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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zum Herstellen gesinterter
Eisenmetallteile mit gesteigerter Korrosionsbeständigkeit, und die Zusammensetzungen
und Teile, die dadurch hergestellt werden. Insbesondere betrifft
die Erfindung die Erkenntnis, daß die Einführung von pulverisierten, Aluminium
enthaltenden Zusammensetzungen in Standardpulvereisenmetallzusammensetzungen
in modifizierten Zusammensetzungen resultiert, die eine gesteigerte
Korrosionsbeständigkeit
aufweisen.
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Eisen-Chrom-Nickel-
und Eisen-Chrom-Legierungen, insbesondere in der Form von rostfreien
Stählen,
haben weltverbreitete Anwendungen in der Industrie aufgrund der
hochwünschenswerten
mechanischen und Korrosionseigenschaften von rostfreien Stählen in
Vergleich mit herkömmlichen
Niedriglegierungsstählen gefunden.
Die Zugabe beträchtlicher
Mengen an Chrom zu Stählen
resultiert in der Bildung einer hochschützenden Chromoxidschicht auf
der Oberfläche
des Stahls, die im allgemeinen das darunterliegende Metall gegenüber einer
Korrosion schützt
und ebenfalls ein ausgezeichnetes Oberflächenfinish bereitstellt. Die
Zugabe von Nickel verbessert die mechanischen Eigenschaften von
rostfreien Stählen
durch Fördern
einer austenitischen Struktur in der Legierung.
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Es
gibt jedoch eine Reihe von Problemen, die mit der Verwendung von
Chrom und Nickel verbunden sind. Ein Problem ist, daß Nickel
ein teures Legierungselement ist, das die Kosten des Stahls stark
erhöht.
Ein weiteres Problem ist, daß der
Hauptteil der Weltproduktion an Chrom von einer kleinen Anzahl ausländischer Quellen
stammt, was bedeutet, daß die
Versorgung mit Chrom Gegenstand von Unsicherheiten der ausländischen
Märkte
ist. Daher wäre
es nützlich,
die Menge an Chrom und Nickel zu reduzieren, die in Stählen verwendet
wird.
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Die
schützende
Chromoxidschicht auf rostfreien Stählen verbessert beträchtlich
die Korrosionsbeständigkeit
der Stähle,
um von Chloridionen attackiert zu werden, verglichen mit Niedriglegierungsstählen. Aufgrund
der geringen Beständigkeit
der Niedriglegierungsstähle
gegenüber
einem Chloridangriff müssen
rostfreie Stähle
in Anwendungen verwendet werden, die keine erhöhten mechanischen Eigenschaften
für rostfreie Stähle erfordern.
Jedoch erfahren rostfreie Stähle
höhere
Korrosionsraten in marinen und anderen Chlorid enthaltenden Umgebungen
und zeigen eine verminderte Lebensdauerkorrosionsleistung.
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Die
Korrosionsbeständigkeit
von rostfreien und Niedriglegungsstahlteilen in Chlorid enthaltenden
Umgebungen wird ferner verringert, wenn Pulvermetallstähle (P/M)
verwendet werden, um die Teile zu bilden. Pulvermetalle werden hergestellt
durch Exponieren von geschmolzenem Metall gegenüber Kühlgasen) und/oder -flüssigkeit(en)
auf eine solche Weise, daß sich
das geschmolzene Metall in einem teilchenförmigen Pulver verfestigt. Das
Verfahren zum Herstellen des Pulvers ist als Atomisierung bekannt.
Ein Beispiel eines herkömmlichen
Wasseratomisierungsverfahrens ist in U.S. 2,956,304, ausgegeben
an Batten, beschrieben. Während
die Formbarkeit des Pulvermetalls eine gesteigerte Flexibilität bereitstellt
und die Herstellung von Maschinenteilen ermöglicht, die nicht leicht gegossen
oder aus Schmiedemetall verarbeitet werden können, ist die Korrosionsbeständigkeit
der Pulvermetallteile im allgemeinen beträchtlich geringer als von Guß- oder
Schmiedemetallteilen. Es ist gelehrt worden, daß die geringere Beständigkeit
mit der gesteigerten Porosität
in dem Verbund verbunden ist, was in einem erhöhten Oberflächenbereich resultiert, der
der Umgebung ausgesetzt wird, und bezieht sich ebenfalls auf die
exponierte Mikrostruktur des Pulvermetallteils. Als ein Ergebnis
ist der Markt für
rostfreie P/M-Stahlteile
lediglich ein Bruchteil der Schmiede- und Gußstahlmärkte.
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Eine
Vielzahl an unterschiedlichen metallurgischen und mechanischen Verfahren
ist entwickelt worden, um die Korrosionsbeständigkeit von rostfreien Pulvermetall-
und Niedriglegierungsstählen
zu verbessern. Beispielsweise offenbaren in den U.S. 4,240,831,
4,314,849, 4,331,478 und 4,350,529, ausgegeben an Ro et. al., die
Erfinder, daß die
Herstellung von rostfreien Stahlpulvern unter Verwendung herkömmlicher
Wasseratomisierungsverfahren, wie demjenigen von Batten, in einem
rostfreien Pulverstahl resultiert, der in SiO2 gestärkt ist
und bezüglich
Chrom nahe der Oberfläche
verringert ist. Der an Chrom verringerte Bereich nahe der Oberfläche des
Pulvers resultiert aus einer gesteigerten Empfänglichkeit des Pulvers für eine Korrosion.
Ro et. al. haben gefunden, daß eine
Chromverringerung an der Oberfläche
in dem Atomisierungsverfahren vermieden werden könnte, wenn bestimmte Metalle, "Metallmodifizierer", dem geschmolzenen
Metall vor der Atomisierung zugefügt werden. Für die Metallmodifizierer
ist gefunden worden, daß sie
die Menge an Siliziumdioxid verringern und die Menge an Chrom an
der Oberfläche
der atomisierten Legierung erhöhen.
Die resultierenden Teile, die aus der Legierung gebildet werden,
zeigten eine Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit gegenüber nicht
modifizierten Legierungsteilen. Ro hat gefunden, daß Zinn ein
bevorzugter Metallmodifizierer ist, obwohl andere Metalle, wie Aluminium,
Blei, Zink, Magnesium und Seltenerdmetalle ebenfalls gefunden wurden, um
sich an der Oberfläche
während
der Atomisierung zu konzentrieren und die Oberflächenkonzentration an Siliziumdioxid
zu vermindern, jedoch in einem geringeren Ausmaß als Zinn.
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In
U.S. 4,662,939 (das "'939"-Patent) offenbarte
Reinshagen eine modifizierte, geformte, rostfreie Stahlzusammensetzung,
genannt "Stainless
Steel PlusTM", mit verbesserter Korrosionsbeständigkeit
gegenüber
dem rostfreien Basisstahl, die hergestellt werden konnte durch Mischen
von 8-16 % eines Legierungspulvers, bestehend aus 2-30 % Zinn und
wobei der Rest entweder Kupfer und/oder Nickel war, mit dem rostfreien Stahlpulver
vor dem Formen. Jedoch hat in darauffolgenden Patenten, U.S. 5,529,604
und 5,590,384 (die "'604-bzw. '384"-Patente) Reinshagen
angegeben, daß die
Zusammensetzungen, die in dem '939-Patent offenbart
werden, beim Sintern wachsen, und, als ein Ergebnis, lediglich eine
begrenzte Akzeptanz aufweisen.
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In
den '604- und '384-Patenten offenbart
Reinshagen, daß Zinn
mit dem rostfreien Stahl legiert werden kann, um ein rostfreies
Zinnstahlpulver herzustellen, ähnlich
zu Ro et. al., welches dann weiter mit dem Sn-Cu-Ni-Pulver des '939-Patents kombiniert
werden kann, um modifizierte rostfreie Stahlpulver bereitzustellen, "Stainless Steel UltraTM" vom
Erfinder genannt. Pulvermetallteile, die aus dem modifizierten rostfreien Stahlpulver
gebildet werden, zeigten verbesserte Korrosionsbeständigkeit
gegenüber
herkömmlichen
rostfreien Stahlpulvermetallteilen und blähten während des Sinterns wie die
Stainless Steel PlusTM-Teile nicht auf.
Siehe ebenfalls Reinshagen und Bockius, "Stainless Steel Based P/M Alloys With
Improved Corrosion Resistance",
ein Beitrag zu der International Conference on Powder Metallurgy
und Particulate Materials, 1995, 14, bis 17. Mai 1995, Seattle Washington.
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Andere
Anstrengungen haben sich auf die Bereitstellung eines dichter kompaktierten
Pulvermetall fokussiert, um Eigenschaften zu erreichen, die denjenigen
der Guß-
und Schmiedematerialien näher
sind. Verfahren schließen
die Verwendung von mehreren Press/Sinterverarbeitungsschritten ein,
einschließlich
einer Heißbildung
des Metallpulvers, eines Variierens der Behandlungsbedingungen des
Pulvers und eines Integrierens von Pulvern mit höheren Eisengehalten. Beispielsweise
wird ein Erhöhen
der Sintertemperatur, um die Oxidschichten auf dem atomisierten
Metall vollständiger
zu reduzieren, in "Improving
Corrosion Resistance of Stainless Steel PM Parts" Metall Powder Report, Band 46, Nr.
9, Seiten 22-3 (September 1991) vorgeschlagen. In ähnlicher
Weise werden Empfehlungen von Reinshagen und Mason in "Improved Corrosion
Resistant Stainless Steel Based P/M Alloys", präsentiert
auf dem Powder Metallurgy World Congress, 21.-26. Juni, San Francisco,
CA, gegeben. CH 482 837 offenbart gesinterte Eisenprodukte, die
Aluminium enthalten, welche hergestellt werden können durch Mischen eines Fe-Al-Legierungspulvers
mit einem Eisenpulver, Pressen, Sintern und Lösungserwärmungsbehandlung.
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Trotz
der zuvor genannten Zusammensetzungs- und Verfahrensänderungen
haben Pulvermetallteile keine Korrosionsbeständigkeit erreicht, die mit
Guß- und
Schmiedeteilen vergleichbar ist. Folglich verbleibt der Markt für rostfreie
Pulver- und Niedriglegierungsstahlteile lediglich ein kleiner Prozentanteil
des Marktes für Schmiede-
und Gußstahlteile.
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Daher
besteht die Notwendigkeit für
Pulvermetallzusammensetzungen, die eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit
bereitstellen, insbesondere in bezug auf Chlorid, zur Verwendung
in Pulvermetallteilen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Pulvereisenmetallzusammensetzungen werden durch die Ansprüche beschrieben
und stellen eine erhöhte
Korrosionsbeständigkeit
durch die Beimischung von Pulveraluminium enthaltenden Zusammensetzungen
zu Standardeisenmetallzusammensetzungen vor dem Bilden der Pulvermetallteile
bereit. In einer bevorzugten Ausführungsform reicht das Aluminium
von 0,5 bis 5,0 Gew.-% der Mischung (alle Prozentangaben sind hierin
Gew.-% der Mischung, sofern nicht anderweitig erwähnt), beigemischt
als ein FeAl-Legierungspulver. Die vorliegende Erfindung, wie sie
in den Ansprüchen
angegeben wird, schließt
ferner ein Pulvermetalleisenteil ein, das aus der Zusammensetzung
gebildet wird, die durch ein Verfahren hergestellt wird, das die Schritte
(i) Bereitstellen einer Eisenpulvermetallzusammensetzung, (ii) Beimischen
einer Pulveraluminium enthaltenden Zusammensetzung zu der Eisenzusammensetzung,
um eine vermengte Mischung zu bilden, und (iii) Bilden eines Pulvermetallteils
aus wenigstens einem Teil der vermengten Mischung einschließt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung, die in den Ansprüchen
angegeben wird, erhöht
die Zugabe von Pulveraluminium enthaltenden Zusammensetzungen die
Korrosionsbeständigkeit
des resultierenden gebildeten Teils, was die Verwendung des Teils
in aggressiveren, korrosiven Umgebungen als im Stand der Technik möglich erlaubt.
Somit stellt die vorliegende Erfindung eine Eisenmetallzusammensetzung
bereit, die die Probleme überwindet,
die mit dem Stand der Technik verbunden sind. Diese und andere Details,
Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden offensichtlich sein,
wenn die folgende detaillierte Beschreibung der vorliegenden bevorzugten
Ausführungsformen
derselben voranschreitet.
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Gemäß einer
Erscheinung dieser Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines
gesinterten Pulvermetallteils bereitgestellt, das die Schritte umfaßt:
Bereitstellen
einer Pulvereisenmetallzusammensetzung;
Beimischen einer Pulveraluminium
enthaltenden Zusammensetzung zu der Eisenzusammensetzung, um eine vermengte
Mischung herzustellen;
Kompaktieren wenigstens eines Teils
der vermengten Mischung, um ein Grünteil herzustellen; und
Sintern
des Grünteils,
um ein gesintertes Pulvermetallteil herzustellen, das eine Eisenmetallmatrix
und diskrete, Aluminium enthaltende Partikel, die innerhalb der
Matrix verteilt sind, umfaßt.
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Bevorzugt
umfaßt
der Schritt des Beimischens ein Beimischen einer ausreichenden Menge
der Aluminiumpulver enthaltenden Zusammensetzung, um eine vermengte
Mischung herzustellen, die 0,5-5,0 Gew.-% Aluminium enthält.
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Günstigerweise
umfaßt
der Schritt des Beimischens ein Beimischen von Aluminium in der
Form eines FeAl-Legierungspulvers.
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Vorteilhaft
umfaßt
der Schritt des Beimischens ein Beimischen eines FeAl-Legierungspulvers
mit im wesentlichen 50 Gew.-% A1 in dem FeAl-Legierungspulver.
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Bevorzugt
umfaßt
der Schritt des Beimischens von Aluminium ein Beimischen eines FeAl-Legierungspulvers,
um eine vermengte Mischung herzustellen, die Aluminium in einem
Bereich von 1,5-3,5 Gew.-% enthält.
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Günstigerweise
umfaßt
der Schritt des Bereitstellens einer Pulvereisenmetallzusammensetzung
ein Bereitstellen einer Pulvereisenmetallzusammensetzung, die ausgewählt wird
aus der Gruppe bestehend aus rostfreien Stählen der A1S1 300 Reihe, rostfreien
Stählen
der A1S1400 Reihe, Niedriglegierungsstählen der A1S14.000 Reihe und
reinem Eisen.
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Alternativ
umfaßt
der Schritt des Bereitstellens einer Pulvereisenmetallzusammensetzung
ein Bereitstellen einer Pulvereisenmetallzusammensetzung, die ausgewählt wird
aus der Gruppe bestehend aus rostfreien AlSl 316-Stählen, rostfreien
AlSl 410-Stählen,
AlSl 4.200-Niedriglegierungsstählen, AlSl
4.400-Niedriglegierungsstählen,
AlSl 4.600-Niedriglegierungsstählen
und reinem Eisen.
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In
einer Ausführungsform
umfaßt
der Schritt des Bereitstellens einer Pulvereisenmetallzusammensetzung
ein Bereitstellen einer rostfreien Stahlpulverzusammensetzung der
AlSl 316L Reihe.
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfaßt
der Schritt des Bereitstellens einer Pulvereisenmetallzusammensetzung
ein Bereitstellen einer Niedriglegierungsstahlpulverzusammensetzung
der AlSl 410L Reihe.
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Günstigerweise
umfaßt
der Schritt des Bereitstellens einer Pulvereisenmetallzusammensetzung
ein Bereitstellen einer Pulvereisenmetallzusammensetzung, die ausgewählt wird
aus der Gruppe bestehend aus austenitischen Stählen, ferritischen Stählen und
martensitischen Stählen.
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Bevorzugt
umfaßt
der Schritt des Kompaktierens ferner ein Beaufschlagen eines Drucks
im Bereich von 414 MPa bis 828 MPa (30 bis 60 tsi) auf wenigstens
einen Teil der vermengten Mischung.
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Vorteilhaft
umfaßt
der Schritt des Sinterns ein Sintern des Grünteils bei einer Temperatur
im Bereich von 1.121°C
(2.050°F)
bis 1.260°C
(2.300°F)
in einer reduzierenden Atmosphäre.
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Bevorzugt
umfaßt
das Verfahren ferner den Schritt eines Kühlens des gesinterten Teils.
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Vorteilhaft
umfaßt
der Schritt des Kühlens
ein Kühlen
mit einer Geschwindigkeit von wenigstens 0,4°C/Sek. (40°F/Min.).
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
der Schritt des Kühlens
ein Kühlen
mit etwa 1,5°C/Sek. (160°F/Min.).
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Gemäß einer
anderen Erscheinung dieser Erfindung wird ein gesintertes Pulvermetallteil
bereitgestellt, welches umfaßt:
0,5-5,0 Gewichtsprozent Aluminium; und
eine Eisenmetallmatrix,
wobei das Aluminium als diskrete, Aluminium enthaltende Partikel
in der Eisenmetallmatrix vorhanden ist.
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Günstigerweise
sind die diskreten, Aluminium enthaltenden Partikel in der Eisenmetallmatrix
als Eisen-Aluminium-Partikel vorhanden.
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Vorteilhaft
ist das Eisenmetall der Eisenmetallmatrix ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus rostfreien Stählen
der AlSl 300 Reihe, rostfreien Stählen der AlSl 400 Reihe, Niedriglegierungsstählen der
AlSl 4.000 Reihe und reinem Eisen.
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Bevorzugt
ist das Eisenmetall der Eisenmetallmatrix ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus rostfreien AlSl 316-Stählen,
rostfreien AlSl 410-Stählen,
AlSl 4.200-Niedriglegierungsstählen,
AlSl 4.400-Niedriglegierungsstählen,
AlSl 4.600-Niedriglegierungsstählen
und reinem Eisen.
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Günstigerweise
enthält
das gesinterte Pulvermetallteil Aluminium, das in einem Bereich
von 1,0-3,5 Gew.-% des Metallteils vorhanden ist.
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Damit
die Erfindung leichter verstanden wird, wird die Erfindung nun beispielhaft
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen:
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1(a) und (b) 100x-Fotographien
sind, die die Mikrostruktur einer 410-Basislegierung bzw. einer 410-Legierung
mit beigemischtem FeAl zeigen;
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2 eine
Auftragung der Tage zum ersten Rosten gegenüber der prozentualen Zugabe
von FeAl zu der 410-Basislegierung ist;
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3 eine
Auftragung der Rockwell B-Härte
gegen die prozentuale Zugabe von FeAl zu der 410-Basislegierung
ist;
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4 eine
Auftragung des Bruchmoduls (ksi) gegen die prozentuale Zugabe von
FeAl zu der 410-Basislegierung ist;
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5 eine
Auftragung der IZOD-Schlagenergie gegen die prozentuale Zugabe von
FeAl zu der 410-Basislegierung ist;
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6 eine
Auftragung der Tage zum ersten Rosten gegen die prozentuale Zugabe
von FeAl zu der 316-Basislegierung ist;
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7 eine
Auftragung der Rockwell B-Härte
gegen die prozentuale Zugabe von FeAl zu der 316-Basis ist;
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8 eine
Auftragung des Bruchmoduls (ksi) gegen die prozentuale Zugabe von
FeAl zu der 316-Basis ist;
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9 eine
Auftragung der IZOD-Schlagenergie gegen die prozentuale Zugabe von
FeAl zu der 316-Basis ist;
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10 eine
Auftragung der Rockwell B-Härte
gegen die Prozentmenge an C für
eine 410-Basis ist, die mit 5 % FeAl gebildet ist;
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11 eine
Auftragung des Bruchmoduls (ksi) gegen die Prozentmenge an C für eine 410-Basis
ist, die mit S % FeAl gebildet ist;
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12 eine
Auftragung der Tage zum ersten Rosten gegen die Prozentmenge an
C für eine
410-Basis ist, die mit 5 % FeAl gebildet ist; und
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13 eine
Auftragung der Rockwell B-Härte
gegen die Tempertemperatur für
rostfreien 410-Stahl und rostfreien 410-Stahl, gebildet mit 5 %
FeAl, ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Pulvermetallzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung basieren
auf der Zugabe von Pulveraluminium enthaltenden Zusammensetzungen
zu Standardpulvereisenmetallzusammensetzungen vor dem Bilden von
Teilen aus den Stahlpulvern. Die Zugabe der Pulveraluminium enthaltenden
Zusammensetzungen, bevorzugt in der Form von FeAl-Legierungen, zu
sowohl rostfreien Pulver- als auch Niedriglegierungsstahlzusammensetzungen,
liefert eine erhöhte
Korrosionsbeständigkeit
der Zusammensetzungen, wenn sie Chloriden ausgesetzt werden. Zusätzlich liefert
die Einführung
von FeAl-Pulverlegierungen in die Standardpulvereisenzusammensetzungen
eine erhöhte
Korrosionsbeständigkeit
für Zusammensetzungen
mit Kohlenstoffgehalten bis zu wenigstens 0,8 %.
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Aluminium
ist als ein möglicher,
billigerer und stabiler Vorratslegierungsbildungsersatz für Chrom
in Schmiede- und rostfreien Gußstählen für viele
Jahre untersucht worden. Dunning et. al. in "Substitutes for Chromium in Stainless
Steel", Metal Progress,
Band 126, Nr. 4, S. 19-24 (Oktober 1984) liefert eine Übersicht der
Verwendung von Aluminium und anderen Legierungsbildungselementen
als Chromersatze in Schmiede- und rostfreien Gußstahllegierungen. Beispielsweise
werden Fe-Al-Mn-Schmiede- und Gußlegierungen (fermalloys) von
Banerji in "An Austenitic
Stainless Steel Without Nickel and Chromium", Metal Progress, Band 113, Nr. 4, S.
58-62 (April 1978) offenbart. Siehe ebenfalls U.S. 4,398,951, ausgegeben
an Wallwork (1983) und U.S. 5,278,881, ausgegeben an Kato (1994).
Weiter werden Fe-Al-Mo-Schmiede-
und -gußlegierungen im "An Iron-Aluminum-Molybdenum
Alloy as a Chromium-Free Stainless Steel Substitute", J. S. Dunning,
U.S. Dept. of the Interior, Bureau of Mines Report of Investigations
8654 (1982), erhältlich
vom U.S. Regierungsdruckbüro
(1982-505-002/31), und U.S. 5,238,645, ausgegeben an Sikka (1993),
beschrieben. Die Verwendung von Aluminium, um die Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit
von Schmiede- und ferritischen rostfreien Gußstahl zu erhöhen, wird
von Sastry et. al. in "Preparation
and mechanical processing of Fe-12Cr-6Al
ferritic stainless steel",
Metals Technology, Band 7, Nr. 10, S. 393-396 (Oktober 1980) diskutiert.
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Die
obigen Legierungen und Verfahren, einschließlich solcher von Ro, haben
versucht, Aluminium direkt in die feste Matrix der Legierung zu
integrieren. Auf diese Weise integriert, kann Aluminium unerwünschterweise
die Eigenschaften der festen Matrix verändern, wie durch Steigern der
Sprödigkeit
der Legierung. Jedoch sind in den meisten Fällen die unerwünschten
Eigenschaftsvariationen dieser Metalle eine nicht vermeidbare Folge
des Ziels, Aluminium als einen Ersatz für Chrom in der festen Matrix
einzuführen.
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In
der vorliegenden Erfindung liegt die Einführung von Aluminium in rostfreie
und Niedriglegierungsstähle
darin, die Korrosionsleistung der Standardstahlzusammensetzungen
zu steigern. Das Aluminium ist in im wesentlich dispergierter und
diskreter Form in der Legierung vorhanden, wie durch die diskreten
dunkler gefärbten
Bereiche von FeAl in 1(b) gezeigt,
und ist nicht vollständig
mit dem Matrixmetall legiert. Die erhöhte Korrosionsleistung der
Standardpulvereisenzusammensetzung mit beigemischten Pulveraluminium
enthaltenden Zusammensetzungen kann eine Verminderung der Qualität des Stahls
ermöglichen,
d. h. eine Abnahme der Menge an legierungsbildenden Elementen, insbesondere
Chrom und Nickel, die normaler Weise benötigt werden, um ein gewünschtes
Korrosionsniveau und eine mechanische Leistung zu erreichen.
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Eine
Anzahl an Tests wurde durchgeführt
unter Verwendung einer Vielzahl an auf Eisen basierten Pulvermetallzusammensetzungen,
um den Umfang der Erfindung zu charakterisieren und einzuschätzen. Die
allgemeine Anwendbarkeit der Erfindung auf rostfreie Stähle wurde
unter Verwendung von zwei repräsentativen rostfreien
Stahlzusammensetzungen getestet. Austenitische rostfreie Stähle wurden
unter Verwendung einer rostfreien AlSl 316 L-Stahlzusammensetzung
(Fe-Cr-Ni) eingestuft, und martensitische und ferritische rostfreie Stähle wurden
unter Verwendung einer rostfreien AlSl 410 L-Stahlzusammensetzung
(Fe-Cr) eingestuft. Diese Legierungen wurden ausgewählt aufgrund
der Bedeutung der Legierungen in der Automobilindustrie und der offensichtlichen
Brauchbarkeit von Legierungen mit verbesserter Korrosionsbeständigkeit
in dieser Industrie. Zusätzlich
wurden Probenkörper
unter Verwendung der zwei modifizierten rostfreien Stahlpulver,
316 UltraTM und 316 PlusTM,
von Reinshagen hergestellt.
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Probenkörper, die
aus Standardeisenzusammensetzungen und aus mit Aluminium modifizierten
Eisenzusammensetzungen hergestellt wurden, wurden einem Korrosions-
und Mechaniktest unterzogen. Die Probenkörper wurden durch das folgende
Verfahren hergestellt, sofern es nicht anderweitig erwähnt wird. Standardstahlpulver
mit 80 mesh wurde trocken mit FeAl-Legierungspulver mit 100 mesh,
enthaltend 50 Gew.-% Aluminium, erhalten von SCM Corp., NY, NY,
und einem geeigneten Bindungsschmiermittel, in diesem Falle Acrawax,
in einem Kegelmischer für
etwa 20 Minuten vermischt, um das Aluminium enthaltende, vermengte
Pulver zu bilden. Wenigstens ein Teil des vermengten Pulvers wurde
in Grünteile
unter Drücken
im Bereich von 414 MPa-828 MPa (30-60 tsi) und nominell 551 MPa
(50 tsi) geformt. Die Grünteile
wurden in einer Schutzumgebung, entweder N2,
H2, eine N2/H2-Mischung oder ein Vakuum, für etwa 30
Minuten bei einer Temperatur im Bereich von 1.121 °C-1.260°C (2.050
bis 2.300°F)
gesintert. Die gesinterten Teile wurden dann von der Sintertemperatur
mit einer Kühlgeschwindigkeit
von 0,4°C
bis 4°C/Sek.
(40°-400°F pro Minute),
typischerweise bei 1,5°C/Sek.
(160°F/Minute)
abgekühlt,
bis eine Temperatur von kleiner als 148°C (300°F) erreicht wurde. Ein Fachmann
auf dem Gebiet wird erkennen, daß die genauen Sinterbedingungen
für die
Legierung zu variieren sind, wenn die stöchiometrischen Mengen an Eisen
und Aluminium variiert werden, oder wenn eine unterschiedliche Aluminium
enthaltende Zusammensetzung verwendet wird, um die Unterschiede
in den Oxidfilmen und anderen Eigenschaften der Legierung zu berücksichtigen,
die die erforderliche Sinterbedingungen variieren können.
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Test mit rostfreien AlSl410
L- und 316 L-Stählen
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Probenkörper wurden
gemäß der zuvor
genannten Vorgehensweise hergestellt und bei entweder bei 1.149°C (2.100°F) oder 1.260°C (2.300°F) in einer
Atmosphäre
aus 95 % N
2/5 % H
2 gesintert
und mit 1,5°C/Sek.
(160°F/Minute)
abgekühlt.
Die Probenkörper
wurden bezüglich
der Korrosionsbeständigkeit
durch Exponieren einer Hälfte
des Probenkörpers
gegenüber
einem künstlichen
Meerwasser mit 5 % NaCl in einem Kunststoffröhrchen und Beobachten der Tage,
bis Rost auf dem Probenkörper
beobachtet wurde, getestet. Die Röhrchen waren gegenüber der
Luft offen und Wasser wurde, wie benötigt, zugefügt, um ein im wesentlichen konstantes
Wasserniveau und Chloridkonzentration zu halten. Ergebnisse dieser
Tests sind unten gezeigt:
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In
allen Probenkörpern
erschien Rost im allgemeinen zuerst nahe der Wasser/Luft-Grenzfläche. In
allen Fällen
steigerte die Zugabe der FeAl-Legierung die Korrosionsbeständigkeit
des Probenkörpers
gegenüber der
Basiszusammensetzung enorm. Die Daten zeigen ebenfalls an, daß die Wärmebehandlung
des Probenkörpers
und der Prozentanteil des eingeschlossenen Kohlenstoffs in der Zusammensetzung
ebenfalls die Korrosionsleistung der Zusammensetzung beeinflußt. Die
Korrosionsbeständigkeit
zeigt ein Testmaximum bei einer Zusammensetzung, die etwa 5,0 %
der FeAl-Legierung mit 50 % Al, oder 2,5 % Al enthielt. Basierend
auf diesen Testergebnissen werden ähnliche Verbesserungen der
Korrosionsleistung von anderen Arten rostfreier Stähle, wie
ausfällungsgehärtete Stähle, und
im allgemeinen für
rostfreie Pulverstähle
erwartet.
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Es
sollte erwähnt
werden, daß der
rostfreie 410-Stahl eine wesentliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit
verglichen nicht nur mit den rostfreien Basisstählen, sondern auch mit den
teureren 316-Legierungen zeigte. Eine beträchtliche Kostenersparnis kann
möglich
sein, wenn Aluminium enthaltende rostfreie Stähle der 400 Reihe für die teureren
Stähle
der 300 Reihe in Anwendungen ausgetauscht werden könnten, die
keine mechanischen Eigenschaften erfordern, die mit Stählen der
300 Reihe verbunden sind.
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Die
mechanischen Eigenschaften einer Anzahl an Probenkörpern, die
aus rostfreiem 410L-Pulverstahl,
gemischt mit verschiedenen Mengen der FeAl-Legierung, gebildet wurden,
wurden getestet, um einen Vergleich der relevanten mechanischen
Eigenschaften bereitzustellen. Diese Ergebnisse des Tests sind in 2-9 gezeigt.
Wie erkannt werden kann, tendiert die Zugabe der FeAl-Legierung
dazu, den Bruchmodul, die Dichte und die Bruchbeständigkeit
der Legierung zu vermindern, jedoch die Härte des Materials zu steigern,
wenn sie der gleichen mechanischen Verarbeitung wie die rostfreien
Basis- oder Standardstahlzusammensetzungen unterzogen wird. Auf
dieser Basis zeigen bis heute erhaltene Testdaten, daß ein Zugeben
von Aluminium zu dem Basismetallpulver, um eine Mischung mit 2-7
% der FeAl-Legierung mit 50 % Al herzustellen, oder 1,0-3,5 % Aluminium,
bevorzugter ist, um den Nutzen der gesteigerten Beständigkeit
bereitzustellen, ohne die mechanischen Eigenschaften der resultierenden
Legierung stark zu verringern.
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Zusätzlich wurden
Mechanik- und Korrosionstests an den Probenkörpern durchgeführt, gebildet
aus rostfreiem 410L-Pulverstahl, gemischt mit FeAl-Pulverlegierung
und Kohlenstoff in der Form von flockigem Graphit, um eine Mischung
mit 5 % FeAl-Legierung und Kohlenstoff im Bereich von 0,0-0,8 %
herzustellen. Die Ergebnisse der Tests, die in 10-12 gezeigt
sind, zeigen an, daß die
mechanischen Eigenschaften der Zusammensetzung verhältnismäßig konstant über den
gesamten Bereich des Kohlenstoffs in der Aluminium enthaltenden,
rostfreien Stahllegierung verbleiben, was auch für die Korrosionsleistung gilt.
Die Legierungen zeigen eine gute Korrosionsleistung über einen
viel größeren Bereich
als die rostfreien 410L-Stähle
in Abwesenheit der FeAl-Legierung. Die Stabilität der Aluminium enthaltenden
Stahllegierungen über
einen Bereich von Kohlenstoff gehalten ist sehr wichtig in Pulvermetallanwendungen
aufgrund der vielen möglichen
Kohlenstoffkontaminationsquellen bei der Pulvermetallverarbeitung,
wie aus Bindemittelmaterial, Rückstand
in den Mischungs- und thermischen Vorrichtungen, etc.
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Eine
mögliche
Anwendung für
die Aluminium enthaltenden, rostfreien Stahllegierungen liegt in
einem Flansch in einem Automobilauspuffsystem, das Temperaturen
ausgesetzt ist, die 871°C
(1.600°F)
erreichen. Die Temperbeständigkeit
eines Probenkörpers,
gebildet aus einer Mischung enthaltend 410L-Stahlpulver und 5 %
FeAl-Legierungspulver, wurde getestet und mit einem 410L-Standard
verglichen, wie in 12 gezeigt ist. Der Probenkörper, der
aus der 410L-FeAl-Legierungsmischung gebildet worden ist, weist
eine höhere
Anfangshärte
als die 410L-Basis auf, und der Unterschied verbleibt im wesentlichen
mit steigender Temperatur. Ebenfalls ist es möglich, daß die Zugabe von Aluminium
zum rostfreien Stahl Teile mit einer gesteigerten Hochtemperaturoxidationsbeständigkeit
bereitstellt.
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Niedriglegierungsstähle
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Niedriglegierungsstähle zeigen
typischerweise eine viel schlechtere Korrosionsbeständigkeit
in Chlorid enthaltenden Umgebungen als rostfreie Stähle. Folglich
müssen
die teureren rostfreien Stähle
für korrosive Umgebungsanwendungen
verwendet werden, die ansonsten die verbesserten mechanischen und/oder
chemischen Eigenschaften, die für
rostfreie Stähle
gefunden werden, nicht benötigen.
Eine beträchtliche
Kostenersparnis könnte
verwirklicht werden, wenn weniger teure Stähle in korrosiven Umgebungsanwendungen verwendet
werden könnten,
die die mechanischen Hochtemperatureigenschaften der rostfreien
Stähle
nicht benötigen.
Diesbezüglich
wurden zusätzliche
Tests durchgeführt,
um zu bestimmen, ob Pulvermetallteile, die aus einer Mischung von
Pulveraluminiumzusammensetzungen und Niedriglegierungspulverstählen hergestellt wurden,
eine erhöhte
Korrosionsleistung zeigen. Probenkörper, die aus AlSl 4.200-,
4.400- und 4.600- Niedriglegierungsstahlstandardpulvern und aus
vermengter Mischung, enthaltend die Niedriglegierungsstahlpulver und
5 % des FeAl-Legierungspulvers mit 50 % Al, hergestellt wurden,
wurden hergestellt und auf die zuvor beschriebene Weise getestet.
Die Ergebnisse sind unten gezeigt:

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Die
Zugabe von Aluminium zum Niedriglegierungsstahl erhöht stark
die Korrosionsbeständigkeit
der Stähle.
Die Korrosionstestergebnisse zeigen an, daß die beobachtete erhöhte Korrosionsbeständigkeit,
wenn Aluminium zu Eisen-Chrom-Legierungen zugefügt wird, ebenfalls in Molybdän- und Ni/Mo-Eisenlegierungen erreicht
werden kann und legt einen ähnlichen
Nutzen für
Fe-Ni-Legierungen nahe. Die erhöhte
Leistung des AlSl4.600-Stahls im Vergleich mit dem AlSl 4.200-Stahl
kann anzeigend sein für
eine nützliche
Wechselwirkung zwischen dem Al und den erhöhten Gehalten an Ni in dem
AlSl4.600-Stahl. Die vorteilhafte Wechselwirkung der Pulveraluminiumzusammensetzung,
gemischt mit Legierungen, die einige der häufigeren legierungsbildenden
Elemente darstellen, zeigt an, daß die Erfindung auf Niedriglegierungsstähle im allgemeinen
anwendbar sein kann und Anwendung für andere Eisenlegierungen aufweisen
kann.
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Die
erhöhte
Korrosionsbeständigkeit
der Niedriglegierungsstähle,
die Aluminium enthalten, kann eine kostengünstige Alternative für die Verwendung
von rostfreien Stählen
in korrosiven Umgebungsanwendungen bereitstellen. Der Aluminium
enthaltende Niedriglegierungsstahl zeigt eine beträchtlich
verbesserte Korrosionsleistung verglichen mit dem Standard oder
der 410L-Basis. Wie in der Tabelle unten gezeigt, gibt es eine Verminderung des
Bruchmoduls (MR) im Vergleich mit Niedriglegierungsstählen; jedoch
gibt es eine Zunahme der Härte
(Hard) der Al enthaltenden, vermengten Niedriglegierungsstähle.
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Mechanische
Eigenschaften von Niedriglegierungsqualitätsstählen
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Reines Eisen
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Zusätzliche
Tests wurden unter Verwendung von reinem Eisenpulver in Kombination
mit den Aluminium enthaltenden Zusammensetzungen durchgeführt. Probenkörper wurden
hergestellt und gemäß der zuvor genannten
Vorgehensweise getestet. Zusätzlich
zu der FeAl-Legierung, die von SCM erhalten wurde, wurde eine FeAl-Legierung
mit 50 % Al, die von Ametek Specialty Metals, aus Eighty-Four, PA,
erhalten wurde, verwendet, um Probenkörper zum Testen zu bilden.
Die Ergebnisse der Mechanik- und Korrosionstests sind in der Tabelle
unten gezeigt:
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Wie
erkannt werden kann, erhöht
die Zugabe der FeAl-Legierung die Korrosionsbeständigkeit der modifizierten
Eisenprobenkörper
beträchtlich.
Ebenfalls gibt es eine Zunahme der Härte des Materials gegenüber reinen
Eisenzusammensetzungen. Zusätzlich
gibt es eine beträchtliche
Zunahme der Schlagfestigkeit der modifizierten Eisenzusammensetzung
unter Verwendung der von Ametek erhaltenen FeAl-Legierung, verglichen mit
der Legierung, die unter Verwendung von reinem Eisen, modifiziert
mit der von SCM erhaltenen FeAl-Legierung,
hergestellt wurde.
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Zusätzliche
Tests
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Zusätzliche
Aluminiumquellen wurden getestet, nämlich Al-4,4%Cu-0,8Si-0,5Mg, Al-0,25%Cu-0,6Si-1,0Mg,
und Al-12Si anstelle der FeAl-Legierungen. Die Aluminiumlegierungen
wurden mit AlSl 410L und 316L vermengt und in Teile unter Verwendung
der gleichen Bedingungen gebildet, die verwendet wurden für die mit
FeAl-Legierung modifizierten Teile. Die Al-Cu-Si-Mg-Probenkörper zeigten
ein übermäßiges Aufblähen während der
Teilsinterung, was in einer niedrigen Dichte und schlechten mechanischen
Eigenschaften resultierte. Ein Korrosionstest der Al-Cu-Si-Mg-Teile
zeigte keine Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit gegenüber rostfreien
Standardstählen,
wie erwartet werden könnte
basierend auf dem Aufblähen
der Proben. Jedoch zeigten die Al-12Si-Teile kein übermäßiges Aufblähen und
erhöhten
die Zeit zum Rosten der 410L-Basislegierung von < 1 Tag auf etwa 15 Tage.
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Die
Variation der Korrosionsleistung des rostfreien Stahls, der mit
Aluminiumlegierungen beigemischt ist, ist vermutlich aufgrund der
Variation in den Oxidfilmen auf den Aluminium enthaltenden Zusammensetzungen
und den notwendigen Sinterbedingungen für jede Zusammensetzung. Beispielsweise
sind die Al-Cu-Si-Mg-Pulver hoch im Aluminium legiert, etwa 95 %
bzw. 98 %, was in einer Legierung mit einem nahezu reinen Aluminiumoxidfilm
resultiert. Der reine Aluminiumoxidfilm wird wahrscheinlich nicht
unter der Sinterverfahrensweise reduziert, die zum Kombinieren von
FeAl-Legierungspulver mit rostfreien und Niedriglegierungsstählen entwickelt
worden ist. Hingegen ist der Oxidfilm auf dem Al-12Si-Pulver wahrscheinlich
weniger zäh aufgrund
des geringeren Al-Gehalts und kann reduziert und mit dem Matrixmetall
in einem größeren Umfang als
die Filme auf den Al-Cu-Si-Mg-Legierungen
legiert werden. Ein Fachmann auf dem Gebiet wird verstehen, wie
oben diskutiert, daß die
Kompaktier- und Sinterbedingungen, die verwendet werden, um die
Legierung zu bilden, angesichts der beigemischten, Aluminium enthaltenden
Zusammensetzung ausgewählt
werden sollten.
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Probenkörper, die
aus rostfreien AlSl 316L- und 410L-Standardpulverstählen und
von rostfreien 316L- und 410L-Pulverstählen, beigemischt mit FeAl-Legierung,
gebildet wurden, wurden bei Raumtemperatur mit einem Polyesterharz,
das kommerziell als Imprec verkauft wird, vakuumimprägniert,
bei 90°C
(195°F)
in heißem
Wasser gehärtet
und vor dem Korrosionstest luftgekühlt. Die Testprobenkörper waren
zuvor bei 1.149°C-1.260°C (2.100-2.300°F) gesintert
und in einer Schutzatmosphäre
bei mehr als 37°C
(100°F)
gekühlt worden.
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Die
imprägnierten
Standard- oder Basiszusammensetzungsprobenkörper zeigten eine leichte Verbesserung
gegenüber
den nicht imprägnierten
Standardprobenkörpern.
Die Zeit bis zum Rosten stieg auf 6-12 Stunden, vermutlich da das
Harz den Porenraum in dem Probenkörper ausfüllte. Im Gegensatz dazu nahm
für die
Probenkörper,
die mit einer Mischung von FeAl-Legierung
und rostfreiem Stahl gebildet wurden, die Zeit bis zum Rosten von über 30 Tagen
für 410L,
enthaltend 2,5 % Al, auf weniger als einen Tag dramatisch ab. Der
Grund für
dieses Ergebnis ist zur Zeit noch ungewiß, es wird jedoch angenommen,
daß das
Harz, oder die Heißwasserexposition
während
des Härtens,
den Zusammenbruch der Stahl-Aluminium-Struktur in dem Probenkörper ermöglicht hat.
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Eine
Begrenzung der Aluminiumverbindungen, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden könnten,
liegt darin, daß das
Aluminium in der Zusammensetzung in der Lage sein muß, bei Temperaturen
kleiner als dem Schmelzpunkt des Stahlpulvers reduziert zu werden.
Zusätzlich
müssen
die anderen Elemente, die in der Aluminiumzusammensetzung enthalten
sind, berücksichtigt
werden, um das Potential für
eine Kontaminierung der modifizierten rostfreien Stahlzusammensetzung
durch die anderen Elemente zu minimieren.
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Fachleute
auf dem Gebiet werden ebenfalls verstehen, daß die vorliegende Erfindung
beträchtliche Vorteile
gegenüber
dem Stand der Technik liefert. Insbesondere liefert der Erfindungsgegenstand
modifizierte rostfreie Pulvermetall- und Niedriglegierungsstahlzusammensetzungen
zur Verwendung in Bildungsmaschinenteilen, die erhöhte Korrosionsbeständigkeit
gegenüber
herkömmlichen
Pulvermetallzusammensetzungen zeigen; und daher können sie
in einem viel größeren Bereich
von Anwendungen bei im allgemeinen verminderten Kosten verwendet
werden. Während
der Erfindungsgegenstand diese und weitere Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik liefert, wird jedoch verstanden, daß verschiedene
Veränderungen
in den Details, Zusammensetzungen und Bereichen der Elemente, welche
hierin beschrieben und veranschaulicht worden sind, um die Natur
der Erfindung zu erklären,
von Fachleuten auf dem Gebiet innerhalb des Umfangs der Erfindung, wie
er in den beigefügten
Ansprüchen
ausgedrückt
wird, durchgeführt
werden können.
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Die
Merkmale, die in der vorangehenden Beschreibung, in den Ansprüchen und/oder
in den beigefügten
Zeichnungen offenbart werden, können
sowohl einzeln als auch in irgendeiner Kombination derselben Material
zur Verwirklichung der Erfindung in ihren unterschiedlichen Formen
sein.