-
Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kommutierungsschaltungen
für elektrische
Motoren und ein Verfahren zum Kommutieren eines Elektromotors gemäß den Oberbegriffen
der gegenständlichen
Ansprüche
1 und 11.
-
Eine
derartige Kommutierungsschaltung und ein derartiges Kommutierungsverfahren
sind bekannt aus dem U.S. Patent US-A-4.988.939, das ein Steuersystem für einen
Elektromotor mit mehreren Phasen beschreibt, da sein variables Kommutierungs-Verzögerungsintervall
zwischen Kommutierungen des Zustands erzeugt. Während diesem Verzögerungsintervall
sind alle Schalter des Motorantriebs ausgeschaltet, d.h. alle Phasen
sind nicht erregt. Zweck dieses variablen Verzögerungsintervalls ist es jedoch,
eine maximale Verzögerung
bereitzustellen, wenn dies erforderlich ist, um Stormspitzen zu
eliminieren und um eine minimale Verzögerung bereitzustellen, wenn
diese nicht benötigt
wird, um wiederum dieser Phase den maximalen Erregungsstrom bereitzustellen.
-
Abgerundet
wird der Stand der Technik durch das deutsche Patent
DE 42 31 226 A , das eine
Kommutierungsschaltung für
einen Gleichstrommotor ohne Kollektor offenbart, um den Motorstrom
von einer Windung zu der nächsten
in die Bewegungsrichtung des Motors abhängig von dem induzierten Motorspannungswert
für eine
Referenzspannung zu kommutieren.
-
Eine
Verzögerungsschaltung
verschiebt den Kommutierungs-Zeitsteuerungspunkt
um ein bestimmtes Verzögerungsintervall
im Verhältnis
zu dem Nullübergang
der induzierten Spannung. Die Länge
des Verzögerungsintervalls
ist definiert durch eine Reihe von Impulsdauern eines Taktsignals
in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl. Die Anzahl der Periodendauern wird aus dem
Verhältnis
des Abstands zwischen zwei Kommutierungspunkten im Verhältnis zu
einem bestimmten Vielfachen der Taktperiode bestimmt.
-
Festplattenlaufwerkssysteme
(„Festplatten") sind vorherrschende
Mechanismen zur Bereitstellung von kostengünstigem, für Computer zugreifbarem Speicher
mit großem
Volumen bzw. großer
Kapazität.
Eine kennzeichnende Festplatte weist einen Rotationsmotor zum Drehen
einer oder mehrerer magnetischer Speicherplatten während Lese-
und Schreiboperationen von Daten auf. Eine elektronische Steuer- und Antriebsschaltung
ist zwischen den Rotationsmotor und eine Host-Mikroprozessorschnittstelle
gekoppelt, um Antriebs- bzw. Steuersignale für den Betrieb der Motorwicklungen
bereitzustellen.
-
Die
Abbildung aus 1 zeigt eine Prinzipskizze einer
herkömmlichen
Motor- und Antriebsschaltung 7, die einen dreiphasigen,
bürstenlosen
Rotationsmotor 10 aufweist, der über eine herkömmliche
Kommutierungs-Ablaufsteuerung 18 mit einem Motorantrieb 20 verbunden
ist. Für
das hierin veranschaulichte Beispiel wird angenommen, dass der Rotationsmotor 10 drei
Anordnungen von Phasenwicklungen aufweist, die jeweils selektiv
auf einer vorbestimmten Phase angesteuert werden. In der Abbildung
aus 1 sind die drei Anordnungen von Phasenwicklungen
durch die Phasenwicklungen bzw. Phasenwindungen 12, 14 und 16 dargestellt,
die um eine Rotorwelle (nicht abgebildet) angeordnet sind und einen
gemeinsamen Anschluss an einer zentralen Anzapfstelle 11 aufweisen.
Wie dies für
den Fachmann auf dem Gebiet bekannt ist, arbeiten ein Sequenzer
bzw. eine Ablaufsteuerung 18 und ein Motorantrieb 20 kollektiv
derart zusammen, dass selektiv ein Paar von Phasenwicklungen 12, 14 und 16 angetrieben
wird, um die Rotation der Rotorwelle des Motors 10 zu induzieren.
-
Die
Dioden D1–D6 schützen die
Motor- und Antriebsschaltkreisanordnung 7 vor extremen
Spannungen an den Knoten A, B und C, die ansonsten durch die Induktivitäten der
Wicklungen 12, 14 und 16 resultieren könnten.
-
In
folgendem Bezug auf die Abbildung aus 2A in
Verbindung mit der Abbildung aus 1 veranschaulichen
die Spuren 1, 2 und 3 das erzeugte Motordrehmoment,
wenn ein konstanter Strom durch ausgewählte Paare der Phasenwicklungen 12, 14 und 16 fließt. Die
Spur 1 zeigt die Drehmomentkurve in Bezug auf die elektrischen
Grade, wenn die Transistoren 20a und 20f eingeschaltet
sind (20b bis 20e sind ausgeschaltet), was dazu
führt,
dass der Strom durch die Phasen-A-Wicklung 12 und die Phasen-C-Wicklung 16 strömt. In ähnlicher
Weise zeigt die Spur 2 die Motordrehmomentkurve auf der
gemeinsamen horizontalen Achse, wenn die Transistoren 20a und 20d eingeschaltet
sind, was dazu führt,
dass der Storm durch die Phasen-A-Wicklung 12 und die Phasen-B-Wicklung 14 fließt. Schließlich zeigt
die Spur 3 die Motordrehmomentkurve, wenn die Transistoren 20d und 20e eingeschaltet
sind, was dazu führt,
dass Strom durch die Phasen-C-Wicklung 16 und die Phasen-B-Wicklung 14 fließt. Die
maximalen Drehmomentpunkte treten 60 elektrische Grad auseinander
auf. Für
einen achtpoligen Motor entsprechen 60 elektrische Grad 15° der mechanischen
Rotation der Rotorwelle.
-
Zum
kontinuierlichen Drehen der Rotorwelle des Motors in eine Richtung
sollte das Motordrehmoment entweder kontinuierlich positiv oder
kontinuierlich negativ sein. Ein kontinuierlich positives Motordrehmoment kann
zum Beispiel durch entsprechende Entwicklung und Steuerung der Ablaufsteuerung 18 und
des Motorantriebs 20 erreicht werden, so dass Storm auf
ausgewählte
Paare der Wicklungen in einer vorbestimmten und präzise zeitlich
gesteuerten Sequenz übertragen
wird, so dass die Drehmomentkurve insgesamt des Motors entlang den
maximalen Verbindungspunkten der Segmente a1 bis a7 aus 7A definiert ist. Die Handlung der Übertragung
von Storm von einem Wicklungspaares auf das nächste wird für gewöhnlich als „Kommutierung" bezeichnet.
-
Die
durch die Kurvenverbindungspunkte a1 bis a7 definierte Drehmomentkurve
insgesamt führt
zu einem maximalen Drehmoment bei der geringsten Welligkeit, und
die Kurve gilt somit als das Ergebnis der optimalen Kommutierungs-Zeitsteuerung.
Die erforderliche vorbestimmte Sequenz für das Einschalten der Transistoren 20a bis 20f gemäß der Steuerung
durch den Sequenzer bzw. die Ablaufsteuerung 18 ist wie
folgt gegeben:
Sequenz 1: Die Transistoren 20a und 20f sind
eingeschaltet, so dass Storm von Knoten A durch die Wicklungen 12 und 16 zu
Knoten C fließt,
wobei das Drehmomentsegment a1 bis a2 erzeugt wird;
Sequenz
2: Die Transistoren 20a und 20d sind eingeschaltet,
so dass Storm von Knoten A durch die Wicklungen 12 und 14 zu
Knoten B fließt,
wobei das Drehmomentsegment a2 bis 23 erzeugt wird;
Sequenz
3: Die Transistoren 20d und 20e sind eingeschaltet,
so dass Storm von Knoten C durch die Wicklungen 16 und 14 zu
Anschluss B fließt,
wobei das Drehmomentsegment a3 bis a4 erzeugt wird;
Sequenz
4: Die Transistoren 20b und 20e sind eingeschaltet,
so dass Storm von Knoten C durch die Wicklungen 16 und 12 zu Knoten
A fließt,
wobei das Drehmomentsegment a4 bis a5 erzeugt wird;
Sequenz
5: Die Transistoren 20b und 20c sind eingeschaltet,
so dass Storm von Knoten B durch die Wicklungen 14 und 12 zu
Knoten A fließt,
wobei das Drehmomentsegment a5 bis a6 erzeugt wird; und
Sequenz
6: Die Transistoren 20c und 20f sind eingeschaltet,
so dass Storm von Knoten B durch die Wicklungen 14 und 16 zu
Knoten C fließt,
wobei das Drehmomentsegment a6 bis a7 erzeugt wird.
-
In
frühen
Festplattenlaufwerken wurde die Kommutierungs-Zeitsteuerung bürstenloser Motoren unter Verwendung
von Halleffekt-Sensoren gesteuert, die innerhalb des Motors platziert
waren. Im Zuge immer kleiner werdender Festplattenlaufwerke wurden
die Halleffekt-Sensoren weggelassen, um Platz zu sparen. Um das
Weglassen zu erleichtern, wurde ein Verfahren zur Bestimmung der
optimalen Kommutierungs-Zeitsteuerung entwickelt, das keine Hall-Sensoren benötigt. Dieses
Verfahren umfasst das Phänomen
der gegenelektromotorischen Kraft (BEMF als Abkürzung von Back Electromotive
Force), wobei eine sich verändernde Spannung
in den Wicklungen induziert wird, und zwar als Folge der Bewegung
der Wicklungen durch den Magnetfluss in dem Motor. Die für einen
Motor mit drei Phasen erzeugten BEMF-Signale sind für eine Messung in
Bezug auf eine zentrale Anzapfstelle 11 in der Abbildung
aus 2B als die Signale A, B und C dargestellt. Bei
einem Vergleich der Abbildungen der 2A und 2B ist
es ersichtlich, dass die BEMF-Signale die Nullspannungsachse kreuzen,
wenn die Motordrehmomente ihre Höchstwerte
aufweisen. Um die geringste Drehmomentwelligkeit vorzusehen, wird
der Motor mit 30 elektrischen Grad vor und nach den maximalen Drehmomentpunkten
kommutiert. Diese idealen Motorkommutierungszeiten sind sowohl in
der Abbildung aus 2C als auch in 3A als
das Signal „FCOM" dargestellt, das
für gewöhnlich auf
Englisch für „Frequency of
Commutation" bzw.
Kommutierungsfrequenz steht. Für
Motorenentwickler können
die einzelnen Impulse des FCOM-Signals
als „FCOM-Impulse" bezeichnet werden.
-
Analoge
Vergleichseinrichtungen bzw. Komparatoren sind über jede Phasenwicklung 12, 14 und 16 des
Motors verbunden, um zu bestimmen, wann jedes der BEMF-Signale größer ist
als Null. Die durch diese Komparatoren erzeugten Ausgangssignale
sind in den Abbildungen der 3B bis 3D dargestellt.
Die Komparatorsignale aus den 3B bis 3D werden
unter Verwendung herkömmlicher
Mittel bzw. Einrichtungen decodiert, so dass das Tachometersignal
aus der Abbildung aus 3E erzeugt wird. Hiermit wird
festgestellt, dass die optimalen Motorkommutierungszeiten auf dem
Mittelpunkt zwischen jedem hohen und niedrigen Zustand des Tachometersignals
auftreten, wie dies durch die Punkte X und Y aus 3E entsprechend dargestellt
ist.
-
Die
Mittelpunkte X und Y jedes hohen und niedrigen Zustands des Tachometersignals
werden gemäß den Schaltungen
aus den Abbildungen der 4A und 4B bestimmt.
Die Spannungskurvenformen, die über
die Kondensatoren 22 und 28 der Schaltungen erzeugt
werden, sind in den entsprechenden Abbildungen der 3F und 3G dargestellt.
Zum Erzeugen der Kurvenform aus 3F wird
der Kondensator 22 mit einer herkömmlichen Quelle 24 für konstanten
Strom während
der hohen Periode des Tachometersignals geladen und danach mit der
doppelten Rate über
eine herkömmliche
Senke 26 mit konstantem Strom entladen, nachdem das Tachometersignal
den Zustand geändert
hat. Wenn der Rotations- bzw. Drehmotor mit nominaler Geschwindigkeit
läuft,
erreicht der Kondensator 22 seinen niedrigsten Wert an
dem Punkt Y, der der gewünschten
Zeit für
die Kommutierung des Motors entspricht. Der Kondensator 22 wird
mit einer herkömmlichen Mess-
und Auslöseschaltkreisanordnung
(nicht abgebildet) kombiniert, die mit dem Sequenzer 18 verbunden ist,
um dadurch den Motorantrieb 20 auf die nächste Phase
zu kommutieren.
-
Der
Kondensator 28 aus 4B ist
bereitgestellt, um die mit X bezeichneten Kommutierungspunkte zu
bestimmen. Erreicht wird dies durch Laden des Kondensators 28 mit
einer Quelle 27 mit konstantem Strom während der Zeit, während der
der Kondensator 22 entladen wird, und wobei die Spannung
danach geladen gehalten wird, bis das Tachometersignal in einen
hohen Zustand wechselt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Kondensator 28 mit
einer Senke 29 mit konstantem Strom entladen, was einen
Strom vorsieht, dessen Wert mit dem Ausgangsstrom der Quelle 27 mit
konstantem Strom übereinstimmt,
jedoch die entgegengesetzte Polarität aufweist. Wenn der Kondensator 28 seinen
minimalen Spannungswert erreicht, misst bzw. erfasst die herkömmliche
Mess- und Auslöseschaltkreisanordnung
(nicht abgebildet) den minimalen Spannungszustand und gibt einen
FCOM-Impuls an den Sequenzer 18 aus, wodurch bewirkt wird,
dass der Sequenzer 18 den nächsten Phasenzustand auswählt (d.h.
das nächste
Wicklungspaar).
-
Die
vorstehend beschriebene BEMF-Technik zur Bestimmung der Kommutierungs-Zeitsteuerung funktioniert
dahingehend gut, dass, wenn der Rotationsmotor zuerst gestartet
wird, die Kommutierungspunkte zeitlich nicht fixiert sind. Wenn
die Werte für
die Kondensatoren 22 und 28 richtig ausgewählt werden,
kann das Verfahren eingesetzt werden, um den Motor auch während dem
ersten Andrehen zu kommutieren, wobei die Frequenz des Tachometersignals
während
dieser Zeit schwankt. Die oberen Ladungswerte der Kondensatoren 22 und 28 sind
nicht kritisch; wenn die Periode länger ist, werden die Kondensatoren 22 und 28 einfach auf
einen höheren
Wert geladen. Wenn das Tachometersignal aufgrund eines Nulldurchgangs
des BEMF-Signals den Zustand wechselt, wird der entsprechende Kondensator 22 oder 28 entladen.
Wenn der niedrigste Spannungswert oder ein anderer vorbestimmter
Spannungsschwellenwert erreicht wird, führt die Mess- und Auslöseschaltkreisanordnung
eine Schrittschaltung des Motors in den nächsten Kommutierungszustand
aus.
-
Die
Technik scheint zwar ideal zu sein, allerdings weist sie auch praktische
Probleme auf. Zum Beispiel ist das Tachometersignal aus 3E nicht
genau symmetrisch, wie zum Beispiel aufgrund von Fehlern des Abstands
zwischen den magnetischen Polen der Wicklungen oder aufgrund von
Rauschstörungen,
die fehlerhafte Bestimmungen der BEMF-Nulldurchgangszeiten bewirken. Da die
Zeitsteuerung eines bestimmten FCOM-Impulses eine Funktion des Zeitraums
zwischen zwei vorherigen BEMF-Nulldurchgangszeiten ist, kann jede
derartige Schwankung des gemessenen Abstands zwischen vorangehenden
Nulldurchgangszeiten bewirken, dass der Motor zum falschen Zeitpunkt
zu der nächsten
Phase kommutiert. eine derartige fehlerhafte Kommutierungs-Zeitsteuerung
führt wiederholt
zum Auftreten von suboptimalem Drehmoment, was wiederum zu einem
unerwünschten
Phänomen
führt,
das als „Jitter" bzw. Zittern bekannt
ist. Das vorstehend genannte U.S. Patent US-A-4.988.939 adressiert
nicht die Probleme, die zum Beispiel durch Fehler in Bezug auf den Abstand
zwischen den magnetischen Polen der Wicklungen oder Rauschstörungen verursacht
werden, welche fehlerhafte Bestimmungen der BEMF-Nulldurchgangszeiten verursachen.
-
Aus
den vorstehenden Gründen
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Kommutations-Verzögerungsgenerator
und ein Verfahren zum Kommutieren vorzusehen, die eine konstante
Kommutierungsverzögerung
vorsehen, die in Bezug auf kurzfristige Schwankungen der BEMF-Nulldurchgangszeitsteuerung
verhältnismäßig unempfindlich
sind. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird entsprechend gemäß den Merkmalen
der gegenständlichen
Ansprüche
1 und 11 erreicht.
-
Die
vorliegende Erfindung adressiert den vorstehend genannten Bedarf,
indem eine erfindungsgemäße Kommutierungs-Steuerschaltung bereitgestellt
wird, die in Bezug auf kurzfristige Schwankungen der BEMF-Nulldurchgangszeitsteuerung
unempfindlich ist. Die Kommutierungs-Steuerschaltung weist einen
Frequenz-Strom-Umsetzer auf, der die periodische Reihe von Kommutierungssignalen
als Ein- und Ausgaben eines Verzögerungsstroms
mit einem Wert empfängt,
der umgekehrt proportional ist zu der durchschnittlichen Dauer der
Reihe von Kommutierungssignalen (d.h. der durchschnittlichen FCOM-Periode). Der proportionale Strom
wird verwendet, um eine Verzögerungskapazität mit bekanntem
Wert zu laden, um eine ausgewählte Spannungsveränderung
an der Verzögerungskapazität vorzusehen.
-
Da
der zum Laden der Kapazität
verwendete Verzögerungsstrom
proportional zu der durchschnittlichen Kommutierungsperiode ist,
ist die Ladezeit der Kapazität
ebenfalls proportional zu der durchschnittlichen Kommutierungsperiode.
Wenn sich der Verzögerungsstrom
zum Beispiel verdoppeln würde,
würde sich
die Ladezeit der Verzögerungskapazität um einen
Faktor von Zwei verringern. Wenn sich der Verzögerungsstrom im anderen Fall
um einen Faktor von Zwei verringern würde, so würde sich die Ladezeit der Verzögerungskapazität verdoppeln.
-
Der
Kommutierungs-Verzögerungsgenerator
weist ferner einen BEMF-Sensor auf, der die BEMF (gegenelektromotorische
Kraft) misst, die in einer nicht mit Storm versorgten Wicklung des
Motors induziert wird. Der Wert der BEMF zeigt die Position des
Rotors an. Wenn die BEMF an einer nicht mit Strom versorgten Wicklung
gleich Null ist, beginnt die Verzögerungsschaltung damit, die
Verzögerungskapazität mit dem
Verzögerungsstrom
zu laden. Wenn die Spannungsveränderung
an der Verzögerungskapazität einen
ausgewählten Schwellenwert
erreicht (wodurch angezeigt wird, dass die Verzögerungsperiode abgelaufen ist),
gibt die Verzögerungsschaltung
einen FCOM-Impuls
zum Kommutieren des Motors aus.
-
In
einem Ausführungsbeispiel
wird die Verzögerungskapazität wechselweise
mehrfach geladen und entladen, um eine höhere Spannungsschwankung insgesamt
vorzusehen, ohne dass eine höhere
Versorgungsspannung erforderlich ist. Dieses Ausführungsbeispiel
ermöglicht
den Einsatz eines verhältnismäßig kleinen
Kondensators, um die Verzögerungskapazität bereitzustellen.
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachstehend als Beispiele in Bezug
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine
Prinzipskizze einer herkömmlichen
Motor- und Auswahl-Schaltkreisanordnung 7;
-
2A eine
Gruppe von Spuren, welche das Motordrehmoment im Verhältnis zu
den elektrischen Grad des Motors zeigen;
-
2B eine
Gruppe von Spuren, welche die in jeder Phasenwicklung eines Rotationsmotors
im Verhältnis
zu den elektrischen Grad des Motors erzeugten BEMF-Signale zeigen;
-
die 2C und 3A Zeitsteuerungsdiagramme
der idealen Kommutierungszeiten und aktiven Phasenwicklungen im
Verhältnis
zu den elektrischen Grad des Motors;
-
die 3B bis 3D eine
Gruppe von Spuren, welche Ausgangssignale der BEMF-Signal-Komparatoren
veranschaulichen;
-
3E eine
Spur eines Tachometersignals;
-
die 3F und 3G Spuren,
welche die Spannungswerte an einer Reihe von Kondensatoren zeigen;
-
die 4A und 4B Prinzipskizzen
herkömmlicher
Schaltungen zum Bestimmen optimaler Kommutierungszeiten;
-
5 ein
Blockdiagramm einer Kommutierungs-Steuerschaltung, die mit einem
herkömmlichen
Rotationsmotor gekoppelt ist;
-
6 eine
Prinzipskizze der Kommutierungs-Steuerschaltung aus 5;
-
7 einen
Verstärker 72 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
8 eine
Prinzipskizze einer Zählerschaltung 78 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
9 ein
Zustandsdiagramm eines Ein-Bit-Auf-/Ab-Zählers 150 aus 8;
-
10 ein
Zustandsdiagramm der Zustandsmaschine 76 aus 6;
und
-
11 ein
Kurvenformdiagramm, das die Funktion der Verzögerungsschaltung 70 aus 6 beschreibt.
-
Die
Abbildung aus 5 zeigt ein Blockdiagramm einer
Kommutierungs-Steuerschaltung 50 gemäß der vorliegenden Erfindung,
die mit der herkömmlichen
Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7 aus 1 gekoppelt
ist. Die Steuerschaltung 50 weist eine Verzögerungsschaltung 70 auf,
die eine im Wesentlichen periodische Reihe von FCOM-Impulsen an
die Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7 und an eine
Mittelwertbildungsschaltung 80 bereitstellt. Die FCOM-Impulse
bewirken es, dass die Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7 von
einer Phase in die nächste
kommutiert, und zwar auf die vorstehend beschriebene Art und Weise
in Bezug auf die herkömmliche
Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung aus 7.
-
Die
Mittelwertbildungsschaltung 80 empfängt die FCOM-Impulse und gibt
ein Verzögerungssignal
auf der Leitung 84 an die Verzögerungsschaltung 70 aus.
In einem Ausführungsbeispiel
handelt es sich bei dem Verzögerungssignal
um einen Stromwert einer Größe, der
proportional zu der Frequenz (und somit umgekehrt proportional zu
der Periode) der eingehenden Reihe von FCOM-Impulsen ist: je höher die
Kommutierungsfrequenz, desto höher
der Wert des Stromwertes des Verzögerungssignals.
-
Eine
herkömmliche
Logik von der Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7 bewirkt,
dass der BEMF-Sensor 90 die zentrale Anzapfstelle und den
Knoten der nicht mit Strom versorgten Wicklung (d.h. A, B oder C)
so auswählt,
dass die an der nicht mit Strom versorgten Wicklung entwickelte
BEMF-Spannung an
den Knoten POS und NEG vorhanden ist. Ein Eingangssignal von dem
Sequenzer 18 an den Anschluss REVERSE stellt sicher, dass
die zentrale Anzapfstelle 11 und der Knoten der nicht mit
Strom versorgten Wicklung so ausgewählt werden, dass die Spannung
an dem Knoten POS sich in eine allgemein positive Richtung im Verhältnis zu
der Spannung an dem Knoten NEG bewegt. Die so konfigurierte Verzögerungsschaltung 70 detektiert
einen „Nulldurchgang" (d.h., wenn die
BEMF-Spannung an der nicht mit Strom versorgten Wicklung gleich
Null ist), wenn die Spannung an dem Knoten POS gleich der Spannung
an dem Knoten NEG ist. Die Verzögerungsschaltung 70 verwendet
die Zeitsteuerung des Nulldurchgangs und den Stromwert des Verzögerungssignals auf
der Leitung 84 danach, um die entsprechende Zeitsteuerung
für einen
folgenden FCOM-Impuls festzulegen.
-
Die
Abbildung aus 6 zeigt eine Prinzipskizze der
Kommutierungs-Steuerschaltung 50 aus 5, mit
einer Mittelwertbildungsschaltung 80, einem BEMF-Sensor 90 und
einer Verzögerungsschaltung 70.
Der BEMF-Sensor 90 empfängt
eine Reihe von Eingangssignalen von der Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7.
Die Knoten A, B und C sind elektrisch die gleichen Knoten, wie die
Knoten A, B und C aus der Abbildung aus 1. Wie dies
bereits vorstehend im Text in Bezug auf die Abbildung aus 5 beschrieben
worden ist, zeigen die Spannungswerte an den Knoten A, B und C,
wenn sie in Bezug auf den Spannungswert an der zentralen Anzapfstelle 11 gemessen
werden, die Nulldurchgangszeitsteuerung an. Ein Widerstandsnetz 99 umfasst
vier Widerstände,
die in Kombination mit den Kondensatoren 96 und 98 ein
Paar von Tiefpassfiltern für
die BEMF der nicht mit Strom versorgten Wicklungen erzeugen. Die
Widerstände
des Widerstandsnetzes 99 weisen für gewöhnlich jeweils 200 KΩ auf, während die
Kondensatoren 96 und 98 für gewöhnlich 20 pF entsprechen.
-
Wenn,
wie dies bereits vorstehend in Bezug auf die Abbildungen der 1 und 2B beschrieben worden
ist, die Phase A nicht mit Strom versorgt wird, kreuzt die BEMF-Spannung
zwischen dem Knoten A und der zentralen Anzapfstelle 11 die
Nulldurchgangsachse, wenn das Motordrehmoment einen maximalen Wert
aufweist. Und, um das geringste Ausmaß der Drehmomentwelligkeit
vorzusehen, muss der Motor bei 30 elektrischen Grad nach diesem
Maximum kommutiert werden. Zu diesem Zweck erfasst die Verzögerungsschaltung 70 die
BEMF-Spannung an
den Knoten POS und NEG, um die Zeitsteuerung eines Nulldurchgangs zu
bestimmen. Danach wartet die Verzögerungsschaltung 70 unter
Verwendung des Nulldurchgangs als eine Zeitsteuerungsreferenz auf
eine Verzögerungsperiode
TDLY, die ungefähr 30 elektrischen Grad (d.
h. ungefähr TFCOM/2) entspricht, und gibt einen FCOM-Impuls
an die Motor- und Auswahlschaltkreisanordnung 7, die Mittelwertbildungsschaltung 80 und
den Sequenzer 18 aus.
-
Die
Mittelwertbildungsschaltung
80 weist einen Frequenz-Strom-Umsetzer
82 auf,
der auf der Leitung
84 einen Verzögerungsstrom I
delay ausgibt.
Nach dem Einschalten ist der Wert des Stroms I
delay umgekehrt
proportional zu der durchschnittlichen Periode bzw. Dauer des FCOM-Signals
von der Verzögerungsschaltung
70. Mathematisch
kann dies wie folgt ausgedrückt
werden:
wobei TFCOM der durchschnittlichen
Periode von z.B. einhundert FCOM-Impulsen entspricht, und wobei α der Verstärkungsfaktor
des Frequenz-Strom-Umsetzers
80 ist. Kennzeichnende Werte
für α und T
FCOM sind entsprechend 3,47 nC und 347 μs, was zu
einem Verzögerungsstrom
I
delay von ungefähr 10 μA führt.
-
Bei
der Mittelwertbildungsschaltung 80 kann es sich um jeden
herkömmlichen
Frequenz-Strom-Umsetzer handeln, der so konfiguriert ist, dass ein
Ausgangsstrom bereitgestellt werden kann, der proportional ist zu
der durchschnittlichen Kommutierungsperiode TFCOM des
Kommutierungssignals an dem Anschluss FCOM. Aufgrund der inhärenten Abstandsfehler
zwischen den Motorständern
wird es empfohlen, dass die Anzahl der FCOM-Perioden, für die eine
Mittelwertbildung vorgenommen wird, zumindest gleich der Anzahl
der FCOM-Impulse für
eine einzige mechanische Rotation ist, wobei die Anzahl in einem
achtpoligen Motor gleich 24 ist. Die Obergrenze in Bezug auf die
Anzahl der FCOM-Perioden, für
die eine Mittelwertbildung vorgenommen wird, ist verhältnismäßig hoch
(z.B. eintausend), wobei die durchschnittliche FROM-Periode TFCOM sehr klein ist im Vergleich zu der Beschleunigungszeitkonstante
eines kennzeichnenden Motors. Wenn die Anzahl zu groß ist, ist
die Reaktion der Kommutierungszeitsteuerung auf Veränderungen
der Motordrehzahl langsam.
-
Die
Kommutierungs-Verzögerungsperiode
T
DLY wird unter Verwendung der folgenden
Gleichung berechnet: wobei ΔT
DLY die Spannungsveränderung insgesamt an der Kapazität C
DLY darstellt. Unter Ersatz von I
delay in
gemäß der vorstehenden
Gleichung (1), wobei die Kommutierungs-Verzögerungsperiode
T
DLY ZU folgender Gleichung wird:
-
Durch
die Auswahl der Werte von CDLY, ΔVDLY und der Konstante α, so dass der Faktor CDLYΔVDLY/α = 1/2
ist, wird die FCOM-Verzögerungsperiode
TDLY auf genau die Hälfte
der durchschnittlichen FCOM-Periode TFCOM oder
TFCOM/2 gesetzt. Wenn der Faktor CDLYΔVDLY/α größer ist
als ein Halb, so ist die Verzögerungsperiode
TDLY größer als
TFCOM/2, was eine Phasenverzögerung der
Kommutierung bewirkt. Wenn der Faktor CDLYΔVDLY/α hingegen
weniger als ein Halb ist, handelt es sich bei dem Ergebnis um einen
Phasenvorschub der Kommutierung.
-
Die
Verzögerungsschaltung 70 weist
einen stromgeregelten Transkonduktanz-Verstärker 72 und eine Verzögerungskapazität CDLY auf. Der Verstärker 72 empfängt auf
der Leitung 84 das BEMF-Signal POS-NEG (d.h. die Spannungsdifferenz
zwischen den Knoten POS und NEG) und den Verzögerungsstrom IDLY.
Wenn die Spannung an dem Knoten POS die Spannung an dem Knoten NEG übersteigt
(d.h., wenn ein Nulldurchgang auftritt), so gibt der Verstärker 72 einen
Verzögerungsstrom
an dem Knoten VDLY aus, dessen Wert gleich
dem Wert des Verzögerungsstroms
Idelay auf der Leitung 84 ist.
Der Strom an dem Knoten VDLY lädt (oder
entlädt)
die Verzögerungskapazität CDLY, bis zu dem Faktor CDLYΔVDLY/α =
1/2, bei dem die Zeitverzögerungsschaltung 70 einen
FCOM-Impuls ausgibt.
-
Wie
dies bereits vorstehend im Text erklärt worden ist, wird jeder FCOM-Impuls
nach einer Verzögerungsperiode
TDLY entwickelt, die unter Verwendung der
durchschnittlichen FCOM-Periode TFCOM erzeugt
wird. Dies ist problematisch, da keine FCOM-Perioden für eine Mittelwertbildung
vorhanden sind, wenn der Motor zum ersten Mal angelassen wird. Um
dieses Problem zu lösen,
ist die Mittelwertbildung 80 so konfiguriert, dass ein
bestimmter Mindestwert des Verzögerungsstroms
bereitgestellt wird, wenn das Kommutierungssignal an dem Anschluss
FCOM eine Frequenz zwischen z.B. Null und 150 Hz aufweist. Dieser
minimale Verzögerungsstrom
entwickelt FCOM-Impulse mit einer vorbestimmten Frequenz, wenn der
Motor zum ersten Mal angelassen wird, bis die Kommutierungsfrequenz
einen Wert erreicht, der auseicht, um einen Verzögerungsstrom Idelay zu
erzeugen, der größer ist
als der versetzte Strom. Wenn der Verzögerungsstrom Idelay größer ist
als der versetzte Strom, erlangt die Mittelwertbildung 80 die
Steuerung über
die Verzögerungsperiode
TDLY, so dass die Verzögerungsperiode TDLY ein Verhalten
gemäß der Gleichung
(1) aufweist. In einem Ausführungsbeispiel handelt
es sich bei einer Mittelwertbildungsschaltung 80 um einen
Frequenz-Strom-Umsetzer
mit einem versetzten Strom von ungefähr 500 nA, wobei der Umsetzer
einem Typ entspricht, der in der oben bereits genannten Anmeldung
mit dem Titel „Frequency-To-Current
Converter" beschrieben
ist.
-
Gemäß dem Ausführungsbeispiel
aus 6 wird der Wert (und somit die physikalische Größe) der Verzögerungskapazität CDLY minimiert bzw. so gering wie möglich gehalten,
um eine leichtere, wirtschaftlichere Integration der Kapazität zu ermöglichen.
Das für
die Minimierung der Kapazität
CDLY verwendete Verfahren und die verwendete
Schaltkreisanordnung sind nachstehend in Bezug auf die Abbildungen
der 6 bis 11 beschrieben.
-
Für eine bestimmte
Kapazität
C mit einem konstanten Ladestrom I
C, ist
die Zeitkonstante τ
C der Kapazität C proportional zu dem Produkt
der Spannungsveränderung ΔV und der
Kapazität
C, dividiert durch den Ladestrom I
C. Diese
Beziehung kann mathematisch wie folgt ausgedrückt werden:
-
Gemäß Gleichung
(4) kann für
eine bestimmte Zeitkonstante τC der erforderliche Wert der Kapazität C (und
somit die physische Fläche,
die für
die Integration einer derartigen Kapazität erforderlich ist) minimiert werden,
indem entweder ΔV
erhöht
oder der Strom IC reduziert werden.
-
Leider
existiert eine Untergrenze für
den Wert des Stroms IC, der zum Laden der
Kapazität
C verwendet werden kann, für
den Fall, dass der Strom zu niedrig ist, führen Rauschen und Undichtigkeiten
zu einer inakzeptabel schlechten Genauigkeit der Definition der
Zeitkonstante τC. Ferner ist das Erhöhen von ΔV nicht einfach, da es nicht
einfach möglich
ist, die Stromversorgungsspannungen für integrierte Schaltungen wesentlich
zu erhöhen,
um die Zeitkonstante für
einen speziellen Kondensator zu erhöhen. Aus diesen Gründen hat der
Anmelder eine Technik erfunden, die eine effektive Erhöhung der
Spannungsveränderung
an der Verzögerungskapazität CDLY ermöglicht,
ohne dass höhere
Spannungspotenziale erforderlich sind. Gemäß diesem Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird der gewünschte
Spannungsbereich in eine Reihe kleinere Spannungsbereiche „gefaltet". In Bezug auf eine
nähere
Beschreibung einer ähnlichen
Falttechnik, die zur Erhöhung
des effektiven Wertes einer Kapazität eingesetzt wird, wird auf die
verwandte Anmeldung mit dem Titel „Frequency-to-Current Converter" verwiesen, die hierin
durch Verweis enthalten ist.
-
Gemäß der erfindungsgemäßen Falttechnik
wird eine Spannung ΔV
von 16 Volt an dem Knoten VDLY in z.B. vier
Segmente gefaltet, zwei reduzierende und zwei erhöhende. Das
heißt,
an Stelle des Ladens der Kapazität
CDLY von z.B. ein auf 17 Volt, um ΔV von 16
Volt zu erhalten, wird die Kapazität DLY viermal zwischen ein
und fünf
Volt geladen und entladen (d.h. vier 4-Volt-Änderungen),
was insgesamt ΔV
von 16 Volt ergibt. Auf diese Weise wird der erforderliche Wert
der Verzögerungskapazität CDLY um einen Faktor von vier reduziert. Diese
Reduzierung der Kapazität
lässt sich
eine ähnliche
Reduzierung der physikalischen Größe übersetzen, die in vorteilhafter
Weise eine bessere Integration der Verzögerungskapazität CDLY ermöglicht.
-
In
dem Ausführungsbeispiel
der Abbildung aus 6 kann die Kommutierungs-Verzögerungsperiode TDLY angepasst werden, indem die Referenzspannung
an dem Anschluss VDAC verändert wird,
und folglich der Spannungsbereich ΔV des Knotens VDLY,
unter Verwendung eines herkömmlichen
16-Bit-Digital-Analog-Umsetzers 79. Natürlich können auch andere anpassbare
oder feste Spannungsreferenzen eingesetzt werden. Ausführungsbeispiele,
die eine anpassbare Phasenverzögerung
aufweisen, ermöglichen
es Benutzern jedoch in vorteilhafter Weise, die Verzögerungsperiode
TDLY für
bestimmte Anwendungen zu optimieren.
-
Die
Abbildung aus 7 zeigt eine Prinzipskizze eines
Transkonduktanz-Verstärkers 72,
der mit der Verzögerungskapazität CDLY und der Voltage Clamp 73 gekoppelt
ist. Zweck des Verstärkers 72 ist
es, die Verzögerungskapazität CDLY mit
einer Rate zu laden und zu entladen, die durch den Verzögerungsstrom
Idelay erzeugt wird. Hiermit wird festgestellt,
dass ein Nulldurchgang detektiert wird, wenn die Spannung an dem
Knoten POS die Spannung an dem Knoten NEG „kreuzt", und dass ein FCOM-Impuls nach einer
Verzögerungsperiode
TDLY entwickelt werden sollte, die der Hälfte der
durchschnittlichen FCOM-Periode TFCOM oder
TFCOM/2 entspricht. Aufgrund dieser Proportionalität kann die
Verzögerungsperiode
TDLY erzeugt werden, indem die Kapazität CDLY in einer vorbestimmten Häufigkeit
unter Verwendung des Verzögerungsstroms
Idelay geladen und entladen wird.
-
Der
Transkonduktanz-Verstärker 72 weist
die Eingangs-Transistoren 106A und 106B auf,
welche Eingänge
bzw. Eingaben auf den Leitungen POS und NEG von dem BEMF-Sensor 90 empfangen.
Die Transistoren 106A und 106B sind Pegelverschiebungstransistoren,
die durch die entsprechenden Stromquellen 107A und 107B vorgespannt
bzw. vorbelastet werden. Der Transkonduktanz-Verstärker 72 weist
eine POS-NEG-Sperrschaltung 100 auf,
die es bewirkt, dass der Verstärker 72 die
Signale an den Anschlüssen POS
und NEG ignoriert, wenn die Zählerschaltung 78 eine
logische Eins auf der Leitung LOCK (Sperre bzw. Verriegelung) ausgibt.
Der Zweck des Sperrsignals ist nachstehend in Bezug auf die Abbildungen
der 8 und 9 beschrieben. Für den Moment
wird angenommen, dass das Sperrsignal auf der Leitung LOCK eine logische
Null ist, wobei in diesem Fall die Transistoren 102B und 102C ausgeschaltet
sind und die POS-NEG-Sperrschaltung 100 somit deaktiviert
ist.
-
Wenn
das Signal auf der Leitung UP (Auf) eine logische Eins darstellt,
was anzeigt, dass die Verzögerungskapazität CDLY „nach
oben" geladen werden
soll, wird der Verzögerungsstrom
Idelay zuerst durch die Transistoren 103A und 103B gespiegelt und
danach durch die Transistoren 104A und 104B, um
einen Strom bereitzustellen, der im Wesentlichen dem Verzögerungsstrom
Idelay durch die Transistoren 108A und 108B oder die
Transistoren 108B und 112A entspricht, wobei der
Strompfad von den relativen Signalwerten an den Anschlüssen POS
und NEG abhängig
ist. Wenn die Spannung an dem Knoten POS positiver ist als die Spannung an
dem Knoten NEG, dann fließt
der Strom, der gleich dem Verzögerungsstrom
Idelay ist, durch die Transistoren 108B und 112A und
wird in der Folge durch den Transistor 112B gespiegelt
(da die Spannung auf der Leitung XUP eine logische Null ist, ist
die Ausgabe des AND-Gatters 134 eine logische Null; somit
können
der Transistor 116B und der somit der Transistor 112C nicht
leiten). Der Strom durch den Transistor 112B wird durch die
Transistoren 120A und 120B gespiegelt, so dass
die Verzögerungskapazität CDLY durch einen Strom geladen wird, der gleich
dem Verzögerungsstrom
Idelay ist; folglich nimmt die Spannung
an dem Knoten VDLY zu. Wenn hingegen die
Spannung an dem Knoten POS negativer ist als die Spannung an dem
Knoten NEG, so fließt
ein Strom, der gleich dem Verzögerungsstrom
Idelay ist, durch die Transistoren 108A und 110A und
wird in der Folge durch den Transistor 110C gespiegelt
(da die Spannung auf der Leitung XUP eine logische Null ist, können der
Transistor 116A und somit der Transistor 110B nicht
leiten). Der Transistor 110C zieht Ladung von VDLY, wodurch die Spannung an dem Knoten VDLY reduziert wird.
-
Der
Verstärker 72 weist
das entgegengesetzte Verhalten auf, wenn das Signal auf der Leitung
UP eine logische Null ist, was anzeigt, das die Verzögerungskapazität CDLY durch einen Strom entladen werden soll,
der gleich dem Verzögerungsstrom
Idelay ist. In diesem Fall bewirkt eine
Spannung an dem Knoten POS, die positiver ist als die Spannung an
dem Knoten NEG, dass sich die Verzögerungskapazität CDLY mit einer Rate entlädt, die durch einen Entladungsstrom
bestimmt wird, der im Wesentlichen gleich dem Verzögerungsstrom
Idelay ist. Ferner bewirkt eine Spannung
an dem Knoten POS, die negativer ist als eine Spannung an dem Knoten NEG,
dass sich die Verzögerungskapazität CDLY mit einer Rate lädt, die durch einen Strom bestimmt
wird, der im Wesentlichen gleich dem Verzögerungsstrom Idelay ist.
Dieses Verhalten ermöglicht
das „Falten" der Verzögerungskapazität CDLY und die folgende Reduzierung des erforderlichen
Wertes der Kapazität
CDLY.
-
Eine
logische Eins auf der Leitung LOCK aktiviert die POS-NEG-Sperrschaltung 100,
was bewirkt, dass der Verstärker 72 die
Spannungen an den Knoten POS und NEG ignoriert. Das invertierte
Sperrsignal auf der Leitung LOCK durch die AND-Gatter 132 und 134 schaltet
die Transistoren 116A, 116B, 118A und 118B aus,
während
das Sperrsignal den Transistor 102B und in der Folge den
Transistor 101B einschaltet. In diesem Zustand ziehen die
Transistoren 101B und 102B konstant einen Strom,
der im Wesentlichen dem Verzögerungsstrom
Idelay entspricht, durch den Transistor 102A.
Der Strom wird durch den Transistor 120B zum Laden der
Verzögerungskapazität CDLY gespiegelt.
-
Die
Transistoren 101C und 102C weisen Multiplikationsfaktoren
M von zwei (M=2) im Vergleich zu den Multiplikationsfaktoren von
eins (M=1) für
die Transistoren 101A, 101B, 102A und 102B auf.
Wenn folglich der Transistor 102C aktiviert wird (d.h.,
wenn die Leitung XUP eine logische Eins aufweist), ziehen die Transistoren 101C und 102C einen
Strom von der Verzögerungskondensator
CDLY, der ungefähr dem Zweifachen des Verzögerungsstroms
Idelay entspricht. Da der Verzögerungskondensator über die
Transistoren 101B und 102B mit einem Strom geladen
wird, der ungefähr
Idelay entspricht, so handelt es sich bei
dem Reinergebnis darum, dass die Verzögerungskapazität CDLY mit einem Entladungsstrom entladen wird,
der ungefähr
Idelay entspricht. Wenn das Signal auf der
Leitung LOCK somit eine logische Eins ist, bestimmt der logische
Wert auf der Leitung UP alleine, ob die Verzögerungskapazität CDLY geladen
oder entladen wird; wobei die Eingänge in die Anschlüsse POS
und NEG ignoriert werden.
-
Wie
dies ebenfalls in der Abbildung aus 7 dargestellt
ist, sind die Konten POS und NEG mit den entsprechenden invertierenden
und nicht invertierenden Eingängen
eines Komparators 140 verbunden, der einen Ausgangsknoten
XSIGN aufweist. Die Spannung an dem Knoten XSIGN ist eine logische
Eins, wenn die Spannung an dem Knoten POS niedriger ist als die
Spannung an dem Knoten NEG, und wobei sie eine logische Null ist,
wenn die Spannung an dem Knoten POS höher ist als die Spannung an
dem Knoten NEG. Das Signal an dem Knoten XSIGN wird zur Steuerung
verwendet, ob die Zählerschaltung 78 aus 6 heraufsetzt oder
herabsetzt.
-
Die
Abbildung aus 8 zeigt eine Prinzipskizze der
Zählerschaltung 78 aus 6.
Die Zählerschaltung 78 empfängt Signale
von der Zustandsmaschine 76 (auf der Heraufsetzungsleitung
INC und der Herabsetzungsleitung DEC), die es der Zählerschaltung 78 ermöglichen,
die Anzahl zu zählen,
mit der der Verzögerungskondensator
CDLY lädt
und entlädt.
Eine Verzögerungsperiode
TDLY wird erzeugt, indem die Lade- und Entladezeiten
der Kapazität
CDLY mit der Anzahl der in der Zählerschaltung 78 gespeicherten
Zählwerte
multipliziert werden. Diese Verzögerungsperiode
TDLY wird zur Bestimmung der Zeitsteuerung
bzw. der Taktung des FCOM-Impulses
nach dem jeden detektierten Nulldurchgang verwendet.
-
Die
Zählerschaltung 78 weist
einen Ein-Bit-Auf-/Ab-Zähler 150 und
einen Aufwärtszähler 152 auf.
Der Auf-/Ab-Zähler 150 und
der Aufwärtszähler 152 zählen vereint
die Anzahl der Ladevorgänge
der Verzögerungskapazität CDLY; der Auf-/Ab-Zähler 150 speichert
die wertniedrigste Stelle des Zählwerts,
und der Aufwärtszähler 152 speichert
die verbleibenden zwei Stellen. Die Zählerschaltung 78 weist
ferner die UND-Gatter 154 und 157 auf, die jeweils
einen Eingang aufweisen, der mit dem Knoten COMP.UND_L von der Komparatorschaltung 74 verbunden
ist, und mit einem Eingang, der über
die Leitung „CNT=2+2" mit dem Aufwärtszähler 152 verbunden
ist. Das AND-Gatter 157 weist einen zusätzlichen Eingang auf, der mit
der Leitung LOCK_1 verbunden ist. Der Ausgang des AND-Gatters 154 ist
mit dem fünfundzwanzig
Mikrosekunden Einkreis 156 verbunden.
-
Der
Auf-/Ab-Zähler 150 weist
zwei Ausgangsanschlüsse
LOCK_1 und LOCK_2 auf, die beide mit den Eingängen eines Multiplexers 158 mit
zwei Eingängen
gekoppelt sind. Der ausgewählte
Eingang S des Multiplexers 158 ist über eine Leitung PRG_LOCK mit
einem programmierbaren logischen Wert gekoppelt, und der Ausgang
des Multiplexers 158 ist mit einem Eingang eines OR-Gatters 160 gekoppelt.
Das OR-Gatter 160 empfängt
ferner eine Eingabe bzw. einen Eingang von den Verstärker 72 aus 7 über die
Leitung XSIGN und stellt über
die Leitung SIGN einen Ausgang bzw. eine Ausgabe an die Zustandsmaschine 76 bereit.
-
Die
positiv werdenden Eingangsimpulse auf den Leitungen INC und DEC
bewirken, dass der Auf-/Ab-Zähler 150 entsprechend
heraufsetzt bzw. herabsetzt. Wenn der durch den Zähler 150 gespeicherte Zählwert kleiner
ist als Eins, gibt der Zähler 150 eine
logische Null auf der Leitung LOCK_1 aus, und wenn der Zählwert kleiner
ist als Zwei, so gibt der Zähler 150 auf
der Leitung LOCK_2 eine logische Null aus. Eine logische Null auf
der Leitung LOCK_2 deaktiviert den Aufwärtszähler 152. Diese logische
Null wird auch durch den Multiplexer 158 an einen Eingang
des OR-Gatters 160 bereitgestellt. Wenn der Zählwert folglich
kleiner ist als Zwei, so handelt es sich bei dem logischen Wert
an dem Knoten SIGN um das invertierte Signal an dem Knoten XSIGN
von dem Verstärker 72.
Das heißt,
wenn die Spannung an dem Knoten POS positiver ist als die Spannung
an dem Knoten NEG, so stellt die Spannung an dem Knoten SIGN eine
logische Eins dar, und wenn die Spannung an dem Knoten NEG positiver
ist als die Spannung an dem Knoten POS, so stellt die Spannung an dem
Knoten SIGN eine logische Null dar.
-
Der
Auf-/Ab-Zähler 150 wird
dazu verwendet, das Signal an dem Knoten VDLY für eine ausgewählte Periode
nach der Detektierung eines Nulldurchgangs zu integrieren. Aus diesem
Grund ist der Auf-/Ab-Zähler 150 so
gestaltet, dass er rückwärts zählt, wie
dies erforderlich sein kann, wenn der Zählwert größer ist als Null, und wenn
eine Rauschspitze bewirkt, dass das Signal POS-NEG unter Null fällt. Wenn der Zählwert größer ist als
Zwei, so deaktiviert das Signal auf der Leitung LOCK_2 die Ausgabe
des Differentialverstärkers 140,
indem eine konstante logische Eins an einen Eingang des OR-Gatters 160 bereitgestellt
wird, so dass folgende negative Rauschspitzen des Signals POS-NEG
ignoriert werden.
-
Der
Auf-/Ab-Zähler 150 erzeugt
ein Fenster, während
dem die Kapazität
CDLY das Signal an dem Knoten VDLY integriert.
Nachdem ein Zählwert
von entweder Eins oder Zwei erreicht worden ist, abhängig davon, welche
der Leitungen LOCK_1 und LOCK_2 durch den logischen Wert auf der
Leitung PRG_LOCK ausgewählt
werden, gibt der Multiplexer 158 eine logische Eins an
einen Eingang des OR-Gatters 160 aus. Der logische Wert
auf der Programm-Sperrleitung PRG_LOCK ist programmierbar, was es
Benutzern bzw. Anwendern der erfindungsgemäßen Verzögerungsschaltung ermöglicht,
den gewünschten
Zeitraum auszuwählen, nach
dem der Verstärker 72 Rauschspitzen
an den Knoten POS und NEG ignoriert. Wenn etwa eine logische Null
auf der Programm-Sperrleitung PRG_LOCK angenommen wird, beeinflussen
Rauschspitzen, die bewirken, dass die Spannung POS-NEG unter Null
sinkt, nicht den Wert der Spannung an dem Knoten SIGN, wenn der
Auf-/Ab-Zähler 150 einen
Zählwert
von Zwei erreicht. Folglich beeinflussen dies Rauschspitzen nicht
die Ladungs- und Entladungsraten der Kapazität CDLY.
-
Die
Abbildung aus 9 zeigt ein Zustandsdiagramm,
das eine funktionale Beschreibung des Ein-Bit-Auf-/Ab-Zählers 150 bereitstellt.
Der Zähler 150 empfängt als
Eingaben ein Heraufsetzungssignal auf der Leitung INC und ein Herabsetzungssignal
auf der Leitung DEC. Wenn die Kommutierungs-Steuerschaltung 50 zurückgesetzt
wird oder einen Kommutierungsimpuls entwickelt, wird der Zähler 150 auf
den Zustand 000 zurückgesetzt.
Nach der positiven Flanke eines Heraufsetzungsimpulses auf der Leitung
INC setzt der Zähler 150 auf
den Zustand 001 herauf und gibt eine logische Eins auf der Leitung
LOCK_1 aus. Danach geht der Zähler 150 bei
der abfallenden Flanke des gleichen Heraufsetzungsimpulses in den
Zustand 011 über.
Aus dem Zustand 011 kann der Zähler 150 entweder
herabgesetzt werden, so dass das Signal auf der Leitung LOCK_1 zu
Null zurückkehrt,
oder er kann heraufgesetzt werden, so dass die Leitung LOCK_2 auf
eine logische Eins übergeht.
-
Wenn
das Signal auf der Leitung LOCK_2 eine logische Eis ist (d.h. wenn
der in dem Auf-/Ab-Zähler 150 gespeicherte
Zählwert
Zwei ist), so gibt die logische Eins auf der Leitung LOCK_2 den
Zähler 152 frei,
so dass die Zählerschaltung 78 weiter über Zwei
hinaus zählen
kann. Wenn der Zähler 152 danach
eine vorbestimmte Anzahl von Lade-/Entladezyklen (in dem vorliegenden
Beispiel zwei) erreicht hat, und wenn die Spannung an dem Knoten
VDLY unter die Referenzspannungen an dem
Knoten VMIN fällt, was bewirkt, dass das
Signal an dem Knoten COMP.UND_L hoch wird, stellt das AND-Gatter 154 einen
Ausgangsimpuls bereit, der nachdem er von dem Einkreis 156 auf
25 Mikrosekunden erweitert worden ist, als ein FCOM-Impuls an dem Knoten
FCOM ausgegeben wird.
-
Die
Abbildung aus 10 zeigt ein Zustandsdiagramm,
das eine funktionale Beschreibung der Zustandsmaschine 76 bereitstellt.
Die Eingänge
in die Zustandsmaschine 76 sind die Signale an den Knoten OVER_H,
UNDER_L, SIGN und FCOM. Eine logische Eins an dem Knoten OVER_H
zeigt an, dass die Spannung an dem Knoten VDLY größer ist
als die Spannung an dem Knoten Vdac. Eine
logische Eins an dem Knoten UNDER_L, dem Ausgang des AND-Gatters 157 aus 7,
zeigt an, dass:
- 1. die Spannung an dem Knoten
VDLY niedriger ist als die Spannung an dem
Knoten VMIN, wie dies durch eine logische
Eins auf der Leitung COMP.UND_L belegt wird;
- 2. der in dem Auf-/Ab-Zähler 150 gespeicherte
Zählwert
größer ist
als Eins, wie dies durch eine logische Eins auf der Leitung LOCK_1
belegt wird; und
- 3. der in dem Aufwärtszähler 152 gespeicherte
Zählwert
kleiner ist als Zwei, wie dies durch eine logische Null auf der
Leitung CNT=2+2 belegt wird.
-
Wie
dies vorstehend in Bezug auf die Abbildung aus 7 beschrieben
worden ist, zeigt eine logische Eins an dem Knoten SIGN schließlich an,
dass die Spannung an dem Knoten POS positiver ist als die Spannung
an dem Knoten NEG.
-
In
Bezug auf die Kurvenformen aus der Abbildung aus 11 stellt
die Zeit ZC den Moment dar, in dem das BEMF-Signal
POS_NEG die Nullspannungsachse kreuzt. Das BEMF-Signal POS-NEG kreuzt
aufgrund von Rauschen auch zu anderen Zeitpunkten die Null; wobei
im Sinn der folgenden Beschreibung der Zeitpunkt ZC den
wahren Nulldurchgang darstellt. Die Verzögerungsschaltung 70 arbeitet
so, dass sie einen FCOM-Impuls eine Verzögerungsperiode TDLY (d.h.
eine Verzögerung
von einer Hälfte
der durchschnittlichen FCOM-Periode TFCOM)
nach dem Nulldurchgang zum Zeitpunkt ZC bereitstellt.
-
Die
Zustandsmaschine 76 empfängt als Eingänge bzw.
Eingaben die digitalen (binären)
Signale auf den Leitungen OVER_H, UNDER_L, SIGN und FCOM und gibt
ein digitales Signal auf der Leitung UP an den Verstärker 72 aus
und digitale Signale auf der Heraufsetzungsleitung INC und der Herabsetzungsleitung
DEC an den Zähler 78.
Nach jedem FCOM-Impuls (und wenn die Kommutierungs-Steuerschaltung 50 zurückgesetzt
oder aktiviert wird) wird die Zustandsmaschine 76 auf den
Zustand 000 zurückgesetzt,
und die Zählerschaltung 78 ist
so konfiguriert, dass ein Zählwert
von Null gespeichert wird. In dem Zustand 000 gibt die Zustandsmaschine 76 eine
logische Eins auf der Leitung UP an den Verstärker 72 aus. Wenn,
wie dies vorstehend im Text bereits in Bezug auf die Abbildung aus 7 beschrieben
worden ist, die Spannung auf der Leitung UP positiv ist, lädt der Verstärker 72 die
Verzögerungskapazität CDLY, wenn die Spannung an dem Knoten POS
positiver ist als die Spannung an dem Knoten NEG, und er entlädt die Verzögerungskapazität CDLY, wenn die Spannung an dem Knoten POS
negativer ist als die Spannung an dem Knoten NEG.
-
Vor
dem Nulldurchgang zum Zeitpunkt ZC ist das
BEMF-Signal POS-NEG
in Abwesenheit positiver Rauschspitzen negativ.
-
Diesbezüglich bleibt
die Spannung an dem Knoten VDLY niedrig.
Wenn eine Rauschspitze, wie etwa die Spitze 200, bewirkt,
dass das BEMF-Signal POS-NEG größer wird
als Null, so wechselt der logische Wert an dem Knoten SIGN von niedrig
auf hoch, und die Spannung an dem Knoten VDLY beginnt
zuzunehmen. Wenn, wie dies in der Abbildung aus 11 dargestellt
ist, die Spitze 200 auf null Volt sinkt, so kehrt der Logikwert an
dem Knoten SIGN zu einem logisch niedrigen Wert zurück, was
bewirkt, dass die Spannung an dem Knoten VDLY zurückgeht.
-
Zu
dem Zeitpunkt ZC kreuzt das Signal POS-NEG
erneut Null. Folglich wird das Signal an dem Knoten SIGN zu einer
logischen Eins, und die Spannung an dem Knoten VDLY beginnt
erneut zu steigen. Wenn die Spannung an dem Knoten VDLY über die
Spannung an dem Knoten VMIN ansteigt, gibt
der Komparator 74 eine logische Null an dem Knoten UNDER_L
aus. Während
dem positiv werdenden Segment 202 der Spannung an dem Knoten
VDLY entsprechen die Eingänge bzw.
Eingaben an den Knoten OVER_H, UNDER_L und SIGN entsprechend 0,
0 und 1.
-
Während die
Spannung auf der Leitung UP eine logische Eins bleibt, kehren alle
etwaigen negativen Rauschspitzen, die unter Null sinken, die Richtung
der Spannungsveränderung
an dem Knoten VDLY um. Zum Beispiel während einer
negativen Rauschspitze 204 nimmt die Spannung an dem Knoten
VDLY entlang eines negativ werdenden Segments 206 ab.
Wenn die Rauschspitze 204 zu einer Spannung zurückkehrt,
die größer ist
als Eins, so steigt die Spannung an dem Knoten VDLY erneut.
Schließlich
steigt die Spannung an dem Knoten VDLY über die
Referenzspannung an dem Knoten VDAC, was
bewirkt, dass der Komparator 74 eine logische Eins an dem
Knoten OVER_H ausgibt. An dieser Stelle lauten die Eingänge bzw.
Eingaben an den Knoten OVER_H, UNDER_L und SIGN entsprechend 1,
0 und 1. Diese Eingaben bewirken, dass die Zustandsmaschine 76 aus
dem Zustand 000 in den Zustand 001 übergeht, so dass die Zustandsmaschine 76 eine
logische Null auf der Leitung UP ausgibt. Wie dies vorstehend in
Bezug auf die Abbildung aus 6 beschrieben
worden ist, kehrt das Beritstellen einer logischen Null auf der
Leitung UP zu dem Verstärker 72 das
Verhalten des Verstärkers 72 im
Verhältnis
zu dem BEMF-Signal POS-NEG um. Das heißt, wenn die Spannung an dem
Knoten POS positiver ist als die Spannung an dem Knoten NEG, so
entlädt
der Verstärker 72 den
Verzögerungskondensator
CDLY, was bewirkt, dass die Spannung an
dem Knoten VDLY abnimmt. Und wenn die Spannung
an dem Knoten POS negativer ist als die Spannung an dem Knoten NEG,
so lädt
der Verstärker 72 den
Verzögerungskondensator
CDLY, was bewirkt, dass die Spannung an
dem Knoten VDLY beginnt zu steigen.
-
Kurz
nachdem die Kapazität
CDLY begonnen hat, zu entladen, sinkt die
Spannung an dem Knoten VDLY unter die Spannung
an dem Knoten VDAC, so dass das Signal an
dem Knoten OVER_H zu einer logischen Null zurückkehrt. Wenn angenommen wird,
dass das BEMF-Signal POS-NEG positiv bleibt, so empfängt die
Zustandsmaschine 76 die Eingaben 0, 0 und 1 an den entsprechenden
Eingangsknoten OVER_H, UNDER_L und SIGN und wechselt folglich den
Zustand von 001 zu 011. Die Zustandsmaschine 76 gibt danach
eine logische Eins an dem Knoten INC aus, was bewirkt, dass der
in der Zählerschaltung 78 gespeicherte
Zählwert heraufgesetzt
wird. In dem vorliegenden Fall nimmt der Zählwert von Null auf Eins zu,
wie dies durch das Signal COUNT aus 11 angezeigt
wird.
-
Um
die Beschreibung kürzer
zu gestalten, wurden vorstehend nur einige der acht möglichen
Zustände der
Zustandsmaschine 76 beschrieben. Die verbleibenden Zustände, wie
diese in dem Zustandsdiagramm aus 10 dargestellt
sind, sind für
den Fachmann auf dem Gebiet allgemein verständlich.
-
Die
Kapazität
CDLY wird auf die vorstehend beschriebene
Art und Weise geladen und entladen, bis der in der Zählerschaltung 78 gespeicherte
Zählwert
einen vorbestimmten Wert erreicht. In dem Beispiel aus 11 ist
die Zählerschaltung 78 zum
Beispiel so konfiguriert, dass sie einen FCOM-Impuls ausgibt, wenn
der Zählwert
gleich vier ist (d.h. der Zählwert
des Auf-/Ab-Zählers 150 ist
zwei, und der Zählwert
des Aufwärtszählers 152 ist
zwei) und das Signal an dem Knoten UNDER_L gleich Eins ist. Der
FCOM-Impuls an dem Knoten wird zu dem Sequenzer 18 übertragen,
um eine Kommutierung einzuleiten und um ferner sowohl die Zustandsmaschine 76 als
auch die Zählerschaltung 78 zurückzusetzen.
Das vorstehend beschriebene Verfahren wird danach für jeden
folgenden Nulldurchgang wiederholt, so dass ein FCOM-Impuls konstant
nach einer Verzögerung
von ungefähr
30 elektrischen Grad von jedem Nulldurchgang entwickelt wird.
-
Die
Kommutierungs-Verzögerungsgeneratoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind nicht auf die vorstehend beschriebenen speziellen
Anwendungen beschränkt.
Zum Beispiel sind die elektrischen Motoren bzw. Elektromotoren,
die von derartigen Verzögerungsgeneratoren
profitieren können,
nicht auf Laufwerksantriebsmotoren beschränkt. Darüber hinaus können Zeitsteuerungsreferenzen,
von denen eine Verzögerungsperiode
beginnen soll, von anderen Quellen als von BEMF-Sensoren abgeleitet
werden, wie zum Beispiel von Halleffekt-Sensoren.