DE69828005T2 - Einrichtung zur Herstellung von Wellpappe - Google Patents

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31FMECHANICAL WORKING OR DEFORMATION OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31F1/00Mechanical deformation without removing material, e.g. in combination with laminating
    • B31F1/20Corrugating; Corrugating combined with laminating to other layers
    • B31F1/24Making webs in which the channel of each corrugation is transverse to the web feed
    • B31F1/26Making webs in which the channel of each corrugation is transverse to the web feed by interengaging toothed cylinders cylinder constructions
    • B31F1/28Making webs in which the channel of each corrugation is transverse to the web feed by interengaging toothed cylinders cylinder constructions combined with uniting the corrugated webs to flat webs ; Making double-faced corrugated cardboard
    • B31F1/2845Details, e.g. provisions for drying, moistening, pressing
    • B31F1/2863Corrugating cylinders; Supporting or positioning means therefor; Drives therefor

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Machines For Manufacturing Corrugated Board In Mechanical Paper-Making Processes (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Wellpappe.
  • Einrichtungen dieser Art sind mit Riffelwalzen unterschiedlicher Form ausgeführt, wobei das Profil durch die Teilung und die Höhe der Zähne bestimmt wird. Bei der Herstellung wird die Papierbahn unter Pressdruck und Wärmeeinwirkung zwischen den Profilen der zusammenwirkenden Riffelwalzen gepresst und anschließend mit einer glatten Deckbahn verklebt. Dies geschieht in der Regel ebenfalls unter Wärme- und Druckeinwirkung mittels einer Andrück- oder Presswalze.
  • Der eigentliche Prägevorgang findet zwischen den jeweiligen Riffel- oder Profilspitzen der einen Riffelwalze und dem Riffelgrund oder Profiltälern der anderen Riffelwalze statt. Die Flanken sind in der Regel am Prägevorgang nicht beteiligt. Bei diesen Konstruktionen kommt es auf die Differenz der Radien zusammenwirkender Profilspitzen und Profiltäler an.
  • Bei herkömmlichen Riffelwalzen sind die Profile beider Riffelwalzen identisch, so dass die Wellung des Papiers in beiden Biegerichtungen gleich ist und sich ein symmetrisches Profil der fertigen Wellpappe ergibt.
  • Die Berührung zwischen den Profilspitzen der zweiten Riffelwalze und der im wesentlichen zylindrischen Oberfläche der Andrückwalze findet im Andrückspalt statt, d. h. im Berührungsbereich zwischen der zweiten Riffelwalze und der Andrückwalze. Dies hat zur Folge, dass der durch den Kontakt zwischen zweiter Riffelwalze und Andrückwalze definierte Achsabstand dieser beiden Walzen im Verlauf der Walzendrehung ständig variiert zwischen einem maximalen Wert, wenn eine Profilspitze im Bereich einer die Walzenachsen enthaltenden Verbindungsebene liegt, und einem minimalen Wert, wenn ein Profiltal der zweiten Riffelachse in der die Walzenachsen enthaltenden Verbindungsebene liegt. Diese variierenden Abstände führen zu einer ständigen Schwingungsanregung, wobei auftretende Schwingungsamplituden zur Oberflächenmarkierung auf der Andrückwalzenseite der Glattbahn führen und insbesondere im Resonanzbereich eine Schädigung der Papierfasern im Andrückspalt bewirken können. Je größer die Teilung des Riffelprofils ist, desto größer können die schädigenden Schwingungsamplituden werden. Zur Lösung dieses Problems könnte man daran denken, mit niedrigeren Drücken und längerer Einwirkungszeit zwischen der zweiten Riffelwalze und der Andrückwalze zu arbeiten und dafür zur Herstellung inniger Verbindung zwischen der Wellbahn und der Glattbahn eine längere Einwirkungszeit vorzusehen.
  • Dabei ist zu bedenken, dass ein wesentlicher Einflussfaktor für Papierschädigung auf der Andrückwalzenseite der Glattbahn die Krümmung und insbesondere die Scheitelkrümmung der Profilspitzen der zweiten Riffelwalze ist. Je größer der Krümmungsradius der Profilspitzen ist, desto kleiner wird die Hertz'sche Pressung, die auf das Papier einwirkt.
  • Andererseits ist die Krümmung nicht beliebig verkleinerbar, oder anders ausgedrückt, der Krümmungsradius im Scheitelbereich der Profilspitzen der zweiten Riffelwalze ist nicht beliebig vergrößerbar. Mit steigenden Krümmungsradien steigt nämlich – bei gegebener Teilung – der Flankenwinkel gegenüber einem Teilkreis des Profils. Dies führt schnell dazu, dass eine Abwälzung der Profile der ersten und der zweiten Riffelwalze behindert wird: das Papier wird überbeansprucht und schließlich verhaken die Zähne ineinander. Die Vergrößerung des Flan kenwinkels lässt sich zwar durch eine Vergrößerung der Teilung kompensieren, diese Maßnahme hilft aber nicht, wenn – im Hinblick auf die Druckübertragung durch die aus Glattbahn und Wellbahn gebildete Verbundbahn – eine bestimmte Teilung gewünscht ist.
  • Darüber hinaus führt eine Vergrößerung der Teilung wiederum zu einer erhöhten Gefahr der Schwingungsanregung, da auch die Teilung für das Schwanken des Achsabstands zwischen zweiter Riffelwalze und Andrückwalze aus einfachem geometrischem Grund verantwortlich ist: Vergrößerte Teilung führt zu vergrößerten Schwankungen des Radialabstands der Achsen von zweiter Riffelwalze und Andrückwalze.
  • Der Gedanke, durch Vergrößerung des Spitzenradius Papierschädigungen auf der Andrückwalzenseite der Glattbahn zu verringern, führt im übrigen auch zu dem nachteiligen Effekt einer Vergrößerung des Papierverbrauchs, weil der Papierverlauf zwischen einem Profilspitzenscheitel und einem Profiltalscheitel der Riffelwalzen sich dann zunehmend von der geradlinien Verbindungslinie dieser beiden Scheitelpunkte entfernt, welche die kürzeste Verbindungslinie dieser Scheitelpunkte darstellt.
  • Die US 5,419,796 legt eine Einrichtung zur Herstellung von Wellpappe offen. Diese umfasst ein erstes Riffelwalzenpaar und ein zweites Riffelwalzenpaar, das mit einer Andrückwalze einen Andrückspalt ausbildet. Das erste Riffelwalzenpaar besteht aus einer oberen und einer unteren Walze, deren Profilspitzen und Profiltäler zwecks wellenförmiger Verformung einer Wellbildungsbahn zusammenwirken. Die Profilspitzen der oberen Riffelwalze sind wesentlich kleiner als die Übergangs-Profiltäler. Bei der unteren Profilwalze sind die Profilspitzen größer als die Profiltäler, die sich zwischen ihnen befinden. Die Bereiche der Profiltäler der beiden Riffelwalzen üben keinen Einfluss auf die wellenförmige Verformung der Wellbildungsbahn aus und sind folglich nicht an die Bereiche der eingreifenden Profilspitzen angepasst. Diese Ausführungsform der beiden Riffelwalzen hat einen unregelmäßigen Lauf der Einrichtung zur Folge, was sich negativ auf die herzustellende Wellpappe auswirkt.
  • Die Erfindung hat die Konstruktion einer Einrichtung zur Herstellung von Wellpappe bei reduzierter Schwingungsanregung und reduzierter Gefahr von Markierung auf der entsprechenden Verbundbahn sowie reduzierter Gefahr von Beschädigung der Fasern zum Ziel. Weiterhin soll die Gefahr eines gegenseitigen Eingriffs, d. h. die Gefahr eines Verhakens der zusammenwirkenden Zähne der beiden Riffelwalzen, vermieden werden.
  • Die in einer erfindungsgemäßen Einrichtung hergestellte Verbundbahn kann eine einseitige Wellpappe sein, die als solche verwendet wird, zum Beispiel zum Einwickeln von zylindrischen Gegenständen. Die Verbundbahn kann auch ein Vorprodukt für eine doppelseitige oder mehrlagige Wellpappe sein. Der Begriff „Wellpappe" umfasst vor allem Verbundbahnen, die unter Verwendung von faserhaltigen und insbesondere von zellstofffaserhaltigen Einzelbahnen hergestellt werden. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die Verbundbahn aus anderen Materialien, zum Beispiel Kunststoffbahnen besteht, die grundsätzlich zur Herstellung von einseitig gewellten Verbundbahnen verarbeitet werden können.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass nur dort, wo die Profilrippen der zweiten Riffelwalze unter Zwischenschaltung der Wellbahn und der Glattbahn mit der Andrückwalze unter Druck aneinander liegen, erhöhte Schwingungsanregung und erhöhte Belastung auftreten.
  • An den bei der erfindungsgemäßen Gestaltung stärker gekrümmten Profilspitzen der ersten Riffelwalze entstehen entsprechend stärker gekrümmte Wellenkuppel der Wellenbahn. Diese stärker gekrümmten Wellenkuppel der Wellenbahn sind aber für das jeweilige Produkt nicht von Nachteil. Selbst wenn die entsprechende Verbundbahn zu einer doppelseitigen Wellpappe weiterverarbeitet wird (Doubleface), werden die Wellenkuppen mit einer glatten Papierbahn in einer im wesentlichen planen Vereinigungsstrecke verklebt, wo keine Schwingungen auftreten können und damit der Einfluss des Spitzenradius klein ist.
  • Bevorzugt sind die beiden Riffelwalzen mit gleicher Teilung ausgeführt, d. h. sie besitzen gleichen Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Profilspitzenscheiteln und aufeinanderfolgenden Profiltalscheiteln.
  • Der Flankenverlauf zwischen aufeinanderfolgenden Profilspitzen und Profiltälern ist in weiten Grenzen variabel, solange nur sichergestellt ist, dass keine Klemmung eintritt. Der Erfindungsgedanke ist beispielsweise auch kombinierbar mit dem Prinzip der sogenannten „Knochenprofile", bei denen durch konkave Flankengestaltung die Profilspitzen in ihrer Erstreckung entlang dem Teilkreis verdickt sind. Ein solches „Knochenprofil" ist z. B. in der Druckschrift „Die Einseitige Gruppe" mit der Veröffentlichungs-Nr. 1 (793D) 0,5 der Fa. Peters Maschinenfabrik GmbH, Rondenbarg 9-17, 22525 Hamburg, dargestellt und beschrieben. Weiter wird zum so genannten „Knochenprofil" verwiesen auf die Patentschrift EP 0098 936 .
  • Gemäß einem anderen Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Wellpappe.
  • Bei diesem Verfahren entspricht der Abstand zwischen dem Krümmungsradius der Profiltäler der zweiten Riffelwalze und dem Krümmungsradius der Profilspitzen der ersten Riffelwalze etwa oder vorzugsweise genau dem Abstand zwischen dem Krümmungsradius der Profiltäler der ersten Riffelwalze und dem Krümmungsradius der Profilspitzen der zweiten Riffelwalze. Außerdem wird eine erste Glattbahn gegen die Wellenkuppen der Wellbahn geklebt, die mit der zweiten Riffelwalze in einem zweiten Walzenspalt zwischen der zweiten Riffelwalze und einer Andrückwalze immer in Berührung ist.
  • Einem fortgeschrittenen Verfahren zufolge werden die ersten und die zweiten Wellenkuppen von einer mindestens im Scheitelbereich etwa zylindrischen kreisförmigen Kurve gebildet, und zwar mit einem größeren Krümmungsradius im Scheitelbereich der ersten Wellenkuppen und einem kleineren Krümmungsradius im Scheitelbereich der zweiten Wellenkuppen.
  • Die Verbindungsflanken der Wellbahn zwischen den ersten und den zweiten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen und den zweiten und den ersten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen können im wesentlichen in gerader Linie und im wesentlichen ohne Druck geformt sein.
  • Um eine doppelseitige Wellpappe zu erhalten, kann eine zweite Glattbahn an die Scheitel der zweiten Wellenkuppen geklebt werden. Es entspricht den Tatsachen, dass diese Scheitel eine stärkere Krümmung haben, oder anders gesagt, einen kleineren Krümmungsradius. Allerdings sind Problemen der Schwingungsanregung und die Gefahr der Markierung begrenzt aufgrund der Anlagerung der zweiten Glattbahn.
  • Eine Wellpappe kann nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt werden, aufweisend eine Wellbahn mit ersten und zweiten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen, die in bezug auf die Bandebene in entgegengesetzte Richtungen zeigen, und eine zweite Glattbahn, die die ersten Wellenkuppen berührt und an die Scheitel geklebt ist, wobei die ersten Wellenkuppen eine kleinere Krümmung haben als die zweiten Wellenkuppen.
  • Die ersten Wellenkuppen und die zweiten Wellenkuppen können zumindest im jeweiligen Scheitelbereich kreisbogenförmig gekrümmt sein, wobei der Krümmungsradius der ersten Wellenkuppen größer ist als der Krümmungsradius der zweiten Wellenkuppen.
  • Die Verbindungsflanken der Wellbahn können sich im wesentlichen in gerader Linie zwischen einer jeweils ersten und einer zweiten Wellenkuppel erstrecken. Die Verbindungsflanken der Wellbahn können im wesentlichen ohne Prägung zwischen einer jeweils ersten und einer zweiten Wellenkuppel sein, wobei ihre Festigkeit nicht beeinträchtigt ist.
  • Aufeinanderfolgende Verbindungsflanken der Wellbahn können Winkel ausbilden, die mit der Ebene der Wellbahn zwischen einer jeweils ersten Wellenkuppel und einer zweiten Wellenkuppel und zwischen einer jeweils zweiten Wellenkuppel und einer ersten Kuppel der Wellbahn im wesentlichen identisch sind.
  • Eine zweite Glattbahn kann die Scheitel der zweiten Wellenkuppel berühren und auf diese geklebt werden.
  • Den Stand der Technik betreffend wird Bezug genommen auf die folgenden Dokumente:
    DE 26 11 325 B2
    DE 82 17 295 U1
    EP 06 81 909 A2
    GB 22 84 433 A
    US 54 19 796
    US 30 53 309
    Niemann, G. et al.: Maschinenelemente, Springer-Verlag Berlin, 1960, Band 2, S. 25–28, 36–38.
  • Die Erfindung unterscheidet sich von allen diesen Einwendungen im wesentlichen dadurch, dass einwendungsgemäß im wesentlichen symmetrische Profile der Wellbahn hergestellt werden, währenddessen erfindungsgemäß erste Wellenkuppen der Endprofile der Wellbahn eine kleinere Krümmung haben und zweite Wellenkuppen eine stärkere Krümmung haben, oder anders gesagt: die aus der Ebene der Wellbahn in die eine Richtung vorkragenden Wellenkuppen haben eine unterschiedliche Krümmung als die Wellenkuppen, die aus der Ebene der Wellbahn in die andere Richtung vorkragen.
  • Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels.
  • 1 zeigt eine Übersichtsdarstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Herstellung einseitiger Wellpappe,
  • 2 zeigt die Eingriffsverhältnisse bei einer erfindungsgemäßen Einrichtung zwischen den beiden Riffelwalzen, und
  • 3 zeigt die Eingriffsverhältnisse bei einer erfindungsgemäßen Einrichtung zwischen der zweiten Riffelwalze und der Andrückwalze.
  • In 1 ist ein Maschinenrahmen mit 10 bezeichnet; er steht auf einem Maschinenfundament 12. An dem Maschinenrahmen sind gelagert eine erste Riffelwalze 1, eine zweite Riffelwalze 2 und eine Andrückwalze 4. Durch An drückvorrichtungen ist die erste Riffelwalze 1 gegen die zweite Riffelwalze 2 und ferner die Andrückwalze 4 gegen die zweite Riffelwalze 2 angedrückt. Die erste und die zweite Riffelwalze 1, 2 bilden zusammen einen Wellverformungsspalt 3, die Andrückwalze 4 und die zweite Riffelwalze 2 bilden zusammen einen Andrückspalt 5.
  • Von einem bei 14 im Blockschema dargestellten Vorrat läuft eine Wellbildungsbahn 16 über eine Umlenkrolle 18 zu der ersten Riffelwalze 1 und entlang dieser ersten Riffelwalze 1 zu dem Wellverformungsspalt 3. Nach Durchgang durch den Wellverformungsspalt 3 ist die zunächst glatte Wellbildungsbahn 16 zu einer Wellbahn 20 verformt. Diese Wellbahn 20 läuft auf der zweiten Riffelwalze 2 aufliegend auf den im einzelnen noch zu beschreibenden Andrückspalt 5 zu. Von einem Vorrat 22 läuft eine Glattbahn 24 über eine Umlenkwalze 26 und Spannmittel 28 zu der Andrückwalze 4 und auf dieser aufliegend in den Andrückspalt 5. Im Andrückspalt 5 wird die Wellbahn 20 mit der Glattbahn 24 vereinigt.
  • Die Verformung der Bahn 16 zur Wellbahn 20 erfolgt dadurch, dass die zunächst glatte Papierbahn oder Wellbildungsbahn 16 vor dem Einlauf in den Wellverformungsspalt 3 durch eine schematisch angedeutete Befeuchtungseinrichtung 30 befeuchtet und beispielsweise durch die dampfbeheizte Umlenkrolle 18 erhitzt wird. Die so befeuchtete und erhitzte Wellbildungsbahn durchläuft sodann den Wellverformungsspalt 3, welcher durch die auf etwa 180°C beheizten Riffelwalzen 1, 2 gebildet ist. Nach dem Durchgang durch den Wellverformungsspalt 3 ist die nunmehr aus der Papierbahn 16 entstandene Wellbahn 20 in ihrer Wellform so stabilisiert, dass sie auf der Riffelwalze 2 aufliegend den Weg bis zum Andrückspalt 5 durchläuft. Der Kontakt zwischen der Wellbahn 20 und der Riffelwalze 2 kann dadurch unterstützt sein, dass entweder die Wellbahn 20 durch äußeren Überdruck innerhalb einer nicht dargestellten Überdruckkammer gegen die Außenumfangsfläche der Riffelwalze 2 angedrückt wird oder dass innerhalb der Riffelwalze 2 ein Unterdruck aufgebaut wird, welcher beispielsweise über Umfangsnuten an den Profiltälern der Riffelwalze 2 angelegt wird, so dass die Wellbahn 20 durch diesen Unterdruck bei gleichzeitiger Einwirkung von Atmosphärendruck auf die radial äußere Seite der Wellbahn 20 gegen das Umfangsprofil der Riffelwalze 2 angedrückt wird.
  • Schematisch dargestellt ist in 1 auch ein Beleimungswerk 32, durch welches auf die radial äußere Seite der Wellbahn 20 Leim, insbesondere auf die nach radial außen weisenden Wellenkuppen aufgetragen wird. In den Andrückspalt 5 laufen dann die Wellbahn 20 mit Beleimung und die Glattbahn 24 gemeinsam ein, um dort gegeneinander angedrückt zu werden, wobei diese Andrückung eine erste Stufe der Verleimung darstellt. Die durch die Wellbahn 20 und die Glattbahn 24 gebildete Verbundbahn 34 läuft hierauf unter Aufrechterhaltung einer annähernd konstanten Spannung über Umlenkungen 36, 38 in eine Transporteinrichtung 40, welche die einseitige Verbundbahn in Schlaufen, wie bei 46 dargestellt, auf einer Längsfördereinrichtung 44 ablegt.
  • Die Profilspitzen PS1 und PS2 und die Profiltäler PT1 und PT2 verlaufen im Beispielsfall im wesentlichen parallel zu den Wellenachsen, können zu diesen aber auch schräggestellt sein.
  • In 2 sind die Eingriffsverhältnisse zwischen der ersten Riffelwalze 1 und der zweiten Riffelwalze 2 in linearisierter oder abgewickelter Darstellung im einzelnen gezeigt. Die Riffelwalze 1 weist Profilspitzen PS1 und Profiltäler PT1 sowie diese verbindende Flanken PF1 auf. Die Riffelwalze 2 weist Profilspitzen PS2 und Profiltäler PT2 sowie diese verbindende Profilflanken PF2 auf. Die Konstruktion ist im Beispielsfall so ausgebildet, dass die Profilspitzen PS1 eine kreiszylindrische Krümmung mit einem Krümmungsradius RS1, die Profilspitzen PS2 eine kreiszylindrische Krümmung mit einem Krümmungsradius RS2, die Profiltäler PT1 eine kreiszylindrische Krümmung mit einem Krümmungsradius RT1, die Profiltäler PT2 eine kreiszylindrische Krümmung mit einem Krümmungsradius RT2 haben und dass die Profilflanken PF1 und PF2 jeweils durch Tangenten an die angrenzenden kreiszylindrischen Krümmungen gebildet sind. Die gestrichelte Linie ist durch Annähern des Profils der ersten Riffelwalze 1 an das Profil der zweiten Riffelwalze 2 entstanden. Der Abstand zwischen PF2 und PF1' entspricht annähernd der Papierstärke der Wellbahn 20, welche durch Kompression der Wellbildungsbahn 16 zur Wellbahn 20 in den Spitzenbereichen des Wellverformungsspalts 3 gemäß 1 entsteht.
  • Man erkennt ohne weiteres die Erfüllung folgender Ungleichungen:
    RS1 < RT2
    RS2 < RT1
    RS1 < RS2
    RT2 < RT1.
  • Im Beispielfall gelten für die Krümmungsradien die folgenden Werte:
    RS1 = 1,2 mm
    RT2 = 1,5 mm
    RS2 = 1,8 mm
    RT1 = 2,1 mm.
  • Man beachte die Radiusdifferenz:
    RT2 minus RS1 = 0,3 mm
    RT1 minus RS2 = 0,3 mm.
  • Man beachte ferner, dass die Teilung der Profile von Riffelwalze 1 und von Riffelwalze 2 die gleiche ist. Die Durchmesser der Riffelwalzen 1 und 2 können gleich oder verschieden sein.
  • Schließlich beachte man auch, dass der Abstand d zwischen der Flanke PF2 und der in Betriebsposition verschobenen Flanke PF1' in mittlerer Flankenhöhe ein Maximum besitzt, wodurch eine Klemmung zwischen den Flanken im Zuge des Umlaufs der Riffelwalze 1, 2 vermieden wird.
  • In 3 erkennt man in linearisierter oder abgewickelter Darstellung eine Profilspitze PS2 der Riffelwalze 2 in Eingriff mit einer zylindrischen Umfangsfläche U4 der Andrückwalze 4. Zwischen der Profilspitze PS2 der Riffelwalze 2 und der Umfangsfläche der Andrückwalze 4 wird die Glattbahn 24 gegen die Wellbahn 20 angedrückt und zwar gegen eine Leimschicht 48, welche nach 1 durch das Beleimungswerk 32 auf die Kuppen 50 der Wellbahn 20 aufgetragen worden ist.
  • Die relativ großen Krümmungsradien RS2 der Profilspitze PS2 und RT1 des Profiltals PT1 ergeben einen relativ großen Krümmungsradius (kleine Krümmung) der Wellbahnkuppen 50 dort, wo diese im Andrückspalt 5 an die Glattbahn 24 angeleimt werden, wie aus 3 zu ersehen ist. Dort tritt deshalb eine geringe Hertz'sche Flächenpressung auf.
  • Die relativ stark gekrümmten Wellenkuppen 52 kommen, wenn später eine Doubleface-Wellpappe gebildet wird, in Anlage zu einer planen Fläche einer weiteren hier nicht dargestellten planen Bahn.
  • Der Maschinenlauf ist wegen der geringen Flächenpressung und der daraus resultierenden schwächeren Schläge zwischen den Walzen 2 und 4 ruhiger.
  • Bei etwaiger Verklebung der Wellenkuppen 52 im Falle der Doubleface-Bildung tritt geringerer Leimverbrauch auf; „Washboard-Effekte" werden dank der kleineren verleimten Fläche reduziert. Der Einzugsfaktor bleibt praktisch gleich wie bei einem entsprechenden symmetrischen Profil (Einzugsfaktor ist definiert als das Verhältnis von Länge des eingezogenen zu wellenden Papiers zur Länge der entstehenden Wellpappe). Die Flankenwinkel α und β gemäß 2 können trotz der großen Krümmungsradien RT1 und RS2 zu den Flankenwinkeln herkömmlicher symmetrischer Profile annähernd gleich gehalten werden.
  • Es soll noch erwähnt werden, dass die Profilspitzen PS1, PS2 und die Profiltäler PT1, PT2 für die wellenförmige Verformung zusammenwirken, oder anders gesagt: Die Verformung des Profils wird dadurch erreicht, indem man das Wellbildungsband 16 einem Druck zwischen einer Profilspitze PS2 der zweiten Riffelwalze 2 oder der unteren Riffelwalze 2 und einem Profiltal PT1 der ersten Riffelwalze 1 oder der oberen Riffelwalze 1 aussetzt, oder indem man es einem Druck zwischen den Profilspitzen PS1 der ersten Riffelwalze 1 oder der oberen Riffelwalze 1 und den Profiltälern PT2 der zweiten bzw. unteren Riffelwalze aussetzt, wie aus 2 hervorgeht.
  • Die Erfindung kann auch unter einem anderen Aspekt wie folgt betrachtet werden: Ausgangspunkt ist erneut eine Gestaltung von Riffelwalzen mit identischen Profilen der Riffelwalzen, und man nimmt an, dass der Krümmungsra dius RS2 (der im Fall von identischen Profilen der Riffelwalzen gleich dem Krümmungsradius RS1 ist) ausreichend groß ist, um die Schwingungsanregung und die Markierungen auf der Verbundbahn auf zulässige Werte zu begrenzen. Jetzt reduziert man den Krümmungsradius RS1 der oberen Riffelwalze 1, ohne den Krümmungsradius RS2 der unteren Riffelwalze zu verändern. In diesem Fall ändert sich der Winkel β nicht, aber der Winkel α wird kleiner. Somit wird die „Laufkapazität" der Profile verbessert, d. h. die Gefahr einer zu starken Annäherung der Profile und einer zu starken Klemmung der Wellbildungsbahn 16 ist verringert. Gleichzeitig verringen sich Einzugsfaktor und Papierverbrauch.
  • Außerdem kann man in Folge der Verkleinerung des Krümmungsradius RS1 den Krümmungsradius RT2 verringern. Folglich verkleinert sich auch der Winkel β. Eine Verkleinerung des Winkels β bedeutet eine zusätzliche Änderung des Einzugsfaktors im Sinne eines reduzierten Papierverbrauchs.

Claims (6)

  1. Einrichtung zur Herstellung von Wellpappe, umfassend a) eine erste Riffelwalze (1) und eine zweite Riffelwalze (2), welche zusammen einen Wellverformungsspalt (3) bilden, b) eine Andrückwalze (4), welche zusammen mit der zweiten Riffelwalze (2) einen Andrückspalt (5) bildet, c) Zuführmittel (18) zum Zuführen einer Wellbildungsbahn (16) zu dem Wellverformungsspalt (3), in welchem die Wellbildungsbahn (16) zur Wellbahn (20) verformt wird, d) Zuführmittel (26, 28) zum Zuführen einer Glattbahn (24) zu dem Andrückspalt (5), in welchem die Glattbahn (24) unter Vermittlung von Klebemitteln an die Wellbahn (20) angedrückt wird, und e) Weiterbeförderungsmittel (36, 38, 40) zum Weiterbefördern der durch Annäherung der Wellbahn (20) und der Glattbahn (24) gebildeten Verbundbahn (34), f) wobei jede der beiden Riffelwalzen (1, 2) ein Riffelprofil auf ihrer Mantelfläche mit Profilspitzen (PS1, PS2) und Profiltälern (PT1, PT2) haben, welche im Zusammenwirken der Wellverformung dienen, i) wobei weiter aufeinanderfolgende Profilspitzen (PS1, PS2) und Profiltäler (PT1, PT2) jeder Riffelwalze (1, 2) durch Profilflanken (PF1, PF2) miteinander verbunden sind, ii) wobei weiter die Profilspitzen (PS1, PS2) jeder Riffelwalze (1, 2) eine stärkere Krümmung besitzen als die mit ihnen wellverformend zusammenwirkenden Profiltäler (PT2, PT1) der jeweils anderen Riffelwalze, iii) wobei die Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) eine stärkere Krümmung besitzen als die Profilspitzen (PS2) der zweiten Riffelwalze (2), iv) wobei die Profiltäler (PT1) der ersten Riffelwalze (1) eine geringere Krümmung besitzen als die Profiltäler (PT2) der zweiten Riffelwalze (2), v) wobei die Profilspitzen (PS1, PS2) der beiden Riffelwalzen (1, 2) kreisbogenförmig gekrümmt sind und die Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) einen kleineren Krümmungsradius (RS1) besitzen als die Profilspitzen (PS2) der zweiten Riffelwalze (2), vi) wobei die Profiltäler (PT1, PT2) der beiden Riffelwalzen (1, 2) kreisbogenförmig gekrümmt sind und die Profiltäler (PT1) der ersten Riffelwalze (1) einen größeren Krümmungsradius (RT1) besitzen als die Profiltäler (PT2) der zweiten Riffelwalze (2), vii) wobei der Abstand zwischen dem Krümmungsradius (RT2) der Profiltäler (PT2) der zweiten Riffelwalze (2) und dem Krümmungsradius (RS1) der Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) ungefähr oder vorzugsweise genau dem Abstand zwischen dem Krümmungsradius (RT1) der Profiltäler (PT1) der ersten Riffelwalze (1) und dem Krümmungsradius (RS2) der Profilspitzen (PS2) der zweiten Riffelwalze (2) entspricht.
  2. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Riffelwalzen (1, 2) gleiche Teilung haben, d. h. gleichen Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Profilspitzenscheiteln und aufeinanderfolgenden Profiltalscheiteln.
  3. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe, vor allen bei Verwendung einer Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, a) bei dem eine Wellbildungsbahn (16) durch einen ersten Wellverformungsspalt (3) zwischen zwei zusammenwirkenden Riffelwalzen (1, 2) läuft, nämlich eine erste Riffelwalze (1) und eine zweite Riffelwalze (2), und zu einer Wellbahn (20) verformt wird mit ersten und zweiten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen (50 bzw. 52), die in entgegengesetzte Richtungen zeigen, wobei diese bei diesem Durchlauf eine erste Wellenkuppel (50) zwischen jedem Profiltal (PT1) der ersten Riffelwalze (1) und einer entsprechende Profilspitze (PS2) der zweiten Riffelwalze (2) ausbilden, und dann eine zweite Wellenkuppel (52) zwischen einer Profilspitze (PS1) der ersten Riffelwalze (1) und einem Profiltal (PT2) der zweiten Riffelwalze (2) ausbilden, und danach erneut eine erste Wellenkuppel (50) zwischen einem Profiltal (PT1) der ersten Riffelwalze (1) und einer Profilspitze (PS2) der zweiten Riffelwalze (2) ausbilden usw., b) wobei die Profilspitzen (PS1, PS2) der beiden Riffelwalzen (1, 2) kreisbogenförmig gekrümmt sind und die Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) einen kleineren Krümmungsradius (RS1) als die Profilspitzen (PS1) der zweiten Riffelwalze (2) haben, c) wobei die Profiltäler (PT1, PT2) der beiden Riffelwalzen (1, 2) kreisbogenförmig gekrümmt sind und die Profiltäler (PT1) der ersten Riffelwalze (1) einen größeren Krümmungsradius (RT1) als die Profiltäler (PT2) der zweiten Riffelwalze (2) haben, d) die ersten Wellenkuppen (50) von einer kleineren Krümmung zwischen den Profiltälern (PT1) der ersten Rif felwalze (1) und den Profilspitzen (PS2) der zweiten Riffelwalze (2) gebildet werden und die zweiten Wellenkuppen (52) von einer größeren Krümmung zwischen den Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) und den Profiltälern (PT2) der zweiten Riffelwalze (2) gebildet werden, e) wobei der Abstand zwischen dem Krümmungsradius (RT2) der Profiltäler (PT2) der zweiten Riffelwalze (2) und dem Krümmungsradius (RS1) der Profilspitzen (PS1) der ersten Riffelwalze (1) dem Abstand zwischen dem Krümmungsradius (RT1) der Profiltäler (PT1) der ersten Riffelwalze (1) und dem Krümmungsradius (RS2) der Profilspitzen (PS2) der zweiten Riffelwalze (2) ungefähr oder vorzugsweise genau entspricht, und f) wobei eine erste Glattbahn (24) gegen die ersten Wellenkuppen (50) der Wellbahn (20) geklebt wird, die immer mit der zweiten Riffelwalze (2) in einem zweiten Wellverformungsspalt (5) zwischen der zweiten Riffelwalze (2) und einer Andrückwalze (4) in Berührung ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (50) und die zweiten (52) Wellenkuppen (50, 52) jeweils von einer zumindest im Scheitelbereich zirka kreiszylindrischen Kurve gebildet werden, und zwar mit einem im Scheitelbereich der ersten Wellenkuppen (50) größeren Krümmungsradius (RT1) und einem im Scheitelbereich der zweiten Wellenkuppen (52) kleineren Krümmungsradius (RT2).
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsflanken der Wellbahn (20) zwischen den ersten und den zweiten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen (50 bzw. 52) und den zweiten und den ersten aufeinanderfolgenden Wellenkuppen (52 bzw. 50) im wesentlichen in gerader Linie und im wesentlichen ohne Druck geformt sind.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Glattbahn an die Scheitel der zweiten Wellenkuppen (52) geklebt wird.
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