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Kassette für Kino-Aufnahmeapparate Die Erfinding betrifft ;eine Kassette
für Kinokameras mit einem Verschluß:s@chieb:er und ;einer Andrück"platte für den
Film.
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Es sind bereits Kassetten bekannt, bei Genen das-Bildfenster am Apparat
und die Andrückplatte in die Kasette jetangebaut ist. Der Film wird hierbei. so
geführt, @daß. seine Lage gegenüber der Kassette beim Einsetzen nicht geändert wird.
Es ist hierbei erforderlich, daß, nach dem Einsetzen .der Kassette der Druckschütten
durch eine besondere Schaltung in Tätigkeit gesetzt wird. - Ein großer Nachteil
bei dieser Ausfiüimungsart besteht darin, daß, auf dem Filmstreifen beim-Einsetzen
oder bei der Heuausnahme .der Kassette auf mindestens eine Bildfläche e;ine Läge
von mehreren Zentimetern belichtet wird.
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Es ,gibt auch Apparate -mit Kassetten, bieg denen beim Einsetzen der
Kassette der Druckschlitten durch seinen Hebel oder Keil an das Bildfenster ;a4gedrückt
wird. Bei diesen Bauarten besteht, da Bildfenster und Druckschlitten in den Apparat
montiert sind; der noch größere Nachteil, daß der Filmstreifen frei .aus, der Kassette
heraushängen muß und dieses _heraushängende Teil beim Wechseln der Kassette belichtet
wird und verlorengeht. Dies bedeutet ,aber beiden jetzt hauptsächlich gebrauchten.
kleinsten Filmformaten einen Verlusteiner Anzahl von Einzelbildern, welcher bei
Doppelfiten von 8-mm Format der einzelnen Reihe 3o bis ¢o Bilder betragen kann.
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Um diese Verluste zu beheben, hat man Kassetten mit :eingebautem Bildfenster
und eingebautem Druckschlitten gefertigt und außerdem vor Adern Bildfenster einen
Ver=_ schlußschieber vorgesehen.; weleh;er beim Einsetzen der Kassette in die Kamera
automatisch .daidurchgeöffnet wird, daß an der Kamera angebrachte Steuermittel auf
an der Kassette angebrachte Vergchlußbiewegungsmittel tatspreche-ad einwirken, doch
hat sich bei dieser Konstruktion die bekannte schwere Einjustierung der Belichtungsebiene
zum Aufnahmeobjektiv ergeben.
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Nach dem heutigen Stand der Technik gibt es also zwei Hauptarten für
Filmkassetten in Kino-Aufnahmeapparaten. Bei der ersten Bauart 'hängt der Filmstreifen
frei aus der Kassette und muß der Film nach dem Einsetzen der Kassette erst zwischen
Dzuckschlitten und Bildfenster eingeführt werden. Man hat diese
Bauart
des freiliegenden Filmstreifens verbessert, indem man diesem eine besondere Führung
gegeben hat, so daß derselbe beim Einseen der Kassette in die Kamera seine-Lage
gegenüber der Kassette wenig oder gär" nicht verändert. Es ;gehört aber eine sorkl;
fähig ausgearbeitete Mechanik dazu, um den gerade geführten Film auf eine möglichst
einfache Weise in die. richtige Lage zum Bildfenster zu bringen. Der Hauptnachteil,
daß: der Filmstreifen belichtet wird, besteht auch bei dieser verbesserten ersten
Bauart.
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Bei der zweiten Bauart sind Druckschlitten und Bildfenster in die
Kassette eingebaut und ist vor dem Aufnahmefenster ein Verschlußschieber angebracht:
Bei dieser Bauweise ist ein "leichtes Einsetzen der Kassette in den Aufnahmeapparat
gegeben und der Filmstreifen gegen Belichtung gesichert. Aber es besteht, wie bereits
erwähnt, die große Schwierigkeit der Einjustierung des AufnahmeobjektiHs zur Belichtungsebene.
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Diese justierschwierigkeit wird durch die bekannten Kassetten vermieden,
bei denen die Filmführungsplatte der Kamera in die Kassette bis zu deren Andruckpha;tte
hineinragt. Will man solch eine Kassette mit einem Kbdeckschieber ausrüsten, so
ergibt sich die Schwierigkeit, daß entweder der Belichtungsschieber zwischen dem
durch die Andruckplatte belasteten Film und die Kassettenwand eingeschoben werden
oder die Kassette in bekannter Weise einen besonderen Kanal erhalten muß. Im ersten
Fall kann das hinter der Belichtungsstelle befindliche Filmstück verkratzt werden;
im zweiten Fall wird die Tiefe der Kassette vergrößert, und die Filmführungsplatte
der Kamera müßte in Richtung der optischen Achse tiefer in die Kassette hineinragen.
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Diese Nachteile werden vermieden, wenn gemäß der Erfindung die Kassette
mit Betätigungseinrichtungen sowohl für den Verschlüßschieber als auch für die Andruckplatte
versehen ist, welche mit an der Kamera .angebrachten Steuermitteln derart zusammenwirken,
daß beim Einlegen der Kassette zuerst das Kassettenfenster geöffnet und dann die
Andruckplatte mit dem Film in der Kassette gegen die Filmführungsplatte des Aufna:hrpeapparates
bewegt wird und beim Herausnehmen der Kassette zuerst die Andruckplatte in das Innere
der Kassette zurückbewegt und dann die Kassettenöffnung geschlossen wird.
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In den Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung ist die Konstruktion
dargestellt und erklärt.
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Da sich die Verschlußschieber beim öffnen und Schließen während des
Einsetzens bzw. Herausnehm-ens der Kassette zwischen Filmstreifen und Bildfenster
verschieben müssen, ist es erforderlich, daß. die Lage des Druck-;;xtehlittex'halters
und mit diesem die Lage des Almstreifens und gegebenenfalls des FilmfEnals gleichzeitig
während des Einsetzens der Kassette in den Apparat automatisch verändert wird. In
den Figuren, von denen Fig. i die Kassette mit ;einem. Teil des Kinogerätes im Querschnitt,
Figz im Längsschnitt nicht völlig eingesetzt und Fig. 3 betriebsfertig Qingesetzt
zeigt, ist Teil i die Kassette, in welcher sich ein schachtförmiger Einbau 2 befindet.
Druckschlittenhalter 4 liegt an den Wänden dieses Schachtes an. Die beiden Zapfen
5 greifen durch die Wand des Schachtes. Die Filmka-nalführungen io und -i i sind
mit dem Druc'kschlittenhälter 4 fest verbunden. Druckschlitzen 7 sitzt federnd auf
dem Druck. schlittenhalter. Teile 12 und r g sind die beiden - Verschlußschieber,
welche durch die beiden Hebel 14 und 15 bewegt werden: Teil i $ ist das Bildfensterstück,
welches am Apparatteil i 9 befestigt ist. Beim Einsetzen der Kassette wird das Kassetzengehäuse
i mit dem Schacht 2 auf das Keilstück 20 im Apparat aufgesetzt: Der Ausschritt 21
der Kassett:e liegt gegen das Bildfensterstück i ß an. Die Zapfen 5 des Druckschlittenhalters
4 stoßen. hierbei an- den oberen Teil des Keils 20.
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Die Kassette ist jetzt noch verschlossen, und Druckschlitten mit Filmkanal
befinden sich in der in Fig.2 gezeichneten Stellung. Die Kassette wird jetzt, indem
man sie bis auf den Böden drückt, eingesetzt. Hierbei gleiten die Zapfen 5 auf dem
Keilstück 20 und werden mit dem Druckschlittenhalter 4 nach vorwärts geschoben.
Da die Filmkanalführung en i o und i i mit Druckschlitten 7 fest an dem Druckschlittenhalter
befestigt sind, so wird der Filmstreifen, welcher in diesen geführt ist, in seiner
Lage zur Kassette verändert (Fig.3). Der Vorschub ist so abgemessen, daß die Filmkanäle
und der Druckschlitten den Filmstreifen in die richtige Läge zum Bildfensterstück
bringen. Durch einen Ansatz am Druckschlittenhalter werden beim Vorschub die Hebel
14 und 15 um die Achspunkte 16 bewegt und -dadurch die Verschlußschieb.er
;geöffnet bzw. bei der Herausnahme der Kassette durch den Zug der Federn 17 geschlossen.
Bei Herausnahme der Kassette werden außerdem die Filmkanäle mit Druckschlittenhalter
durch .die Federn 22 und damit Drücksclilitten mit Filmstreifen wieder in die Anfangsstellung
gedrückt.