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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gebiet der
Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf eine entzündungshemmende Zusammensetzung,
die in einem natürlichen
Nahrungsmittel erzeugt wird. Die Erfindung bezieht sich speziell
auf eine entzündungshemmende
Eizusammensetzung, Verfahren zu deren Herstellung in im wesentlichen
und hochreinen Formen und Verfahren zu deren Verwendung bei der
Behandlung von Entzündungen.
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Entzündung, wie
in Dorland's Medical
Dictionary definiert, ist „eine
lokalisierte Schutzreaktion, bewirkt durch Verletzung oder Zerstörung von
Geweben, die dazu dient, sowohl das schädliche Mittel als auch das verletzte
Gewebe zu zerstören,
zu verdünnen
oder abzuteilen".
Sie ist durch Fenestration der Mikrogefäßanordnung, Eindringen der
Blutelemente in die Interstitialräume und Migration von Leukozyten
in das entzündete Gewebe
gekennzeichnet. Auf der makroskopischen Ebene ist dies normalerweise
von den familiären
klinischen Anzeichen von Erythem, Ödem, Hyperalgesie (Schwächlichkeit)
und Schmerz begleitet.
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Während dieser
komplexen Reaktion werden chemische Mediatoren, wie Histamin, 5-Hydroxytryptamin,
verschiedene chemotaktische Zusammensetzungen, Bradykinin, Leukotriene
und Prostaglandine lokal freigesetzt. Phagozyten migrieren in die
Fläche
und zelluläre
lysosomale Membranen können
aufgespaltet werden, was lytische Enzyme freisetzt. Alle diese Vorgänge können zu
der Entzündungsreaktion
beitragen.
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Die
Entzündung
bei Patienten mit Rheumatoidarthritis umfaßt wahrscheinlich die Kombination
eines Antigens mit einem Antikörperkomplement,
was die lokale Freisetzung von chemotaktischen und chemoaktivierenden
Zusammensetzungen verursacht, die die Leukozyten anziehen. Die Leukozyten
phagozytieren die Komplexe von Antigen-Antikörper und Komplement und setzen
ebenso die vielen Enzyme frei, die in ihren Lysosomen enthalten
sind. Diese lysosomalen Enzyme verursachen dann Verletzungen von
Knorpel- und anderen Geweben, und dies fördert den Grad der Entzündung. Zell-vermittelte
Immunreaktionen können
ebenso involviert sein. Prostaglandine, die intrazelluläre Schlüsselregulatoren
der zellulären
Funktion sind, werden ebenso während
dieses Prozesses freigesetzt.
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Die
Arthus-Reaktion ist eine Entzündungsreaktion,
die durch die Bildung von Immunkomplexen an subkutanen Stellen hervorgerufen
wird, wo ein Antigen mit dem Antikörper zu dem Antigen komplexiert.
Die Neutrophilen binden typischerweise an den Fc-Teil des Immunglobulinkomplexes,
der sich an der subkutanen Injektionsstelle bildet, wo sie Verdauungsenzyme
freisetzen, die sichtbare akute Entzündung verursachen. Daher ist
die Reaktion in erster Linie durch Neutrophile vermittelt, und Mittel,
die die Entwicklung der Reaktion bewirken, tun dies über einen
Einfluß auf
diese Zellen.
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Es
gibt mehrere Wege, durch die ein Mittel mit der Neutrophilenmigration
von den Blutgefäßen zu einer Entzündungsstelle
interferieren kann. Ein möglicher
Weg ist die Inhibierung der Margination, die reversible Adhäsion oder „Haften" von Entzündungszellen
an die Endothelzellen, die die Blutgefäßwand auskleiden. Diese Adhäsion wird
genau durch die Qualität
und Quantität
der Adhäsion
und Integrinmoleküle,
die als „Velcro" für weiße Blutzellen
und die Auskleidung der Blutgefäße dienen,
kontrolliert. In dem normalen Zustand haften etwa 50 % der Neutrophilen
reversibel, aber während
einer akuten Entzündungsreaktion
wird die Adhäsion
viel stärker
und ist ein Schlüsselschritt
in dem Verfahren der Neutrophilenmigration. Während Prostaglandine wahrscheinlich
nicht direkt in die chemotaktische Reaktion involviert sind, ist
ein anderes Stoffwechselprodukt von Arachidonsäure, Leukotrien, eine sehr
wirksame chemotaktische Substanz.
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Die
Entzündungsreaktion
ist jede Reaktion, die durch Entzündung gekennzeichnet ist, wie
oben definiert. Es ist dem Mediziner allgemein bekannt, daß die Entzündungsreaktion
einen Großteil
der physischen Unannehmlichkeiten verursacht (d. h. Schmerz und
Verlust der Funktion), die mit verschiedenen Krankheiten und Verletzungen
in Verbindung stehen. Folglich ist es eine übliche medizinische Praxis,
pharmakologische Mittel zu verabreichen, die die physischen Unannehmlichkeiten
der Entzündungsreaktion
verringern. Mittel mit diesen Eigenschaften werden als entzündungshemmend
klassifiziert. Entzündungshemmende
Arzneimittel werden für
die Behandlung eines breiten Spektrums von Störungen verwendet, und dieselben
Arzneimittel werden oftmals verwendet, um unterschiedliche Krankheiten
zu behandeln. Die Behandlung mit entzündungshemmenden Arzneimitteln
ist nicht für
die Krankheit, aber meistens für
die Symptome (d. h. Entzündung)
gedacht.
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Die
entzündungshemmenden,
analgetischen und antipyretischen Arzneimittel sind eine heterogene Gruppe
von Verbindungen, oftmals chemisch nicht verwandt, die trotzdem
bestimmte therapeutische Wirkungen und Nebenwirkungen teilen. Corticosteroide
stellen die am häufigsten
verwendete Klasse von Verbindungen für die Behandlung von Entzündungen
dar. Proteolytische Enzyme stellen eine andere Klasse von Verbindungen
dar, von denen angenommen wird, daß sie entzündungshemmende Wirkungen haben.
Hormone, die direkt oder indirekt dafür sorgen, daß die Nebennierenrinde
Steroide produziert und sekretiert, stellen eine andere Klasse von
entzündungshemmenden
Verbindungen dar.
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Leider
verursachen natürliche
und synthetische Corticosteroidpräparate eine Vielzahl von schweren Nebenwirkungen,
einschließlich
Erhöhung
des Blutdrucks, Salz- und Wasserretention, Nierenschäden und
erhöhte
Kalium- und Calciumexkretion. Außerdem können Corticosteroide die Anzeichen
der Infektion maskieren und die Dissemination von infektiösen Mikroorganismen
verstärken.
Diese Hormone werden für
die Verwendung bei schwangeren Frauen als nicht sicher betrachtet,
und die Langzeit-Corticosteroid-Behandlung ist mit Magenhyperaktivität und/oder
peptischen Geschwüren
verbunden gewesen. Die Behandlung mit Corticosteroiden kann ebenso
Diabetes mellitus verschlimmern, was höhere Dosierungen von Insulin
erfordert, und kann psychotische Störungen erzeugen. Hormonale
entzündungshemmende
Mittel, die indirekt die Produktion von endogenen Corticosteroiden
erhöhen,
haben dasselbe Potential für
nachteilige Nebenwirkungen.
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Eine
Vielzahl von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSARs) sind beschrieben
worden. Unter diesen sind die am häufigsten verwendeten die Salicylate.
Acetylsalicylsäure
oder Aspirin ist das am häufigsten
verschriebene analgetisch-antipyretische und entzündungshemmende
Mittel. Beispiele von steroidalen und nichtsteroidalen Antirheumatika
sind in Physician's
Desk Reference aufgelistet.
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Die
NSARs sind synthetische biochemische Verbindungen, die bei hohen
Dosierungen aufgrund eines breiten Spektrums an unerwünschten
Nebenwirkungen toxisch sein können.
Beispielsweise tragen Salicylate zu den ernsten säurebasierenden
Gleichgewichtsstörungen
bei, die für
Vergiftungen durch diese Klasse von Verbindungen charakteristisch
sind. Salicylate stimulieren die Respiration direkt und indirekt.
Toxische Dosen von Salicylaten verursachen zentrale Atemlähmung sowie
Kreislaufkollaps, bedingt durch vasomotorische Depression. Die Ingestion
von Salicylat kann zu Oberbauchleiden, Übelkeit und Erbrechen führen. Salicylat-induzierte
Magenblutung ist allgemein bekannt. Salicylate können Leberschädigung erzeugen
und die Gerinnungszeit verlängern.
Deshalb sollte Aspirin bei Patienten mit schweren Leberschäden, Hypoprothrombinämie, Vitamin-K-Mangel
oder Hämophilie
vermieden werden, da die Inhibierung der Blutplättchenhämostase durch Salicylate zu
Hämorrhagie
führen
kann. Salicylatvergiftung ist üblich
und es gibt über
10.000 Fälle
an ernsthafter Salicylatvergiftung in den Vereinigten Staaten jedes
Jahr, einige von ihnen tödlich
und viele bei Kindern. Siehe Goodman und Gilman's The Pharmacological Basis of Therapeutics,
7. Aufl., 1985.
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Folglich
besteht trotzt der großen
Anzahl an entzündungshemmenden
Mitteln, die derzeit verfügbar sind,
nach wie vor ein Bedarf an einem sicheren, wirksamen entzündungshemmenden
Produkt, das frei von Nebenwirkungen und nachteiligen Reaktionen
ist.
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Wenn
ein natürliches
Nahrungsmittelprodukt mit entzündungshemmenden
Wirkungen erhalten werden könnte,
würde es
eine leicht verabreichbare, ohne weiteres verfügbare und sichere therapeutische
Zusammensetzung bereitstellen.
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Stand der Technik:
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Von
Milch mit einer Vielzahl von therapeutischen Wirkungen ist berichtet
worden. US-Patent Nr. 4,324,782 offenbart eine Milch, enthaltend
Antikörper
für Streptococcus
mutans, welcher Zahnkaries-inhibierende Wirkungen aufweist. Die
Milch wird durch Immunisieren einer Kuh mit S.-mutans-Antigen in
zwei Phasen erhalten. US-Patent Nr. 4,284,623 offenbart Milch mit
entzündungshemmenden
Eigenschaften, US-Patent Nr. 4,879,110 offenbart Milch mit antihypertensiven
Eigenschaften. US-Patent Nr. 3,128,230 offenbart Milch, die Globuline
von alpha-, beta- und gamma-Komponenten enthält, erhalten durch Impfen einer
Kuh mit Antigengemischen. US-Patent Nr. 3,376,198, kanadisches Patent
587,849 und britisches Patent 1,211,876 beschreiben ebenso Antiköper-enthaltende
Milch. US-Patent Nr. 4,897,265 und US-Patent Nr. 4,636,384 (Reissue
Nr. 33,403) offenbaren ein Verfahren zum Verringern der Blutlipidkonzentrationen
durch Füttern
von Tieren mit Antikörperenthaltender
Milch, die von Kühen
stammt, die in einem hyperimmunem Zustand durch Injektionen von polyvalenten
bakteriellen Antigenen gehalten werden.
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EP-A-0727216
beschreibt die Herstellung von Sialinsäurederivaten und die Gegenwart
von Sialyloligosacchariden in Eigelb. Patent Abstracts of Japan,
Bd. 95, Nr. 8, 29. September 1995 beschreibt die Trennung oder Synthese
von Phospholipiden aus Eigelb.
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Verschiedene
Gattungen der Klasse Aves, wie Hühner
(Gallus domesticus), Truthähne
und Enten, erzeugen Antikörper
in Blut und Eiern gegen Antigene, die Vogelkrankheiten erzeugen,
sowie gegen andere Antigene. Beispielsweise haben LeBacq-Verheyden et al.
(Immunology 27: 683 (1974)) und Leslie, G. A., et al. (J. Med. 130:
1337 (1969)) quantitativ Immunglobuline des Huhns analysiert. Polson,
A., et al. (Immunological Communications 9: 495-514 (1980)) immunisierten
Hennen gegen mehrere Proteine und natürliche Gemische aus Proteinen
und detektierten IgY-Antikörper
in den Dottern der Eier. Fertel, R., et al. (Biochemical and Biophysical
Re search Communications 102: 1028-1033 (1981)) immunisierten Hennen
gegen Prostaglandine und detektierten Antikörper in dem Eigelb. Jensenius
et al. (Journal of Immunological Methods 46: 63-68 (1981)) stellen
ein Verfahren zum Isolieren von Eigelb-IgG zur Verwendung in Immunodiagnostika
bereit. Polson et al. (Immunological Communications 9: 475-493 (1980))
beschreiben Antikörper,
isoliert aus dem Dotter von Hennen, die mit einer Vielzahl von Pflanzenviren
immunisiert wurden.
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US-Patent
Nr. 4,357,272 offenbart die Isolation von Antikörpern aus den Dottern von Eiern,
abgeleitet von hyperimmunisierten Hennen. Die Hyperimmunisierung
wurde durch wiederholende Injektionen von Antigenen, abgeleitet
von Pflanzenviren, menschlichem IgG, Tetanusantitoxin, Schlangengegengift
und Serameba, bewirkt. US-Patent Nr. 4,550,019 offenbart die Isolierung
von Antikörpern
aus Eigelb, die in den Hennen durch Hyperimmunisierung mit Immunogenen
mit einem Molekular- oder
Teilchengewicht von mindestens 30.000 entstanden. Die Antigene,
die verwendet wurden, um die Hühner
zu hyperimmunisieren, wurden unter Pflanzenviren, menschlichen Immunglobulinen,
Tetanustoxin und Schlangengiften ausgewählt.
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Außerdem zeigten
eine Feldstudie und ein kontrollierter Infektionsversuch die Schutzwirkung
von Antikörper-Eigelb-Lyophilisat
und Immun-Vollei-Lyophilisat gegen enterotoxinbildende E. coli (Wiedermann
et al., J. Vet. Med. B. 38: 283-291 (1991)). Das oral verabreichte
Eigelbpulver, erhalten aus Hennen, die mit hitzegetöteten Antigenen
von K99-Fimbrien-tragenden enterotoxinbildenden E. coli geimpft
waren, schützte
neonatale Kälber
gegen E. coli-induzierte Diarrhö (Ikemori
et al., Am. J. Vet. Res. 53: 2005-2008 (1992)).
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Es
ist ebenso gezeigt worden, daß Anti-Rotavirus-IgY,
das Mäusen
verabreicht wurde, die mit Rotavirus infiziert waren, vollständigen Schutz
bereitstellt (Ebina et al., Microbiol. Immunol. 34: 617-629 (1990)).
Ferner wurde festgestellt, daß Eigelb,
enthaltend Anti-Edwardsiella tarda-Antikörper, Edwardsiellose beim japanischen
Aal wirksam verhindert (Gutierrez et al., J. Fish Diseases 16: 113-122
(1993)).
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US-Patent
Nr. 4,748,018 offenbart ein Verfahren der passiven Immunisierung
eines Säugers,
das das parenterale Verabreichen gereinigter Antikörper umfaßt, die
aus den Eiern eines Vogels, der gegen das entsprechende Antigen
immunisiert worden war, erhalten wurden, und wobei der Säuger eine
Geschichte in bezug auf den Verbrauch von Eiern aufweist. Die Erfindung,
die in US-Patent Nr. 4,748,018 offenbart ist, erstreckt sich auf
die Konzepte, die in US-Patent Nr. 4,748,018 offenbart sind, indem
die Verabreichung des Ei-Antikörpers
durch jeden geeigneten Weg, nicht nur parenteral, erfolgen kann.
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US-Anmeldung
Serien-Nr. 08/688,576, übertragen
auf DCV-Biologics, offenbart ein Verfahren zum Vorbeugen, Entgegenwirken
oder Verringern chronischer Magen-Darm-Erkrankungen oder durch nichtsteroidale
Antirheumatika induzierter (NSAR-induzierter)
Magen-Darm-Schäden
bei einem Patienten durch Verabreichen von hyperimmunisiertem Ei
und/oder Milch oder Fraktionen davon an den Patienten.
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Es
wurde in US-Patent Nr. 5,215,746 offenbart, daß Eier von Hühnern, die
gegen spezielle bakterielle Antigene immunisiert wurden, anti-atherosklerotische
Wirkungen bei Säugern
bereitstellen.
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Eier,
enthaltend Antikörper
für S.
mutans, wurden von Hühnern
erhalten, die mit S. mutans immunisiert wurden (Otake et al., J.
Dental Research 70: 162-166 (1991)) und inhibierten die Zahnkariesentwicklung.
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Keines
dieser Dokumente offenbart jedoch, daß Eier Zusammensetzungen) und/oder
Faktor(en) erzeugen können,
die Tieren verabreich werden können,
um Entzündungen
vorzubeugen oder zu verringern, oder läßt darauf schließen. Keines
offenbart oder läßt auf ein
Verfahren schließen,
das eine vernünftige
Erwartung bereitstellt, daß irgendeine
Behandlung eines Vogels eine solche Zusammensetzung und/oder Faktor
in Eiern produzieren könnte.
Keines der Dokumente offenbart oder läßt auf die Identität einer
entzündungshemmenden
Komponente von Eiern, die die gewünschten therapeutischen Wirkungen
erzeugen, schließen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung basiert auf der Entdeckung der Erfinder, daß es entzündungshemmende
Aktivität
in Ei und Eiprodukten gibt, und insbesondere in Eiprodukten, die
von hyperimmunisierten Vögeln
stammen, die, wenn an einen Patienten, insbesondere Säuger, verabreicht,
Entzündung
bei dem Patienten vorbeugen oder verringern.
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Die
Erfindung stellt eine entzündungshemmende
Zusammensetzung in hochreiner Form und ein Verfahren zu deren Herstellung
bereit, wobei die Zusammensetzung aus einem Ei eines Ei-produzierenden
Tieres durch ein Verfahren erhältlich
ist, umfassend
- (1) das Isolieren einer wasserlöslichen
Fraktion aus dem Vollei, Eigelb oder Eiweiß;
- (2) das Trennen eines Permeats mit weniger als 3000 Dalton von
der wasserlöslichen
Fraktion und
- (3) das Fraktionieren des Permeats mit weniger als 3000 Dalton,
um eine biologisch aktive Fraktion zu gewinnen.
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Insbesondere
ist die Erfindung auf eine hochreine entzündungshemmende Zusammensetzung
gerichtet, die aus den Eiern eines Vogels erhalten wird. Die entzündungshemmende
Aktivität
wurde in Fraktionen gefunden, die sowohl von Eigelb als auch Eiweiß isoliert
wurden.
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Die
Erfindung stellt eine entzündungshemmende
Zusammensetzung in hochreiner Form bereit, erhältlich in übernormalen Niveaus aus einem
Ei eines Ei-produzierenden Tiers, welches in einem hyperimmunisierten
Zustand gehalten wird, durch ein Verfahren, umfassend:
- (1) das Isolieren einer wasserlöslichen Fraktion aus dem Vollei,
Eigelb oder Eiweiß;
- (2) das Trennen eines Permeats mit weniger als 3000 Dalton von
der wasserlöslichen
Fraktion;
- (3) das Fraktionieren des Permeats mit weniger als 3000 Dalton,
um übernormale
Niveaus der entzündungshemmenden
Zusammensetzung zu gewinnen.
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Die
Erfindung ist ebenso auf eine hochreine entzündungshemmende Zusammensetzung
gerichtet, die durch ein Verfahren hergestellt wird, umfassend das
Hyperimmu nisieren eines Vogels durch Verabreichen eines oder mehrerer
Antigene und speziell bakterieller Antigene an den Vogel, Einsammeln
der Eier von den hyperimmunisierten Vögeln und Isolieren der hochreinen
entzündungshemmenden
Zusammensetzung daraus.
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Das
Hyperimmunisierungsverfahren erzeugt übernormale Niveaus einer hochreinen
entzündungshemmenden
Zusammensetzung aus einem Vogelei. Überraschenderweise kann das
Niveau der entzündungshemmenden
Zusammensetzung sowohl in Eigelb als auch Eiweiß durch das Verfahren der Hyperimmunisierung
erhöht
werden.
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Die
Erfindung beschreibt ebenso ein Verfahren zum Behandeln von Entzündungen
bei einem Patienten und speziell Säugern, umfassend das Verabreichen
der im wesentlichen reinen entzündungshemmenden Zusammensetzung
oder einer Zusammensetzung, die die im wesentlichen reine entzündungshemmende
Zusammensetzung umfaßt,
an den Patienten. Dieser Aspekt umfaßt das Verabreichen von entzündungshemmendem
Vollei und/oder Fraktionen davon.
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Die
Erfindung beschreibt außerdem
Verfahren zur Verwendung von Eiern, die die entzündungshemmende Zusammensetzung
und/oder den hochreinen entzündungshemmenden
Faktor selbst enthalten, um die Anlagerung von Lymphozyten und Neutrophilen
an das Endothel von kleinen Venen oder (das Ablösen von Lymphozyten und Neutrophilen,
die bereits an den Endothelzellen, die die Wände der kleinen Venen auskleiden,
haften) zu verhindern und um die Migration von Lymphozyten und Neutrophilen
zu verringern und daher übermäßiges Ödem und übermäßige Flüssigkeitsansammlung
zu verringern. In dieser Weise wird die Zusammensetzung verwendet,
um den Gewebeschaden, der mit der Entzündungsreaktion verbunden ist,
zu verringern.
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Die
Erfindung umfaßt
schließlich
eine im wesentlichen reine entzündungshemmende
Zusammensetzung, die entzündungshemmende
Aktivität
bei Säugern
zeigt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Chromatogramm, das die Trennung der entzündungshemmenden Eizusammensetzung mit
einem Molekulargewicht von weniger als 30.000 mittels eines DEAE-Sepharose-Ionenaustauschchromatogramms
zeigt.
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2 ist
ein Graph, der die Inhibierung der Pleuraleukozytenmigration durch
die entzündungshemmende
Eizusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 30.000
zeigt.
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3 ist
ein Graph, der die Inhibierung der Ratten-Pleuraleukozytenmigration
durch Endotoxin-freie entzündungshemmende
Zusammensetzung aus Eigelb, entfettet mit Hexan-Ethanol, zeigt.
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4 ist
ein Fließdiagramm
der Herstellung der entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 30.000
aus Eigelb.
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5 ist
ein Fließdiagramm
der Herstellung der entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 30.000
aus flüssigem
Eiweiß.
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6 ist
ein Graph, der die Inhibierung von Ratten-Pleuraleukozyten einer
Endotoxin-freien entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 30.000
aus S-100-Eigelb, das durch superkritische CO2-Extraktion entfettet
wurde, zeigt.
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7 ist
ein Fließdiagramm
der Herstellung der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 30.000
aus getrocknetem Eigelbpulver.
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8 ist
ein Fließdiagramm
der Reinigung der entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 3.000
aus pulverisiertem Eigelb.
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9 ist
ein Fließdiagramm
der Reinigung der entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit einem Molekulargewicht von weniger als 3.000
aus pulverisiertem Eiweiß.
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10 ist
ein Chromatogramm der Trennung der entzündungshemmenden Eizusammensetzung
mit einem Molekulargewicht von weniger als 3.000 durch DEAE-Poros-Ionenaustauschchromatographie.
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11 ist
ein Graph, der die Inhibierung der Leukozytenmigration durch hochreine
Fraktionen mit einem Molekulargewicht von weniger als 3.000 aus
Eigelb und Eiweiß zeigt.
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12 ist
ein Graph, der die Inhibierung der Leukozytenmigration durch DEAE-Peak 2 von Ultrafiltraten
mit einem MW von weniger als 3.000 und weniger als 10.000 aus hyperimmunem
Eigelb zeigt.
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13 ist
ein Graph, der die hochreine entzündungshemmende Zusammensetzung
mit einem Molekulargewicht von weniger als 3.000 aus Eiern mit den
entzündungshemmenden
Arzneimitteln (NSARs) (Indomethacin und Aspirin) vergleicht.
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14 ist
ein Chromatogramm der HPLC-Trennung der entzündungshemmenden Zusammensetzung mit
einem Molekulargewicht von weniger als 3.000 aus hyperimmunem Eigelb.
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15 ist
ein Chromatogramm der HPLC-Trennung der DEAE-Fraktion aus hyperimmunem
Eigelb.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Definitionen:
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Der
Ausdruck „Eiprodukt" bedeutet irgendein
Produkt, wie hierin beschrieben, das ein entzündungshemmendes Ei oder Eifraktion
enthält.
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Der
Ausdruck „entzündungshemmendes
Ei oder Eifraktion" bedeutet
Ei oder Eifraktionen, enthaltend die hierin offenbarte entzündungshemmende
Zusammensetzung, und speziell hergestellt durch die hierin offenbarten
Verfahren.
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Der
Ausdruck „entzündungshemmende
Zusammensetzung" bedeutet
eine Zusammensetzung, die dem Entzündungsprozeß entgegenwirkt oder ihn unterdrückt.
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Der
Ausdruck „im
wesentlichen reine entzündungshemmende
Eizusammensetzung" bedeutet
eine entzündungshemmende
Zusammensetzung mit zumindest der in Beispiel 3 beschriebenen Reinheit
und den exemplarischen Materialien und Figuren.
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Der
Ausdruck „hochreine
entzündungshemmende
Eizusammensetzung" bedeutet
eine entzündungshemmende
Zusammensetzung mit zumindest der in Beispiel 4 beschriebenen Reinheit
und den exemplarischen Materialien und Figuren.
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Der
Ausdruck „entzündungshemmender
Faktor" bedeutet
ein im wesentlichen reines Mittel, das dem Entzündungsprozeß entgegenwirkt oder ihn unterdrückt, welches
in der entzündungshemmenden
Zusammensetzung mit zumindest der in Beispiel 7 beschriebenen Reinheit
vorliegt.
-
Der
Ausdruck „kombinatorisch
abgeleitete Antigene" bezieht
sich auf ein neues Verfahren zum Erzeugen molekularer Diversität unter
Antigenen mittels kombinatorischer Synthese.
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Der
Ausdruck „biotechnische
Antigene" bezieht
sich auf Antigene, die durch das Verfahren der Genklonierungstechnologien
und genetischen Umlagerungen erhalten werden, die die Einführung und
Translation von Proteinen, die Antigeneigenschaften haben, erlauben.
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Der
Ausdruck „genetischer
Impfstoff" bezieht
sich auf einen Nukleinsäureimpfstoff,
der im allgemeinen durch rekombinante Technologien hergestellt wird,
und der eine Immunreaktion bewirken kann.
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Der
Ausdruck „hyperimmunisiertes
Ei" bedeutet Vollei
oder davon abgeleitete Produkte, die aus Ei-produzierenden Tieren
erhalten werden, welche in einem hyperimmunen Zustand gehalten werden.
-
Der
Ausdruck „übernormale
Niveaus" bedeutet
Niveaus im Überschuß von denen,
die in Eiern von Ei-produzierenden Tieren gefunden werden, welche
nicht in einem hyperimmunen Zustand gehalten werden.
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Der
Ausdruck „Tafelei" bedeutet ein nicht-hyperimmunisiertes
Ei.
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Der
Ausdruck „Entzündung" wird in seinem technisch
anerkannten Sinne als eine lokalisierte Schutzreaktion verwendet,
bewirkt durch Verletzung oder Zerstörung von Geweben, die dazu
dient, sowohl das schädliche
Mittel als auch das verletzte Gewebe zu zerstören, zu verdünnen oder
abzuteilen, gekennzeichnet durch die klassische Folge in unpassender,
unkontrollierter Form von Schmerz, Wärme, Rötung, Schwellung und Funktionsverlust,
und histologisch umfassend eine komplexe Reihe von Vorgängen, einschließlich Dilatation
der Arteriolen, Kapillaren und kleinen Venen mit erhöhter Permeabilität und Blutfluß, Exsudation
von Flüssigkeiten,
einschließlich
Plasmaproteinen, und Leukozytenmigration in den entzündlichen
Fokus.
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Der
Ausdruck „Behandeln" bedeutet, daß den Symptomen
der Störung
und/oder dem pathogenen Ursprung der Störung vorgebeugt wird oder diese
gelindert oder vollständig
beseitigt werden. Beispielsweise behandelt die entzündungshemmende
Zusammensetzung die Entzündung
nicht nur durch Unterdrücken
der Symptome der Entzündung
bei Menschen und anderen Säugern,
sondern ebenso auch, indem es als ein Prophylaktikum fungiert, um
der erwarteten Gegenwart von Entzündungsmitteln in dem Empfänger entgegenzuwirken.
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Der
Ausdruck „Verabreichen" bedeutet jedes Verfahren,
bei dem einem Patienten eine Substanz zugeführt wird, einschließlich oral,
intranasal, parenteral (intravenös,
intramuskulär
oder subkutan) oder rektal.
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Der
Ausdruck „Patient" bedeutet jedes Lebewesen,
das eine Entzündungsreaktion
zeigen kann, und Entzündungserkrankungen
und -schäden
unterliegt, einschließlich
Menschen und andere Lebewesen.
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Die Erfindung
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In
einer Ausführungsform
umfaßt
die Erfindung eine hochreine entzündungshemmende Zusammensetzung,
die aus Vogeleiern erhalten wird, ihre Isolierung und Reinigung
und die Verabreichung der Zusammensetzung an einen Patienten für die Behandlung
der Entzündung.
Die Erfindung umfaßt
außerdem
eine hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung, erhalten aus einem Ei eines Vogels, der mit einem oder
mehreren Antigenen und insbesondere bakteriellen Antigenen oder
dessen synthetischem Äquivalent
hyperimmunisiert worden ist. Die hochreine entzündungshemmende Zusammensetzung
liegt in hyperimmunisierten Eiern bei übernormalen Niveaus vor, die
entzündungshemmende
Aktivität
bei Patienten bereitstellen.
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Obwohl
die hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung in der wasserlöslichen
Fraktion von Eigelb und Eiweiß jedes
Tafeleis gefunden wird, wenn aus den hyperimmunisierten Eiern isoliert,
ist festgestellt worden, daß die
entzündungshemmende
Zusammensetzung bei übernormalen
Niveaus beim Behandeln von Entzündungen
bei einem Patienten wirksam ist.
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Die
Erfindung umfaßt
ebenso eine im wesentlichen reine entzündungshemmende Zusammensetzung, die
aus Vogeleiern erhalten wird, ihre Isolierung und Reinigung und
die Verabreichung der Zusammensetzung an einen Patienten für die Behandlung
der Entzündung.
Die Erfindung umfaßt
außerdem
eine im wesentlichen gereinigte entzündungshemmende Zusammensetzung,
die aus dem Ei eines Vogels erhalten wird, der mit einem oder mehreren
Antigenen und insbesondere bakteriellen Antigenen oder dessen synthetischem Äquivalent
hyperimmunisiert worden ist. Die im wesentlichen reine entzündungshemmende
Zusammensetzung liegt in hyperimmunisierten Eiern bei übernormalen
Niveaus vor, die entzündungshemmende
Aktivität
bei Patienten bereitstellen.
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Die
entzündungshemmende
Zusammensetzung(en) der vorliegenden Erfindung kann/können durch jedes
Mittel verabreicht werden, das/die entzündungshemmende Aktivität bereitstellt/bereitstellen.
Beispielsweise kann die Verabreichung parenteral, subkutan, intravenös, intramuskulär, intraperitoneal,
intranasal oder oral sein. Feste Dosierungsformen zur oralen Verabreichung
umfassen Kapseln, Tabletten, Pillen, Pulver und Körnchen.
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Die
Erfindung umfaßt
außerdem
einen im wesentlichen reinen entzündungshemmenden Faktor, der innerhalb
der entzündungshemmenden
Zusammensetzung gefunden wird. Der Faktor kann an einen Patienten
durch dieselben Mittel, wie oben für die entzündungshemmende Zusammensetzung
beschrieben, verabreicht werden.
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Die
Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend angegeben.
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Merkmale der hochreinen
entzündungshemmenden
Zusammensetzung:
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Die
hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung weist folgende Merkmale auf:
- 1)
weist entzündungshemmende
Aktivität
bei einem Patienten und insbesondere Säugern auf;
- 2) liegt sowohl in dem Eiweiß als auch Eigelb von Vogeleiern
vor;
- 3) weist, wenn aus Eigelb isoliert, größere entzündungshemmende Aktivität im Vergleich
zur Isolierung aus Eiweiß auf;
- 4) weist ein Molekulargewicht von weniger als ungefähr 3000
Dalton auf;
- 5) wird nicht durch Enzyme, die Proteine abbauen, abgebaut;
- 6) ist nicht proteinhaltig und nicht steroidal;
- 7) weist eine negative Ladung unter vorherrschenden Bedingungen
auf;
- 8) ist bei 100 °C
für mindestens
30 Minuten wärmebeständig;
- 9) ist oral aktiv und wird durch Verdauungsenzyme nicht abgebaut;
- 10) und ist säure-
und basenbeständig,
wobei sie sich zu einer aktiven Form sogar nach der Behandlung unter
Bedingungen von pH 4 bis pH 9,0 umwandelt.
-
Das
Molekulargewicht von 3000 Dalton wird abgeleitet von der Isolierung
und Reinigung der Zusammensetzung, wobei das Isolierungs- und Reinigungsverfahren
eine Ultrafiltrationsmembran nutzt, die den Durchgang von molekularen
Spezies von größer als
3000 Dalton dadurch nicht ermöglicht.
Es ist festgestellt worden, daß die
Zusammensetzung nicht proteinhaltig und nicht steroidal ist, da
sie eine kleine Größe aufweist und
durch die Enzyme, die Proteine abbauen, nicht abgebaut wird. Außerdem ist
die Zusammensetzung oral aktiv und wird durch die Verdauungsenzyme
nicht abgebaut. Die kleine stabile Form der Zusammensetzung (im
Gegensatz zu Proteinen, die viel größer sind) erleichtert ihre
Absorption aus dem Verdauungstrakt.
-
Die
Zusammensetzung ist säure-
und basenbeständig,
wobei sie sich zu einer aktiven Form sogar nach der Behandlung unter
Bedingungen von pH 9,0 umwandelt. Außerdem ist die Zusammensetzung
bei 100 °C
für mindestens
30 Minuten wärmebeständig und
weist eine negative Ladung bei neutralem pH auf.
-
Die
hochreine entzündungshemmende
Eizusammensetzung kann aus Vollei, Eigelb und Eiweiß isoliert
werden. Die entzündungshemmende
Zusammensetzung, die aus Eigelb isoliert wird, zeigt höhere entzündungshemmende
Aktivität
als die entzündungshemmende
Zusammensetzung, die aus Eiweiß gereinigt
wurde.
-
Übernormale
Niveaus der hochreinen entzündungshemmenden
Zusammensetzung können
aus hyperimmunisiertem Vollei, Eigelb und Eiweiß eines Vogels isoliert werden.
-
Merkmale der im wesentlichen
gereinigten entzündungshemmenden
Zusammensetzung:
-
Die
im wesentlichen reine entzündungshemmende
Zusammensetzung zeigt entzündungshemmende Aktivität bei Säugern. Die
im wesentlichen reine entzündungshemmende
Zusammensetzung wird in der wasserlöslichen Fraktion von Eigelb
und Eiweiß in
der Fraktion, die Moleküle
mit einem Molekulargewicht von weniger als etwa 30.000 Dalton enthält, gefunden.
Die Zusammensetzung weist eine negative Ladung auf, ist bei 90 °C für mindestens
1 Stunde wärmebeständig und
weist das Elutionsprofil aus Ei auf, das in 1 gezeigt wird.
Außerdem
weist die Zusam mensetzung, die aus Eigelb isoliert wurde, eine größere entzündungshemmende
Aktivität
bei Säugern
als der Faktor auf, der aus Eiweiß isoliert wurde.
-
Das
Molekulargewicht der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung, hergestellt aus Hühnereiern durch das oben beschrieben
Verfahren, beträgt
weniger als 30.000 Dalton. Dieses wurde aus der Tatsache abgeleitet,
daß der
erste Schritt der Isolierung des Faktors aus Eigelb und Eiweiß durch
Ultrafiltration unter Verwendung einer Membran erfolgte, die den
Durchgang von Spezies mit einem Molekulargewicht von größer als
30.000 Dalton nicht erlaubte. Die Zusammensetzung weist unter vorherrschenden
Bedingungen eine negative Ladung auf, wie durch Aufbringen von Ei-30K-Ultrafiltrat
auf eine DEAE-Sepharose-Ionenaustauschsäule bestimmt. Die entzündungshemmende
Zusammensetzung eluiert nicht mit Wasser aus der Säule. Die Veränderung
der Elutionsmedien zu NH4OAc-Lösung verursacht
die Elution der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung. Wenn das Ultrafiltrat auf eine DEAE-Sepharosesäule aufgebracht
wird, bilden verschiedene Proteine und Salze die nicht gebundene
Fraktion.
-
Hyperimmunisierung des
Ei-produzierenden Tieres:
-
Die
Erfindung basiert teilweise auf der Entdeckung, daß, wenn
ein Ei-produzierendes Tier, wie ein Vogel, auf einen spezifischen
Zustand der Hyperimmunisierung gebracht wird, das Tier Eier mit übernormalen Niveaus
der stark vorteilhaften entzündungshemmenden
Zusammensetzung produzieren wird, und dadurch wird eine höhere entzündungshemmende
Wirkung bereitgestellt.
-
Das
hyperimmunisierte Eiprodukt kann durch jedes Ei-produzierende Tier
hergestellt werden. Es ist bevorzugt, daß das Tier ein Mitglied der
Klasse Aves ist. Innerhalb der Klasse Aves ist domestiziertes Geflügel bevorzugt,
aber andere Mitglieder dieser Klasse, wie Truthähne, Enten und Gänse, sind
eine geeignete Quelle an hyperimmunisiertem Eiprodukt.
-
Wenn
solche Ei-produzierenden Tiere auf den spezifischen Zustand der
Hyperimmunisierung mittels beispielsweise regelmäßiger Booster-Verabreichung
von Antigenen gebracht werden, werden die Tiere Eier produzieren,
die übernormale
Niveaus der entzündungshemmenden
Zusammensetzung enthalten, die, wenn sie an einen Patienten verabreicht
wird, vorteilhafte Eigenschaften bei der Behandlung von Entzündungen
aufweisen wird.
-
Die
Induktion von Immunempfindlichkeit allein ist nicht ausreichend,
das Auftreten von übernormalen Niveaus
der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung in Eiern hervorzurufen, wie durch die Tatsache gezeigt,
daß normale
Vogeleier, anderweitig als „Tafeleier" bezeichnet, diese übernormalen
Niveaus nicht enthalten, selbst wenn die Vögel gegen verschiedene Antigene
während
der normalen Immunisierung gegen Vogelkrankheiten und während normaler
Aussetzung zu Umweltfaktoren sensibilisiert worden sind. Die Eier
weisen nur in den spezifischen hyperimmunen Zuständen die gewünschten übernormalen
Niveaus auf.
-
Dieser
spezielle Zustand der Hyperimmunisierung, bei dem das Ei höhere Niveaus
der entzündungshemmenden
Zusammensetzung enthält,
wird durch Verabreichen einer anfänglichen Immunisierung erreicht, gefolgt
von regelmäßigen Boostern
mit ausreichend hohen Dosierungen von spezifischen Antigenen oder
Gemischen aus Antigenen. Die bevorzugte Dosierung an Booster sollte
gleich oder größer als
50 % der Dosierung sein, die notwendig ist, um die primäre Immunisierung
des Vogels zu erzeugen. Daher gibt es eine Schwellenboosterdosierung,
unter der die Eigenschaften nicht in dem Ei des Vogels erzeugt werden,
selbst wenn der Vogel sich in einem Zustand befindet, der normalerweise
immuner Zustand genannt werden würde.
Mit dem Wissen des Erfordernisses in bezug auf Entwicklung und Aufrechterhaltung
eines hyperimmunen Zustandes liegt es beim Fachmann, die Menge an
verabreichtem Antigen in Abhängigkeit
der Ei-produzierenden Tiergattung und eingesetzten Stamms zu variieren,
um das Tier in dem hyperimmunen Zustand zu halten.
-
Es
sollte selbstverständlich
sein, daß,
wenn Niveaus der entzündungshemmenden
Zusammensetzung erhöht
werden, wie oben beschrieben, dann natürlich folgt, daß sich die
Niveaus des entzündungshemmendem
Faktors entsprechend ebenso erhöhen
werden.
-
Die
hyperimmune Zusammensetzung kann durch irgendein Antigen oder Kombination
aus Antigenen hergestellt werden. Die Hyperimmunisierung kann durch
mehrfache Expositionen zu mehreren Antigenen, mehrfacher Exposition
zu einzelnen Antigenen oder einzelnen Expositionen zu Bibliotheken
von Immunogenen erreicht werden. Nahezu jedes Antigen kann verwendet
werden, um den hyperimmunen Zustand zu induzieren, einschließlich bakterielle,
virale, protozoische, fungale und zelluläre Substanzen, sind aber nicht
darauf beschränkt.
-
Zusätzlich zu
Immunisierungen mit natürlich
vorkommenden Antigenen kann die Immunisierung ebenso unter Verwendung
von Antigenen erreicht werden, die synthetisch aus kombinatorischen
Chemien abgeleitet sind. Die Grundstrategie ist, mehrere Kombinationen
von chemischen Bausteinen zum Herstellen einer Population von Molekülen mit
Diversität
zu vereinen. Mehrere Verfahren sind jüngst für Fest- und Lösungsphasen-Kombinationssynthese
von Bibliotheken von Oligomeren (Fodor, S. et al., Science 251:
767 (1991): Houghton, R. et al., Nature 354: 82 (1991)) sowie kleinen
organischen Molekülen
(Bunin, B. & Ellman,
J. J. Am. Chem. Soc. 114: 10997 (1992)) entwickelt worden. Schnelle
mehrfache Peptid- und Oligomersynthese kann als eine Quelle für kombinatorisch
abgeleitete Antigene dienen. Außerdem
würde eine
alternative Strategie die Addition von organischen Bausteinen in
kombinatorischer Weise an ein Hauptkettenmolekül zur verbesserten Antigenität erlauben.
-
Alternative
Art und Weisen zum Hyperimmunisieren von Ei-produzierenden Tieren
umfassen die Verwendung von genetischen Impfstoffen oder biotechnischen
Antigenen. Insbesondere wird jedes DNA-Konstrukt (im allgemeinen
bestehend aus einer Promotorregion und einer Antigen-kodierenden
Sequenz) die Antikörperfreisetzung
auslösen.
Genetische Impfstoffe bestehen aus Antigen-kodierenden Vektoren,
Fragmenten von nackter DNA, Plasmid-DNA, DNA-RNA-Antigenen, DNA-Protein-Konjugaten, DNA-Liposom-Konjungaten, DNA-Expressionsbibliotheken
und viraler und bakterieller DNA, zugeführt, um eine Immunreaktion
zu erzeugen.
-
Insbesondere
existiert nun der Beweis, daß DNA
immunomodulatorisch sowie immunogen ist. Die Abgabe von Antigen-kodierenden
Vektoren, Fragmenten von nack ter DNA, Plasmid-DNA, DNA-RNA-Antigenen und
DNA-Expressionsbibliotheken kann tatsächlich lebende und hitzegetötete bakterielle
und virale Impfstoffe imitieren. Einer der Vorteile von DNA-Impfstoffen
ist die Herstellung und Freisetzung von Antigenen aus einzelnen
Zellen, die freie Antigene für
die Induktion einer humoralen sowie einer zytotoxischen Immunreaktion bereitstellen.
Die zytotoxische Reaktion ist für
die verbesserte Wirksamkeit verantwortlich (Ada, G. L., Lancet 335:
523-526 (1990)). Ein zusätzlicher
Vorteil ist die Fähigkeit
der genetischen Impfstoffe, Fremdproteine mit einer entsprechenden
dreidimensionalen Konformation zu produzieren.
-
Die
genetische Immunisierung ist ein neuer Ansatz der Impfstoffherstellung,
die viele der Vorteile von lebenden/abgeschwächten Pathogenen, aber kein
Infektionsrisiko aufweist. Eine Expressionsbibliothek, die aus DNA
aus mehreren Quellen besteht, kann als Impfstoff zur Erzeugung des
hyperimmunen Zustandes verwendet werden.
-
Verfahren
der DNA-Abgabe umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt, Teilchenbombardierung,
direkte Injektion, Liposomen, Düseninjektion
(Fynan, E. F. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 90: 11478-11482 (1993)).
Die Nukleinsäuren,
die für
bekannte und unbekannte Immunogene, Promotorregionen (besonders CMV
Blumenkohlmosaikvirus) und SV40 bakteriellen Ursprungs kodieren,
können
in Bakterien repliziert werden, um Plasmid-DNA zur Verwendung in
DNA-Injektionen herzustellen. Obwohl mehrere Wege der parenteralen
Verabreichung der DNA bei Hühnern
wirksam sind, ist das bevorzugte Verfahren die intramuskuläre Injektion
in den Brustmuskel. Impfstoffversuche werden bei Eier-legenden Vögeln, bevorzugt
Hühnern,
durchgeführt.
Wiederholte Immunisierungen werden bei Intervallen von ein bis zwei
Wochen für
bis zu sechs Monate verabreicht.
-
Es
ist bevorzugt, daß die
verwendeten Mengen an DNA im allgemeinen in der Größenordnung
von 50 bis 300 µg
DNA in Kochsalzlösung
zur direkten Injektion vorliegen. Für die Teilchenbombardierung
sind 4 bis 100 µg
DNA, die auf Goldkügelchen
durch die Addition von 2,5 M CaCl2 mitgefällt wird,
bevorzugt. Wiederholte Immunisierungen können intradermal durch dieses
Verfahren des Beschleunigens DNA-beschichteter
Teilchen in das lebende Tier verabreicht werden.
-
Folgendes
ist eine ausführliche
Beschreibung eines bevorzugten Verfahrens, das verwendet wird, um ein
Ei-produzierendes Tier auf einen erhöhten Immunitätszustand
zu bringen, von dem das resultierende hyperimmunisierte Ei oder
Eiprodukt an einen Patienten verabreicht werden kann:
- 1. Auswählen
von einem oder mehreren Antigenen.
- 2. Bewirken einer Immunreaktion in dem Ei-produzierenden Tier
durch primäre
Immunisierung.
- 3. Verabreichen von Booster-Impfstoffen von Antigenen von entsprechender
Dosierung, um den hyperimmunen Zustand zu induzieren und zu halten.
- 4. Testen der hyperimmunisierten Eier hinsichtlich der entzündungshemmenden
Aktivitätsniveaus.
- 5. Einsammeln und Verarbeiten der Eier.
-
Folgendes
ist eine ausführlichere
Beschreibung dieser Verfahrensweise.
-
Schritt
1: Jegliche Antigene oder Kombination aus Antigenen kann eingesetzt
werden. Die Antigene können
bakteriell, viral, protozoisch, fungal, zellulär, allergen oder jede andere
Substanz sein, auf die das Immunsystem eines Ei-produzierenden Tieres
reagieren wird. Der kritische Punkt in diesem Schritt ist, daß das/die
Antigene) fähig
sein muß/müssen, nicht
nur die immunen und hyperimmunen Zustände in dem Ei-produzierenden
Vogel zu induzieren, sondern ebenso die Produktion der entzündungshemmenden
Zusammensetzung in dem Ei zu induzieren. Ein bevorzugter Impfstoff
ist ein Gemisch aus polyvalenten bakteriellen Antigenen, bezeichnet
als Series 100 (S-100) Impfstoff. Die Bakterien, die in dem S-100-Impfstoff
enthalten sind, sind in Tabelle 1 von Beispiel 1 aufgelistet. Dieser
Impfstoff ist zuvor in US-Patent Nr. 5,106,618 und 5,215,746 beschrieben
worden, beide übertragen
auf Stolle Research und Development Corporation.
-
Schritt
2: Der Impfstoff kann durch jedes Verfahren, das eine Immunreaktion
bewirkt, verabreicht werden. Es ist bevorzugt, daß die Immunisierung
durch Verabreichen der Antigene durch intramuskuläre Injektion erreicht
wird. Der bevorzugte Muskel für
die Injektion bei einem Vogel ist der Brustmuskel. Die Dosis beträgt bevorzugt
0,5 bis 5 mg des Antigenimpfstoffes. Andere Verfahren zur Verabreichung,
die verwendet werden können,
umfassen unter anderem intravenöse
Injektion, intraperitoneale Injektion, rektale Zäpfchen und orale Verabreichung.
Wenn DNA-Techniken für
das Hyperimmunisierungsverfahren verwendet werden, sind viel kleinere
Mengen erforderlich, im allgemeinen 1 bis 300 µg.
-
Es
kann bestimmt werden, ob der Impfstoff eine Immunreaktion in dem
Eiproduzierenden Tier bewirkt hat, durch eine Vielzahl von Verfahren,
die dem Fachmann für
Immunologie bekannt sind. Beispiele von diesen umfassen heterologe
Enzym-Immunassays
(ELISA), Tests für
die Gegenwart von Antikörpern
zu den stimulierenden Antigenen und Tests, die konstruiert sind,
um die Fähigkeit
von immunen Zellen aus dem Wirt, auf das Antigen zu reagieren, zu
bewerten. Im allgemeinen ist das Erscheinungsbild von Eiantikörpern nach
der Immunisierung mit dem Impfstoff indikativ für eine Immunreaktion. Die minimale
Dosis von Antigen, die notwendig ist, um eine Immunreaktion zu induzieren,
hängt von
dem verwendeten Impfverfahren ab, einschließlich des Typs an verwendeten
Antigen(en) sowie des Typs an Eiproduzierendem Tier, das als Wirt
verwendet wird.
-
Schritt
3: Der hyperimmune Zustand wird bevorzugt durch wiederholte Booster-Verabreichung einer entsprechenden
Dosis zu festen Zeitintervallen induziert und gehalten. Die Zeitintervalle
sind bevorzugt Zwei-Wochen-Intervalle über einem Zeitraum von sechs
Monaten. Es ist wichtig, daß die
Booster-Verabreichungen nicht zur Immuntoleranz führt.
-
Es
ist ebenso möglich,
andere Hyperimmunisierungsaufrechterhaltungsverfahren oder eine
Kombination von Verfahren zu verwenden, wie beispielsweise intramuskuläre Injektion
zur primären
Immunisierung und intravenöse
Injektion für
Booster-Injektionen.
Weitere Verfahren umfassen gleichzeitiges Verabreichen mikroeingekapselten
und flüssigen
Antigens oder intramuskuläre
Injektion zur primären
Immunisierung, und Booster-Dosierungen durch orale Verabreichung
oder parenterale Verabreichung durch Mikroeinkapselung. Mehrere
Kombinationen von Primär-
und Hyperimmunisierung sind dem Fachmann bekannt.
-
Schritt
4: Es ist notwendig, die Eier hinsichtlich der entzündungshemmenden
Aktivitätsniveaus
zu testen. Dies kann durch jede klinische oder vorklinische Bewertung
erreicht werden, die die Wirkungen von entweder dem hyperimmunen
Ei oder daraus abgeleiteten Produkten auf Entzündung testet. Chemisch-induzierte Entzündung der
Ratte ist ein Standardassay für
entzündungshemmende
Arzneimittel (siehe Beispiel 6a, b, c).
-
Schritt
5: Dieser Schritt umfaßt
die Einsammlung und Verarbeitung der Ei(er), die die entzündungshemmende
Zusammensetzung enthalten. Das Ei kann durch konventionelle Verfahren
eingesammelt werden. Das Verarbeiten des Eis, um die entzündungshemmende
Zusammensetzung zu isolieren und zu reinigen, wird nachstehend beschrieben.
-
Isolierung und Reinigung:
-
Die
Isolierung und Reinigung der entzündungshemmenden Eizusammensetzung
kann unter Verwendung von Vollei, Eigelb oder Eiweiß erreicht
werden. Ein Beispiel eines bevorzugten Verfahrens ist folgendes:
- 1. Herstellung einer wasserlöslichen
Fraktion aus einem Ei;
- 2. Ultrafiltration der wasserlöslichen Fraktionen;
- 3. Trennung von Fraktionen durch Umkehrphasen-Hochdruck-Flüssigchromatographie
und
- 4. Bioassay der abgetrennten Fraktionen hinsichtlich der entzündungshemmenden
Aktivität.
-
Folgendes
ist eine ausführlichere
Beschreibung dieses Verfahrens:
-
Schritt 1:
-
Die
entzündungshemmende
Zusammensetzung kann aus Vollei, Eigelb oder Eiweiß isoliert
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Zusammensetzung
durch dieses Verfahren aus Eiweiß isoliert. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform
wird die Zusammensetzung aus Eigelb isoliert. Der Lipidteil wird
von dem Vollei oder Eigelb durch dem Fachmann allgemein bekannte
Verfahren entfernt. Beispielsweise kann in dem Fall von sprühgetrocknetem
Eigelbpulver das Entfetten mit Lösungsmitteln
(Propan, Butan oder Hexan oder mit binären Lösungsmitteln), superkritischem
CO2, Enzymen und dergleichen erreicht werden,
und in dem Fall von flüssigem
Eigelb kann das Entfetten durch das Octansäuretrennverfahren (CAPS), offenbart von
Lee (US-Pat. Nr. 5,367,054), erreicht werden. Für das Eiweiß ist keine Fettentfernung
notwendig, und daher kann die flüssige
oder pulverisierte Form des Eiweißes entweder direkt durch konventionelle
Verfahren und, wie in den nachstehend aufgelisteten Beispielen beschrieben,
erhitzt oder gelöst
werden. Das Vollei, Eigelb oder Eiweiß wird dann bevorzugt zu entweder
einer flüssigen
oder Pulverform verarbeitet, und wird weiter verarbeitet, um wasserlösliche Fraktionen
zu erhalten. (siehe Beispiele)
-
Schritt 2:
-
Die
resultierenden wasserlöslichen
Fraktionen aus Vollei, Eigelb oder Eiweiß werden der Ultrafiltration unter
Verwendung von Ultrafiltrationssystemen, ausgestattet mit einer
Membran mit einem Cut-off-Molekulargewicht von 3000, unterzogen.
Das UI-trafiltrationsverfahren
trennt Moleküle
mit einem Molekulargewicht von mehr als 3000 Dalton von denen mit
einem Molekulargewicht von weniger als 3000 Dalton. Wenn einmal
filtriert, werden die resultierenden Ultra-Filtrate, die Moleküle mit einem
Molekulargewicht von weniger als 3000 Dalton enthalten, dann lyophilisiert,
gewogen und für
den Bioassaytest vorbereitet. In einer speziellen offenbarten Ausführungsform
erfolgt die bevorzugte Ultrafiltration durch Amicon RA1000 (3K MWCO)
und DEAE-Ionenaustauschchromatographie. Es ist jedoch selbstverständlich,
daß äquivalente
Techniken und Materialien verwendet werden könnten, um die Zusammensetzung
zu isolieren, was die Information hierin und das Wissen ergibt,
die für
den Fachmann zugänglich
sind.
-
Schritt 3:
-
Fraktionen
des Ultrafiltrats von weniger als 3000 Dalton können beispielsweise durch Umkehrphasen-Hochdruck-Flüssigchromatographie
zur Isolierung der hochreinen entzündungshemmenden Zusammensetzung
abgetrennt werden. Als eine alternative oder zusätzliche Strategie kann die
entzündungshemmende Eizusammensetzung
in dem Ultrafiltrat weiter durch Anionenaustausch-DEAE-Sepharose-Chromato graphie gekennzeichnet
sein. Diese Trennverfahren sind dem Fachmann allgemein bekannt.
-
Schritt 4:
-
Die
entzündungshemmende
Aktivität
der Zusammensetzung kann durch jeden Bioassay getestet werden, der
entzündungshemmende
Aktivität
bestimmt. Einige Beispiele umfassen unter anderem die Inhibierung der
Leukozytenmigration, Rattenpfoten-Ödemtest, Hilfsmittel-induzierte
Arthritis, Kollagen-induzierte Arthritis und Intravitalmikroskopie.
Vergleiche von entzündungshemmender
Eizusammensetzung mit bekannten entzündungshemmenden Arzneimitteln
wie Aspirin und Indomethacin können
ebenso durchgeführt
werden. Und schließlich
können
ebenso klinische Tests für
Rheumatoidarthritis, degenerative Gelenkerkrankung und Verletzungs-induzierte
Arthritis verwendet werden, um die entzündungshemmende Aktivität zu bestimmen.
-
Die
entzündungshemmende
Wirkung der hochreinen entzündungshemmenden
Eizusammensetzung wird durch Bioassays gemessen. Ein bevorzugter
Bioassay ist der Pleuraleukozytenmigrations-Inhibierungsassay, wie
in Vinegar et al., „Some
Quantitative Characteristics of Carrageenan Induced Pleurisy in
the Rat," Proc.
Soc. Exp. Bio. Med. 143: 711-714 (1973); Ammendola, G. et al., „Leukocyte
Migration and Lysozomal Enzymes Release in Rat Carrageenan Pleurisy," Agents and Actions
5: 250-255 (1975); Vinegar, R. et al., „Quantitative Studies of the
Pathway to Acute Carrageenan Inflammation." Fed. Proc. 35: 2447-2456 (1976) (siehe
Beispiele 7, 7a, 7b, 7c und 9, 3, 5 und 6)
beschrieben.
-
Der
Leukozytenmigrations-Inhibierungsassay wird im allgemeinen folgendermaßen durchgeführt:
Die
Proben, die die entzündungshemmende
Zusammensetzung enthalten, werden an die künstlich entzündeten erwachsenen
weiblichen Ratten mit 1 %iger Carrageenan-Lösung verabreicht, und dann
wird die entzündungshemmende
Wirkung der Proben bei jeder Dosierung (unter Verwendung von Automated
Image Analysis Technique) durch die Reduktion der Anzahl von Leukozyten
in den Pleuraexsudaten der behandelten Ratten im Vergleich zu denen
der Kontrollratten bestimmt.
-
Alternativ
kann die entzündungshemmende
Wirkung der im wesentlichen reinen entzündungshemmenden Zusammensetzung
auf Ödem
getestet werden, das durch Injizieren von Carrageenan in Rattenpfoten verursacht
wird (Winter, C. A., Risley, G. A., Nuss, A. W., „Carrageenan-Induced
Edema in the Hind Paw of the Rat as an Assay for Anti-Inflammatory
Drugs," Proc. Soc.
Exper. Biol. Med. 3: 544 (1967)).
-
Eine
Vielzahl von anderen Tests kann verwendet werden (siehe Wetnick,
A. S. and Sabin, C., „The Effects
of Clonixin and Bethaurethasone on Adjuvant-Induced Arthritis and
Experimental Allergic Encephalomyelitis in Rats." Jap. J. Pharm. 22: 741 (1972)).
-
Verabreichung an einen
Patienten zur Behandlung:
-
Die
Erfindung ist ebenso auf ein Verfahren zum Behandeln von Entzündungen
bei einem Patienten gerichtet, welches das Verabreichen des Eis,
Eiproduktes und/oder der entzündungshemmenden
Zusammensetzung dieser Erfindung an den Patienten umfaßt.
-
Die
entzündungshemmende
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann durch jedes Mittel verabreicht
werden, das entzündungshemmende
Aktivität
bereitstellt. Beispielsweise kann die Verabreichung parenteral,
subkutan, intravenös,
intramuskulär,
intraperitoneal, intranasal oder oral sein.
-
Die
orale Verabreichung wird bevorzugt durch feste Dosierungsformen
erreicht, die unter anderem Kapseln, Tabletten, Pillen, Pulver und
Körnchen
umfassen. Bei festen Dosierungsformen wird die entzündungshemmende
Zusammensetzung mit mindestens einem inerten Verdünnungsmittel
wie Saccharose, Lactose oder Stärke
vermischt. Diese Dosierungsformen können ebenso, wie es die normale
Praxis ist, zusätzliche
andere Substanzen als inerte Verdünnungsmittel umfassen. In dem
Fall von Kapseln, Tabletten und Pillen können die Dosierungsformen ebenso
Puffer, pH-empfindliche
Polymere oder jegliche andere langsam freisetzende Kapselungsmaterialien
umfassen, die typischerweise als einkapselnde Zusammensetzungen
in der Lebensmittel- und Arzneimittelindustrie verwendet werden.
Tabletten und Pillen können
außerdem
mit einer enterischen Beschichtung hergestellt werden.
-
Flüssige Dosierungsformen
der entzündungshemmenden
Zusammensetzung zur oralen Verabreichung umfassen pharmazeutisch
akzeptable Emulsionen, Lösungen,
Suspensionen, Sirups und Elixiere, enthaltend inerte Verdünnungsmittel,
die üblicherweise
in der Pharmazie verwendet werden. Neben den inerten Verdünnungsmitteln
können
die Zusammensetzungen ebenso Benetzungsmittel, Emulgatoren und Suspendier-
und Süßungsmittel
umfassen.
-
Präparate der
entzündungshemmenden
Zusammensetzung zur parenteralen Verabreichung umfassen sterile
wässerige
oder nichtwässerige
Lösungen,
Suspensionen oder Emulsionen. Beispiele von nichtwässerigen
Lösungsmitteln
oder Vehikeln sind Propylenglykol, Polyethylenglykol, pflanzliche Öle wie Olivenöl and injizierbare
organische Ester wie Ethyloleat.
-
Die
Dosis an Wirkstoffen kann variiert werden; jedoch ist es notwendig,
daß die
Menge des Wirkstoffes so sein soll, daß eine geeignete Dosierungsform
erhalten wird. Es ist klar, daß die
gewählte
Dosierungsform von der gewünschten
therapeutischen Wirkung, der Verabreichungsweise und der Dauer der
Behandlung abhängt.
-
Es
ist bevorzugt, daß das
Ei selbst, welches die entzündungshemmende
Zusammensetzung enthält, in
ein Nahrungsmittelprodukt eingeführt
wird, um das Eiprodukt zu bilden. Ein bevorzugtes Verfahren zum
Herstellen des Eis, das in ein Nahrungsmittelprodukt eingeführt werden
soll, umfaßt
das Trocknen des Eis zu einem Eipulver. Obwohl verschiedene Verfahren
zum Trocknen von Eiern bekannt sind, ist Sprühtrocknen ein bevorzugtes Verfahren.
Eine Temperatur von nicht mehr als 140 °F (60 °C) wird bevorzugt verwendet.
Die Proben werden hinsichtlich des Feuchtigkeitsgehalts während des
Trocknungsverfahrens überwacht,
um ein Endprodukt mit jeder gewünschten
Konsistenz zu erhalten. Das getrocknete Eipulver kann in Getränken, Proteinergänzungen
und jeglichen anderen nahrhaften, mit Sportlern in Verbindung stehenden
Produkten verwendet werden. Außerdem
kann das Eipulver in Backmischungen, Pulvern, Riegeln, Süßigkeiten,
Keksen usw. verwendet werden. Andere Beispiele der Eiverarbeitung
umfassen das Zubereiten von Omelett, Weich- und Hartkochen des Eis, Backen des
Eis oder, wenn gewünscht,
kann das Ei roh gegessen werden.
-
Die
Verabreichungsdosis und -häufigkeit
werden von dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des
Patienten unter Berücksichtigung
der Möglichkeit
von Nebenwirkungen abhängen.
Die Verabreichung wird ebenso von der gleichzeitigen Behandlung
mit anderen Arzneimitteln und der Toleranz des Patienten für das verabreichte
Arzneimittel abhängen.
-
Die
bevorzugte Lagerweise für
Präparate
nach dem Ionenaustauschschritt ist als ein lyophilisiertes Pulver.
Das Filtrat, das in dem ersten Reinigungsschritt gesammelt wird,
kann tiefgekühlt
bis zur Verwendung gelagert werden. Die Aktivität der entzündungshemmenden Zusammensetzung,
die aus der Reinigung resultiert, wird unter Verwendung des zuvor
beschriebenen Ratten-Pleuraleukozytenmigrationstests bestimmt.
-
Beispiele
von entzündlichen
Zuständen,
die durch die Verabreichung des Eis, Eiproduktes und/oder der entzündungshemmenden
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung behandelt werden können, umfassen
akute und subakute Bursitis, akute nicht-spezifische Tendinitis,
systemischen Lupus erythematodus, systemische Dermatomyositis, akute
rheumatische Karditis, Pemphigus, Bullous dermatitis, Herpeteformis, schweres
Erythem, multiform Pityrisais rubra, Zirrhose, saisonale ganzjährige Rhinitis,
Bronchialasthma, ectopische Dermatitis, Serumkrankheit, Keratitis,
Regenbogenhautentzündung,
diffuse Ureitis, Chorditis, Neuritis optica, sympathetische Ophthalmie,
symptomatische Sarkoidose, Loeffler-Syndrom, Berylliose, Hämolyseanämie, Mastitis,
Mastoiditis, Kontaktdermatitis, allergische Konjunktivitis, Psoriasis
arthropathica, Spondylarthritis, akute Gichtarthritis, Gürtelrose-Rheumatoidarthritis,
Osteoarthritis, jegliche anderen degenerativen Gelenkkrankheiten
und jegliche anderen verwandten Autoimmunkrankheiten. Ferner kann
das isolierte und gereinigte Eiprodukt verwendet werden, um Individuen
zu behandeln, die möglicherweise
entzündlichen
Mitteln wie Allergenen ausgesetzt sind.
-
Wirksame Mengen:
-
In
bezug auf die Verabreichung an einen Patienten des hyperimmunisierten
Eis oder Eiproduktes ist bestimmt worden und wird in den folgenden
Beispielen ausführlich
dargestellt, daß der
bevorzugte Dosierungsbereich an hyperimmunisiertem Ei oder Eiprodukt,
das an einen Patienten verabreicht werden soll, zwischen 1 g und
40 g pro Kilogramm Patientengewicht liegt.
-
In
bezug auf die hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung selbst ist bestimmt worden, daß der bevorzugte Dosierungsbereich
der hochreinen Zusammensetzung, gereinigt und isoliert aus Vollei,
Eigelb und Eiweiß eines
hyperimmunisierten Eis, zwischen 1 µg und 400 mg der entzündungshemmenden
Zusammensetzung liegt.
-
Entzündungshemmender Faktor:
-
Wenn
die entzündungshemmende
Zusammensetzung isoliert und gereinigt ist, können aktive Fraktionen in bezug
auf sowohl die Struktur als auch die Aktivität weiter gereinigt und untersucht
werden, um die Merkmale einer spezifischeren, aktiveren entzündungshemmenden
Verbindung zu bestimmen. Insbesondere ist unter Verwendung der Hochdruck-Flüssigchromatographie
(HPLC) ein einzelner, ultrareiner Peak identifiziert worden, der
entzündungshemmende
Aktivität
zeigt. Es wird angenommen, daß dieser
einzelne, ultrareine Peak eine einzelne Verbindung mit einer elementaren
chemischen Struktur darstellt. Diese Verbindung ist als der „entzündungshemmende
Eifaktor" markiert
worden.
-
Mit
der nun allgemein beschrieben Erfindung wird diese in bezug auf
bestimmte spezielle Beispiele weiter beschrieben, die hierin nur
für die
Zwecke der Darstellung bereitgestellt werden und nicht einschränkend sein
sollen, sofern nicht anders angegeben.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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Herstellung von S-100-Impfstoff
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Der
multivalente Impfstoff, bekannt als „Series 100" oder „S-100", offenbart in US-Pat.
Nr. 5,215,746 und enthaltend die in Tabelle 1 gezeigten Bakterien
(erhalten aus der American Type Culture Collection), wurde mit 15
ml Medium rekonstituiert und über
Nacht bei 37 °C
inkubiert. Wenn einmal gutes Wachstum erhalten wurde, wurde ungefähr eine
Hälfte
der bakteriellen Suspension verwendet, um einen Liter der Brühe zu inokulieren,
die dann bei 37 °C
inkubiert wurde. Die übrige
Suspension wurde in sterile Glykolröhrchen überführt und bei –20 °C für bis zu
sechs Monate gelagert.
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Nachdem
gutes Wachstum in der Kultur sichtbar war, wurden die Bakterien
durch Zentrifugation geerntet. Das bakterielle Pellet wurde in steriler
Salzlösung
resuspendiert und die bakterielle Probe wurde dreimal zentrifugiert,
um die Zellen zu waschen. Nach der dritten Wäsche wurde das erhaltene Pellet
in einer kleinen Menge an doppelt destilliertem Wasser resuspendiert.
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Die
Medium-freie bakterielle Suspension wurde durch Plazieren der Suspension
in einem Glaskolben in ein 80 °C-Wasserbad über Nacht
hitzegetötet.
Die Lebensfähigkeit
der Kulturbrühe
wurde mit einer kleinen Menge an hitzegetöteten Bakterien getestet. Die
Brühe wurde
mit hitzegetöteten
Bakterien inokuliert, bei 37 °C
für fünf Tage
inkubiert und täglich
hinsichtlich des Wachstums untersucht, da die Bakterien für die Verwendung
in dem Impfstoff getötet
werden müssen.
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Die
hitzegetöteten
Bakterien wurden lyophilisiert, bis sie trocken waren. Die trockenen
Bakterien wurden dann mit steriler Salzlösung auf eine Konzentration
von 2,2 × 108 Bakterienzellen/ml Kochsalzlösung gemischt
(1,0 optische Dichte Ablesung bei 660 nm).
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TABELLE
1 Antigene
in dem S-100-Impfstoff
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Beispiel 2
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Entzündungshemmende Wirkung von
hyperimmunisiertem Ei
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Dieses
Beispiel zeigt die entzündungshemmende
Wirkung von hyperimmunisiertem Ei, wie in Beispiel 1 beschrieben,
auf Carrageenan-induziertes Hautödem
bei Hunden auf einer Diät,
umfassend hyperimmunisiertes Ei. Diese Ergebnisse zeigen, daß hyperimmunes
Ei die Entzündung
reduziert. Die Wirkung auf die Entzündung wurde mit der verglichen,
die mit dem nichtsteroidalen Antirheumatikum Ibuprofen bei 10 mg/kg
ED50 Dosis in diesem Test erhalten wurde.
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Zwanzig
weiße
Eagle Beagles (vier Gruppen von jeweils fünf Hunden) wurden mit einer
Grunddiät (350
g) aus kommerziell erhältlichem
Lamm und Reishundefutter gefüttert.
Wie in Tabelle 2 dargestellt, erhielten zwei Gruppen von fünf Hunden
(Gruppen 1 & 2)
nur die Grunddiät
während
des konditionierenden Zeitraums von ungefähr 100 Tagen. Außerdem wurden
die Hunde aus Gruppe 2 mit dem nicht steroidalen Antirheumatikum,
Ibuprofen, vor der entzündlichen
Reizung mit Carragee nan behandelt. Während desselben Zeitraums wurden
die übrigen
zwei Gruppen (3 & 4)
mit der Grunddiät
zusammen mit hyperimmunem Ei (HIE) gefüttert. Die Gruppe 3 erhielt
3,5 g hyperimmunes Ei, während
die Gruppe 4 35 g hyperimmunes Ei, das zu der Diät zugegeben wurde, erhielt.
Am Ende der konditionierenden Diätbehandlung
wurden die Hunde mit einer Intrakutaninjektion von 2 % Carrageenan
gereizt und eine Entzündungsreaktion
wurde bewirkt.
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Das
Reizsetzungsverfahren war folgendermaßen. Ein Hund aus jeder Gruppe
wurde zufällig
für die Reizsetzung
ausgewählt
und jeden Tag getestet. Dieses Verfahren wurde täglich für fünf Tage wiederholt, bis alle
Hunde aus allen Gruppen getestet wurden. 15 Minuten vor dem Reizsetzungsverfahren
erhielten die Hunde aus Gruppe 2 10 mg/kg Ibuprofen oral. Alle Hunde
wurden durch intravenöse
Injektion anästhesiert
und auf der linken Seite rasiert (ungefähr 6 × 8 Inch). Zwei Linien mit
3 Markierungen wurden auf der rasierten Fläche gemacht und mit 1 bis 6
beziffert. Eine Intrakutaninjektion von 0,1 ml Kochsalzlösung wurde
an Markierung 1 als eine negative Kontrolle verabreicht. Von Markierung
2 bis 6 wurde eine 0,1 ml Intrakutaninjektion einer 2%igen Lösung aus
Carrageenan verabreicht. Die Injektionen wurden durch dieselbe Person
für die
Dauer der Studie verabreicht. Intrakutaninjektionen dieser Konzentration
von Carrageenan wurden zuvor bestimmt, damit sie eine meßbare Schwellung
in 100 % der Tiere hervorrufen, was durch 10 mg/kg Ibuprofen verringert
werden könnte.
Am Ende der letzten Injektion von Carrageenan wurden die Messungen
von jeder Schwellung unter Verwendung eines Mikrometers durchgeführt und
die Zahlen wurden aufgezeichnet. Die anästhesierten Tiere konnten sich
erholen und sechs Stunden später
wurden die Messungen wiederholt und aufgezeichnet. Die mittlere
Größe der Entzündungsreaktion
wurde für
jede Gruppe bestimmt.
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Diese
Ergebnisse zeigten eine signifikante Verringerung der Schwellung
bei den Tieren, die mit hyperimmunem Ei gefüttert wurden (3,5 g plus Grunddiät und 35
g plus Grunddiät),
was eine vorbeugende Wirkung des hyperimmunen Eis auf die Entzündung angibt,
wenn oral gefüttert.
Außerdem
zeigen die Ergebnisse, daß entzündungshemmende
Aktivität
des hyperimmunen Eis vergleichbar war mit der Wirkung, die mit dem
entzündungshemmenden
Arzneimittel Ibuprofen gesehen wird. Die Unterschiede bei dem p < 0,05 Signifikanzniveau
lagen zwischen der behandelten und der Kontrollgruppe.
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Beispiel 3
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Isolierung von entzündungshemmender
Eizusammensetzung < 30.000
Dalton aus hyperimmunem Vogelei
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Schritt 1: Herstellung
von wasserlöslichem
Filtrat aus Ei
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Flüssiges Eigelb,
flüssiges
Eiweiß und
Eigelbpulver wurden verarbeitet, um die wasserlösliche Fraktion zu erhalten.
Das flüssige
Eigelb wurde durch das Octansäurephasentrennverfahren
(CAPS) entfettet, offenbart durch Lee (US-Pat. Nr. 5,367,054), wie
in diesen Beispielen beschrieben. Flüssiges Eiweiß wurde
für einen
spezifizierten Zeitraum erhitzt, wie in diesen Beispielen beschrieben.
Das Eigelbpulver wurde mit binärem
Lösungsmittel,
superkritischem CO2 oder Enzym entfettet,
wie in diesen Beispielen beschrieben.
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Schritt 2: Ultrafiltration
der wasserlöslichen
Fraktionen
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Die
wasserlöslichen
Fraktionen wurden in einem Amicon DC10L Ultrafiltrations-System
mit einer spiralgewundenen 30K MW CO Ultrafiltrationsmembran konzentriert.
Die Ultrafiltrationspatrone weist eine Membranoberfläche von
10 ft2 auf, und lief nahe 40 psi Eingangs-
und 33 psi Ausgangsdruck (7 psi Transmembrandruck) mit einer Rezirkulationsfließgeschwindigkeit
von 10,4 l/min und einer Flußfließgeschwindigkeit
von 2,3 l/min.
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Schritt 3: Ionenaustauschchromatographie
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Das
Filtrat aus der DC10L-Ultrafiltration der wasserlöslichen
Fraktionen wurde durch Anionenaustauschchromatographie weiter verarbeitet.
Bei dieser Verfahrensweise wurde DEAE-Sepharose Fast Flow gel (Pharmacia)
verwendet, um eine 3 × 15
cm Glassäule
zu packen, die mit sterilem doppelt destilliertem Wasser, pH 7,0, äquilibriert
wurde.
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500
ml des Filtrats (< 30.000
Dalton), vorfiltriert durch einen 0,2-Mikrometer-Filter, wurden
auf die Säule
aufgebracht, welche mit 500 ml sterilem, doppelt destilliertem Wasser,
pH 7,0, bei einer Fließgeschwindigkeit von
10 ml pro min gewaschen wurde. Die gebundene Fraktion, von der angenommen
wird, daß sie
die entzündungshemmende
Eizusammensetzung enthält,
wurde mit 250 ml von 0,15M NH4OAc elu iert.
Die Fraktionen wurden gesammelt und bei 280 nm in einem LKB Uvicord
2138 Monitor mit optischer Dichte, ausgedruckt auf einem damit verbunden
Aufzeichnungsgerät, überwacht.
Das Elutionsprofil der Endotoxin-freien im wesentlichen reinen entzündungshemmenden
Eizusammensetzung ist in 1 gezeigt. Die entzündungshemmende Eizusammensetzungsfraktion
wurde für
die weitere Verarbeitung lyophilisiert.
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Herstellung von entzündungshemmender
Eizusammensetzung < 30.000
Dalton aus flüssigem
Eigelb und flüssigem
Eiweiß
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2
Liter von hyperimmunem Eigelb wurden durch das Octansäurephasentrennverfahren
(CAPS) entfettet, offenbart von Lee (US-Pat. Nr. 5,367,054). Kurz,
S-100-Eigelb wurde 15fach in einer gepufferten Lösung aus 1 % Octansäure und
0,06M Natriumchlorid in 0,02M Acetat bei einem pH von 5,0 verdünnt. Die
wässerige Phase
wurde durch Filtration von der ausflockenden Phase abgetrennt und
auf pH 7 mit 0,5M NaOH eingestellt. Die wässerige Phase wurde ultrafiltriert,
bis 2 l Retentat übrig
blieben. Das Ultrafiltrat wurde auf die DEAE-Sepharosesäule aufgebracht.
46,6 g entzündungshemmende
Eigelbzusammensetzung wurden aus 2 l Eigelb nach der DEAE-Säulenchromatographie
erhalten (siehe 4).
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1
Liter hyperimmunes Eiweiß wurde
mit 3 l deionisiertem Wasser verdünnt. Das Gemisch wurde auf 90 °C für 1 Stunde
erhitzt, abgekühlt
und zentrifugiert. Der Überstand
wurde durch 40-Mikrometer-Filterpapier filtriert und ultrafiltriert,
bis ungefähr
64 ml Retentat erhalten wurden. 500 ml Ultrafiltrat wurden auf die DEAE-Sepharosesäule aufgebracht.
Aus 1 l Eiweiß wurden
4,4 g entzündungshemmende
Zusammensetzung nach der DEAE-Sepharosesäulenchromatographie erhalten
(siehe 5).
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Herstellung von entzündungshemmender
Eizusammensetzung < 30.000
Dalton aus Eigelbpulver
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Drei
Verfahrensweisen wurden verwendet, um das Eigelbpulver zu entfetten
und dann entzündungshemmende
Eizusammensetzung aus dem entfetteten Eigelbpulver (7)
zu isolieren.
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Verfahrensweise 1: Binäre Lösungsmittelextraktion
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Hyperimmunes
Eigelbpulver wurde mit einem Gemisch vereinigt, das aus absolutem
Ethanol und Hexan besteht, um die Lipide aus Eigelb zu entfernen,
gefolgt von wässeriger
Trennung der entzündungshemmenden
Eizusammensetzungsfraktion. Kurz, 400 g hyperimmunes Eigelbpulver
wurden mit 2 l binärem
Lösungsmittel
vereinigt (25 % absolutes Ethanol –75 % Hexan oder 25 % Isopropanol –75 % Hexan)
und gemischt. Der Lösungsmittelüberstand
wurde entfernt, und zwei zusätzliche
Lösungsmittelextraktionen
wurden für
die gesamten drei Lipidextraktionen durchgeführt. Das Endextraktionsgemisch
wurde zentrifugiert, um die Endtrennung zu unterstützen. Das
entfettete Eigelbmaterial wurde getrocknet und mit 4.000 ml deionisiertem Wasser
vereinigt, und der pH wurde auf 7 mit 0,5M NaOH eingestellt. Es
wurde dann auf 500 ml in einem Amicon DC10L Ultrafiltrations-System
konzentriert.
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Die
entzündungshemmende
Eizusammensetzung in dem Ultrafiltrat (< 30.000 Dalton) wurde durch DEAE-Sepharosechromatographie
weiter isoliert, und die entzündungshemmenden
Eizusammensetzungsfraktionen wurden für die weitere Verarbeitung
lyophilisiert. Nach der DEAE-Chromatographie wurden 0,45 g entzündungshemmende
Zusammensetzung aus dem Ultrafiltrat rückgewonnen und hinsichtlich
der Aktivität getestet
(3).
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Verfahrensweise 2: Superkritische
CO2-Extraktion
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Trockenes
hyperimmunes Eigelbpulver wurde unter superkritische Bedingungen
gesetzt, um einen Teil der Lipide aus dem Eigelb zu entfernen, gefolgt
von wässeriger
Trennung von entzündungshemmender Eizusammensetzungsfraktion.
Zusammenfassend wurden ungefähr
400 g trockenes immunes Eigelbpulver in die Autoclave Engineers® SCE-Einheit
gegeben und wurden der statischen CO2-Extraktion
bei ~5400 psi bei 32,2 °C
für 20
Stunden unterzogen. Das teilweise entfettete Eigelb wurde mit 4.000
ml deionisiertem Wasser homogenisiert und bei 10.000 U/min für 30 Minuten
zentrifugiert. Der wässerige Überstand
wurde abgetrennt und dann auf 500 ml in einem Amicon DC10L Ultrafiltrations-System
konzentriert. Die entzündungshemmende Eizusammensetzung
in dem Permeat (< 30.000
Dalton) wurde weiter durch DEAE-Sepharose-Anionenaustauschchromatographie
isoliert.
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Die
entzündungshemmenden
Eizusammensetzungsfraktionen wurden für die weitere Verarbeitung
lyophilisiert, und 1,86 g der entzündungshemmenden Eizusammensetzung
wurden aus dem Ultrafiltrat nach der DEAE-Chromatographie erhalten. 6 zeigt
die Bioassayaktivität
der im wesentlichen reinen Zusammensetzung nach dem Entfetten durch
superkritische CO2-Extraktion, Ultrafiltration
und DEAE-Chromatographie.
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Verfahrensweise 3: Enzymbehandlungsextraktion
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Hyperimmunes
Eigelbpulver wurde mit einem Gemisch, bestehend aus Newlase F in
Lactatpuffer, inkubiert, um die Lipide aus dem Eigelb zu entfernen,
gefolgt von der wässerigen
Trennung der entzündungshemmenden
Zusammensetzungsfraktion. Kurz, 300 g getrocknetes S-100-Eigelbpulver
wurden mit 6 l von 0,05M Lactatpuffer, pH 4,0, und 27 g Newlase
F (Sigma #P-5027) gemischt und homogenisiert. Das Gemisch wurde
bei 50 °C
für eine
Stunde inkubiert und dann wurde die untere wässerige Phase filtriert. Die
resultierende wässerige
Phase wurde mit 0,5M NaOH neutralisiert und dann auf Amicon DC10L
(30K MWCO) konzentriert, bis 3 l Permeat gesammelt waren. 276 ml
des Permeats wurden auf eine DEAE-Sepharosesäule aufgebracht. Nach der DEAE-Chromatographie
wurde das Permeat mit einem MW von 30.000 hinsichtlich der entzündungshemmenden
Aktivität
analysiert.
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Depyrogenation und Analyse
des Endotoxingehalts von Isolaten der entzündungshemmenden Eizusammensetzung
mit < 30.000 Dalton
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Depyrogenation
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Die
Isolate der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung wurden depyrogeniert, um das Endotoxin zu beseitigen,
das die entzündungshemmende
Zusammensetzungsaktivität
imitiert. Kurz, 60 mg entzündungshemmendes
Eipulver wurden in 15 ml steriler physiologischer Kochsalzlösung gelöst. Das
Gemisch wurde durch UI-trazentrifugation
in 3K MWCO Centriplus-Konzentratoren (Amicon) depyrogeniert. Die
Centriplus-Konzentratoren wurden zuvor mit PyroCLEAN (AIerCHECK,
Inc.) unter Verwendung von aseptischen Techniken unter Laminarströmung depyrogeniert.
Endotoxin kann ebenso durch Standardverfahren entfernt werden, die
für den
Fachmann zugänglich
sind, und muß nicht
auf Molekulargewichtstrennung basieren.
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Analyse
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Für Nachweiszwecke
wurde die depyrogenierte entzündungshemmende
Eizusammensetzung hinsichtlich des Endotoxingehalts durch den Tumor-Nekrose-Faktor
(TNF) heterologen Immunassay (ELISA) analysiert. Kurz, ein aliquoter
Teil der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung, verdünnt
mit physiologischer Kochsalzlösung,
wurde zu Platten zugegeben, enthaltend J774 Makrophagen, gezüchtet in
Roswell Park Memorial Institute (RPMI) Medien mit 10 % fetalem Kalbsserum.
Nach 4 Stunden der Inkubation bei 37 °C wurde der Überstand zu einer Platte zugegeben,
beschichtet mit monoklonalem Anti-TNF-Antikörper und blockiert mit 2 %
Rinderserumalbumin (BSA) in phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS).
Nach der Inkubation über
Nacht der Platte bei Raumtemperatur wurden biotinylierter Antikörper und
Streptavidinperoxidase zugegeben. 3,3',5,5'-Tetramethylbenzidin-(TMB-)
Substrat wurde zu der Platte für
die Farbentwicklung zugegeben. Die Extinktion der Plattenlochgehalte
wurde bei 450 nm abgelesen. Die TNF-Konzentration in der entzündungshemmenden
Eiprobe wurde durch Interpolieren aus der Standardkurve bestimmt.
Der TNF-Gehalt der Isolate der entzündungshemmenden Eizusammensetzung
nach der Depyrogenation war unwesentlich (siehe Tabelle 3). TABELLE
3

- a Medien weisen
nur 46,5 pg TNF/ml auf.
- b Medien weisen kein TNF auf.
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Wirkung von Endotoxin-freier
entzündungshemmender
Zusammensetzung < 30.000
Dalton auf Leukozytenmigration
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Die
entzündungshemmende
Wirkung von im wesentlichen reiner entzündungshemmender Eizusammensetzung
mit < 30.000 Dalton
bei jeder Dosierung wurde durch die Verringerung der Anzahl von
Leukozyten in den Pleuraexsudaten von mit im wesentlichen reiner
entzündungshemmender
Eizusammensetzung behandelten Ratten im Vergleich zu denen von Kontrollratten
bestimmt (siehe Tabelle 4, 2). 2 und
Tabelle 4 vergleichen die Wirkung der im wesentlichen reinen hyperimmunisierten
Eigelb- und Eiweißfraktionen
mit der, die aus regulären
Tafeleiern erhalten wird. Alle Dosierungen von im wesentlichen reiner
hyperimmuner entzündungshemmender
Zusammensetzung führten
zu einer Verringerung der Anzahl von Leukozyten, die in das Pleuraexsudat
migrieren. Die größte Wirkung
wurde bei den Patienten beobachtet, die 2 mg der im wesentlichen
reinen Zusammensetzung aus Eigelb erhielten.
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TABELLE
4 Inhibierung
der Leukozytenmigration in die Pleuraexsudate bei unterschiedlichen
Dosierungen der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung
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Charakterisierung
der entzündungshemmenden
Eizusammensetzung
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Das
Molekulargewicht der im wesentlichen reinen entzündungshemmenden Eizusammensetzung, hergestellt
durch das oben beschrieben Verfahren, betrug weniger als 30.000
Dalton. Dies wurde aus der Tatsache abgeleitet, daß der erste
Schritt bei der Isolation der Zusammensetzung aus Eigelb und Eiweiß durch Ultrafiltration
unter Verwendung einer Membran erfolgte, die den Durchgang von Molekulargewichtsspezies > 30.000 Dalton nicht
erlaubte.
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Die
Zusammensetzung weist eine negative Ladung unter vorherrschenden
Bedingungen auf. Der pKa-Wert dieses Gels beträgt 9,5. Dies wurde durch Aufbringen
von Eiultrafiltrat auf eine DEAE-Sepharose-Ionenaustauschsäule bestimmt.
Die entzündungshemmende
Zusammensetzung eluierte nicht mit Wasser aus der Säule. Die
Veränderung
der Elutionsmedien auf NH4OAc-Lösung oder
jede Salzlösung
oder Puffer mit einem pH höher
als 9,5 verursachte die Elution der entzündungshemmenden Eizusammensetzung.
Wenn das Ultrafiltrat auf die DEAE-Säule aufgebracht wurde, bildeten
verschieden Proteine und Salze die nicht gebundene Fraktion (Peak
1, 1). Peaks wurden aufgezeichnet, wenn die Säule mit
NH4OAc-Lösung
(Peak 2) und dann NaCl-Lösung
(Peak 3) gewaschen wurde. Die Fraktion, isoliert aus Peak 2, zeigte
entzündungshemmende
Aktivität,
basierend auf einem Rattenassay. Der dritte Peak zeigte geringfügige Aktivität. Die entzündungshemmende
Eiweißzusammensetzung
ist bei 90 °C
für 1 h
wärmebeständig.
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Außerdem kann
die entzündungshemmende
Eizusammensetzung aus Eigelb und Eiweiß isoliert werden. Die entzündungshemmende
Eizusammensetzung aus Eigelb zeigt höhere Aktivität als die
entzündungshemmende
Eizusammensetzung aus Eiweiß (2,
Tabelle 4).
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Beispiel 4
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Bevorzugtes
Verfahren zum Herstellen einer hochreinen entzündungshemmenden Zusammensetzung
aus Ei
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Die
folgenden Beispiele beschreiben ein Verfahren (geeignet für Reinigung
im großen
Maßstab)
für den
Erhalt der entzündungshemmenden
Zusammensetzung aus Vogeleiern in ihrer hochreinen, nicht-aggregierten
Form mit geringstem Molekulargewicht. Volleier, hyperimmunisierte
und Kontrolltafeleier wurden aufgeschlagen und das Eiweiß wurde
von dem Eigelb abgetrennt und beide wurden sprühgetrocknet. Hyperimmunisierte
Eier wurden erhalten, wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Eiweißpulver
wurde separat verarbeitet, um die wässerige Fraktion für die Ultrafiltration
zu erhalten.
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Alle
Reinigungsschritte wurden so durchgeführt, daß die mögliche Kontamination mit Bakterien
oder Pyrogenen minimiert wurde. Steriles Wasser wurde verwendet,
um Lösungen
herzustellen, und alle Glaswaren wurden depyrogeniert. Außerdem wurde
die Lösung
steril filtriert.
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Beispiel 4a
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Herstellung
von entzündungshemmender
Eizusammensetzung aus Eigelbpulver Lösungsmittelextraktion
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Das
getrocknete Eigelb wurde der Flüssiglösungsmittelextraktion
mit entweder Propan oder Butan unterzogen, um die Lipide aus der
wässerigen
Eigelbfraktion, die die entzündungshemmende
Zusammensetzung enthält,
zu entfernen. Kurz, 500 g trokkenes Eigelbpulver wurden in eine
Säule gegeben,
zu der 4 Liter flüssiges
Propanlösungsmittel
zugegeben wurden. Der Lösungsmittelüberstand
und extrahiertes Lipid wurden entfernt. Sechs zusätzliche
Lösungsmittelextraktionen
wurden für
insgesamt sechs Lipidextraktionen durchgeführt.
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Ultrafiltration
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400
g des trockenen entfetteten Eigelbs wurden mit 4 Liter sterilem
destilliertem Wasser verdünnt
und mit einem Virtis (Handishear) homogenisiert. Das Eigelbgemisch
wurde entweder bei 24 U/min zentrifugiert oder stand tiefgekühlt, bis
die nichtgelösten
Eigelbteilchen ausfielen. Die resultierende wässerige Fraktion wurde unter
Verwendung eines Amicon RA1000 Ultra-Filtrationssystems, ausgestattet
mit einer Federmembran mit 3000 Cut-off-MW, ultrafiltriert. Die
Pumpgeschwindigkeit wurde bei 20 psi Eingangsdruck und 15 psi Ausgangsdruck
gehalten. Die Permeate mit Molekulargewicht von < 3000 wurden unter Verwendung eines
0,45 µm
sterilen weg werfbaren Nalgene-Filters steril filtriert und lyophilisiert
oder zur Lagerung, Bioassaytests oder weiteren Reinigung eingefroren. 8 zeigt
ein Fließdiagramm
des Reinigungsverfahrens.
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Molekülspezies
unter 3.000 Dalton aus Eigelb enthalten die entzündungshemmende Zusammensetzung
in einer nicht-aggregierten Form mit niedrigem Molekulargewicht.
Aus 400 g Ausgangsmaterial betrug die Ausbeute an entzündungshemmender
Zusammensetzung ungefähr
12 g oder 3 % insgesamt. Bioassaytests von dieser 3K-Fraktion hinsichtlich
der entzündungshemmenden
Aktivität
zeigten hohe Niveaus an Aktivität (Beispiel
6a).
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Beispiel 4b
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Erzeugung von entzündungshemmender
Eiaktivität
aus Eiweißpulver
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4
g Eiweiß,
isoliert aus sowohl hyperimmunisiertem Ei, wie in Beispiel 1 beschrieben,
als auch Kontrolltafelei, wurde mit einem Liter deionisiertem Wasser
verdünnt.
Das Gemisch wurde homogenisiert und durch einen 40-μm-Filter
filtriert und durch ein 3K MW CO Ultra-Filtrationssystem (9)
ultrafiltriert. Aus 400 g Eiweißpulver
wurden 8,6 g oder 2,15 % der entzündungshemmenden Zusammensetzung
gewonnen. Dieses Material zeigte Bioassayaktivität bei der Inhibierung der Ratten-Leukozytenmigration
zu einer induzierten Verletzungsstelle (Beispiel 6a).
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Dieses
Beispiel zeigt die Herstellung der aktiven entzündungshemmenden Zusammensetzung
aus Eiweißmaterial
von sowohl hyperimmunen als auch Kontrolltafeleiern.
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Beispiel 5
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DEAE-Ionenaustauschchromatographie
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Die
entzündungshemmende
Eizusammensetzung wurde ebenso durch Anionenaustausch-DEAE-Chromatographie
weiter charakterisiert. Dieses Beispiel zeigt, daß die entzündungshemmende Zusammensetzung
bei neutralem pH negativ geladen ist.
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10K
Ultra-Filtrat aus sowohl Eiweiß-
als auch Eigelbmaterial wurde in der gleichen Art und Weise wie in
Beispiel 4a beschrieben erhalten, außer daß eine Membran mit einem MW
von 10.000 anstelle der Membran mit einem MW von 3000 verwendet
wurde.
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Eine
DEAE-Poros 50-Säule
(10/50 Millimeter) wurde mit sterilem doppelt destilliertem Pyrogen-freiem Wasser
(Sigma), pH 7,0, äquilibriert.
10 mg des Ultrafiltrats (< 10.000
MW), gelöst
in 100 ml sterilem Pyrogen-freiem doppelt destilliertem Wasser,
wurden auf die DEAE-Poros-Säule
auf dem BioCad 700 aufgebracht (Perseptives Biosystems). Bei einer
Fließgeschwindigkeit
von 10 ml/min wurde das Material auf die Säule aufgebracht. Die anfängliche
Elution des Materials, das nicht an die Säule gebunden war, wurde mit
destilliertem Wasser entfernt und gesammelt. Ein linearer Gradient
von Ammoniumacetat (0 % bis 100 %) wurde verwendet, um das Material,
das an die Säule
gebunden war, und die Fraktionen, die mit UV-Absorption bei 280
nm und 254 nm überwacht
wurden, zu eluieren und 10 ml Fraktionen wurden durch einen Avantec-Fraktionssammler
gesammelt. NaCl (0,15M) wurde verwendet, um das restliche Material,
das an die Säule
gebunden war, zu entfernen. Die Säule wurde mit destilliertem
Wasser gewaschen, bis die Extinktion von 280 nm und 254 nm zur Grundlinie
zurückkehrte.
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10 zeigt
ein typisches Chromatogramm. Der Pfeil gibt die aktive entzündungshemmende
Fraktion (Peak 2) an. Ein typisches Elutionsprofil mit NH4-Acetat wird mit Veränderungen im Elutionspuffer,
der durch die Pfeilspitze angegeben ist, gezeigt. Das Eluat wurde
mit einem 0,45 µm
sterilen Filter steril filtriert, zur Trockne lyophilisiert und
gewogen. Der Bioassay der einzelnen Peaks zeigte, daß der Peak,
der die Aktivität
enthält, in
Peak 2 (Beispiel 6b) gefunden wurde. Die Fraktion, isoliert durch
DEAE-Ionenaustauschchromatorgraphie, zeigte, daß die entzündungshemmende Zusammensetzung
negativ geladen war.
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Beispiel 6
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Assay der
entzündungshemmenden
Aktivität
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Blindversuche
von im wesentlichen gereinigten Fraktionen von Eigelb und Eiweiß, aus Tafeleiern
und hyperimmunen Eiern wurden hinsichtlich der entzündungshemmenden
Aktivität
analysiert. Der Testassay mißt die
Inhibierung der Leukozytenmigration von kleinen Venen zu einer induzierten
Verletzungsstelle in der Pleurahöhle
von Ratten.
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Weibliche
Ratten (Charles River, MA), die 120 bis 150 g wogen, wurden in der
Pleurahöhle
mit 2 ml von 1 % Carrageenan (ein Reizmittel) in physiologischer
Kochsalzlösung
injiziert, um die Leukozytenmigration in die Pleurahöhle zu induzieren.
Die Ratten wurden dann intraperitoneal (IP) mit 0,5 ml Dosen von
jeder Testfraktion in physiologischer Kochsalzlösung bei der ausgewählten Konzentration
injiziert. Zwei Ratten wurden bei jeder Konzentration injiziert.
Eine Injektion von Kochsalzlösung
wurde als eine Kontrolle verwendet. 4 Stunden nach der Injektion
wurden die Tiere unter Verwendung von Verfahren gemäß dem Tierschutzgesetzt
getötet.
Das Pleuraexsudat wurde entfernt und die Leukozyten wurden hinsichtlich
der Bewertung fixiert. 50 Mikroliter des Exsudats wurden auf einen
markierten Objektträger
geladen und auf eine Cytospin geladen. Nach dem Ende des Cytospinkreislaufs
wurden die Objektträger
mit Cytoprep-Fixiermittel (Fisher Scientific Co. Atlanta) besprüht und mit
Hematoxylin eingefärbt.
Fünf repräsentative
Flächen
von jedem Objektträger
wurden bewertet und die Anzahl an Leukozyten wurde mit dem Bioscan
Optimas Image Analysis Programm gezählt. Der Durchschnitt von allen
fünf Zählungen
wurde für
die gesamte durchschnittliche Leukozytenzählung für jede Ratte verwendet. Die
prozentuale Inhibierung wurde im Vergleich zu den Kontrollkochsalzinjektionen
für jede Probenkonzentration
berechnet.
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Beispiel 6a
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Vergleich von entzündungshemmender
Aktivität
aus Eiweiß,
Eigelb, hyperimmunen und Tafeleiern
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Gereinigte
Fraktionen aus sprühgetrocknetem
entfettetem Eigelb und Eiweiß aus
Tafeleiern und hyperimmunisierten Eiern, wie in Beispiel 4 beschrieben,
wurden hin sichtlich der entzündungshemmenden
Aktivität
getestet. Das Permeat mit einem MW von weniger als 3000 aus Tafeleiweiß, hyperimmunisiertem
Eigelb und hyperimmunisiertem Eiweiß wurde nach der Ultra-Filtration,
wie in Beispiel 4 und 5 beschrieben, erhalten. Zwei Tiere für jede Probe
wurden mit entweder Kochsalzlösung,
1, 5, 10 oder 20 mg der Testfraktionen IP injiziert und, wie in
Beispiel 6 beschrieben, bewertet.
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11 zeigt,
daß hochreine
Eigelbfraktionen mit einem Molekulargewicht von weniger als 3000
aus hyperimmunisierten Hühnern
eine 65%ige Inhibierung der Leukozytenmigration bei einer Dosis
von 1 mg/Ratte zeigten. Diese hyperimmunen Eigelbfraktionen zeigten
ebenso ein höheres
Niveau an Aktivität
(65%ige Inhibierung bei einer Dosis von 1 mg/Ratte) als Fraktionen,
die aus hyperimmunem Eiweiß (38
%) bei derselben Dosis erhalten wurden. Kontrolleiweiß zeigte
weniger entzündungshemmende
Aktivität
(25%ige Inhibierung bei einer Dosis von 1 mg/Ratte). Nichthyperimmunisierte
Eifraktionen enthalten ebenso die entzündungshemmende Aktivität, da alle
Hennen geimpft werden und der natürlichen Immunisierung aufgrund
der Gegenwart von Mikroorganismen und Allergenen in der Umgebung
unterliegen. Überraschenderweise
wird jedoch das Niveau der entzündungshemmenden
Zusammensetzung in sowohl Eigelb als auch Eiweiß durch das Verfahren der Hyperimmunisierung
erhöht.
Da Komponenten in Ei im allgemeinen entweder in lipidreiches Eigelb
oder Eiweiß unterteilt
werden, ist es überraschend,
daß die
entzündungshemmende
Aktivität
in der Fraktion mit einem MW von weniger als 3000 aus sowohl dem
Eigelb als auch Eiweiß gefunden
wurde.
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Dieses
Beispiel zeigt, daß die
entzündungshemmende
Zusammensetzung weniger als 3000 Dalton beträgt, in Eigelb und Eiweiß gefunden
wird und in viel höheren
und wirksameren Mengen in hyperimmunen Eifraktionen als in Kontrolltafeleiern
gefunden wird. Tatsächlich
wird die hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung in hyperimmunisierten Eiern in einer Menge gefunden,
die beim Behandeln von Entzündung wirksam
ist.
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Beispiel 6b
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Wirkung der negativ geladenen
DEAE-Fraktionen auf die Leukozytenmigration
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Gemäß der entzündungshemmenden
Bioassayverfahrensweise wurden der negativ geladene DEAE-Peak 2,
eluiert mit NH4OAc, das 3K und 10K Ultra-Filtrat
aus hyperimmunem Eigelb hinsichtlich der Aktivität getestet. Jede Probe wurde
bei den angegebenen Dosierungen getestet.
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12 zeigt,
daß die
negativ geladene DEAE-Fraktion, das 3K und 10K Ultra-Filtrat aus Eiern
von hyperimmunisierten Hühnern
ein hohes Niveau an entzündungshemmender
Aktivität
im Vergleich zu der Kochsalzlösungskontrolle
zeigt.
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Beispiel 6c
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Vergleich mit entzündungshemmenden
Arzneimitteln
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Die
entzündungshemmenden
Arzneimittel Indomethacin und Aspirin wurden mit dem Ei-3K-Ultra-Filtrat
zur Inhibierung der Leukozytenmigration in vivo verglichen. Bei
diesem Assay wurden die intraperitonealen Injektionen bei den Dosierungen
von:
1000 µg,
100 µg,
10 µg,
1 µg,
für Indomethacin,
Aspirin und die 3K entzündungshemmende
Eizusammensetzung aus hyperimmunem Ei verabreicht.
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13 zeigt,
daß das
3K Ultra-Filtrat und Aspirin ähnliche
Niveaus von entzündungshemmender
Aktivität
zeigen. Das Niveau der Inhibierung der Leukozytenmigration durch
Indomethacin scheint bei niedrigeren Dosierungen reduziert zu werden
(1 bis 100 µg/Ratte).
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Dieses
Beispiel zeigt, daß die
entzündungshemmenden
Fraktionen aus Ei eine Wirkung im Vergleich zu dem Leukozytenmigrationsassay
gegenüber
bekannten entzündungshemmenden
Arzneimitteln haben.
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Beispiel 7
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Reinigung von entzündungshemmendem
Faktor durch Umkehrphasen-Hochdruck-Flüssigchromatographie (HPLC)
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Im
wesentlichen reine DEAE-Fraktionen mit weniger als 3K, 10K aus Eigelb
und 30K DEAE-Fraktion aus Eiweiß wurden
auf einer Waters C8 Symmetrie-Umkehrphasensäule (3,9 × 250 mm) abgetrennt. Ein linearer
Gradient von 10 % bis 80 % Methanol und H2O
wurde als die mobile Phase auf einem Waters Modell 2010 HPLC mit
einem 717 plus Auto-Sampler und einem 996 Diodenarraydetektor verwendet.
Die lyophilisierten Proben wurden in 100 bis 200 ml sterilem doppelt
destilliertem Wasser verdünnt.
Die Säule
wurde bei einer Fließgeschwindigkeit
von 2 ml pro Minute eluiert und die Abflußdiodenarraydaten wurden bei
allen Wellenlängen
von 200 nm bis 350 nm gespeichert.
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14 zeigt
ein MAX-Chromatogramm der Trennung des 3K-Permeats. Dieses Chromatogramm zeigt
die zwei Hauptpeaks von weniger als 3K Molekulargewicht, was zu
einer hochreinen entzündungshemmenden
Eizusammensetzung führt. 15 zeigt
die Trennung der Zusammensetzung von einem 10K-Permeat, das auf
einer DEAE-Ionenaustauschsäule
abgetrennt wurde, wie in Beispiel 5 dargestellt. Zwei Peaks, ähnlich denen,
die mit der 3K-Ultra-Filtratfraktion beobachtet wurden, wurden erhalten.
Diese Ergebnisse zeigen, daß beide
Fraktionen, weniger als 3K und DEAE, das ebenso entzündungshemmende
Aktivität
(Beispiel 7) zeigte, verwendet werden können, um eine hochreine negativ
geladene Komponente zu erhalten.
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Die
Analyse der Zusammensetzung der 3K-Eigelbfraktion zeigte die Gegenwart
einer anfänglichen Reihe
von Peaks, die bei einer bis zwei Minuten eluieren, und drei Peaks,
die bei 10 bis 20 Minuten eluieren. Dieses Beispiel zeigt, daß die entzündungshemmende
Zusammensetzung ein MW von weniger als 3000 hat und durch das Verfahren
in einen relativ reinen Peak getrennt werden kann.
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Präparative
HPLC
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Um
große
Mengen des entzündungshemmenden
Faktors nach der Ultrafiltration zu erhalten, ist der bevorzugte
Schritt, die hochreine Zusammensetzung mit einem Mo lekulargewicht
von weniger als 3000 auf einer präparativen HPLC-Säule abzutrennen.
Folglich wurde eine 5,08 × 20
cm Säule
mit Zorbax C8 Packmaterial gepackt und 4 g des Ultrafiltrats mit
einem MW von weniger als 3000 wurden während jedes Durchlaufs gereinigt.
Unter Verwendung einer mobilen Phase von 80/20 H2O/Methanol
mit 0,05 % TFA wurde bei einer Fließgeschwindigkeit von 90 ml
pro Minute das Permeat in die hochreine Zusammensetzung abgetrennt,
gesammelt und lyophilisiert. Dann wurde der gesammelte Peak auf
einer analytischen C8-Säule
erneut getestet. Mit dem beschriebenen Verfahren wurden große Mengen
des ultrareinen Peaks durch präparative
HPLC erhalten und hinsichtlich der Bioassayaktivität, elementaren
Zusammensetzung und chemischen Struktur, Massenspektroskopie, Elementaranalyse,
Infrarotspektroskopie und kernmagnetischen Resonanz analysiert,
wobei NMR verwendet wird, um die Struktur des Faktors zu bestimmen.
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Beispiel 8
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Physikalische Eigenschaften
der entzündungshemmenden
Zusammensetzung aus Ei
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Dieses
Beispiel zeigt die Stabilität
gegen Erhitzen, Veränderungen
in Säure
und Base, Proteinasebehandlung.
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4
mg des Ultrafiltrats mit einem MW von weniger als 3000 wurden in
sterilem Wasser verdünnt
und 100 °C
für 30
Minuten unterzogen. Die Proben des Ultrafiltrats mit weniger als
3K wurden Säure
HCl pH 2,0, neutral pH 7,4 oder Base NaOH pH 9,0 für 30 Minuten
vor der Neutralisierung unterzogen. 3K-Fraktionen wurden ebenso
mit 1 Einheit von Pronaseenzym für
eine Stunde behandelt. Alle Proben wurden steril filtriert, lyophilisiert,
gewogen und hinsichtlich der biologischen Aktivität getestet.
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Vergleiche
der Bioassayaktivität
der behandelten Fraktionen (hohe Hitze, Veränderungen im pH und Pronasedigestion)
mit der unbehandelten Kontrolle und Kochsalzinjizierten Tieren zeigen
eine überraschende Stabilität gegen
diese Behandlungen. Stabilität
gegen hohe Hitze, Veränderungen
im pH und Pronasebehandlung zusätzlich
zu der kleinen Größe (weniger
als 3000 MW) zeigt, daß die
entzündungshemmende
Zusammensetzung kein Protein ist.
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Es
wurde bestimmt, daß die
hochreine entzündungshemmende
Zusammensetzung die folgenden Merkmale aufweist. Sie weist ein Molekulargewicht
von weniger als 3000 Dalton auf. Dieses Merkmal wird von der Isolation
und Reinigung der Zusammensetzung abgeleitet, wobei das Isolations-
und Reinigungsverfahren eine Ultra-Filtrationsmembran nutzt, die den Durchgang
der molekularen Spezies von größer als
3000 Dalton nicht ermöglicht.
Die Zusammensetzung wird als nicht-proteinhaltig und nichtsteroidal
bestimmt, da sie hinsichtlich der Größe klein ist und durch Enzyme,
die Proteine abbauen, nicht abgebaut wird. Außerdem ist die Zusammensetzung
oral aktiv und wird durch die Verdauungsenzyme nicht abgebaut. Die
kleine stabile Form der Zusammensetzung (im Gegensatz zu Proteinen,
die viel größer sind)
erleichtert ihre Absorption aus dem Verdauungstrakt.
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Die
Zusammensetzung ist säure-
und basenresistent, wobei sie sich zu einer aktiven Form selbst
nach der Behandlung unter Bedingungen von pH 9,0 umwandelt. Außerdem ist
die Zusammensetzung bei 100 °C für mindestens
30 Minuten wärmebeständig und
weist eine negative Ladung bei neutralem pH auf.
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Die
entzündungshemmende
Eizusammensetzung kann aus Vollei, Eigelb und Eiweiß isoliert
werden. Die entzündungshemmende
Zusammensetzung, isoliert aus Eigelb, zeigt höhere entzündungshemmende Aktivität als die
entzündungshemmende
Zusammensetzung, die aus Eiweiß gereinigt
wurde.
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Übernormale
Niveaus der entzündungshemmenden
Zusammensetzung können
aus hyperimmunem Vollei, hyperimmunem Eigelb und hyperimmunem Eiweiß isoliert
werden.