DE69918600T2 - Neue Triebmittelsäurezusammensetzung - Google Patents

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phosphate
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monocalcium phosphate
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    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D2/00Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Triebmittelsäurezusammensetzungen für Backwaren, und insbesondere auf die Zusammensetzung, die durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hervorgebracht wird, und zwar über einen Zeitraum und bei einer Temperatur, die geeignet sind, Zusammensetzungen mit herausragenden Kontrol-Freisetzungs-Eigenschaften zu erhalten.
  • 2. Beschreibung der Technologie
  • Chemische Triebmittelsysteme bzw. Gärungssysteme sind über 100 Jahre bekannt. Das Ersetzen von Hefe zum Induzieren des Gärungsprozesses durch Alkalicarbonat, welches der neutralisierenden Wirkung einer Säure ausgesetzt wird, hat den Aufwand an Zeit und Materialien bei der Herstellung von Backwaren reduziert. Seit diesen frühren Anfängen sind verschiedene Triebmittelsysteme erfunden worden und als Backpulver verkauft worden, welche nicht nur die Säure und das Triebmittelalkali enthalten, das verwendet wird um die Säure zu neutralisieren, sondern auch Füllstoffe, welche bequemes Abmessen, Handhaben und Lagern solcher Backpulver ermöglichten.
  • Von Triebmittelsystemen ist lange bekannt, dass sie zwei basische Inhaltsstoffe enthalten. Der erste ist selbstverständlich die Triebmittelsäure, wie beispielsweise Weinstein, verschiedene Phosphorsäuren, wie Orthophosphorsäure, Pyrophosphorsäure und deren partielle Salze, wie Monocalciumphosphat, Natriumhydrogenpyrophosphat, und jede andere geeignete, essbare, nicht-toxische Säure, welche den daraus resultierenden Backwaren keinen unerwünschten Geschmack verleihen würden. Solche Säuren sind als "Säuerungsmittel" oder "Backsäuren", oder aber gebräuchlicher als Triebmittel bzw. "Triebmittelsäuren" bekannt.
  • Wenn die Säure zu einem feuchten Rührteig oder Teig hinzugegeben wird, reagiert sie mit einer Kohlendioxid-freisetzenden Verbindung, die in dem Rührteil oder Teig enthalten ist, unter Erhalt des Gases, das zum Treiben erforderlich ist. Die Gasentwicklungsrate ist ein wichtiger zu bedenkender Punkt, da sie weitestgehend das Volumen, die Dichte und die Strukturqualitäten bestimmt, welche dem gebackenen Endprodukt verliehen werden. Diese Rate muss für einige Anwendungen in relativ engen Grenzen liegen, wie z.B. bei der Herstellung von vorbereitetem, verpacktem Teig für Kekse. Außerdem unterscheiden sich die Anforderungen an das Triebmittel, abhängig von den verschiedenen Backwaren, sehr stark, da jede von diesen eine bestimmte Geschwindigkeit der Freisetzung erfordert um Produkte von höchster Qualität sicherzustellen. Einer der Hauptfaktoren im Hinblick auf die Geschwindigkeit der Entwicklung von Kohlendioxid ist die Reaktivität des Kohlendioxid-hervorbringenden Materials.
  • Wenn Triebmittelsäuren verwendet werden, ist es eines der Hauptziele, die Kinetik der Kohlenstoffdioxidfreisetzung zu modulieren und zu kontrollieren um ein geeignetes Backwaren endprodukt zu erhalten. Insbesondere ist es wünschenswert, die reaktiven Auswirkungen von Wasser im Hinblick auf die Triebmittelsäure zu begrenzen. Idealerweise wäre die Triebmittelsäure so gestaltet, dass sie während der Knetzeit oder dem kalten Lagern des Teiges nicht reaktiv wäre, aber während des Erhitzens, bei dem das Treiben des Endprodukts stattfindet, reaktiv wäre.
  • Besonders nützliche Triebmittelsäuren sind Fhosphatmaterialien, und zwar genauer gesagt Monocalciumphosphat. Diese Säure wird als ein handelsüblicher Kandidat für wünschenswert gehalten, da sie kein Natrium enthält und keinen Nachgeschmack aufweist. Obwohl Monocalciumphosphat kein Natrium aufweist, war es schwierig, seine Reaktionsrate angemessen zu kontrollieren, was zur Freisetzung von Kohlendioxidbasen während verschiedener Stadien des Backzyklus führte. Das Grundproblem bei der Verwendung von Monocalciumphosphat ist, dass es Gase mit einer Rate freisetzt, die gegenüber einer wünschenswerten Rate zu schnell ist. Im Ergebnis wurde seine handelsübliche Verwendung im Allgemeinen darauf beschränkt, ein Teil einer Triebmittelsäuremischung zu sein. Solche Mischungen können jedoch suboptimal sein, da sie entweder Natrium enthalten können, z.B. Mischungen von Monocalciumphosphat mit Natriumaluminiumphosphat oder Natriumpyrophosphat, oder sie können nicht vollständig geschmacksneutral sein.
  • Es ist bekannt, die Geschwindigkeit der Kohlendioxidentwicklung mittels der Kontrolle der Reaktivität der Triebmittelsäure zu regulieren. Zahlreiche Versuche, die Geschwindigkeit der Reaktion der Triebmittelsäure zu kontrollieren, sind im Stand der Technik bekannt. Typische Beispiele umfassen das US-Patent Nr. 3 034 899 von Tucker, in dem ein fein verteiltes Calciumsalz mit der Säure kombiniert wird um die Geschwindigkeit der Reaktion zu kontrollieren.
  • Calciumsalze wurden in chemischen Triebmittelsystemen seit ihren frühesten Tagen verwendet. Ein typisches Beispiel einer solchen Verwendung findet sich in dem US-Patent Nr. 315 831 von Peters. Solche Calciumsalze, wie sie von Peters gelehrt werden, arbeiten jedoch relativ langsam und haben keine zufriedenstellende Performance als Carbonat-Faktor geboten, insbesondere im Vergleich mit Alkalimetallsalzen. Obwohl Calciumsalze, wie Calciumcarbonat, für verschiedene Zwecke verwendet wurden, beispielsweise als Konservierungsmittel für die Triebmittelsäure etc., wie in den US-Patenten Nr. 4 388 336 und 4 526 801 vermerkt, bieten solche Carbonate nicht die Reaktivität, die für einen Carbonat-Faktor in Backwaren erwünscht ist.
  • Die Verwendung von sogenanntem "beschichteten" Monocalciumphosphat, in dem das Monocalciumphosphat eine dünne Beschichtung von Phosphat aufweist, die seinen Säurekern umgibt, ist im Stand der Technik bekannt. Die "Beschichtung" bietet jedoch nicht die Reaktionskinetik, die idealerweise bevorzugt ist, und sie kann typischerweise nur als Teil einer gemischten Zusammensetzung verwendet werden. Solche Materialien sind in dem US-Patent Nr. 2 160 232 offenbart. Um die beschichteten Materialien herzustellen, wird das Ausgangsmaterial Monocalciumphosphat einer Hitzebehandlung bei einer Temperatur über ungefähr 140°C unterworfen. Das Dokument stellt außerdem fest, dass die Materialien nicht über 230°C erhitzt werden sollen, da behauptet wird, dass dieses eine schnelle Umwandlung der Triebmittelsäure in eine Py rophosphatform verursachen könne. Das Dokument schlägt außerdem vor, dass der Neutralisationswert, d.h., die Menge an Natriumcarbonat, welche durch 100 Gewichtsteile des Säurephosphats vollständig neutralisiert wird, der so produzierten Säuren zwischen ungefähr 83 und 88 liegt. Obwohl diese Technologie die kontrollierte Reaktivität des Monocalciumphosphats verbessert hat, ist seine Leistungsfähigkeit, verglichen mit Natrium-enthaltenden Triebmittelsäuren, wie Natriumhydrogenpyrophosphat und Natriumaluminiumphosphat, minderwertig.
  • Das US-Patent Nr. 2 160 700 offenbart, dass wasserfreies Monocalciumphosphat durch Kristallisierung aus einer Säurelösung hergestellt werden kann. Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung von kristallinem, wasserfreiem Monocalciumphosphat ist auch in diesem Patent offenbart. Bei diesem Verfahren wird ein leichter Überschuss von Kalk zu einer relativ konzentrierten Phosphorsäurelösung hinzugegeben um spontan eine Reaktionstemperatur oberhalb von 140°C hervorzubringen. Die Temperatur wird in einem Bereich über 140°C kontrolliert gehalten, aber unterhalb einer Temperatur, bei der sich wesentliche Mengen der Pyrophosphat bilden. Die Temperatur wird für gewöhnlich durch die Rate der Kalkzugabe kontrolliert. Die Reaktion wird aufrechterhalten, bis eine im Wesentlichen trockene Masse festes, wasserfreies Monocalciumphosphat produziert ist.
  • Das US-Patent Nr. 2 314 090 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Calciumhydrogenpyrophosphat durch Umsetzung von Kalk mit Phosphorsäure unter Erhalt eines daraus hervorgehenden Materials, das einen Hydrogenpyrophosphat-Gehalt größer als 90 Prozent aufweist.
  • Das US-Patent Nr. 3 109 738 betrifft eine Triebmittelsäurezusammensetzung, welche ein Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat und wasserfreiem Monocalciumphosphat ist. Diese Zusammensetzung zeigt herausragende Freisetzungseigenschaften, erfordert aber die Verwendung einer Natrium-enthaltenden Säure.
  • Das US-Patent Nr. 3 954 939 betrifft ein Monocalciumphosphat, das verminderte Anback- bzw. Zusammenback-Tendenzen aufweist, und zwar durch Mischen von Wasser mit einer Monocalciumphosphat-Zusammensetzung mit einem Glühverlust zwischen ungefähr 14 und ungefähr 17%, was es dem Wasser und dem Monocalciumphosphat erlaubt, über eine ausreichende Zeitdauer in Kontakt zu bleiben um eine hydratisierte Monocalciumphosphat-Zusammensetzung mit einem Glühverlust zwischen 17 und 21,5% zu bilden, und durch Trocknen der Monocalciumphosphat-Zusammensetzung bis zu einem freien Feuchtigkeitsgehalt zwischen 1% und bevorzugt unter ungefähr 0,5%, wenn das Gemisch einen freien Feuchtigkeitsgehalt oberhalb dieses Wertes aufweist.
  • Das in gemeinschaftlicher Inhaberschaft befindliche US-Patent Nr. 5 554 404 bezieht sich auf Triebmittelsäurezusammensetzungen und deren Verwendung in Backanwendungen, die einen Neutralisationswert zwischen 44 und 63 aufweisen. Die Zusammensetzung wird durch Erhitzen von Monocalciumphosphat auf eine Temperatur zwischen ungefähr 200°C und ungefähr 310°C über eine Dauer zwischen 0,25 und ungefähr 30 Stunden produziert. Es wäre noch immer wünschenswert, eine Zusammensetzung zu erhalten, die einen höheren Neutralisationswert aufweist, für eine breiter gefächerte kommerzielle Anwendbarkeit.
  • Das in gemeinschaftlicher Inhaberschaft befindliche US-Patent Nr. 5 667 836 bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Triebmittelsäurezusammensetzung durch Erhitzen von Monocalciumphosphat auf angehobene Temperaturen, wobei das Gewicht der daraus hervorgehenden Zusammensetzung nach der Hitzebehandlung 83 bis 93 Gewichtsprozent des Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterials beträgt. Während dieses Verfahren in der Lage ist, eine Zusammensetzung mit einem höheren Neutralisationswert (d.h. bis ungefähr 80) zu produzieren, bewerkstelligt es dieses, wenn ein Monocalciumphosphat-Monohydrat als Ausgangsmaterial verwendet wird. Es wurde nachfolgend entdeckt, und dies ist die Basis für die vorliegende Anmeldung, dass eine herausragende Leistungsfähigkeit erreicht werden kann, wenn ein wasserfreies Monocalciumphosphat als Ausgangsmaterial verwendet wird, und zwar sogar mit noch kleinerem Gewichtsverlust, wie in dem US-Patent Nr. 5 667 836 beansprucht (d.h., ein Gewichtsverlust während des Verfahrens zwischen ungefähr 1 und ungefähr 7 Prozent, bevorzugter zwischen ungefähr 1 und ungefähr 4 Prozent, welche in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung erhalten werden können).
  • Entsprechend wäre es wünschenswert, Triebmittelsäuren zu produzieren, die von einem wasserfreien Monocalciumphosphat abgeleitet sind, deren Eigenschaften in Bezug auf die Freisetzungsrate in engen Grenzen kontrolliert werden können, die zur Verwendung bei einer Vielzahl von Backanwendungen optimal sind.
  • Kurze Zusammenfassung der Erfindung
  • Übereinstimmend mit der vorliegenden Erfindung werden Triebmittelsäurezusammensetzungen bereitgestellt, welche herausragende kontrollierte Freisetzungseigenschaften zur Reaktion mit Triebmittelbasen während verschiedener Stufen beim Backen von Backwaren aufweisen. Die Säurezusammensetzungen sind Hitze-behandelte, wasserfreie Monocalciumphosphat-Zusammensetzungen, welche sich durch einen spezifischen Hydrogenpyrophosphatgehalt, einen spezifischen Glühverlust und einen spezifischen Neutralisationswert auszeichnen.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst eine Zusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, wobei die Zusammensetzung als Triebmittelsäure verwendbar ist und durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent P2O7 enthält, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  • Die erfinderische Zusammensetzung weist einen Glühverlust zwischen 7 und 14 auf und einen Neutralisationswert, der von 50 bis 80 reicht.
  • Um das erfinderische Monocalciumphosphat der vorliegenden Erfindung zu produzieren, wird eine Probe wasserfreies Monocalciumphosphat auf eine erhöhte Temperatur über eine Zeitdauer erhitzt, die geeignet ist, ein Material mit dem obigen Profil hervorzubringen. Dies wird typischerweise erreicht, indem wasserfreies Monocalciumphosphat auf eine Temperatur zwischen 200°C und 310°C über eine Zeitdauer zwischen 0,25 Stunden und 30 Stunden erhitzt wird.
  • In besonders bevorzugten Ausführungsformen weist das wasserfreie Monocalciumphosphat, das als Ausgangsmaterial in dem Prozess verwendet wird, minimale Mengen, d.h. weniger als 0,5 Gewichtsprozent der Ausgangszusammensetzung an freier Säure und freiem Kalk auf. Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Backpulver oder eine Backmischung zum Herstellen einer essbaren Backware, das/die eine Triebmittelsäurezusammensetzung umfasst, die durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent P2O7 enthält.
  • Das Backpulver oder die Backmischung können verwendet werden um einen Kuchen, einen Muffin, einen Donut, ein Brot, ein Feingebäck, einen Cookie, einen Brownie, einen Hush Puppy, einen Pfannkuchen, eine Waffel, einen Pizzateig oder ein Brötchen herzustellen.
  • Noch eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Triebmittelsäurezusammensetzung, die im Wesentlichen besteht aus:
    • (a) 1 bis 99 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, wobei die Zusammensetzung durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent P2O7 enthält, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist; und
    • (b) 99 bis 1 Gewichtsprozent einer zusätzlichen Triebmittelsäurezusammensetzung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Monocalciumphosphat, Monohydrat; Monocalciumphosphat, wasserfrei; beschichtetem Monocalciumphosphat; Natriumaluminiumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Aluminiumsulfat; Natriumhydrogenpyrophosphat; Natriumaluminiumsulfat; Kaliumaluminiumsulfat; Ammoniumaluminaten; Natriumaluminaten; Kaliumaluminaten; Mononatriumphosphat; Monokaliumphosphat; Weinsäure; Zitronensäure; Adipinsäure; Fumarsäure; Dimagnesiumphosphat; Mononatriumdihydrogenphosphat; Dicalciumphosphatdihydrat; Monoammoniumphosphat; Monokaliumtartrat; und Glucono-delta-lacton und Gemischen daraus; wobei die Summe der Gewichtsprozente von (a) und (b) 100 beträgt.
  • Dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zusammensetzung bereitzustellen, die als Triebmittelsäure nützlich ist, welche herausragende Stabilitäts- und Freisetzungs-Eigenschaften besitzt.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen der neuen Triebmittelsäurezusammensetzung bereitzustellen.
  • Es ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Backpulver oder eine Backmischung bereitzustellen, das/die die neue Triebmittelsäurezusammensetzung verwendet.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine neuartige gemischte Triebmittelsäurezusammensetzung bereitzustellen.
  • Diese und andere Aufgaben werden dem Fachmann ersichtlich sein, sobald Bezug auf die detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen genommen wird.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Bei der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform wird zum Zwecke der Klarheit eine bestimmte Terminologie verwendet. Eine solche Terminologie soll die genannte Ausführungsform umfassen, sowie technische Äquivalente, welche auf eine ähnliche Weise und zu einem ähnlichen Zweck wirken um ein ähnliches Ergebnis hervorzubringen.
  • Der Hauptfokus der vorliegenden Erfindung liegt auf der Entwicklung von Triebmittelsäureverbindungen, welche wünschenswerte Kontroll-Freisetzungs-Eigenschaften aufweisen, so dass die Säure nur freigesetzt würde, wenn der richtige Zeitpunkt im Backzyklus vorliegt. Genauer gesagt soll die Freisetzung von Kohlendioxid entweder durch Zugabe von Wasser zu einem Backgemisch, das die Triebmittelverbindung enthält, durch die Erhöhung der Temperatur während des Erhitzens, oder durch die kombinierte Wirkung stattfinden. Umgekehrt ist es wünschenswert, dass die Säure nicht verfrüht Kohlendioxidgas während der Herstellung der Backmischung oder anschließend des Teiges, z.B. während der Knetphase oder während sie vor dem Backen gelagert wird, freisetzt. Die vorliegende Erfindung erfüllt die obigen Kriterien, indem eine Triebmittelsäurezusammensetzung aus wasserfreiem Monocalciumphosphat durch Erhitzen über einen Zeitraum und mit einer Temperatur so behandelt wird, dass das daraus hervorgehende Material zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent P2O7 enthält. Das daraus hervorgehende Material ist auch geschmacksneutral und multifunktionell.
  • Bei dem wasserfreien Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial liegen nahezu alle chemischen Gruppen, die Phosphor enthalten, in der Orthophosphatform (PO4) vor. Die Hitzebehandlung entsprechend der vorliegenden Erfindung führt zur Herstellung einer Zusammensetzung, die Phosphatgruppen in Form von Orthophosphat, Pyrophosphaten (P2O7) und höheren Phosphaten (P3O10, P4O13 und Phosphaten mit mehr als vier Phosphoratomen pro funktioneller Gruppe) enthält.
  • Die Menge an Pyrophosphatgruppen liegt zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung, bevorzugter zwischen 40 und 70 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung, und insbesondere zwischen 50 und 65 Gew.-% der resultierenden Zusammensetzung.
  • Die Menge der Orthophosphatgruppen liegt zwischen 10 und 60 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung, bevorzugter zwischen 15 und 40 Gewichtsprozent der Zu sammensetzung, und insbesondere zwischen 20 und 35 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung.
  • Die Menge an höheren Phosphatgruppen liegt zwischen 0 und 5 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung, bevorzugter zwischen 0,1 und 2,0 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung. In den am meisten bevorzugten Ausführungsformen sind die höheren Phosphatgruppen Polyphosphate der Formel P3O10, die mit einem Anteil zwischen 0,1 und 2,0 Gewichtsprozent der resultierenden Zusammensetzung vorliegen.
  • Der Neutralisationswert der erfinderischen Zusammensetzung liegt zwischen 50 und 80. Besonders bevorzugte Zusammensetzungen besitzen einen Neutralisationswert zwischen 64 und 80, noch bevorzugter zwischen 70 und 80.
  • Der Glühverlust ("Loss on Ignition", LOI) der erfinderischen Zusammensetzung liegt zwischen 7 und 14 Prozent, bevorzugter zwischen 10 und 12 Prozent.
  • Das wasserfreie Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial weist typischerweise eine durchschnittliche Partikelgröße zwischen ungefähr 20 und ungefähr 200 μm auf, wobei Partikelgrößen im Bereich von ungefähr 30 bis ungefähr 120 μm oder von 50 bis 200 μm kommerziell erhältlich sind. Wasserfreies Monocalciumphosphat wird durch die Reaktion von Phosphorsäure und Calciumoxid hervorgebracht, im Allgemeinen als Kalk bezeichnet. Diese Reaktion ist wohlbekannt.
  • Das meiste kommerziell erhältliche wasserfreie Monocalciumphosphat wird jedoch unter Bedingungen produziert, bei denen keine exakte stöchiometrische Menge von jedem Reaktanden (i.e., P2O5:CaO) verwendet wird. Das bedeutet, eine kleine Menge überschüssige Phosphorsäure oder eine überschüssige Menge Kalk liegt in der Zusammensetzung vor. Die Erfinder haben entdeckt, dass es bevorzugt ist, wenn das wasserfreie Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial minimale Mengen sowohl an überschüssiger Säure als auch an überschüssigem Kalk enthält. Die Verwendung solch einer Ausgangszusammensetzung kann zum Erhalt einer daraus hervorgehenden Triebmittelsäurezusammensetzung mit einem wünschenswert hohen Neutralisationswert (d.h. zwischen 64 und 80) führen. In der bevorzugten Ausführungsform weist das wasserfreie Monocalciumphosphat, das als Ausgangsmaterial verwendet wird, weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure oder weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk, und bevorzugter weniger als 0,1 Gew.-% von beidem, freier Säure und Kalk, auf.
  • Ein anderer Weg, dieses Phänomen zu beurteilen, ist der Vergleich des Gewichtsverhältnisses von P2O5 zu CaO, welche verwendet werden um das wasserfreie Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial herzustellen. Ein perfektes stöchiometrisches Verhältnis von beiden führt zu einem Gewichtsverhältnis von 2,53. Herausragende Ergebnisse erhält man, wenn wasserfreies Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial mit einem Gewichtsverhältnis von P2O5 zu CaO zwischen 2,42 und 2,63 verwendet wird.
  • Die erfinderische Zusammensetzung wird hergestellt, indem wasserfreies Monocalciumphosphat bei einer Temperatur und über einen Zeitraum erhitzt wird, welche geeignet sind, dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gewichtsprozent Pyrophosphat enthält. Der Erhitzungsschritt wird ganz einfach durchgeführt, indem jegliche Heizmittel verwendet werden, die im Stand der Technik bekannt sind, wie die Verwendung eines Ofens, von Dampf, entweder Druckluft- oder vom Konvektions-Typ, einer heißen Platte, eines Wirbelschicht-Drehtrommel-Trockners und ähnlichem.
  • Die Erhitzungsbedingungen, die verwendet werden, umfassen im Allgemeinen das Erhitzen des Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterials, so dass die Materialtemperatur ungefähr einen Wert zwischen 200°C und ungefähr 310°C erreicht, und das Material wird bei dieser Temperatur über eine Zeitspann zwischen 25 Stunden und 30 Stunden gehalten. Die Erhitzungstemperatur und -dauer werden so ausgewählt, dass der gewünschte Grad der Umwandlung zu Pyrophosphat erreicht wird. Ein herausragendes Produkt wird z.B. hervorgebracht, wenn die Temperatur des Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterials auf 230–265°C erhitzt wird und die Erhitzungszeit zwischen 2 und 5 Stunden beträgt.
  • Nachdem das wasserfreie Monocalciumphosphat-Ausgangsmaterial über die geeignete Zeitspanne erhitzt wurde, wird die daraus hervorgehende Zusammensetzung abgekühlt und unter bestimmten Bedingungen gelagert, so dass das Material keine Feuchtigkeit absorbiert. Besonders bevorzugte Lagerungsbedingungen umfassen wasserdichte Verpackung oder Lagerung in Anwesenheit eines Trockenmittels.
  • Sind sie einmal produziert, können die neuen Triebmittelsäurezusammensetzungen der vorliegenden Erfindung in Backmischungen für Nahrungsmittelprodukte eingearbeitet werden, in denen die Säuren mit Basen reagieren, typischerweise mit Natriumbicarbonat, um die Triebfunktion hervorzubringen, die jedes bekannte chemische Triebmittel oder jeder biologische Gärer, wie Hefe, für gewöhnlich bereitstellen würde.
  • Das erfindungsgemäße erfinderische chemische Triebmittelsystem kann in ein Backpulverprodukt aufgenommen werden, das für gewöhnlich durch Mischen der Säure mit einer Base als trockenes Pulvermix hergestellt wird. Es ist wohlbekannt, dass Backpulver in Form des trockenen Puders am besten zusammen mit Füllstoffen hergestellt werden, die den Großteil des Puders ausmachen und bei der Abmessung zur tatsächlichen Verwendung helfen. Füllstoffe, wie Stärke, Calciumsulfat oder Calciumcarbonat, werden üblicherweise in Backpulvern dieser Erfindung verwendet. Konventionelle Konservierungsstoffe und Füllstoffe können zusammen mit der Backpulverzusammensetzung dieser Erfindung verwendet werden, wie im Stand der Technik bekannt ist.
  • Beispiele für Nahrungsmittelprodukte, die die erfinderischen Zusammensetzungen enthalten können, umfassen: Kuchen, einschließlich Sahnetorte und Früchtekuchen; Muffin, Donut, Brot, Feingebäck, Cookie, Raumtemperatur-, gekühlten oder gefrorenen Teig; Brownie, Hush Puppy, Pfannkuchen, Waffel, Pizzateig oder Brötchen; sie sind aber nicht darauf beschränkt. Die Nahrungsmittelprodukte können bei Raumtemperatur gelagert werden oder bei verminderten Temperaturen, z.B. unter Kühl- oder Gefrier-Lagerbedingungen.
  • Bei der Verwendung, wenn die Backmischungen erhitzt werden, werden die Triebmittelsäuren, welche typischerweise zwischen 0,2 und 4,0 Gewichtsprozent des Gemisches umfassen, kontrolliert freigesetzt und reagieren mit den Basen um ein richtig getriebenes bzw. aufgegangenes Nahrungsmittelprodukt hervorzubringen. Die Verwendung des erfinderischen Hitzebehandelten Monocalciumphosphatmaterials bietet ein derartiges Kontroll-Freisetzungs-Profil, dass eine besonders hohe Qualität von getriebenem Produkt hervorgebracht wird. Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Verwendung des erfinderischen Hitze-behandelten Monocalciumphosphats alleine als Triebmittelsäure. Dies ist eine signifikante Verbesserung, da sie kein Natrium enthält, geschmacksneutral ist und langsam genug reagiert um die gewünschten Triebmitteleigenschaften bereitzustellen.
  • Ungeachtet der Tatsache, dass die erfinderische Zusammensetzung allein als Triebmittelsäure verwendet werden kann, wird eine gemischte Zusammensetzung vorgeschlagen, die im Umfang der vorliegenden Erfindung liegen soll, die die erfinderische Triebmittelsäure zusammen mit einer oder mehreren anderen Triebmittelsäuren umfasst, wenn die Leistungseigenschaften der anderen Triebmittelsäuren erwünscht wären. Andere Triebmittelsäuren, welche mit der erfinderischen Zusammensetzung gemischt werden könnten, umfassen: Monocalciumphosphat, Monohydrat; Monocalciumphosphat, wasserfrei; beschichtetes Monocalciumphosphat; Natriumaluminiumphosphat; ein Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Monocalciumphosphat; ein Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Aluminiumsulfat; Natriumhydrogenpyrophosphat; Natriumaluminiumsulfat; Kaliumaluminiumsulfat; Ammoniumaluminate; Natriumaluminate; Kaliumaluminate; Mononatriumphosphat; Monokaliumphosphat; Weinsäure; Zitronensäure; Adipinsäure; Fumarsäure; Dimagnesiumphosphat; Mononatriumdihydrogenphosphat; Dicalciumphosphatdihydrat; Monoammoniumphosphat; Monokaliumtartrat; und Glucono-delta-lacton und Gemische daraus; sie sind aber nicht darauf beschränkt. Wenn Gemische verwendet werden, umfassen sie bevorzugt zwischen 1 und 99 Gewichtsprozent der erfinderischen Zusammensetzung und zwischen 99 und 1 Gewichtsprozent von entweder einer oder mehreren der obigen Zusammensetzungen.
  • Besonders wirksame Ergebnisse treten auf, wenn das erfinderische Hitze-behandelte, wasserfreie Monocalciumphosphat mit beschichtetem Monocalciumphosphat, das kommerziell unter dem Namen V-90 von Rhodia Inc. verkauft wird, gemischt wird. Die jeweiligen Mengen von jeder Säure liegen im Bereich von 20 bis 80 Teile erfinderische Zusammensetzung pro 80 bis 20 Gewichtsteile beschichtetes Monocalciumphosphat.
  • Frischer Teig kann mit dem Triebmittelsystem dieser Erfindung auf konventionelle Art und Weise hergestellt werden, wie es im Stand der Technik praktiziert wurde. Typischerweise werden die Zutaten in trockenem Zustand gemischt und können über übliche Zeitspannen gelagert werden. Es ist bevorzugt, trockene, gemischte Materialien zu kühlen, wenn verlängerte Zeitspannen zwischen dem Mischen und der Herstellung des frischen Teigs auftreten. Das trockene Gemisch wird verwendet um frischen Teig herzustellen, indem geeignete Flüssigkeiten, wie Milch und Fettstoffe, hinzugegeben werden, wie im Stand der Technik bekannt.
  • Wie im Stand der Technik bekannt ist, kann der gewünschte pH-Wert des gebackenen Endprodukts kontrolliert werden, indem in den frischen Teig Triebmittelsäuren und Alkalicarbonatquellen gegeben werden, welche üblicherweise zu diesem Zweck im Stand der Technik verwendet werden. Im Allgemeinen liegt der pH-Wert des gebackenen Endprodukts im Bereich von 5,5 bis 9,0, bevorzugt von 6,9 bis 7,5. Die Menge an Alkalicarbonat-Material, die hinzugegeben wird, sollte ausreichend sein, einen pH-Wert einzustellen, der innerhalb der oben beschriebenen Bereiche liegt. Typischerweise werden zwischen 0,3 Gew.-% und 3 Gew.-% des essbaren basischen Materials hinzugegeben, basierend auf dem Gewicht der verwendeten pulverisierten Inhaltsstoffe.
  • Die Erfindung ist durch Bezugnahme auf die folgenden Beispiele besser zu verstehen.
  • Beispiel 1
  • Wasserfreies Monocalciumphosphat wird durch Reaktion von Phosphorsäure mit Calciumhydroxid und Calciumoxid hergestellt. Die Menge von jedem verwendeten Reaktand wird genau kontrolliert, so dass das gebildete wasserfreie Monocalciumphosphat weniger als 0,5 Gewichtsprozent freie Säure und weniger als 0,5 Gewichtsprozent freien Kalk aufweist. Dieses Material wird in einen Rotationstrockner eingebracht, welcher erhitzt wird, bis die Temperatur des hinzugegebenen Materials zwischen ungefähr 230 und ungefähr 265°C liegt, und das Material wird für ungefähr 3 Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Das Material wird aus dem Trockner entnommen, gemahlen und zum Testen durchgemustert. Dieses Verfahren wird mehrere Male wiederholt, und Proben werden zur chemischen Analyse untersucht. Das Material weist zwischen ungefähr 15,8 und ungefähr 31,3 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Orthophosphat (Durchschnittsmenge ungefähr 23,6 Gewichtsprozent), zwischen ungefähr 50 und ungefähr 63,3 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Pyrophosphat (durchschnittliche Menge ungefähr 54,0 Gewichtsprozent), zwischen ungefähr 0,20 und 0,45 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Tripolyphosphat (Durchschnittsmenge ungefähr 0,30 Gewichtsprozent) und Spuren von Tetrapolyphosphaten und Polyphosphaten höher als Tetrapolyphosphate auf.
  • Der Neutralisationswert wird gemessen, indem bestimmt wird, wieviele Gewichtsteile Natriumbicarbonat notwendig sind um 100 Teile dieser Zusammensetzung zu neutralisieren. Die gemessenen Werte reichen von ungefähr 65,6 bis 72,0.
  • Eigenschaften der Zusammensetzung nach Beispiel 1
  • Die Teig-Reaktionsrate ("dough rate of reaction", DRR) ist ein Parameter, der die Geschwindigkeit des gebildeten Kohlendioxids während des Mischens und Gehens eines Teigs vor dem Backen definiert. Sie wird bestimmt, indem das Volumen an Kohlenstoffdioxid, das bei einer Standard-Teigformulierung, die bekannte Mengen an Triebmittelsäure und Backsoda enthält, unter einer konstanten Temperatur von 27°C in einem modifizierten Chittick-Apparat gebildet wird, gemessen wird. Die DRR wird oft als Richtlinie zur Auswahl des Triebmittelsäuretyps verwendet, der am besten für eine bestimmte Produktanwendung geeignet ist. Ein niedriger Wert bei der DRR, i.e. weniger als 50 über 2, 6 und/oder 10 bis 15 Minuten Reaktionszeit, ist dazu geeignet, eine herausragende kontrollierte Reaktionsrate anzuzeigen.
  • Um die Menge an freigesetztem CO2 nach der Reaktion mit Natriumhydrogencarbonat bei der Zusammensetzung nach Beispiel 1 zu messen, werden 73,5 Teile einer simulierten trockenen Teigmischung, enthaltend Mehl, fettfreie Trockenmilch, Salz und Shortening, 0,75 Teile NaHCO3 und 0,93 Teile der Zusammensetzung nach Beispiel 1 in eine Reaktionsbombe gegeben. 43 Teile Wasser werden hinzugefügt, und die Inhaltsstoffe werden gemischt. Unter Verwendung eines modifizierten Chittick-Apparates (oder irgendeines ähnlichen Apparats, welcher geeignet ist, die Gasentwicklung zu messen) wird die Menge von gebildetem CO2 verglichen mit der verfügbaren Gesamtmenge (DRR) an den Zeitpunkten 1, 2, 4, 6, 8, 10, 12, 15, 20, 25, 30, 40, 50 und 60 Minuten gemessen. Das obige Experiment wird bei einer Gehtemperatur von 5°C wiederholt. Die DRR-Werte sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
  • Figure 00110001
  • Der Glühverlust ("Loss on Ignition", LOI) wird gemessen, indem ein standardisierter Test verwendet wird, wobei eine Probe der Triebmittelsäure in einem Schmelztiegel bei 800°C erhitzt (geglüht) wird und der Gewichtsverlust als Ergebnis des Glühens gemessen wird. Der LOI dieses Materials liegt zwischen ungefähr 10,5 und ungefähr 11,5.
  • Formulierungsdaten – Rührteig-Kuchen ("Yellow Cake")
  • Um zu bestimmen, ob die dem obigen Beispiel entsprechende Triebmittelsäurezusammensetzung in Backmischungen gut funktionieren würde, wird die folgende "Yellow Cake"-Mischung hergestellt:
    Kuchenmehl 236,00 Teile
    Kristallzucker 280,84 Teile
    Shortening 53,57 Teile
    Fettfreie Trockenmilch 18,17 Teile
    Trockeneigelb 22,89 Teile
    Trockeneiweiß 9,20 Teile
    NaCl 6,37 Teile
    Erfinderische Triebmittelsäurezusammensetzung 9,0–13,0 Teile
    Natriumbicarbonat 5,66 Teile
    Vorgelierte Weizenstärke 2,60 Teile
    Emulgator 5,00 Teile
  • Ein Rührteig wird hergestellt, indem zunächst 170,00 Teile Wasser, dann 142,00 Teile Wasser hinzugegeben werden. Der Rührteig wurde unverzüglich in eine Backform gegeben und bei 375°F für 25 Minuten unter Bildung eines gelben Kuchens gebacken.
  • Um zu bestimmen, ob die obigen Rührteige Kuchen von hoher Qualität nach dem Backen hervorbringen, wurden sie quantitativ analysiert, indem die folgenden Kriterien angewandt wurden: spezifisches Gewicht des Rührteigs, spezifisches Volumen des Kuchens und Kuchen-pH-Wert. Ein spezifisches Volumen des Kuchens von 3,25 wird als kommerziell annehmbar angesehen. Die Experimente werden wiederholt, mit der Ausnahme, dass der Rührteig über Zeitspannen von 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und 24 Stunden vor dem Backen gehen gelassen wird. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt.
  • Figure 00120001
  • Die Kuchen werden qualitativ im Hinblick auf die Farbe der Kruste, die Körnung, die Symmetrie und im Hinblick auf Risse untersucht. Alle untersuchten Proben brachten herausragende qualitative Ergebenisse hervor, mit der Ausnahme, dass die Krone des Kuchens, der hergestellt wurde, nachdem der Rührteil für 24 Stunden gegangen war, leicht eingefallen war.
  • Als erster Vergleich, das spezifische Volumen des Kuchens (bei Zeitpunkt = 0), das bei einem Kuchen gemessen wird, der mit Regent 12XX, einem Monocalciumphosphat-Monohydrat-Material, hergestellt wurde, ist 2,59, und bei einem Kuchen, der mit Levair, einem Natriumaluminiumphosphat-Material, hergestellt wurde, ist 3,55. Regent 12X und Levair sind kommerziell erhältliche Materialien, die von Rhodia Inc. verkauft werden.
  • Formulierungsdaten – Kekse
  • Die erfinderische Zusammensetzung wird im Hinblick auf die Verwendung als Triebmittelsäure in Keksen getestet. Die Formulierung und das Verfahren zur Herstellung der Kekse sind die Folgenden:
    Ein selbst-gehendes Mehl wird hergestellt, indem 100 Teile Mehl, 1,375 Teile Backsoda, eine Menge der erfinderischen Triebmittelsäure, die so berechnet ist, dass sie das Backsoda vollständig neutralisiert, und 2,25 Teile NaCl zusammengemischt werden. Das selbst-gehende Mehl wird in eine Dreiviertel-Hobart-Rührschale gegeben. Unter Verwendung eines schweren Rührers aus rostfreiem Stahl werden 12,7 Teile Shortening hinzugegeben, und das Gemisch wird 5 Minuten auf Geschwindigkeitsstufe 1 gemischt. 65,5 Teile kalte Milch werden zur Mehl-Butter-Mischung hinzugegeben, und das Gemisch wird für 15 Sekunden bei Geschwindigkeitsstufe 2 gemischt. Der Teig wird von den Seiten und vom Boden der Rührschale mit einem Teigschaber abgekratzt, und der Teig wird aus der Rührschale entfernt. Der Teig wird dann leicht zu einer Kugel gerollt, wobei sichergestellt wird, dass diese vollständig mit dem Mehl bestäubt ist. Ein Nudelholz wird in der Mitte des Teigs plaziert, und der Teig wird zunächst einmal vorwärts, dann einmal rückwärts ausgerollt. Der Teig wird in der Mitte gefaltet und im 90°-Winkel gedreht und wie zuvor ausgerollt. Dieser Falt- und Rollschritt wird wiederholt. Vier Kekse werden mit einem bemehlten 2-1/2 Inch-Schneider ausgeschnitten und dann unverzüglich bei 425°F für 14 Minuten gebacken.
  • Dieses Verfahren wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Kekse nach dem Ausschneiden über Zeitspannen von 15 Minuten und 30 Minuten vor dem Backen aufbewahrt werden. Das spezifische Volumen und der pH-Wert der Kekse sind in der folgenden Tabelle gezeigt. Diese Werte sind mit denen vergleichbar, die mit kommerziellen, erfolgreichen Triebmittelsäuren bei dieser Anwendung erhalten werden.
  • Figure 00130001
  • Qualitativ wiesen die Kekse eine gute Krustenfarbe auf und eine annehmbare Krustenoberfläche und Seitenspaltung.
  • Beispiel 2
  • Eine zweite erfinderische Triebmittelsäurezusammensetzung wird hergestellt, indem trocken 80 Gewichtsteile der Zusammensetzung nach Beispiel 1 mit 20 Gewichtsteilen des kommerziellen Produkts gemischt werden, das von Rhodia Inc. als V-90 verkauft wird, welches ein beschichtetes wasserfreies Monocalciumphosphat ist. Der Neutralisationswert dieser Zusammensetzung liegt bei ungefähr 74,0 bis ungefähr 74,9. Das Material weist zwischen ungefähr 40,6 Prozent der Endzusammensetzung an Orthophosphat auf, ungefähr 41,5 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Pyrophosphat, zwischen 0,24 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Tripolyphosphat und Spuren an Tetra- und höheren Polyphosphaten. Der LOI dieses Materials liegt zwischen ungefähr 11,4 und ungefähr 12,2 Prozent.
  • Beispiel 3
  • Eine dritte erfinderische Triebmittelsäurezusammensetzung wird hergestellt, indem trocken 50 Gewichtsteile der Zusammensetzung nach Beispiel 1 mit 50 Gewichtsteilen des kommerziellen Produkts gemischt werden, das von Rhodia Inc. als V-90 verkauft wird, welches ein beschichtetes wasserfreies Monocalciumphosphat ist. Der Neutralisationswert dieser Zusammensetzung ist ungefähr 77,4 bis ungefähr 77,8. Das Material weist ungefähr 54,6 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Orthophosphat, ungefähr 26,3 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Pyrophosphat und ungefähr 0,15 Gewichtsprozent der Endzusammensetzung an Tripolyphosphat und Spuren an Tetra- und höheren Polyphosphaten auf. Der LOI dieses Materials liegt zwischen ungefähr 12,7 und ungefähr 13,4 Prozent.
  • Testen der Zusammensetzungen nach Beispiel 2 und 3
  • Das Testen der obigen Zusammensetzung wird so durchgeführt, wie im Zusammenhang mit der Zusammensetzung nach Beispiel 1 diskutiert.
  • DRR-Profil
    Figure 00140001
  • Rührteig-Kuchen-Daten – Beispiel 2
    Figure 00150001
  • Dieser Kuchen verhält sich vergleichbar zur Kontrolle beim Zeitpunkt 0, aber seine Krone fällt leicht ein, wenn er 24 Stunden aufbewahrt wird. Dieser Kuchen ist nicht so herausragend wie der Kuchen von Beispiel 1; es wird vermutet, dass dies durch die Erhöhung im DRR der Beispiel 2-Zusammensetzung, verglichen mit der Beispiel 1-Zusammensetzung, verursacht wird.
  • Rührteig-Kuchen-Daten – Beispiel 3
    Figure 00150002
  • Der Kuchen, der unter Verwendung der Zusammensetzung nach Beispiel 3 hergestellt wird, besitzt ein kleineres Volumen als die Kontrolle zu allen Zeitpunkten und ist, verglichen mit den Kuchen, welche die Beispiel 1-Zusammensetzung verwenden, minderwertig; es wird vermutet, dass dieses durch die Erhöhung in der DRR der Beispiel 3-Zusammensetzung, verglichen mit der Beispiel 1-Zusammensetzung, verursacht wird.
  • Keks-Test
    Figure 00150003
  • Qualitativ weisen die Kekse eine gute Krustenfarbe auf und eine annehmbare Krustenoberfläche und Seitenspaltung.
  • Diskussion der Daten
  • Die obigen Daten zeigen, dass die resultierenden Zusammensetzungen, welche die Produkte sind, die durch Hitzebehandlung von wasserfreiem Monocalciumphosphat erhalten werden, so dass sie zwischen ungefähr 25 und ungefähr 72 Gewichtsprozent Pyrophosphat enthalten, exzellente Kontroll-Freisetzungs-Eigenschaften aufweisen, während sie Kuchen bzw. Kekse hervorbringen, die ein hohes spezifisches Volumen besitzen. Diese Werte entsprechen Zusammensetzungen mit einem Glühverlust zwischen ungefähr 7 und 14%, wobei ein Verlust zwischen ungefähr 10 und 12% besonders bevorzugt ist.
  • Darüber hinaus können sie mit anderen kommerziell erhältlichen Triebmittelsäuren gemischt werden, und besonders mit jenen, welche kein Natrium oder Aluminium enthalten, um Zusammensetzungen zu erhalten, die einen noch höheren Neutralisationswert aufweisen.
  • Kurz, die vorliegende Erfindung bringt eine vielseitige Triebmittelsäurezusammensetzung hervor, welche einfach herzustellen ist, Gesundheitsrisiken vermindert, welche geschmacksneutral ist und keine Mischung mit anderen Triebmittelsäurematerialien erfordert.

Claims (21)

  1. Zusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist, um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, wobei die Zusammensetzung als Triebmittelsäure verwendbar ist und durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gew.-% P2O7 enthält, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 40 und 70 Gew.-% P2O7 enthält.
  3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 50 und 65 Gew.-% P2O7 enthält.
  4. Zusammensetzung nach Anspruch 1 mit einem Glühverlust zwischen 7 und 14%.
  5. Zusammensetzung nach Anspruch 4 mit einem Glühverlust zwischen 10 und 12%.
  6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Temperatur des wasserfreien Monocalciumphosphates beim Erhitzen zwischen 200°C und 310°C liegt und wobei die Dauer des Erhitzens zwischen 0,25 und 30 Stunden liegt.
  7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei die Temperatur des wasserfreien Monocalciumphosphates beim Erhitzen zwischen 230°C und 265°C liegt und wobei die Dauer des Erhitzens zwischen 2 und 5 Stunden liegt.
  8. Zusammensetzung nach Anspruch 1, die außerdem eine zusätzliche Triebmittelsäurezusammensetzung umfasst, die aus der Gruppe, bestehend aus Monocalciumphosphat, Monohydrat; Monocalciumphosphat, wasserfrei; beschichtetem Monocalciumphosphat; Natriumaluminiumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Monocalciumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Aluminiumsulfat; Natriumhydrogenpyrophosphat; Natriumaluminiumsulfat; Kaliumaluminiumsulfat; Ammoniumaluminaten; Natriumaluminaten; Kaliumaluminaten; Mononatriumphosphat; Monokaliumphosphat; Weinsäure; Zitronensäure; Adipinsäure; Fumarsäure; Dimagnesiumphosphat; Mononatriumdihydrogenphosphat; Dicalciumphosphatdihydrat; Monoammoniumphosphat; Monokaliumtartrat; und Glucono-delta-lacton; und Gemischen daraus, ausgewählt ist.
  9. Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei die Menge der zusätzlichen Triebmittelsäurezusammensetzung zwischen 1 und 99% der gesamten Triebmittelsäuren in der Zusammensetzung umfasst.
  10. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,1 Gew.-% freie Säure oder weniger als 0,1 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  11. Verfahren zur Herstellung einer Triebmittelsäurezusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist, um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, umfassend das Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gew.-% P2O7 ent hält, das vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  12. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Temperatur des wasserfreien Monocalciumphosphats beim Erhitzen zwischen 200°C und 310°C liegt und wobei die Dauer des Erhitzens zwischen 0,25 und 30 Stunden liegt.
  13. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Temperatur des wasserfreien Monocalciumphosphates beim Erhitzen zwischen 230°C und 265°C und wobei die Dauer des Erhitzens zwischen 2,0 und 5,0 Stunden liegt.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,1 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,1 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  15. Backpulver oder Backmischung zum Herstellen einer essbaren Backware, das/die eine Triebmittelsäurezusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80 umfasst, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist, um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, wobei die Zusammensetzung durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gew.-% P2O7 enthält, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist.
  16. Backpulver oder Backmischung nach Anspruch 15, welche (s) verwendet wird, um einen Kuchen, einen Muffin, einen Donut, ein Brot, ein Gebäck, einen Keks, einen Teig bei Raumtemperatur, gekühlt oder gefroren, einen Brownie, einen Hush Puppy, einen Pfannkuchen, eine Waffel, einen Pizzaboden oder ein Brötchen herzustellen.
  17. Backpulver oder Backmischung nach Anspruch 15, wobei die Zusammensetzung zwischen 0,2 und 4,0 Gew.-% des Gemisches enthält.
  18. Backpulver oder Backmischung nach Anspruch 16, das außerdem eine zusätzliche Triebmittelsäurezusammensetzung umfasst, die ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Monocalciumphosphat, Monohydrat; Monocalciumphosphat, wasserfrei; beschichtetem Monocalciumphosphat; Natriumaluminiumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Monocalciumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Aluminiumsulfat; Natriumhydrogenpyrophosphat; Natriumaluminiumsulfat; Kaliumaluminiumsulfat; Ammoniumaluminaten; Natriumaluminaten; Kaliumaluminaten; Mononatriumphosphat; Monokaliumphosphat; Weinsäure; Zitronensäure; Adipinsäure; Fumarsäure; Dimagnesiumphosphat; Mononatriumdihydrogenphosphat; Dicalciumphosphatdihydrat; Monoammoniumphosphat; Monokaliumtartrat; und Glucono-delta-lacton; und Gemischen daraus.
  19. Backpulver oder Backmischung nach Anspruch 18, wobei die Menge der zusätzlichen Triebmittelsäurezusammensetzung zwischen 1 und 99% der gesamten Triebmittelsäuren in der Zusammensetzung umfasst.
  20. Zusammensetzung, im Wesentlichen bestehend aus: (a) 1 bis 99 Gew.-% einer Zusammensetzung mit einem Neutralisationswert zwischen 70 und 80, wobei der Neutralisationswert die Gewichtsmenge an Natriumbicarbonat ist, die notwendig ist, um 100 Gewichtsteile der Zusammensetzung zu neutralisieren, wobei die Zusammensetzung durch Erhitzen von wasserfreiem Monocalciumphosphat hergestellt wird, so dass die daraus hervorgehende Zusammensetzung zwischen 25 und 72 Gew.-% P2O7 enthält, wobei das wasserfreie Monocalciumphosphat vor dem Erhitzen weniger als 0,5 Gew.-% freie Säure und weniger als 0,5 Gew.-% freien Kalk aufweist; und (b) 99 bis 1 Gew.-% einer zusätzlichen Triebmittelsäurezusammensetzung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Monocalciumphosphat, Monohydrat; Monocalciumophosphat, wasserfrei; beschichtetem Monocalciumphosphat; Natriumaluminiumphosphat; einem Gemisch aus Natriumaluminiumphosphat mit Aluminiumsulfat; Natriumhydrogenpyrophosphat; Natriumaluminiumsulfat; Kaliumaluminiumsulfat; Ammoniumaluminaten; Natriumaluminaten; Kaliumaluminaten; Mononatriumphosphat; Monokaliumphosphat; Weinsäure; Zitronensäure; Adipinsäure; Fumarsäure; Dimagnesiumphosphat; Mononatriumdihydrogenphosphat; Dicalciumphosphatdihydrat; Monoammoniumphosphat; Monokaliumtartrat; und Glucono-delta-lacton, und Gemischen daraus; wobei die Summe der Gewichtsprozente von (a) und (b) 100 beträgt.
  21. Zusammensetzung nach Anspruch 20, die im Wesentlichen aus 20 bis 80 Gew.-% von (a) und 80 bis 20 Gew.-% von (b) besteht, wobei (b) für beschichtetes Monocalciumphosphat steht.
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