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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft Artikel, die an Flächen angebracht werden können, um
den von über
diese Flächen
strömenden
Fluids (beispielsweise Luft, Gas, Wasser, etc.) Strömungswiderstand
zu verringern.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Es
ist erwünscht,
den von Körpern,
welche sich durch Fluidmedien bewegen, beispielsweise Flugzeuge,
die sich durch die Luft bewegen, Boote, die sich durch Wasser bewegt,
oder ein Kraftfahrzeug, das sich durch die Luft bewegt, verursachten
Strömungswiderstand
zu verringern. Relativ geringe Verringerungen des Strömungswiderstands
können
zu einer erheblichen Verringerung des zum Antrieb des Körpers erforderlichen Kraftstoffs
führen.
Daraus kann eine verbesserte Kraftstoffersparnis resultieren.
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Um
ihren Nutzen zu verbessern, sollten Strömungswiderstandsartikel bestimmte
Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise sollten sie witterungsbeständig sein.
Das heißt,
die den Strömungswiderstand
verringernden Artikel sollten sich nicht verschlechtern oder an
Leistung verlieren, wenn sie UV-Strahlung, Wind, Sand, Regen, Schnee,
Eis, wiederholten und erheblichen Temperaturänderungen, etc. ausgesetzt
sind. Darüber
hinaus kann eine Routinewartung erfordern, daß der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
entfernt oder ersetzt wird. Im Idealfall ist dies nicht umständlich zu
vollbringen. Der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
sollte von einer Fläche,
an der er angebracht ist, sauber und leicht zu entfernen sein.
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Zahlreiche
verschiedene Strömungswiderstandsverringerungsartikel
sind bekannt und umfassen einen thermoplastischen oder wärmehärtenden
Film mit einer strukturierten Oberfläche, die Strömungswiderstand
verringert. Beispiele für
diese Artikel sind in US-A-4 986 496, U5-A-5 069 403 und U5-A-5
133 516 zu finden. Die in diesen Patenten offenbarten Artikel verringern
des Strömungswiderstand
wirkungsvoll. Sie wären
jedoch noch nützlicher,
wären sie
nach dem Anbringen an einer Fläche
leichter zu entfernen. Darüber
hinaus können
die Strömungswiderstandsverringerungsartikel
mit der Zeit vergilben, was unschön sein kann, oder sie können andere
Verschlechterungen durch den Wettereinfluß aufweisen.
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Überblick über die
Erfindung
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Im
allgemeinen betrifft die Erfindung Artikel, die an Oberflächen angebracht
werden können,
um den von über
diese Flächen
strömenden
Fluids (beispielsweise Luft, Gas, Wasser, etc.) Strömungswiderstand
zu verringern. Insbesondere, und nach einem Ausführungsbeispiel, betrifft die
Erfindung einen mehrlagigen Strömungswiderstandsverringerungsartikel,
der eine Außenschicht
mit einer freiliegenden strukturierten Fläche, welche den Strömungswiderstand
verringert, der von einem über
die Fläche
strömenden
Fluid verursacht wird, sowie eine innere Verstärkungsschicht und eine Verbondungszwischenschicht
zum Verbonden der Außenschicht
mit der Verstärkungsschicht
aufweist, wie in jedem der unabhängigen
Ansprüche
definiert.
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Vorzugsweise
weist die Außenschicht
eine Mischung aus wenigstens einem Polymer mit guten Bondeigenschaften
mit der Verbondungszwischenschicht und wenigstens einem Polymer
mit guten Widerstandseigenschaften gegen chemische und witterungsbedingte
Einwirkungen auf, um den Strömungswiderstandsverringerungsartikel
zur Verwendung bei Luft- und Raumfahrtanwendungen geeignet zu machen.
Das Polymer mit den guten Bondeigenschaften mit der Verbondungszwischenschicht
ist üblicherweise
ein Acrylpolymer und weist insbesondere vorzugsweise das Polymerisationsprodukt
wenigstens eines Momomers auf, das aus der Gruppe gewählt ist,
welche besteht aus: Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Butylmethacrylat
und Mischungen derselben. Poly(methylmethacrylat) wird bevorzugt.
Das Polymer mit den guten Widerstandseigenschaften gegen chemische
und witterungsbedingte Einwirkungen ist üblicherweise ein Fluorpolymer,
insbesondere eines, das polymerisierte Einheiten von Vinylidenfluorid,
beispielsweise Poly(viylidenfluorid), Tetrafluorethylenhexafluoropropylen-Vinylidenfluoridterpolymer,
und Mischungen derselben aufweist.
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Die
Verbondungszwischenschicht weist ebenfalls vorzugsweise eine Mischung
aus einem Fluorpolymer und einem Acrylpolymer auf, und jene, die
geeignet sind, können
daraus gewählt
werden, um die äußere strukturierte
Schicht zu bilden. Üblicherweise
verwendet die Verbondungszwischenschicht einen höheren Gewichtsprozentanteil
des Acrylpolymers, um eine gute Haftung zwischen der Verstärkungsschicht
und der äußeren strukturierten
Schicht zu fördern.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
weist die Außenschicht eine
Mischung aus wenigstens 70 Gewichtsprozent Fluorpolymer (vorzugsweise
wenigstens 70–90
Gewichtsprozent und höchst
vorzugsweise ungefähr
90 Gewichtsprozent) und höchstens
30 Gewichtsprozent Acrylpolmer (vorzugsweise höchstens 10–30 Gewichtsprozent und höchst vorzugsweise
ungefähr
10 Gewichtsprozent) auf, während
die Verbondungszwischenschicht auf einer Mischung von höchstens
30 Gewichtsprozent Fluorpolymer (vorzugsweise höchstens 10–30 Gewichtsprozent und höchst vorzugsweise
ungefähr
10 Gewichtsprozent) und wenigstens 70 Gewichtsprozent Acrylpolymer
(vorzugsweise wenigstens 70–90
Gewichtsprozent und höchst
vorzugsweise ungefähr
90 Gewichtsprozent) aufweist.
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Die
innere Verstärkungsschicht
kann aus einem thermoplastischen Polyurethan oder Poly(vinylchlorid)
gebildet sein, obwohl ersteres bevorzugt wird.
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Darüber hinaus
kann der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
optional, jedoch wünschenswerterweise,
eine Kleberschicht (beispielsweise einen Haftkleber) auf der inneren
Verstärkungsschicht
aufweisen, um den Strömungswiderstandsverringerungsartikel
mit einer Fläche
oder einem Substrat zu verbonden.
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Die
freiliegende strukturierte Fläche
in der Außenschicht
weist im allgemeinen eine Reihe von im wesentlichen parallelen Erhebungen
auf, die durch eine Reihe von im wesentlichen parallelen Vertiefungen
beabstandet sind, obwohl eine Vielzahl verschiedener Wellenformen
im Rahmen dieser Beschreibung möglich ist,
so lange diese den Strömungswiderstand
verringern, der durch ein über
die Fläche, an
der der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
angebarcht ist, fließendes
Fluid erzeugt wird. Derartige Flächen
sind unter anderem die Oberfläche
eines Flugzeugs, der Rumpf eines Boots oder eines anderen Wasserfahrzeugs,
die Oberfläche
eines Kraftfahrzeugs oder die Innenfläche einer fluidfördernden
Leitung.
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Nach
einem anderen Ausführungsbeispiel
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verringerung des Strömungswiderstands,
der von einem über
eine Fläche
strömenden
Fluid verursacht wird. Das Verfahren umfaßt die folgenden Schritte:
- (a) Bereitstellen einer Fläche, über die ein Fluid strömen kann,
- (b) Bereitstellen eines Artikels, der in der Lage ist, den Strömungswiderstand
zu verringern, der von dem über
die in Schritt (a) bereitgestellte Fläche fließenden Fluid erzeugt wird;
und
- (c) Anbringen des Artikels nach Schritt (b) an der in Schritt
(a) bereitgestellten Fläche,
um den durch ein über
die Fläche
strömendes
Fluid verursachten Widerstand zu verringern.
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Jeder
der zuvor beschriebenen Strömungswiderstandsverringerungsartikel
kann im Schritt (b) verwendet werden.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die nachfolgenden
Zeichnungen näher
beschrieben, in welchen gleiche Bezugszeichen gleiche oder analoge
Teile bezeichnen, und welche zeigen:
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1 eine fragmentarische perspektivische
Darstellung eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Strömungswiderstandsverringerungsartikels;
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2 eine Schnittdarstellung
entlang der Linien 2–2
in 1;
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3 eine Schnittdarstellung ähnlich der 2, jedoch ein alternatives
Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellend, bei dem der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
graphische Zeichen trägt;
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4 eine Schnittdarstellung
analog der 2, jedoch
eine andere strukturierte Fläche
darstellend, die für
den erfindungsgemäßen Strömungswiderstandsverringerungsartikel
geeignet ist; und
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5 eine Schnittdarstellung ähnlich 4 und eine andere strukturierte
Fläche
darstellend, die für den
erfindungsgemäßen Strömungswiderstandsverringerungsartikel
geeignet ist.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10, der
opak, lichtdurchlässig
oder transparent sein kann. Der Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10 weist eine
strukturierte Außenschicht 11,
eine Verbondungszwischenschicht 12, eine innere Verstärkungsschicht 13, eine
optionale Substratverbondungsschicht 14 und einen optionalen
zeitweiligen entfernbaren Schutzträger 16 auf. Der Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10 (ausschließlich der
Verbondungsschicht 14) weist üblicherweise und vorteilhafterweise
thermoplastische Materialien auf, um das Herstellen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
zu vereinfachen. Thermoplastische Materialien können wiederholt erwärmt und geformt
werden, was die Herstellung des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
durch Extrusionsverfahren unterstützt, wie im folgenden näher erläutert. Vorzugsweise
ist der Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10 ungefähr 50 bis
400 Mikrometer (ungefähr
2 bis 16 mil), höchst
vorzugsweise 75 bis 150 Mikrometer (3 bis 6 mil) dick.
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Die
Außenschicht 11 kann
zu einer (im folgenden näher
beschriebenen) Struktur geformt werden, welche dem Artikel 10 Strömungswiderstandverringerungseigenschaften
verleiht. Darüber
hinaus ist die strukturierte Außenschicht 11 gegen
chemische und witterungsbedingte Einwirkungen ausreichend beständig, um
die Verwendung des Strömungswiderstandsverringerungsartikels 10 für Luft-
und Raumfahrtanwendungen zu ermöglichen.
Die Schicht 11 kann längeren
Einwir kungen von Wasser, Öl,
Treibstoff, Lösungsmitteln,
Hydraulikfluids und dergleichen ohne eine merkliche Verschlechterung
seiner physikalischen Eigenschaften, der Leistung oder dem Aussehen
widerstehen. Ferner wird er durch sauren Regen, Vogelkot oder andere
aggressive Umweltstoffe, denen der Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10 im
normalen Gebrauch ausgesetzt sein kann, nicht merklich beeinträchtigt. Üblicherweise
zeigen erfindungsgemäße Strömungswiderstandsverringerungsartikel
keine wesentliche Veränderung
des Aussehens oder der Lösbarkeit,
selbst wenn sie beschleunigten Witterungsbedingungen (UV-Strahlung und Feuchtigkeit)
für 500
Stunden gemäß den Verfahren nach
ASTM G 53-95 "Standard
Practice for Operating Light- and Water-Exposure Apparatus (Fluorescent
UV Condensation Type) for Exposure of Non-Metallic Materials" ausgesetzt sind.
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Die
Verbondungszwischenschicht 12 verleiht dem Strömungswiderstandsverringerungsartikel
gute Handhabungseigenschaften und fördert die Haftung zwischen
der Außenschicht 11 und
der Verstärkungsschicht 13.
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Um
diese erwünschten
Eigenschaften zu erreichen, sind die äußere strukturierte Schicht 11 und
die Verbondungszwischenschicht 12 vorzugsweise als Mischungen
verschiedener Polymere vorgesehen, von denen wenigstens eines gute
chemische Festigkeit und Witterungsbeständigkeit aufweist, und von
denen wenigstens eines gute Verbondungseigenschaften hat. ("Polymer" wird in diesem Zusammenhang
mit weiter Bedeutung verwendet, um Homopolymere und Copolymere einzuschließen, d.h.
Polymere, die aus mehr als einem Monomer abgeleitet sind). Fluorpolymere,
insbesondere solche, die polymerisierte Einheiten von Vinylidenfluorid
enthalten, haben gute chemische Festigkeit und Witterungsbeständigkeit.
Acrylpolymere, insbesondere jene, die polymerisierte Einheiten von
kurzkettigen Alkylmethacrylaten enthalten, haben gute Verbondungseigenschaften
und Handhabungseigenschaften.
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Vorzugsweise
sind die strukturierte Außenschicht 11 und
die Verbondungszwischenschicht 12 als verschiedene Mischungen
des Fluorpolymers und des Acrylpolymers ausgebildet, wobei die tatsächlichen
Mengen von der gewünschten
Verhältnis
von chemischer Festigkeit, UV-Strahlungsbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit
und der Steifigkeit, die durch das Fluorpolymer bewirkt wird, und
der Haftung, Flexibilität
und der Handhabbarkeit, die durch das Acrylpolymer verliehen wird,
abhängig
sind. Die strukturierte Außenschicht 11 verwendet
oft einen höheren
Gewichtsprozentanteil des Fluorpolymers, wenn die Beständigkeit
gegen UV-Strahlung, Witterung und chemische Stoffe erforderlich
ist, während
die Verbondungszwischenschicht 12 einen höheren Gewichtsprozentanteil
an Acrylpolymer verwendet, wenn gute Verbondungseigenschaften zwischen
der strukturierten Außenschicht 11 und
der Verstärkungsschicht 13 erforderlich
sind. Die strukturierte Außenschicht 11 weist
vorzugsweise eine Mischung aus 70 bis 100 Gewichtsprozent an Fluorpolymer
und 0 bis 30 Gewichtsprozent Acrylpolymer, höchst bevorzugt 70 bis 90 Gewichtsprozent
an Fluorpolymer und 10 bis 30 Gewichtsprozent Acrylpolymer, und
meist bevorzugt ungefähr
90 Gewichtsprozent an Fluorpolymer und ungefähr 10 Gewichtsprozent Acrylpolymer
auf. Vorzugsweise weist die Verbondungszwischenschicht eine Mischung
aus 70 bis 100 Gewichtsprozent an Acrylpolymer und 0 bis 30 Gewichtsprozent
Fluorpolymer, höchst bevorzugt
70 bis 90 Gewichtsprozent an Acrylpolymer und 10 bis 30 Gewichtsprozent
Fluorpolymer, und meist bevorzugt ungefähr 90 Gewichtsprozent an Acrylpolymer
und ungefähr
10 Gewichtsprozent Fluorpolymer auf.
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Geeignete
vinylidenfluoridhaltige Fluorpolymere sind unter anderem Po-ly(vinylidenfluorid)
(PVDF), Tetrafluorethylenhexafluorpropylenvinylidenfluoridterpolymer
(THV) und Mischungen derselben. Derartige Materialien haben meist
einen Schmelzflußindex
(MFI) von ungefähr
6–120,
gemessen nach ASTM D-1238 bei 230°C
und 5 kg, und eine scheinbare Viskosität von 400-30000Pas (Pascal × Sekunde),
gemessen bei 240°C und
50 s–2 mit
herkömmlichen
Mitteln unter Verwendung eines Kapillarrheometers. PVDF wird bevorzugt,
da es zu genauen Strukturen formbar ist, um die Schicht 11 mit
einer Strömungswiederstandsverringerungsform zu
versehen, und da sie Steiflgkeit verleiht. PVDF hält eine
genaue Strömungsverringerungsstruktur
leichter aufrecht als die für
Strömungswiderstandsverringerungsartikel
zuvor verwendeten thermoplastischen Materialien. Beispiele für geeignete
THV-haltige Zusammensetzungen sind in der Internationalen Patentveröffentlichung
WO-A-96/077701 beschrieben.
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Verschiedene
Acrylpolymere können
verwendet werden, beispielsweise Acrylharze mit mittlerem oder geringem
Molekulargewicht von unter 750000, einschließlich Mischungen oder Copolymeren
mit wenigstens zwei Materialien, die aus der Gruppe gewählt sind,
welche besteht aus: Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Butylmethacrylat
und Mischungen derselben. Poly(methylmethacrylat) (PMMA) wird bevorzugt.
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Die
Schichten 11 und 12 können ebenfalls Additive wie
UV-Stabilisatoren (beispielsweise die TINUVIN Familie von Stabilisatoren,
erhältlich
von Ciba-Geigy Corp.), Antioxidationsmittel, Füllstoffe wie Glas, Keramik oder
Polymerblasen, Pigmente, Prozeßhilfen
wie Polyolefinpolymere und Feuerhemmstoffe aufweisen.
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Die
strukturierte Außenschicht 11 kann
5 bis 250 Mikrometer (0,2 bis 10 mil) dick sein, vorzugsweise 10
bis 40 Mikrometer (0,5 bis 1,5 mil). Die Verbondungszwischenschicht 12 kann
2,5 bis 75 Mikrometer (0,1 bis 3 mil) dick sein, vorzugsweise 3
bis 12 Mikrometer (0,1 bis 0,5 mil). Die kombinierte Dicke der Schichten 11 und 12 kann
zusammen 7,5 bis 325 Mikrometer (0,3 bis 13 mil), vorzugsweise 15
bis 50 Mikrometer (0,6 bis 2,0 mil) betragen. Wenn die kombinierte
Dicke größer als
325 Mikrometer (13 mil) ist, kann die Formanpassungsfähigkeit
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
verringert werden, und das Gewicht und die Kosten des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
werden erhöht,
was unerwünscht
sein kann.
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Die
Verstärkungsschicht 13 verstärkt die
strukturierte Außenschicht 11 und
die Verbondungszwischenschicht 12, wodurch sie Festigkeit
und Streckung bietet, was zu einem einfachen Entfernen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
beiträgt.
Es wird stark bevorzugt, daß das
Material der Verstärkungsschicht 13 elastischer
ist als die Materialien der Schichten 11 und 12 und
eine gute Dehnbarkeit aufweisen, beispielsweise mindestens ungefähr 300%,
ohne zu zerreißen.
Ohne durch die Theorie festgelegt sein zu wollen, wird angenommen,
daß eine
größere Elastizität und Festigkeit
der Verstärkungsschicht 13 zur
Entfernbarkeit des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
beitragen. Sie dient ferner der Verringerung von Belastungen an der
Grenzfläche
zwischen den Schichten 12 und 13, wenn der Artikel
auf einem Substrat angebracht ist.
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Geeignete
Materialien für
die Verstärkungsschicht 13 sind
thermoplastische Urethane und Poly(vinylchlorid). Beispiele für thermoplastische
Urethane sind unter anderem Polyesterurethan, Polyetherurethan und Polycaprolactonurethan (beispielsweise
die MorthanTM Familie der Urethane von Morton
Intentional) und Mischungen derselben. Die Verstärkungsschicht kann UV-Stabilisatoren,
Antioxidationsmittel, Füllstoffe,
Pigmente und Nachvernetzungsadditive aufweisen.
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Die
Verstärkungsschicht 13 ist
35 bis 300 Mikrometer (1,5 bis 12 mil) dick, vorzugsweise ungefähr 50 bis
100 Mikrometer (2 bis 4 mil). Ist die Dicke der Verstärkungsschicht
größer als
300 Mikrometer, erhöht
dies das Gewicht und die Kosten des Strömungswiderstandsverringerungsartikels,
was unerwünscht
ist. Wenn die Dicke der Verstärkungsschicht
geringer als 35 Mikrometer ist, kann die Lösbarkeit des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
von einem Substrat nachteilig beeinflußt sein.
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Wie
am besten in 3 dargestellt
kann die Verstärkungsschicht 13 eine
durchgehende oder unterbrochene Grafikschicht 18 tragen
(obwohl nur letztere in 3 dargestellt
ist), beispielsweise ein grafisches Design, ein Logo, alphanumerische
Zeichen, etc., die ästhetische
und/oder funktionale Zwecke haben kann. Die Grafikschicht 18 kann
als Farbe (beispielsweise als in einem kompatiblen Bindemittel dispergiertes
Pigment) vorliegen und auf die Verstärkungsschicht 13 unter
Verwendung eines beliebigen bekannten Druckverfahrens aufgebracht
sein. (Zwar ist dies in den Zeichnungen nicht spezifisch dargestellt,
jedoch kann die Grafikschicht 18 auf die strukturierte
Außenschicht 11,
die Verbondungszwischenschicht 12 oder die Substratverbondungsschicht 14 aufgebracht
sein).
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Die
optionale Verbondungsschicht 14 heftet den Strömungswiderstandsverringerungsartikel
an ein Substrat, beispielsweise die Oberfläche eines Flugzeugs, den Rumpf
eines Boots oder eines anderen Wasserfahrzeugs, die Oberfläche eines
Kraftfahrzeugs oder die Innenfläche
einer fluidfördernden
Leitung. Vorzugsweise ist die Verbondungsschicht ein Kleber (insbesondere
ein Haftkleber), obwohl andere Befestigungssysteme wie mechanische
Befestigungseinrichtungen unter geeigneten Umständen verwendet werden können. Geeignete
Haftkleber sind Polyacrylate wie diejenigen, welche ein Polymer
aus einem Acrylatester aus Acrylsäure mit einem nicht-tertiären Alkohol
aufweisen. Höchst
vorzugsweise weist der Kleber das Polymerisationsprodukt von 85
bis 95 Gewichtsprozent eines oder mehrerer (co)polymerisierbarer
Acrylatestermonomere und 2 bis 15 Gewichtsprozent einer copolymerisierbaren
Säure oder
eines Amids auf. Multifunktionale Acrylate, copolymerisierbare Photoinitiatoren
oder Kombinationen der beiden können
ebenfalls in einer Gesamtmenge von bis zu 0,5 Gewichtsprozent vorliegen,
um eine gewisse Vernetzung zu bewirken, die zu einem leichteren
Entfernen, einer besseren Fluibeständigkeit und verbesserter Hochtemperatureigenschaften
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
beitragen kann. Die Entfernbarkeit ist das Gleichgewicht zwischen
der Abzugshaftung, dem Grad der Vernetzung und der Dicke der Verbondungsschicht
sowie der Festigkeit der Verstärkungsschicht.
Für die
Verbondungsschicht geeignete Kleber und Verfahren zu deren Herstellung
sind in den US-Patenten 5 599 265 (Esmay), 4 629 663 (Brown et al.,
RE 24906 (Ulrich) und 4 181 752 (Martens) offenbart.
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Die
Dicke der Substratverbondungsschicht 14 ist nicht entscheidend
und kann 10 bis 125 Mikrometer (0,4 bis 5 mil) betragen, vorzugsweise
12 bis 50 Mikrometer (0,5 bis 2 mil). Wenn die Dicke der Substratverbondungsschicht
größer als
ungefähr
125 Mikrometer ist, kann es schwieriger sein, den Strömungswiderstandsverringerungsartikel
von einem Substrat, auf das er aufgebracht wurde, zu entfernen und
das Gewicht des Artikels könnte
unnötig
erhöht
werden. Wenn jedoch die Dicke der Verbondungsschicht weniger als
10 Mikrometer beträgt,
kann sie möglicherweise
nicht ausreichend Haftung bewirken, um den Strömungswiderstandsverringerungsartikel
im Gebrauch an Ort und Stelle zu halten.
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Der
Strömungswiderstandsverringerungsartikel 10 kann
ferner und optional einen vorübergehenden Träger 16 aufweisen,
der die Substratverbondungsschicht 14 vor Verunreinigung
durch Schmutz und andere Materialien schützt und kurz vor dem Anbringen
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
an einer Oberfläche
entfernt wird. Der Träger 16 kann
beispielsweise als unbehandelte Polyolefinbahn oder eine silikon-
oder fluorsilikonbehandelte Papier- oder Kunststoffbahn ausgebildet
sein.
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Die
strukturierte Außenschicht 11 weist
eine strukturierte Außenfläche auf,
welche den Strömungswiderstand
gegen ein über
die Schicht 11 strömendes
Fluid (beispielsweise Luft, Gas, Wasser, etc.) verringert. Im allgemeinen,
und weiter unter Bezugnahme auf die 1 bis 3, weist die strukturierte
Fläche
eine Reihe von im wesentlichen parallelen Erhebungen 20 auf,
die durch eine Reihe von im wesentlichen parallelen Vertiefungen 22 getrennt
sind. Im Schnitt kann die struk turierte Fläche eine Vielzahl verschiedener
Wellenformen aufweisen. Zum Beispiel zeigen die 1 bis 3 ein
symmetrisches Sägezahnmuster,
bei dem jede der Erhebungen und jede der Vertiefungen identisch
ist. 4 zeigt eine Reihe
von parallelen Erhebungen 28 und 30, die verschiedene
Höhen haben
und durch eine Reihe von parallelen Vertiefungen 22 getrennt
sind. 5 zeigt ein Sägezahnmuster
abwechselnder paralleler asymmetrischer Erhebungen 40,
die durch eine Reihe von parallelen asymmetrischen Vertiefungen 42 getrennt
sind.
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Zwar
sind nur durchgehende Erhebungen und Vertiefungen dargestellt, jedoch
ist aus ein unterbrochenes Muster von Erhebungen und Vertiefungen
möglich.
Beispielsweise können
die Erhebungen und Vertiefungen in einem Bereich des Artikels enden.
Die Vertiefungen können über die
Erstreckung der Erhebung oder der Vertiefung von einem Ende zum
anderen des Artikels entweder zulaufen oder sich aufweiten. Des
weiteren kann die Höhe
und/oder Breite einer betsimmten Erhebung oder Vertiefung sich über die
Erstreckung der Erhebung oder der Vertiefung von einem Ende zum
anderen des Artikels ändern.
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Die
Abmessungen der Erhebungen oder Vertiefungen sind für die Erfindung
nicht wesentlich, vorausgesetzt, daß, ungeachtet der verwendeten
strukturierten Fläche,
die gewünschte
Verringerung des Strömungswiderstands
erreicht wird. Die optimalen Abmessungen hängen in gewissem Maß von der
Geschwindigkeit ab, mit der sich das zu bedeckende Substrat durch
das Fluid bewegt (oder von der Geschwindigkeit, mit der sich das
Fluid über
das Substrat bewegt). Weitere Erörterungen
zu diesem Thema finden sich in AIAA-88-0138 "Drag Reduction for External Boundary
Layers Using Riblets and Polymers", L. W. Riley and G.W. Anderson, vorgelegt
bei dem AIAA 26th Aerospace Sciences Meeting, 11–14. Januar, 1988 in Reno,
Nevada. Es hat sich jedoch gezeigt, daß Erhebungen mit einer Höhe von 10
bis 250 Mikrometer (0,4 bis 10 mil) geeignet sind. In diesem Bereich
wird bevorzugt, daß die
Erhebungen für
Hochgeschwindigkeitsanwendungen (beispielsweise Flugzeuge) ungefähr 20 bis
150 Mikrometer (ungefähr
0,8 bis 6 mil) hoch sind. Der Abstand zwischen den benachbarten
Erhebungen ist ebenfalls nicht wesentlich für die Erfindung. Ein Abstand
von 10 bis 250 Mikrometer (0,4 bis 10 mil) ist geeignet, obwohl
bei Flugzeuganwendungen ein Abstand von 20 bis 150 Mikrometer (0,8 bis
6 mil) bevorzugt wird. Der zwischen Erhebungen eingeschlossene Winkel
kann ebenfalls variieren. Während
ebene und runde Vertiefungsböden
geeignet sein können,
wird bevorzugt, daß die
Vertiefungen und Erhebungen im wesentlichen V-förmig sind und einen eingeschlossenen
Winkel zwischen 15° und
140°, vorzugsweise
zwischen 50° bis
60°.
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Erfindungsgemäße Strömungswiderstandsverringerungsartikel
sind durch eine Vielzahl verschiedener Verfahren leicht herstellbar.
Beispielsweise kann die Strömungswiderstandsverringerungsstruktur
während der
Herstellung der Schichten 11 und/oder 12 ausgebildet
werden oder es kann alternativ eine vorgeformte Bahn mit einer oder
mehreren Schichten 11, 12, 13, 14 und 16 vorgesehen
und eine Strömungswiderstandsverringerungsstruktur
in der Schicht 11 ausgebildet werden. Nach der Herstellung
kann der Strömungswiderstandsverringerungsartikel
zum einfachen Lagern, Verschicken und Gebrauch um einen Kern zu
einer Rollenform gewickelt werden.
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Nach
einem Ansatz werden die Polymere für die strukturierte Außenschicht 11 und
die Verbondungszwischenschicht 12 koextrudiert (d.h. gleichzeitig
zusammen extrudiert). Nach einem zweiten Ansatz können die
Zwischenverbondungsschicht 12 und die Verstärkungsschicht 12 koextrudiert
und anschließend
mit der strukturierten Außenschicht 11 verbunden
werden. Alternativ kann jede der Schichten separat extrudiert und anschließend miteinander
verbunden werden, beispielsweise durch Laminieren oder Kleben. Beinahe
jede Kombination von Schichten kann koextrudiert und anschließend mit
den verbliebenen Schichten verbunden werden. Die verschiedenen Schichten
können
ferner durch verschiedene aufeinanderfolgende oder Tandem-Beschichtungsverfahren
zusammengefügt
werden. Kombinationen von Beschichten und Extrudieren sind ebenfalls
möglich.
Die strukturierte Fläche
kann durch Prägeverfahren
unter Verwendung von Wärme und/oder
Druck gebildet werden. Selbstverständlich sind auch andere Verfahren
möglich
und für
den Fachmann offensichtlich.
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Die
Verstärkungsschicht 13 kann
mit der Verbondungszwischenschicht 12 durch das Koextrudieren der
Schichten 11, 12 und 13 verbunden werden.
Alternativ kann die Verstärkungsschicht 13 auf
eine vorab gebildete Bahn mit den Schichten 11 und 12 extrudiert,
aufgebracht oder laminiert werden. Es ist höchst bevorzugt, daß die Materialien
benachbarter, sich berührender
Schichten kompatibel sind und entweder selbst haften oder so zusammenhaftbar
sind, daß eine ausreichende
Haftung der Schichten gegeben ist, um ein Ablösen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
im Gebrauch zu vermeiden. Ein großer Anteil an Acrylpolymer
in der Zwischenverbondungsschicht 12 fördert die gute Haftung zwischen
der strukturierten Außenschicht 11 und
der Verstärkungsschicht 13.
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Die
Substratverbondungsschicht 14 wird auf die Seite der Verstärkungsschicht 13 aufgebracht,
die der Seite gegenüberliegt,
welche die Zwischenverbondungsschicht 12 berührt. Beispielsweise
kann die Verbondungsschicht 14 auf eine Bahn aufgebracht
werden, welche die Schichten 11, 12 und 13 umfaßt, die
zuvor miteinander verbunden wurden. Alternativ kann die Verbondungsschicht 14 auf
einen Träger
aufgebracht und auf eine vorgeformte Bahn mit den Schichten 11, 12 und 13 transfer-laminiert
werden, indem die vorgeformte Bahn und der mit der Verbondungsschicht
beschichtete Träger
zwischen Gummiwalzen hindurchgeführt
werden, die nötigenfalls
erwärmt
sein können.
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Der
vorübergehende
entfernbare Schutzträger 16 kann
sodann auf die Substratverbondungsschicht 14 laminiert
oder vorab auf eine Verbondungsschicht aufgebracht werden, die anschließend auf
die Verstärkungsschicht 13 transferlaminiert
wird.
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Ein
anderes geeignetes Verfahren umfaßt das Aufbringen einer strahlungshärtbaren
Zusammensetzung auf einen flexiblen Träger, das Kontaktieren der strahlungshärtbaren
Zusammensetzung mit. einem Master, der die positive Struktur der
gewünschten
Struktur aufweist, und das Strahlungshärten der Zusammensetzung. Die
resultierende Werkzeugbahn kann vom Master genommen werden und kann
anschließend
verwendet werden, der Außenschicht 11 eine
Struktur durch Beschichten, Extrudieren oder Koextrudieren der Materialien
für die
Schichten 11, 12 und/oder 13 auf die
Werkzeugbahn zu verleihen. Weitere Informationen über derartige
Herstellungsverfahren sind im US-Patent 4 576 850 (Martens), US-Patent
5 183 597 (Lu) und US-Patent 5 468 540 (Lu) zu finden.
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Ein
weiterer Ansatz beinhaltet die Verwendung einer aus den Schichten 11, 12 und 13 bestehenden Bahn
und das Laminieren einer Werkzeugbahn auf die Schicht 11 unter
Verwendung von Wärme
und/oder Druck, um die Struktur der Werkzeugbahn auf die Oberfläche der
Schicht 11 zu übertragen.
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Die
Verwendung einer Werkzeugbahn kann dahingehend vorteilhaft sein,
daß sie
ferner als Trägerbahn
zum Schutz der Schicht 11 mittels eines zusätzlichen
Bearbeitungsvorgangs dienen kann, beispielsweise durch Coronabearbeitung,
Substratverbondungsschichtanbringung, -schlitzen oder -perforieren.
Sie wird vor dem Verwenden des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
entfernt oder kann jederzeit während
der Herstellung des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
entfernt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Strömungswiderstandsverringerungsartikel
können
leicht an eine Vielzahl verschiedener Substrate zum Verringern des
Strömungswiderstandes
angebracht werden, der entsteht, wenn sich das Substrat durch ein
Fluidmedium bewegt oder wenn sich ein Fluid entlang dem Substrat
bewegt. Vorzugsweise ist der Artikel an dem Substrat derart positioniert,
daß die
strukturierte Fläche
eine maximale Strömungswiderstandsverringerung
bewirkt. Wenn die strukturierte Fläche parallele Erhebungen und
Vertiefungen aufweist, wird eine maximale Strömungswiderstandsverringerung
erreicht, wenn die Erhebungen und Vertiefungen im wesentlichen parallel
zur Fluidströmung
verlaufen. Der Artikel kann gegebenenfalls gestreckt werden, um
eine Anpassung an die Substratfläche
zu erreichen und unerwünschte
Falten und Luftblasen zu entfernen. Das Vorsehen von Perforationen
oder anderen Unterbrechungen (beispielsweise Schlitze) im Strömungswiderstandsverringerungsartikel
kann das Anbringen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
an einem Substrat erleichtern und bewirkt das Ablaufen von Feuchtigkeit
und Dämpfen
durch den Artikel.
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Die
Erfindung ist unter Bezugnahme auf die nachfolgenden nicht einschränkenden
Beispiele besser zu verstehen. Verschiedene Abkürzungen und Handelsbezeichnungen,
die in den Beispielen verwendet werden, sind gemäß der nachfolgenden Tabelle
definiert.
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Abkürzungen
und Handelsbezeichnungen
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I – Strukturierte
Außenschicht
und Verbondungszwischenschicht
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Beispiele
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Vorbereitung einer Trägerbahn/Werkzeugbahn
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Eine
strukturierte Werkzeugbahn wurde aus den folgenden Materialien hergestellt.
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Ein
125 Mikrometer (5 mil) dicker Polyesterfilm wurde mit einer UV-härtbaren
Acrylpolymerlösung
mit den folgenden Bestandteilen beschichtet, um ein Beschichtungsgewicht
von ungefähr
34 g/m2 (3,2 g/ft2)
zu erreichen:
- a. 59,5 Gewichtsprozent Bisphenol-A-Epoxy-Diacrylat
(PhotomerTM 3016 von Henkel Corp., Ambler,
PA);
- b. 39,5% Gewichtsprozent Phenoxyethylacrylat (PhotomerTM 4035 von Henkel Corp., Ambler, PA), und
- c. 1,0 Gewichtsprozent 2-hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on
(DarocurTM 1173 von Ciba-Geigy, Hawthorne,
NY),
und wurde durch einen Klemmwalzenspalt geführt, wobei
die Lösung
einen mit einer Rillenstruktur gravierten Zylinder berührte. Während des
Kontakts mit dem gravierten Zylinder wurde die Lösung für etwa 0,1–1,0 Sekunden einer UV-Lichtquelle ausgesetzt
(einer Quecksilberlampe mit mittlerem Druck, 400 Watt, von Actek
International, Plainsville, II), um die Lösung zu härten. Das gehärtete Material
wurde vom Zylinder genommen und als Trägerbahn/Werkzeugbahn verwendet,
um der Oberfläche
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
die Rillenstruktur zu verleihen.
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Die
Struktur der gehärteten
Materialoberfläche
hatte einen Querschnitt ähnlich
dem in 2 mit einer Erhebungshöhe von 62,5
Mikrometer (2,5 mil), einem Erhebungsabstand von 62,5 Mikrometer
(2,5 mil) und einem zwischen benachbarten Erhebungen eingeschlossenen
Winkel von 53°.
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Allgemeine Herstellung
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
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Ein
Strömungswiderstandsverringerungsartikel,
bei dem die Verstärkungsschicht,
die Verbondungszwischenschicht und die strukturierte Außenschicht
koextrudiert wurden, wurde wie folgt hergestellt.
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Jede
Schicht wurde von einem Einzelschneckenextruder mit einem Längen/Durchmesser-Verhältnis von
21 : 1 unabhängig
voneinander zu einer Drei schichtenkoextrusionsdüse mit einer Öffnung von
635 mm × 0,51
mm (25 × 0,02
Inch) transportiert. Jeder Extruder hatte mehrere Erwärmungszonen,
wobei die letzte Zone zwischen 204,5° und 215,5° C (400 – 420° F) eingestellt war. Die Temperatur
der Koextrusionsdüse
betrug 215,5° C
(420° F).
-
Die
Extruder wurden wie folgt beschickt:
- Extruder
A: Schicht A = strukturierte Außenschicht 11;
- Extruder B: Schicht B = Verbondungszwischenschicht 12;
und
- Extruder C: Schicht C: Verstärkungsschicht 13.
-
Die
Extruder wurden an die Düse
angeschlossen, so daß die
Schicht A die Düse
verließ und
in direktem Kontakt mit der beschriebenen Trägerbahn/Werkzeugbahn abgelegt
wurde. Die Schicht B trat als mittlere Schicht und die Schicht C
als die Schicht auf der Seite der Schicht B aus, welche der Trägerbahn/Werkzeugbahn
abgewandt war.
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Die
Trägerbahn
wurde durch einen Spalt zwischen einer polierten Chromwalze und
einer mattierten geschliffenen Silikongummiwalze geleitet. Die temperatur
der beiden Klemmwalzen wurde bei 88° C (190°F) gehalten.
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Das
warme mehrschichtige Extrudat wurde auf die Trägerbahn/Werkzeugbahn gegossen
und unmittelbar zwischen Klemmwalzen mit einem Walzendruck von 21
kg/cm (118 Ib pro linearer Inch) gewalzt. Die Oberflächengeschwindigkeit
der Walzen betrug 8,5 m (28 ft)/min. die Schicht A des resultierenden
Films war eine genaue Wiedergabe der Struktur der Trägerbahn/Werkzeugbahn.
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Der
Film wurde sodann auf der coronabehandelten Schicht C mit einem
Haftkleber beschichtet (hergestellt aus einer Polymermischung aus
94 Gewichtsanteilen IOA, 6 Gewichtsanteilen AA, 0,14 Gewichtsanteilen
Photoinitiator (KB-1) und 0,2 Gewichtsanteilen HDDA pro 100 Gewichtsanteilen
an Monomeren). Die Dicke der Kleberschicht betrug ungefähr 37 Mikrometer
(1,5 mil). Die Kleberschicht wurde in einer inerten Atmosphäre mit einer
konstanten Gesamt-UV-Energie von 450 – 500 mjoules/cm2)
bestrahlt und anschließend
mit einem 75 Mikrometer (3 mil) dicken entfernbaren Schutzträger aus
klarem silikonbehandelten Polyethylenfilm versehen. Der Aufbau wurde
anschließend
mit einem Kohlendioxidlaser perforiert, um ein 12,5 mm × 6,35 mm (0,5
Inch × 0,25
Inch) Muster mit Durchgangslöchern
mit einem Durchmesser von 0,20 mm (0,08 Inch) zu erhalten. Die Trägerbahn/Werkzeugbahn
und der Schutzträger
wurden vor dem Anbringen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
an einem Substrat entfernt.
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Beispiele 1–7
-
In
diesen Beispielen wurden Filme, bestehend aus einer Verstärkungsschicht,
einer Verbondungszwischenschicht und einer strukturierten Außenschicht
mit variierenden Mengen an PVDF und PMMA in den letzteren beiden
Schichten hergestellt.
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Die
Filme wurden entsprechend der zuvor beschriebenen allgemeinen Herstellung
hergestellt, mit der Ausnahme, daß kein Kleber auf den Film
aufgebracht wurde und der Film nicht perforiert wurde. Die Verstärkungsschicht
(d.h. Schicht C) war 69 Mikrometer (2,75 mil) dickes PU-1. Die Inhaltsstoffe
und die Mengen, die für
die Schichten A (d.h. die strukturierte Außenschicht) und B (d.h. die
Verbondungszwischenschicht) sind in der Tabelle 1 angegeben.
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-
Die
Proben wurden anschließend
unter einem 100-fach verstärkenden
Mikroskop untersucht. Jedes Profil war durch spitze Erhebungen und
Vertiefungen gekennzeichnet. Die Beispiele zeigen die Fähigkeit
eine strukturierte Außenschicht (Schicht
A) mit spitzen Erhebungen und Vertiefungen zu bilden, die zur Verringerung
des durch ein über
die Schicht fließendes
Fluid bewirkten Strömungswiderstands
geeignet ist.
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Beispiele 8–9
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Filme
wurden mit verschiedenen Graden von PVDF in der strukturierten Außenschicht
(d.h. Schicht A) hergestellt. Die Filme wurden gemäß den zuvor
beschriebenen Beispielen 1-7 hergestellt. Das Beispiel 2 wird hier
aus Gründen
der Vollständigkeit
wiederholt. Die Inhaltsstoffe und die verwendeten Mengen sind in
der Tabelle 2 angegeben.
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Die
Proben wurden anschließend
unter einem 100-fach verstärkenden
Mikroskop untersucht, um die Spitzigkeit des unter Verwendung der
verschiedenen Schichtzusammensetzungen erzeugten Profils zu bestimmen.
Jedes Beispiel wie spitze Erhebungen und Vertiefungen auf. Diese
Daten zeigen, daß der
Schmelzflußindex
des Fluorpolymers variiert werden kann und dennoch spitze Erhebungen
und Vertiefungen erhalten werden, die zur Verringerung des Strömungswiderstands
an der strukturierten Außenschicht
geeignet sind.
-
Beispiel 10
-
Ein
Strömungswiderstandsverringerungsartikel
wurde entsprechend der zuvor beschriebenen allgemeinen Herstellung
mit dem folgenden Aufbau hergestellt: Schicht A/strukturierte Außenschicht:
19 Mikrometer (0,75 mil) dick, 90 Gewichtsprozent/10 Gewichtsprozent
einer Mischung aus PVDF-1/PMMA-1; Schicht B/Verbondungszwischenschicht:
6 Mikrometer (0,25 mil) dick, 90 Gewichtsprozent/10 Gewichtsprozent
einer Mischung aus PMMA-1/PVDF-1; und Schicht C/Verstärkungsschicht:
69 Mikrometer (2,75 mil) dickes PU-1.
-
Der
Artikel wurde auf Temperaturbeständigkeit,
Witterungsbeständigkeit,
Flexibilität,
Delamination, Lösbarkeit
und Fluidbeständigkeit
nach den folgenden Testverfahren getestet.
-
Temperaturbeständigkeit
- Rillenverformung
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Eine
Probe des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
wurde in einem Umluftofen bei 100°C
für 72
Stunden aufgehängt.
Nach dem Entnehmen aus dem Ofen wurde die Probe unter einem 500-fach
vergrößernden
Mikroskop untersucht, um festzustellen, ob eine Veränderung
des Profils der strukturierten Fläche stattgefunden hat. Es wurden
im Vergleich zu einer nicht wärme-gealterten
Probe keine Veränderungen
festgestellt.
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Witterungsbeständigkeit
(Gelb-Index)
-
5,1
cm breite × 10,2
cm lange (2 Inch breite × 4
Inch lange) Streifen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
wurden an eine vorbehandelte Aluminiumplatte angebracht, die entweder
mit einer 100 Mikrometer (0,004 Inch) dikken Beschichtung einer
zweikomponenten-Polyurethanfarbe (Alumagrip Matterhorn White, erhältlich von
US Paint and Lacquer) (PLATTE A) oder eine Platte angebracht wurden,
die mit einer 100 Mikrometer (0,004 Inch) dicken Beschichtung aus
einer Zweikomponenten-Polyurethanfarbe (PU 66 ETE, erhältlich von
International Celomer) (PLATTE B) gestrichen war. Die Streifen des
Strömungswiderstandsverringerungsartikels
wurden durch Besprühen
derselben mit einer verdünnten
Lösung
aus einem Detergenten in Wasser, Aufbringen der Streifen auf die
30,5 × 30,5 × 0,16 cm
(12 Inch × 12
Inch × 0,063
Inch) große
Platte, Ausdrücken
des Wassers und Trocknen der Platte bei Raumtemperatur aufge bracht.
Die Platten wurden entsprechend den Angaben des Farbherstellers
gestrichen.
-
Die
Platte wurde anschließend
einer der folgenden Witterungsbedingungen unterzogen:
- Bedingung
A: 41,7 Zyklen (500 Stunden), wobei jeder Zyklus 8 Stunden fluoreszenter
UV-Licht-Bestrahlung (FS-40 313/820, erhältlich von Q-Panel Inc., Cleveland,
Ohio) bei 70°C,
gefolgt von 4 Stunden Kondensation bei 50°C entsprechend ASTM G53-95 in
einer Typ A Testkammer von Atlas, Chicago, Illinois, umfaßt;
- Bedingung B: 500 Stunden bei 80°C;
- Bedingung C: 500 Stunden Bestrahlung mit fluoreszentem UV-Licht
(FS-40 313/280) bei 30°C,
oder Bedingung D: 24 Zyklen von 25 Minuten bei 70°C, gefolgt
von 5 Minuten be – 55°C bis –65° C.
-
Die
die Teststreifen tragende Platte wurde sodann auf den Gelb-Index
untersucht, wobei ein Labscan2 Colorimeter von Hunter Associates
mit einer Illuminant D65 Lichtquelle verwendet wurde. Die Gelb-Indexmessung
erfolgte an der freiliegenden Fläche
des Teststreifens auf der Platte und an der Fläche der Farbe unter dem Teststreifen
nach dem Entfernen des Teststreifens. Der Unterschied zwischen diesen
beiden Werten ist als Δ Gelb-Index
angegeben und gibt die Veränderung
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
infolge von Witterungseinflüssen
wieder. Höhere
Werte geben einen höheren
Grad der Veränderung
des Aussehens an. Das gewünschte
Ergebnis ist keine Veränderung
des Gelb-Index von der Anfangsmessung (d.h. vor den Witterungseinflüssen) und
der letzten Messung (d.h. nach den Witterungseinwirkungen).
-
Flexibilität
-
Die
Platte B wurde vorbereitet und der Bedingung D, wie im Witterungsbeständigkeitstest
beschrieben, oder der folgenden Bedingung E unterzogen: 121°C für 4 Stunden,
gefolgt von 23°C
für 1 Stunde,
und anschließend
wurde die Platte nach dem Zustand E um einen zylindrischen Dorn
mit einem Durchmesser von 25 mm (ein Inch) gebogen. Die Platte wurde
auf Risse im Teststreifen und auf ein Abheben des Teststreifens von
der Plattenoberfläche
insbesondere um die Ränder
des Teststeifens untersucht.
-
Delaminierung
-
Streifen
des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
wurden auf einer gestrichenen Aluminiumplatte unter Verwendung des
in Zusammenhang mit dem Flexibilitätstest beschriebenen Verfahrens
aufgebracht. Die Platte mit den Teststreifen wurde anschließend auf –55°C gekühlt. Bei
dieser Temperatur wurde der Teststreifen von der Platte manuell
in einem 180° Winkel
abgezogen. Es ist erwünscht,
daß der
Streifen in Stücke
zerbricht, anstatt sich als ein Stück abzulösen.
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Lösbarkeit
-
2,54
cm breite × 30,5
cm lange (1 Inch breite × 12
Inch lange) Streifen des Strömungswiderstandsverringerungsartikels
wurden auf der Platte B unter Verwendung des in Zusammenhang mit
dem Witterungsbeständigkeitstest
beschriebenen Verfahrens angebracht. Die Platte mit den Teststreifen
wurde anschließend entweder
der Bedingung A, wie im Witterungsbeständigkeitstest beschreiben,
oder der folgenden Bedingung F ausgesetzt: Raumtemperatur (23°C). die Platte
mit den Teststreifen wurde bei Raumtemperatur (23°C) auf eine
180° Abziehhaftung
bei einer Geschwindigkeit von 30,5 cm (12 Inch) pro Minute in verschiedenen
Zeitintervallen getestet.
-
Fluidbeständigkeit
-
Die
Platten A und B, wie m Witterungsbeständigkeitstest beschrieben,
wurden vorbereitet und 7 Tage bei Raumtemperatur (23°C) konditioniert,
bevor sie in verschiedene Testfluids bei verschiedenen Temperaturen
getaucht wurden. Drei Platten jedes Typs wurden getestet. Ferner
wurden die Platten thermischem Schock in Enteisungsfluid ausgesetzt,
indem die Platten zwischen einem Behälter mit Enteisungsfluid bei
90° C für 15 Minuten
und einem Behälter
mit Enteisungsfluid bei –15° für 15 Minuten
für 24
Zyklen verbracht werden. Beim Entnehmen aus dem Testfluid wurden
die Platten mit Wasser gespült
und trockneten 24 Stunden bei Raumtemperatur (23°C). die Teststreifen wurden
anschließend
auf die 180° Abzughaftung
bei einer Geschwindigkeit von 30,5 cm (12 Inch) pro Minute getestet.
-
Die
Ergebnisse hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit, der Flexibilität, der Lösbarkeit
und der Fluidbeständigkeit
sind in den folgenden Tabelle angeführt. Beim Testen der Delaminieruny
brach der Streifen und konnte nur in kleinen Stücken entfernt werden, anstatt
in einem großen
durchgehenden Stück.
-
-
Ein
Vergleichsströmungswiderstandsverringerungsartikel
wurde entsprechend dem Beispiel 5 im US-Patent 4 986 496 (Marentic
et al.) hergestellt. Beim Test unter der Bedingung A auf der Platte
A, zeigte dieser Artikel einen Δ Gelb-Index
von 28,8.
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Nach
634 Tagen Alterung bei Raumtemperatur konnten die Teststreifen immer
noch in einem Stück gelöst werden.
Es erfolgte keine Trennung von der Verbondungsschicht und keine
Kleberreste verblieben auf der Testplatte. Der vorgenannte Vergleichsströmungswiderstandsverringerungsartikel
konnte, unter der Bedingung A getestet, nicht entfernt werden, ohne
in zahlreiche Teile zu zerrei ßen.
Unter der Bedingung F getestet, war der Film nach 7 Tagen nicht
mehr lösbar,
da eine übermäßige Haftung
aufgetreten war (Haftung größer als
ungefähr
120N/100 mm).
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-
In
Gegenwart von Hydraulikfluid wurden die Haftkleberschicht und die
Polyurethan-Verstärkungsschicht
erheblich beeinträchtigt,
was zu einem Verlust an Haftkraft führte. In Gegenwart von Flugtreibstoff
wurde die Haftkleberschicht angegriffen, wodurch sich ein Verlust
an Haftkraft ergab. Die Polyurethan-Verstärkungsschicht schwoll, löste sich
jedoch nicht von der Verbondungszwischenschicht. Es trat keine wesentliche Veränderung
im Aussehen der strukturierten Außenschicht nach dem Einwirken
von Enteisungsfluid oder Wasser auf. Ein modifizierter Strömungswiderstandsverringerungsartikel
wurde sodann wie in diesem Beispiel beschrieben hergestellt, mit
der Ausnahme, daß die
freiliegenden Ränder
unter Verwendung von Scotch-WeIdTM-DP-240
Epoxidkleber von 3M versiegelt wurden. Darüber hinaus wurde der Artikel
nicht perforiert und die kombinierte Dicke der Verbondungszwischenschicht
sowie des Bereichs der strukturierten Außenschicht, der sich von deren
Innenfläche
zum Boden der Vertiefungen erstreckte, wurde erhöht. Der modifizierte Strömungswiderstandsverringerungs artikel
wurde Hydraulikfluid wie zuvor beschrieben mit verbesserten Ergebnissen
ausgesetzt. Es trat keine wesentliche Änderung des Aussehens der Strömungswiderstandsverringerungsstruktur
und keine Schwellung, Wellenbildung oder Verwerfung des Artikels
auf.