DE697462C - Anordnung von Massen in Flugzeugleitwerken - Google Patents
Anordnung von Massen in FlugzeugleitwerkenInfo
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- DE697462C DE697462C DE1937H0151898 DEH0151898D DE697462C DE 697462 C DE697462 C DE 697462C DE 1937H0151898 DE1937H0151898 DE 1937H0151898 DE H0151898 D DEH0151898 D DE H0151898D DE 697462 C DE697462 C DE 697462C
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- masses
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- aircraft tail
- tail units
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C9/00—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders
- B64C9/30—Balancing hinged surfaces, e.g. dynamically
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
In fast allen Flugunfällen durch Schwingungen bei Flugzeugen konnte man feststellen, daß
schwingungstechnisch ungünstig gebaute Ruder der Hauptgrund für das Zustandekommen der
Schwingungen gewesen sind. Es stellen sich dabei unter dem Einfluß der Luftkräfte nach dem
Prinzip des kleinsten Zwanges bestimmte Phasenwinkel der Ruderschwingung gegenüber der
Flügel- bzw. Flossenschwingung ein, die es gestatten, daß laufend Energie aus dem Luftstrom
auf das Flügelsystem übertragen wird. Die Ruder wirken nach Art einer selbsttätigen
Steuerung bei der Energieübertragung. Diese Wirkung zu beseitigen, ist also die Hauptaufgäbe
bei der Herstellung der Schwingungssicherheit.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde bisher der Weg beschriften, durch statischen Ausgleich,
d. h. Verlegung des Ruderschwerpunktes in die Ruderachse und andere Maßnahmen, wie
Dämpfung der Ruderschwingung, jede Eigenschwingung des Ruders zu vermeiden. Dieses
Verfahren hatte jedoch verschiedene Nachteile, nämlich die Konstruktion der Ruder wurde
schwerfällig, die Herstellung der Schwingungssicherheit erforderte erhebliche Gewichtsbe
lastungen der Maschinen, das Ruder verlor mehr oder weniger die Funktion eines Steuerungsgliedes beim Schwingungsvorgang usw.
Die vorliegende, obige Mängel -beseitigende Erfindung beruht auf der durch vergleichende
Rechnungen und Versuche gewonnenen Erkenntnis, daß es praktisch vorteilhafter ist, zur Herstellung
der Schwingungssicherheit im Gegensatz zum bisherigen Verfahren einen hinreichend
großen Unterausgleich für die Ruder von Flügeln und Leitwerken herzustellen, dadurch daß
schwingungshindernde Massen, die gegebenenfalls tragende Konstruktionselemente bilden,
in das der Hinterkante des Ruders benachbarte Drittel verlegt sind und der Ruderschwerpunkt
über 30 °/0 der Rudertiefe nach hinten liegt.
Demgemäß wird der Einfluß der Luftkräfte auf das Zustandekommen des für die Schwingungsanfachung
nötigen Phasenwinkels dadurch geschwächt, daß der Ruderschwerpunkt unter Verzicht auf die bisher verlangte Ausgleichsmasse
durch Anordnung von Massen in oder in der Nähe der Ruderhinterkante so weit nach
rückwärts verlegt wird; wie es der gewünschten kritischen Geschwindigkeit entspricht, wobei das
Maß der Schwerpunktrücklage durch an sich
bekannte Rechnungsmethoden für die Ermittlung der kritischen Geschwindigkeit festgestellt
wird.
Bei derernndungsgemäßen Ausführung eines*'
Ruders vermögen also die Luftkräfte in dem^für
das Luftfahrzeug zutreffenden Geschwindigkeitsbereich
nicht mehr den für die Anfachung gefährlicher Schwingungen nötigen Phasenwinkel
herbeizuführen/und es kommt daher nicht zu den angefachten Flügel- oder Leitwerksschwingungen. Schließlich ergibt sich noch der
Vorteil, daß für den Unterausgleich bereits ein von Natur aus gegebener günstiger Hebelarm im
Ruder selbst vorhanden ist, also nicht zusätzlich angebaut werden muß, während beim bisher
nötigen Ausgleich der Ruder immer besondere Hebelanordnungen erforderlich sind, die große
Flügelausschnitte bedingen und Flugwiderstand erzeugen.
In der Zeichnung ist in Abb. ι das bisherige, in
Abb. 2 das erfindungsgemäße Verfahren zur Verhütung von Flügelschwingungen schematisch
dargestellt.
In beiden Fällen ist an den Flügel f ein Querruder r angesetzt. Der statische Ausgleich wurde
bisher dadurch erzielt, daß das Ruder ran einem Hebelarm α eine Ausgleichsmasse m erhielt.
Meistens hat man in den vorderen Teil des Ruders, die Nase, Massen eingebaut, aber auch durch
Hebelarme, zum Teil sogar mit Übersetzungen, suchte man, um das Gewicht dieser Massen zu
verringern, die Ausgleichsmassen möglichst weit .nach vorn zu bringen. Man hat durch alle diese
Maßnahmen erreicht, daß der Schwerpunkt s des Ruders in die Drehachse desselben fiel.
■ Dagegen ist die erfindungsgemäße Ausführung
nach Abb. 2 wesentlich einfacher. Möglichst weit von der Drehachse entfernt, im dargestellten
Beispiel in der Hinterkante des Ruders, werden Massen eingelegt, so daß der Schwerpunkt
s weit hinter die Drehachse d zu liegen kommt. Man hat also nach der Erfindung nicht
nur ein unausgeglichenes, sondern ein stark, unterausgeglichenes Ruder.
Die praktischen Vorteile der Erfindung sind hauptsächlich, daß die Konstruktion des Ruders
viel einfacher und das Ruder selbst viel leichter wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung von Massen in Flugzeugrudern zur Vermeidung gefährlicher Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß schwingungshindernde Massen, die gegebenenfalls tragende Konstruktionselemente bilden, in das der Hinterkante des Ruders benachbarte Drittel verlegt sind undder Ruderschwerpunkt über 30 °/o der Rudertiefe nach hinten liegt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937H0151898 DE697462C (de) | 1937-06-08 | 1937-06-08 | Anordnung von Massen in Flugzeugleitwerken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937H0151898 DE697462C (de) | 1937-06-08 | 1937-06-08 | Anordnung von Massen in Flugzeugleitwerken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE697462C true DE697462C (de) | 1940-10-21 |
Family
ID=7181280
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937H0151898 Expired DE697462C (de) | 1937-06-08 | 1937-06-08 | Anordnung von Massen in Flugzeugleitwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE697462C (de) |
-
1937
- 1937-06-08 DE DE1937H0151898 patent/DE697462C/de not_active Expired
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