-
Die Erfindung betrifft ein photoempfindliches Element für den
flexographischen Druck und eignet sich für ein Verfahren zur
Plattenherstellung, bei dem ein digitalisiertes Bild direkt
mit Hilfe eines Infrarotlasers aufgezeichnet wird, ohne daß
ein photographisches Werkzeug, wie ein Negativfilm, verwendete
wird.
Beschreibung des Standes der Technik
-
Ein konventionelles photoempfindliches Element für den
Flexographiedruck besteht im allgemeinen aus einer Polyesterfolie
oder dergleichen als Träger und einer darauf angeordneten
photoempfindlichen Harzzschicht, die ein thermoplastisches
Elastomer, mindestens ein Monomer und mindestens einen
strahlungsempfindlichen Initiator umfaßt. Bei dem Verfahren zur
Herstellung einer flexographischen Platte aus einem solchen
photoempfindlichen Element für die Flexographie wird zuerst die
gesamte Oberfläche des Elements durch den Träger mit
Ultraviolettlicht bestrahlt (Unterseiten-Bestrahlung) um eine dünne,
gleichförmig gehärtete Schicht auszubilden. Danach wird die
Oberfläche der photoempfindlichen Harzschicht bildmäßig
belichtet (Relief-Belichtung) und der unbelichtete Anteil wird
durch Waschen mit einem Entwicklungslösungsmittel entfernt,
wobei das gewünschte Bild, nämlich ein Reliefbild, erhalten
wird, aus dem eine Druckplatte erhalten wird. In diesem Fall
wird häufig auf der photoempfindlichen Harzschicht eine
sogenannte Gleitschicht oder Schutzschicht vorgesehen, um einen
glatten Kontakt zwischen der photoempfindlichen Harzschicht
und einem Photowerkzeug, wie einem Negativfilm, zu
ermöglichen.
-
Außerdem ist ein photoempfindliches Element für den
flexographischen Druck bekannt, auf dem die digitalisierte
Bildinformation direkt aufgezeichnet werden kann, ohne daß ein
photographisches Werkszeug wie ein Negativfilm verwendet wird.
-
Bekannt ist außerdem ein Verfahren zur Plattenherstellung
unter Verwendung dieses photoempfindlichen Elements. Bei dem
entsprechenden Verfahren wird die "Nicht-Infrarotstrahlung"
abschirmende dünne Schicht, die auf der photoempfindlichen
Harzschicht angeordnet ist, auf Basis der mit Hilfe eines
Computers verarbeiteten digitalen Information mit einem
Infrarotlaser abgetragen, um das gewünschte Bild zu erhalten. Nach
dem Aufzeichnen eines Bildes auf der photoempfindlichen
Harzschicht kann das photoempfindliche Element einem
konventionellem Plattenherstellungsverfahren unterworfen werden, bei dem
die photoempfindliche Harzschicht ein darauf gezeichnetes Bild
trägt.
-
Das bedeutet, daß bei Verwendung einer vorhandenen
Belichtungsvorrichtung das photoempfindliche Element von der Seite
des Trägers einer Unterseiten-Belichtung unterworfen wird und
danach von der Seite des mit einem Infrarotlaser
aufgezeichneten Bildes der Relief-Belichtung unterworfen wird, wonach es
in der Entwicklungsstufe behandelt wird, wobei eine
flexographische Druckplatte gebildet wird. Verglichen mit der
konventionellen Methode unter Verwendung eines photographischen
Werkzeugs, wie eines Negativfilms, erfordert das vorstehende
Verfahren zur Plattenherstellung, wenn eine Änderung der
Abbildung erforderlich geworden ist, nicht die Herstellung eines
neuen photographischen Werkzeugs, wie eines Negativfilms, und
die digitalisierten Bilddaten können auf einem Computer
geändert werden, so daß das obige Verfahren zur Plattenherstellung
den Vorteil hat, daß Zeit und Arbeit eingespart werden können.
Im Vergleich mit einem konventionellem photographischen
Werkzeug, wie einem Negativfilm, ist darüber hinaus das
photoempfindliche Element im Hinblick auf die Formbeständigkeit
vorteilhaft, da es zu einer Verbesserung der Reproduzierbarkeit
des Reliefbilds führt, wodurch eine Verbesserung der
Druckqualität erreicht wird.
-
Im Hinblick auf die Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem Infrarotlaser abgetragen werden kann,
beschreibt die JP-A-8-305.030, daß als Binderpolymer dafür ein
Polymer verwendet wird, das praktisch unverträglich mit
mindestens einem niedermolekularem Material der
photoempfindlichen Harzschicht ist. Als Beispiele für das Binderpolymer,
das zur Verwirklichung dieser Eigenschaften verwendet werden
soll, werden in dieser Veröffentlichung Polyamid,
Polyvinylalkohol, Polyvinylalkohol/Polyethylenglycol-Propfcopolymer,
amphotere Interpolymere, Alkylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose, Nitrocellulose, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere,
Cellulose-acetatbutyrat, Polybutyral, cyclisierter Kautschuk,
Styrol-Acrylsäure-Copolymere, Polyvinylpyrrolidon und
Copolymere von Polyvinylpyrrolidon und Vinylacetat,
Kombinationen von Polymeren, die aus der Gruppe dieser Polymeren
ausgewählt sind und dergleichen, erwähnt.
-
Jedoch verursacht eine Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die aus diesen Polymeren hergestellt ist, häufig
Nachteile auf Grund ihrer schlechten Verträglichkeit mit dem
niedermolekularem Material der photoempfindlichen Harzschicht.
So ist es beispielsweise unvermeidbar, daß die Kombination aus
der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung mit der
photoempfindlichen Harzschicht eine solche Kombination wird, bei
der die Affinität zwischen beiden gering ist. Daher besteht
zwischen beiden geringe Haftvermögen und wenn die Deckschicht
vor dem Aufzeichnen eines Bild mit einem Infrarotlaser
abgeschält wird, tritt häufig die Erscheinung auf, daß die
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung teilweise von der
photoempfindlichen Harzschicht abgelöst wird und infolgedessen
die teilweise abgelöste Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung zusammen mit der Deckfolie entfernt wird. Wenn eine
Platte an einer Trommel für eine Aufzeichnungsmaschine eines
Laserbildes zur Aufzeichnung eines Bildes befestigt wird, wird
die Platte im allgemeinen mit einem auf der Platte angeordnetem
Band an der Trommel fixiert. Wenn jedoch die Adhäsion
zwischen der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung und
der photoempfindlichen Schicht unzureichend ist, wird dieser
Teil während der Rotation der Trommel abgelöst, so daß ein
Loslösen der Platte verursacht wird, wodurch sowohl die
Platte, als auch die Aufzeichnungsmaschine für das Laserbild
ernsthaft beschädigt werden. Um eine solche Unannehmlichkeit
zu verhindern wird die Platte an dieser Stelle mit einem Band
fixiert, nachdem die Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung rund um die Platte vorher von der photoempfindlichen
Schicht abgeschält wurde. Diese Stufe verschlechtert jedoch
die Produktivität des Verfahrens der Plattenherstellung
merklich.
-
Außerdem besteht ein Unterschied in der Löslichkeit in einem
Entwicklungslösungsmittel zwischen der photoempfindlichen
Harzschicht und der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die unter Verwendung der vorstehend genannten Polymeren
hergestellt wurde. Daher besteht die Schwierigkeit, daß ein
Lösungsmittel, welches als solches für die photoempfindliche
Harzschicht geeignet ist, die den überwiegenden Teil des
photoempfindlichen Elements für den flexographischen Druck
ausmacht, nicht als Entwickler verwendet werden kann.
-
Beispielsweise wird in der photoempfindlichen Harzschicht
eines typischen photoempfindlichen Elements für den
flexographischen Druck ein thermoplastisches Elastomer, das aus
einem Polymer eines Styrolderivats und eines konjugierten
Dien-Monomeren gebildet ist, als Binderpolymer verwendet.
-
Als Entwickler wurden in neuerer Zeit aus Gründen des
Umweltschutzes chlorfreie Lösungsmittel verwendet, die ein
Gemisch aus einem Erdölkohlenwasserstoff oder einem
Esterlösungsmittel mit einem Alkohol darstellen. Wenn jedoch diese
chlorfreien Lösungsmittel verwendet werden, können in einigen
Fällen wegen der Differenz der Löslichkeit in dem Lösungsmittel
zwischen der photoempfindlichen Harzschicht und der
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem
Infrarotlaser abgetragen werden kann, auftreten.
-
Wenn beispielsweise eine photoempfindliche Harzschicht, in der
ein thermoplastisches Elastomer als Binderpolymer verwendet
wird, mit einer Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung
kombiniert wird, in der ein Polyamid als Binderpolymer
verwendet wird, führt die Verwendung von 3-Methoxybutylacetat als
Entwicklungslösungsmittel zu einer unzureichenden Entfernung
der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung durch
Auswaschen. Selbst wenn sie mit einer Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung kombiniert wird, in der
Cellulose-acetatbutyrat als Binderpolymer verwendet wird, resultiert die
Verwendung einer Kombination aus einem Erdölkohlenwasserstoff
mit einem Alkohol als Entwicklerlösungsmittel in ähnlicher
Weise in einer unzureichenden Löslichkeit und infolgedessen in
der Schwierigkeit, daß die Relieftiefe nach dem Entwickeln
nicht gleichmäßig ist. Außerdem quillt die Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die nicht vollständig in dem
Entwicklerlösungsmittel gelöst wurde, in dem Lösungsmittel und
schwimmt im Entwicklungstank. Diese in dem Tank schwimmende
gequollene Schicht verursacht ein Verstopfen der Leitungen für
die Flüssigkeitszirkulation oder verursacht häufig
schwerwiegende Probleme in der Stufe der Plattenherstellung, wie
Wiederanhaften des schwimmenden Materials an der Platte und
dergleichen.
-
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein photoempfindliches
Element für den flexographischen Druck zugänglich zu machen,
das für das Verfahren der Plattenherstellung anwendbar ist,
bei dem ein digitalisiertes Bild mit einem Infrarotlaser
direkt aufgezeichnet wird, ohne daß ein Photohilfsmittel, wie
ein Negativfilm verwendet wird, wobei eine neue
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung verwendet wird, die mit
einem Infrarotlaser abgetragen werden kann, um gute Haftvermögen
der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung an der
photoempfindlichen Harzschicht zu erreichen, und damit solche
Probleme zu lösen, die das Abschälen der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung während des Ablösens einer Deckfolie
und dergleichen.
-
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist es, ein
photoempfindliches Element für den flexographischen Druck zur Verfügung zu
stellen, welches die Auswahl aus einem weiten Bereich von
Entwicklerlösungsmitteln ermöglicht.
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die Erfinder haben weitreichende Untersuchungen durchgeführt,
um die vorstehend erwähnten Ziele zu erreichen und haben
infolgedessen die Erfindung fertiggestellt.
-
Erfindungsgemäß wird folgendes zur Verfügung gestellt:
-
(1.) Ein photoempfindliches Element für die Flexographie,
enthaltend (a) eine Trägerschicht, (b) eine Schicht eines
photoempfindlichen Harzes, die als Binderpolymer ein
thermoplastisches Elastomer, das durch Polymerisation eines
monovinylsubstituierten aromatischen Kohlenwasserstoffes und eines
konjugierten Diens erhältlich ist, wobei die Schicht aus
photoempfindlichem Harz (b) auf der Trägerschicht (a) angeordnet
ist, und (c) eine Schicht zum Abschirmen von
nicht-Infrarotstrahlung, die durch einen Infrarot-Laser abgebaut werden
kann, und ein Binderpolymer, einen Infrarot-Absorber und ein
nicht-Infrarotstrahlung abschirmendes Material umfaßt, wobei
die Schicht (c) zum Abschirmen von nicht-Infrarotstrahlung auf
der Schicht (b) aus photoempfindlichem Harz angeordnet ist,
wobei das Binderpolymer der Schicht (c) zum Abschirmen von
nicht-Infrarotstrahlung ein Copolymer ist, das aus einem
monovinylsubstituierten aromatischen Kohlenwasserstoff und
einem konjugierten Dien oder einem Hydrierungsprodukt eines
Copolymeren aus einem monovinylsubstituierten aromatischen
Kohlenwasserstoff und einem konjugierten Dien ist, umfaßt.
-
(2.) Ein photoempfindliches Element, für die Flexographie nach
1, wobei die Schicht (b) aus photoempfindlichem Harz
zusätzlich zu dem thermoplastischen Elastomeren mindestens ein
ethylenisch ungesättigtes Monomer, das der radikalischen
Polymerisation zugänglich ist und einen
Photopolymerisationsinitiator enthält.
-
(3.) Ein photoempfindliches Element für die Flexographie nach 1
oder 2, wobei (d) eine Deckschicht auf die Schicht (c) zum
Abschirmen von nicht-Infrarotstrahlung aufgebracht ist.
-
(4.) Ein photoempfindliches Element für die Flexographie nach
einem der Punkte 1 bis 3, wobei das Binderpolymer der Schicht
(c) zum Abschirmen von nicht-Infrarotstrahlung ein
Styrolkonjugiertes Dien-Copolymer mit einem Styrolgehalt von 60 bis
90 Gew.-% ist.
-
(5.) Ein photoempfindliches Element für die Flexographie nach
einem der Punkte 1 bis 3, wobei das Binderpolymer der Schicht
(c) zum Abschirmen von nicht-Infrarotstrahlung ein
Hydrierungsprodukt eines Styrol-konjugierten Dien-Copolymeren mit
einem Styrolgehalt von 10 bis 50 Gew.-% ist.
-
Das erfindungsgemäße photoempfindliche Element für den
flexographischen Druck weist eine neue Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung auf, die mit einem Infrarotlaser abgebaut
werden kann, wobei das Haftvermögen der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung an der photoempfindlichen Harzschicht
gut ist. Dadurch werden die Schwierigkeiten überwunden, wie
das Abschälen der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung,
die während des Ablösens der Deckfolie verursacht werden kann,
und dergleichen, und es wird ermöglicht, das Entwicklerlösungsmittel
innerhalb eines breiten Bereiches auszuwählen. Das
photoempfindliche Element für den Flexographiedruck eignet
sich für das Verfahren zur Plattenherstellung, bei dem ein
digitalisiertes Bild direkt mit einem Infrarotlaser
aufgezeichnet wird, ohne daß ein photographisches Hilfsmittel
(Photohilfsmittel), wie ein Negativfilm, verwendet wird.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Als erfindungsgemäß zu verwendende Trägerschicht (a) kann eine
dimensionsstabile Folie, wie Polyester, Stahl oder Aluminium
einer Dicke von 75 um bis 300 um eingesetzt werden und
erforderlichenfalls kann ein Klebmittel zwischen der Trägerschicht
(a) und der photoempfindlichen Schicht (b) angeordnet werden.
-
Erfindungsgemäß besteht die photoempfindliche Harzschicht (b)
vorzugsweise aus einem thermoplastischen Elastomer, das durch
Polymerisation eines monovinylsubstituierten aromatischen
Kohlenwasserstoffes und eines konjugiertem Diens erhältlich ist,
als Binderpolymer, mindestens einem ethylenisch ungesättigten
Monomer und einem Photopolymerisationsinitiator. Außerdem
kann, in Abhängigkeit von den für die photoempfindliche
Harzschicht benötigten Eigenschaften, ein Zusatzstoff, wie ein
Sensibilisator, ein Thermopolymerisationsinhibitor, ein
Weichmacher, ein Farbmittel oder dergleichen vorhanden sein. Die
photoempfindliche Harzschicht ist vorzugsweise gegenüber
Infrarotstrahlung unempfindlich.
-
In einem thermoplastischen Elastomer, das durch Polymerisation
eines monovinylsubstituierten aromatischen Kohlenwasserstoffes
als Monomer und eines konjugierten Diens als Monomer erhalten
wird und als Binderpolymer für die photoempfindliche
Harzschicht verwendet wird, werden Styrol, α-Methylstyrol, p-
Methylstyrol, p-Methoxystyrol oder dergleichen als
monovinylsubstituiertes aromatisches Kohlenwasserstoffmonomer und
Butadien, Isopren oder dergleichen als konjugiertes
Dienmonomer verwendet. Repräsentative Beispiele sind Styrol-
Butadien-Styrol-Blockcopolymere,
Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymere und dergleichen.
-
Als das erwähnte mindestens eine ethylenisch ungesättigte
Monomer können solche verwendet werden, die mit dem
Binderpolymer verträglich sind. Beispiele dafür umfassen Ester von
Alkoholen, wie t-Butylalkohol, Laurylalkohol und dergleichen,
mit Acrylsäure und Methacrylsäure, Maleinimidderivate, wie
Laurylmaleinimid, Cyclohexylmaleinimid, Benzylmaleinimid und
dergleichen und Ester von Alkoholen mit Fumarsäure wie
Dioctylfumarat und dergleichen, weiterhin Ester von mehrwertigen
Alkoholen mit Acrylsäure und Methacrylsäure, wie
Hexandioldi(meth)acrylat, Nonandiol-di(meth)acrylat,
Trimethylolpropantri(meth)acrylat und dergleichen, sowie ähnliche.
-
Außerdem wird der Photopolymerisationsinitiator unter
bekannten Photopolymerisationsinitiatoren gewählt, wie
beispielsweise unter aromatischen Ketonen, wie Benzophenon,
Benzoinethern, wie Benzoinmethylether, Benzoinethylether,
Benzoinisopropylether, α-Methylolbenzoin-methylether,
α-Methoxybenzoin-methylether, α-Ethoxybenzoin-ethylether und
dergleichen. Diese können allein oder in Kombination aus zwei oder
mehr Verbindungen verwendet werden.
-
Ferner kann die photoempfindliche Harzschicht Additive
enthalten, wie Sensibilisatoren, Thermopolymerisationsinibitoren,
Weichmacher, Farbmittel und dergleichen, was von den
gewünschten Eigenschaften abhängt.
-
Die photoempfindliche Harzschicht kann mit Hilfe verschiedener
Methoden hergestellt werden. Beispielsweise können bei der
vorstehend erwähnten Zusammensetzung die mit einander zu
vermischenden Ausgangsmaterialien in einem geeigneten
Lösungsmittel, beispielsweise Choroform, Tetrachlorethylen,
Methylethylketon, Toluol oder dergleichen gelöst werden, um sie zu
mischen, die gebildete Lösung in einen Formrahmen gegossen,
das Lösungsmittel verdampft und das so gebildete Gemisch zu
einer Platte verformt werden. Außerdem können die
Ausgangsmaterialien ohne Verwendung eines Lösungsmittels in einem Kneter
oder auf einer Mischwalze geknetet werden und das gebildete
Gemisch mit Hilfe eines Extruders, einer Spritzgußmaschine,
einer Presse oder dergleichen zu einer Platte der gewünschten
Dicke verformt werden.
-
Die Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung (c) die mit
einem Infrarotlaser abgebaut werden kann, ist erfindungsgemäß
aus einem Binderpolymer, einem Infrarotabsorber und einem
Abschirmmaterial für Nichtinfrarotstrahlung gebildet. Die hier
verwendet Bezeichnung "Nichtinfrarotstrahlung" bedeutet andere
Strahlungsarten als Infrarotstrahlung, beispielsweise
Ultraviolettlicht und dergleichen.
-
Als Binderpolymer werden Copolymere, die aus einem
monovinylsubstitiertem aromatischen Kohlenwasserstoff, wie Styrol, α-
Methylstyrol, Vinyltoluol oder dergleichen, und einem
konjugierten Dien wie Butadien, Isopren oder dergleichen, gebildet
sind, oder ein Hydrierungsprodukt eines aus einem
monovinylsubstituierten aromatischen Kohlenwasserstoff und einem
konjugierten Dien gebildeten Copolymeren verwendet. Es wurde
gefunden, daß eine Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung,
die eines dieser Binderpolymere enthält, gute Verträglichkeit
mit dem Monomeren oder dergleichen, das das niedermolekulare
Material in der photoempfindlichen Harzschicht bildet,
besitzt, eine starke Haftung gegenüber der photoempfindlichen
Harzschicht zeigt und außerdem gute Laserabbaueigenschaften
und Bilderzeugungseigenschaften besitzt.
-
In dem Copolymer eines monovinylsubstituierten aromatischen
Kohlenwasserstoffmonomeren und eines konjugierten
Dienmonomeren kann der Gehalt an monovinylsubstituierten aromatischen
Kohlenwasserstoffen 10 bis 90% sein, um die gewünschte Wirkung
der Erfindung zu erreichen. Insbesondere dann, wenn das
Copolymer ein Styrol-Butadien-Copolymer mit einem Styrolgehalt
von 60 bis 90 Gew.-% ist hat die Oberfläche der
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem
Infrarotlaser abgebaut werden kann, geringe Klebrigkeit und außerdem
ist der Abschälwiderstand niedrig, wenn diese Schicht von
einer Deckfolie auf die photoempfindliche Harzschicht
übertragen wird, so daß das Ablösen leicht ist. Daher wird ein
solches Styrol-Butadien-Copolymer bevorzugt. Wenn außerdem das
Styrol-Butadien-Copolymer ein Blockcopolymer ist, werden die
vorstehend erwähnten Wirkungen besonders bemerkenswert, so daß
ein Blockcopolymer stärker bevorzugt wird.
-
Bei einem Hydrierungsprodukt eines Styrol-Butadien-Copolymeren
mit einem Styrolgehalt von 10 bis 50·Gew.-% wird der Vorteil
erreicht, daß die Kontraktions- und Expansionseigenschaften
der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem
Infrarotlaser abgebaut werden kann, groß sind, und daß kaum
Rißbildung an der Oberfläche auftritt, so daß das
Hydrierungsprodukt bevorzugt wird. In diesem Fall werden auch dann, wenn
das Styrol-Butadien-Copolymer des Hydrierungsproduktes ein
Blockcopolymer ist, die vorstehend erwähnten Wirkungen
ausgeprägter, so daß das Blockcopolymer stärker bevorzugt wird.
-
Der Styrolgehalt des Polymeren kann durch Messung der
Absorption des Benzolrings bei 260 bis 290 nm mit Hilfe eines
Ultraviolett-Spektrophotometers bestimmt werden.
-
Als Infrarotabsorber wird gewöhnlich eine einzige Substanz
oder Verbindung mit einer starken Absorption im Bereich von
750 bis 2000 nm verwendet. Zu Beispielen für solche
Infrarotabsorber gehören anorganische Pigmente, wie Ruß, Graphit,
Kupferchromit, Chromoxid und dergleichen, Farbstoffe, wie
Polyphtalocyanin-Verbindungen, Cyaninfarbstoffe,
Metallthiolatfarbstoffe und dergleichen. Speziell Ruß kann eine
Teilchengröße innerhalb eines weiten Bereiches von 13 bis 85 nm
haben und hat eine höhere Empfindlichkeit gegenüber
Infrarotlaser bei einer geringeren Teilchengröße. Diese Infrarotabsorber
werden in einer solchen Menge zugesetzt, daß sie
der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung eine solche
Empfindlichkeit verleihen, daß diese mit dem zu verwendenden
Laserlicht abgebaut werden kann. Im allgemeinen ist ein Zusatz
in einer Menge von 10 bis 80 Gew.-% wirksam.
-
Als Abschirmmaterial für Nichtinfrarotstrahlung kann ein
Material verwendet werden, welches Ultraviolettlicht reflektiert
oder absorbiert. Gute Beispiele dafür sind
Ultraviolettabsorber, Ruß, Graphit und dergleichen und es ist erforderlich, die
zuzusetzende Menge so festzulegen, daß die gewünschte optische
Dichte erreicht werden kann. Im allgemeinen ist es notwendig,
das vorstehende Material so einzusetzen, daß die optische
Dichte mindestens 2,0, vorzugsweise mindestens 3,0 wird.
-
Wenn Ruß verwendet wird, um sowohl als Infrarotabsorber, als
auch als Abschirmmaterial für Nichtinfrarotstrahlung zu
dienen, ist ein Beispiel einer Herstellungsmethode eine Methode,
bei der eine Lösung eines Binderpolymeren unter Verwendung
eines geeigneten Lösungsmittels hergestellt wird, darin Ruß
dispergiert wird, dann die resultierende Dispersion auf eine
Deckfolie, wie eine Polyesterfolie oder dergleichen
aufgetragen wird und schließlich diese Deckfolie auf die
photoempfindliche Harzschicht laminiert oder durch Kontaktbindung
aufgebracht wird, um die Abschirmschicht für
Infrarotstrahlung, die mit einem Infrarotlaser abgebaut werden kann, zu
übertragen. Dies ist eine wirksame Methode.
-
Als Methode zum Dispergieren von Ruß in der Lösung des
Binderpolymeren ist eine Methode wirksam, bei der in Kombination
Zwangsrühren mit Hilfe einer Rührschaufel und Rühren unter
Verwendung von Ultraschallwellen angewendet wird. Alternativ
ist auch eine Methode, bei der das Binderpolymer unter
Verwendung eines Extruders oder eines Kneters mit dem Ruß
vorgeknetet wird und dann das gebildete Gemisch in einen Lösungsmittel
gelöst wird, für ein gutes Dispergieren des Rußes wirksam.
-
Außerdem kann der Ruß in dem Polymeren im Zustand einer
Latexlösung dispergiert werden. Die Dick der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung sollte bestimmt werden, indem die
Empfindlichkeit der Abbaus mit einem Infrarotlaser und die
Abschirmwirkung für Nichtinfrarotstrahlung in Betracht gezogen
werden. Sie wird gewöhnlich im Bereich von 0,1 bis 20 g/m²,
vorzugsweise 1 bis 5 g/m² festgelegt.
-
Als Deckfolie (d) wird erfindungsgemäß eine Polyethylenfolie,
eine Polypropylenfolie oder dergleichen mit einer Dicke von 20
bis 200 um oder ein Laminat daraus verwendet. Die Deckfolie
hat jedoch den Zweck, die Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung zu schützen, und wird entfernt, bevor ein Bild mit
einem Infrarotlaser aufgezeichnet wird.
-
Bei dem Verfahren zur Plattenherstellung können als
Infrarotlaser solche verwendet werden, die eine Wellenlänge von 750
bis 2000 nm haben. Im allgemeinen sind Laser dieses Typs eines
Infrarotlasers Halbleiterlaser mit einer Wellenlänge von 750
bis 880 nm und Nd-YAG Laser mit einer Wellenlänge von 1060 nm.
Die Einheit zur Erzeugung von Laserstrahlung dieser Laser wird
zusammen mit dem Antriebssystem mit Hilfe eines Computers
geregelt und die digitalisierte Bildinformation wird auf das
photoempfindliche Element für den flexographischen Druck durch
selektiven Abbau der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung auf der photoempfindlichen Harzschicht übertragen.
-
Die Ultraviolettlichtquelle, die zur Photohärtung der
photoempfindlichen Harzschicht des photoempfindlichen Elements für
den flexographischen Druck nach Beendigung der Aufzeichnung
eines Bildes mit Hilfe eines Infrarotlasers verwendet wird,
umfaßt eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe, eine
Ultraviolett-Fluoreszenzlampe, eine Kohlebogenlampe, eine Xenonlampe,
Sonnenstrahlung und dergleichen. Das gewünschte Reliefbild
kann durch Bestrahlen mit Ultraviolettlicht von der Bildseite
her erhalten werden. Um jedoch dem Reliefbild größere Stabilität
gegen Beanspruchung zu verleihen, wenn der nicht
gehärtete Anteil durch Auswaschen entfernt wird, ist es wirksam,
auch von der Seite des Trägers her die gesamte Oberfläche zu
belichten.
-
Als Entwicklerlösungsmittel, das zum Entfernen der
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung und des nicht belichteten
Bereiches der photoempfindlichen Harzschicht durch Auswaschen
verwendet wird, nachdem das Reliefbild durch Bestrahlung der
photoempfindlichen Harzschicht mit Ultraviolettlicht gebildet
wurde, werden beispielsweise Chlor enthaltende organische
Lösungsmittel, wie 1,1,1-Trichlorethan, Tetrachlorethylen und
dergleichen, Ester, wie Heptylacetat, 3-Methoxybutylacetat und
dergleichen und Kohlenwasserstoffe, wie Erdölfraktionen,
Toluol, Decalin und dergleichen, verwendet. Außerdem können
auch Gemische dieser Lösungsmittel mit Alkoholen, wie
Propanol, Butanol, Pentanol und dergleichen, verwendet werden.
Die Entfernung der Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung
und des nicht belichteten Bereiches der photoempfindlichen
Harzschicht durch Auswaschen erfolgt durch Aufspritzen aus
einer Düse oder Bürsten mit einer Bürste. Die erhaltene
Druckplatte wird durch Waschen mit einer Waschflüssigkeit, Trocknen
und anschließendes Nachbelichten fertiggestellt.
-
Die Erfindung wird anhand von Beispielen ausführlicher
erläutert, sie sollte jedoch nicht als auf diese Beispiele
beschränkt ausgelegt werden.
Beispiele 1 bis 3 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
-
Ein Gemisch, das durch Verkneten von 50 Gewichtsteilen eines
der folgenden Polymeren als Binderpolymer einer
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung mit 50 Gewichtsteilen Ruß
einer Teilchengröße von 84 nm (Mehrzweck Color Black Nr. 10,
hergestellt von Mitsubishi Chemical) in einem Kneter erhalten
wurde, wurde in einem Mischlösungsmittel aus Toluol/Ethylacetat
= 1/9 (Volumenteile) unter Bildung einer gleichförmigen 5-
Gew.-%igen Lösung gelöst und dispergiert:
-
Beispiel 1: Tufprene 315 (ein Styrol-Butadien-Copolymer mit
einem Styrolgehalt von 20 Gew.-%, hergestellt von Ashahi
Kasei Kogyo K.K.),
-
Beispiel 2: Asaprene 420 (ein Styrol-Butadien-Blockcopolymer
mit einem Styrolgehalt von 40 Gew.-%, hergestellt von
Ashahi Kasei Kogyo K.K.),
-
Beispiel 3: Kraton D-1107 (ein Styrol-Isopren-Blockcopolymer
mit einem Styrolgehalt von 14 Gqw.-%, hergestellt Shell
Chemical),
-
Vergleichsbeispiel 1: Macromelt 6900 (Polyamid, hergestellt
von Henkel),
-
Vergleichsbeipiel 2: CAB-381-0.1 (Celluloseacetat-butyrat,
hergestellt von Kodak).
-
Danach wurde die vorstehend erhaltene Lösung mit Hilfe eines
Rakels auf eine als Deckfolie verwendete Polyesterfolie mit
einer Dicke von 100 um so aufgestrichen, daß die Beschichtung
nach dem Trocknen 5 bis 6 g/m² war, und eine Minute bei 80ºC
getrocknet, wobei eine Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung erhalten wurde, die mit Hilfe eines Infrarotlasers
abgebaut werden kann. Die optischen Dichten der
Abschirmschichten wurden mit Hilfe von DM-500 (hergestellt von
DAINIPPON SCREEN MFG. CO., LTD.) gemessen, wobei die in
Tabelle 1 gezeigten Ergebnisse erhalten wurden.
-
Anschließend wurden 60 Gewichsteile Tufprene A
(Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymer, hergestellt Ashahi Kasei Kogyo K.
K.), 30 Gewichtsteile B-2000 (flüssiges Polybutadien,
hergestellt von NIPPON OIL CO., LTD.), 7 Gewichtsteile
1,9-Nonandiol-diacrylat, 2 Gewichtsteile
2,2-Dimethoxy-2-phenyl-acetophenon und 0,3 Gewichtsteil 2,6-Di-t-butyl-p-cresol in einem
Kneter verknetet, wobei eine photoempfindliche
Harzzusammensetzung hergestellt wurde. Diese photoempfindliche
Harzzusammensetzung wurde zwischen einem Träger aus einer 125 um
Polyesterfolie und der vorher hergestellten Abschirmschicht
für Nichtinfrarotstrahlung auf der Deckfolie eingeschlossen
und mit Hilfe einer Pressvorrichtung und unter Verwendung
eines 3 mm-Abstandsstücks wurde ein Druck von 200 kg/cm²
während 4 Minuten bei 130ºC ausgeübt, wobei ein
photoempfindliches Element für den Flexographiedruck geformt wurde.
-
Die Deckfolie des vorstehenden photoempfindlichen Elements für
den flexographischen Druck wurde abgeschält, und um die
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung auf die
photoempfindliche Harzschicht zu übertragen. In diesem Fall haftete
die Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung fest an der
photoempfindlichen Harzschicht und in Beispielen 1 bis 3 wurde
weder teilweises Ablösen noch Gratbildung festgestellt. In
Vergleichsbeispiel 1 wurde jedoch die Schwierigkeit
verursacht, daß ein Teil der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung an der Deckfolie haftete und abgeschält wurde.
-
Das Element wurde dann auf der Trommel einer
Laseraufzeichnungsvorrichtung angebracht und der Dreifachbestrahlung mit
einem Halbleiterlaser ausgesetzt, der eine Energiedichte von
2,2 MW/cm² hatte, wobei ein-Halbtonpunktmuster aus 3%-47
Linien/cm (120 Linien/inch) erhalten wurde und jede der
Abschirmschichten für Nichtinfrarotstrahlung selektiv abgetragen
wurde.
-
Das Element, in welchem das Abtragen der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung beendet war, wurde zunächst der
Rückseitenbelichtung mit 300 mJ/cm² von der Trägerseite her und
danach der Reliefbelichtung mit 8000 mJ/cm² auf einer AFP-1500
Belichtungsvorrichtung (hergestellt von Asahi Kasei Kogyo
K.K.) unterworfen, wobei eine Ultraviolett-Fluoreszenzleuchte
mit einer zentralen Wellenlänge von 370 nm verwendet wurde.
-
Die Belichtungintensität zu diesem Zeitpunkt war derart, daß
die Intensität, die durch Messung auf einer Glasplatte des
Ultraviolettlichts der unteren Lampe, die auf der Seite
angeordnet war, in der die Rückseitenbelichtung durchgeführt
wurde, 4,0 mW/cm² war und daß die durch Messung des
Ultraviolettlichts von der oberen Lampe, die auf der Seite der
Reliefbelichtung war, 7,8 mW/cm² betrug, wobei die Messung durch ein
UV-Filter unter Verwendung einer UV-Illuminometer-Vorrichtung,
Modell MO-2, hergestellt von Oak Seisakusho, durchgeführt
wurde.
-
Dann wurde jedes der Lösungsmittel Tetrachlorethylen
(Lösungsmittel A), Tetrachlorethylen/n-Butanol (Volumenverhältnis 3/1,
Lösungsmittel B), NYLOSOLV-II (hergestellt von BASF,
Lösungsmittel C), 3-Methoxybutylacetat (Lösungsmittel D) und Toluol
(Lösungsmittel E) als Entwickler verwendet und die Entwicklung wurde
bei einer Flüssigkeitstemperatur von 25ºC während 5 Minuten
durchgeführt, wobei das Element mit einem doppelseitigem Klebeband an dem
rotierenden Zylinder einer AFP-1500 Entwicklungsvorrichtung
(hergestellt von Asahi Kasei Kogyo K.K,) angebracht war. Wie aus den
Ergebnissen in Tabelle 1 ersichtlich ist, wurden nur dann, wenn ein
Copolymer von Styrol und ein konjugiertem Dien als Binderpolymer der
Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung verwendet wurde, keine
Rückstände der Entwicklung, wie ungelöste Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die in dem Entwickler schwamm, deren
Wiederanhaftung an der Plattenoberfläche und dergleichen festgestellt
und in allen Entwicklerlösungsmitteln zeigte sich gute
Entwicklungsfähigkeit.
Tabelle 1
Beispiel 4
-
Ein Gemisch, das durch Verkneten von 65 Gewichtsteilen Asaflex 815
(Styrol-Butadien-Block-Copolymer mit einem Styrolgehalt von etwa
77 Gew.-% (gemessen durch Ultraviolett-Spektrophotometrie)
hergestellt von Asahi Kasei Kogyo K.K.) und 35 Gewichtsteilen Ruß einer
Teilchengröße von 30 nm (Allzweck Color Black Nr. 30, hergestellt
von Mitsubichi Chemical) in einem Kneter erhalten wurde, wurde in
einem Mischlösungsmittel aus Toluol/Ethylacetat = 1/9 Volumenteile
gelöst und dispergiert, wobei eine gleichförmige 5 Gew.-%ige Lösung
erhalten wurde. Diese Lösung wurde danach mit Hilfe eines Rakels auf
eine als Deckfolie verwendete Polyesterfolie einer Dicke von 100 um
aufgestrichen, so daß die Beschichtungsmenge nach dem Trocknen 5 bis
6 g/m² betrug, und danach eine Minute bei 80ºC getrocknet, wobei
eine Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem
Infrarotlaser abgetragen werden kann, hergestellt wurde. Die
Oberfläche dieser Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung war nicht
klebrig und leicht zu handhaben. Die optische Dichte wurde zu etwa
3,2 bestimmt.
-
Danach wurden die in Beipiel 1 erhaltene photoempfindliche
Harzzusammensetzung und die vorstehende Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung auf der Deckfolie in gleicher Weise wie in Beispiel 1
geformt, wobei ein photoempfindliches Element für den
flexographischen Druck erhalten wurde.
-
Die Deckfolie dieses photoempfindlichen Elements für den
flexographischen Druck wurde abgeschält. In diesem Fall wurde die Deckfolie
leicht abgeschält und die Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung
wurde rasch auf die photoempfindliche Harzschicht übertragen.
Außerdem haftete die Abschirmschicht für Nichtinfrarotstrahlung fest an
der photoempfindlichen Harzschicht und weder Abschälen, noch
Gratbildung wurden beobachtet. Selbst zu diesem Zeitpunkt konnte kaum
Klebrigkeit der Oberfläche der Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung festgestellt werden. Dieses Element wurde auf die Trommel
einer Laseraufzeichnungsvorrichtung montiert und die Abschirmschicht
für Nichtinfrarotstrahlung wurde unter Verwendung eines Nd-YAG-
Lasers einer Energiedichte von 10 MW/cm² selektiv abgetragen, um ein
Halbtonpunktmuster von 3%-47 Linien/cm (120 Linien/inch)
herzustellen.
-
Dieses Element wurde dann in gleicher Weise wie in Beispiel 1 der
Rückseitenbelichtung und der Reliefbelichtung unterworfen und danach
bei einer Flussigkeitstemperatur von 25ºC unter Verwendung einer der
in Beipiel 1 gezeigten Losungen A bis E als Entwickler entwickelt,
wobei das Element mit einem doppelseitigen Klebeband an dem
rotierenden Zylinder einer Entwicklervorrichtung AFP-1500 (hergestellt
von Asahi Kasei Kogyo K.K.) befestigt war. In diesem Fall war die
Entwicklung bei allen Lösungsmitteln innerhalb von drei bis sieben
Minuten beendet und ein gutes Reliefbild wurde erhalten, das frei
von Entwicklungsrückständen war.
Beispiel 5
-
Ein Gemisch, das durch Verkneten von 60 Gewichtsteilen Taftec M1913
(Hydrierungsprodukt eines Styrol-Butadien-Blockcopolymeren mit einem
Styrolgehalt von 30 Gew.-%, hergestellt von Asahi Kasei K.K.) und 40
Gewichtsteilen Ruß einer Teilchengröße von 30 nm (Allzweck Color
Black #30, hergestellt von Mitsubishi Chemical) in einem Kneter
erhalten wurde, wurde in Toluol gelöst und dispergiert, wobei eine
5 gew.-%ige gleichförmige Losung gebildet wurde. Diese Losung wurde
dann mit Hilfe eines Rakels auf eine als Deckfolie verwendete
Polyesterfolie einer Dicke von 100 um aufgestrichen, so daß die
Beschichtungsmenge nach dem Trocknen 5 bis 6 g/m² betrug, und danach
eine Minute bei 80ºC getrocknet, wobei eine Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung, die mit einem Infrarotlaser abgetragen
werden kann, hergestellt wurde. Die Oberfläche dieser Schicht für
Nichtinfrarotstrahlung war nicht klebrig und leicht zu handhaben.
Die optische Dichte wurde zu etwa 4,0 bestimmt.
-
Danach wurden die in Beipiel 1 erhaltene photoempfindliche
Harzschicht und die vorstehende Abschirmschicht für Infrarotstrahlung
auf der Deckfolie in gleicher Weise wie in Beispiel 1 geformt, wobei
ein photoempfindliches Element für den flexographischen Druck
erhalten wurde.
-
Die Deckfolie dieses photoempfindlichen Elements für den
flexographischen Druck wurde abgeschält. In diesem Fall wurde die
Deckfolie leicht abgeschält und die Abschirmschicht für
Nichtinfrarotstrahlung wurde vollständig auf die photoempfindliche
Harzschicht übertragen. Außerdem waren die Kontraktions- und
Expansionseigenschaften gut und selbst wenn das Element gebogen
wurde, konnte auf der Oberfläche keine Rißbildung beobachtet werden
und das Haftvermögen gegenüber der photoempfindlichen Harzschicht
war gut.
-
Dieses Element wurde der Aufzeichnung mit einem Laser unterworfen
und unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 4 zur Ausbildung
eines Reliefs belichtet und danach mit einem der in Beispiel 1
gezeigten Losungsmittel A bis E entwickelt. Die Entwicklung war bei
allen Losungsmitteln innerhalb von drei die sieben Minuten beendet,
wobei ein gutes Reliefbild, das frei von Entwicklungsrückständen
oder dergleichen war, erhalten wurde.