DE69805263T2 - Vorrichtung zum Verteilen von Schlackenpulver und Stranggiessanlage mit einer derartigen Verteilungsvorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen von Schlackenpulver und Stranggiessanlage mit einer derartigen VerteilungsvorrichtungInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verteilen von Schlackenpulver über die Oberfläche eines in einer Stranggießkokille aufgenommenen Metallschmelzbads jener Art, die folgendes umfaßt:
- - ein Pulveraufnahmeelement, das von einer Pulverzuführvorrichtung versorgt werden kann und ein erstes Ende nahe des Bads enthält, das sich im wesentlichen bis zur Lotrechten einer mit dem Bad in Kontakt stehenden Wand der Kokille erstreckt und an einem allgemein horizontalen Aufnahmebereich eine Pulverdosis aufnehmen kann; und
- - Mittel zur Verteilung von Pulver, die die Pulverdosis über der Oberfläche des Bads in einer im wesentlichen horizontalen Richtung ausstoßen können.
- Bei Stranggießanlagen wird die Metallschmelze auf bekannte Weise mittels eines Rohrs aus feuerfestem Material, der sogenannten "Düse", die mitten in ein in der Kokille aufgenommenes Metallschmelzbad taucht, in eine Kokille gegossen. Eine Schicht aus flüssiger Schlacke wird auf der Oberfläche dieses Bads aufgebracht, um das Metall vor Oxidation zu schützen. Diese Schicht wird allmählich zwischen dem in der Kokille sinkenden Metall und ihren Seitenwänden mitgeführt, wodurch die Schmierung der Oberflächen gegenüber der Kokille und dem Metallstrang im Verlauf des Erstarrens gewährleistet wird.
- Es ist jedoch erforderlich, diese Schlackenschicht regelmäßig auszutauschen, indem man ein geeignetes Pulver in die Kokille schüttet. Aus der FR-A-2 463 397 sind Mittel zur Zuführung und Verteilung eines Schlackenpulvers über die Oberfläche des Bads bekannt.
- Diese Mittel umfassen einen Trichter zur Aufnahme des Pulvers, dessen unteres Ende in einem Rohr mündet, in dem sich eine Förderschnecke dreht. Dieses Rohr gestattet durch seinen unteren Teil die Zuführung des Schlackenpulvers zu mehreren Verteilvorrichtungen. Jede davon enthält eine kegelstumpfförmige Tasche, die zu einem in Richtung eines bestimmten Bereichs der Badoberfläche ausgerichteten Mundstück führt. Jedem Mundstück ist eine axiale Druckluftdüse zugeordnet, die die Zuführung des in der kegelstumpfförmigen Tasche enthaltenen Pulvers auf die Oberfläche des Metallschmelzbads gestattet.
- Diese Verteilvorrichtung weist jedoch einen Nachteil auf, der damit zusammenhängt, dass sie nicht jede Schlackenpulverart auf zufriedenstellende Weise verteilen kann. Es ist nämlich bekannt, dass es verschiedene Pulversorten gibt, von denen einige körnig sind und ein gutes Selbstverteilungsvermögen besitzen, während andere als feinpulverig bezeichnet werden und ein schwaches Selbstverteilungsvermögen besitzen.
- Wenn nun die kegelstumpfförmige Tasche einer Verteilvorrichtung mit einem feinpulverigen Pulver gefüllt ist, gewährleistet letztere nur eine im wesentlichen punktförmige Verteilung, so dass eine große Anzahl von Verteilvorrichtungen vorgesehen werden muß, um die ganze Oberfläche des Metallschmelzbads zufriedenstellend zu bedecken. Ein anderer Nachteil dieser bekannten Verteilvorrichtung besteht darin, dass ein geschlossener Rezirkulationskreis vorgesehen werden muß. Wenn dies nicht der Fall ist, wird nämlich die das Pulver mitführende Förderschnecke beim Füllen der Taschen blockiert.
- Außer der Komplexität und den Kosten, die mit dem Vorsehen dieses Zirkulationskreises verbunden sind, wirkt letzterer dahingehend, das dort zirkulierende Pulver allmählich zu zerkleinern, so dass ein anfangs körniges Pulver nach und nach eine feinpulverige Struktur aufweist, was, wie oben erläutert, die Qualität seiner Verteilung beeinträchtigt.
- Des weiteren ist aus der FR-A-2 421 015 eine Vorrichtung zur Verteilung von Schlackenpulver über die Oberfläche eines Metallschmelzbads bekannt, die einen durch einen Boden geschlossenen Pulverbehälter enthält. Der den Aufnahmebereich für das Pulver bildende Boden ist allgemein horizontal und erstreckt sich bis zur Lotrechten einer Wand der Kokille. Dieser Boden läßt ein in einer unteren Kammer festgehaltenes Gas durch. Nach Vermischen des Pulvers mit dem Gas wird das Pulver in eine im wesentlichen horizontale Richtung über der Kokille pneumatisch ausgestoßen.
- Jedoch weist auch diese bekannte Lösung gewisse Nachteile auf. Da Luft in einen Bereich gespritzt wird, in dem in der Schmelze befindliches Metall vorhanden ist, führt dies zu einer großen Gefahr einer Metalloxidation. Des weiteren bewirkt dieses pneumatische Einspritzen ein Verstreuen der im Pulver vorhandenen feinsten Staubteilchen, was Ablagerungen auf der ganzen Stranggießanlage in die Wege leitet und sich als sehr unangenehm für die sich in der Nähe dieser Anlage aufhaltenden Bediener erweist. Schließlich ist es erforderlich, vollkommen wasserfreie Luft zu verwenden, was entweder den Einsatz von das Wasser zurückhaltenden Filtern oder von die Kondensation dieses Wassers gestattenden Einrichtungen erforderlich macht. Beide Fälle erweisen sich in wirtschaftlicher Hinsicht als nachteilig.
- Die Erfindung möchte die ganzen obenerwähnten Nachteile des Stands der Technik überwinden.
- Dazu hat sie eine Verteilvorrichtung der obengenannten Art zum Gegenstand, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verteilungsmittel ein in einer Verschiebungsrichtung zwischen einer bezüglich des Bads zurückgezogenen Stellung und einer bezüglich des Bads vorgerückten Stellung bewegliches Schabglied umfassen, welches eine Schubfläche enthält, die die Pulverdosis während ihrer Verschiebung zwischen der zurückgezogenen und vorgerückten Stellung ausstoßen kann.
- Die erfindungsgemäße Verteilvorrichtung gestattet das Erreichen der obengenannten Ziele. Sie gewährleistet eine gute Verteilung des Schlackenpulvers über die gesamte Badoberfläche, wie dies anhand der nachfolgenden Beschreibung erläutert wird. Des weiteren kann das Volumen der an den Aufnahmebereich gelieferten Dosis in Abhängigkeit von der Pulvermenge an den Zuführmitteln und der Zeitdauer, während der das Pulver von diesen Zuführmitteln bis zum Aufnahmebereich geliefert wird, vollkommen bekannt sein. Schließlich ist es nicht erforderlich, eine Rezirkulation des Pulvers vorzusehen, insoweit als nach seinem Ausstoßen der Aufnahmebereich frei ist und eine neue Pulverdosis aufnehmen kann.
- Da ein mechanisches Glied eingesetzt wird, werden die im Pulver vorhandenen feinen Staubteilchen beim Ausstoßvorgang nicht verstreut, wodurch eine homogene Verteilung des Pulvers gewährleistet wird. Des weiteren gestattet die Verwendung eines mechanischen Glieds die Durchführung einer "trockenen" Verteilung des Pulvers, wodurch alle mit dem Stand der Technik verbundenen Luftfeuchtigkeitsprobleme vermieden werden. Schließlich gestattet der Einsatz dieses mechanischen Glieds die Vermeidung jeglicher Oxidation des sich in der Schmelze befindenden Metalls.
- Gemäß einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung kann die Schubfläche während der Verschiebung des Schabglieds zwischen der vorgerückten und der zurückgezogenen Stellung so angehoben werden, dass sie von dem Pulveraufnahmeelement entfernt ist.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung kann die Schubfläche während der Verschiebung des Schabglieds zwischen seiner vorgerückten und seiner zurückgezogenen Stellung um eine horizontale Achse schwenken und kommt während seiner Verschiebung zwischen seiner zurückgezogenen und seiner vorgerückten Stellung an mindestens einem Vorsprung des Schabglieds zur Anlage.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung umfaßt die Vorrichtung mindestens eine laterale Fläche zum Festhalten des Pulvers während der Verschiebung des Schabglieds zwischen seiner zurückgezogenen und seiner vorgerückten Stellung.
- Dadurch kann jeglicher Pulververlust in einer senkrecht zur Verschiebungsrichtung des Schabglieds verlaufenden Richtung vermieden werden. Diese Haltefläche kann entweder mit dem Schabglied oder mit dem Pulveraufnahmeelement fest verbunden sein.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung ist das Schabglied mit Mitteln zur homogenen Verteilung des Pulvers über den Pulveraufnahmebereich versehen. Somit ist der Vorgang des Ausstoßens dieser Dosis zuverlässig und gestattet eine zufriedenstellende Verteilung des Pulvers über die Badfläche. Diese Mittel zur homogenen Verteilung können ein von der Nähe der Schubfläche in Badrichtung vorragendes Bugteil umfassen.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung weist das Schabglied einen im wesentlichen senkrecht zur Verschiebungsrichtung des Schabglieds angeordneten und die Schubfläche bildenden Steg und zwei sich an beiden Seiten des Stegs in Badrichtung erstreckende und jeweils eine laterale Haltefläche bildende Schenkel auf. Bei dieser Ausführungsform weist das Schabglied, von oben gesehen, zum Beispiel die Form eines U oder eines U mit geneigten Schenkeln auf.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung ist jeder Schenkel an seinem distalen Ende durch eine Ablenkvorrichtung verlängert, die gleichzeitig in dem Steg entgegengesetzter Richtung und in Richtung des gegenüberliegenden Schenkels vorragt. Durch das Vorsehen dieser Ablenkvorrichtungen wird eine zufriedenstellende Pulververteilung über die gesamte Badoberfläche, insbesondere auf Seite der Düse gegenüber der Verteilvorrichtung, gewährleistet.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung gleitet das Schabglied zwischen zwei parallelen Rändern, mit denen das Pulveraufnahmeelement versehen ist.
- Wenn das Schabglied zwei parallele Schenkel aufweist, gestatten dieser Ränder die Führung des Schabglieds bei seiner Verschiebung. Wenn das Schabglied nur eine Schubfläche aufweist, erfüllen diese parallelen Ränder eine Führungsfunktion und bilden weiterhin eine laterale Fläche zum Festhalten des Pulvers während seines Ausstoßens.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung umfaßt die Vorrichtung eine Haube, die in zurückgezogener Stellung des Schabglieds mindestens den Pulveraufnahmebereich bedeckt, wobei die Haube mit mindestens einer Öffnung zum Durchlaß von Pulver von der Pulverzuführvorrichtung versehen ist. Durch das Vorsehen dieser Haube wird eine Begrenzung der Pulververluste bei seinem Ausschütten aus der Zuführvorrichtung durch Schwerkraft gestattet.
- Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Stranggießanlage mit einer Kokille, die ein Aufnahmevolumen für ein Metallschmelzbad definiert, einer Düse zur Zuführung von Metallschmelze, Schlackenpulverzuführmitteln und Mitteln zum Verteilen dieses Pulvers über die Oberfläche des Metallschmelzbads, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verteilen des Schlackenpulvers mindestens eine Vorrichtung nach der obigen Beschreibung umfaßt.
- Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung umfassen die Schlackenpulverzuführmittel Mittel zur homogenen Verteilung der Pulverdosis über den Aufnahmebereich jeder Pulververteilvorrichtung.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung umfassen die Mittel zur homogenen Verteilung mindestens einen Diffusor, der in der Pulverströmungsbahn angeordnet ist und sich in Richtung des Aufnahmebereichs so aufweitet, dass mindestens zwei getrennte Pulverströme auf beiden Seiten der Verschiebungsachse des Schabglieds gebildet werden.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung umfaßt die Anlage mindestens ein Paar von Verteilvorrichtungen nach der obigen Beschreibung, wobei jedes Vorrichtungspaar auf beiden Seiten der Düse einander gegenüber angeordnet ist.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung umfaßt die Anlage Mittel, die die Verschiebung der Zuführmittel und der Verteilungsmittel des Pulvers gewährleisten. Insbesondere können die Pulverzuführ- und -verteilungsmittel an einem Schlitten angebracht sein, der parallel zum Rand der Kokille zirkuliert, um bei Kokillen großer Breite die Pulververteilung an mehreren Stellen zu gestatten.
- Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung sind die Pulverzuführmittel mit Heizmitteln für das Pulver versehen. Insbesondere gestatten diese Heizmittel das Pulver auf eine Temperatur von ca. 300 bis 400ºC zu bringen, so dass sich das Pulver leichter in Schlacke umwandelt, wodurch eine zufriedenstellende Schmierung der Kokillen mit kleinem Querschnitt gewährleistet wird.
- Die Erfindung wird unten unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die lediglich beispielhaft und nicht einschränkend gegeben werden; es zeigen darin:
- - Fig. 1 eine Schnittansicht, die eine Stranggießkokille schematisch dargestellt, welche mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verteilen von Schlackenpulver versehen ist;
- - Fig. 2 eine perspektivische schematische Ansicht, die die in Fig. 1 dargestellte Kokille darstellt;
- - Fig. 3 eine Ansicht analog zu Fig. 2, die eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilvorrichtung darstellt;
- - Fig. 4 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, die eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verteilvorrichtung darstellt;
- - Fig. 5A und 5B perspektivische Ansichten, die die Verteilvorrichtung gemäß Fig. 4 nach der Montage in der zurückgezogenen bzw. vorgerückten Stellung des Schabglieds darstellen, und
- - Fig. 6A und 6B sind Längsschnitte der Fig. 5A und 5B.
- In Fig. 1 ist eine Knüppelstranggießkokille dargestellt, die in ihrer Gesamtheit mit der Bezugszahl 2 bezeichnet wird und von der man annimmt, dass sie einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Diese Kokille weist Innenwände 4 und Außenwände 6 auf, zwischen denen eine Kammer 7 definiert ist, in der das Kühlwasser zirkuliert. Die Erfindung findet auch Anwendung bei Vorblockstranggießkokillen.
- Eine mit einer nicht dargestellten Wanne in Verbindung gebrachte Düse 8 gestattet die Zuführung der Metallschmelze, von der man annimmt, dass sie aus Stahl ist, in die Kokille. Die aus feuerfestem Material hergestellte Düse 8 mündet in einem Metallschmelzbad 10, das in Kontakt mit den lateralen Innenwänden 4 der Kokille 2 steht.
- Das Metall erstarrt auf bekannte Weise bei Kontakt mit den gekühlten Wänden der Kokille unter Bildung eines Strangs, den man mittels nicht dargestellten geeigneten Rollen vom unteren Ende der Kokille kontinuierlich abzieht. Eine Schlackenschicht 12 wird auf der oberen Fläche des Bads 10 aufgebracht, um letzteres vor Oxidation zu schützen. Die Schlacke, die zum Beispiel aus leicht schmelzbarem Silikatglas besteht, wird durch Kapillarwirkung nach und nach nach unten gezogen und bildet dabei einen Schmierfilm, der die Abwärtsbewegung des erstarrten Strangs erleichtert und den Verschleiß der lateralen Innenwände 4 der Kokille vermindert.
- Die Schlackenschicht 12 muß allerdings regelmäßig erneuert werden. Dazu umfaßt die Stranggießanlage eine Vorrichtung 14 zum Zuführen von Schlackenpulver sowie eine Vorrichtung 16 zum Verteilen dieses Pulvers über die Oberfläche des Metallschmelzbads 10.
- Die Zuführvorrichtung 14 umfaßt einen mit Schlackenpulver versorgten Trichter 18. Das untere Ende des Trichters 18 steht mit dem sich in Richtung des Bads 10 erstreckenden Rohr 20 in Verbindung, in dem eine von einem Motor 24 angetriebene Förderschnecke 22 angeordnet ist. Das dem Trichter 18 gegenüberliegende Ende des Rohrs 20 umfaßt ein Mundstück 26 zum Ausschütten des Pulvers. Dieses Mundstück 26 ist auf beiden Seiten der Längsachse des Rohrs 20 aufgeweitet. Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, umfaßt die Verteilvorrichtung 16 eine im wesentlichen horizontale Platte 30, die ein Element zur Aufnahme des Schlackenpulvers bildet. Das am nächsten zum Bad 10 liegende Ende 32 der Platte fluchtet im wesentlichen mit der lateralen Innenwand 4B der Kokille 2. Ein Schabglied 34, das durch ein im wesentlichen die Form eines U aufweisendes Profil gebildet wird, ist an der Oberseite der Platte 30 angeordnet. Dieses Profil 34 besteht aus einem im wesentlichen parallel zur Wand 4B verlaufenden Steg 36, der durch zwei sich horizontal in Richtung des Bads 10 erstreckende Schenkel 38 verlängert ist. Jeder Schenkel 38 ist an seinem distalen Ende mit einer Ablenkvorrichtung 40 versehen, die gleichzeitig in der dem Steg 36 entgegengesetzten Richtung und in Richtung des gegenüberliegenden Schenkels vorragt.
- Der Steg 36 ist an seiner den Schenkeln 38 gegenüberliegenden Seite mit der Stange 42 eines Druckluftzylinders 44 fest verbunden. Das Profil 34 ist somit in der im wesentlichen senkrecht zu seinem Steg 36 verlaufenden Richtung D zwischen einer bezüglich des Bads zurückgezogenen Stellung und bezüglich des Bads vorgerückten Stellung beweglich. In der in Fig. 1 als Vollinie gezeigten zurückgezogenen Stellung begrenzt das Schabglied mit seinem Steg 36, seinen Schenkeln 38 und dem Ende 32 der Platte 30 einen Aufnahmebereich 46 für das vom Mundstück 26 stammende Pulver.
- Die vorgerückte Stellung des Profils 34 ist in Fig. 1 in dünner strichpunktierter Linie und in Fig. 2 als Vollinie gezeigt. In dieser Stellung fluchtet die am nächsten zu den Schenkeln 38 liegende Seite 36A im wesentlichen mit dem Ende 32 der Platte 30.
- Nunmehr wird der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verteilen von Schlackenpulver unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschrieben. Wenn der Trichter 18 mit Pulver gefüllt ist, gestattet der sich drehende Motor 24 die Zufuhr dieses Pulvers an das Mundstück 26, mit dem das Rohr 20 versehen ist.
- Dann wird das Pulver durch Schwerkraft in den Aufnahmebereich 46 der Platte 30 geschüttet.
- Dann kann das so angesammelte Volumen der Pulverdosis 48 bei Kenntnis der Pulvermenge am Mundstück 26 und der Zeitdauer, während der dieses Pulver ausgeschüttet wird, leicht bestimmt werden. Wenn die Dosis 48 das erforderliche Volumen aufweist, kann die Bewegung der Schnecke 22 angehalten werden.
- Wenn es erforderlich ist, die Oberfläche des Metallschmelzbads 10 mit Schlackenpulver zu versorgen, wirkt der Zylinder 44 so auf die Stange 42 ein, dass das Profil 34 sich bis in seine in Figur in dünner strichpunktierter Linie dargestellte vorgerückte Stellung bewegt und die Pulverdosis 48 ausgestoßen wird. Dieser Vorgang kann entweder manuell von einem Bediener oder gemäß einem vorbestimmten festgelegten Arbeitstakt oder auch infolge einer von einem Sensor gelieferten Anzeige, gemäß der die Pulverhöhe auf der Badoberfläche ungenügend ist, ausgelöst werden.
- Während dieses Ausstoßvorgangs bildet der Steg 36 des Profils 34 eine Schubfläche für die Pulverdosis 48, während seine Schenkel 38 dieses Pulver seitlich festhalten können.
- Das Ausstoßen des Schlackenpulvers mittels des Profils 34 gewährleistet eine homogene Verteilung dieses Pulvers auf der Oberfläche des Bads 10. Dabei versteht sich, dass die sich die Geschwindigkeiten des horizontalen Ausstoßens der verschiedenen die Dosis 46 bildenden Pulverteilchen von der Platte 30 aus untereinander unterscheiden.
- Somit werden die anfangs gegenüber dem Steg 36 des Profils 34 angeordneten Pulverteilchen mit einer relativ geringen Geschwindigkeit ausgestoßen und der Badoberfläche in der Nähe der Wand 4B neben der Verteilvorrichtung 16 zugeführt, wie durch den Pfeil F&sub1; gezeigt. Die anfangs in der Nähe des Stegs 36 angeordneten Pulverteilchen werden hingegen mit einer deutlich größeren Geschwindigkeit ausgestoßen und in der Nähe der Wand 4A gegenüber der Verteilvorrichtung 16 verteilt, wie durch den Pfeil F&sub2; gezeigt. Schließlich folgen die anfangs in der Mitte des Bereichs 46 angeordneten Pulverteilchen einer durch den Pfeil F&sub3; dargestellten Zwischenbahn. Die Geschwindigkeit, mit der das Profil 34 translatorisch angetrieben wird, muß so eingestellt werden, dass die den größten Abstand zurücklegenden Pulverteilchen in der Nähe der Wand 4A mit der Oberfläche des Bads 10 in Kontakt treten.
- Angenommen, die Breite der Kokille beträgt ca. 320 mm, wird somit die Pulverdosis 48 ausgestoßen, wenn sie ein Volumen von 400 cm³ erreicht. Die Geschwindigkeit des Schabglieds beträgt 0,3 m/s und sein Hub 150 mm.
- Wenn die Kokille eine Breite von 180 mm aufweist, stößt man die Pulverdosis 48 aus, wenn sie ein Volumen von 160 cm³ erreicht. Die Geschwindigkeit des Schabglieds beträgt 0,4 m/s und sein Hub 110 mm.
- Durch das Vorsehen der Ablenkvorrichtungen 40 kann die Verteilung des Schlackenpulvers im Bereich 50 der sich gegenüber der Platte 30 befindenden Badoberfläche gewährleistet werden.
- Nach dem Ausstoßen der Dosis 48 wirkt der Zylinder 44 so auf die Stange 42 ein, dass das Profil 34 wieder in seine zurückgezogene Stellung zurückkehrt. Dann wird der Aufnahmefläche 46 der Platte 30 eine neue Pulverdosis zugeführt, und man wiederholt den oben beschriebenen Ausstoßvorgang.
- Es kann eine zu der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Verteilvorrichtung 16 analoge Verteilvorrichtung hinzugefügt werden. Diese zusätzliche Vorrichtung, die in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist, ist gegenüber der Vorrichtung 16 und bezüglich der Düse 8 symmetrisch zu ihr angeordnet. Die beiden so hergestellten Verteilvorrichtungen können das aufeinanderfolgende Ausstoßen von Pulverdosen gewährleisten.
- Des weiteren können bei einem Metallschmelzbad mit größeren Abmessungen mehrere Verteilvorrichtungspaare nebeneinander vorgesehen werden.
- Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform der Verteilvorrichtung gemäß der Erfindung. Diese letztere wird mit der Bezugszahl 116 bezeichnet und enthält eine Platte 130, die sich im wesentlichen gemäß der Verschiebungsachse A des Schabglieds erstreckende Seitenränder 132 aufweist. Das Schabglied enthält ein vertikales Blatt 134, das sich im wesentlichen senkrecht zur Achse A erstreckt.
- Dieses Blatt 134 kann unter Wirkung der Stange 142 eines nicht dargestellten Zylinders auf analoge Weise zum Schabprofil 30 zwischen der bezüglich des Bads zurückgezogenen und vorgerückten Stellung bewegt werden, um die Pulverdosis über der Badoberfläche auszustoßen. Das Blatt 134, das für das Pulver während seines Ausstoßens eine Schubfläche bildet, ist mit einem durch eine tetraedisch ausgebildete Nase 148 gebildetes Bugteil versehen, das von der gegenüber der Stange 142 liegenden Fläche des Blatts vorragt. Diese Nase gewährleistet eine bessere Verteilung der dem Aufnahmebereich 146 zugeführten Pulverdosis.
- Der Betrieb dieser in Fig. 3 beschriebenen Verteilvorrichtung ist analog zu dem der in den Fig. 1 und 2 beschriebenen Vorrichtung 16. Es sei darauf hingewiesen, dass die Seitenränder 132 der Platte 130 bei der Verschiebung des Blatts 134 zwischen seiner zurückgezogenen und seiner vorgerückten Stellung gleichzeitig eine Führungsfunktion für dieses Blatt und eine Seitenhaltefunktion für das Pulver erfüllen.
- In Fig. 4 wird eine dritte Ausführungsform der Verteilvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Diese letztere wird in ihrer Gesamtheit mit der Bezugszahl 216 bezeichnet und weist ein Pulveraufnahmeelement 230 auf, das durch eine Platte gebildet wird, die einen mittleren Buckel 231 enthält, auf dessen beiden Seiten sich zwei seitliche Gleitflächen 231A erstrecken. Dieses Aufnahmeelement weist weiterhin Seitenränder 232 auf.
- Die Verteilvorrichtung 216 enthält des weiteren ein Schabglied, das in seiner Gesamtheit durch die Bezugszahl 234 bezeichnet wird. Dieses letztere umfaßt einen Grundkörper 235, der, von oben gesehen, allgemein die Form eines U aufweist. Dieser Grundkörper 235 ist mit seitlichen Schenkeln 238 versehen, die durch Ablenkvorrichtungen 240 abgeschlossen werden, welche analog zu den in den Fig. 1 und 2 dargestellten 40 sind. Jeder Schenkel 238 ist mit einem unteren Rand 238A versehen, der sich in Richtung des gegenüberliegenden Schenkels erstreckt. Des weiteren ist an der Oberseite jedes dieser Ränder 238A ein Vorsprung 238B vorgesehen. Weiterhin ist die Oberseite 235A des Grundkörpers 235 teilweise geschlossen und weist in der Nähe der Ablenkvorrichtungen 240 einen U-förmigen Absatz 235B auf, der das Pulver durchlassen soll.
- Eine Klappe 236 ist um eine durch seine Oberseite 236A verlaufende Achse B schwenkbar an den Schenkeln 238 des Grundkörpers 235 im Bereich von dessen Öffnungen 238C angebracht. Die Klappe 236 ist mittels eines Querträgers 244, der mit an der Klappe 236 vorgesehenen Bügeln 245 zusammenwirkt, an der Stange 242 eines nicht dargestellten Zylinders angelenkt. Die Klappe weist an ihrem unteren Ende 236B ein Profil auf, das gleichzeitig dem Buckel 231 und den Gleitflächen 231A des Aufnahmeelements 230 entspricht, so dass es auf der Oberseite dieses letzteren gleiten kann. Diese Klappe 236 besteht aus einer Pulverschubfläche, wie im folgenden erläutert wird.
- Ein Bugteil 248 ist an der Oberseite 235A des Grundkörpers 235 befestigt. Dieses Bugteil weist zwei bezüglich der Längsachse des Schabglieds symmetrische Flächen 248A auf, die gleichzeitig in Richtung des Aufnahmeelements 230 und in Richtung der Ablenkvorrichtungen 240, das heißt im Betrieb in Richtung des Metallschmelzbads, vorragen.
- Das Schabglied 234 soll durch eine obere Haube 249 in Form eines U bedeckt werden, dessen Schenkel 249A an den Rändern 232 des Aufnahmeelements 230 befestigt sind. Diese Haube ist mit einer im wesentlichen rechteckigen Öffnung 249B versehen, wodurch der Durchlaß des Pulvers von der Zuführvorrichtung aus gewährleistet wird.
- Diese Zuführvorrichtung, die in ihrer Gesamtheit durch die Bezugszahl 214 bezeichnet wird, enthält auf analoge Weise zu der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung 14 ein Rohr 220, in dem eine nicht dargestellte Förderschnecke angeordnet ist. Dieses Rohr ist mittels Beschlägen 221 an der Haube 249 befestigt. An seinem dem Motor zur Betätigung der Schnecke gegenüberliegenden Ende ist es mit einem Mundstück 226 versehen, das das Ausschütten des Pulvers auf das Aufnahmeelement 230 gewährleistet. Dieses Mundstück 226 ist mit einem Diffusor 228 versehen, der durch einen Einzug seiner Wände gebildet wird und eine Teilung des aus dem Rohr 220 stammenden Pulverstroms in zwei getrennte Ströme entlang den auf beiden Seiten des Diffusors 228 angeordneten Durchgängen 228A und 228B und somit der Verschiebungsachse A des Schabglieds 234 gestattet. Diese Anordnung gewährleistet eine homogene Verteilung des Pulvers am Aufnahmeelement 230.
- Auf analoge Weise zu der in den Fig. 1 bis 3 beschriebenen Vorrichtung ist das Schabglied 234 zwischen einer in den Fig. 5A und 6A dargestellten zurückgezogenen und einer in den Fig. 5B und 6B dargestellten vorgerückten Stellung beweglich.
- In der zurückgezogenen Stellung des Schabglieds fluchtet das Vorderende der Schenkel 238 im wesentlichen mit dem Vorderende des Aufnahmeelements 230. In der Regel befindet sich das Vorderende im Betrieb neben dem Bad. Das durch die Förderschnecke transportierte Schlackenpulver wird am Mundstück 226 entlang den darin gebildeten Durchgängen 228A, 228B ausgeschüttet. Die symmetrischen Flächen 248A des Bugteils gewährleisten eine gute Verteilung des Pulvers gleichzeitig über den mittleren Buckel 231 und die Gleitflächen 231A des Aufnahmeelements, die einen Pulveraufnahmebereich 246 bilden.
- Nach dem Ausschütten dieser Pulverdosis wird das Schabglied mittels der Stange 242 des Zylinders in Bewegung gesetzt. Da diese Stange an der Klappe 236 angelenkt ist, wird diese letztere, wie insbesondere in Fig. 6B gezeigt, nach vorne mitgeführt und stößt an die Vorsprünge 238B an. Es besteht somit eine vollkommene Komplementarität der Formen zwischen der Oberseite des Aufnahmeelements 230 und der Unterseite der Klappe 236, wenn das Schabglied nach vorne verschoben wird, so dass der Pulververlust stark vermindert ist.
- In der vorgerückten Stellung des Schabglieds fluchtet die Klappe 236 im wesentlichen mit dem Vorderende des Aufnahmeelements 230. Nach dem Ausstoßen des Pulvers wirkt die Stange 242 so auf die Klappe 236 ein, dass das Schabglied 234 in seine zurückgezogene Stellung verschoben wird. Wie insbesondere in Fig. 6A gezeigt, neigt die Klappe 236 bei dieser Verschiebung dazu, unter der Wirkung der durch die Stange 242 ausgeübten Zugkraft nach hinten angehoben zu werden, so dass die Restpulververluste bei der Rückkehr des Schabglieds begrenzt werden. Nachdem dieses in seine zurückgezogene Stellung zurückgekehrt ist, kann dem Aufnahmebereich 246 eine zusätzliche Pulverdosis zugeführt werden, sobald dies von dem Benutzer gewünscht wird, und diese kann dann unter der Wirkung des Schabglieds 234 ausgestoßen werden.
Claims (13)
1. Vorrichtung (16; 116; 216) zum Verteilen von
Schlackenpulver über die Oberfläche eines in einer
Stranggießkokille (2) aufgenommenen Metallschmelzbads (10)
jener Art, die folgendes umfaßt:
- ein Pulveraufnahmeelement (30; 130; 230), das von einer
Pulverzuführvorrichtung (14; 214) versorgt werden kann
und ein erstes Ende (32) nahe des Bads (10) enthält,
das sich im wesentlichen bis zur Lotrechten einer mit
dem Bad in Kontakt stehenden Wand (4B) der Kokille (2)
erstreckt und an einem allgemein horizontalen
Aufnahmebereich (46; 146; 246) eine Pulverdosis (48)
aufnehmen kann; und
- Mittel (34; 134; 234) zur Verteilung von Pulver, die
die Pulverdosis (48) über der Oberfläche des Bads (10)
in einer im wesentlichen horizontalen Richtung
ausstoßen können,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungsmittel ein in
einer Verschiebungsrichtung zwischen einer bezüglich des
Bads zurückgezogenen Stellung und einer bezüglich des Bads
(10) vorgerückten Stellung bewegliches Schabglied (34;
134; 234) umfassen, welches eine Schubfläche (36; 236)
enthält, die die Pulverdosis während ihrer Verschiebung
zwischen der zurückgezogenen und vorgerückten Stellung
ausstoßen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schubfläche (236) während der Verschiebung des
Schabglieds (234) zwischen der vorgerückten und der
zurückgezogenen Stellung so angehoben werden kann, dass
sie von dem Pulveraufnahmebereich (246) entfernt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schubfläche (236) während der Verschiebung des
Schabglieds (234) zwischen seiner vorgerückten und seiner
zurückgezogenen Stellung um eine horizontale Achse
schwenken kann und während seiner Verschiebung zwischen
seiner zurückgezogenen und seiner vorgerückten Stellung an
mindestens einem Vorsprung (238B) des Schabglieds (234)
zur Anlage kommt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass sie mindestens eine laterale Fläche
(38; 132; 238) zum Festhalten des Pulvers während der
Verschiebung des Schabgliedes (34; 134; 234) zwischen
seiner zurückgezogenen und seiner vorgerückten Stellung
umfaßt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schabglied (134) mit Mitteln (148; 248) zur homogenen
Verteilung des Pulvers über den Pulveraufnahmebereich ·
(146; 246) versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur homogenen Verteilung ein von der Nähe der
Schubfläche (134; 236) in Badrichtung vorragendes Bugteil
(148; 248) umfassen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schabglied (34) einen im
wesentlichen senkrecht zur Verschiebungsrichtung des
Schabglieds angeordneten und die Schubfläche bildenden
Steg (36) und zwei sich an beiden Seiten des Stegs (36) in
Badrichtung erstreckende und jeweils eine Haltefläche
bildende Schenkel (38) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Schenkel (38) an seinem distalen Ende durch eine
Ablenkvorrichtung (40) verlängert ist, die gleichzeitig in
dem Steg (36) entgegengesetzter Richtung und in Richtung
des gegenüberliegenden Schenkels vorragt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schabglied (134) zwischen
zwei parallelen Rändern (132) gleitet, mit denen das
Pulveraufnahmeelement (130) versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Haube (249) umfaßt,
die in zurückgezogener Stellung des Schabglieds mindestens
den Pulveraufnahmebereich (246) bedeckt, wobei die Haube
mit mindestens einer Öffnung (249B) zum Durchlaß von
Pulver von der Pulverzuführvorrichtung (214) versehen ist.
11. Stranggießanlage mit einer Kokille (2), die ein
Aufnahmevolumen für ein Metallschmelzbad (10) definiert,
einer Düse (8) zur Zuführung von Metallschmelze,
Schlackenpulverzuführmitteln (14; 214) und Mitteln (16;
116; 216) zum Verteilen von Schlackenpulver über die
Oberfläche des Metallschmelzbads, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Verteilen des Schlackenpulvers
mindestens eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10 umfassen.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schlackenpulverzuführmittel (214) Mittel (228) zur
homogenen Verteilung der Pulverdosis über den
Aufnahmebereich (246) jeder Pulververteilvorrichtung (216)
umfassen.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Mittel zur homogenen Verteilung mindestens einen Diffusor
(228) umfassen, der in der Pulverströmungsbahn angeordnet
ist und sich in Richtung des Aufnahmebereichs (246) so
aufweitet, dass mindestens zwei getrennte Pulverströme auf
beiden Seiten der Verschiebungsachse (A) des Schabglieds
gebildet werden.
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