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Allgemeiner
Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen Lackiersysteme und
im besonderen Farbherstellung, Farbauftrag und Farbproduktdatenerfassung
und -verarbeitung.
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Arbeitsvorgänge beim
Lackieren von Kraftfahrzeugen umfassen viele Einrichtungen und Prozeßsteuerungen,
die hauptsächlich
eigenständig agieren,
um ihre einzelnen Ziele zu erreichen. Überdies werden, um eine Gesamtsystemanalyse
des Lackiersystems durchzuführen,
Daten einzeln von diesen ohne strukturierten Rahmen zum Synthetisieren der
Daten erfaßt.
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Es
ist nicht nur schwierig, Informationen von Kfz-Lackieranlagen für eine Gesamtsystemperspektive
zu synthetisieren, sondern die Informationen verlassen die "hermetische" Umgebung dieser
Lackieranlagen auch nur mit großem
Widerstand. Externe Quellen wie ferne Kundenstandorte müssen auf
diese synthetisierten Informationen zugreifen können, damit sie sachlich begründete Entscheidungen über bestimmte
Betriebscharakteristiken der Kfz-Lackierwerke treffen können. Beispielsweise
möchten
Kunden wie auch Farbhersteller und -entwickler erfahren, wie gut
sich ihre experimentellen Lackierprodukte in der Automobilwerksumgebung
bewähren.
Darüber hinaus
fehlen auch die Werkzeuge, die von den fernen Standorten benötigt werden,
um Betriebsparameter einer Feinabstimmung zu unterziehen, um Lackiervorgänge oder
-chemien, welche nicht mit derartigen vorgegebenen Normen wie den.
MSDS-Normen im Einklang stehen, zu korrigieren. Demzufolge besteht
ein Bedarf, diese und andere Nachteile, mit denen frühere Lösungen für den Betrieb
farbbezogener Anlagen behaftet sind, zu beseitigen.
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US 5,574,656 offenbart einen
rechnergestützten
iterativen Prozeß zum
Generieren chemischer Entitäten mit
vorgegebenen physikalischen, chemischen und/oder bioaktiven Eigenschaften,
umfassend die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1. Während jeder
Iteration des Prozesses wird eine chemische Directed-Diversity-Bibliothek gemäß Robotiksyntheseanweisungen
robotisch generiert, die Verbindungen in der chemischen Directed-Diversity-Bibliothek
werden analysiert, um Verbindungen mit gewünschten Eigenschaften zu ermitteln,
Struktureigenschaftsdaten werden verwendet, um Verbindungen auszuwählen, die
bei der nächsten Iteration
synthetisiert werden sollen, und neue Robotiksyntheseanweisungen
werden automatisch generiert, um die Synthese der chemischen Directed-Diversity-Bibliothek
für die
nächste
Iteration zu steuern.
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Kurzdarstellung
der Erfindung
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Gemäß den Lehren
der vorliegenden Erfindung ist eine rechnerimplementierte Vorrichtung
zum Koordinieren farbbezogener Prozeßschritte von zumindest einer
farbbezogenen Anlage durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs
definiert. Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Zusätzliche
Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
in den beiliegenden Ansprüchen
in Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen hervor. Es zeigen:
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1 ein
Prozeßflußdiagramm,
das die Schritte darstellt, die an einem Gesamtlackiersystem beteiligt
sind;
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2 eine
schematische Netzdarstellung, welche die Datenverbindungen der Komponenten der
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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3 eine
schematische Netzdarstellung, welche die Datenverbindungen zwischen
einem Lackierlabor und dem virtuellen Farbherstellungs- und -auftragssystem
darstellt;
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4 ein
funktionelles Datenflußdiagramm, welches
den Datenfluß zwischen
Komponenten der vorliegenden Erfindung darstellt;
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5a eine
Vorderansicht eines von der Farbanalysatoreinrichtung zu analysierenden
Lackierpaneels;
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5b eine
von der Farbanalysatoreinrichtung ausgegebene beispielhafte Konturengrafik,
die Helligkeitswerte bezogen auf Positionen auf dem Paneel aus 5a darstellt;
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6a–6b Bildschirmmasken
des Farbsimulator-Computerprogramms;
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7a–7b schematische
Darstellungen der Speicher- und
Datenstrukturen, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden;
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8 eine
beispielhafte Rechnerbildschirmmaske für die Datenerfassung von und
die Beziehungen zwischen Harzherstellungs-Prozeßsteuerungsdaten;
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9 eine
beispielhafte Rechnerbildschirmmaske für die Datenerfassung von und
die Beziehungen zwischen Farbherstellungs-Prozeßsteuerungsdaten;
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10 eine
beispielhafte Rechnerbildschirmmaske für die Datenerfassung von und
die Beziehungen zwischen Fahrzeugsmontage-Herstellungsprozeßsteuerungsdaten;
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11a eine beispielhafte Rechnerbildschirmmaske,
welche durch Verwendung der Verknüpfungen zwischen den Datenstrukturen
der vorliegenden Erfindung übergreifende
Abhängigkeiten darstellt;
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11b eine beispielhafte Rechnerbildschirmmaske
für die
Berechtigungsebene zum Zugreifen auf die Informationen innerhalb
der vorliegenden Erfindung;
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12 ein
Flußdiagramm,
welches die Verwendung der vorliegenden Erfindung zur Umwelttoleranzprüfung darstellt;
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13 ein
Flußdiagramm,
welches die Schritte darstellt, die in jenem System durchgeführt werden,
welches die Problemlösung
durchführt
und über
die Ursache-Wirkungs-Analyse Bericht erstattet; und
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14 ein
Flußdiagramm,
welches die Schritte zum Gebrauch des Systems darstellt, um einen
wöchentlichen
Ursache-Wirkungs-Analysebericht zu erstellen; und
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15 einen
Rechnerausdruck, der einen beispielhaften wöchentlichen Bericht darstellt,
wie er durch die vorliegende Erfindung generiert wird.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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1 veranschaulicht
die Gesamtheit der Schritte in einem Farbherstellungs- und -auftragssystem.
Der Endzweck des gesamten Prozesses ist, hergestellte Farbe innerhalb
vorgegebener Toleranzen auf ein Fahrzeug 50 aufzutragen.
Diese Toleranzen umfassen Qualitätstoleranzen
und ökologische Toleranzen.
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Rohmaterial 54 wird
dem Farbherstellungs- und -auftragssystem von einer externen Rohmaterialherstellungsquelle 62 zugeführt. Darüber hinaus wird
Harz 66 dem Farbherstellungs- und -auftragssystem von einer
internen Rohmaterialherstellungsquelle 70 zugeführt. Die
Begriffe "extern" und "intern" beziehen sich auf
die Quellen des Materials, welche hinsichtlich jenes Unternehmens,
das für
die Farbherstellung und Lieferung der hergestellten Farbe zu einem
Fahrzeugmontagewerk verantwortlich ist, intern bzw. extern sind.
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Datenerfassung
in bezug auf Rohmaterial 54 wird durch einen Rohmaterialsteuerungsprozeß-Block 74 durchgeführt. Gleicherweise
wird Datenerfassung in bezug auf Harz 66 durch einen Harzherstellungsprozeßsteuerungs-Block 78 durchgeführt. Die
durch die Blöcke 74 und 78 erfaßten Daten sind
speziell strukturiert, um Informationen vom Systemtyp hinsichtlich
jedes Prozeßschritts,
an dem Rohmaterial 54 und Harz 66 beteiligt sind,
bereitzustellen. Die Datenerfassung erfolgt vorzugsweise durch elektronische
Sensoren, welche die farbbezogenen Charakteristiken erfassen und
die Daten elektronisch zur vorliegenden Erfindung zur Synthese und
Speicherung weiterleiten. Zudem unterstützt die vorliegende Erfindung
die manuelle Dateneingabe sowie das elektronische Abfragen der Daten,
die von der vorliegenden Erfindung benötigt werden, direkt aus Datenbanken.
Diese neuartige Datenerfassung und ihre Datenstrukturen, welche
von den Blöcken 74 und 78 verwendet
werden, werden unten ausführlicher
besprochen.
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Formulierungsrichtlinien 82 geben
die Art und Weise an, auf welche Rohmaterial 54 und Harz 66 im
Farbherstellungsprozeß-Block 86 zu
kombinieren sind, um Farbmaterial 90 herzustellen. Diese
Formulierungsrichtlinien 82 umfassen derartige Richtlinien,
wie etwa die Menge und die Temperatur, in/bei welcher Rohmaterial 54 und
Harz 66 zu kombinieren sind. Die Datenerfassung hinsichtlich
der Herstellung der Farbe erfolgt durch den Farbherstellungsprozeßsteuerungs-Block 88.
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Das
Farbmaterial 90 wird zu einem Fahrzeugmontagewerk zur Verarbeitung
innerhalb jenes Werks, wie durch Block 94 angezeigt wird,
geliefert. Innerhalb des Fahrzeugmontagewerkverarbeitungs-Blocks 94 erfolgt
die Datenerfassung durch einen Montagewerkprozeßsteuerungs-Block 98.
Der Block 98 erfaßt,
während
das Farbmaterial 90 jeden Prozeßschritt im Fahrzeugmontagewerkverarbeitungs-Block 94 durchläuft, Daten,
die sich auf Farbmaterial 90 und seinen Auftrag beziehen.
Die Daten, welche durch den Farbherstellungsprozeßsteuerungs-Block 88 und
den Montagewerkprozeßsteuerungs-Block 98 erfaßt werden,
werden für
Zwecke wie die Chargensteuerung 102 verwendet. Die Chargensteuerung 102 dient
nur der Veranschaulichung der Verwendung der vorliegenden Erfindung
und soll nicht den Anwendungsumfang der vorliegenden Erfindung einschränken. Die
Chargensteuerung 102 umfaßt das Analysieren der Daten,
die von den Blöcken 88 und 98 erfaßt werden,
um zu ermitteln, ob das Farbmaterial 90 innerhalb vorgegebener
Toleranzen liegt.
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Die
durch die Blöcke 74, 78, 88 und 98 erfaßten Daten
liegen alle innerhalb des rechnergestützten virtuellen Farbherstellungs-
und -auftragssystems 120, welches die Daten strukturiert,
so daß eine Gesamtsystemperspektive
erzielt werden kann sowie eine Umgebung für Entitäten bereitgestellt wird, um
die durch die vorliegende Erfindung erfaßten Daten aus der Ferne zu
betrachten.
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2 zeigt
eine schematische Netzdarstellung der Verbindungen zwischen Komponenten
des rechnergestützten
virtuellen Farbherstellungs- und -auftragssystems 120 und
Datenquellen, welche allgemein unter 124 dargestellt sind,
und Empfängern der
Daten, welche allgemein unter 128 dargestellt sind. Die
Datenquellen 124 umfassen Daten, die von einem oder mehreren
Farblabors 132, einem oder mehreren Farbherstellungswerken 136 und
einem oder mehreren Fahrzeugmontagewerken 140 erfaßt werden.
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Die
Farblabors 132 stellen technische Daten über Farbmaterial
bereit, beispielsweise mathematische Modelle, die Lackierfaktoren
(z. B. Steuereinstellungen für
Farbsprühgeräte) mit
Farbreaktionen (z. B. Glanz einer Farbe) interrelieren. Die Modelle sind
im rechnergestützten
virtuellen Farbherstellungs- und auftragssystem 120 in
der Datenbank für Faktor-Reaktions-Modelle 144 gespeichert.
Zudem stellen Farblabors 132 technische Daten bereit, um eine
oder mehrere der folgenden Datenstrukturen, die im rechnergestützten virtuellen
Farbherstellungs- und -auftragssystem 120 enthalten sind,
zu bevölkern:
Harzherstellungsdatenstruktur 148; Farbherstellungsdatenstruktur 152;
und Farbauftragsdatenstruktur 156.
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Die
Harzherstellungsdatenstruktur 148 bezieht sich auf die
vom Harzmaterialsteuerungsprozeß-Block 74 und
vom Harzherstellungsprozeßsteuerungs-Block 78 (aus 1)
erhaltenen Daten. Die Farbherstellungsdatenstruktur 152 entspricht
den vom Farbherstellungsprozeßsteuerungs-Block 88 (aus 1)
erfaßten
Daten. Gleichermaßen
entspricht die Farbauftragsdatenstruktur 156 den vom Montagewerkprozeßsteuerungs-Block 98 (aus 1)
erfaßten
Daten.
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Die
Datenstrukturen 148, 152 und 156 befinden
sich auf einem oder mehreren Rechnern, welche unter 160 allgemein
dargestellt sind. Die Datenstrukturen 148, 152 und 156 sehen
eine neuartige Struktur zum Unterstützen der Datenerfassung von
den Datenquellen 124 und der Darstellung und Analyse der Daten
durch Datenempfänger 128 vor.
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Die
Rechner 160 sind vorzugsweise innerhalb des physischen
Ortes der Quelle der Daten angeordnet. Beispielsweise werden die
vom Farbherstellungswerk 136 erfaßten Daten vorzugsweise in einem
Rechner abgelegt, der im Farbherstellungswerk 136 aufgestellt
ist.
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Gleicherweise
ist ein Rechner, der die Farbauftragsdatenstruktur 156 enthält, in einem
Fahrzeugmontagewerk 140 aufgestellt. Die Datenstrukturen 148, 152 und 156 und
die Rechner 160 werden kollektiv als Prozeßsteuerungskoordinator 162 bezeichnet.
Die Rechner 160 weisen die Fähigkeit auf, abhängig von
rechnergestützter
Sicherheitsautorisierung Daten einzugeben und zu betrachten, welche
in Datenbanken, die auf Netzen 169 angeordnet sind, gespeichert
sind.
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Die
Informationen, die durch die Datenstrukturen 148, 152 und 156 strukturiert
werden, können durch
die Datenempfänger 128,
beispielsweise an fernen Standorten eines Farbherstellers 164 und
an fernen Kundenstandorten 168, abgefragt und analysiert
werden. Um den Datenempfängern 128 zu
erlauben, das Lackierungssystem von einer Gesamtsystemperspektive
aus zu analysieren, stellt eine technische Datenbank 172 zusätzliche
farbbezogene Daten bereit, beispielsweise, jedoch nicht beschränkt auf, ökologische
und firmeninterne Qualitätsnormen.
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Die
Netze 169 verbinden die verschiedenen Komponenten des Systems,
so daß eine
Datenkommunikation stattfinden kann. Die bevorzugte Ausführungsform
für die
Netze 169 bedient sich eines Intranet-Netzes 173,
um Datenkommunikation zwischen Komponenten innerhalb des rechnergestützten virtuellen
Farbherstellungs- und -auftragssystems 120 und innerhalb
der Datenquellen 124 durchzuführen. Überdies sind ferne Standorte
des Farbherstellers an das Intranet 173 angebunden. Die
fernen Kundenstandorte 168 sind an ein Extranet-Netz 175 angebunden,
um besser zu gewährleisten,
daß beim
Zugreifen auf die Daten vom rechnergestützten virtuellen Farbherstellungs-
und -auftragssystem 120 die geeignete Sicherheit besteht.
Sicherheitsdaten sind vorzugsweise in der technischen Datenbank 172 abgelegt,
um sicherzustellen, daß nur
berechtigte Benutzer (wer auch immer dies sein mag und wo auch immer
diese sein mögen)
jene Abschnitte der innerhalb des rechnergestützten virtuellen Farbherstellungs-
und -auftragssystems 120 enthaltenen Informationen betrachten
können,
zu deren Betrachtung sie berechtigt sind.
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3 stellt
die bevorzugte Ausführungsform der
Datenverbindung zwischen einem der Farblabors 132 und dem
rechnergestützten
virtuellen Farbherstellungs- und -auftragssystem 120 dar.
Innerhalb des Farblabors 132 werden die Lackiergeräte 242 durch
Steuereinstellungen 244 gesteuert, um Farbe auf Fahrzeuge
zu sprühen.
Die Sprühfarbe
wird durch eine Farbanalysatoreinrichtung 246 analysiert. Die
Farbanalysatoreinrichtung 246 prüft die physikalischen Charakteristiken
der Sprühfarbe,
so daß eine nachfolgende
Analyse aufzuzeigen vermag, wie die Farbe in verschiedenen Bedingungen
und in verschiedenen Formulierungen reagiert. Die Farbanalysatoreinrichtung 246 prüft physikalische
Charakteristiken wie beispielsweise Farbe (z. B.: L-, a-, b-Werte in
verschiedenen Winkeln), Verlauf (in Form von Wave-Scan-Werten),
Glanz, Trübung
und Filmdicke. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die Farbanalysatoreinrichtung 246 eine
als "PROSIM" bekannte Einrichtung,
die von BASF bezogen werden kann.
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Die
Farbanalysatoreinrichtung 246 steht vorzugsweise in Datenkommunikation
mit einem Farbsimulations-Computerprogramm 248. Das Farbsimulations-Computerprogramm 248 modelliert
die Beziehung zwischen Kraftfahrzeuglackiergeräten und der Sprühfarbe,
so daß gewünschte Lackiercharakteristiken
erreicht werden können.
Eine Datenbank für
Faktor-Reaktions-Modelle 144 wird zum Speichern mathematischer
Modelle verwendet, welche Lackierfaktoren mit Lackierreaktionen
interrelieren. Lackierfaktoren beziehen sich auf die Steuereinstellungen 244 der
Lackiergeräte 242.
Lackierreaktionen beziehen sich auf derartige Lackiercharakteristiken
wie jene, welche von der Farbanalysatoreinrichtung 246 erhalten
werden können.
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Das
Farbsimulations-Computerprogramm 248 bedient sich Versuchsplanungsmethoden
wie auch Optimierungsmethoden, um die Werte für die Lackierreaktionen auf
der Basis zu erreichender gewünschter
Lackiertoleranzen zu ermitteln. Zu Gunsten eines umfassenderen Verstehens
des Farbsimulations-Computerprogramms 248, verweisen wir
auf US Seriennr. 08/822,669 (mit dem Titel "Paint Equipment Set-up Method and Apparatus"), eingereicht am 24.
März 1997.
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Ein
Zweck des Farbsimulations-Computerprogramms 248 ist die
Fähigkeit
des Erkennens von Regionen innerhalb der mathematischen Modelle, welche
besser definiert sein müssen.
Beispielsweise zeigt ein Bereich von Lackierfaktorwerten, die zu
relativ niedrigen R-Quadrat-Werten für die Farbreaktionen führen, Regionen
innerhalb der mathematischen Modelle an, die der Verbesserung bedürfen. Diese Regionen
innerhalb der mathematischen Modelle werden mittels einer Versuchsplanungsmethode durch
das Farblabor spezifisch getestet, und Datenpunkte werden durch
die Farbanalysatoreinrichtung 246 erfaßt. Die Versuchsplanungs-Faktor-Reaktions-Modelle
werden verbessert, um dieses zusätzliche
Detail einzubinden.
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Der
Rechner 160 bedient sich der Farbherstellungsdatenstruktur 152,
um Daten von der Farbanalysatoreinrichtung 246 und dem
Farbsimulations-Computerprogramm 248 zu erfassen. Diese
erfaßten
Daten werden für
mehrere Zwecke verwendet, umfassend das Durchführen von Chargensteuerung (d.
h. um die Einhaltung von Qualitätsnormen, die
in der technischen Datenbank enthalten sind, zu gewährleisten).
Derartige Farbcharakteristikdaten wie die Farbfilmdickedaten von
der Farbanalysatoreinrichtung 246 werden mit dem Farbmaterialtyp
innerhalb der Farbherstellungsdatenstruktur 152 interreliert.
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Ein
anderes Beispiel ist folgendes. Das Farbsimulations-Computerprogramm 248 führt Versuchsplanungsberechnungen
auf der Basis der Daten von der Farbanalysatoreinrichtung 246 durch,
um zu ermitteln, welche Parameter und Variablen bei der Farbherstellung
und im Fahrzeugsmontagewerk maßgeblich
sind. Diese ermittelten maßgeblichen Parameter
werden in die Prozeßsteuerungsdatenstrukturen
(beispielsweise die Farbherstellungsdatenstruktur und die Fahrzeugsmontagedatenstruktur) eingefügt.
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4 zeigt
den detaillierten Informationsfluß zwischen den zuvor genannten
Komponenten der vorliegenden Erfindung. Bei der bevorzugten Ausführungsform
führt die
PROSIM-Einrichtung 246 dem Farbsimulations-Computerprogramm 248 Farbcharakteristikdaten
zu, so daß Faktor/Steuerungs-Einstellungen ermittelt
werden können,
um bestimmte Farberscheinungsbild- und -auftragsreaktionen der Sprühfarbe zu
ergeben.
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Die
Daten von der PROSIM-Einrichtung 246 werden vom Prozeßsteuerungskoordinator 162 verwendet,
um die Chargensteuerung durchzuführen. Innerhalb
dieser Funktion ermöglicht
die PROSIM-Einrichtung 246, das Farbmaterial von einem Farbherstellungswerk
zu analysieren, um die Einhaltung vorgegebener Qualitätsnormen
zu gewährleisten.
Die Chargensteuerungsdaten von der PROSIM-Einrichtung 246 werden
verwendet, um die Farbherstellungsdatenstruktur 152 zu
bevölkern
(insbesondere in bezug auf den Qualitätsvorwärtsabschnitt der Datenstruktur).
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Wie
oben beschrieben wurde, bedient sich das Farbsimulations-Computerprogramm 248 einer Datenbank
für Faktor-Reaktions-Modelle 144,
um seine Versuchsplanungsberechnungen durchzuführen. Zudem aktualisiert das
Farbsimulations-Computerprogramm 248 die Datenbank für Faktor-Reaktions-Modelle 144 auf
der Basis von Ist- Farbsprühsystemleistungsdaten,
welche durch die PROSIM-Einrichtung 246 bereitgestellt
werden. Das Farbsimulations-Computerprogramm 248 sieht
gemeinsam mit der Datenbank für
Faktor-Reaktions-Modelle 144 die Fähigkeit vor, variable Parameter über die
technische Datenbank 172 zu überwachen und zu steuern. Die technische
Datenbank 172 enthält
in ihrer bevorzugten Ausführungsform
Informationen wie Farbproduktportfolioinformationen 270, Ökologieinformationen 272,
Kommunikationsinformationen 274 und Qualitätsinformationen 276 (beispielsweise
die Erstlauffähigkeit).
Die technische Datenbank 172 enthält auch Anliegen- und Analyse-Anfrageformulare 280,
so daß Problempunkte
und Anliegen und deren nachfolgende Analyse und Lösung erfaßt werden
können. Sicherheitsdaten 277 darüber, wie
eine Entität,
die außerhalb
des rechnergestützten
virtuellen Farbherstellungs- und -auftragssystems 120 liegt,
auf die Informationen zugreifen kann, sind ebenfalls in der technischen
Datenbank 172 enthalten.
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Der
Prozeßsteuerungskoordinator 162 synthetisiert
und verpackt die Daten von den Datenquellen, so daß abgesetzte
Systeme in der Lage sind, die historischen, aktuellen und potentiellen
Betriebscharakteristiken des gesamten Lackiersystems effizient und
effektiv zu analysieren (d. h. Analyse der Lebensgeschichte). Der
Prozeßsteuerungskoordinator 162 synthetisiert
und verpackt die Daten zu der Harzherstellungsdatenstruktur 148,
der Farbherstellungsdatenstruktur 152 und der Farbauftragsdatenstruktur 156 basierend
auf dem bereitgestellten Datentyp und darauf, welche konkrete Datenquelle
die Daten bereitgestellt hat.
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Zudem
stellt der Prozeßsteuerungskoordinator 162 den
Datenzielen Problemlösungs-
und -meldeinformationen auf der Basis jener Informationen, die durch
die rechnergestützten
Anliegen- und Analyse-Anforderungsformulare 280 erfaßt wurden,
zur Verfügung.
Das Problemlösungs meldemodul 282 ermöglicht den
abgesetzten Datenzielorten, frühere
Lösungen
für gleich
gelagerte Probleme dazu zu verwenden, bestehende Probleme zu lösen. Darüber hinaus
sorgt ein Wochenberichtsmodul 284 des Prozeßsteuerungskoordinators 162 für eine automatisierte
Fähigkeit,
die Informationen von den verschiedenen Komponenten der vorliegenden
Erfindung zu den abgesetzten Datenzielorten zu senden.
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Der
Prozeßsteuerungskoordinator 246 sieht einen
Zeitstempel für
jedes Datum, das von den Datenquellen empfangen wird, vor. Dies
erzeugt nicht nur eine historische Grundlinie 285, sondern
ermöglicht
auch, das Maß an Änderung
zu verschiedenen Zeitpunkten im gesamten Farbherstellungssystem
zu analysieren.
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5a zeigt,
wie die PROSIM-Einrichtung Farbcharakteristikdaten vom Paneel 290 erfaßt. Die Bereiche,
welche beispielhaft mit der Bezugszahl 291 gekennzeichnet
sind, veranschaulichen, wo die PROSIM-Einrichtung ihre Messungen durchführt. Für dieses
Beispiel wurden unterschiedliche Mengen Grundlackschicht 292 auf
das Paneel 290 aufgetragen. Die Oberseite 290a des
Paneels umfaßte
eine dünne
Grundlackschicht, wohingegen die Unterseite 290b des Paneels
ein größeres Maß an Grundlackschicht
umfaßte.
Für dieses
Beispiel wurde eine gleichmäßige Menge
Klarlackschicht 294 auf das Paneel 290 aufgetragen.
Die Methode mit unterschiedlichen Mengen, was die Grundlackschicht 292 betrifft, ist
mit der PROSIM-Einrichtung möglich,
da die PROSIM-Einrichtung Farbcharakteristikdaten quer über das
gesamte Paneel erfaßt.
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Um
die Gesamtpaneelanalysemethode der PROSIM-Einrichtung zu veranschaulichen, zeigt 5b ein
von der PROSIM-Einrichtung ausgegebenes Konturengrafikmuster 300,
das den Helligkeitswert der Farbe mit der Position der Farbe auf
dem Paneel aus 5a interreliert. Die Abszissenachse 302 zeigt
die vertikalen Positionswerte des Paneels, während die Ordinatenachse 304 die
horizontalen Positionswerte des Paneels zeigt. Regionen innerhalb
der Konturengrafik 300 zeigen, wie die Helligkeitswerte
in Abhängigkeit
von der Paneelposition schwanken. Beispielsweise zeigt die Region 306 eine
Fläche
auf dem Paneel, welche einen Helligkeitswert aufweist, der auf einem
Referenzbalken 308 vorgesehen wird.
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6a ist
eine beispielhafte Bildschirmmaske von dem Farbsimulations-Computerprogramm, wobei
Faktor/Steuerungs-Einstellungen der Lacksprühgeräte im allgemeinen unter 330 gezeigt
werden. Die Faktoreinstellungen werden durch mathematische Modelle
mit bestimmten Reaktionen der Sprühfarbe interreliert, wie allgemein
unter 334 und 338 dargestellt ist. Die mathematischen
Modelle wurden mittels Versuchsplanungsmethoden generiert. In diesem
Beispiel erzeugen die Glockendrehzahl-, die Formungsluft- und die
Glockenfluid-Faktor/Steuerungs-Einstellungen 330 über die
mathematischen Modelle die Farberscheinungsbild- und -auftragsreaktion,
welche unter Bezugszahl 334 und 338 dargestellt
wird.
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Mit
Bezugnahme auf 6b wird ein Optimierer 342 verwendet,
um eine oder mehrere der Faktor/Steuerungs-Einstellungen und/oder Reaktionswerte
auf einem bestimmten Pegel oder in einem bestimmten Bereich zu halten,
wobei andere Einstellungen und/oder Reaktionen innerhalb eines vorgegebenen
Bereichs schwanken dürfen.
Bei diesem Beispiel wurden die Formungsluft- und Glockenfluid-Faktor/Steuerungs-Einstellungen
auf 36 Pfund je Quadratzoll bzw. 295 Kubikzentimeter/Minute fixiert. Überdies
wurde bei diesem Beispiel die durchschnittliche Filmbildungsreaktion
durch den Optimierer 342 auf innerhalb des Bereichs von
0,90 bis 1,0 Mil liegend fixiert. Der Optimierer 342 bedient
sich vorzugsweise eines Simplexalgorithmus wie jenes, der vom Softwareprodukt
Microsoft Excel(TM) bereitgestellt wird.
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7a zeigt
die Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage 353,
welche im Rechnerspeicher 360 des Rechners 160 enthalten
ist. Diese Komponenten sind ein Teil des Prozeßsteuerungskoordinators 162.
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Die
Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage 353 interreliert
farbbezogene Daten mit einem oder mehreren relevanten Prozeßschritten
des Farbsprühsystems.
Die Prozeßschritte 364 umfassen jene
Schritte, welche im Prozeß eines
Farblabors oder eines Harzerzeugungswerks oder eines Farberzeugungswerks
oder eines Fahrzeugmontagewerks verwendet werden. Beispielsweise
kann ein Prozeßschritt
in einem Fahrzeugmontagewerk den Prozeßschritt, wenn sich die Farbe
im Lager befindet oder wenn sich die Farbe im Mischraum befindet,
oder die spezifische Sprühfarbenschicht,
welche auf ein Fahrzeug aufgetragen wurde, umfassen.
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Die
Lackierungsgerätedatenstruktur 368 interreliert
mit relevanten Prozeßschritten 364 derartige
lackierungsgerätebezogene
Daten wie Gerätetyp, Zubehör und Gerätekonfiguration.
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Die
Prozeßdatenstruktur 370 interreliert
mit relevanten Prozeßschritten 364 derartige
prozeßbezogene
Daten wie Umgebungsparameter, konstante Parameter und variable Parameter.
Die Umgebungsparameter umfassen derartige Punkte wie Fertigungsstraßengeschwindigkeit,
Kabinentemperatur und Feuchte. Die konstanten Parameter umfassen, sind
jedoch nicht beschränkt
auf, Auftragsparameter, welche für
jede Farbe im wesentlichen konstant sind (z. B. Ofentemperatur/-profil,
Zieldistanz). Die variablen Parameter umfassen, sind jedoch nicht
beschränkt
auf, Auftragsparameter, welche für
jede Farbe unterschiedlich sind (z. B. Fluidrate, Glockendrehzahl).
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Die
Materialdatenstruktur 372 erfaßt und speichert derartige
materialbezogene Daten wie Materialparameter, Zusätze zum
Materialgemisch und Verbrauchsdaten. Konkret beziehen sich Verbrauchsdaten
auf Verwendungsinformationen, beispielsweise den Verbrauch von Ressourcen
oder Materialien für
einen bestimmten Zeitraum (z. B. auf einer täglichen Basis) oder den Verbrauch
von Ressourcen oder Materialien für ein Fahrzeug. Die Materialdatenstruktur 372 ist
vorzugsweise nicht mit den Prozeßschritten interreliert, da
materialbezogene Daten für
gewöhnlich
erst am Ende eines gesamten Prozesses (beispielsweise am Ende des
Harzherstellungsprozesses) erfaßt
werden.
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Die
Qualitätsvorwärtsdatenstruktur 373 erfaßt und speichert
derartige qualitätsvorwärtsbezogene
Daten wie Prüfdaten
und Auswertungsdaten. Der Begriff "qualitätsvorwärts" bezieht sich auf das Prüfen der
Qualität
von derartigen Punkten wie Mängel
im Material, ehe das Material durch eine Lackieranlage produziert
wird. Qualitätsvorwärts bedient sich
für gewöhnlich Labortests,
um Prognosen darüber,
wie sich ein Material in der Produktion verhalten sollte, zu formulieren.
Die Farblaborkonfiguration aus 3 wird vorzugsweise
verwendet, um derartige Prognosen für die Qualitätsvorwärtsdatenstruktur 373 zu
formulieren. Die Qualitätsvorwärtsdatenstruktur 373 ist
vorzugsweise nicht mit den Prozeßschritten interreliert, da
die qualitätsvorwärtsbezogenen Daten
für gewöhnlich erfaßt werden,
ehe ein Prozeß für ein Produkt
beginnt (beispielsweise am Beginn des Farbherstellungsprozesses).
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Mit
Bezugnahme auf 7b erfaßt und speichert die Qualitätsrückwärtsdatenstruktur 374 derartige
qualitätsrückwärtsbezogene
Daten wie Qualitätsrückwärtsdaten
der ersten Kategorie, Qualitätsrückwärtsdaten
der zweiten Kategorie und Qualitäts rückwärtsdaten
der dritten Kategorie. Die Qualitätsrückwärtsdatenstruktur 374 interreliert
mit relevanten Prozeßschritten 364 derartige
qualitätsrückwärtsbezogene
Daten wie für
gewöhnlich
drei Kategorien von Qualitätsrückwärtsdaten.
Die erste Kategorie ist prozeßinterner
Chargensteuerung gewidmet. Die zweite Kategorie ist Mängelart/-typ,
Quantifizierung und Auswertung gewidmet. Die dritte Kategorie ist
gewidmet: Problembeschreibung, einstweilige Eindämmungsmaßnahmen, Identifizierung möglicher
Ursache(n), Identifizierung der Wurzelursache, Verifizierung von
Korrekturmaßnahmen,
permanente Korrekturmaßnahmen
und Präventivmaßnahmen.
Es sollte festgehalten werden, daß die vorliegende Erfindung nicht
auf drei Kategorien beschränkt
ist, sondern je nach Spezifizierungsanwendung auch nur eine oder zwei
Kategorien umfassen kann. Beispielsweise enthält die Farbauftragsdatenstruktur
vorzugsweise nur die Kategorie zwei und drei für die qualitätsrückwärtsbezogenen
Daten, da für
gewöhnlich
die prozeßinterne
Chargensteuerung nicht im Farbauftragsprozeß durchgeführt wird.
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Der
Begriff "qualitätsrückwärts" bezeichnet das Abstimmen
des Prozesses auf der Basis von Qualitätsprognosen, Problempunkten
und Lösungen, die
in der "Qualitätsvorwärts"-Datenstruktur identifiziert
wurden. In dieser Funktion fungiert "qualitätsrückwärts" als Regelkreis zum Feinabstimmen des Prozesses.
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Die
personenbezogene Datenstruktur 375 interreliert mit relevanten
Prozeßschritten 364 derartige
personenbezogene Daten wie Standardschulungsprogramm, Arbeitsbezeichnung
und Arbeitsbeschreibungen.
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Die
Lackierwirtschaftsdatenstruktur 376 interreliert mit relevanten
Prozeßschritten 364 derartige
Lackierwirtschaftsdaten wie den Geldbetrag pro Kilogramm pro Gallone
eines bestimmten Farbtyps, den Geldbetrag, um ein vorgegebenes Kraftfahrzeug zu
spritzlackieren und sowohl interne wie auch externe Qualitätskosten.
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Letztens
wird eine Vertragsdatenstruktur 384 vorgesehen, um Vertragsdaten,
beispielsweise Vertragskennnummer und Parteien und Verpflichtungen, die
für einen
Vertrag relevant sind, mit relevanten Prozeßschritten 364 zu
interrelieren.
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Der
Prozeßsteuerungskoordinator 162 erstellt
und führt
die Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage 353 während der
Datenerfassungschritte von jeder Datenquelle.
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8 stellt
die bevorzugte Ausführungsform der
Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage
für die Harzherstellungsdatenstruktur 148 dar.
Die Prozeßschritte,
welche mit den Geräte-,
Prozeß-,
Qualitätsrückwärts-, Personen-,
Wirtschafts- und Vertragsmodulen der Harzherstellungsdatenstruktur 148 zu
interrelieren sind, sind folgende: Materialeingang, Materiallagerung,
Vorbereitung von Reaktor/Gefäß, Zwischenverarbeitung,
Beschickung von Reaktor/Gefäß, Verarbeitung,
Chargeneinstellung, Materialtransfer, Filtration, Befüllung, Gerätereinigung,
Produktlagerung und Produktlieferung. Es sollte sich verstehen, daß die vorliegende
Erfindung nicht auf diese Prozeßschritte
beschränkt
ist. Die oben angeführte
Liste hat lediglich beispielhaften Charakter und kann auf der Grundlage
der jeweiligen konkreten Anwendung erweitert oder verkürzt werden.
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Die
primären
eingegebenen Materialien, welche durch die Harzherstellungsdatenstruktur 148 beschrieben
werden, sind die Chemikalien, die verwendet werden, um die Harze
herzustellen. Die Chemikalien und deren Eigenschaften werden im
Rohmaterialmodul der Harzherstellungsdatenstruktur 148 beschrieben.
Das primäre
ausgegebene Produkt, welches durch die Harzherstellungsdatenstruktur 148 beschrieben
wird, sind die Harze, welche aus den Chemikalien hergestellt werden.
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9 stellt
die bevorzugte Ausführungsform der
Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage
für die Farbherstellungsdatenstruktur 152 dar.
Die Prozeßschritte,
welche mit den Geräte-,
Prozeß-,
Qualitätsrückwärts-, Personen-,
Wirtschafts- und Vertragsmodulen der Farbherstellungsdatenstruktur 152 zu
interrelieren sind, sind folgende: Materialeingang, Materiallagerung,
Bereitstellung von Materialien, Gerätevorbereitung, Rohmaterialtransfer,
Zwischenverarbeitung, Chargenmischen, Chargeneinstellung, Befüllprozeß, Gerätereinigungsprozeß, Produktlagerung
und Produktlieferung zum Fahrzeugmontagewerk. Es sollte sich verstehen,
daß die
vorliegende Erfindung nicht auf diese Prozeßschritte beschränkt ist.
Die oben angeführte
Liste hat lediglich beispielhaften Charakter und kann auf der Grundlage
der jeweiligen konkreten Anwendung erweitert oder verkürzt werden.
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Die
primären
eingegebenen Materialien, welche durch die Farbherstellungsdatenstruktur 152 beschrieben
werden, sind die Harze, welche die Produkte der Harzherstellungsdatenstruktur 148 sind, und
externe Rohmaterialien (beispielsweise Pigmente; die externen Rohmaterialien
werden durch die Bezugszahl 62 in 1 dargestellt).
Die Harze, die externen Rohmaterialien und die diesen zugeordneten Eigenschaften
werden im Rohmaterialmodul der Farbherstellungsdatenstruktur 152 beschrieben.
Das primäre
ausgegebene Produkt, welches durch die Farbherstellungsdatenstruktur 152 beschrieben
wird, sind die hergestellten Farbmaterialien, welche aus den Harzen
und den externen Rohmaterialien hergestellt werden.
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10 stellt
die bevorzugte Ausführungsform
der Prozeßsteuerungsdatenstrukturvorlage
für die
Farbauftragsdatenstruktur 156 dar. Die Prozeßschritte, welche
mit den Geräte-,
Prozeß-,
Qualitätsrückwärts-, Personen-,
Wirtschafts- und Vertragsmodulen der Farbauftragsdatenstruktur 156 zu
interrelieren sind, sind folgende: Lagerung-Kunde, Lagerung-Kundenmischraum,
Mischraum, Vorreinigung, Phosphat, elektrophoretische Beschichtung,
Reinigung per Hand, Reinigung automatisiert, manueller Auftrag,
Roboter innen/außen,
Rotationszerstäuber-Glocken,
Luftzerstäuber-Reciprocator,
Abdunsten, Abblasen, Infrarot, Öfen,
diverse automatisierte Anwendungen, händische Hilfsarbeitsgänge, automatische
Hilfsarbeitsgänge,
Zone ohne Auftragsvorgang, Dichtmittel, Unterbodengrundierung, Wachs, Fensterverglasung,
Transportanliegen und Koagulation. Es sollte sich verstehen, daß die vorliegende
Erfindung nicht auf diese Prozeßschritte
beschränkt
ist. Die oben angeführte
Liste hat lediglich beispielhaften Charakter und kann auf der Grundlage
der jeweiligen konkreten Anwendung erweitert oder verkürzt werden.
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Die
primären
eingegebenen Materialien, welche durch die Farbauftragsdatenstruktur 156 beschrieben
werden, sind jene Farbmaterialien, welche die Produkte der Farbherstellungsdatenstruktur 152 sind.
Die Farbmaterialien und deren Eigenschaften sind im Materialmodul
der Farbauftragsdatenstruktur 156 beschrieben. Das primäre ausgegebene
Produkt, welches durch die Farbauftragsdatenstruktur 156 beschrieben
wird, sind die Farbbeschichtungen auf Fahrzeugen.
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Da
es in jedem Lackierprozeß (d.
h. Harzherstellungs-, Farbherstellungs- und Farbauftragsprozeß) zu Variationen
kommt, sind die Datenstrukturen 148, 152 und 156 strukturiert,
so daß Variationen
und übergreifende
Abhängigkeiten
zwischen Materialien und Prozeßschritten
innerhalb jedes Lackierprozesses analysiert werden können. Überdies
besteht zwischen den Datenstrukturen 148, 152 und 156 mindestens
ein gemeinsamer Nenner/eine gemeinsame Verknüpfung, so daß Variationen
und übergreifende Abhängigkeiten
zwischen Materialien und Prozeßschritten über den
gesamten Lackierprozeß analysiert
werden können.
Vorzugsweise sind die Verknüpfung
zwischen den Datenstrukturen 148, 152 und 156 die
ausgegebenen Materialien von einer Datenstruktur, welche dem eingegebenen
Material zu einer anderen Datenstruktur entsprechen. Beispielsweise
wird das Harzmaterial von der Harzherstellungsdatenstruktur 148 verwendet,
um sich mit Informationen zu verknüpfen, die in der Farbherstellungsdatenstruktur 152 enthalten
sind, da die Ausgabe der Harzherstellungsdatenstruktur 148 der
Eingabe der Farbherstellungsdatenstruktur 152 entspricht.
Numerische Kennungen werden vorzugsweise verwendet, um die Materialien,
welche die Datenstrukturen verknüpfen,
eindeutig zu kennzeichnen. 11a ist
eine Rechnerbildschirmmaske, welche ein Beispiel des Verwendens
der Verknüpfungen
zwischen den Datenstrukturen vorsieht, um übergreifende Abhängigkeiten
von einem Farbprozeß zu
einem anderen zu untersuchen. Bei diesem nichteinschränkenden
Beispiel wird das Problem, welches in der Qualitätsrückwärtsdatenstruktur gekennzeichnet
ist, über
Materialien und Prozesse zur möglichen
Wurzelursache, und zwar daß eine
falsche Qualitätssicherungsprüfung verwendet
wird, um zu zertifizieren, daß Harz
#419 zur Verwendung in der Produktion zulässig ist, zurückverfolgt.
Zudem sollte es sich verstehen, daß die vorliegende Erfindung
nicht nur auf das Verknüpfen von
zwei Datenstrukturen beschränkt
ist, sondern auch das Verknüpfen
aller drei Datenstrukturen umfaßt,
um eine vollständige
Lebensgeschichtsansicht des gesamten Systems zu bilden, beispielsweise durch
Bereitstellen einer Lebensgeschichtsansicht von der Farbauftragsdatenstruktur 156 über die
Farbherstellungsdatenstruktur 152 zur Harzherstellungsdatenstruktur 148.
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11b stellt die bevorzugte Ausführungsform zum Gewährleisten,
daß die
Daten durch abgesetzte Datenzielorte auf gesicherte Weise betrachtet werden,
dar. Beispielsweise wären
die Farbenwerkbereichsmanager, die durch eine Rechnersystemkennung
identifiziert würden,
nur in der Lage, Daten innerhalb der vorliegenden Erfindung zu betrachten, die
sich auf ihr eigenes Werk beziehen.
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12 stellt
die Schritte dar, in welchen sich die abgesetzten Datenzielorte
der Informationen von den verschiedenen Komponenten der vorliegenden Erfindung
bedienen, um das Farbsprühsystem
zu steuern. Bei Prozeßblock 400 erhält ein Benutzer, beispielsweise
ein Kunde, von einem abgesetzten Standort bestimmte technische Informationen
hinsichtlich des Farbsprühsystems.
Um Produktdatenblätter
zu erhalten, ruft ein Kunde einen Prozeßblock 404 vorzugsweise
durch Anklicken eines Icons auf dem Bildschirm des abgesetzten Datenzielortes
für ein
spezifisches farbbezogenes Produkt auf. Das angeforderte Produktdatenblatt
wird bei Prozeßblock 408 aus
der technischen Datenbank ausgelesen und an den Kunden übersandt.
Bei Prozeßblock 412 prüft eine
Gruppe für
Arbeitshygiene des Kunden die Informationen des Produktdatenblattes
und erstellt bei Prozeßblock 416 alle
relevanten Emissionsdaten. Vorzugsweise berechnet der abgesetzte
Datenzielort automatisch die Emissionsdaten für die Gruppe und erzeugt einen
Bericht, welcher feststellt, ob die Daten über flüchtige organische Verbindungen
(VOCs) und die Emissionsdaten im vorgegebenen Bereich liegen, der
durch die ökologischen
Schwellwerte, welche in der technischen Datenbank enthalten sind,
bestimmt wird. Die Bestimmung erfolgt durch Entscheidungsblock 420.
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Wenn
der Entscheidungsblock 420 feststellt, daß alle VOC-
und Emissionsdaten im vorgegebenen Bereich liegen, dann wird das
Produkt bei Prozeßblock 424 als "verwendbar" befunden. Wenn jedoch der
Entscheidungsblock 420 feststellt, daß die vorgegebenen Bereiche
verletzt wurden, dann bedient sich der abgesetzte Datenzielort des
Farbsimulations-Computerprogramms und der Daten in der technischen
Datenbank, um die Farbformulierung in den vorgegebenen Bereich zurückzubringen.
Diese Verarbeitung erfolgt durch Prozeßblock 428.
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13 stellt
die Schritte zum Verwenden der vorliegenden Erfindung beim Durchführen einer
Problemlösung
und Melden der Ursache-Wirkungs-Analyse dar. Der Begriff "VIS" bezeichnet die Informationsdarstellungsabschnitte
der vorliegenden Erfindung für
die Datenempfänger.
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Bei
Prozeßblock 440 erkennt
ein Kunde, daß ein
Problem in einem Montagewerk des Kunden aufgetreten ist. Der Kunde
greift auf die Prozeßsteuerungskoordinatordaten
zu, um bei Entscheidungsblock 448 zu ermitteln, ob in der
Vergangenheit ein bereits ähnliches
Problem aufgetreten ist. Wenn das Problem in der Vergangenheit nicht
aufgetreten ist, fängt
der Kunde bei Prozeßblock 452 das
Anliegenanalyseformular an, welches in der technischen Datenbank
der vorliegenden Erfindung enthalten ist. Nachfolgend fängt der
Prozeßblock 456 einen
Lösungsvorgang
an und aktualisiert die technische Datenbank mit der Art und Weise,
auf welche das Anliegen behandelt und gelöst wurde. Bei Prozeßblock 460 ist
der Kunde in der Lage, auf die technische Datenbank zuzugreifen,
um den Status jedweder offener PR & Rs (d. h. Problemlösung und
Meldung) zu prüfen.
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Wenn
der Entscheidungsblock 448 festgestellt hat, daß das Problem
bereits früher
aufgetreten ist, dann ermittelt der Kunde bei Prozeßblock 464 die gespeicherten
Korrekturmaßnahmen,
welche in bezug auf das gleich gelagerte Problem ergriffen wurden.
Wenn, wie vom Entscheidungsblock 468 festgestellt wird, Korrekturmaßnahmen
noch aktiv sind und immer noch in der Werksumgebung verwendet werden,
dann wird der Prozeßblock 452 ausgeführt. Wenn
allerdings vergangene Korrekturmaßnahmen nicht aktiv sind und
nicht verwendet werden, dann stellt der Entscheidungsblock 472 des
abgesetzten Datenzielorts fest, wer für die Implementierung von Korrekturmaßnahmen
verantwortlich ist. Der Entscheidungsblock 472 baut diese
Informationen in erster Linie auf der Vertragsdatenstruktur des
Prozeßsteuerungskoordinators
auf. Wenn der Kunde die Verantwortung trägt, dann untersucht der Kunde
bei Prozeßblock 476 den
Ausfall und implementiert den Korrekturmaßnahmenplan von Neuem oder ändert diesen.
Der Kunde verwendet bei Prozeßblock 476 die
Informationen, welche in der technischen Datenbank enthalten sind,
wie auch die Informationen von dem Farbsimulations-Computerprogramm
und dem Prozeßsteuerungskoordinator,
um den Ausfall zu untersuchen und zu korrigieren. Wenn, wie durch
die Vertragsdatenstruktur bestimmt wird, das Werk die Verantwortung
für die
Korrekturmaßnahme
trägt, dann
benachrichtigt der abgesetzte Datenzielort das Werkspersonal bei
Prozeßblock 480,
so daß das Werkspersonal
bei Prozeßblock 484 den
Ausfall untersuchen und die Lösung
an den Kunden melden kann.
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14 zeigt
die Schritte, welche am Generieren und Verwenden automatisierter
wöchentlicher Berichte
vom Prozeßsteuerungskoordinator
beteiligt sind, um die Betriebsparameter des Farbsprühsystems
zu analysieren und zu steuern. Bei Prozeßblock 500 geben Vertreter
des technischen Diensts des Werks chargenspezifische Daten in die
Prozeßsteuerungskoordinatordatenstrukturen
in Echtzeit ein. Die chargenspezifischen Daten umfassen Produktdaten,
Werksdaten, Chargenleistungsdaten und das Auftreten von Mängeln und
den Typ von Mängeln. Der
Prozeßsteuerungskoordinator
generiert einen produktspezifischen Bericht, welcher die Aktivitäten im Werk
detailliert anführt,
wobei er sich Informationen bedient, welche durch die technischen
Datenbänke
und die Prozeßsteuerungskoordinatordatenstrukturen
bereitgestellt werden.
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Bei
Prozeßblock 504 greift
das Werkspersonal auf den wöchentlichen
Bericht vom Prozeßsteuerungskoordinator
zu, so daß bei
Prozeßblock 508 das Werkspersonal
die Informationen verwenden kann, um Leistung und Konsistenz nachzuverfolgen.
Diese Informationen werden zum Lösen
von Problemen und zum Nachverfolgen des Auftretens von Mängeln nach
Produkten verwendet. Zudem wird bei Prozeßblock 512 der wöchentliche
Bericht für
Kunden automatisch erzeugt. Der Kunde bedient sich des automatischen
wöchentlichen
Berichts für
Betriebsanalysen wie: Nachverfolgen von Chargen in spezifischen Zeitrahmen
zur Nachforschung bei Garantieansprüchen; hinsichtlich Werksprodukt-
und -prozeßänderungen
auf dem laufenden bleiben; Zugreifen auf Informationen über Versuchsprodukte
und experimentelle Produkte; Zugreifen auf Montagewerksproduktinformationen;
Nachverfolgen der Werksleistung im Montagewerk; und Betrachten der
Erstlaufkapazität des
Montagewerks wöchentlich
nach Produkten.
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15 veranschaulicht
ein Muster eines wöchentlichen
Berichts gemäß der vorliegenden
Erfindung. In dem wöchentlichen
Bericht wird angezeigt, was konkret während welchen Zeitrahmens für eine spezifische
Farbe stattgefunden hat. Derartige Informationen können verwendet
werden, um Probleme hinsichtlich einer Charge für eine bestimmte Woche oder über mehrere
Wochen festzustellen.