-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Dateneingabe-/-ausgabevorrichtung
sowie auf ein Dateneingabe-/-ausgabeverfahren, welche zweckmäßigerweise
für ein
AV-Serversystem anzuwenden sind.
-
Die
gestiegene Anzahl von Kanälen,
die für einen
Zugriff auf verschiedene Arten bzw. Typen von Informationen wenn
auch teilweise infolge der Entwicklung des Kabelfernsehens (CATV)
in den vergangenen Jahren verfügbar
geworden ist, hat ihrerseits zum Ansteigen eines starken Bedarfs
an neuen Audio-/Video-Datenaufzeichnungs-/-wiedergabevorrichtungen
geführt,
die imstande sind, unterschiedliche Sätze von Audio-/Videodaten mittels
einer einzigen Vorrichtung bzw. mittels eines einzigen Gerätes gleichzeitig
aufzuzeichnen und wiederzugeben. Eine Vorrichtung, auf die als Videoserver
(oder AV-Audio- und/oder
Video-Server) Bezug genommen worden ist und die imstande sind, gleichzeitig
unterschiedliche Sätze
von Audio-/Videodaten auf wahlfrei zugreifbaren Aufzeichnungseinrichtungen,
wie Festplatten gleichzeitig aufzuzeichnen und außerdem solche
Daten von den betreffenden Aufzeichnungseinrichtungen wiederzugeben
imstande sind, sind hinsichtlich der Erfüllung dieser Anforderung eigentlich
beliebt geworden.
-
Generell
muss ein in einer Sendestation installierter Videoserver eine hohe
Datentransferrate und eine riesige Aufzeichnungskapazität aufweisen, um
verschiedene Anforderungen zu erfüllen, einschließlich einer
hohen Bild- und Tonqualität
und einer langen Aufzeichnungszeit. Somit sind Versuche unternommen
worden, eine hohe Datentransferrate und eine hohe Aufzeichnungskapazität dadurch
hervorzubringen, dass eine Datenaufzeichnungs-/-wiedergabevorrichtung
eingeführt
wird, die imstande ist, mit einer Vielzahl von Festplatteneinheiten
(nachstehend als HD-Einheiten bezeichnet) gleichzeitig zu arbeiten
und Paritätsdaten
in der Vorrichtung vorab zu speichern, so dass die Gesamtzuverlässigkeit
der Vorrichtung aufrechterhalten werden kann, falls eine oder mehr
als eine der HD-Einheiten ausfällt.
Mit einer solchen Anordnung ist es möglich, einen Mehrkanal-Videoserver
zu realisieren, der an eine Vielfalt von Anwendungen angepasst ist,
wie an VOD-(Video on
demand – Video
auf Anforderung) und NVOD-Systeme (nahe Video bei Bedarf), bei denen dieselben
Quelldaten, welche eine Vielzahl von unterschiedlichen Sätzen von
Audio-/Videodaten umfassen, in einer verteilten Weise aufgezeichnet
und dann gleichzeitig oder mit leichten Zeitdifferenzen wiedergegeben
werden, bevor sie durch eine bzw. in einer Vielzahl von Kanälen übertragen
werden.
-
Die
Datenaufzeichnungs-/-wiedergabevorrichtung, die in einem derartigen
Videoserver verwendet wird, basiert auf der RAID-Technologie (redundante Anordnungen
von billigen Platten bzw. Discs) unter Nutzung einer Vielzahl von
Festplattenlaufwerken (nachstehend als HD-Laufwerke bezeichnet),
deren jedes imstande ist, eine Vielzahl von Festplatten anzutreiben,
wie dies von Patterson und anderen beschrieben worden ist ("A Case for Redundant
Arrays of Inexpensive Discs – ein
Fall für
redundante Anordnungen von billigen Discs (RAID)", ACM SIGMOND Conference, Chicago, III,
1. bis 3. Juni 1998).
-
Gemäß dem obigen
Papier kann die RAID-Technologie in fünf Kategorien RAID-1 bis RAID-5
klassifiziert werden. Die Kategorie RAID-1 wird dazu genutzt, dieselben
Daten in ein Paar von HD-Laufwerken zu schreiben. Bei der Kategorie RAID-3
werden die Eingangsdaten in Gruppen von Daten mit einer bestimmten
Länge aufgeteilt
und in einer Vielzahl von HD-Laufwerken aufgezeichnet, während Paritätsdaten
als bzw. durch Exklusiv-ODER-Verknüpfung der
entsprechenden Datenblöcke
des jeweiligen HD-Laufwerks erzeugt und in ein weiteres HD-Laufwerk
geschrieben werden. Bei der Kategorie RAID-5 werden anderer seits
Daten in große
Einheiten (Blöcke)
aufgeteilt, und die Daten der jeweiligen Einheit werden in einem
HD-Laufwerk als Datenblock aufgezeichnet, während das Ausgangssignal einer
Exklusiv-ODER-Verknüpfung
(Paritätsdaten)
der entsprechenden Datenblöcke
des jeweiligen HD-Laufwerks in anderen HD-Laufwerken als Paritätsblock
in einer verteilten Weise aufgezeichnet werden.
-
Bezüglich der übrigen Aspekte
von RAID sei auf das oben bezeichnete Papier Bezug genommen.
-
Ein
AV-Serversystem, wie es oben beschrieben worden ist, umfasst einen
Datenspeicher, der aus einer Vielzahl von Festplatten zur Speicherung von
AV-Daten besteht, eine Vielzahl von AV-Dateneingabe-/-ausgabe-Schnittstellen
(nachstehend als Anschlüsse
bzw. Ports bezeichnet) zur Eingabe von AV-Daten in den Datenspeicher
und zur Ausgabe derartiger Daten aus dem Datenspeicher sowie eine Systemsteuereinrichtung
zur Steuerung des Betriebs des Gesamtsystems. Jeder Port weist einen
Speicher zur Steuerung bzw. Regelung des Zeitpunkts der Wiedergewinnung
von AV-Daten aus dem Datenspeicher und des Zeitpunkts zur Speicherung
von AV-Daten in dem Datenspeicher auf. Sodann führt ein AV-Serversystem, welches
den oben beschriebenen Aufbau aufweist, Verarbeitungsoperationen gleichzeitig
für eine
Vielzahl von Kanälen
durch, da die Systemsteuereinrichtung die Ports in einer solchen
Weise steuert, dass diese gleichmäßig und zyklisch auf einer
Zeitteilbasis bzw. Zeitmultiplexbasis mit einer bestimmten Periode
genutzt werden. Genauer gesagt verarbeitet jeder Port AV-Daten für einen
einzelnen Kanal auf einer Zeitmultiplexbasis, so dass als Ergebnis
AV-Daten für
sämtliche
Kanäle gleichzeitig
durch die Ports verarbeitet werden, deren Anzahl gleich jener der
Kanäle
ist. Daher werden bei einem derartigen AV-Serversystem Zeitschlitze
den Ports der Vielzahl von Kanälen
periodisch in einer starren bzw. genau festgelegten Weise zugeteilt.
Sodann wird als generelle Praxis die Länge des jeweiligen Zeitschlitzes
so kurz wie möglich
gemacht, um die Wartezeit des jeweiligen Ports zu minimieren, vorausgesetzt,
dass die Zeitdauer bzw. -spannung, die der jeweilige Port zum Lesen
und Wiedergeben eines vorgegebenen Datenvolumens aus dem Speicher
in bzw. mit einer normalen Rate benötigt, sichergestellt ist.
-
Nunmehr
wird die Operation der Zuteilung von Zeitschlitzen zu einem AV-Server,
der vier Ports, Port 1 bis Port 4, aufweist, unter
Bezugnahme auf 1 der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
-
Bei
dem Beispiel gemäß 1 unterteilt
die Systemsteuereinrichtung jede Zyklusperiode bzw. -dauer gleichmäßig in vier
gleiche Zeitschlitze und teilt diese sequentiell dem Port 1 bis
Port 4 zu, so dass die Zeitzuteilung mit einer festliegenden
Periode fortschreitet. Mit anderen Worten ausgedrückt heißt dies,
dass jeder vierte Zeitschlitz dem jeweiligen Port zugeteilt wird
und dass ein Viertel der jeweiligen Periode einem Port gewährt ist.
-
Nunmehr
sei bezüglich 1 angenommen, dass
AV-Daten aus dem Datenspeicher mit einer hohen Geschwindigkeit am
Port 1 gelesen und wiedergegeben werden und dass AV-Daten
am Port 3 auf eine Festplatte des Datenspeichers geschrieben werden,
während
die beiden Ports 2 und 4 im Ruhezustand sind.
Sodann ist die Anzahl der Datenseiten bzw. -listen, die der Port 1 pro
Einheitszeit wiedergeben kann, gleich der Anzahl der Datenlisten,
die der Speicher des Ports 1 in einem Zeitschlitz lesen
kann.
-
Falls
das wiedergegebene Bild neu ausgerichtet und/oder die Wiedergaberate
im Zeitschlitz des Ports 2 modifiziert wird, dann kann
die entsprechende Bildwiedergabeoperation solange nicht stattfinden,
bis die nächste
Datenleseoperation am Port 1 abgeschlossen ist, oder nach
dem Ende der nächsten
Zeitschlitze 3 bis 4.
-
Somit
sind bekannte AV-Serversysteme, die einen Aufbau besitzen, wie er
oben beschrieben worden ist, von Problemen begleitet, wie sie unten
festgestellt sind, und zwar insbesondere dann, wenn Daten mit einer
hohen Geschwindigkeit wiedergegeben werden, da die Länge des
Zeitschlitzes auf der Grundlage von gewöhnlichen AV-Datenwiedergabeoperationen
ausgewählt
ist.
-
Erstens
ist bei derartigen bekannten AV-Serversystemen auf Speicherbereiche
auf der gleichzeitig aktiven Festplatte diskontinuierlich in einem
Hochgeschwindigkeits-AV-Datenwiedergabebetriebsmodus zuzugreifen,
so dass ein großer
Teil der für
die Datenwiedergabeoperation zweckbestimmten Zeitspanne tatsächlich für den Zugriffsprozess
auf Kosten der für
das Lesen von Daten benötigten
Zeitspanne verbraucht wird. Deshalb ist das oben beschriebene Zeitschlitz-Zuteilungssystem
nicht sehr effektiv, und die Anzahl der pro Einheitszeit wiedergegebenen
Datenblätter
bzw. -listen ist insbesondere während
Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperationen signifikant vermindert,
so dass die Bilder wie jene eines mit langsamer Geschwindigkeit
laufenden Filmes angezeigt bzw. wiedergegeben werden können und
die Suchoperation des Suchens nach irgendeinem gewünschten
Bild in der Editiersitzung sehr mühselig werden kann. Somit besteht
ein Bedarf an einem AV-Serversystem, welches in einem Hochgeschwindigkeits-Wiedergabemodus
so viele Datenblätter
bzw. -listen wiedergeben kann, wie es in einem Normalgeschwindigkeits-Wiedergabebetrieb wiedergeben
kann.
-
Zweitens
können
derartige bekannte AV-Serversysteme nicht auf einen Befehl für einen
Betrieb zur Umkehr der Wiedergaberichtung oder eine ähnliche
Operation ansprechen, die durch das Steuerfeld abgegeben wird, bis
der nächste
dem den betreffenden Kanal oder Port zugewiesene Zeitschlitz auftritt, was
das System ziemlich schwerfällig
und ineffizient macht.
-
Mit
Rücksicht
auf die oben festgestellten Probleme sowie mit Rücksicht auf weitere Probleme
besteht daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine
Dateneingabe-/-ausgabevorrichtung und ein Dateneingabe-/-ausgabeverfahren
bereitzustellen, die eine erhöhte
Anzahl von Datenblättern
bzw. -listen in einem Hochgeschwindigkeits-Wiedergabemodus abgeben
können
und die komfortabel und effizient betrieben werden können.
-
Die
europäische
Patentanmeldung EP-A-0 817 421 offenbart (als zehnte Ausführungsform)
eine Datenwiedergabevorrichtung (Video-Netzwerkserver), umfassend:
eine
Datenwiedergabeeinrichtung zur Wiedergabe von Audio-/- oder Videodaten
von einer Speichervorrichtung,
eine Vielzahl von Abgabe- bzw.
Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen zur Verarbeitung der von der
betreffenden Wiedergabeeinrichtung abgegebenen Daten und zur Abgabe
dieser Daten und eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Abgabe-Verarbeitungseinrichtung,
derart, dass diese veranlasst wird, die genannten Verarbeitungsoperationen
in zugeteilten entsprechenden Zeitschlitzen vorzunehmen und Zeitschlitzsignale
mit einer festliegenden Zyklusperiode bzw. -dauer an die jeweilige
Abgabeeinrichtung abzugeben,
wobei die betreffende Steuereinrichtung
derart arbeitet, dass sie Signale bzw. Zeitschlitzsignale bezüglich jedes
freien Zeitschlitzes, die an eine weitere Abgabe-Verarbeitungseinrichtung
abzugeben sind, abgibt.
-
Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ist eine Datenaufzeichnungs-/-wiedergabevorrichtung
geschaffen, umfassend eine Datenaufzeichnungs-/-wiedergabeeinrichtung
zur Aufzeichnung von Audio- und/oder Videodaten enthaltenden Daten in
bzw. auf und zur Wiedergabe derartiger Daten von einer Vielzahl
von Aufzeichnungsträgern,
auf die in nichtlinearer Weise zugreifbar ist,
eine Vielzahl
von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen zur Verarbeitung
der betreffenden Eingangsdaten und zur Abgabe der betreffenden Daten
an die genannten Aufzeichnungs-/-Wiedergabeeinrichtungen sowie zur
Verarbeitung der von den betreffenden Aufzeichnungs-/-wiedergabeeinrichtungen
abgegebenen Daten für
eine Abgabe
und eine Steuereinrichtung zur Steuerung der genannten
Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen, derart, dass diese
die genannten Verarbeitungsoperationen in zugewiesenen entsprechenden Zeitschlitzen
ausführen
und dass sie Zeitschlitzsignale mit einer festen Zyklusdauer an
die betreffenden Eingangs-/Ausgangseinrichtungen abgibt,
wobei
die betreffende Steuereinrichtung derart arbeitet, dass dann, wenn
unter der genannten Vielzahl von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
eine ungenutzte bzw. freie Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
vorhanden ist, diese das Zeitschlitzsignal, das an die betreffende
ungenutzte bzw. freie Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
abzugeben ist, an eine Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
abgibt, die unter der betreffenden Vielzahl von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
die höchste
Priorität
besitzt.
-
Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Datenaufzeichnungs-/-wiedergabeverfahren zur
Anwendung bei bzw. in einer Datenaufzeichnungs-/-wiedergabevorrichtung
geschaffen, die eine Vielzahl von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
zur Verarbeitung und zur Abgabe von Audio- und/- oder Videodaten enthaltenden Daten
und eine Vielzahl von Aufzeichnungsträgern umfasst, auf die in nichtlinearer
Weise zugreifbar ist, um die von den betreffenden Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
abgegebenen Daten in bzw. auf den betreffenden Aufzeichnungsträgern aufzuzeichnen
und um außerdem
die in bzw. auf den betreffenden Aufzeichnungsträgern aufgezeichneten Daten wiederzugeben
und an die genannten Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
abzugeben, umfassend
einen ersten Schritt zur Zuteilung von
Zeitschlitzsignalen mit einer festliegenden Zyklusdauer an die genannten
Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
und einen zweiten
Schritt, durch den die genannten Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
jeweils veranlasst werden, eine Operation bezüglich der genannten Daten in
den ihnen im genannten ersten Schritt zugewiesenen Zeitschlitzen
auszuführen und
die verarbeiteten Daten an den genannten Aufzeichnungsträger abzugeben,
und durch den die betreffenden Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
außerdem
veranlasst werden, die von dem zugehörigen Aufzeichnungsträger abgegebenen
Daten zu verarbeiten und die verarbeiteten Daten extern abzugeben,
wobei
in dem Fall, dass unter der betreffenden Vielzahl von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
sich eine ungenutzte bzw. freie Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
befindet, das an die betreffende ungenutzte bzw. freie Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
abzugebende Zeitschlitzsignal an eine Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtung
abgegeben wird, welche unter der genannten Vielzahl von Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen
die höchste
Priorität
besitzt, wobei die betreffende höchste
Priorität
auf der Grundlage der Häufigkeit des
Zugriffs auf die Aufzeichnungsträger
bestimmt wird, auf die in nichtlinearer Weise zugreifbar ist.
-
Damit
kann, wie nachstehend im Einzelnen beschrieben wird, die Steuereinrichtung
bei einer bevorzugten Realisierung der Erfindung mehr als einen Zeitschlitz
einer bestimmten Daten-Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle
innerhalb einer Zeitspanne bzw. Periode für eine Dateneingabe-/-ausgabeoperation
unter gewissen Bedingungen zuteilen, um die Zeit bzw. Zeitspanne
zu verdoppeln oder zu verdreifachen, die für die Dateneingabe-/-ausgabeschnittstelle
genutzt werden kann, so dass die Menge der Abgabedaten pro Einheitszeit
insbesondere für
eine Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperation merklich gesteigert
werden kann, um die Operation des Suchens von Bildern und die Wartezeit
der jeweiligen Dateneingabe-/ausgabeschnittstelle, die auf den nächsten Zeitschlitz
wartet, signifikant zu verkürzen und
um das Ansprechverhalten und die Operabilität der Vorrichtung zu verbessern.
-
Nunmehr
wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen eine Ausführungsform
der Erfindung lediglich beispielhaft beschrieben.
-
1 veranschaulicht
in einem Zeitdiagramm, wie Zeitschlitze verschiedenen Ports in einem
konventionellen AV-Serversystem geteilt werden.
-
2 zeigt
ein schematisches Blockdiagramm eines AV-Serversystems, welches durch Anwendung
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung realisiert ist.
-
3A zeigt
ein schematisches Blockdiagramm jedes der Eingabe-/-Ausgabe-Verarbeitungsabschnitte
für die
Aufzeichnungsfunktionsseite.
-
3B zeigt
ein schematisches Blockdiagramm jeder der Eingabe-/Ausgabe-Verarbeitungsabschnitte
für die
Wiedergabefunktionsseite.
-
4 zeigt
ein schematisches Blockdiagramm jeder der Anordnungen RAID 2-1 bis 2-5-des Datenspeichers 2.
-
5 veranschaulicht
in einem Flussdiagramm eine Verarbeitungsoperation der CPU.
-
6 zeigt
ein Zeitdiagramm, welches zur Zuteilung von Zeitschlitzen zu unterschiedlichen Ports
für den
Zweck einer Ausführungsform
der Erfindung herangezogen werden kann.
-
7 zeigt
ein weiteres Zeitdiagramm, welches ebenfalls für die Zuteilung von Zeitschlitzen
zu unterschiedlichen Ports für
den Zweck einer Ausführungsform
der Erfindung herangezogen werden kann.
-
Nunmehr
wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
in weiteren Einzelheiten be schrieben; die betreffenden Zeichnungen
veranschaulichen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung. 2 zeigt ein schematisches Blockdiagramm
eines AV-Servers 1, der durch Anwendung der vorliegenden
Erfindung realisiert ist und der imstande ist, AV-(Audio- und/oder
Video-)-Daten mit Hilfe von vier Kanälen zu speichern, wiederzugeben,
zu editieren und zu verteilen; der betreffende AV-Server 1 umfasst
einen Datenspeicher 2 zur Speicherung von AV-Daten, Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte 3, 4, 5 und 6,
die imstande sind, auf den Datenspeicher 2 zuzugreifen, um
AV-Daten einzugeben/auszugeben, eine Steuersignal-Schnittstelle
(IF) 7 und eine Systemsteuereinrichtung 8 zur
Steuerung des Betriebs des Gesamtsystems. Zusätzlich sind die Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte 3, 4, 5 und 6 mit
dem Datenspeicher 2 über
Busleitungen bzw. Busse 30 und 31 verbunden. Zum
Zwecke einer passenden Beschreibung werden die Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte 3, 4, 5 und 6 nachstehend
als Port 1, Port 2, Port 3 bzw. Port 4 bezeichnet
werden.
-
In
dem AV-Server 1 teilt die Systemsteuereinrichtung 8 Zeitschlitze
den Ports auf einer Zeitmultiplexbasis zu, so dass jeder der Ports
auf den Datenspeicher 2 während des ihm zugeteilten jeweiligen Zeitschlitzes
zugreifen kann. Genauer gesagt wählt die
Steuereinrichtung 8, wie dies in 6 veranschaulicht
ist, eine feste Zyklusdauer aus und unterteilt die jeweilige Dauer
gleichmäßig in vier
Zeitschlitze, die dann sequentiell dem Port 1 bis dem Port 4 zugeteilt
werden. Daher wird jedem Port ein Zeitschlitz in jeder Zyklusperiode
bzw. -dauer zugeteilt, der gleich einem Viertel der Periode bzw.
Dauer ist.
-
Unter
dem Gesichtspunkt der Wiedergabe von AV-Daten wird die Länge des
jeweiligen Zeitschlitzes so gewählt,
dass eine Menge bzw. ein Volumen an AV-Daten, die kontinuierlich
innerhalb einer Zeitspanne von einem Zeitschlitz zum nächsten Zeitschlitz
wiedergegeben werden können,
der den betreffenden Daten zugeteilt ist, von dem Datenspeicher 2 in
dem Speicher des Ports gespeichert werden können. Damit kann im AV-Server 1 der
Port AV-Daten kontinuierlich wiedergeben, wenn er die AV-Daten aus
seinem Speicher von einem Zeitschlitz bis zum nächsten Zeitschlitz, der ihm
zugeteilt ist, abgibt.
-
Zur
Aufzeichnung von AV-Daten wird andererseits umgekehrt ein Volumen
an AV-Daten in dem Speicher des Ports innerhalb der jeweiligen Zeitspanne
gespeichert und dann gemeinsam während des
dem Port zugeteilten Zeitschlitzes in den Datenspeicher 2 geschrieben.
Unter dem Gesichtspunkt der Aufzeichnung von AV-Daten wird somit die Länge eines
Zeitschlitzes innerhalb einer Zeitspanne bzw. Periode so gewählt, dass
ein Volumen an AV-Daten, welches für eine normale Datenwiedergabeoperation erforderlich
ist, ausgelesen und in dem Speicher des jeweiligen Ports während des
Zeitschlitzes gespeichert werden kann, obwohl die Länge so kurz
wie möglich
zu machen ist.
-
Die
Steuersignal-Schnittstelle IF 7 erhält ein Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal,
welches von einem (nicht dargestellten) Steuerfeld oder von irgendeiner
anderen Signalquelle zugeführt
ist, und überträgt es zur
Systemsteuereinrichtung 8. Die Eingangs-/Ausgangs-Steuersignale,
die die Steuersignal-Schnittstelle
IF 7 erhält,
enthalten Befehle für eine
normale Datenaufzeichnung und -wiedergabe, zur Stillsetzung der
Datenaufzeichnungs-/-wiedergabeoperationen, für eine langsame Datenwiedergabe, für eine Datenwiedergabe
mit hoher Geschwindigkeit sowie zusätzliche Informationen, wie
eine Information bezüglich
der Suchgeschwindigkeit, einschließlich des Verhältnisses
von normaler zu langsamer Wiedergabe und des Verhältnisses
von normaler Wiedergabe zur Hochgeschwindigkeits-Wiedergabe.
-
Die
Systemsteuereinrichtung 8 steuert den Datenspeicher 2 und
die Ports gemäß den Eingangs-/Ausgangs-Steuersignalen
von der Steuersignal-Schnittstelle IF 7 und führt AV-Daten-Aufzeichnungs-/-Wiedergabeoperationen
in einer Weise aus, wie dies unten beschrieben wird. Zur Aufzeichnung von
AV-Daten verar beitet die Systemsteuereinrichtung 8 die
AV-Daten, die durch einen oder mehr als einen Port eingegeben sind,
um sie so zu transformieren, dass sie ein Datenformat zeigen, welches
für die
Aufzeichnung in dem Datenspeicher 2 geeignet bzw. angepasst
ist; die betreffende Systemsteuereinrichtung komprimiert, falls
erforderlich, die Daten, bevor sie die transformierten und komprimierten
Daten, falls passend zu dem Datenspeicher 2 zur Aufzeichnung überträgt. Zur
Wiedergabe von AV-Daten
liest die Systemsteuereinrichtung 8 andererseits die Daten
aus dem Datenspeicher 2 aus und nimmt, falls erforderlich,
eine Dehnung der Daten vor der Übertragung
der Daten zu einem oder mehr als einem Port vor, wobei die Daten
so transformiert werden, dass sie ein normales AV-Datenformat zeigen,
und sodann werden die betreffenden Daten abgegeben.
-
Nunmehr
werden unter Bezugnahme auf die 3A und 3B die
Konfiguration und die Arbeitsweise der jeweiligen Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte 3, 4, 5 und 6 im
Einzelnen beschrieben.
-
Jeder
der Eingangs-/Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte umfasst für die Aufzeichnungsseite seiner
Funktion eine Eingangsschaltung 211, eines Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitts 212,
Speicher 213-1 bis 213-5 und Bus-Ausgangsverarbeitungsabschnitte 214-1 bis 214-5,
wie dies in 3A dargestellt ist.
-
Andererseits
umfasst jeder der Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsabschnitte für die Wiedergabeseite
seiner Funktion Bus-Eingangsschaltungen 231-1 bis 231-5,
Speicher 233-1 bis 233-5, einen Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 234 und
eine Ausgangsschaltung 236, wie dies in
-
3B gezeigt
ist.
-
Gemäß 3A nimmt
die Eingangsschaltung 211 AV-Daten DW von
den externen Eingangsdaten DIN auf und leitet sie zu dem Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 212 hin.
Die externen Eingangsdaten DIN können
in typischer Weise das SDI-Format
(serielles digitales Schnittstellenformat) zeigen, das in SMPTE-259M
standardisiert ist, oder sie können
das SDTI-Format
(serielles digitales Transfer-Schnittstellenformat) zeigen, wie es
in SMPTE-305M standardisiert ist. Falls erforderlich, werden die
Daten verschiedenen Kompressionsprozessen unterzogen, bevor sie
dem Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 212 zugeführt werden.
-
Der
Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 212 setzt
die AV-Daten DW, die serielle Daten sind,
in parallele AV-Daten DWP-1 bis DWP-5 um; diese Daten werden von dem betreffenden
Verarbeitungsabschnitt den Speichern 213-1 bis 213-5 zugeführt.
-
Die
Speicher 213-1 bis 213-5 nehmen eine vorübergehende
Speicherung der parallelen AV-Daten DWP-1 bis
DWP-5 vor, und nachdem Zeitschlitzsignale
von der Systemsteuereinrichtung 8, wie oben beschrieben,
geliefert werden, lesen die betreffenden Speicher die AV-Daten DWP-1 bis DWP-5 aus
und speichern sie in den Bus-Ausgangsverarbeitungsabschnitten 214-1 bis 214-5,
denen die betreffenden Daten zugeführt werden.
-
Die
Bus-Ausgangsverarbeitungsabschnitte 214-1 bis 214-5 transformieren
die von den Speichern 213-1 bis 213-5 zugeführten AV-Daten
DWQ-1 bis DWQ-5 in
Daten mit einem Format, welches für die Abgabe an den Bus 30 geeignet
ist, bevor sie die Daten tatsächlich
abgeben. Ein Datenformat, wie es in der offengelegten japanischen
Patentanmeldung Nr. 9-200673 angegeben ist und das AV-Daten und
Befehlsdaten für
die AV-Daten umfasst, kann zweckmäßigerweise als Datenformat
für den
Bus 30 genutzt werden. Obwohl nicht dargestellt, werden
Steuersignale zur Steuerung der Operation des Aufzeichnens von AV-Daten von der Systemsteuereinrichtung 8 an die
Bus-Ausgangsverarbeitungsabschnitte 214-1 bis 214-5 und
dann an den Datenspeicher 2 zusammen mit den AV-Daten abgegeben.
-
Nunmehr
wird auf 3B Bezug genommen. Die Bus-Eingangs-Verarbeitungsabschnitte 231-1 bis 231-5 nehmen
AV-Daten DRS-1 bis DRS-5 von den
Daten auf, die von dem Datenspeicher in dem oben beschriebenen Busdatenformat
zugeführt
sind, und geben sie an die Speicher 233-1 bis 222-5 ab.
-
Die
Speicher 231-1 bis 231-5 nehmen eine temporäre Speicherung
der AV-Daten DRS-1 bis DRS-5 vor,
die von den Bus-Eingangs-Verarbeitungsabschnitten 231-1 bis 231-5 zugeführt sind,
und sodann geben sie die betreffenden AV-Daten an die Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsschaltung 234 ab.
-
Der
Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 234 transformiert
die von den Speichern 233-1 bis 233-5 zugeführten AV-Daten
DRM-1 bis DRM-5 in
serielle Daten und gibt diese an die Ausgangsschaltung 236 ab.
-
Die
Ausgangsschaltung 236 verarbeitet die Daten in einer Weise
die gerade umgekehrt ist zu der Verarbeitungsoperation der Eingangsschaltung 211, bevor
sie die Ausgangsdaten DOUT nach außen abgibt.
-
Nunmehr
werden unter Bezugnahme auf 4 die Konfiguration
und die Arbeitsweise jeder der Einrichtungen RAID 2-1 bis 2-5 des
Datenspeichers 2 gemäß 2 im
Einzelnen beschrieben.
-
Gemäß 4 umfasst
jede der Einrichtungen RAID 2-1 bis 2-5 einen
Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 301, eine Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302,
einen FIFO-Speicher 308 für Befehle,
einen Datenmultiplexer 304, eine Paritäts-Rechenschaltung 305,
Speicher-Steuereinrichtungen 306 bis 310, SPC-Einrichtungen
(SCSI-Protokoll-Steuereinrichtungen) 311 bis 315,
HD-Laufwerke (Festplattenlaufwerke – HDD) 316 bis 320,
eine CPU 321, einen FIFO-Speicher 322 für Statusdaten,
eine Daten-Steuereinrichtung 323 für eine Datenwiedergabe und
einen Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 324.
-
Der
Serien-/Parallel-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 301 transformiert
vom Bus 30 her zugeführte
serielle Daten in parallele Daten und gibt diese an die Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302 ab.
-
Die
Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302 trennt die Befehlsdaten
und die AV-Daten, die in das oben beschriebene Datenformat eingebettet sind,
wobei die Befehlsdaten dem FIFO-Speicher 303 für Befehle
zugeführt
werden, während
die AV-Daten dem
Datenmultiplexer 304 zugeführt werden.
-
Der
FIFO-Speicher 303 für
Befehle nimmt eine temporäre
Speicherung der von der Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302 zugeführten Befehlsdaten
vor und gibt die betreffenden Befehlsdaten dann an die CPU 321 ab.
-
Die
CPU 321 gibt Steuersignale an den Datenmultiplexer 304 und
die SPC-Einrichtungen 311 bis 315 zur Steuerung
verschiedener Operationen für die
Verarbeitung der AV-Daten ab, die durch die Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302 entsprechend
den Befehlsdaten abgetrennt sind, welche vom FIFO-Speicher 303 für Befehlsdaten
zugeführt sind.
-
Der
Datenmultiplexer 304 sortiert die AV-Daten, die von der
Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 302 zugeführt sind,
entsprechend den Steuersignalen von der CPU 321, um sie
in den HD-Laufwerken HDD 316 bis 320 aufzuzeichnen
und um sie dann an die Speicher-Steuereinrichtungen 306 bis 310 abzugeben,
oder er nimmt eine Multiplexverarbeitung der AV-Daten von den Speicher-Steuereinrichtungen 306 bis 310 vor,
bevor er sie an die Aufzeichnungsdaten-Steuereinrichtung 323 abgibt.
-
Der
Datenmultiplexer 304 ist mit der Paritäts-Rechenschaltung 305 verbunden,
die Rechenoperationen bezüglich
der Paritäten
der von dem Datenmultiplexer 304 zugeführten AV-Daten ausführt und
die erzielten Paritätsdaten
an die Speicher-Steuer einrichtung 310 abgibt. Wenn keine
weiteren AV-Daten von den HD-Laufwerken HDD 316 bis 319 auf
der Grundlage der von der Speicher-Steuereinrichtung 310 zugeführten Paritätsdaten
ausgelesen werden können,
dann werden die AV-Daten, die nicht ausgelesen werden können korrigiert
und rekonstruiert und dann werden die rekonstruierten AV-Daten an
den Datenmultiplexer 304 abgegeben.
-
Die
Speicher-Steuereinrichtungen 306 bis 310 nehmen
eine temporäre
Speicherung der von dem Datenmultiplexer 304 zugeführten AV-Daten und
außerdem
der von der Paritäts-Rechenschaltung 305 zugeführten Paritätsdaten
vor und geben diese Daten an die SPC-Einrichtungen 311 bis 315 ab.
Außerdem
speichern sie temporär
die von den SPC-Einrichtungen 311 bis 315 abgegebenen AV-Daten
und Paritätsdaten
und geben diese an den Datenmultiplexer 304 bzw. die Paritäts-Rechenschaltung 305 ab.
-
Die
SPC-Einrichtungen 311 bis 315 stellen Schnittstellen
mit SCSI-Schnittstellen (Kleincomputer-Systemschnittstellen) dar,
die Verbindungsbusse mit bzw. zu den HD-Laufwerken 316 bis 320 darstellen
und die imstande sind, den HD-Laufwerken 316 bis 320 AV-Daten
zuzuführen.
-
Jedes
der HD-Laufwerke 316 bis 320 enthält eine
Vielzahl von Festplatten. Sie sind imstande, die von den SPC-Einrichtungen 311 bis 315 über die
SCSI-Schnittstellen gelieferten AV-Daten entsprechend den Steuersignalen
von den SPC-Einrichtungen 311 bis 315 auf den
Festplatten zu schreiben und auf die Festplatten geschriebenen AV-Daten
zu lesen.
-
Die
Leseoperation wird entsprechend dem Befehl durchgeführt, der
in die Eingangsdaten eingeführt
ist, welche über
den Bus 30 eingegeben werden, um eine Datenwiedergabeoperation
anzugeben. Genauer gesagt wird der in die Eingangsdaten eingesetzte
Wiedergabebefehl über
den FIFO-Speicher 303 für
Befehle zur CPU 321 übertragen,
und die CPU gibt ein Steuersignal an die SPC-Einrichtungen 311 bis 315 ab,
um eine Datenwieder gabeoperation anzuzeigen. Auf die Aufnahme eines
Steuersignals hin, welches eine Datenwiedergabeoperation anzeigt,
lesen die HD-Laufwerke 316 bis 320 ihre AV-Daten
entsprechend dem Steuersignal aus und geben die betreffenden Daten
an die SPC-Einrichtungen 311 bis 315 ab.
-
Die
aus den HD-Laufwerken 316 bis 320 ausgelesenen
AV-Daten werden dann durch die SPC-Einrichtungen 311 bis 315 und
die Speicher-Steuereinrichtungen 306 bis 310 dem
Datenmultiplexer 304 eingangsseitig zugeführt, in
welchem sie einer Multiplexverarbeitung unterzogen und der Wiedergabedaten-Steuereinrichtung 323 zugeführt werden.
-
Die
Wiedergabedaten-Steuereinrichtung 323 arbeitet so, dass
die Statusdaten für
den von der CPU 321 eingangsseitig zugeführten Befehl über den FIFO-Speicher 322 für Statusdaten
eingegeben werden; sie zeigen dasselbe Datenformat wie jenes, das für den Bus 30 oben
beschrieben ist, so dass die ausgelesenen AV-Daten und die Status-Daten
einer Multiplexverarbeitung unterzogen und dem Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 324 zugeführt werden.
-
Der
Parallel-/Serien-Umsetzungsverarbeitungsabschnitt 324 transformiert
die Eingangsdaten in serielle Daten, die dann als Ausgangs- bzw.
Abgabedaten an den Bus 31 abgegeben werden.
-
Die
Systemsteuereinrichtung 8 des AV-Servers 1 nimmt
eine geeignete Modifizierung der Zuteilung von Zeitschlitzen zu
den Ports gemäß dem Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal
von der Steuersignal-Schnittstelle IF 7 und der Zuteilungspriorität vor, wie
dies nachstehend beschrieben wird. Nunmehr wird die Verarbeitungsoperation
der System-Steuereinrichtung 8 unter Bezugnahme auf das
Flussdiagramm gemäß 5 beschrieben.
-
Gemäß 5 empfängt die
Systemsteuereinrichtung 8 beim Schritt S1 ein Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal
von der Steuersignal-Schnittstelle IF 7.
-
Sodann
bestimmt die Systemsteuereinrichtung 8 beim Schritt S2
entsprechend dem empfangenen Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal, ob
ein freier Port bzw. Anschluss vorhanden ist oder nicht. Falls kein
freier Port vorhanden ist, geht die Systemsteuereinrichtung weiter
zum Schritt S3. Falls demgegenüber
ein freier Port vorhanden ist, geht die betreffende Steuereinrichtung
weiter zum Schritt S4.
-
Falls
die Systemsteuereinrichtung 8 bestimmt, dass kein freier
Port vorhanden ist, teilt sie die Zeitschlitze von fester Dauer
sämtlichen
Ports gleichmäßig zu (Schritt
S3), und dann geht sie weiter zum Schritt S5.
-
Falls
demgegenüber
die Systemsteuereinrichtung 8 bestimmt, dass zumindest
ein freier Port vorhanden ist, dann bestimmt sie, die Zeitschlitze den
belegten Ports entsprechend der bestimmten Zuteilungspriorität (Schritt
S4) zuzuteilen, und dann geht sie weiter zum Schritt S5. Genauer
gesagt nimmt die Systemsteuereinrichtung 8 mit Rücksicht darauf,
dass freie Zeitschlitze vorliegen, die ansonsten dem freien Port
zugeteilt werden, eine Neuzuteilung der freien Zeitschlitze auf
bzw. für
die belegten Ports entsprechend der Priorität vor. Damit besitzt der Port,
auf den am häufigsten
zugegriffen wird, Priorität
für die
Zeitschlitzzuteilung.
-
Sodann
führt die
Systemsteuereinrichtung 8 beim Schritt S5 AV-Daten-Eingangs-/Ausgangs-Operationen
durch Steuern des Datenspeichers 2 und der belegten Ports
entsprechend den beim Schritt S3 oder S4 zugeteilten Zeitschlitzen
aus. Während
der Ausführung
der obigen Operationen beim Schritt S5 empfängt die Systemsteuereinrichtung 8 ein
Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal gemäß dem Schritt S1 und führt außerdem die
Verarbeitungsoperationen ab dem Schritt S2 aus, falls sie beim Schritt
S1 ein modifiziertes Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal erhält.
-
Nunmehr
wird die Art und Weise beschrieben, wie die Systemsteuereinrichtung 8 den
Ports Zeitschlitze zuteilt. Es sei hier angenommen, dass das beim
Schritt S1 von der Systemsteuereinrichtung 8 erhaltene
Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal einen Befehl, der eine Hochgeschwindigkeits-AV-Daten-Wiedergabeoperation
für den
Port 1 anweist, einen Befehl, der eine AV-Datenaufzeichnungsoperation
für den
Port 3 anweist und einen Befehl zur Nichtbenutzung von
Port 2 und Port 4 enthält. Sodann bestimmt die Systemsteuereinrichtung 8 beim
Schritt S2, dass zumindest ein freier Port vorhanden ist, und geht
daher weiter zum Schritt S4, bei dem sie die Zeitschlitze, die ansonsten
den freien Ports 2 und 4 zugeteilt werden, dem
Port 1 und dem Port 3 mit einer Priorität zuteilt,
welche dem einen Port gegeben ist, auf den häufiger zugegriffen wird. Da
der Port 3 für
eine Datenaufzeichnungsoperation genutzt wird, die mit einem einzigen
Zeitschlitz von vier Zeitschlitzen pro Periode ausgeführt werden
kann, teilt die Systemsteuereinrichtung 8 dem Port 3 lediglich
einen einzigen Zeitschlitz für
die jeweilige Periode zu. Damit gibt die Systemsteuereinrichtung 8 dem
Port 1 Priorität,
auf den für
eine Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperation häufig zuzugreifen
ist, und deshalb werden die Zeitschlitze, die ursprünglich dem
Port 2 und dem Port 4 gehörten, dem Port 1 zugeteilt,
so dass letzterer über
insgesamt drei Zeitschlitze je Periode verfügt.
-
Somit
belegt, wie in 6 veranschaulicht, der Port 1 drei
aufeinander folgende Zeitschlitze innerhalb einer Periode zum Auslesen
von AV-Daten, während
der Port 3 lediglich einen einzigen Zeitschlitz in derselben
Periode zum Schreiben von AV-Daten beansprucht, und dieser Zyklus
von Operationen wird wiederholt. Mit einer derartigen Einrichtung
der Zeitschlitzzuteilung ist die Anzahl der Datenblätter bzw.
-listen, die über
den Port 1 mit hoher Geschwindigkeit in einer Periode abgegeben
werden können,
gleich der Anzahl der Datenblätter
bzw. -listen, die in drei Zeitfächern
innerhalb einer Periode gelesen werden können, so dass eine Anzeige
von Bildern, wie jene eines mit langsamer Geschwindigkeit laufenden
Filmes, effektiv vermieden werden kann, und die Operation des Aussuchens
eines gewünschten
Bildes kann in einer Editiersitzung effizient durchgeführt werden.
Falls die Systemsteuereinrichtung 8 einen Befehl zur Umkehr
der Wiedergaberichtung oder zur Modifizierung der Wiedergaberate bezüglich des
Ports 1 während
des Zeitschlitzes empfängt,
der dem Port 3 zugeteilt ist, kann die Anforderung des
Befehls lediglich nach einem oder zwei Zeitschlitzen erfüllt werden,
was das Ansprechverhalten der Systemsteuereinrichtung 8 merklich
verbessert, da der nächste
Zeitschlitz zum Lesen von AV-Daten über den Port 1 genutzt
wird.
-
Nunmehr
wird ein weiteres Beispiel einer Zeitschlitzzuteilung an die Ports
erörtert.
-
Es
sei hier angenommen, dass das von der Systemsteuereinrichtung 8 beim
Schritt S1 aufgenommene Eingangs-/Ausgangs-Steuersignal einen Befehl, der eine
Hochgeschwindigkeits-AV-Datenwiedergabeoperation
für den
Port 1 und den Port 3 anweist, und einen Befehl
zur Nichtbenutzung von Port 2 und Port 4 enthält.
-
Sodann
bestimmt die Systemsteuereinrichtung 8 beim Schritt S2,
dass zumindest ein freier Port vorhanden ist, und dann geht sie
daher weiter zum Schritt S4, bei dem sie die Zeitschlitze, die ansonsten dem
freien Port 2 und dem freien Port 4 zugeteilt
werden, dem Port 1 und dem Port 3 zuteilt, wobei
dem einen Port Priorität
gegeben wird, auf den häufiger
zugegriffen wird. Da Port 1 und Port 2 für eine Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperation
zu nutzen sind und folglich hinsichtlich der Priorität gleich sind,
teilt die Systemsteuereinrichtung 8 zwei Zeitschlitze jedem
Port der Ports 1 und 3 für die jeweilige Periode zu.
Es sei darauf hingewiesen, dass die vier Zeitschlitze je Periode
nicht abwechselnd Port 1, Port 3, Port 1 und
Port 3 zugeteilt werden, sondern aufeinander folgend Port 1,
Port 1, Port 3 und Port 3.
-
Sodann
werden, wie in 7 veranschaulicht, zwei aufeinander
folgende Zeitschlitze vom Port 1 genutzt, um AV-Daten innerhalb
der jeweiligen Periode auszulesen, während die übrigen zwei aufeinander folgenden
Zeitschlitze vom Port 3 genutzt werden, um AV-Daten in
der jeweiligen Periode auszulesen, und dieser Zyklus der Operationen
wird wiederholt. Mit einer solchen Einrichtung der Zeitschlitzzuteilung
ist die Anzahl der Datenblätter
bzw. -listen, die mit hoher Geschwindigkeit über den Port 1 oder
den Port 3 innerhalb einer Periode abgegeben werden kann,
gleich der Anzahl der Datenblätter
bzw. -listen, die in zwei Zeitschlitzen innerhalb einer Periode
gelesen werden können,
so dass eine Anzeige von Bildern, wie jene eines mit langsamer Geschwindigkeit laufenden
Filmes, effektiv vermieden werden kann, und die Operation des Aussuchens
eines gewünschten
Bildes kann in einer Editiersitzung effizient durchgeführt werden.
Falls die Systemsteuereinrichtung 8 einen Befehl zur Umkehr
der Wiedergaberichtung oder zur Modifizierung der Wiedergaberate
bezüglich des
Ports 1 während
des Zeitschlitzes empfängt,
der dem Port 3 zugeteilt ist, kann die Anforderung des Befehls
lediglich nach einem Zeitschlitz oder nach zwei Zeitschlitzen erfüllt werden,
was das Ansprechverhalten der Systemsteuereinrichtung 8 merklich verbessert,
da der nächste
Zeitschlitz zum Lesen von AV-Daten über den Port 1 genutzt
ist.
-
Wie
oben im Einzelnen beschrieben, überwacht
die Systemsteuereinrichtung 8 in einem AV-Server 1 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung fortwährend
den Status der jeweiligen Ports, um zu bestimmen, ob ein Port frei
ist oder nicht, und sodann teilt sie die Zeitschlitze neu zu, um
das Beste aus den begrenzten Zeitschlitzen zu machen, so dass die
Dateneingabe-/-ausgabe-Schnittstelle, die für eine Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperation
arbeitet, die Anzahl von Da tenblättern
bzw. -listen steigern kann, die sie pro Einheitszeit ausgeben kann,
um die Operation des Suchens von Bildern zu erleichtern und um das
Ansprechverhalten des Systems auf die Benutzeroperation zu verbessern.
-
Obwohl
die oben beschriebene Ausführungsform
ein 4-Kanal-System
mit vier Anschlüssen bzw.
Ports ist, ist die Anzahl der Ports nicht notwendigerweise auf vier
beschränkt;
irgendeine Anzahl von Ports kann in geeigneter Weise ausgewählt werden,
falls sie nicht gleich 1 ist, obwohl die Nutzung einer großen Anzahl
von Ports bevorzugt wird, da dann, wenn die Anzahl von Ports zunimmt,
die Anzahl von freien Ports ebenfalls zunehmen wird und das Datenvolumen,
das pro Einheitszeit für
eine Hochgeschwindigkeits-Datenwiedergabeoperation aufgenommen werden
kann, ebenfalls erhöht
sein wird, um das Verhältnis
von Normalgeschwindigkeits-Wiedergabe zu Hochgeschwindigkeits-Wiedergabe
zu steigern.
-
Obwohl
bei der oben beschriebenen Ausführungsform
die Anzahl der Zeitschlitze innerhalb einer Periode gleich der Anzahl
der Ports gemacht worden ist, ist die vorliegende Erfindung in keinerlei
Weise darauf beschränkt,
und die Anzahl der Zeitschlitze innerhalb einer Periode kann alternativ
größer gemacht
sein als die Anzahl der Ports, um reservierte Zeitschlitze bereitzustellen.
Diese Anordnung ist dann besonders vorteilhaft, wenn die Anzahl
von Ports begrenzt ist. Die Systemsteuereinrichtung 8 kann
dann vorzugsweise die reservierten Zeitschlitze dem Port, auf den
am häufigsten
zugegriffen wird, auf einer Prioritätsbasis zuteilen.
-
Während der
Datenspeicher 2 bei der oben beschriebenen Ausführungsform
HD-Laufwerke umfasst, ist die vorliegende Erfindung schließlich in
keiner Weise darauf beschränkt;
jeglicher Aufzeichnungsträger,
auf den in nichtlinearer Weise zugreifbar ist (wahlfreier Zugriff),
kann zum Zwecke der Erfindung genutzt werden. Der Datenspeicher 2 kann somit
alternativ DVD-Platten bzw. -Discs (digitale Video-Discs), optische Discs,
wie magnetooptische Discs (MO-Platten), optomagnetische Discs oder Halbleiterspeicher,
wie Flash-Speicher oder DRAMs umfassen.