durch
Einstellung des Gehalts an freier Phosphorsäure in der Heteropolyphosphorsäure auf
1 Mol-% oder weniger bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
kann, wenn die Heteropolyphosphorsäure als Polymerisationskatalysator
für THF
verwendet wird, die Löslichkeit
der Heteropolyphosphorsäure
in dem THF-Polymer abgesenkt werden, und die Heteropolyphosphorsäure kann
wirksam aus dem Polymerisationsprodukt entfernt werden.
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Der
Grund hierfür
ist nicht klar, es wird jedoch vermutet, dass in der Phase der Produktion
der Heteropolyphosphorsäure
im Überschuss
zugegebene Phosphorsäure
sich in den Kristallstrukturen löst
oder in diese eindringt, was zu einer Löslichkeitsänderung in dem Polymerisationsprodukt
führt.
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Wenn
THF polymerisiert wird, wobei als Katalysator eine Heteropolyphosphorsäure mit
1 Mol-% oder weniger Gehalt an freier Phosphorsäure und 4 ppm oder weniger
Al-Gehalt verwendet wird, können
beide obigen Wirkungen erreicht werden.
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Es
ist weiterhin bevorzugt, als Katalysator eine Heteropolyphosphorsäure mit
1 Mol-% oder weniger Gehalt an freier Phosphorsäure, 4 ppm oder weniger Al-Gehalt
und 1 ppm oder weniger Cr-Gehalt zu verwenden.
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Die
als THF-Polymerisationskatalysator geeignete Heteropolyphosphorsäure, die
in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann durch Reinigen
einer Heteropolyphosphorsäure, welche
durch ein bekanntes Verfahren erhalten wird, durch Umkristallisation
oder dergleichen erhalten werden.
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In
der vorliegenden Erfindung kann das Polyetherglycol durch Homopolymerisation
von THF oder Copolymerisation von THF mit einem Comonomer wie einem
zyklischen Ether oder einem Diol, das mit THF copolymerisierbar
ist, hergestellt werden.
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Als
Beispiele des Copolymers können
zyklische Ether wie Oxetan und Oxetanderivate erwähnt werden,
z.B. 3,3-Dimethyloxetan, Methyltetrahydrofuran, 1,3-Dioxolan und
Tetrahydropyran und/oder Ethylenglycol, Propylenglycol, 1,3-Propandiol,
1,3-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, Neopentylglycol, Diethylenglycol
und Dipropylenglycol.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendete Heteropolysäure ist
ein allgemeiner Begriff für
Oxosäuren,
die durch Binden mindestens eines Oxids, das aus der Gruppe ausgewählt wird,
die aus Mo, W und V besteht, an eine Oxosäure anderer Elemente (wie P,
As und Ge) hergestellt wird, wobei solche mit einem Atomverhältnis von
Erstgenanntem zu Letztgenanntem von 2,5-12 bevorzugt sind.
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Typische
Beispiele dieser Heteropolysäuren
sind Heteropolyphosphorsäuren
wie Phosphomolybdänsäure, Phosphowolframsäure, Phosphomolybdowolframsäure, Phosphomolybdovanadiumsäure, Phosphomolybdowolframvanadiumsäure, Phosphowolframvanadiumsäure und
Phosphomolybdoniobsäure,
Germaniumwolframsäure,
Arsenmolybdänsäure und
Arsenwolframsäure.
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Die
Menge der verwendeten Heteropolyphosphorsäure ist nicht eingeschränkt, wenn
die Menge der Heteropolysäure
in dem Reaktionssystem jedoch klein ist, ist die Polymerisationsgeschwindigkeit
langsam. Sie wird daher bei einer Menge von bevorzugt dem 0,1-20-fachen,
bevorzugter 0,5-5-fachen, des Gewichts des Monomers verwendet.
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Wenn
die Polymerisationstemperatur von THF hoch ist, besteht die Tendenz,
dass der Polymerisationsgrad aufgrund des Auftretens einer Depolymerisation
des Polymers abnimmt. Die Polymerisationstemperatur beträgt bevorzugt
0-150°C,
bevorzugter 30-80°C.
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Die
Reaktionszeit variiert in Abhängigkeit
der Katalysatormenge und der Reaktionstemperatur, beträgt aber üblicherweise
0,5-20 Stunden.
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Da
die Polymerisationsreaktion unter Rühren des Monomers und der Heteropolysäure durchgeführt werden
kann, ist ein Lösungsmittel
nicht speziell erforderlich, bei Bedarf kann jedoch ein bezüglich der
Reaktion inertes Lösungsmittel
zugegeben werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele ausführlicher
erläutert,
diese Beispiele beschränken
die Erfindung jedoch nicht.
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Beispiele 1-5
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200
g THF, das 300 ppm Wasser enthält,
wurden in ein Gefäß mit 300
ml, das mit einem Rührer
und mit einem Rückflusskondensator
ausgestattet war, überführt, es
folgte eine Zugabe von 100 g einer Heteropolysäure hierzu, deren Koordinationszahl
von Wasser durch Erhitzen bei 180°C
in einem elektrischen Ofen eingestellt wurde. Der Al-Gehalt, Cr-Gehalt und Gehalt
an freier Phosphorsäure
in dieser Heteropolysäure
sind in Tabelle 1 gezeigt. Die Al- und Cr-Gehalte wurden mittels
Röntgenfluoreszenzanalyse
bestimmt, und der Gehalt an freier Phosphorsäure wurde mittels 31P-NMR
unter Verwendung von Natriumphosphat als externem Standard bestimmt.
Die Reaktionstemperatur wurde auf 60°C eingestellt, und das Rühren wurde
4 Stunden fortgeführt,
gefolgt von einem Stehen lassen bei Raumtemperatur, um die Katalysatorphase
von der unteren Phase zu trennen. Nicht umgesetztes THF wurde aus
der unteren Schicht durch Destillation entfernt, wobei ein transparentes
und viskoses Polytetramethylenetherglycol (PTMG) erhalten wurde.
Das Zahlenmittel-Molekulargewicht (Mn), erhalten durch Messen der
OH-Zahl, die Reaktionsumwandlungsrate und der Farbton (APHA) sind ebenfalls
in Tabelle 1 gezeigt.
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Die
Reaktionsumwandlungsrate wurde durch Teilen der Menge des erzeugten
PTMG durch die Menge des zugeführten
THF erhalten.
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Vergleichsbeispiele 1
und 2
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THF
wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 polymerisiert, wobei
Phosphorwolframsäure
mit mehr als 4 ppm Al-Gehalt
und mehr als 1 ppm Cr-Gehalt verwendet wurde. Das Zahlenmittel-Molekulargewicht,
die Reaktionsumwandlungsrate und der Farbton (APHA) des erhaltenen
PTMG sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Wenn
THF unter Verwendung einer Heteropolysäure von mehr als 4 ppm Al-Gehalt
polymerisiert wurde, war die Reaktionsumwandlungsrate langsam, und
wenn THF unter Verwendung einer Heteropolysäure mit mehr als 1 ppm an Cr-Gehalt
polymerisiert wurde, war das erhaltene Polyetherdiol gefärbt und
wies einen APHA von mehr als 50 auf.
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Beispiele 6-9
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Auf
die gleiche Weise wie in Beispiel 1 wurde 200 g THF, das 300 ppm
Wasser enthielt, in ein Gefäß mit 300
ml, das mit einem Rührer
oder mit einem Rückflußkondensator
ausgestattet war überführt, gefolgt
von einer Zugabe einer Heteropolyphosphorsäure dazu, deren Koordinationszahl
durch Wasser durch Erwärmen auf
180°C in
einem elektrischen Ofen eingestellt wurde. Der Al-Gehalt, der Gehalt
an freier Phosphorsäure
und das koordinierte Wasser in dieser Heteropolyphosphorsäure sind
in Tabelle 2 gezeigt. Die Reaktionstemperatur wurde auf 60°C eingestellt,
und das Rühren
wurde 5 Stunden fortgesetzt, gefolgt von Stehen lassen bei Raumtemperatur,
um die Katalysatorphase von der unteren Schicht abzutrennen. Nicht
umgesetztes THF wurde durch Destillation aus der oberen Schicht
entfernt. Der Rückstand
wurde auf ungefähr
50% auf konzentriert, und das 1,25-fache Volumen n-Octan wurde zugegeben,
gefolgt von Stehen lassen bei 40° C
für 4 Stunden und
Filtern durch ein Teflonfilter mit 0,2 um mittlerem Porendurchmesser,
um die Katalysatorphase abzutrennen. Die Menge des Katalysators
in dem Filtrat wurde analysiert, und die Ergebnisse sind in Tabelle
2 gezeigt.
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Das
Zahlenmittel-Molekulargewicht (Mn), erhalten durch Messen der OH-Zahl
des PTMG, und die Reaktionsumwandlungsrate sind ebenfalls in Tabelle
2 gezeigt.
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Vergleichsbeispiele 3
und 4
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THF
wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 6 polymerisiert, wobei
die in Tabelle 2 gezeigte Heteropolyphosphorsäure verwendet wurde. Wenn die
Filtration durch das Teflonfilter mit 0,2 μm mittlerem Porendurchmesser
durchgeführt
wurde, erreichte der Einlassdruck der Filtration in etwa 5 Stunden
das 15-fache. Das Filtrat war eine transparente Flüssigkeit,
der Gehalt des verbleibenden Katalysators war jedoch hoch, d.h. mehr
als 50 ppm wie in Tabelle 2 gezeigt. Wenn der Porendurchmesser des
Filters 1 μm
betrug, wurde im Wesentlichen keine Zunahme des Drucks festgestellt,
das Filtrat war jedoch nicht transparent, sondern war etwas trüb.
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Gewerbliches
Anwendungsgebiet
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Die
Erfindung ist zur Herstellung von Polyetherglycolen. geeignet, die
als Hauptausgangsmaterialien für
Polyurethan verwendet werden, das für elastische Polyurethanfasern
(Spandex) und synthetische Leder, Additive für Öle, Weichmacher usw. verwendet
wird.