DE697668C - Geschlossene Rohrsicherung, insbesondere fuer Hochspannung, mit einem oder mehreren ersetzbaren Schmelzleitern - Google Patents

Geschlossene Rohrsicherung, insbesondere fuer Hochspannung, mit einem oder mehreren ersetzbaren Schmelzleitern

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DE697668C DE1938S0133934 DES0133934D DE697668C DE 697668 C DE697668 C DE 697668C DE 1938S0133934 DE1938S0133934 DE 1938S0133934 DE S0133934 D DES0133934 D DE S0133934D DE 697668 C DE697668 C DE 697668C
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Adolf Wodicka
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Siemens Corp
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/18Hardening; Quenching with or without subsequent tempering
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/143Electrical contacts; Fastening fusible members to such contacts
    • H01H85/157Ferrule-end contacts

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Description

  • Geschlossene Rohrsicherung, insbesondere für Hochspannung, mit einem oder mehreren ersetzbaren Schmelzleitern Es ist bekannt, die Rohre von geschlossenen Sicherungen, insbesondere von Hochspannungssicherungen, deren in ein pulverförmiges Löschmittel einsgebettete Schmelzleiter durch das Ansprechen zerstört oder sonst beschädigt sind, für den gleichen Zweck wieder verwendbar zu- machen, indem die Innenteile durch neue ersetzt werden. Infolge der Empfindlichkeit , der meist sehr dünnen, schraubenförmig gewundenen und daher federnden Schmelzleiter und infolge der Schwierigkeiten bei ihrer Einsetzung und Befestigung sowie bei der Einfüllung des Löschpulvers mußte die Wiederherstellung gewöhnlich in der Herstellungsfabrik selbst vorgenommen werden. Zweck der Erfindung ist es, die Wiederinstandsetzung einer solchen Rohrsicherung außerhalb der Herstellungsfabrik, etwa -am Verwendungsort, zu ermöglichen und leicht zu machen. Dazu dient nicht allein eine besondere Ausbildung der Sicherung selbst, derart, daß der beim Ansprechen zerstörte Schmelzleiter leicht ersetzbar ist, sondern es kann dazu auch die Schaffung einfacher Vorrichtungen aus Gegenständen, die entweder überall leicht zu haben sind oder ihrer Natur nach sowieso am Ort der Wiederherstellung vorhanden sein müssen, einen nützlichen Beitrag liefern und ferner die Schaffungvon Behältern zur Verschickung, Aufbewah= rung und Mitnahme der zur' Wiederinstandsetzung erforderlichen Ersatzteile, insbesondere neuer Schmelzleiter und eines pulverförmigen Löschmittels. Die Gestaltung solcher Vorrichtungen und Behälter ist natürlich von der besonderen, durch die Bauart der Siche,-rung bedingten Gestalt und Ausbildung der Schmelzleiter und sonstigen Ersatzteile weitgehend abhängig und somit erst durch- diese bedingt. . Die Erfindung besteht darin, daß die unter eigener Federspannung frei ausgespannten Schmelzleiter an ihren beiden Enden mit den eine Einfüllöffnung für das Löschmittel frei' lassenden Anschlußstücken der Rohrsichertürg, durch eine lösbare und ohne Drehung dem Schmelzleiters herstellbare metallische Verw. bindung, vorzugsweise eine Klemm- oder Keilverbindung, gleichzeitig mechanisch und elektrisch verbunden sind.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nebst Zubehör dargestellt. Fi.g. i zeigt im Schnitt eine Sicherung, die gerade mit einem pulverförmigen. Löschmittel gefüllt wird, Fig. 2 ihre eigentlichen Verbindungsteile in der Draufsicht und Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung des einen Endes der Sicherung.
  • Die Fig. q. bis 7 zeigen Ersatzschmelzleiter in verschiedenen Zuständen sowie Zubehörteile. Die Darstellung des unteren Teiles von Fig. 4. ist dabei zugunsten der Einschiebung von Fig. 3 unterbrochen. Gleiche Teile sind in sämtlichen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Auf beiden Enden des Isolierrohres i i, das aus keramischem Werkstoff oder zur besseren Beobachtung der Vorgänge beim Einsetzen der Schmelzleiter aus durchsichtigem Stoff, z. B. Glas, oder aber zur Erleichterung der Lichtbogenlöschung aus gasabgebenden Stoffen bestehen kann, befinden sich die metallenen Anschlußkappen 12, die die leitende Verbindung mit entsprechend ausgebildeten, in der Zeichnung nicht dargestellten festen Anschlußklemmen vermitteln. Die Stirnseite der Kappen ist eingedrückt und gemäß Fig. z mit einer großen. kreisförmigen Au-s.sparung versehen, durch die ein Schmelzleiter bequem hindurchgefädelt werden kann, und mit einer Reihe von kleineren, ebenfalls kreisförmigen Aussparungen, die mit der großen durch einen Schlitz in Verbindung stehen und zur Aufnahme der .Schmelzleiterenden bestimmt sind. Es kann natürlich auch eine besondere, von der Kappe getrennte Aufhängeplatte vorgesehen sein, doch ist dann für eine besondere gut leitende Verbindung zwischen Kappe und Aufhängeplatte Sorge zu tragen. In vorliegendem Falle ist diese ohne weiteres mit Sicherheit vorhanden, da die Platte mit der Kappe aus einem Stück besteht. Diese Ausbildung wirkt sich besonders vorteilhaft aus, wenn auch die Verbindung des Schmelzleiters mit der Aufhängeplatte so ausgeführt ist, daß eine besondere elektrisch leitende Überbrükkung der Verbindungsstelle entbehrlich ist, dann bedarf es nämlich in der ganzen Sicherung überhauptkeinerÜberbrückungselemente. Je einfacher auf diese Weise der Aufbau der Sicherung gehalten ist, um so größer ist gleichzeitig ihre Betriebssicherheit.
  • Der Schmelzleiter 14 besitzt Lockenform, d. h. er ist in einer Schraubenlinie gewickelt, wodurch er wie eine Schraubenfeder eine gewisse Eigenspannung besitzt, wenn er auseinandergezogen wird. Dasselbe läßt sich auch durch Anordnung in wellen- oder zickzackförmigen Windungen erzielen. Ein besonderer starrer Sch:melzleiterträger fehlt an der fertigen Sicherung. An den Enden jedes Schmelzleiters sind kleine Nippel 15 unlösbar befestigt, beispielsweise durch Lötung oder Schweißung oder, wie Fig.3 zeigt, durch Einklemmen des zu diesem Zweck verdrillten Endes des Schmelzleiters 1q.. Das Gewicht des Nippels soll nur so groß sein, daß die Gefahr, daß der Schmelzleiter bei freier Aufhängung bis zu seiner Elastizitätsgrenze auseinandergezogen wird, mit Sicherheit ausgeschlossen ist. Am einfachsten wird das dadurch erreicht, daß der Nippel hohl ausgebildet ist. Das hat die weiteren Vorteile, daß die feste Verbindung mit dem Schmelzleiter durch einfaches Zusammenquetschen des unteren Teiles des Nippels hergestellt werden kann und daß ferner der Nippel nachgiebig ist .gegenüber dem ihn aufnehmenden anderen Verbindungsteil, nämlich der mit Aussparungen versehenen Aufhängeplatte an der Kappe 12. So wird eine bleibende Verformung der letzteren vermieden, die unerwünscht wäre, weil die Aufhängeplatte bei der Instandsetzung beibehalten und nicht mit ausgewechselt werden soll. Die Form eines Kreiskegels oder Kegelstumpfes ist für den Nippel r5 vorteilhaft, weil sie leicht herstellbar ist, ebenso wie die ihn aufnehmende kreisförmige Aussparung der Aufhängeplatte. Ein Bund am breiteren Ende des Nippels 15, durch Umbördelung'entstanden, begrenzt den Eingriffsweg der Keilverbindung und verhindert, daß etwa der Nippel 15 durch die ihn aufnehmende Aussparung in der .Aufhängeplatte vollends hindurchschlüpfen kann. Wegen des Bundes könnte zier Nippel auch zyliaiderförmig ausgebildet sein. Es läge darin keine Keilverbindung vor, sondern man könnte von einer Art Bajonettverschlnß sprechen. Hierbei müßte aber für eine gut leitende elektrische Verbindung entweder durch einen besonderen Überbrückungsleiter gesorgt werden oder dadurch, claß ein Anpressungsdruck auf den oberen Rand des Nippels ausgeübt wird, der diesen gegen die Aufhängeplatte drückt, z. B. mit Hilfe einer oder mehrerer Druckfedern oder federnder Bleche, .die an .einem äußeren Verschlußdeckel für die Kappe 12 befestigt sein könnten. Durch die kegelförmige Ausbildung eines zier Verbindungsteile dagegen entsteht der erforderliche Kontaktdruck ohne weiteres. Es empfiehlt sich, die Lockerung oder Lösung der Keilverbindung durch eine mechanische Sicherungsvorrichtung zu verhindern. Als solche wirkt. beim Ausführungsbeispiel :der Deckel 13, der das Ende.des Sicherungsrohres vollkqnimen dicht verschließt, ,nachdem :er in die Einsenkung an der Stirnseite der Kappe 12 fest hineingedrückt ist. Der Deckel 13 lcänn lediglich durch Reibung gehalten sein. Besonders festen Halt hat er, wenn seine ringförmige ,Sitzfläche ebenso wie :die entsprechende Fläche im zurückspringenden Stirnteil der Kappe 12, wie Fig. 3 erkennen läßt, nach der dem ' Inneren des :Sicherungsrohres zugekehrten Seite hin etwas konisch erweitert ist. Obwohl hierbei der größte Durchmesser .des Deckeleinsatzes größer ist als die lichte Weite der Kappe am äußersten Kappenrand, läßt sich der Deckel dennoch einsetzen., indem er vorübergehend federnd nachgibt. .
  • Soll eine Sicherung nach dem Ansprechen odersonstiger Beschädigung ihrer Innenteile wieder instand gesetzt werden, so sind :zunächst die beiden Verschlußdeckel13 abzunehmen, dazu wird lediglich ein Schraubenzieher 3.o benutzt, dessen unteres Ende in Tig. 3 angedeutet ist und der :als eines der am häufigsten verwendeten Handwerkzeuge überall vorhanden zu :sein pflegt. Danach werden auf ,gleiche Weise die Nippel 15 der ..zerstörteil Schmelzdrähte entfernt; die alte Füllung mit den Resten der Schmelzleiter kann durch die Aussparungen in .den Stirnseiten der Kappen hindurch .ausgeschüttet werden, nachdem sie beispielsweise ,mittels des .durch die gleichen.Ö$nungen eingeführten Schraubenziehers aufgelockert und etwa an den Wänden des Rohres oder in den Ecken =des Innenraumes hängengebliebenen Reste abgekratzt sind. Nun ist die Sicherung zur Aufnahme der neuen Ers.atzschmelzleiter bereit.
  • Das Einsetzen derErsätzschmelzleiter .kann im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren-ohne einen. starren Schmelzleiterträger lediglich mit Hilfe der Schwerkraft vorgenommen werden, indem der :etwa in der Form nach Fig. q. hergestellte Schmelzleiter in das senkrecht aufgestellte Sicherungsrohr von oben :her :eingefädelt wird. - Das -obere Ende des Schmelzleiters 1q. wird mit der Hand .erfa-ßt, Sam unteren Ende wird zur besseren Führung ein Faden, ein Kettchen, eine Schnur o. dgl. -angehängt. Nach Fig.4 ist ein Faden 22 zu diesem Zweck oben -mit einem Haken 21 versehen, dessen oberer Teil um den kegelförmigen Nippel 15 in Form eines offenen Ringes herumgreift und .über den Abschlußbund des Nippels zu liegen kommt, so daß .er gegen die Gefahr gesichert ist, an vorstehenden Teilen im Innern der Sicherung, :insbesondere an .einem'der bereits :eingesetzten Schmelzleiter, -hängenzubleiben. Statt des Greifers kann natürlich auch eine Schlinge vorgesehen sein,-insbesondere wenn das Ende des Nippels etwa hakenähnlich ausgebildet ist. Am unteren Ende des Fadens 22 hängt ein G.ewichtchen 23 in Gestalt einer Kugel, beispielsweise eine Perle aus Glas o. d91. Ihr Gewicht hältdie Schmelzleiterlocke beim Einfädeln lotrecht, ohne sie wesentlich auseinanderzuziehen. Die Kugel :kann beim Durchfädeln, durch das Sicherungsrohr so leicht nicht irgendwo im Innern hängenbleiben. Der-Faden soll mindestens so lang sein, daß sein unteres Ende mit der Perle uhten aus dem Sicherungsrohr herausschaut, wenn sich der Haken n.21 noch oberhalb der-oberen Anfhängeplatte befindet. Die Führung beim Einfädeln :des :Schmelzdrahtes kann-dann bequem mit der .anderen Hand unterstützt werden, indem diese die Perle führt. Ist der Schmelzdraht weit genug herabgelassen., durch den Verbindungsschlitz in -eine der kleineren Aussparungen der oberen Aufhängeplatte hineingeführt und sein Anschlußnippel lose hineingesetzt und leicht festgedrückt, so wird durch Zug.an der -Einfädelschnur 22 die Schmelzleiter locke- bis .etwa auf -die in Fig: ,5 dargestellte Länge :auseizianderge@ogen, das unten herauskommende Ende am 1#ippel erfaßt, von dem Halten 2i befreit, in die entsprechende kleinere Aussparung der unteren Aufhängeplatte eingeführt und dieser untere Nippel dann ebenfalls leicht hineingedrückt. Dann ist der Schmelzleiter im Rohrinnern frei ausgespannt.
  • In diesem Zustande sollen die Abstände .zwischen den einzelnen. Windungen der vorn Schmelzleiter gebildeten Schratnben-, Wellen-oder Zickzacklinie, d. h. also die Ganghöhen, für sämtliche .SchmeWeiterteile Bannähernd ;gleich sein. Der ,Schmelzleiter kann,, wie gezeichnet, aus Teilen verschiedenen _Querschnitte s bestehen. Der -mittlere Teil besitzt hier beispielsweise einen kleineren Querschnitt, damit er --bei Abschaltung verhältnismäßig kleiner Überströme dicht oberhalb des Grenzstromes zuerst und auf einmal abschmilzt. Er ist so lang, daß die durch ihn geschaffene Unterbrechungsstrecke zur Unterbrechung eines derartigen Überstromes gerade ausreicht. Der Querschnitt der .anschließenden Teile ist :stärker,, -so daß bei größerem Abschaltstrom der Lichtbogen durch Wegbrennen. weiterer Teile des Schmelzleiters die .zu seiner Unterbrechung erforderliche Trennstrecke selbst schafft. Statt verschiedener Quexächnitte rönnen sinngemä,ß.auchverschiedene Werkstoffe für die einzelnen Teile verwendet werden. In :den vorbezeichneten Fällen ist die Dehnung der verschiedenen Teile der Schmelzleiterlocke bei gleicher Dehnungskraft verschieden groß. Würde nun der ganze Schmelzleiter bei der Herstellung mit durchweg gleicher Steigung angefertigt sein, so würden seine einzelnen Teile in ausgespanntem Zustand verschiedene Ganghöhen aufweisen. Die Windungsabstände sollen aber bei dem in- der gebrauchsfertigen Sicherung befindlichen Schmelzleiter, wie oben erwähnt, überall annähernd gleich sein. Die Windungsabstände der schwächeren Leiterteile können um ein Geringes größer sein, da der Lichtbogen an ihnen zuerst entsteht und bei großem Abschaltstrom an ihnen länger brennt als an den stärkeren - Schmelzleiterteilen. Letztere können daher etwas geringere Windungsabstände aufweisen, da der Lichtbogen an ihnen kürzere Zeit besteht und infolgedessen weniger Löschmittel, verbraucht wird als an den schwächeren Sch.melzleiterteilen. Bei der Herstellung des Schmelzleiters muß nun von vornherein darauf Rücksicht genommen, werden, daß er nach dein Einsetzen in die Sicherung in gebrauchsfertigem Zustande überall die gewünschten Windungsabstände hat. Der Schmelzleiter ist z. B. etwa so zu wickeln; wie es in Fig. q. dargestellt ist, die den Schmelzleiter in fast völlig entspanntem Zustande zeigt. Hier sind die Windungen der stärkeren Schmelzleiterteile oben und unten so weit voneinander gewickelt, daß sie schon annähernd die für den Endzustand in der gebrauchsfertigen Sicherung vorbestimmte Ganghöhe haben. Die Windungen des schwächeren Schmelzleiterteiles in der Mitte sind dicht nebeneinander gewickelt und ziehen sich beim Ausspannen des Schmelzleiters zum Einsetzen in die Sicherung auf die vorgeschriebene Ganghöhe auseinander.
  • Nachdem sämtliche Schmelzleiter in der vorbeschriebenen Weise eingesetzt sind, wird das eine Ende des Sicherungsrohres mit dem Deckel 13 verschlossen. Dazu ist .ein Werkzeug nicht erforderlich. Das Rohr mit dem von Hand lose aufgesetzten Deckel kann beispielsweise mit beiden. Händen erfaßt und gegen eine Wand, Tischplatte o. dgl. gepreßt werden. Dabei wird gleichzeitig die Keilverbindung vervollständigt, indem die Nippel 15 durch den Deckel 13 vollends in ihre in Fig. i unten und in Fig. 3 gezeichnete Endlage gedrückt. werden. Damit wird ein. fester Sitz der Nippel 15 in der Aufhängeplatte herbeigeführt und ein guter Stromübergang gesichert.
  • Soll zur Erleichterung der Lichtbogenlösehung ein pulverförmiges oder flüssiges Löchmittel angewendet werden, so empfiehlt es sich, so viel, wie zur Füllung einer Sicherung erforderlich ist, oder sicherheitshalber ein wenig mehr in einem Behälter entsprechender Größe zum Versand zu bringen oder aufzubewahren, der so ausgebildet ist, daß er gleichzeitig als Vorrichtung zur Erleichterung des Einfüllens verwendbar ist. Nach Fig. z ist der beispielsweise aus Pappe bestehende Behälter 17 für das Ersatzfüllmittel 16 rohrförmig ausgebildet, derart, daß seine lichte Weite gleich dem äußeren Durchmesser der Sicherungskappe i2 ist. Dann paßt das eine Ende des Behälterrohres mundstückartig auf das Ende des Sicherungsrohres und schließt dieses dicht ab. Es wird zum Einfüllen so weit über dieses geschoben, daß eine festsitzende tragende Verbindung zwischen Behälter und Sicherungsrohr entsteht und besondere Halter somit entbehrlich sind. Das Mundstück des Behälters 17 ist gegen dessen Innenraum durch einen Deckel ig abgeschlossen, der ebenfalls aus Pappe sein kann und in der Mitte eine Aussparung besitzt, die zunächst mit einem Papierblättchen 2o verklebt ist, bevor das Ersatzfüllmittel durch das andere Ende nach Abnahme des Deckels 18 in den Behälter hineingetan wird. Im Versand-und Aufbewahrungszustand ist dann der Behälter allseitig vollkommen geschlossen.
  • Zum Füllen der Sicherung wird das Papierblättchen 2o z. B. mit dem vorher benutzten Schraubenzieher 3o durchstoßen, wobei diese Seite des Behälters 17 zunächst nach oben gehalten wird, damit nicht das Füllmittel sofort herausläuft. Die Sicherung mit den eingesetzten Schmelzleitern 1q., die an einem Ende mit einem Deckel 13 verschlossen ist, wird mit dem anderen, noch offenen Ende in das Mundstück des Behälters 17 von oben her hineingeschoben. Dabei muß die in Fig. 2 sichtbare große Aussparung der Sicherungskappe 12 senkrecht über die Aussparung im Deckel ig zu liegen kommen. Bei zentrischer Anordnung beider Öffnungen ist dies ohne weiteres der Fall, bei anderer Anordnung müssen entsprechende Führungseinrichtungen vorgesehen sein, die das Zusammensetzen der Fülleinrichtung mit dem- Sicherungsrohr nur in der richtigen gegenseitigen Stellung gestatten und Sicherheit gegen ein gegenseitiges Verdrehen bieten. Nun wird die ganze Anordnung herumgeschwenkt, so daß das Sicherungsrohr unten und der Füllmittelbehälter oben ist, wie Fig. i zeigt. Dann rieselt das Füllmittel 16 allmählich in die Sicherung hinein, wobei es einen Schüttkegel bildet. Durch ständiges leises Rütteln am Sicherungsrohr kann ein hinreichend festes Ineinandergleiten der einzelnen Füllmittelkörner erzielt werden, so daß nicht zu befürchten ist, daß es sich noch nachträglich setzt und etwa während des Betriebes im Laufe der Zeit am oberen Ende der Schmelzleiter ein Luftraum entsteht, wodurch die Wärmeabfuhr an diesen Stellen verschlechtert und die Charakteristik der Sicherung in unerwünschtem Maße- verändert werden -könnte. Bei dieser Art der Füllung werden die vorher eingesetzten Innenteile sorgsam geschont und nachträgliche Verlagerungen der Schmelzleiter vermieden. Die Leiter behalten vielmehr die gleiche Lage, die sie im frei ausgespannten Zustande vor Einfüllung des Löschmittels hatten, auch in der gefüllten Sicherung praktisch bei. Das ist wichtig, weil die Abstände im Innern der Sicherung dann nicht größer bemessen zu werden brauchen, als es mit Rücksicht auf die Gefahr der gegenseitigen Beeinträchtigung der beim Abschmelzvorgang entstehenden Schmelzraupen und mit Rücksicht auf die Gefährdung des Sicherungsrohres durch die Lichtbogenhitze unbedingt erforderlich ist. Nach Einfüllung des Löschmittels wird der zweite Deckel 13 in dergleichen Weise, wie. oben beschrieben, auf, gesetzt. Die Sicherung ist damit vollständig geschlossen und wiederum gebrauchsfertig.
  • Zum Versand und zur Aufbewahrung der firsatzschrrielzleiter dient z. B. eine Schachtel, deren Unterteil in Fig. 6 zu sehen ist. Ein rechteckiger - flächer Kasten aus Sperrholz, Pappe, Kunstpreßstöff o. dgl. besitzt an den Schmalseiten Einsätze 25, die nach Fig. 7 in gleicher Weise wie die Aufhängeplatte nach Fig.2 mit kreisförmigen Aussparungen zur Aufnahme der Befestigungsnippel 15 versehen sind, wobei der Schmelzdraht durch einen Schlitz in die Aussparung eingeführt werden kann. Die beiden Einsätze 25 sind in einer solchen Entfernung voneinander im Kasten 24 befestigt, daß die versandfertig eingelegten Schmelzleiter 1q. eine gewisse mechanische Vorspannung besitzen, die j edoch geringer ist als die Spannung, die sie nach dem Einsetzen der Sicherung im, gebrauchsfertigen Zustand haben. Zwischenwände 28 verhindern die gegenseitige Berührung der Schmelzleiter beim Verpacken. U-förmige Einsätze 26 und 27, die leicht herausgenommen werden können, sichern die Nippel gegen unbeabsichtigte Lockerung oder Lösung in gleicher Weise wie die Verschlußdeckel 13 es an der gebrauchsfertigen Sicherung tun. In dem frei bleibenden Raum an den Schmalseiten der Schachtel 24 kann die zum Einfädeln benutzte Schnur 22 mit Haken, 21 und Perle 23 untergebracht sein, damit sie im Bedarfsfalle stets gleichzeitig mit dem Ersätzschmelzleiter zur Hand ist.

Claims (1)

  1. PATI;NTANSPRÜCi1E: i. Geschlossene Rohrsicherung, insbesondere für Hochspannung, mit einem oder mehreren ersetzbaren Schmelzlei. tern, die in federnd gewundener Form in ein pulverförmiges Löschmittel eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die unter eigener Federspannung. frei ausgespannten Schmelzleiter an ihren beiden Enden mit den eine Einfüllöffnung für das Löschmittel frei lassenden Anschlußstücken der Rohrsicherung durch .eine lösbare und ohne Drehung des Schmelzleiters herstellbare metallische Verbindung, vorzugsweise eine Klemm- oder Keilverbindung, gleichzeitig mechanisch und elektrisch verbunden sind. ' 2. Siche@urig nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß der eine Teil der Keilverbindung mit der Anschlußkappe der Sicherung aus einem Stück besteht. 3. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,. daß einer derbeidenineinandergreifenden Verbindungsteile am Schmelzleiter befestigt ist und ein kleineres Gewicht hat, als es zur Überwindung der Federspannung des Schmelzleiters bis zur Erreichung der Elastizitätsgrenze erforderlich wäre. q.. Sicherung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der am Schmelzleiter befestigte und mit diesem zusammen auswechselbare Teil- der Klemm- oder Keilverbindung nachgiebig gegenüber dem ihn aufnehmenden Gegenstück ist, .das nicht auszuwechseln ist. 5. Sicherung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der am Schmelzleiter befestigte Teil der Keilverbindung die Form eines Kreiskegels oder Kegelstumpfes hat und in eine-kreisrunde Aussparung einer am Ende des Sicherungsrohres angebrachten Aufhängeplatte paßt. 6. Sicherung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der am Sehtnelzleiter befestigte Verbindungsteil hohl ist. 7. Sicherung nach. Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise verdrillte Ende des Schmelzleiters in äas zusammengequetschte Ende des hohlen Verbindungsteiles eingeklemmt ist. B. Sicherung nach Anspruch i,' dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffweg der Klemm- oder Keilverbindung durch einen Anschlag -begrenzt ist. g. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzlicher Deckel zum Verschließen des Sicherungsrohres und seine Halteteile so ausgebildet sind, daß durch das Einsetzen des Deckels die Verbindung der Schmelzleiterenden mit den Anschlußstücken vervollständigt wird. io. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Schmelzleiterehden mit'den Anschlußstükken durch einen zusätzlichen Abschlußdeckel des Sicherungsrohres gegen unbeabsichtigte Lockerung gesichert ist. i i. Vorrichtung zum Einsetzen eines Schmelzleiters in die Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter beim Einfädeln in das Sicherungsrohr ohne Zuhilfenahme eines Schmelzleiterträgers lediglich durch die Schwerkraft einer am unteren Schmelzleiterende befestigten Masse geführt wird. 1z. Vorrichtung nach Anspruch i i, gekennzeichnet durch einen Faden, der am unteren Ende ein Gewicht trägt und am oberen Ende mit einem Greifer zum Erfassen des unteren Schmelzleiterendes versehen ist. 13. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufhängeplatte an jedem Ende des Rohrkörpers angeordnet und mit einer großen Öffnung versehen ist, durch die der Schmelzleiter samt der Vorrichtung bequem hindurchgeführt werden kann und von der aus eine kleinere, zur Aufnahme des am Schmelzleiter befestigten Verbindungsteiles bestimmte Aussparung durch einen Schlitz zugänglich ist. 14.. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper mindestens teilweise aus durchsichtigem Stoff besteht. 15. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die verschieden große Ouerschnitte aufweisenden SchmeIzleiterteile mit derart verschiedener Vorspannung hergestellt sind, daß sie nach dem Einsetzen etwa gleiche Ganghöhe aufweisen. i6. Behälter für Ersatzschtnelzleiter zur Sicherung nach Anspruch i. gekennzeichnet durch in gleicher Weise wie die Verbindungsteile des Rohrkörpers ausgebildete, jedoch in geringerem Abstand als diese voneinander angeordnete Einsatzstücke, zwischen denen der Schmelzleiter frei ausgespannt werden kann. 17. Behälter für Ersatzfüllmittel zum Füllen der Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter gleichzeitig als Einfüllvorrichtung ausgebildet ist. 18. Behälter nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch ein rohrförmiges Mundstück, das dicht abschließend auf das eine Ende des Sicherungsrohres paßt und so weit über dieses geschoben werden kann, daß der Behälter vom Rohrkörper sicher getragen wird, und umgekehrt. i9. Behälter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsquerschnitt für das Füllmittel verengt ist durch einen das "Iundstück gegen den Innenraum des Behälters abschließenden Deckel mit einer Aussparung, die beim Zusammenpassen von Behälter und Sicherung zwangsläufig gegenüber der vom Anschlußstück frei gelassenen Einfüllöffnung zu liegen kommt.
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