DE69905C - Maschine zum Mischen, Kneten, Theilen, Formen, Pressen und Ablegen von Käse - Google Patents
Maschine zum Mischen, Kneten, Theilen, Formen, Pressen und Ablegen von KäseInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J25/00—Cheese-making
- A01J25/001—Cheese-making in basins
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Description
KAICEIMuICIIEG
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine, welche aus dem fertig
gemischten Käsequark die Käse formt und zum Trocknen auf eine passende Unterlage
ablegt. Sie ist dazu bestimmt, die bis jetzt nur von Hand ausgeführten Einzelarbeiten,
nämlich' das gründliche Mischen und Durchkneten des Käsequarkes, das Theilen desselben
in die für die einzelnen Käse bestimmten Mengen, ferner das Formen und Pressen
dieser Theile zu fertigen Käsen ganz beliebiger Form und endlich das Ablegen derselben in
bestimmten Zwischenräumen von einander auf eine entsprechende Unterlage, Brett oder dergleichen
, nach einander auszuführen. Die Vortheile, welche dieser Maschinenbetrieb dem Handbetrieb gegenüber hat, sind zu allgemein
bekannt, um sie hier noch einmal hervorheben zu müssen·
Das Käsetheilen und Formen mit der Knet-, Theil- und Formmaschine besitzt aber aufser
den allgemeinen, bekannten, mit dem Maschinenbetrieb verbundenen Vortheilen auch noch
die besonderen, dafs das Arbeiten bedeutend sauberer und leichter controlirbar ist, und dafs
die Käse selbst von durchaus gleicher Gröfse und schönerer Form sind, als die von Hand
bereiteten.
Die Maschine ist in der beiliegenden Zeictn
nung dargestellt, und zwar in Fig. 1 in einem Verticalschnitt, in Fig. 2 in einer Aufsicht mit
abgenommenem Trichter und in Fig. 3 in einem Schnitt nach a-b der Fig. 1.
Wie aus der Zeichnung, und zwar am besten aus der Fig. 1 derselben ersichtlich ist,
besteht die Maschine aus vier nach einander zur Wirkung kommenden Haupttheilen, nämlich
der Knet- und Zuführungsvorrichtung, der Abschneide- oder Theilvorrichtung, der
Form- und Prefsvorrichtung und endlich der Ablegevorrichtung.
Die Misch- bezw. Knet- und Zuführungsvorrichtung besteht aus einem auf dem Gestell
A befestigten Kasten B, welcher bei vorliegender Ausführung ' nach unten in die drei
Behälter CC1C1 ausläuft. In dem Kasten B
sind die Misch- oder Knetwalzen D D1 mit glatter oder geriffelter oder sonst geeignet ausgebildeter
Oberfläche angeordnet, welche ihre Bewegung durch das Kettenrad E und die
Zahnräder F von dem auf der Hauptwelle G angeordneten Kettenrad E1 aus erhalten. An
Stelle der Mischwalzen können selbstverständlich auch Mischflügel u. dergl. treten.
Die Mischwalzen bezw. Mischflügel D Dλ
mischen den durch den Trichter H zugeführten, vorher mit Salz, Kümmel oder den
sonst zu verwendenden Gewürzen versehenen Käsequark und befördern denselben dann in
die Cylinder CC1C2 etc. In diesen sind die
Schnecken k angeordnet, deren Bewegung von der Hauptwelle G aus mittelst der konischen
Räder / und I1 und durch die Zahnräder
KK1K2 geschieht. Die Schnecken k
kneten den Käsequark nochmals gründlich durch, so dafs derselbe als eine vollkommen
homogene Masse in die in beliebiger Anzahl vorhandenen Sammelbehälter L L1 L'2 gelangt,
welche behufs leichterer Reinigung der Maschine vortheilhaft abnehmbar eingerichtet sind.
Die Steigung der Schneckengänge bezw. die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schnecke k
ist derart vorgesehen, dafs letztere nur immer so viel Käsequark vorbewegt, als von der
später zu beschreibenden Abschneidevorrichtung von den Trichtern LL1L2 entnommen, d. h.
abgeschnitten wird. Der Käsequark selbst besitzt eine solche Consistenz, dafs er aus den
nach unten konisch sich verengenden Trichtern der Sammelbehälter LL1L2 nicht von selbst
herausfallen kann, sondern sich nur durch die Pressung bezw. den Vorschub der Schnecke k
aus denselben herausdrängt.
Unter den Trichtern LL1L2 sind in geringem
Abstand Ringe M angeordnet. In diese tritt der Käsequark ein. Sobald dies
geschehen, tritt die Abschneide- oder Theilvorrichtung in Thätigkeit. Dieselbe besteht
aus einem in Führungen N geführten Rahmen N\ zwischen welchem ein feiner Draht O
gespannt ist. Dieser Rahmen N1 wird durch gegabelte Winkelhebel P intermittirend in hin-
und hergehende Bewegung versetzt, und zwar geschieht dies durch die mit entsprechenden
Gewichten belasteten Hebel Q. Q' (oder durch
entsprechend gebogene Federn), welche zu beiden Seiten der Maschine angeordnet sind
und auf die um i8o° versetzten gegabelten Winkelhebel P einwirken und sie abwechselnd
niederdrücken , nachdem sie vorher abwechselnd durch die ebenfalls- um i8o° versetzten
Hebescheiben R in die Höhe bewegt worden sind. Durch die Versetzung der Hebel P um i8o° wird der Rahmen N1 mit
dem Draht O abwechselnd vor- und dann zurückbewegt. Die Bewegung erfolgt, sobald
die zu einem Käse nöthige Menge Käsequark in die Ringe M eingetreten ist, und zwar derart,
dafs sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückwege dabei die jeweils in die Ringe M
eingetretene Käsemasse durch den Draht O abgeschnitten wird.
An Stelle des zwischen dem Rahmen N]
gespannten feinen Drahtes O wird bei denjenigen Käsequarken, welche zu wenig consistent
sind, um sich während der Dauer des Pressens der Käse in sich selbst zu halten, vortheilhaft ein breites dünnes Messer angewendet,
welches nach jedem Schnitt die nach unten konischen Trichter der Sammelbehälter LL1L^ so lange geschlossen hält, bis die
Käseformvorrichtungen wieder zur Aufnahme neuer Käsemengen, bereit sind. Die abgeschnittene
Käsemasse fällt hierauf von den Ringen M in die Käseformvorrichtung.
Diese besteht aus den drehbaren Formtheilen S und S', von denen die Formobertheile
S auf dem Gestell A und die Formuntertheile Sl auf einem in die Höhe schiebbaren
Gestell T gelagert sind. Dieses Gestell T ist an Schienen T1 befestigt, welche in
den Führungen T2 geführt werden. Durch
den auf der Welle U sitzenden Daumen V werden die Formtheile S1 zeitweise so hoch
gehoben, dafs sie dicht unter die Ringe M zu liegen kommen. Bei dieser Lage der Formtheile
S x fallen die auf vorbeschriebene Weise
abgeschnittenen Käsequarkmengen in die Formuntertheile S1, und sobald dies geschehen,
senken sich diese wieder. Darauf wird durch einen ebenfalls auf der Welle U sitzenden
zweiten Daumen W unter Vermittelung des Hebels W1 die seitlich an dem Gestell A in
einer Führung X geführte Zahnstange X1 in die Höhe bewegt und diese dreht nun durch
ihren Eingriff in das Zahnrad Y die Formobertheile S auf die Untertheile S1, dadurch
die Käse fertig formend. Hierauf bewegen sich Zahnstange X1 und Forniobertheil S
wieder in ihre Anfangsstellung zurück.
Damit sind die Käse fertig geformt und werden nunmehr auf die Ablegevorrichtung
gebracht. Dies geschieht dadurch, dafs die Formuntertheile S1 in gleicher Weise wie vorher
die Formobertheile S durch eine Zahnstange Z, welche mit einem Zahnrädchen Z1
in Eingriff steht, um i8o° um eine Seite gedreht werden. Diese Bewegung wird durch
die Zahnstange Z von einem dritten auf der Welle U sitzenden Daumen -Z"2 bewirkt. Dadurch
werden die Käse aus den Formuntertheilen S1 auf die Ablegevorrichtung gelegt.
Dieser letztere Zweck kann auch noch auf die Weise erreicht werden, dafs man die Formuntertheile
S1 sich nicht drehen läfst, sondern
an deren Stelle einen mit einem Tuch- oder Gummistreifen lose überspannten Rahmen, der
sich um die Formuntertheile S1 legt, durch
die Zahnstange Z bezw. das Zahnrädchen Z1
drehbar macht. Das über den erwähnten Rahmen gespannte Tuch palst sich beim Pressen der Form der Untertheile S' an, beim
Umkippen der genannten Rahmen hebt jedoch das erwähnte Tuch die Käse aus den Formuntertheilen
heraus und legt sie auf die Ablegevorrichtung ab.
Diese letztbeschriebene Vorrichtung hat den Vortheil, dafs bei ihr niemals ein Käse in
den Formuntertheilen hängen bleiben kann.
Die Ablegevorrichtung, auf welche die nunmehr fertig geprefsten Käse gelangen, besteht
bei vorliegender Ausführung aus einem über zwei Walzen α gespannten Band ohne Ende b,
auf welches das Brett c zu liegen kommt; auf dieses Brett werden die Käse in bestimmten
Claims (2)
- Abständen von einander gelegt. Die Fortbewegung der Walzen α bezw. des Brettes c kann sowohl, wie bei der vorliegenden Ausführung , gleichförmig und ununterbrochen, durch die Anordnung von Riemscheibe oder Kettenrad d, von einem auf der Hauptwelle G sitzenden Kettenrad e aus, ■ als auch absatzweise, durch ein Gesperre oder dergleichen, erfolgen.Sobald die fertig geformten Käse auf dem Brett c abgelegt sind, heben sich die Formuntertheile S1 zur Aufnahme neuer Käsemasse wieder in die Höhe und der ganze vorerwähnte Vorgang wiederholt sich von neuem. Der Antrieb der Hauptwelle G kann sowohl von Hand mittelst Handkurbel, als auch durch Riemscheibe h oder dergleichen von einer Kraftleitung oder auch direct von einem eigenen Motor geschehen. Die Verbindung bezw. die Bewegung der einzelnen Theile der Maschine geschieht vortheilhaft durch Zahnkegel- bezw. Kettenräder, jedoch können an deren Stelle auch Riem- oder Seilscheiben etc. treten.Patεnt-Ansρrüche:ι . Eine Maschine zum Mischen, Kneten, Theilen, Formen, Pressen und Ablegen der Käse auf Trockenbretter, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Misch- und Knetvorrichtung mit einem, zwei oder mehreren nach unten führenden Stutzen (L L1. . .) die Käsemasse in die in einiger Entfernung von den unteren Enden der Stutzen angeordneten Ringe (M) prefst, hierauf ein zwischen den Stutzen (L L1. . .) und den Ringen (M) hin - und herbewegter Draht oder ein Messer (O) die Käsemasse über den Ringen (M) abschneidet und dieselbe in die gehobenen Formuntertheile (S1) fallen läfst, auf welche bei ihrer Abwärtsbewegung die Formobertheile (S) zum Pressen der Käse niedergeklappt werden, worauf letztere wieder in die Höhe bewegt und durch Drehen der Formuntertheile (S y um ihre eine Seite die fertig geprefsten Käse auf das entweder langsam und unterbrochen oder' schubweise fortbewegte Trockenbrett (c) abgelegt werden.
- 2. Bei der durch Anspruch i. gekennzeichneten - Maschine die Anordnung der Formuntertheile (S') derart, dafs sich diese 'nicht drehen, sondern an deren Stelle ein mit einem losen, sich beim Pressen der Käse leicht der Form anpassenden Tuche überspannter Rahmen, tritt, welcher in gleicher Weise wie nach Anspruch i. die Formuntertheile (S1) behufs Ablegens der fertig geprefsten Käse umgekippt wird, zum Zwecke, ein etwaiges Anhaften der Käse an den Formuntertheilen (Sx) zu verhüten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69905C true DE69905C (de) |
Family
ID=343328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69905D Expired - Lifetime DE69905C (de) | Maschine zum Mischen, Kneten, Theilen, Formen, Pressen und Ablegen von Käse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69905C (de) |
-
0
- DE DENDAT69905D patent/DE69905C/de not_active Expired - Lifetime
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