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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Erzeugen
von Plasma in plasmagestützten
Bearbeitungssystemen, wie sie typischerweise bei der Halbleiterherstellung
verwendet werden. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf
Vorrichtungen zum Steuern der Phasenverschiebung zwischen Generatoren
in Plasmabearbeitungssystemen, um gewünschte Bearbeitungsergebnisse
zu erreichen.
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Plasmagestützte Halbleiterprozesse
zum Ätzen,
Oxidieren, Anodisieren, Ablagern chemischer Dämpfe (CVD) oder ähnliches
sind bekannt. Zu Darstellungszwecken zeigt 1 einen
chemischen Ätzreaktor 100, der
ein plasmaerzeugendes System darstellt, das eine Induktionsspule
zur Plasmaerzeugung verwendet. Der Reaktor 100 umfasst
ein Spulensystem 102 und eine Kammer 124. Das
Spulensystem 102 umfasst ein Spulenelement 106,
das durch einen Hochfrequenzgenerator 110 angeregt wird.
Das Spulenelement 106 ist an einen Anpassungsschaltkreis 108 zum
Anpassen der Impedanz des Spulenelements 106 an die des
Hochfrequenzgenerators 110 angeschlossen. Das Anpassen
der Impedanz erlaubt es dem Hochfrequenzgenerator 110,
dem Spulenelement 106 effizient Leistung zuzuführen. Um
einen Erdungsweg bereitzustellen, wird üblicherweise die Kammerwand
der Kammer 124 geerdet. Alternativ kann der Erdungsweg
durch die untere Elektrode, z. B. einen Halter 128 in 1,
bereitgestellt werden, wenn das Plasma eingesperrt ist.
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Innerhalb
der Kammer 124 befindet sich üblicherweise ein Sprühkopf 126.
Der Sprühkopf 126 wird oberhalb
eines Halters 128 und einer Halbleiterscheibe 134 angeordnet
dargestellt, die durch den Halter 128 getragen wird. Der
Halter 128 dient als eine zweite Elektrode und ist bevorzugt
durch seinen unabhängigen Hochfrequenzschaltkreis 120 über ein
Anpassungsnetz 122 vorgespannt. Es sollte berücksichtigt
werden, dass die Komponenten sowohl von 1 als auch
anderer Figuren hierin nur repräsentativ
zur leichteren Darstellung und zum Erleichtern der Diskussion gezeigt
werden. Tatsächlich
werden das Spulenelement 106 und Anpassung 108 üblicherweise
nahe der Kammer 124 angeordnet, während der RF-Generator 110 an
jedem vernünftigen
Ort angeordnet werden kann.
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Der
Sprühkopf 126 stellt
die Vorrichtung zum Ausgeben von Ätzmittel oder Ablagerungsmaterialien
auf die Halbleiterscheibe 134 dar. Der Sprühkopf 126 umfasst
bevorzugt eine Mehrzahl von Löchern
zum Freisetzen gasförmiger
Quellenmaterialien (typischerweise um den peripheren Rand des Sprühkopfs 126)
in den hochfrequenzerzeugten Plasmabereich zwischen sich selbst
und der Halbleiterscheibe 134 während des Betriebs. In einer
Ausführungsform
besteht der Sprühkopf 126 aus
Quarz, obwohl er auch aus anderen geeigneten Materialien hergestellt
werden kann und entweder elektrisch unbestimmt gelassen oder geerdet
werden kann.
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Um
dem Plasmaätzsystem 100 Leistung
bereitzustellen, werden Generatoren 110 und 120 typischerweise
bei einer vorgegebenen Hochfrequenz betrieben. Um sicherzugehen,
dass beide Generatoren Leistung bei derselben Frequenz bereitstellen,
können
sie in einer Master-Slave-Konfiguration frequenzgekoppelt sein. Zum
Beispiel kann der untere (Vorspannungs-) Generator 120 als
der Master festgelegt werden und die Frequenz des oberen (Spulen-)
Generators 110 kann der des Master-Generators 120 untergeordnet
werden (oder umgekehrt). Das Frequenzkoppeln kann durch irgendeine
herkömmliche
Technik erreicht werden, was z. B. das Ausschalten des frequenzerzeugenden
Kristalls in dem Slave-Generator und Verwenden des frequenzerzeugenden
Kristalls in dem Master-Generator, um sowohl den Master- als auch
den Slave-Generator zu betreiben, umfasst.
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Während die
Konfiguration der beiden Generatoren in einer Master-Slave-Konfiguration es
beiden Generatoren ermöglicht,
Leistung bei der selben Hochfrequenz zu liefern, garantiert eine
solche Konfiguration nicht, dass durch die beiden Generatoren Leistung
mit der gleichen Phase geliefert wird. Ein Phasenunterschied kann
aufgrund interner Faktoren der Generatoren auftreten oder wegen
Systemparametern wie dem Längenunterschied
der die Generatoren an ihre jeweiligen Elektroden anschließenden Kabel.
Es ist bekannt, dass die Phasendifferenz unerwünschte oder unerwartete Prozess-
und elektrische Charakteristiken hervorrufen kann, die zu unsicheren
Konsequenzen für
das Bearbeitungsergebnis führen
können.
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Angesichts
des Voranstehenden sind Apparate zum Steuern der Phasendifferenz
zwischen Master- und Slave-konfigurierten RF-Generatoren gewünscht, die
verwendet werden, um Leistung an Plasmabearbeitungssysteme zu liefern.
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US 5,116,482 beschreibt
ein filmbildendes System, das kapazitive Plasmaerzeugung zum Sputtern dünner Filme
verwendet. Das System umfasst eine erste Master-RF-Leistungsversorgung,
die zu einer oberen kapazitiven Elektrode durch einen Anpassungskasten
verbunden ist. Eine zweite Slave-RF-Leistungsversorgung ist an eine
untere kapazitive Elektrode durch einen zweiten Anpassungskasten
angeschlossen. Ein erster Überwachungssensor
bestimmt die Spannung der oberen Elektrode und ein zweiter Überwachungssensor
bestimmt die Spannung der unteren Elektrode. Die Ausgaben der Überwachungssensoren
werden an eine phasenanpassende Vorrichtung weitergegeben, die außerdem mit
einem externen Soll-Signal versorgt wird. Die phasenanpassende Vorrichtung
erzeugt ein phasenverschiebendes Signal, um die Slave-RF-Leistungsversorgung
dahingehend zu steuern, eine Phasendifferenz bezüglich der Master-Leistungsversorgung
entsprechend der durch das extern festgelegte Signal festgelegten
Phasendifferenz zu haben.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Plasmabearbeitungssystem zum Erzeugen von Plasma zum
Verwenden in der Halbleiterherstellung bereitgestellt, wobei das
Plasmabearbeitungssystem eine erste Hochfrequenz (RF)-Leistungsquelle
zum Ausgeben eines ersten RF-Signals an eine erste Elektrode und
eine zweite RF-Leistungsquelle
zum Ausgeben eines zweiten RF-Signals an eine zweite Elektrode aufweist,
wobei die zweite RF-Leistungsquelle als eine untergeordnete RF-Leistungsquelle in
einer Master-Slave-Konfiguration an die erste RF-Leistungsquelle
angeschlossen ist, wobei das Plasmabearbeitungssystem einen Steuerschaltkreis
aufweist, der umfasst: einen ersten Sensorschaltkreis, der mit der
ersten Elektrode verbunden ist, um eine Phase des ersten RF-Signals
zu detektieren; einen ersten Anpassungsschaltkreis, der zwischen
der ersten RF-Leistungsquelle und der ersten Elektrode angeschlossen
ist; einen zweiten Sensorschaltkreis, der mit der zweiten Elektrode
verbunden ist, um eine Phase des zweiten RF-Signals zu detektieren;
einen zweiten Anpassungsschaltkreis, der zwischen der zweiten RF-Leistungsquelle
und der zweiten Elektrode angeschlossen ist; einen Mischerschaltkreis,
der mit dem ersten Sensorschaltkreis und dem zweiten Sensorschaltkreis verbunden
ist, um einen Phasenunterschied zwischen dem ersten RF-Signal und
dem zweiten RF-Signal zu detektieren und ein erstes Signal auszugeben,
das den Phasenunterschied angibt; einen Phasenstellschaltkreis,
der mit der zweiten RF-Leistungsquelle und dem Mischerschaltkreis
verbunden ist, wobei der Phasenstellschaltkreis in Antwort auf das
erste Signal und ein Phasensteuersollwertsignal ein Steuersignal
an die zweite RF-Leistungsquelle
ausgibt, um eine Phase des zweiten RF-Signals zu modifizieren, wodurch
bewirkt wird, dass die Phasendifferenz sich an einen durch das Phasensteuersollwertsignal
angegebenen Phasendifferenzwert annähert; und dadurch gekennzeichnet,
dass: der erste Sensorschaltkreis zwischen dem ersten Anpassungsschaltkreis
und der ersten Elektrode angeschlossen ist; der zweite Sensorschaltkreis
(414) zwischen dem zweiten Anpassungsschaltkreis und der
zweiten Elektrode angeschlossen ist; und wobei die erste oder zweite
Elektrode eine obere Elektrode des Plasmabearbeitungssystems zur
induktiven Plasmaerzeugung in einer Plasmabearbeitungskammer darstellt.
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Diese
und andere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen
der folgenden detaillierten Beschreibungen und beim Studieren der
verschiedenen Figuren der Zeichnungen deutlich werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
ein typisches plasmaerzeugendes System.
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2A ist
ein Schema, das in einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Gesamt-Steuerschaltung zum Steuern
der Phasendifferenz zwischen zwei frequenzgekoppelten RF-Generatoren
eines Plasmabearbeitungssystems darstellt.
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2B zeigt
eine Ausführung
des oberen TCP-Anpassungsschaltkreises des Steuerschaltkreises von 2A.
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2C stellt
eine Ausführung
des unteren TCP-Anpassungsschaltkreises des Steuerschaltkreises von 2A dar.
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2D stellt
eine Ausführung
des Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreises des Steuerschaltkreises
von 2A dar.
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3 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die optische Amplitude der 261 nm Plasmaemission darstellt,
die verwendet wird, um den Endpunkt für das Aluminiumätzen zu
bestimmen.
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4 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die RF-Spitzenspannung der unteren (Vorspannungs-) Elektrode
darstellt.
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5 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Gleichstrom-Vorspannung auf die Halbleiterscheibe darstellt.
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6A ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Oxidätzrate
darstellt.
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6B ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Stärke
des verbleibenden Oxids darstellt.
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7 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Aluminium-/Oxid-Selektivität darstellt.
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8 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Photolackätzrate
darstellt.
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9 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Aluminium-/Photolack-Selektivität darstellt.
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10 und 11 sind
Graphen, die in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die verbleibende Photolackstärke
im Zentrum der Halbleiterscheibe (10) und
am Rand der Halbleiterscheibe (11) darstellt.
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12 und 13 sind
Graphen, die in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung jeweils den Effekt der
Phasenverschiebung auf die kritische Ausdehnung (CD) im Zentrum
der Halbleiterscheibe und am Rand der Halbleiterscheibe darstellt.
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14 zeigt
die Schritte, die eine Ätzbearbeitung
umfasst, in der die Phasendifferenz zwischen den RF-Leistungsversorgungen
entweder aktiv oder passiv gesteuert ist, um das gewünschte Bearbeitungsergebnis
zu erreichen.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Es
wird eine Erfindung zum Verbessern von Bearbeitungsergebnissen durch
Steuern der Phasendifferenz der Phasen der durch die RF-Leistungsversorgungen
eines Plasmabearbeitungssystems zugeführten RF-Signale beschrieben.
In der folgenden Beschreibung werden zahlreiche spezielle Details
dargelegt, um ein tiefgehendes Verstehen der vorliegenden Erfindung
bereitzustellen. Für
den Fachmann wird es jedoch offensichtlich sein, dass die vorliegende
Erfindung ohne mehrere oder alle dieser speziellen Details ausgeführt werden
kann. In anderen Fällen
wurden gut bekannte Bearbeitungsschritte nicht im Detail beschrieben,
um die vorliegende Erfindung nicht unnötig zu verschleiern.
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2A ist
ein Schema, das gemäß der vorliegenden
Erfindung den gesamten Steuerschaltkreis zum Steuern der Phasendifferenz
zwischen zwei frequenzgekoppelten Generatoren eines Plasmabearbeitungssystems
darstellt. In 2A sind RF-Generatoren 402 und 404 in
einer Master-Slave-Konfiguration angeordnet, wobei der RF-Generator 402 als
der Referenzgenerator agiert. Dem Plasma in einer Plasmabearbeitungskammer 406 wird
durch diese beiden RF-Generatoren 402 und 404 jeweils
durch Anpassungsschaltkreise 408 und 410 Leistung
zugeführt.
Es sollte bemerkt werden, dass, obwohl der Halter-RF-Generator,
z. B. der RF-Generator 402, als Master-Generator in 2A bestimmt
wurde, die Erfindung gleich gut gilt, wenn der der oberen Elektrode
zugeordnete RF-Generator, z. B. der RF-Generator 404, als
Master bestimmt wird. Weiterhin können, obwohl die obere Elektrode 412 in 2A eine
Archimedes-Spiralen-Spule aufweisend gezeigt wird, andere geeignete
Elektroden gut verwendet werden, um innerhalb der Plasmabearbeitungskammer
ein Plasma zu erzeugen. Ein Ende der Spule kann von der Erde isoliert
sein, z. B. durch einen Transformator, oder geerdet sein.
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Um
die Phase des der Spule 412 zugeführten RF-Signals zu ermitteln,
wird ein Sensor 414 mit einem Ende der Spule 412 verbunden.
Der Sensor 414 ist zwischen der Spule 412 und
dem Anpassungsnetz 410 angeordnet, um die Auswirkung der
Feinstimmnetzwerke, die zur Impedanzanpassung verwendet werden,
zu vermeiden.
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Desgleichen
wird ein Sensor 416 zwischen einer Halterelektrode 418 und
dem Anpassungsschaltkreis 408 verbunden, um die Phase des
der Halterelektrode 418 zugeführten RF-Signals zu bestimmen.
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Die
Ausgaben der Sensoren 414 und 416 werden in einen
Mischerschaltkreis 420 eingegeben, der durch irgendeine
der konventionellen Mischerschaltkreisausführungen implementiert werden
kann. Die Ausgabe des Mischerschaltkreises 420, die das
zu der Phasendifferenz zwischen den Phasen der durch die Sensoren 414 und 416 detektierten
RF-Signale proportionale Rückkopplungssignal
darstellt, wird dann in einen Phasenstellschaltkreis 422 eingegeben.
Wenn das Phasen-/Vorspannungs-Auswahlsteuersignal 423 auf
Phasensteuern gesetzt ist, vergleicht der Phasenstellschaltkreis 422,
der durch einen Fehlerverstärker
oder eine Anzahl von bekannten Phasenstellschaltkreisausführungen
implementiert werden kann, das Rückkopplungssignal
von dem Mischerschaltkreis 420 mit einem Phasensteuersollwertsignal 424,
um ein Steuersignal 430 an den Slave-Generator, z. B. RF-Generator 404 in 2A,
auszugeben. In Antwort auf das Steuersignal 430 modifiziert
der Slave-Generator dann seine Phase, wodurch bewirkt wird, dass
die Phasendifferenz zwischen den Phasen der durch die Sensoren 414 und 416 detektierten
RF-Signale im Wesentlichen dem durch das Phasensteuersollwertsignal 424 bestimmten
Wert entspricht.
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In
einer Ausführungsform
kann der Phasensteuersollwert 424 einen vorbestimmten Wert
darstellen, um Systemanpassung zu ermöglichen, d. h. um sicherzustellen,
dass der Unterschied zwischen den Phasen der der oberen Elektrode
und unteren Elektrode zugeführten
RF-Signale von Maschine zu Maschine im Wesentlichen der gleiche
ist. Die erfinderische Technik der Rückkopplungssteuerung, um sicherzugehen,
dass die Phasendifferenz einem vorbestimmten Wert entspricht, wird
hier als passives Steuern der Phasendifferenz bezeichnet. Wenn die
Phasendifferenz passiv gesteuert wird, ist es möglich, sicherzustellen, dass
die Phasendifferenz zwischen den Phasen der RF-Signale über verschiedene
Systeme im Wesentlichen konstant bleiben wird, unabhängig von
Systemparametern, z. B. der Anordnung der RF-Generatoren relativ
zu der Plasmabearbeitungskammer.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann der Phasensteuersollwert einen benutzerabhängigen Wert zum aktiven Steuern
der Phasendifferenz zwischen den Phasen der RF-Signale darstellen,
um gewünschte Bearbeitungsergebnisse
zu erzielen. Die erfinderische Technik, die Phasendifferenz aktiv
zu modifizieren, um spezielle gewünschte Bearbeitungsresultate
zu erzielen, wird hier als aktives Steuern der Phasendifferenz bezeichnet.
Beispielsweise kann ein Benutzer spezifizieren, dass das der oberen
Elektrode zugeführte
RF-Signal dem der unteren Elektrode zugeführten RF-Signal um 180 vorausgeht,
um die Aluminium-/Photolack-Selektivität während eines Aluminiumätzschrittes
zu maximieren (der Effekt der Phasendifferenz auf die Aluminium-/Photolack-Selektivität wird hier
in einer nachfolgenden 9 dargestellt). Als ein weiteres
Beispiel kann der Benutzer spezifizieren, dass die RF-Leistungsversorgungen
ihre Leistung in Phase liefern, um die Ätzrate während eines Oxidätzschrittes
(6A) zu maximieren. Andere Beispiele sind für Fachleute
beim Betrachten der Figuren und der hierin befindlichen Offenbarung
leicht erkennbar.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann entweder die RF-Spitzenwechselspannung des Halters oder die
Gleichspannung der Halbleiterscheibe als ein Rückkopplungssignal verwendet
werden, um ein Steuern eines dieser beiden Werte durch Verändern der
Phasendifferenz zu ermöglichen.
Mit Bezug auf 2A stellt ein Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 zur
Vereinfachung der Darstellung den Schaltkreis zum Messen entweder
der RF-Spitzenwechselspannung des Halters oder der Gleichspannung
der Halbleiterscheibe (abhängig
von der Ausführungsform)
dar. Beispielsweise kann der Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 einen
Gleichstromvorspannungsmessschaltkreis darstellen, wenn der Halter
mechanisches Klemmen verwendet. Wenn andererseits der Halter ein
elektrostatischer Halter ist, kann der Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 entweder
einen Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis darstellen oder einen,
der die RF-Spitzenwechselspannung des Halters misst.
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Die
RF-Spitzenwechselspannung des Halters kann unter Verwendung einer
Spannungssonde oder irgendeiner anderen konventionellen Technik
gemessen werden. Die Gleichspannung der Halbleiterscheibe kann z.
B. durch Verwenden einer Sonde innerhalb der Kammer 406 gemessen
werden, um den Zustand des Plasmas innerhalb der Kammer 406 zu
messen, oder durch ihr Herleiten aus der RF-Spitzenwechselspannung des
Halters selbst. Für
weitere Informationen eine Methode des Herleitens der Gleichstromvorspannung
der Halbleiterscheibe aus der RF-Spitzenwechselspannung des Halters
betreffend, kann Bezug genommen werden auf die ebenfalls anhängigen,
beide am selben Datum eingereichten Patentanmeldungen mit gemeinsamem
Anmelder, die "Dynamic
Feedback Electrostatic Chuck" (US
Patent Nr. 5,812,361) und "Voltage
Controller for Electrostatic Chuck of Vacuum Plasma Processors" von Neil Benjamin,
Seyed Jafar Jafarian-Tehrani und Max Artussi (US Patent Nr. 5,708,250)
betitelt sind.
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Das
durch den Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 ausgegebene
Signal wird dann in einen Spitzenvorspannungssteuerschaltkreis 442 eingegeben.
Der Spitzenvorspannungssteuerschaltkreis 442 stellt den
Schaltkreis zum Vergleichen des durch den Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 ausgegebenen
Signals mit einem durch einen Benutzer eingegebenen Vorspannungssollwertsignal 444 und
zum Ausgeben eines Fehlersignals 446 dar. In Antwort auf
dieses Fehlersignal modifiziert dann der Phasenstellschaltkreis 422 ein
Steuersignal 430, wodurch die Phasendifferenz zwischen den
durch die beiden RF-Generatoren zugeführten RF-Signalen modifiziert
wird und entweder die RF-Spitzenwechselspannung des Halters oder
die Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe (abhängig von
der Ausführung
des Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreises 440)
indirekt modifiziert wird, bis sie dem Vorspannungssollsignal 444 gleicht.
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Es
ist vorgesehen, dass das durch den Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 ausgegebene
Signal durch einen geeigneten Logikschaltkreis überwacht werden kann, um es
dem Benutzer zu erlauben, z. B. die Phasendifferenz zu bestimmen,
die in einem spezifischen Wert der RF-Spitzenwechselstromspannung
des Halters (oder der Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe)
resultiert. Beispielsweise kann die Phase des Slave-Generators während dem Überwachen
des durch den Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 ausgegebenen
Wertes modifiziert werden, um den Phasendifferenzwert zu bestimmen,
der z. B. zu der höchsten
oder niedrigsten RF-Spitzenwechselstromspannung des Halters (oder
Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe) führt. Da diese spezifischen
Werte der RF-Spitzenwechselstromspannung des Halters (oder der Gleichstromvorspannung
der Halbleiterscheibe) direkt mit spezifischen Bearbeitungscharakteristiken
zusammenhängen,
kann der Benutzer dann die bestimmte Phasendifferenz als eine Eingabe
in den Phasenstellschaltkreis 422 verwenden, um sicherzustellen,
dass die gewünschten
Bearbeitungsresultate verlässlicher
und konsistenter erhalten werden können.
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Für den Fachmann
wird es offensichtlich sein, dass der erfinderische Steuerschaltkreis
nicht alle in 2A gezeigten Komponenten umfassen
muss. Er umfasst im Wesentlichen Sensoren 414 und 416,
einen Mischerschaltkreis 420, zwei Elektroden 412, 418,
Anpassungsschaltkreise 408, 410 und einen Phasenstellschaltkreis 422.
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Mit
diesen Schaltkreisblöcken
wird das Detektieren der Phasendifferenz zwischen den durch die RF-Leistungsversorgungen
zugeführten
RF-Signalen und die Modifikation dieser Phasendifferenz ermöglicht. Wenn
es gewünscht
ist, die Phasendifferenz auch derart zu modifizieren, dass ein spezieller
RF-Spitzenwechselstromspannungssollwert oder ein spezieller Gleichstromspannungssollwert
der Halbleiterscheibe erreicht wird, kann der Steuerschaltkreis
einen Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreis 440 und
einen Spitzenvorspannungssteuerschaltkreis 442 der 2A enthalten.
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Anpassungsschaltkreise 408 und 410 können durch
irgendwelche konventionellen Anpassungsschaltkreise implementiert
werden. 2B zeigt eine Implementierung
des oberen TCP-Anpassungsschaltkreises 410, der als geeignet
befunden wurde. In 2B schwingt der Kondensator
Cs mit der Induktivität
der TCP-Spule mit. Der Kondensator CP wandelt
die Lastimpedanz um, um die Quellenimpedanz der RF-Leistungsquelle anzugleichen,
die typischerweise etwa 50 Ω beträgt. Induktoren
LP und LS sind Haupt-
und Zweitinduktivitäten
des Anpassungstransformators. Die Werte dieser Induktivitäten LP und LS hängen von
der Spulengröße und dem
Kopplungsfaktor zwischen der Spule und dem Plasma ab. Eine durch
ihre Teilenummer 853-031685-001
bekannte Version des Anpassungsschaltkreises 410 ist von
der zuvor erwähnten
Lam Research Corp. erhältlich.
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2C stellt
eine Implementierung eines unteren TCP-Anpassungschaltkreises 408 dar.
In 2C wird ein variabler Induktor Ls' verwendet, um mit
der Last zu schwingen. Ein variabler Kopplungsfaktor K wandelt die
Last in die geeignete Impedanz um, um die Leistungszufuhr durch
den RF-Generator zu maximieren. Eine durch ihre Teilenummer 853-015130-002
bekannte Version eines Anpassungsschaltkreises 408 ist
von der zuvor erwähnten
Lam Research Corp. erhältlich.
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2D stellt
einen Gleichstrom-Vorspannungsschaltkreis dar, der zum Implementieren
des Wechselstrom-/Gleichstrom-Vorspannungsmessschaltkreises 440 geeignet
ist. In 2D wird das RF-Signal des Halters
durch eine Mehrzahl von Resistoren 460 erfühlt, was
eine hohe Impedanz zur Erde bereitstellt, um die Menge des abgezogenen
RF-Stroms zu begrenzen. In einer Ausführungsform befinden sich fünf Resistoren 460 in
Serienschaltung, um den kapazitiven Teilungseffekt des Gleichstrom-Vorspannungs-messschaltkreises zu
reduzieren. Resistoren 470 und 472 bilden ein
Resistorennetz, um das durch die Mehrzahl von Resistoren 460 empfangene
Signal nach unten zu skalieren. Eine Kapazität 470 ist parallel
mit den Resistoren 470 und 472 geschaltet, um
auf dem Leiter 476 ein Gleichstromsignal zu liefern, das
an den Spitzenvorspannungssteuerschaltkreis angeschlossen ist, z.
B. den Spitzenvorspannungssteuerschaltkreis 442 aus 2. Eine durch ihre Teilenummer 810-017029-001
bekannte Version des Wechselstrom-Vorspannungsmessschaltkreises
ist von der zuvor erwähnten
Lam Research Corp. erhältlich.
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In Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die Effekte der
Phasenverschiebung auf Bearbeitungscharakteristiken untersucht,
um zu bestimmen, ob Änderungen
in der Phasenverschiebung sich auf bestimmte kritische Bearbeitungsparameter
auswirken, wie etwa der RF-Spitzenspannung an der unteren Elektrode,
der Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe, Ätzraten,
Aluminium/Photolack-Selektivität,
und andere. Wie in den Graphen von 3 bis 13 unten
gezeigt, wird festgestellt, dass Änderungen in der Phasenverschiebung
zwischen den durch die RF-Generatoren zugeführten RF-Signalen tatsächlich bestimmte
kritische Bearbeitungsparameter beeinflussen. Diese Entdeckungen
stützen
den Schluss, dass die Fähigkeit,
verlässliche,
konsistente Bearbeitungsresultate zu erhalten, verbessert werden kann,
wenn die Phasenverschiebung entweder passiv oder aktiv gesteuert
wird.
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In
der folgenden Offenbarung sollte berücksichtigt werden, dass die
offenbarte Erfindung in jedem Plasmaätzsystem zum Ätzen von
u. a. der Metallisierungsschicht, der Oxidschicht oder der Polysilikonschicht angewendet
werden kann. Die Erfindung kann außerdem in Plasma CVD-Systemen
zum Steuern von Filmcharakteristiken wie Dichte und/oder Spannung
oder in irgendwelchen Plasmabearbeitungssystemen, die für Anodisierung,
Oxidierung oder ähnliches
verwendet werden können,
verwendet werden, wie von einem Fachmann eingesehen werden kann.
Um die Erfindung besser darzustellen und um ein spezielles Beispiel
zu bieten, werden jedoch spezielle Systeme und Materialien betreffende
Details offenbart. Um die in den nachfolgenden 3 bis 13 dargestellten
Ergebnisse zu erreichen, werden zwei frequenzgekoppelte Advanced
Energy 1,250 Watt 13,56 MHz RF-Generatoren in einer Master-Slave-Konfiguration angeordnet,
um einem TCP 9600TM-Ätzsystem Leistung bereitzustellen,
welches von Lam Research Corporation aus Fremont, Kalifornien, erhältlich ist.
In dieser Konfiguration wird der untere (Vorspannungs-) Generator
als der Master für
den oberen (TCP) Slave-Generator verwendet (obwohl die Erfindung
gleich gut Anwendung findet, wenn der obere Generator als der Master
dient).
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Um
die benötigte
Phasenverschiebung für
die die 3 bis 13 betreffenden
Experimente zu erzeugen, wurde ein ENI VL400 Phasenverschiebungssteuergerät von ENI,
einem Geschäftsbereich
von Astec America Inc. aus Rochester, New York, an beide Generatoren
angeschlossen, um den unteren (Vorspannungs-) Generator festzuhalten
und den oberen (TCP) Generator relativ zu dem unteren Generator
phasenzuverschieben. Um Ätzraten
und Selektivitäten
zu bestimmen, wurde eine mit einem Muster versehene Halbleiterscheibe
von SEMATECH aus Austin, Texas, einem Teilätzen ausgesetzt. Diese SEMATECH-Halbleiterscheibe
umfasst die folgenden Schichten: eine Photolackschicht, eine TiN
arc-Schicht (antireflektiv), eine Metallisierungsschicht, die Aluminium-Silizium-Kupfer
umfasst, eine Titan umfassende Barriereschicht und eine Oxidschicht.
Um die Oxidätzraten
zu bestimmen, wird eine Halbleiterscheibe mit aufgemustertem Thermaloxid verwendet.
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In
dem TCP 9600TM Plasmabearbeitungssystem
sind die Bearbeitungseinstellungen für die auf 3 bis 13 bezogenen
Experimente etwa wie folgt:
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Um
die Auswirkung der Phasenverschiebung zwischen den durch die Master-Slavekonfigurierten RF-Generatoren
gelieferten RF-Signalen zu bestimmen, wurden vier verschiedene Phasenverschiebungseinstellungen
verwendet: –90° (d. h. der
obere Generator eilt dem unteren Generator um 90° hinterher), 0° (d. h. sie
sind in Phase), 90° (d.
h. der obere Generator eilt dem niederen Generator um 90° voraus)
und 180° (d.
h. sie liegen sich in der Phase gegenüber).
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3 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die optische Amplitude der 261 nm Plasmaemission darstellt,
die verwendet wird, um den Endpunkt für das Aluminiumätzen zu
bestimmen. Durch geeignete optische Filter wurde der Durchschnittswert
des 261 nm Signals, wenn die Generatoren in Phase laufen, als niedrig
relativ zu dem Durchschnittswert des gleichen Signals, wenn die
Generatoren bei jeweils –90°, 90° und 180° aus der
Phase laufen, beobachtet. Der niedrigere Durchschnittswert des optischen
Signals legt nahe, dass ein relativ gesehen weniger intensives Plasma
vorliegt, wenn die Leistung durch die beiden Generatoren in Phase
geliefert wird.
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4 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die RF-Spitzenspannung der unteren (Vorspannungs-) Elektrode
darstellt. 3 zeigt an, dass Änderungen
in der Phasenverschiebung tatsächlich
in Änderungen
in der RF-Spitzenspannung der unteren Elektrode im Bereich von etwa
34 bis 41 Volt resultieren, wie in 4 gezeigt
wird. Durch Steuern der Phasenverschiebung, z. B. durch Verwenden
des Schaltkreises von 2A oder eines anderen geeigneten
Steuerschaltkreises, kann die RF-Spitzenspannung
der unteren Elektrode gesteuert werden, was zu verbesserten Bearbeitungsergebnissen
führt.
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Die
Gleichstromvorspannung von 5 folgte
der Spitzenspannung der unteren Elektrode und variiert von etwa –39 Volt
bis –26
Volt, wenn die Phasendifferenz von 0° auf 180° verschoben wurde, wie in 5 gezeigt.
Die Änderungen
in der Gleichstromvorspannung zeigen an, dass die Plasmacharakteristiken
durch die Phasenverschiebung signifikant beeinflusst werden. Die
Gleichstromvorspannung ist direkt mit dem auf der Halbleiterscheibe
ablaufenden Prozess verbunden, da dann, wenn die Gleichstromvorspannung
höher ist,
die Ätzionen
wahrscheinlich mit einer höheren
Energie auf die Halbleiterscheibe auftreffen, was in einer höheren Ätzrate und
einem anisotroperen Ätzen
resultiert. Da das Ätzen
für Halbleitervorrichtungen
ein präzises
Ausbalancieren von chemischen und physikalischen Prozessen darstellt,
und physikalisches Ätznen
direkt mit dem Unterschied zwischen dem Plasmapotenzial und dem
Gleichstrompotenzial auf der Halbleiterscheibe verbunden ist, muss
die Vorspannung unter enger Kontrolle stehen, nicht nur, um sicherzustellen,
dass wiederholbare Bearbeitungsergebnisse erreicht werden können, sondern
auch, um die Phasenverschiebung nutzbar zu machen, um Bearbeitungsergebnisse
zu verbessern, z. B. um die Ätzraten
oder die anisotrope Ätzqualität zu maximieren
oder minimieren.
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Die Ätzergebnisse
wiederum legen nahe, dass wünschenswerte
Bearbeitungscharakteristiken durch entweder passives oder aktives
Steuern der Phasendifferenz zwischen den durch die RF-Leistungsversorgungen
zugeführten
RF-Signalen erreicht werden können.
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Da
weiterhin ein Zusammenhang zwischen der Gleichstromvorspannung der
Halbleiterscheibe oder der RF-Spitzenspannung der unteren Elektrode
und der Phasenverschiebung besteht, ist es möglich, entweder die Gleichstromvorspannung
der Halbleiterscheibe oder die Spitzenspannung der unteren Elektrode
als ein Rückkopplungssignal
zu einem Phasensteuerschaltkreis zu verwenden, wie vorher in Verbindung
mit 2A erwähnt
wurde, um die Phasendifferenz passiv oder aktiv zu steuern, d. h.
um entweder einen gewünschten
Phasendifferenzwert über
verschiedene Plasmabearbeitungssysteme hinweg zu erhalten oder um die
Phasendifferenz aktiv zu steuern, um Bearbeitungsergebnisse zu verbessern.
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6A ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Oxidätzrate,
darstellt. Wie in 6A gezeigt wird, ist die Oxidätzrate etwa 1600 Ångström pro Minute,
wenn die RF-Leistungsversorgung zu der oberen TCP-Spule der RF-Leistungsversorgung
zu der unteren Elektrode um 90° hinterhereilt
(–90° in 6A).
Wenn im Gegensatz dazu diese beiden RF-Leistungsversorgungen in
Phase sind, geht die Oxidätzrate
auf etwa 1750 Ångström pro Minute
hoch. Wenn die obere Leistungsversorgung der unteren Leistungsversorgung
um 90° und
180° vorauseilt,
ist die Oxidätzrate
signifikant niedriger, bei jeweils etwa 1400 und 1500 Ångström (10–10 m)
pro Minute. Wie gesehen, können
signifikante Änderungen
in den Oxidätzraten
durch Ändern
der Phasenverschiebung erhalten werden. Mit Bezug auf 6A kann
z. B. ein Ätzratenunterschied
von bis zu etwa 300 Ångström pro Minute
erhalten werden, wenn sich die Phasenverschiebung von 0° auf 90° verändert.
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6B ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die verbleibende Oxidstärke
darstellt. Die Oxidstärke
ist am niedrigsten, wenn die Phasendifferenz etwa 90° beträgt und ist
hoch, wenn die Phasendifferenz entweder 0° oder 180° beträgt. Folglich beeinflussen Änderung
der Phasendifferenz tatsächlich
die verbleibende Oxidstärke
und weisen weiterhin auf die Vorteile hin, die erreicht werden können, wenn
die Phasendifferenz gesteuert wird.
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7 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Aluminium-/Oxid-Selektivität darstellt. Wie in 7 gezeigt,
variiert die Selektivität
signifikant in Antwort auf die Phasenverschiebung, mit Werten von
etwa 5,6, 5,0, 6,5 und 6,0 für
einen Phasenverschiebungswert von jeweils etwa –90°, 0°, 90° und 180°. Weiterhin scheint ein korrelierender
Verlauf zwischen einer hohen Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe
(wie in 5 gesehen) und niedriger Selektivität zu bestehen.
Zum Beispiel ist die Gleichstromvorspannung der Halbleiterscheibe
am höchsten, wenn
die Leistungsversorgungen phasengleich sind (in 5),
während
dann die Aluminium-/Oxid-Selektivität am niedrigsten
ist (in 7). Eine mögliche Erklärung ist, dass eine hohe Gleichstromvorspannung
die Energie der auftreffenden Ionen erhöhen kann, wodurch die Aluminium-/Oxid-Selektivität verringert
wird, wenn die die Leistungsversorgungen dem Plasma in Phase zuführen.
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8 ist
ein Graph, der in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung den Effekt der Phasenverschiebung
auf die Photolackätzrate
darstellt. Wiederum scheinen Änderungen
in der Phasenverschiebung die Ätzrate
des Photolacks signifikant zu beeinflussen, wobei die Ätzrate über etwa
3000 Ångström pro Minute
beträgt,
wenn die Leistungsversorgungen in Phase sind, und etwa 2600 Ångström pro Minute,
wenn die Leistungsversorgungen etwa 180° außer Phase sind.
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In 9 wird
der Effekt der Phasenverschiebung auf die Aluminium-/Photolack-Selektivität gezeigt. 9 stellt
in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung dar, dass das Ändern der
Phasenverschiebung auch die Aluminium/Photolack-Selektivität signifikant
beeinflusst. Zum Beispiel wird die niedrigste Aluminium-/Photolack-Selektivität erhalten,
wenn die Leistungsversorgungen dem Plasma Leistung in Phase (0° Phasenverschiebung)
zuführen.
Wie in 9 dargestellt, wird die maximale Selektivität erreicht, wenn
die Leistungsversorgungen Leistung bei etwa 180° außer Phase zuführen. Das
hat mehrere wichtige Auswirkungen. Da Hersteller in Richtung kleinerer
Vorrichtungen gehen, ist eine hohe Aluminium-/Photolack-Selektivität wertvoll.
Das liegt daran, dass die Photolackschicht dünner sein muss, wenn die Linien
dünner werden.
Eine dünnere
Photolackschicht erfordert eine höhere Aluminium-/Photolack-Selektivität, so dass
nicht aus Versehen die schützende
Photolackschicht weggeätzt
wird, was zu Beschädigungen
der darunter liegenden Merkmale führt. 9 legt nahe,
dass eine erhöhte
Aluminium-/Photolack-Selektivität
durch Ändern
der Phasenverschiebung zwischen den RF-Leistungsversorgungen erreicht
werden kann.
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Weiterhin
werden die höchste Ätzrate und
die niedrigsten Selektivitäten
erhalten, wenn die Leistungsversorgungen in Phase sind, wie der
Verlauf der 6A, 7 und 8 nahe
legt. Es scheint, dass die Aluminium-/Photolack-Selektivität verbessert
werden kann, wenn die Leistungsversorgungen dem Plasma Leistung
außer
Phase zuführen.
Zum Beispiel tritt die höchste
Aluminium-/Oxid-Selektivität
auf, wenn die Leistungsversorgungen etwa 90° außer Phase sind (7)
und die höchste
Aluminium-/Photolack-Selektivität
tritt auf, wenn die Leistungsversorgungen etwa 180° außer Phase
sind (9).
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8 und 9 legen
außerdem
nahe, dass die geringste Photolackätzrate und die höchste Aluminium-/Photolack-Selektivität erhalten
werden, wenn die Leistungsversorgungen dem Plasma Leistung bei etwa 180° außer Phase
zuführen.
Bei etwa 180° kann
erwartet werden, dass mehr von dem Photolack erhalten werden wird,
d. h., von der Photolackschicht wird weniger weggeätzt werden,
was zu besserem Schutz der darunter liegenden Merkmale führt. Die
Fähigkeit,
die Ausrüstung
dazu anzupassen, die Fähigkeit
einer vorhandenen Photolackschicht zu verbessern, die darunter liegenden
Merkmale zu schützen,
ist besonders wertvoll, da die Vorrichtungen immer kleiner und kleiner
ausgebildet werden.
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In 10 und 11 wird
der verbleibende Photolack auf einem 0,8 μm großen Merkmal im Zentrum der
Halbleiterscheibe (10) und am Rand der Halbleiterscheibe
(11) nach dem Ätzen
mit einem in der Halbleiterherstellung beim Ätzen durch die Aluminiumschicht
herkömmlich
verwendeten Rezept gemessen. Wie in 10 und 11 gezeigt,
treten maximale überbleibende
Photolackstärkemessungen
auf, wenn die Leistungsversorgungen ihre Leistung bei einer Phasenverschiebung
von etwa 180° zuführen. Es
ist anzumerken, dass die Messungen der verbleibenden Photolackstärke bei
den gleichen Phasenverschiebungen maximiert und minimiert werden,
d. h. bei jeweils 180° Phasenverschiebung
und etwa 90° Phasenverschiebungen, sowohl
in 10 als auch 11. Folglich
erscheint es so, dass die Änderungen
in der Phasenverschiebung zu Gesamtplasmaeffekten führen, d.
h. dass sienicht am Rand der Halbleiterscheibe oder im Zentrum der Halbleiterscheibe
lokalisiert sind. Es wird daher in Übereinstimmung mit einem Aspekt
der vorliegenden Erfindung erwartet, dass Änderungen des Phasenunterschieds
die Schutzqualität
der Photolackschicht über
die gesamte Halbleiterscheibe beeinflussen.
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12 und 13 stellen
den Effekt der Phasenverschiebung auf die kritische Ausdehnung (CD)
jeweils im Zentrum der Halbleiterscheibe und am Rand der Halbleiterscheibe
dar. Die kritische Ausdehnung (CD) stellt das Nachätzmaß der Linienbreite
dar. Messungen mit maximaler kritischer Ausdehnung wurden erhalten, wenn
die Generatoren sich im gleichphasigen Zustand mit hoher Vorspannung
befanden, wenn die Photolackerosion ein Maximum hatte. Ein hohes
Maß von
Photolackerosion passiviert die Seitenwände in einem höheren Ausmaß, um das
Aluminium gegen Erosion zu schützen,
was in mehr Schutz für
die Linien und einer größeren CD-Messung
resultiert. Messungen minimaler kritischer Ausdehnung treten sowohl
im Zentrum der Halbleiterscheibe als auch am Rand der Halbleiterscheibe
auf, wenn die Generatoren bei einer Phasenverschiebung von etwa
180° betrieben
wurden, und die Photolackätzrate
befindet sich, wie in 8 gezeigt, an ihrem Minimum.
Da weniger Photolackerosion auftritt, tritt weniger Passivierung
der Seitenwand auf. Wie in 12 und 13 gezeigt,
führen Änderungen
in der Phasenverschiebung zwischen den Generatoren zu Änderungen
in der kritischen Ausdehnung. Diese Figuren legen nahe, dass Unterschneiden
der Aluminiumseitenwand einfach minimiert werden kann, indem in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die Phasenverschiebung
zwischen den Generatoren verändert
wird.
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14 zeigt
die Schritte, die ein Ätzverfahren
umfasst, in dem die Phasendifferenz zwischen den durch die RF-Leistungsversorgungen
gelieferten RF-Signalen entweder aktiv oder passiv gesteuert werden, um
die gewünschten
Bearbeitungsergebnisse zu erzielen. In Schritt 500 wird
die Halbleiterscheibe in einem konventionellen Vorätzschritt
für das Ätzen vorbereitet.
Die Vorätzschritte
können
unter anderem z. B. konventionelle photolithographische Schritte,
Klemmen der Halbleiterscheibe auf den Halter, Stabilisieren des
Drucks innerhalb der Plasmabearbeitungskammer und das Einführen von
Heliumkühlgas
an die Hinterseite der Halbleiterscheibe, um Wärmetransfer zwischen der Halbleiterscheibe
und dem Halter zu ermöglichen,
umfassen.
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In
Schritt 502 wird die Phasendifferenz zwischen den durch
die RF-Leistungsversorgungen bereitgestellten RF-Signalen gesteuert,
z. B. unter Verwenden des Schaltkreises von 2A. Wie
bereits erwähnt, kann
die Steuerung passiv (d. h. um sicherzustellen, dass die Phasendifferenz
nicht von einem vordefinierten Wert abweicht) oder aktiv (d. h.
aktives Steuern der Phasendifferenz, um einen benutzerspezifizierten
Phasendifferenzwert zu erreichen) sein. In Schritt 504 wird
mindestens ein Teil einer Schicht des Halbleiterscheibenschichtstapels
geätzt,
während
die Phasendifferenz gesteuert wird. Es ist anzumerken, dass, obwohl
dieser Schritt 504 nach dem Schritt 502 auftritt,
das Steuern der Phasendifferenz bevorzugt während des Ätzens weitergeführt wird.
Weiterhin kann der Schritt 504 entweder vor, gleichzeitig
mit oder nach dem Starten von Schritt 502 gestartet werden.
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In
Schritt 506 kann die Halbleiterscheibe sowohl weiteren
Bearbeitungsschritten zum Herstellen der gewünschten Komponenten als auch
konventionellen Nachätzbearbeitungsschritten
unterzogen werden. Danach kann die bearbeitete Halbleiterscheibe
in Würfel
geschnitten werden, die dann zu IC-Chips verarbeitet werden können. Der
erhaltene IC-Chip, z. B. IC-Chips 140 aus 1,
kann dann in eine elektronische Vorrichtung eingebaut werden, z.
B. in eine der gutbekannten kommerziellen oder elektronischen Vorrichtungen
für Kunden,
inklusive digitaler Computer.