DE69722183T2 - Stimmprothese mit einer biomedizinischen dichtung auf ihrem umfang - Google Patents
Stimmprothese mit einer biomedizinischen dichtung auf ihrem umfang Download PDFInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Stimmprothese, die dazu vorgesehen ist, in einer Fistel in der wand zwischen der Speiseröhre und der Luftröhre positioniert zu werden, wobei sich die Luftröhre über eine Öffnung in der Kehle öffnet, wobei die Prothese einen röhrenförmigen Körper umfasst, der mit einer inneren durchgehenden Aushöhlung ausgestattet ist, und an beiden Enden extern erweiterte Abschnitte zum Halten der Prothese in Bezug auf den Wandabschnitt neben der Fistel hat, sowie einen Ventilkörper zum Verschließen der durchgehenden Aushöhlung.
- Stimmprothesen dieser Art sind bekannt. Erwähnenswerte Beispiele sind die aus US-A-4 435 853, US-A-4 610 691, EP-A-0 222 509 und EP-A-507 832 bekannten Prothesen. Der Ventilkörper dieser Prothese kann unter dem Einfluss eines Überdrucks in der Luftröhre geöffnet werden, so dass Sprache über die Speiseröhre und die Rachenhöhle imitiert werden kann. Auf der anderen Seite muss sich das Ventil verschließen, sobald Flüssigkeiten oder feste Nahrung sich durch die Speiseröhre bewegen, so dass sie nicht in die Luftröhre gelangen können.
- Obwohl das Ventil in den bekannten Prothesen hinreichend zufriedenstellend ist, d. h. es kann sogar Flüssigkeiten zurückhalten, hat es sich als schwierig erwiesen, das Problem des Hustens zu vermeiden, was dadurch bedingt ist, dass immer noch Flüssigkeitstropfen in die Luftröhre eindringen. Es wurde gefunden, dass dies daran liegt, dass die Flüssigkeit im Laufe der Zeit entlang der Aussenseite der Prothese durchlecken kann. Die Ursache dieses Problems besteht darin, dass die Fistel, in der der röhrenförmige Körper der Stimmprothese angeordnet ist, sich im Laufe der Zeit ausdehnt und daher zu breit wird, um die gewünschte Abdichtung aufrecht zu erhalten.
- Das Ergebnis dessen ist, dass die Stimmprothese entfernt werden muss. Dann ist es durch einen chirurgischen Eingriff nötig, den alten Zustand wiederherzustellen, oder einige Tage nach der Entfernung eine (größere) Stimmprothese zu installieren. In beiden Fällen ist die Einweisung in ein Krankenhaus notwendig, was diese Eingriffe ziemlich teuer macht. Diese Prozeduren sind für den Patienten sehr belastend: Während dieser Zeit ist es nicht möglich zu sprechen, Nahrung wird mittels einer Magenröhre künstlich eingeführt, und das Ergebnis dieser Behandlung ist mit hohem Risiko des Wiederauftretens oft enttäuschend. Folglich ist das äußere Durchlecken ein schwieriges und teures medizinisches Problem für die Benutzer von Stimmprothesen.
- Als zusätzlicher Faktor ist zu berücksichtigen, dass die oben erwähnten Leckprobleme bei etwa 10% aller Patienten auftreten. Es ist nicht möglich, vorab einzuschätzen, welche Patienten betroffen sein werden, was bedeutet, dass alle Vorsorgemaßnahmen für sämtliche Patienten unternommen werden müssen, auch in solchen Fällen, in denen normalerweise keine Probleme mit Lecken auftreten würden. Jede Lösung dieses Problems muss daher einfach und kostengünstig sein, da eine Anzahl von Patienten niemals diesen Leckproblemen begegnen und zusätzliche Maßnahmen in diesen Fällen tatsächlich überflüssig sind.
- Es ist jedoch bekannt, dass nach einer relativ langen Zeitperiode die Fistel in dem Gewebe eine weiter steigende Tendenz hat, gedehnt zu werden, so dass auch problemfreie Anwender letztendlich immer noch dem Leckproblem begegnen können. Aus medizinischer Sicht ist dies äußert unerwünscht, da das Durchlecken dazu führen kann, dass Flüssigkeiten und dünne Nahrungsmittel in die Lungen gelangen können, wo sie ernste Lungenkomplikationen verursachen können.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Stimmprothese zur Verfügung zu stellen, die eine bessere Abdichtung bietet. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die externe Oberfläche des röhrenförmigen Körpers und/oder die angrenzenden Oberflächen der erweiterten Abschnitte lokale Erhebungen und/oder Vertiefungen zum Verschließen der Prothese in Bezug auf den Wandabschnitt neben der Fistel umfasst/umfassen.
- Die lokalen Erhebungen oder Vertiefungen stellen einen flüssigkeitsdichten Kontakt zwischen der Stimmprothese und der Wandregion um die Öffnungen sicher. Auf der anderen Seite führen sie nicht, in Hinblick auf ihre relativ kleinen Abmessungen, zu Ausdehnungen in diesem Gebiet, so dass die Dichtung ihre Wirksamkeit auch über einen langen Zeitraum nicht verliert. Das Vorsehen von Vertiefungen oder Erhebungen an der Stimmprothese stellt eine vergleichsweise einfache Maßnahme dar, so dass der Preis kaum erhöht werden muß, so dass ihr Nutzen für die gesamte Patientenmenge erreichbar ist.
- Die Vertiefungen oder Erhebungen können alle Arten von verschiedenen Formen haben. In der bevorzugten Ausführungsform weist der röhrenförmige Körper wenigstens eine umlaufende periphere Rippe oder Lamelle auf. Eine Lamelle dieser Art bildet eine sehr lokalisierte Aufweitung des röhrenförmigen Körpers und führt daher nicht dazu, dass die Öffnung, in die die Prothese eingesetzt wird, gedehnt wird. Auf der anderen Seite liegt die Rippe oder Lamelle verlässlich in einer eng anliegenden Weise an der Wand der Öffnung an, so dass ein Durchlecken verlässlich vermieden werden kann. Der röhrenförmige Körper kann optional eine Mehrzahl von Lamellen, eine hinter der anderen, aufweisen.
- Ferner kann jede periphere Rippe oder Lamelle, wenn in einem Querschnitt durch die Längsachse des röhrenförmigen Körpers betrachtet, schräg in Bezug auf die externe Oberfläche des röhrenförmigen Körpers gerichtet sein. Diese schräge Anordnung der Lamelle bietet eine zusätzliche Rückhaltewirkung für die Stimmprothese. Dies ist insbesondere in Anbetracht der Tatsache besonders wichtig, dass in der auf geweiteten Fistel, die das Durchlecken verursacht, eine erhebliche Reduzierung der Haltewirkung vorliegt. Dies kann dazu führen, dass die Stimmprothese sich in die Luftröhre und/oder die Lunge löst.
- Die Richtung, in die die Lamellen weisen, kann als Funktion des Typs der Stimmprothese ausgewählt werden. Im Fall von Stimmpro thesen, die durch die Luftröhrenöffnung (vorderes Einsetzen) eingesetzt werden können, ist es bevorzugt, dass jede periphere Lamelle nahe an dem auf geweiteten Abschnitt angeordnet ist, der in der Speiseröhre angeordnet werden soll, und dass sie schräg zu dem anderen auf geweiteten Abschnitt hin gerichtet sind.
- Lamellen oder Rippen dieser Art können auch in anderen Prothesen eingesetzt werden, die über den Mund und die Speiseröhre positioniert werden.
- Die Abmessungen der Lamellen sind so ausgewählt, dass auf der einen Seite ein angemessenes Dichtungsmaß erreicht wird, und auf der anderen Seite die Lamellen nicht bewirken, dass die Öffnung gedehnt wird. Gemäß der Erfindung kann die Höhe jeder Lamelle vorzugsweise in dem Bereich von 1 mm bis 3 mm liegen.
- In diesem Zusammenhang ist auch die Dicke der Lamellen wichtig; die Dicke liegt vorzugsweise im Bereich von 0,2 mm bis 1 mm.
- In der obigen Beschreibung wurde auf Dichtungen in der Form einer Lamelle oder Rippe Bezug genommen. Gemäß der Erfindung kann die Dichtung jedoch auch erzielt werden, wenn der röhrenförmige Körper wenigstens eine kreisförmig umlaufende periphere Nut oder Rille aufweist.
- Obwohl die Notwendigkeit einer verlässlichen Dichtung bedeutet, dass es bevorzugt ist, dass die Erhebungen oder Vertiefungen an dem röhrenförmigen Körper vorgesehen sind, könnten sie nichtsdestoweniger auch an einem der Flansche angeordnet sein, die an den Enden des röhrenförmigen Körpers angeordnet sind.
- Die Erfindung wird detaillierter unter Bezugnahme auf eine beispielhafte Ausführungsform beschrieben, die in den Figuren dargestellt ist, in denen:
-
1 die Stimmprothese gemäß der Erfindung eingesetzt in einen Patienten zeigt; -
2 die Stimmprothese in der eingesetzten Stellung in vergrößertem Maßstab zeigt. - In der in
1 gezeigten Stellung ist eine Stimmprothese, die insgesamt mit den Bezugszeichen1 bezeichnet ist, in der Wand zwischen der Speiseröhre3 und der Luftröhre4 angeordnet. - Die Luftröhre
4 öffnet sich am Hals des Patienten über eine Öffnung5 . - Wie in der Darstellung in größerem Maßstab in
2 zu sehen ist, hat die Stimmprothese1 einen röhrenförmigen Abschnitt6 und einen Flansch8 , der an der Seite der Wand2 anliegt, die an die Luftröhre4 angrenzt. - Am gegenüberliegenden Ende des röhrenförmigen Körpers
6 sind Vorsprünge9 vorgesehen, die an der Seite der Wand2 anliegen, die an die Speiseröhre3 angrenzt. Die Stimmprothese1 wird verlässlich in Position gehalten durch den Flansch8 und die Vorsprünge9 . Für eine Beschreibung über die Art und Weise der Anbringung der Stimmprothese1 in der Öffnung10 der Wand2 wird auf die holländische Patentanmeldung 1 000 355 Bezug genommen, die keine Vorveröffentlichung ist. - Ein kugelförmiger Ventilkörper
12 ist an den äußeren Enden der Vorsprünge9 durch Elemente11 angebracht. Die Vorsprünge9 und die Elemente11 bestehen aus flexiblen Material, so dass der Ventilkörper12 sich in Bezug auf den röhrenförmigen Körper6 bewegen kann. Dieser röhrenförmige Körper6 hat einen durchgehenden Kanal13 , der an seinem an dem Ventilkörper12 liegenden Ende einen Ventilsitz14 bildet. Der Kanal13 wird durch die federnde Anlage des Ventilkörpers12 an dem Sitz14 geschlossen, die durch die Vorbelastung in den Vorsprüngen9 und in den Ele menten11 bewirkt wird. Sobald sich jedoch ein Überdruck in der Luftröhre aufbaut, bewegt sich der Ventilkörper12 von dem Sitz weg, so dass Luft unter Druck in die Speiseröhre3 fließen kann, woraufhin Sprache imitiert werden kann. - Sobald Flüssigkeiten und Nahrung sich durch die Speiseröhre
3 bewegen, schließt sich der Ventilkörper12 auf den Sitz14 , nicht nur auf Grund des elastischen Andrucks der Vorsprünge9 und der Elemente11 , sondern auch unter dem Einfluss des Druckes, der von den Flüssigkeiten oder den festen Substanzen in der Speiseröhre3 bewirkt wird. - Um auch zu verhindern, dass irgendwelche Flüssigkeitstropfen in die Luftröhre
4 durch eine Lücke eindringen, die zwischen der inneren Oberfläche der Öffnung10 und der äußeren Oberfläche des röhrenförmigen Körpers6 vorhanden sein könnte, sind gemäß der vorliegenden Erfindung Lamellen15 vorgesehen. Diese Lamellen15 erstrecken sich bis zur Innenwand der Öffnung10 und liefern eine verlässliche Dichtung, auch wenn die Innenwand der Öffnung10 und die Außenwand des röhrenförmigen Körpers6 nicht mehr aneinander anliegen. Im Hinblick auf ihre kleinen Abmessungen und das kleine Kontaktgebiet mit der Innenwand der Öffnung10 wird die Öffnung nicht gedehnt, was zur Folge hat, dass die Dichtung für eine lange Zeitperiode gesichert ist. - Wie in
2 dargestellt, sind die Lamellen15 nahe an den Vorsprüngen9 angeordnet und leicht schräg ausgerichtet, so dass sie eine Kegelform haben. Auf Grund dieser Position und der schrägen Stellung tragen die Rippen15 auch zum Halten der Stimmprothese1 in der Öffnung10 in der Wand2 bei. - Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf einen speziellen Typ einer Stimmprothese beschrieben wurde, wie sie in der oben erwähnten holländischen Patentanmeldung 1 000 355 beschrieben ist, die keine Vorveröffentlichung darstellt, können die Erhebungen, in Form der Lamellen
15 nichtsdestoweniger in jeglicher Art von Stimmprothese eingesetzt werden. Eine mögliche Anwendung, die als Beispiel erwähnt werden kann, sind die Stimmprothesen, die aus den oben erwähnten Veröffentlichungen US-A-4 435 853, US-A-4 610 691 und EP-A-507 832 bekannt sind.
Claims (9)
- Stimmprothese (
1 ), die dazu vorgesehen ist, in einer Fistel (10 ) in der Wand (2 ) zwischen der Speiseröhre (3 ) und der Luftröhre (4 ) positioniert zu werden, wobei sich die Luftröhre (4 ) über eine Öffnung (5 ) in der Kehle öffnet , wobei die Prothese einen röhrenförmigen Körper (6 ) umfasst, der mit einer inneren durchgehenden Aushöhlung (13 ) ausgestattet ist und an beiden Enden extern erweiterte Abschnitte (8 ,9 ) zum Halten der Prothese in Bezug auf den Wandabschnitt neben der Fistel hat, sowie einen Ventilkörper (12 ) zum Verschließen der durchgehenden Aushöhlung (13 ), dadurch gekennzeichnet, dass die externe Oberfläche röhrenförmigen Körpers (6 ), und/oder die angrenzenden Oberflächen der erweiterten Abschnitte (8 ,9 ) lokale Erhebungen (15 ) und/oder Vertiefungen zum Verschließen der Prothese in Bezug auf den Wandabschnitt neben der Fistel umfasst/umfassen. - Stimmprothese nach Anspruch 1, wobei der röhrenförmige Körper (
6 ) mindestens eine umlaufende periphere Lamelle (15 ) umfasst. - Stimmprothese nach Anspruch 2, wobei jede periphere Lamelle (
15 ), im Querschnitt durch die Achse des röhrenförmigen Körpers (6 ) gesehen, in Bezug auf die Oberfläche des röhrenförmigen Körpers schräg ausgerichtet ist. - Stimmprothese nach Anspruch 2 oder 3, wobei jede periphere Lamelle (
15 ) eng an dem erweiterten Abschnitt (9 ) gelegen ist, welcher in der Speiseröhre (3 ) positioniert und schräg zu dem anderen erweiterten Abschnitt (8 ) gerichtet werden soll. - Stimmprothese nach Anspruch 2, 3 oder 4, wobei die Höhe jeder Lamelle (
15 ) im Bereich 1 mm bis 3 mm liegt. - Stimmprothese nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Stärke jeder Lamelle (
15 ) im Bereich von 0,2 mm bis 1 mm liegt. - Stimmprothese nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei mindestens eine der Lamellen (
15 ) durch einen getrennten Ring geformt ist, der um den röhrenförmigen Körper geklemmt ist. - Stimmprothese nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei mindestens einer der erweiterten Abschnitte ein Flansch (
8 ) ist, welcher Flansch (8 ) auf seiner Seite, die in Richtung des anderen erweiterten Abschnitts (9 ) zeigt, mindestens eine umlaufende Lamelle trägt. - Stimmprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der röhrenförmige Körper mindestens eine umlaufende periphere Vertiefung umfasst.
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Owner name: TRACOE MEDICAL GMBH, 60528 FRANKFURT, DE |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
Inventor name: SCHOUWENBURG, PAUL FERDINAND, AERDENHOUT, NL |