DE698144C - Vielfachgeraet zur Bodenbearbeitung - Google Patents
Vielfachgeraet zur BodenbearbeitungInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B31/00—Drags
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein "Vielfachgerät
zur Bodenbearbeitung, insbesondere zum Einebnen von Gräben und anderen Bodenunebenheiten
des Ackers. Es ist bereits üblich, die Werkzeuge von Bodenbearbeitungsgeräten am
Geräterahmen auswechselbar anzubringen und damit das betreffende Gerät für verschiedene
Arbeitsverrichtungen" geeignet zu machen. Auch ist bekannt, dem Geräterahmen solcher
ίο Geräte eine sich nach hinten verjüngende,
z. B. dreieckförmige Gestalt zu geben und ihn mit höhenverstellbaren Laufrädern zu versehen,
jedoch sind diese Gerätschaften nicht. zugleich für den besonderen Zweck des Einebnens
von Ackergräben verwendbar, sondern dienen meist nur der Lockerung, Krümelung
oder Abschleppung der Ackeroberfläche. Als_ auswechselbare Werkzeuge für solche Geräte
"sind schon um eine etwa senkrechte Mittel-
2« achse schwenkbare kurze Streichplatten vorgeschlagen
worden, mit deren Hilfe nötigenfalls auch das Zustreichen von Ackerfurchen (Kartoffelfurchen o. dgl.) vorgenommen werden
kann, jedoch genügen diese Bauarten ^ nicht den Anforderungen, die an eine solche
Einrichtung gestellt werden, sobald sie dem Zustreichen von Ackergräben oder anderen
Bodenunebenheiten, z. B. dem Einebnen von Mietenplätzen, dienen soll. Sie sind z. B. nur
dann brauchbar, wenn neben dem einzuebnenden Graben lockere Bodenmassen, am. besten
gehäufelt, vorhanden sind, - erfordern" aber auch dann eine mehrmalige Überarbeitung
des Bodens in mehreren und ,verschiedenen Arbeitsgängen, ehe eine völlig ausgeglichene
Einebnung oder einwandfreie Angleichung des.behandelten Bodens an seine Umgebung
zustande kommt. Bei festem Boden, z. B. dem von Mietenplätzen o. dgl., versagen solche Geräte,
wenn nicht eine Bodenauflockerung vorangegangen ist.
Die Nachteile weist das im· folgenden beschriebene Arbeitsgerät nicht auf, und zwar
Wird das dadurch erreicht, daß die Streich- '
platten einzeln in der Höhe einstellbar am Rahmen angebracht sind und mit an abnehmbaren
Querträgern des Rahmens vor und zwischen den Streichplatten über die Arbeitsbreite
verteilten Bodenlockerungswerkzeugen, z. B. Igelzinken mit Gänsefußschar o. dgl.,
zusammenwirken. Die vor- bzw. zwischengeschalteten - Bodenlockerungswerkzeuge bewirken
die für den Eingriff der Streichplatten to erforderliche Auflockerung des Bodens. Dadurch,,
daß die Streichplatten im einzelnen der Höhe nach verstellbar sind, wird eine genaue
Einstellung des gesamten, aus allen Streichplatten gebildeten Abstreichprofils des Geis
"rates möglich, so daß schroffe Schürfspuren, Bodenabsätze o. dgl. auf der Ackerfläche von
vornherein vermieden werden können. Da im übrigen das Gerät in an sich bekannter Weise
mit einer Vorrichtung versehen ist zur Anhängung etwaiger für die Oberflächenbehandlung
nützlicher Hilfsgerätschaffefi, z. B. von
Schleppbalken, Walzen o. dgl., ist die Zuschüttung eines Grabens auf dem Acker auch
bei ungünstigsten Voraussetzungen in einem einzigen Arbeitszuge ohne jede weitere Nacharbeit
einwandfrei möglich.
In einem besonderen Ausführungsvorschlag ist den Streichplatten eine den Anwendungsbereich
des Gerätes in vieler Hinsicht erweiternde Gestalt gegeben, und zwar -sind in
ihrem unteren Teil kehlförmige, mit Schneidkante und beiderseits mit je einer auskragenden
Spitze versehene Schare abnehmbar angeordnet. Ähnliche im unteren Teil kehlförmig
ausgebildete, mit Schneide, versehene und an einer Seite in eine Spitze auslaufende,
ortsfest am Rahmen angebrachte Schare sind zwar an sich schon als Bodenbearbeitungswerkzeuge bekannt, jedoch sind sie in dieser
Form und Anordnung lediglich für die Bodenlockerüng und -krümelung verwendbar. Durch
die erfindungsgemäße Anordnung je zweier auskragender Spitzen an den kehlig vorgezogenen Schneiden wird es möglich, die
Streichplatten in jeder beliebigen Winkelstellung zur Arbeitsrichtung in festem oder
verhärtetem Boden zu verwenden. Die Abnehmbarkeit des kehligen unteren Teils läßt
die wahlweise Verwendung der Streichplatten so bzw. des Gerätes entweder als bloßes Streichwerkzeug
(zur Seitenförderung, als Schleppe o. dgl.) oder als Streich- und Scherwerkzeug
(zur Lockerung, Krümelung, Unkrautvernichtung o. dgl.) zu.
Mit diesen Einrichtungen wird das Gerät zum Vielfachgerät, das, je nach Anordnung
und Verwendungsweise seiner Werkzeuge und Hilfsmittel, außer für den besonderen Zweck
der Zuschüttung von Gräben auf dem Acker in einem einzigen Arbeitsgange noch für
folgende am Schluß der Beschreibung ausführlich aufgeführten Ärbeitsverrichtungen
verwendbar ist, nämlich für die Vernichtung starken Unkrautwuchses, für das Einebnen
von Mietenplätzen oder sonstigen stark un- 6g ebnen Ackerflächen, für das Abschleppen des
' Ackers, das Lockern des Ackerbodens, das Zudecken der in Furchen ausgelegten Pfianzkartoffeln
u. dgl.
In der Zeichnung ist das Gerät schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι das Vielfachgerät als Zustreicher für Ackergräben o. dgl. in einer Seitenansicht,
Abb. 2 dasselbe in Draufsicht, Abb. 3 einen Grabenquerschnitt vor und
nach dem Zustreichen,
Abb. 4 einen Igelzinken mit Gänsefußschar in Seiten- und Vorderansicht,
Abb. 5 eine Streichplatte in Seiten- und Vorderansicht, S0
Abb. 6 das Vielfachgerät für die Verwendung zur Unkrautvernichtung,
. Abb. 7 dasselbe für die Verwendung zum Einebnen von Mietenplätzen,
Abb. 8 dasselbe für die Verwendung als Ackerschleppe,
Abb. 9 dasselbe'für die Verwendung als
Grubber,
Abb. 10 dasselbe für die Verwendung zum
Zudecken und Häufeln der Pflanzkartoffeln,
Abb. 11 den zugehörigen Furchenquerschnitt vor und nach der Arbeit.
Das Vielfachgerät besteht aus einem dreiecks- (oder trapez-) förmigen Rahmen 1, dessen
Seitenteile 2 nach hinten zusammenlaufen. Vorn ist er durch ein Räderpaar 3 auf gekröpf
ter Achse 4 unterstützt, das mit an sich bekannten technischen Mitteln, z. B. Hebelvorrichtung
5 und Zahnsegment 6, in Fahr- und Arbeitsstellung der Höhe nach verstellbar eingerichtet ist. Hinten ist zur Abstützung
des Rahmens ein um eine senkrechte Schwenkachse 7 mit Steuerhebel 8 schwenkbares
Laufrad 9 oder Lauf räderpaar 10, in Gabel 11 gehalten, angebracht, das mit Stellr,ing
12 in einer an sich bekannten Weise der Höhe nach verstellbar eingerichtet ist. An die
Stelle der Räder bzw. Räderpaare können auch andere der Fortbewegung dienende Abstützungsmittel
treten, z.B. Walzen, Gleitschuhe, Kufen o. dgl. An den seitlichen, nach hinten zusammenlaufenden Rahmenteilen 2,
bestehend aus Winkel-, U-, Vierkanteisen o. dgl., sind mittels stabförmiger Halter 13 in
Bohrungen 14 Streichplatten 15 angebracht,
derart, daß sie sowohl leicht entfernt als auch nachHöheundRichtungverstellbar sind, unabhängig
von der allgemeinen, durch die Räder gegebenen oder eingestellten Höhe des Rahmens.
Die Einstellung und Festhaltung jeder Streichplatte kann" mit beliebigen an sich
bekannten Mitteln erfolgen, z. B. durch
Schelle und Stellschraube, wie in Abb. 5 dargestellt.
Die Streichpla'tte besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen Streichblech 16, einer
in sich ebenen rechteckigen, im, unteren Teile S nach vorn leicht gebogenen Platte, und der
eigentlichen Schar 17, die an der unteren Kante der letzteren durch Verschraubung 18
befestigt ist, seitlich in Spitzen 19 ausgezogen ist und eine Schneide 20 besitzt.
An Stelle der Streichplatten dieser Art können in den Rahmenbohrungen mittels der
vorhandenen Festhaltevorrichtung auch andere Bodenbearbeitungswerkzeuge ähnlicher
Art eingespannt werden, z. B. Pflugschare, Grubberzinken 0. dgl., sofern sie nur einen
passenden Halter 13'besitzen.
Zur Versteifung des Rahmens sind mit seinen Seitenteilen 1 Querstäbe21, 22 und 23
fest verbunden, die wieder durch den Mittelstab 24 unter sich in fester Verbindung
stehen. An den Querstäben sind Vorrichtungen, z. B. Haken, Krampen, ösen, Schlitzlöcher
o. dgl., zur lösbaren Befestigung von Querträgern 25 angebracht, die zu diesem
Zweck die entsprechenden Verbindungsglieder aufweisen, z. B. Zapfen, Bolzen, Haken
0. dgl. In den Querträgern sind in irgendeiner bekannten Weise Bodenlockerungswerkzeuge
26, z. B. Igelzinken mit Gän'sefußscharen (Abb. 4), befestigt; sie sind so über
das Gerät verteilt, daß ihre Arbeitsspuren sich gleichmäßig über die Arbeitsfeldbreite
verteilen.
Am Rahmengestell sind ferner Vorrichtungen 27, z. B. Ringe o. dgl., angebracht zur
lösbaren Befestigung ein oder, mehrerer hintereinander
oder nebeneinander angeordneter Schleppbalken 28, die auch aus mehreren « Teilen bestehen können und die mit Ketten,
Stangen o. dgl. 29 an den Vorrichtungen 27 angehängt werden. Durch Veränderung der
Kettenlänge kann ihre jeweilige Lage zum Gerät festgelegt werden, z. B. die in Abb. 2
gestrichelt gezeichnete Schräglage 30. Das Rahmengestell ist überdies mit weiteren ähnlichen Anhängevorrichtungen 31 versehen zum
gelegentlichen Anhängen einer Walze 32 oder eines mehrteiligen Walzensatzes vor oder
hinter dem Hinterrad oder des Hinterradsatzes des Gerätes.
Die Arbeits- und Wirkungsweise des bJeschriebenen Gerätes ist folgende:
i. Zum Ackerfurchenzustreichen (Abb. 1
und 2) verwandt wird das durch Gespann oder Traktor gezogene Vielfachgerät so geführt, daß die beiden vorderen Räder die
Furche etwa in die Mitte nehmen und der hintere .Radsatz bzw. das hintere Rad der
Spur der vor' ihm zugeschütteten Furche folgt. Die Grubberzinken lockern den Boden
vor den nachfolgenden Streichplatten minde-' stens bis- in Tiefe der Arbeitstiefe der in
einem bestimmten Winkel zur Zugrichtung gleichmäßig schräg nach vorn gestellten
Streichplatten (Abb. 2). Die Schneiden der Streichplatten sind dem Graben zugewandt.
Ihre Winkellage zur Grabenspur ist so eingestellt, daß die Schneidspur jeder vorderen von
der hinter ihr folgenden ein Stück überschnitten wird, die überdies mit ihrer Schneide
ein gewisses Maß tiefer greift als die jeweils vor ihr arbeitende. Auf diese Weise erfassen
die Streichplatten die von den Grubberzinken aufgelockerte Bodenmasse und fördern sie
nach hinten innen, bis die von allen Streichplatten abgehobenen und nach innen" gestrichenen
Massen schließlich von der hintersten Streichplatte bzw. dem hintersten Streichplattenpaax
in die Furche geschoben wird. Um genügend Boden für das Auffüllen der Furche zu gewinnen, ohne dabei außen gegen
das" vom Vielfachgerät berührte Land hin einen erheblichen. Höhenunterschied des Bodenniveaus
zu erhalten, muß die Tiefeneinstellung der Streichplatten verschieden sein;
am wenigsten tief werden die äußersten, jede weitere, nach hinten innen zu liegende immer
ein wenig tiefer eingestellt und so fort, am . tiefsten das hinterste Paar. Mittels der Tiefeneinstellung
des ganzen Gerätes als solches und der der einzelnen Streichplatten läßt sich der
an Stelle der -tiefen P'urche 33 (Abb. 3) entstehenden, die Arbeitsbreite des Vielfachgerätes
einnehmenden flachen Mulde 34 jede gewünschte Form geben. Mit einem einzigen
Arbeitsgang "des Gerätes ist die Furche beseitigt und damit die durch nicht ausreichendes
Ausfüllen der Ackerfurchen entstehenden , Nachteile (Behinderung bei der Verwendung
von Pflege- und Erntemaschinen, erheblich geringerer Ertrag der Frucht" in der Furche)
vermieden. Die Walze hat den Zweck, die in die Furche geförderte lockere und über ihr
ein wenig angehäufte Bodenmasse zusammenzudrücken. Die Schleppbalken wirken einebnend
und pressend und, falls sie schräg . nach hinten zusammenlaufend gestellt sind,
bringen sie außerdem noch Bodenmassen an die Furche heran.
2. Bei-der Verwendung des Vielfachgerätes
zur -Unkrautvernichtung (Abb. 6) auf noch nicht bestelltem Acker, vor allem auf früh
geackerten Herbstsaatschlägen und auf Rübenschlägen, wo also zwischen Ackerung und
Saat längere Zeit verstreicht und in dieser Zeit der Unkrautwuchs sehr weit fortschreitet,
wird in der gesamten Arbeitsbreite des Gerätes die oberste Bodenschicht in einer, für
die Unkrautvernichtung jeweils günstigsten Tiefe durch Schnitte abgetrennt. Hierzu werden
alle Streichplatten gleich tief eingestellt, und zwar schräg zur Zugrichtung mit
Claims (2)
- Schneide nach außen. Die Winkellage wird so bemessen, daß innerhalb der Arbeitsbreite des Gerätes kein Bodenteil undurchschnitten bleibt. Die nach außen gestellte Schneide hat S den Zweck und zur Folge, daß die von jeder Streichplatte abgeschnittenen Bodenmassen jeweils neben ihr abgelegt werden, um dort von den nachfolgenden Schleppbalken erfaßt und seitlich verteilt zu werden. Die Grubberausrüstung und angehängte Walze sind für diesen Verwendungszweck des Vielfachgerätes nicht erforderlich; sie können entfernt werden. ■ 3. Bei der Verwendung des Gerätes zum Einebnen von Mietenplätzen (Abb. 7), wo es '5 sich darum handelt, die beim Abdecken der Mieten geschaffenen vielfach erheblichen Erhebungen und Vertiefungen auszugleichen, also eine ebene Oberfläche zu schaffen, erhalten die Streichplatten etwa dieselbe seitliehe Stellung wie bei der vorigen Verwendungsweise, jedoch unter Verwendung der Grubberzinken. Die Tiefeneinstellung des Gerätes als solches und die der Streichplatten richtet sich nach dem Größenmaß der ■*5 Erhebungen und Vertiefungen. Die den Streichplatten vorausgehenden Grubberzinken lockern den meist stärker verdichteten Boden der Erhebungen, in den danach die Streichplatteti eingreifen und ihn hierbei, soweit er nicht zum Auffüllen von Vertiefungen vor den Streichplatten liegen bleibt, seitlich ablegen, wo er von den nachfolgenden Schleppbalken noch weiter seitlich verteilt und gleichzeitig gepreßt wird. Die Einsetzung der angehängten Walze erübrigt sich für diesen Verwendungszweck des Vielfachgerätes; sie kann entfernt werden.4. Bei der Verwendung des Vielfachgerätes zum Abschleppen des Ackers (Abb. 8), also des in rauher Furche liegenden Ackerbodens, der hierbei eine krümelige, ebene, schwach gepreßte Oberfläche erhalten soll, werden bei Beibehaltung der Grubberzinken die Streichplatten quer zur Zugrichtung gestellt, mit der Schneide nach rückwärts weisend, und zwar so flach, daß die Grubberzinken mindestens so tief fassen wie die Streichplatten. Der Boden wird durch die Grubberzinken ausreichend gelockert, so daß den Streichplatten "in der Hauptsache ein mäßiges Andrücken und Zerkrümeln des gelockerten Bodens neben dem Einebnen der Oberfläche zufällt. Die Schleppbalken unterstützen die Streichplatten bei dieser Arbeit. Der Walze bedarf es für diesen Verwendungszweck nicht.In besonderen Fällen, z. B. dann, wenn die Furchenköpfe hart sind, empfiehlt sich die Stellung der Streichplatten mit Schneide nach vorn, ebenfalls quer zur Zugrichtung, gegebenenfalls ein wenig schräg gestellt, wodurch die erhöhten Furchenköpfe abgeschnitten werden. Die Schleppbalken besorgen die Krümelung und. Einebnung'.5. Bei der Verwendung zum Lockern (Grubbern) 'des Ackers (Abb. 9) werden die Grubberzinkenträger eingesetzt, die Streichplatten entfernt oder in Zugrichtung eingestellt. Der Ackerboden wird durch die Grubberzinken t j.e nach der Tiefeneinstellung des Gerätes mehr oder weniger tief gelockert. So- V fern die Streichplatten in Zugrichtung gestellt (in Abb. 9 gestrichelt eingezeichnet) am Gerät bleiben, wirken sie ähnlich wie Grubberzinken. Soll der Boden im Grubberstrich liegenbleiben, sind die Schleppbalken abzu- 7.Ί hangen; im anderen Falle (gestrichelt eingezeichnet) erfährt der Boden die bekannte Nachbehandlung durch sie. In jedem Falle ist die angehängte Walze zu entfernen.6. Bei der Verwendung zum Zudecken und Häufeln der 'in Furchen ausgelegten Pflanz- · kartoffeln (Abb. 10 und 11) sind die Streichplatten sämtlich gleich tief eingestellt in einem gewissen Winkel zur Zugrichtung, Schneide nach vorn, wie es die. Abb. 10 für ein 1,80 m breites Gerät bei einem Abstand von: 62,5 cm der Kartoffelzeilen 35 "schematisch zeigt, so daß also die Streichplatten den Boden auf jeder Seite der Kartoffelzeile über den ausgelegten Kartoffeln36 zusammenschieben und häufeln 37. Hierbei werden die nicht benötigten Streichplatten entfernt oder hochgezogen in Zugrichtung gestellt, damit sie nicht mitarbeiten. Einzelne Streichplatten werden an anderer Stelle des Geräterahmens eingesetzt werden müssen, damit die Erdbedeckung der Kartoffeln in der notwendigen Weise erfolgen kann. Der Geräterahmen ist zu diesem Zweck mit weiteren Bohrungen 38 (Abb. 2) versehen, die ein Versetzen einzelner Streich- 1Qo platten an diese Stellen ermöglichen, wie es Abb. 10 zeigt. Für die Verwendung des Gerätes zu diesem Zweck ist der Radsatz im Abstand der Kartoffelzeilen vorteilhaft. Grubberzinkenträger, Schleppbalken und Walze Sot sind nicht erforderlich.11A TEN TA N S TUUCtIIi:i. Vielfachgerät zur Bodenbearbeitung, insbesondere zum Einebnen von Gräben und anderen Bodenunebenheiten des Ackers unter Verwendung eines sich nach hinten verjüngenden, dreieckförmigen, höhenverstellbaren Fahrrahmens, an dessen Seitenwangen mehrere je um eine senkrechte 115 * Mittelachse schwenkbare Streichplatten abnehmbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Streichplatten (15) einzeln iri der Höhe einstellbar sind und mit an abnehmbaren Querträgern (25) des Rahmens vor und· zwischen den Streichplatten über die Arbeitsbreite verteiltenBodenlockerungswerkzeugen (26), ζ. Β. Igelzinken mit Gänsefußschar, zusammenwirken.
- 2. Vielfachgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den höhenverstellbaren Streichplatten kehlförmige, mit Schneidkante (20) und beiderseits mit je einer auskragenden Spitze (19) versehene Schare (17) abnehmbar angeordnet sind. ' - 'Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938M0141385 DE698144C (de) | 1938-04-21 | 1938-04-21 | Vielfachgeraet zur Bodenbearbeitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938M0141385 DE698144C (de) | 1938-04-21 | 1938-04-21 | Vielfachgeraet zur Bodenbearbeitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE698144C true DE698144C (de) | 1940-11-02 |
Family
ID=7334810
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938M0141385 Expired DE698144C (de) | 1938-04-21 | 1938-04-21 | Vielfachgeraet zur Bodenbearbeitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE698144C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939901C (de) * | 1951-06-05 | 1956-03-08 | Heinrich Franzil Sen | In der Breite verstellbarer Weinbergpflug, dessen sich nach hinten voneinander entfernende Rahmenschenkel an einem Kopfstueck schwenkbar gelagert sind |
| FR2421539A1 (fr) * | 1978-04-03 | 1979-11-02 | Ackermann Erich | Outil agricole de travail du sol |
| EP0342065A1 (de) * | 1988-05-11 | 1989-11-15 | Michel Hamot | Maschine zum Nacharbeiten von gepflügtem Land |
| FR2641665A2 (fr) * | 1987-07-24 | 1990-07-20 | Hamot Michel | Perfectionnements a la machine de reprise de labour |
-
1938
- 1938-04-21 DE DE1938M0141385 patent/DE698144C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939901C (de) * | 1951-06-05 | 1956-03-08 | Heinrich Franzil Sen | In der Breite verstellbarer Weinbergpflug, dessen sich nach hinten voneinander entfernende Rahmenschenkel an einem Kopfstueck schwenkbar gelagert sind |
| FR2421539A1 (fr) * | 1978-04-03 | 1979-11-02 | Ackermann Erich | Outil agricole de travail du sol |
| FR2641665A2 (fr) * | 1987-07-24 | 1990-07-20 | Hamot Michel | Perfectionnements a la machine de reprise de labour |
| EP0342065A1 (de) * | 1988-05-11 | 1989-11-15 | Michel Hamot | Maschine zum Nacharbeiten von gepflügtem Land |
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