-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Druckgiessen von Sanitärartikeln,
wie Klosetts und Bidets mit offenem oder geschlossenem Spülrand, welche
Formen aus synthetischem Material verwendet.
-
Die
Erfindung betrifft insbesondere eine Anlage zum Druckgiessen von
Sanitärartikeln
mit mehreren Formen, die eine neben der anderen angeordnet sind,
jede versehen mit wenigstens einem unteren Formelement, zwei seitlichen
Formelementen und wenigstens einem oberen Formelement und/oder wenigstens
einem querverlaufenden Formelement, wobei dieses oder diese quer
zu der Längsrichtung
der in einer Reihe angeordneten Formen positioniert sind.
-
Insbesondere
sind die Formen in einer Reihe angeordnet, mit ihren seitlichen
Formelementen zueinander ausgerichtet, welche in Richtung der Ausrichtung
gesehen durch zwei seitliche Zylinder geschlossen werden, um somit
eine Formengruppe zu bilden.
-
Eine
Anlage dieses Typs ist in dem Dokument EP-B 1-0 557 995 beschrieben.
In der in jenem Dokument beschriebenen Anlage zum Druckgiessen sind
Paare von Formenträgerschlitten
vorgesehen, zusammen mit einer Klemmvorrich tung, um die Formelemente
durch Klemmen derselben miteinander zu verbinden.
-
Die
Klemmvorrichtung ist an einem Klemmrahmen positioniert, der von
dem Formenträgerschlitten
getrennt ist.
-
Der
Klemmrahmen kann zwischen einer Betriebsposition und einer Ruheposition
angehoben und gesenkt werden.
-
In
einer Anlage mit wenigstens 6 Formen sind jeweils drei Druckgiessformen
in dem Klemmrahmen bereit, in Betrieb genommen zu werden. Das bedeutet,
dass drei Formen bereit und geklemmt sind und drei Produkte gegossen
werden.
-
Der
Klemmrahmen, welcher um eine im Verhältnis zu der Führung des
Formelementes positionierbare Achse nach oben und nach unten gerichtet werden
kann, wird dann nach oben gerichtet, und die Formen werden zusammen
mit den gegossenen Produkten durch eine Hebevorrichtung entnommen
und auf einer Auflagefläche
abgesetzt.
-
In
diesem Falle sind sechzehn Klemmvorrichtungen für drei Formen erforderlich
und müssen gelockert
werden, um die drei geformten Produkte zu entnehmen.
-
Wenn
die ersten drei Formen aus dem Klemmrahmen entnommen und auf der
Auflagefläche
abgesetzt sind, läuft
der Klemmrahmen in seine Betriebsposition zurück, um die nächsten drei
vorzubereitenden und zu klemmenden Formelemente zu umfassen und
drei geformte Produkte zu giessen, welche dann gedreht und auf einer
Auflagefläche
abge setzt werden, nachdem die sechzehn Klemmvorrichtungen freigegeben
worden sind.
-
Das
Dokument EP-0 569 855 beschreibt eine Anlage und ein Verfahren zum
Druckgiessen von keramischen Artikeln, solche wie Klosettschüsseln.
-
Diese
Anlage enthält
eine Längsführung, die einer
axialen Richtung folgt, und mehrere Formen, welche entlang der genannten
Führung
verschoben werden können
und jeweils mit zwei seitlichen Elementen und einem Bodenelement
versehen sind, sowie mit wenigstens einem querverlaufenden Element,
welches quer zu der axialen Richtung zwischen den seitlichen Elementen
verschoben werden kann, und zusätzlich
eine axiale Klemmvorrichtung.
-
Die
Formen sind mit einem einzigen Klemmkäfig kombiniert, enthaltend
querverlaufende Klemmvorrichtungen, um das untere Formelement, das querverlaufende
Formelement oder Elemente und die seitlichen Elemente einer jeden
Form zusammen zu halten.
-
Geeignete
Mittel verbinden die querverlaufenden Formelemente mit den entsprechenden
querverlaufenden Klemmvorrichtungen.
-
Der
Klemmkäfig
ist mit einem Klemmrahmen für
jede Form versehen, an welchem vier querverlaufende Klemmvorrichtungen
positioniert sind, nämlich eine
obere, eine hintere, eine untere und eine vordere.
-
Die
vordere Vorrichtung ist an einer Seite befestigt, welche vertikal
an dem betreffenden Klemmrahmen verschoben, also angehoben und gesenkt werden
kann. Der Klemmrahmen kann in einer Rücklaufposition zum Entnehmen
der geformten Produkte positioniert werden, wie auch in einer Ruheposition quer
zu der malen Richtung. Wenn die Formelemente entfernt worden sind,
wird das geformte Produkt durch eine Entnahmevorrichtung von bekannter
Bauart, welche dieses greift, herausgenommen.
-
Die
beiden zuvor beschriebenen Anlagen haben eine gewisse Anzahl an
Nachteilen.
-
In
Falle der Anlage aus EP-0 569 855 ist jede Form in einem Klemmrahmen
im Inneren eines einzelnen Klemmkäfigs angeordnet. Diese Vorrichtungen
sind ausgerüstet
zum einfachen Klemmen und Freigeben der einzelnen Formen. Jeder
Klemmrahmen ist mit 4 querverlaufenden Klemmvorrichtungen versehen,
welche zum Herausziehen des geformten Produktes gelockert werden
müssen,
um die Entnahme desselben durch einen speziellen Greifer möglich zu
machen.
-
Im
Falle der in EP-B 1-0 557 995 beschriebenen Anlage werden die oberen
und unteren Formelemente der drei Formen jeweils herausgezogen,
dann werden die Formen mit den darin enthaltenen geformten Produkten
um eine horizontale Achse gedreht und auf einer Auflagefläche abgesetzt.
-
Die
seitlichen Formen werden dann gelockert, um somit das geformte Produkt
freizugeben, die Formelemente werden wieder zusammengesetzt und
werden dann wieder in die Anlage gedreht.
-
Somit
muss eine Anzahl von verschiedenen Klemmvorrichtungen, die in dem
Klemmrahmen und dem Klemmkäfig
angeordnet sind, während
der verschiedenen Verfahrensphasen für die drei Formen jeweils aufeinanderfolgend
gelockert und gespannt werden.
-
Das
Dokument DE-C1-195 20 234, welches als das dem Stand der Technik
nächstliegende
betrachtet wird, beschreibt eine Anlage zum Giessen von Sanitärartikeln
des oben erwähnten
Typs, in welcher die Kernformträger
eine Ausgleichsvorrichtung mit zwei Anschlusspunkten enthalten,
die sich in der vertikalen Ebene des Anlagerahmens bewegt. Die Ausgleichsvorrichtung
hat einen mittleren Punkt, um welchen gepaarte äussere Formträger immer
auf dem gleichen Abstand gehalten werden. Verbindungsstangen verbinden
die Anschlusspunkte der Ausgleichsvorrichtung mit den angrenzenden äusseren
Formträgern
oder mit den feststehenden äusseren
Formpunkten. Die beiden Hälften
der Form werden genau zur gleichen Zeit von eine Reihe geformter
Artikel entfernt, um die schädigenden
Wirkungen der unterschiedlichen Wasseraufnahme von einem Teil der
Form zu vermeiden, welches länger
im Kontakt mit dem Formteil bleibt als das andere.
-
Zweck
der Erfindung ist, eine Anlage zum Druckgiessen von keramischen
Sanitärartikeln
vorzusehen, welche von einfacher Konstruktion ist und keine komplizierten
Klemmvorrichtungen enthält.
-
Ein
weiterer Zweck ist, eine Anlage zum Druckgiessen vorzusehen, welche
es erlaubt, die Zeit für
die Schliess- und Lockerungsphase auf ein Minimum zu beschränken.
-
Ein
noch weiterer Zweck ist, eine Anlage zum Druckgiessen vorzusehen,
welche perfekt verträglich
mit den mechanischen Eigenschaften der Formen aus synthetischem
Material ist, die durch ein niedriges elastisches Modul gekennzeichnet
sind und somit durch wesentliche Volumenwechsel während des
Schliessens der Anlage.
-
Diese
Zwecke werden alle erreicht nach der Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen 1 und
3 beschrieben ist, durch eine Anlage von dem anfangs beschrieben
Typ, in welcher
- a) ein vertikal beweglicher
Hebebalken oberhalb der Formen angeordnet ist,
- b) der Balken für
jede Form einen oberen Zylinder enthält, an welchen das obere Formelement (wenn
vorhanden) angeschlossen ist,
- c) die unteren Formelemente einer jeden Form an einer unteren,
auf einem unteren Querbalken in axialer Richtung der Anlage gleitbaren
Platte befestigt sind,
- d) auf dem Querbalken in axialer Richtung, nämlich zwischen den unteren
Platten, Schlitten der seitlichen Elemente vorhanden sind, auf welchen für jede Form
vertikale Spannstangen und die jeweiligen seitlichen Elemente der
aneinandergrenzenden Formen befestigt sind,
- e) die Spannstangen mit ihrem oberen Ende durch Verbindungsvorrichtungen,
welche durch Gewichtsausgleichvorrichtungen an den Hebebalken angeschlossen
sind, befestigt und mit ihrem unteren Ende an die unteren angeschlossen werden
können,
- f) die Formengruppe zwischen seitlichen Querbalken angeordnet
ist, welche in einer axialen Richtung auf dem unteren Querbalken
bewegt werden können
und an diesem zu befestigen sind, und in welche der Hebebalken während des
Schliessens der Formengruppe greift, und schliesslich
- g) die Anlage mit einer Spannvorrichtung versehen ist, welche
zu der Anlagenachse und der Bewegungsrichtung des Hebebalkens querverlaufend
ist.
-
Die
Formengruppe ist aus wenigstens zwei Formen zusammengesetzt und
kann gegen eine Seite eines feststehenden Querbalken geklemmt werden,
welcher fest mit dem unteren Querbalken verbunden ist.
-
Die
seitlichen Querbalken sind befestigt durch eine vertikal bewegliche
Befestigungsvorrichtung, die hydraulisch, pneumatisch, elektromechanisch,
elektromagnetisch oder auf ähn liche
Weise verschoben werden kann, und welche während der Schliessphase der
Anlage an einem Anschlag liegen bleibt, der in dem unteren Querbalken
vorgesehen ist.
-
Die
Anlage zum Druckgiessen ist so konstruiert, dass auf dem Hebebalken
die oberen Rahmen aufliegen, unter welchen die oberen Zylinder angeschlossen
sind, deren Schäfte
starr mit den oberen Platten verbunden sind, letztere wiederum angeschlossen
an mögliche
obere Formelemente. Die oberen Verbindungsvorrichtungen, in welche
die Spannstangen eingehakt sind, sind an den oberen Rahmen vorgesehen.
Die Anlage zum Druckgiessen ist auf solche Weise hergestellt, dass,
während
der Hebebalken in die seitlichen Querbalken und den feststehenden
Querbalken greift, die oberen Rahmen, die oberen Zylinder, die oberen
Platten, die oberen Formelemente und die oberen Verbindungsvorrichtungen
mit den Spannstangen frei in der axialen Richtung der Anlage bewegt
werden können.
-
Unterhalb
jeder unteren Platte ist eine Lösungsvorrichtung
der seitlichen Elemente vorhanden, welche nicht aktiv ist, wenn
die Formengruppe geklemmt wird, und die beim Lockern der Formen
aktiv auf die Schlitten der aneinandergrenzenden seitlichen Elemente
wirkt, so dass diese Schlitten leicht von den unteren Platten gelöst werden.
Die Formen werden beim Lockern der Anlage somit leicht geöffnet und
die Form wird von den gegossenen Produkten entfernt.
-
Die
Lösungsvorrichtung
kann eine pneumatisch betätigte
Scherenvorrichtung sein, welche die Scherenseiten gegen die Schlitten
der angrenzenden seitlichen Elemente drückt. Der Betrieb der genannten
Scherenvorrichtung kann mit dem der seitlichen Zylinder und mit
der Befestigungsvorrichtung der seitlichen Querbalken synchronisiert
sein.
-
Um
eventuelle Einsatzstücke
in den Bereich des Spülrandes
einzusetzen, müssen
die Formen in axialer Richtung geschlossen werden, und zwar durch
Verschieben der Schlitten der seitlichen Elemente dicht an die unteren
Platten, die durch die seitlichen Zylinder geklemmt sind.
-
Um
die Anlage zum Druckgiessen vorzubereiten, werden jene Anlagenteile,
die auf dem unteren Querbalken angeordnet sind, das heisst die unteren Platten,
die Schlitten für
die seitlichen Elemente und die seitlichen Querbalken, durch elektrisch
betätigte Verschiebung
zusammen gebracht. Danach wird der Hebebalken gesenkt und greift
in die seitlichen Querbalken, welche dann an dem unteren Querbalken
befestigt werden.
-
Diese
Befestigung kann durch hydraulisches, pneumatisches, elektromechanisches,
elektromagnetisches Einrasten oder auf andere Weise erfolgen.
-
Die
seitlichen Zylinder werden dann unter Druck gesetzt, um die so gebildete
Formengruppe in einer axialen Richtung zusammenzudrücken, bis
sich die Spannstangen an den Schlit ten der seitlichen Elemente in
einer Position entsprechend den oberen Verbindungsvorrichtungen
befinden, die an dem Hebebalken liegen.
-
In
dieser Position wirken die Verbindungsvorrichtungen mit den Spannstangen
zusammen und sind zum Beispiel durch Zapfen miteinander verbunden.
-
Es
werden die Gewichtsausgleichsvorrichtungen betätigt, so dass das Gewicht der
oberen Rahmen mit allem, was an diese angeschlossen ist, und der
unteren Platten mit allem, was an diese angeschlossen ist, nicht
auf den seitlichen Formelementen lastet.
-
Schliesslich
werden die oberen und unteren Formelemente vollkommen geschlossen
durch Unterdrucksetzung der oberen Zylinder. Die unteren, auf den
unteren Platten liegenden Formelemente werden angehoben, wobei sie
starr mit den Spannstangen in Richtung des Hebebalkens gleiten.
-
An
diesem Punkt ist die Form vollkommen geschlossen.
-
Der
axiale Druck wird dann durch die seitlichen Zylinder erhöht, bis
die Formen mit der notwendigen Kraft auch in einer axialen Richtung
geklemmt worden sind.
-
Die
Druckerhöhung
in den oberen Zylindern und den seitlichen Zylindern kann in Wechselbeziehung
stehen.
-
An
diesem Punkt wird der Guss vorgenommen.
-
Wenn
der automatische Giessprozess beendet ist, wird der Druck in den
oberen und seitlichen Zylindern zunächst ge senkt und die Gewichtsausgleichsvorrichtung
wird entaktiviert.
-
Die
Formen sind somit gelockert und die Gleitstangen verschieben sich
erneut nach unten, bis das untere Formelement wieder auf dem unteren Querbalken
aufliegt.
-
Ist
dies ausgeführt,
werden die Spannstangen von dem Hebebalken freigegeben, die seitlichen Querbalken
werden freigegeben und schliesslich wird der Hebebalken, der die
oberen Elemente aller Formen trägt,
vertikal nach oben verschoben. Die einzelnen Formen werden dann
getrennt durch Entfernen der unteren Platten von den Schlitten der
seitlichen Elemente, indem diese auf dem unteren Querbalken in axialer
Richtung der Anlage verschoben werden. Dieses Verfahren ist erleichtert
durch die Tatsache, dass während
des Lockerns der Anlage die Lösungsvorrichtungen,
die unter den unteren Platten angeordnet sind, aktiviert werden,
so dass in dem Augenblick, in dem die Formen entfernt werden, diese
bereits von den geformten Produkten gelöst sind.
-
Während des
Lockerns der Formengruppe drückt
die Lösungsvorrichtung
der seitlichen Elemente leicht gegen die Schlitten der angrenzenden
seitlichen Elemente, so dass die Formen geöffnet werden.
-
Nachdem
die Formen geöffnet
worden sind, liegen die geformten Produkte frei auf dem unteren Formelement
und können
durch eine herkömmliche Entnahmevorrichtung
ab genommen werden.
-
Nach
der Entnahme von allen geformten Produkten und dem axialen Rücklauf der
zuvor gespülten
Formengruppe können
die eventuellen Einsatzstücke
wieder in die leicht zugängli
chen offenen Formen eingesetzt werden.
-
Ein
eventuelles querverlaufendes Formelement kann durch einen Querschlitten,
welcher an den Schlitten des seitlichen Elementes angeschlossen sein
kann, herangeführt
werden, und die Formen können
mit Hilfe einer weiteren Klemmvorrichtung geschlossen werden.
-
Dieses
querverlaufende Formelement ist starr mit dem Schaft eines querverlaufenden
Klemmzylinders verbunden.
-
Die
querverlaufenden Formelemente werden mit den seitlichen Elementen
in Kontakt gebracht, bevor die seitlichen Zylinder unter Druck gesetzt
werden, und die querverlaufenden Klemmzylinder schliessen diese
in einer Richtung quer zu der axialen Richtung.
-
Der
Druck in den querverlaufenden Zylindern erhöht sich, wobei die seitlichen
Zylinder und die oberen Zylinder gegenseitig in Wechselbeziehung
stehen können.
-
Die
Vorteile dieser erfinderischen Lösung
bestehen in einer einfachen Anlagenkonstruktion, ohne die Notwendigkeit
einer komplizierten Spann- und Klemmvorrichtung.
-
Für n Formen
sind n obere Zylinder, 4n Spannstangen, zwei seitliche Zylinder
und eventuell n querverlaufende Zylinder notwendig. Die erforderliche
Zeit zum Schliessen und Lockern der Giessanlage ist erheblich reduziert,
da das Spannen automatisch durch das Kompaktieren der Formen und
das Senken des Hebebalkens erfolgt. Es genügt, einfach gleichzeitig die
beiden seitlichen Zylinder, die oberen Zylinder und die eventuellen
querverlaufenden Zylinder einer jeden Form zu betätigen, um
somit eine hohe Produktionsrate zu erhalten, die eine Zunahme der
Produktivität
gegenüber
den bekannten Anlagen gewährleistet.
-
Die
einfache Konstruktion und Handhabung erlauben ein schnelles Schliessen
und Spannen der Form vor dem Giessprozess, sowie eine schnelle Freigabe
und Öffnen
danach. Auf diese Weise können
alle Vorteile eines mit der Verwendung von Formen aus synthetischem
Material verbundenen Giessprozesses genutzt werden.
-
Die
Vorteile und die konstruktiven Eigenschaften der Erfindung gehen
deutlich aus der nachstehenden Beschreibung hervor, dargestellt
in den beiliegenden Zeichnungen.
-
1 ist
eine Frontansicht der Giessanlage nach der vorliegenden Erfindung;
-
2 ist
eine Frontansicht der Anlage mit den in axialer Richtung kompaktierten
Formen;
-
3 ist
eine Frontansicht der Anlage mit den vollkommen geschlossenen Formen;
-
4 ist
eine Ansicht der Lösungsvorrichtung
der seitli chen Elemente, die sich unterhalb der unteren Platten
befindet;
-
5A und 5B sind
Seitenansichten der offenen Anlage und der geschlossenen Anlage, welche
die herkömmliche
Klemmvorrichtung zeigen.
-
Die 1 zeigt
die Giessanlage nach der Erfindung im offenen Zustand.
-
Verschiedenartig
an den Rahmen (1) angeschlossen, und befestigt auf dem
Sockel, auf welchem die Anlagenteile angeordnet sind, können ein unterer
Querbalken (2), ein Hebebalken (3), zwei seitliche
Querbalken (4) und ein feststehender Querbalken (12)
gesehen werden.
-
Der
Hebebalken (3) ist von dem Rahmen (1) getragen
und kann vertikal durch eine Hebevorrichtung (10) bewegt
werden, welche in diesem Beispiel elektrisch arbeitet und am oberen
Ende des Rahmens positioniert ist, die aber auch hydraulisch und an
dem feststehenden Querbalken angeordnet sein oder eine andere Anordnung
haben könnte.
-
In
diesem Konstruktionsbeispiel sind an dem Hebebalken (3)
vier obere Zylinder (7) vorgesehen, welche die oberen Formelemente
(6d) tragen, und zwar entsprechend vier Formen, sowie sechzehn obere
Verbindungsvorrichtungen (9).
-
Bei
dieser Ausführung
befindet sich der feststehende Querbalken (12), der an
den unteren Querbalken angeschlossen ist, in der Mitte der Giessanlage
und erstreckt sich bis zu dem oberen Querbalken des Rahmens (1),
könnte
jedoch auch in einer von der Mitte versetzten Position liegen und
so hoch sein wie die seitlichen Querbalken (4).
-
Auf
jeder Seite des feststehenden Querbalkens (12) sind Spannstangen
(8) vorgesehen, sowie die entsprechenden seitlichen Formelemente
(6b) und (6c) der angrenzenden Formen.
-
An
dem unteren Querbalken (2) sind vier untere Platten (5)
vorgesehen, welche in axialer Richtung durch Schlitten bewegt werden
können,
und die jeweils zwischen zwei Schlitten (14) der seitlichen Elemente
angeordnet sind, versehen mit Spannstangen (8), und an
welche die entsprechenden seitlichen Formelemente (6b, 6c)
angeschlossen sind, so dass eine untere Platte (5) und
ein Schlitten (14) der seitlichen Elemente abwechselnd
nebeneinander angeordnet sind.
-
Die
Folge der Formen (6) endet an den beiden Enden mit zwei
Schlitten der seitlichen Elemente, versehen mit einer einzigen Reihe
von Spannstangen (8) und dazu vorgesehen, ein einziges
seitliches Formelement (6b; 6c) aufzunehmen, wobei
an der entgegengesetzten Seite eine seitliche Platte vorhanden ist,
um die durch die seitlichen Zylinder (11) erzeugten Kräfte während des
Schliessens der Formen (6) gleichmässig über die gesamte Oberfläche der
Formen zu verteilen.
-
Der
Endabschnitt besteht jeweils aus zwei seitlichen Quer balken (4)
mit axialen Klemmvorrichtungen, deren seitliche Zylinder (11)
auf die Formgruppen wirken, um die Formen (6) eine gegen
die andere zu klemmen.
-
Die
unteren Formelemente (6a) sind auf den unteren Platten
(5) angeordnet, und die seitlichen Elemente (6b, 6c)
der Formen (6) sind an den Schlitten (14) der
seitlichen Elemente positioniert.
-
Die
auf dem unteren Querbalken (2) positionierten Anlagenteile
können
aneinandergefügt
werden, indem sie auf diesem gleiten, um eine Formengruppe zu bilden.
-
Am
Ende der Anlage enthalten die seitlichen Querbalken (4)
eine Klemmvorrichtung (13), die an einem Anschlag (16)
anliegt, der unter dem unteren Querbalken (2) hervorsteht,
und mit welchem sie in engen Kontakt kommt, sobald die Anlage vollkommen
geschlossen ist.
-
Um
die Giessanlage vorzubereiten, werden die auf dem unteren Querbalken
(2) angeordneten Teile aneinandergefügt (s. 2), danach
wird der Hebebalken (3) gesenkt, um in die seitlichen Querbalken
(4) und in den feststehenden Querbalken (12) zu
greifen.
-
Die
seitlichen Querbalken (4) werden dann durch die Klemmvorrichtung
(13) befestigt, welche an dem Anschlag (16) unterhalb
des unteren Querbalkens (2) anliegt.
-
Die
seitlichen Zylinder (11) werden dann unter Druck gesetzt,
um die auf diese Weise gebildete Formengruppe zu sammenzudrücken, bis
sich die Schlitten (14) der seitlichen Elemente mit ihren Spannstangen
(8) unter den Verbindungsvorrichtungen (9) befinden,
die starr mit den oberen Rahmen (15) verbunden sind, angeschlossen
durch die Gewichtsausgleichsvorrichtung (24) an den Hebebalken (3).
-
In
dieser Position wirken die Verbindungsvorrichtungen (9)
mit den Spannstangen (8) zusammen, zum Beispiel durch das
automatische Einschieben eines Zapfens.
-
Es
werden die Gewichtsausgleichsvorrichtungen (24) betätigt.
-
Die
oberen Zylinder (7) werden gesenkt, bis das obere Element
(6d) auf den Formelementen (6b, 6c) aufliegt.
Mit Hilfe der Spannstangen (8) und der Reaktion auf die
Kraft der oberen Zylinder (7) heben sich an diesem Punkt
die unteren Platten und bewirken, dass die unteren Formelemente
(6a) an der Unterseite der Formelemente (6b, 6c)
anliegen. Diese Position ist in 3 gezeigt.
-
Schliesslich
wird der Druck in den oberen Zylindern (7) und in den seitlichen
Zylindern (11) erhöht, bis
die Formen (6) mit der für das Druckgiessen notwendigen
Kraft geschlossen sind.
-
An
diesen Punkt kann der Giesszyklus beginnen.
-
Nachdem
die Artikel, in diesem Falle Klosettschüsseln, automatisch gegossen
worden sind, wird die Anlage durch den umgekehrten Ablauf der vorstehend
beschrieben Vorgänge geöffnet. Die
seitlichen Zylinder (11) und die oberen Zylinder (7)
werden leicht freigegeben, die oberen Zylinder (7) sind
vollkommen geöffnet,
die Zapfen der oberen Verbindungsvorrichtung (9) werden
automatisch herausgezogen, der Hebebalken (3) wird angehoben
und die seitlichen Zylinder (11) vollständig geöffnet.
-
Die
geformten Produkte, zum Beispiel Klosettschüsseln, werden mit der Lösungsvorrichtung (22)
der seitlichen Elemente von den Formen (6b, 6c) gelöst und können nach
dem vollständigen Öffnen der
Giessanlage entfernt werden.
-
Die
einzelnen Elemente der Formen (6) werden gespült und die
Anlage wird in axialer Richtung erneut zusammengesetzt und durch
den Hebebalken (3) gespannt, wonach ein neuer Giesszyklus
stattfinden kann.
-
4 ist
eine Ansicht der unteren Platte (5) von unten. Diese zeigt
einen scherenartigen Typ einer Lösungsvorrichtung
(22) der seitlichen Elemente, deren Antriebsvorrichtung
(21) in Übereinstimmung mit
der Verschiebung des seitlichen Querbalkens (4) ausgelöst wird.
-
Beim Öffnen der
Giessanlage werden die Elemente (22) der Scherenvorrichtung
zur Anlagenachse hin bewegt, so dass die beiden aneinandergrenzenden
Schlitten (14) der seitlichen Elemente leicht entlang der
Anlagenachse in entgegengesetzte Richtungen verschoben werden können. Da
die seit lichen Elemente (6b, 6c) an den Schlitten
(14) der seitlichen Elemente befestigt sind, werden diese
von den geformten Produkten gelöst,
welche starr mit den unteren Platten (5) verbunden bleiben.
Die Formelemente (6a, 6b und 6c) sind
somit bereits in dem Augenblick getrennt, in welchem die Anlage
vollkommen offen ist.
-
Die 5A und 5B zeigen
eine Seitenansicht der Giessanlage, wenn sie geöffnet und geschlossen ist.
-
Es
kann die Vorrichtung zum Schliessen der Giessanlage quer zu der
axialen Richtung gesehen werden.
-
Die
Querschlitten (17) laufen entlang der Querführung (20)
in Richtung der in der Formengruppe vorhandenen Formen (6).
Der querverlaufende Zylinder (19) ist starr an das querverlaufende
Formelement (23) angeschlossen, welches mit den anderen
Formelementen durch Einhaken der Querschlitten (17) in
die Schlitten (14) der seitlichen Elemente verbunden wird,
und zwar mit Hilfe von querverlaufenden Verbindungsvorrichtungen
(18). Wie in dem Falle der oberen Verbindungsvorrichtungen
(9) sind diese querverlaufenden Verbindungsvorrichtungen (18)
frei, sich in einer Richtung axial zu der Anlage zu bewegen.
-
Diese
Abbildungen zeigen die übliche
Neigung bei diesem Anlagentyp, welche vorgesehen ist, um die Giessrückstände leicht
entfernen zu können. Die
in 5B gezeigte Anlage ist in drei Richtungen geschlossen.
-
Durch
die Vereinfachung der Klemmvorrichtungen erlaubt dieser Anlagentyp
eine erheblich höhere
Produktivität
als die vorher gezeigten Anlagen. Die Giessanlage nach der Erfindung
enthält
weniger Klemmvorrichtungen als die vorher bekannten Anlagen und
eine viel geringere Zahl an Verschleissteilen.
-
Die
individuellen Eigenschaften der Erfindung können weitestgehend verändert werden,
ohne ihren Schutzbereich einzugrenzen. Die einzelnen Verbindungsvorrichtungen
können
mit Zapfen, Haken usw. ausgeführt
sein. Die Betätigung
der Spann- und/oder Verbindungs- und/oder Klemmvorrichtungen kann
pneumatisch, elektromechanisch, elektromagnetisch oder auf andere
Weise erfolgen.
-
Die
Wechselbeziehung zwischen dem Auslösen der Lösungsvorrichtungen der seitlichen
Elemente und der Klemm- und/oder
Spannvorrichtungen kann durch jede geeignete Einrichtung erhalten werden.
Die Lösungsvorrichtung
der seitlichen Elemente kann auch auf anderen Prinzipien basieren, wie
zum Beispiel der Unterdrucksetzung der unterhalb der unteren Platten
angeordneten Zylinder in dem Augenblick, in dem der Druck der Giessanlage gelockert
wird, so dass sie gegen die Schlitten drücken. Das Öffnen der Formen kann auch
erreicht werden durch Veränderung
des Druckes, wodurch leichte Vibrationen erzeugt werden, um die
geformten Produkte leichter zu lösen.