DE69832C - Federndes Schraubengetriebe mit eingeschalteter Reibungskupplung als Kraftübertragungsmittel für allmäligen Antrieb - Google Patents
Federndes Schraubengetriebe mit eingeschalteter Reibungskupplung als Kraftübertragungsmittel für allmäligen AntriebInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
für allmäligen Antrieb.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung an Einrichtungen zum Uebertragen der Kraft
von der Armaturwelle eines Elektromotors auf die Räder eines Eisenbahnwagens oder sonstigen
vom Motor zu treibenden Gefährtes. Das Wesen dieser Neuerung besteht in erster Linie
in der Anordnung einer Feder (oder mehrerer), welche mit der jeweiligen Belastung des Gefährtes
entsprechend hohem Drucke zusammengeprefst wird und eine Reibungskupplung behufs
Umdrehung der Triebräder in Eingriff bringt, wobei indessen die erreichbar stärkste
Zusammenpressung der Feder und demnach auch der erreichbar stärkste Adhäsionsdruck
der Reibungskupplung durch Einschaltung von Hubbegrenzungen derart bemessen sind, dafs
bei übergrofser Belastung, also beim Stillstande des Gefährtes die Kupplungshälften mit hinreichend
hoher Geschwindigkeit auf einander gleiten, um durch die entsprechend schnelle Drehung des Motorankers die Erzeugung einer
elektromotorischen Gegenkraft zu ermöglichen, welche eine Beschädigung der Ankerwickelung
und der Stromquelle verhindert.
In zweiter Linie bezieht sich diese Erfindung auf eine Vorrichtung, durch welche unter Mitbenutzung
des durch Patent Nr. 61527 geschützten Schraubengetriebes ein Anpressen der
erwähnten, die Reibungskupplung bethätigenden Feder, jedoch nur bis zu einem vorher
bestimmten Grade, bewirkt wird.
In den Zeichnungen ist diese Erfindung veranschaulicht, und zwar stellt die Fig. 1 einen
Grundrifs eines Strafsenbahnwagens dar, welcher sämmtliche den Gegenstand der Erfindung
bildenden Theile enthält. Die Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch das mehrfache conaxiale
Schraubengetriebe, die Fig. 3 eine Vorderansicht der letzteren nebst den aus einander
gleitenden Muffen, und die Fig. 4 eine Seitenansicht derselben. Die Fig. 5 zeigt den für gewöhnlich
angewendeten Frictionsring in der Vorderansicht und die Fig. 6· und 7 veranschaulichen
in gröfserem Mafstabe als die Fig. 1 die Anordnung der Räder und des mehrfachen
conaxialen Schraubengetriebes, sowie der Frictionsvorrichtung in zwei verschiedenen Modificationen,
welche sich dadurch unterscheiden, dafs im einen Falle die fest mit den Laufrädern
verbundene Achse noch von einer besonderen, das mehrfache Schaubengetriebe aufnehmenden
Hülse umgeben wird, während im anderen Falle das Schraubengetriebe unmittelbar auf der Achse angebracht ist und die Laufräder
lose auf . der letzteren zwischen Stellringen sich befinden.
Bei der Fig. 1 sind an ein und demselben Wagengestell zwei verschiedene Arten von
Frictionsübertragungen dargestellt. Diejenige, welche für gewöhnlich angewendet werden
soll, befindet sich auf der rechten Seite der Zeichnung.
Bei dieser Anordnung wird die Achse A mit einer Hülse B umgeben, welche sich zwischen
den Rädern von dem einen Ende der Achse bis zum anderen erstreckt und mit nach innen vorragenden Ansätzen a, Fig. 6, versehen
ist, welche zur Lagerung dieser Hülse
dienen, derart, dafs die letztere an anderen Stellen mit der Achse A nicht in Berührung
kommt. Die Hülse B ist an jedem Ende mit einem Flantsch b versehen, auf dessen Aufsenseite
das Wagenrad C auf der Laufachse befestigt ist. Auf seiner Innenseite besitzt das Rad
eine vorspringende Muffe bezw. einen Ring D, welcher am zweckmäfsigsten aus einzelnen
Theilen besteht, die durch Schrauben c, erforderlichenfalls beliebig lösbar mit dem Rade
verbunden sind. Auf der Aufsenseite der Hülse B befindet sich lose ein konischer Ring d,
welcher keilartig zwischen die Theile des zusammengesetzten Ringes e eingreift. Wie aus
der Fig. 5 ersichtlich, besteht der zusammengesetzte Ring e aus drei auf ihrer Innenseite
abgeschrägten und auf der Aufsenseite mit je einer Verstärkungsrippe f versehenen Theilen.
Diese Rippen/ greifen in Schlitze desFlantschesZ;
derart ein, dafs der Frictionsring e an einer Drehung verhindert wird, während seinen
Theilen eine Bewegung nach aufsen gegen die Muffe D gestattet ist, wenn der Konus d gegen
die innere abgeschrägte Fläche des Ringes e gedrückt wird.
Auf der Hülse B, Fig. 6, befindet sich eine Spiralfeder E. Auf der entgegengesetzten Seite
der Achse A und der Hülse B ist eine ähnliche Vorrichtung zur Uebertragung der Bewegung
auf das Rad C' vorgesehen. Dl ist
die an dem erwähnten Rade sitzende Muffe und E1 die Spiralfeder an dem anderen Ende
der Achse.
In dem mittleren Theile der Achse zwischen den Federn E und E1 befindet sich eine Vorrichtung
N, welche als ein mehrfaches conaxiales Schraubengetriebe anzusehen ist und
welche in den Fig. 2, 3 und 4 im Einzelnen dargestellt ist. Zur Vereinfachung der Zeichnung
ist in diesen Figuren die Hülse B nicht dargestellt, sondern die Vorrichtung direct auf
der Achse sitzend gezeichnet, wie dies in der Praxis oft angewendet wird und im Nachstehenden
beschrieben werden soll.
Auf der Achse A, Fig. 7, oder anderenfalls auf der Hülse B, Fig. 6, ist mittels Legekeiles
eine Muffe g angebracht, welche auf ihrer Aufsenseite Schraubengewinde trägt. Aufserhalb
dieser Muffe befindet sich eine zweite Muffe h, welche wiederum von der Muffe i
umschlossen wird. Die Muffen h und i sind jede innen und aufsen mit Schraubengewinde
versehen. Die Muffe i wird noch von einer äufseren Muffe k mit Muttergewinde umschlossen.
Sämmtliche Gewinde besitzen, wie aus den Zeichnungen ersichtlich, eine sehr steile
Ganghöhe und sind mehrgängig. Der eine Gang eines jeden äufseren Schraubengewindes
ist in seiner Vertiefung mit einer Nuth / versehen, welche sich von dem einen Ende dieses
Schraubenganges bis nahe an das andere erstreckt, und die Erhöhung des in diese Vertiefung
des Aufsengewindes eingreifenden Innengewindeganges ist mit einem Anschlag Z1 versehen,
welcher in den erwähnten Schlitz eingreift. Werden die Muffen daher in der einen
Richtung gedreht, so wird sich der Stift in der anderen Richtung bewegen, bis er das Ende
des Gewindes erreicht und eine Weiterbewegung in dieser Richtung verhindert. Eine andere
Vertiefung eines jeden Aufsengewindes ist mit einer Nuth Z2 versehen, deren offenes Ende
an demjenigen Ende der Muffe liegt, an welchem sich das geschlossene Ende der Nuth /
befindet. In der Nähe desjenigen Endes der Muffe, an welchem die Nuth Z offen, ist die
Nuth Z2 geschlossen. Die Anschläge Z3 greifen in die Nuthen Z2 ein. Die Anschlagstifte bestehen
aus Schrauben, welche durch Oeffnungen in die Muffen hineinragen, so dafs dieselben
nach dem Montiren derselben eingesetzt werden können. An jedem Ende des mehrfachen
conaxialen Schraubengetriebes befinden sich auf der Welle Gleitringe F und F1,
welche an ihrer inneren Stirnseite Vertiefungen tragen, in welchen in regelmäfsigen Abständen
die Rollen η η eingesetzt sind. Die Achsen
der letzteren liegen im rechten Winkel zur Welle und werden von Bolzen m gebildet,
welche sich von der Peripherie des Gleitringes bis zur Welle erstrecken. Die andere Achse A1
des Gefährtes ist mit einer Vorrichtung versehen, welche der vorstehend beschriebenen
analog ist. Die Aufhängung des zum Antrieb des Wagens dienenden Motors geschieht am
zweckmäfsigsten auf folgende Weise:
Mit G ist der den Wagenkasten aufnehmende und mittels Federn an den Laufachsen
gelagerte Rahmen bezeichnet. Innerhalb dieses Rahmens sind zwei Querträger HH angebracht,
zwischen welchen zwei Elektromotoren mit den Enden ihrer Feldmagnete, befestigt
sind.
Die in den Zeichnungen dargestellten Motoren besitzen Feldmagnete mit Folgepolen und sind
mit den Querträgern H durch Bolzen 0 verbunden, welche durch an den Enden der Feldmagnete
angebrachte und auf den Querträgern H ruhende Laschen Q hindurchgesteckt werden.
Die Anker J und J1 sind auf einer gemeinsamen Ankerwelle K angeordnet, welche an
beiden Seiten durch von den Feldmagneten selbst getragene Lagerarme gehalten wird. Auf
diese Weise sind die Lager der Ankerwelle von den Seiten des Wagens aus leicht zugänglich.
Die Commutatoren werden an der Innenseite der Anker dicht bei einander angebracht,
derart, dafs sie gleichzeitig durch eine im Boden des Wagens befindliche Fallthür beobachtet
werden können.
Auf der Welle K sind zwischen den beiden Commutatoren Kettenräder PP1 angebracht,
von welch ersterem aus eine Kette L über ein zweites auf der äufseren Muffe des mehrfachen
Schraubengetriebes N befestigtes Kettenrad M gelegt, während vom Kettenrad P1 eine
Kette L1 über ein auf der äufseren Muffe des Schraubengetriebes N i befestigtes Kettenrad M1
geführt ist.
Wenn die beiden Motoren in Gang gesetzt werden, so findet die Drehung der Ankerwelle
K in der Weise statt, dafs beide Achsen behufs Fortbewegung des Wagens in demselben
Sinne gedreht werden. Bei der in der Fig. 6 und auf der rechten Seite der Fig. ι
dargestellten Anordnungsweise setzt der Motor zunächst die . äufsere Muffe k des mehrfachen
conaxialen Schraubengetriebes in Bewegung, und die Wirkung der Drehkraft zeigt sich
darin, dafs die Muffen k und h nach der einen Richtung, z. B. gegen den Gleitring F1
geprefst werden, während die Muffen g und i sich in der anderen Richtung gegen den Gleitring
F hin bewegen.
Die Rollen η sind zu dem Zwecke angeordnet , um eine übergrofse Reibung der
Muffenenden an den Gleitringen zu vermeiden, so dafs demnach eine leichte Drehung dieser
Muffen ermöglicht wird.
Wird die Kraft dazu benutzt, um den Wagen in der entgegengesetzten Richtung zu drehen,
so wird auch die Bewegung der beiden Muffenpaare eine entgegengesetzte sein, d. h. die
Muffen g und i werden gegen den Gleitring F\ die Muffen h und k dagegen gegen den Ring F
geprefst. In beiden Fällen werden die Federn EE1 zusammengedrückt und bewirken j dafs
die Reibungskegel-rf sich zwischen die Abtheilungen
der zusammengesetzte;! Reibungsringe e hineinschieben und, gewissermafsen als Keil
wirkend, dieselben nach aufsen gegen die Segmente der Naben D D1 pressen, so dafs die
Naben einem Reibungsdruck ausgesetzt und die Räder in Umdrehung versetzt werden. Die
Stärke der Reibung wird naturgemäfs von dem Grade abhängig sein, in welchem die Federn
zusammengedrückt werden, und dieser Grad des Zusammendrückens wiederum richtet sich nach
der Bewegung des Schraubengetriebes. Je gröfser aber die Last des in Bewegung zu
setzenden Gefährtes ist, desto gröfser wird auch die Bewegung sein, welche erforderlich ist, um
die Federn in einem solchen Mafse zusammenzudrücken, dafs der zur Drehung der Räder
erforderliche Reibungsdruck erhalten wird. Die Anordnung der die Achse umgebenden Hülse B
ermöglicht es, dafs die Räder auf dieser Achse fest angebracht werden, wie dies in der Fig. 6
dargestellt ist.
Werden die Motoren aus dem Stromkreise ausgeschaltet und hört die Kraft demnach auf,
auf die seitlichen Scheiben FF1 des Schraubengetriebes
zu wirken, so schnellen die Federn die mit Gewinde versehenen Muffen in ihre
normale Stellung (Fig. 6 und 7) zurück. Die Reibung an den Rädern hört auf, und der
Wagen kann zum Stillstand kommen. Bei der Bewegung auf einem Gefälle hingegen können
die Räder fortfahren sich zu drehen, ohne dafs der Motor einen Antrieb erhält. Indem die
Muffen des mehrfachen Schraubengetriebes durch die Federn zurückgedrängt werden, werden
dieselben gleichzeitig veranlafst, sich in einer Richtung zu drehen, welche derjenigen
entgegengesetzt ist, in welcher die anfänglich durch den Motor herbeigeführte Drehung stattfand.
Hierdurch wird eine Rückwärtsbewegung des Motors erreicht, welche das Anhalten desselben
beschleunigt.
Die auf der linken Seite der Fig. 1 und in der Fig. 7 der Zeichnung dargestellte Frictionsvorrichtung
unterscheidet sich in mancher Beziehung von der vorstehend beschriebenen, obgleich
die allgemeine Wirkungsweise dieselbe ist. Bei dieser Anordnung wird eine Hülse B,
welche in der bereits erläuterten Weise die Welle des Schraubengetriebes bildete, nicht angewendet,
sondern das Rad C2 wird zwischen den fest aufgekeilten ' Haltringen r und b lose
auf die Achse A aufgesetzt. Die Muffen D D1
erstrecken sich ebenso wie im vorigen Falle nach innen über die Welle hinweg, auf welcher
die konischen und keilartig wirkenden Reibungsringe dd aufgesetzt sind. In der
Arbeitsstellung drücken die Reibungskegel dd in der bereits beschriebenen Weise die Segmente
der Ringe e e nach aufsen gegen die Naben D D\ -
Die Anschlagstifte und Nuthen in den Schraubengängen bilden, wie bereits erwähnt,
Regelungsvorrichtungen, welche verhindern, dafs die Leistungsfähigkeit des Motors überschritten
wird.
Dieses ist ein wesentliches Moment der vorliegenden Erfindung. Wenn nämlich die auf
dem Wagen befindliche Last für das Ingangsetzen des Motors, welcher sich zunächst im
Ruhezustande befindet und bei seiner Bewegung die Trägheit des Wagens zu überwinden hat,
zu grofs ist, um ohne Anwendung einer den Motor gefährdenden Stromstärke in Bewegung
gesetzt werden zu können, so würde, falls diese Anschlagstifte nicht vorhanden wären, der
Motor fortfahren, den Reibungsdruck auf die Räder zu erhöhen, und da der Motor nicht im
Stande sein würde, sich frei zu drehen, so würde er durch den allzu starken Strom wahrscheinlich
zerstört werden. Die Regelungsanschläge werden indessen so angebracht, dafs, ehe der Motor diesen Gefahren ausgesetzt wird,
.die seitliche Bewegung der mit Schraubengewinde versehenen Muffen vollständig gehemmt
wird, so dafs der Reibungsdruck nicht weiter vermehrt werden kann und demnach
die Hülse B sich leer dreht und die Flächen der Ringe D und e auf einander gleiten, ohne
dafs eine Fortbewegung des Wagens bezw. ein Mitnehmen des Ringes D durch den Ring e
erfolgt. Die Kraft des Motors wird daher lediglich durch die Reibung der Frictionsflächen
gegen einander aufgezehrt, bis der Motor einen solchen Wirkungsgrad erreicht, dafs derselbe zum gefahrlosen Antreiben des
Wagens hinreicht, oder wenn die Last auch dann noch zu schwer ist, bis die Last herabgemindert
oder in einer sonstigen Weise Abhülfe geschafft worden ist.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Ausführungsform der durch Patent Nr. 61527 geschützten Einrichtung, gekennzeichnet durch die Einschaltung einer Reibungskupplung zwischen dem Schraubengetriebe und der anzutreibenden Welle, für welche die gröfste Pressung in den Reibflächen durch eine Hubbegrenzung in dem Schraubengetriebe derart festgelegt wird, dafs bei übermäfsigen Widerständen die Leistungsfähigkeit des Motors nicht überschritten wird, vielmehr ein Gleiten in den Reibflächen eintritt.
Eine Ausführungsform der .durch das Patent Nr. 61527 geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet dadurch, dafs das einfache Schraubengewinde durch ein mehrfaches Schraubengetriebe (W bezw. N1) ersetzt ist, dessen einzelne gleichachsige Schraubenpaare abwechselnd entgegengesetzte Steigung besitzen, zum Zweck, die Anzahl der freien Umläufe, welche die Triebwelle vom Anlassen bis zum Mitnehmen des getriebenen Theiles machen kann, zu vermehren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69832C true DE69832C (de) |
Family
ID=343259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69832D Expired - Lifetime DE69832C (de) | Federndes Schraubengetriebe mit eingeschalteter Reibungskupplung als Kraftübertragungsmittel für allmäligen Antrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69832C (de) |
-
0
- DE DENDAT69832D patent/DE69832C/de not_active Expired - Lifetime
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