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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Behälter
aus biegsamen Material insbesondere für flüssige, viskose
und körnige Produkte.
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Behälter der vorstehenden Art, die aus einer biegsamen
mit an einer oder beiden Außenflächen hitzeversiegelbaren
Einzelschicht oder einem Mehrschichtmaterial gefertigt
sind, beispielsweise aus Polyethylen, sind bekannt und
werden durch aufeinanderfolgendes Falten und Versiegeln
von normalerweise einer Doppelfolie erhalten.
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Diese Behälter sind auch als Standbehälter bekannt, die
eine aufgeweitete verstärkte Basis haben und zur
Oberseite hin zulaufen.
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Der Hauptnachteil dieser Behälter ist, insbesondere wenn
sie verwendet werden, um Flüssigkeit oder viskose
Substanzen aufzunehmen, dass sie wegen des von dem in
ihnen aufgenommenen Produkt ausgeübten Drucks dazu
tendieren, an den biegsamen Seitenwänden des Behälters zu
schwellen.
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Diese Art von Schwellen oder Ausbauchen ist sehr
unansehnlich und macht es schwierig, die Schrift auf der
Verpackung zu lesen. Ein anderer Nachteil hinsichtlich
dieses Problems ist die Erhöhung der quergerichteten
Abmessung des Behälters. Des Weiteren kann die
mechanische Festigkeit der Verpackung verringert werden.
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Die US-A-4 978 025, auf der der Oberbegriff von Anspruch
1 basiert, offenbart einen geschlossenen Behälter aus
biegsamen Material, wobei eine Armatur aus einem
halbsteifen Material vorgesehen ist, um die Stabilität
des Behälters zu verbessern.
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Die EP-A-0311824 offenbart einen Papiersack, der
Trennwände hat, die den Innenraum des Sacks in eine
Vielzahl von Abteilungen teilt, um die Waren,
insbesondere Flaschen, besser zu halten und zu schützen.
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Das Ziel der Erfindung ist die vorstehenden Nachteile zu
eliminieren, indem ein Behälter aus biegsamen Material
für flüssige, viskose oder körnige Produkte geschaffen
wird, der eine perfekte aufrechte Stellung unter jeder
Bedingung einhält, wobei quergerichtetes Schwellen
vermieden wird.
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Ein zweites Ziel der Erfindung ist, die Verpackung mit
einer größeren Stabilität vorzusehen, sowohl wenn sie
voll ist als auch während dem nachfolgenden
Entleerungszustand.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, einen solchen
Behälter vorzusehen, der einfach und ökonomisch
hergestellt werden kann.
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Diese Ziele werden mit dem Behälter gemäß der Erfindung
erreicht, der die Merkmale des anhängenden unabhängigen
Anspruchs 1 aufweist.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
nachfolgenden Ansprüchen beschrieben.
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Im Wesentlichen ist der Behälter gemäß der Erfindung mit
mindestens einer inneren Verstärkung versehen, die
verhindert, dass die gegenüberliegenden Seitenwände sich
jenseits einer bestimmten Grenze trennen, wenn der
Behälter mit Produkt gefüllt ist.
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Diese Verstärkung besteht vorteilhaft aus einem
rohrförmigen Element oder einer Hülse, die innerhalb des
Behälters platziert ist und mittels zweier entsprechender
Schweißnähte mit jeder der zwei gegenüberliegenden Wände
des Behälters befestigt ist.
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In einer vereinfachten Form könnte jedes
Verstärkungselement aus einer Membran bestehen, deren
Enden an die zwei gegenüberliegenden Seitenwände des
Behälters geschweißt sind, wobei die Membran, die
innerhalb des Behälters gefaltet liegt, wenn der
Behälter, bevor er befüllt wird, in einem abgeflachten
Zustand ist, und sich ausbreitet, wobei ein maximales
Aufweiten des Behälters entsprechend ihrer Länge
ermöglicht wird, wenn der Behälter gefüllt ist.
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Bei großen Behältern sind eine Vielzahl von
Verstärkungselementen platziert, um mögliches Schwellen
in Bereichen mit einem Abstand von dort, wo ein einzelnes
Verstärkungselement angeordnet würde, zu vermeiden.
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Weitere Eigenschaften der Erfindung werden durch die
nachstehende detaillierte Beschreibung klarer gemacht,
die auf ein rein beispielhaftes und daher nicht
beschränkendes Ausführungsbeispiel Bezug nimmt, das in
den anhängenden Zeichnungen dargestellt ist, in denen:
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Behälters
ist, der mit einem Verstärkungselement gemäß der
Erfindung, die im abgeflachten Zustand vor einem Befüllen
gezeigt ist, versehen ist;
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Fig. 2 eine axonometrische Ansicht des Behälters in
Fig. 1 nach dem Befüllen ist;
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Fig. 3 eine zu der in Fig. 1 gleiche Ansicht eines
großen Behälters ist, der mit zwei Verstärkungselementen
versehen ist;
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Fig. 4 eine axonometrische Ansicht eines
Verstärkungselements des Behälters gemäß der Erfindung
ist, die in dem gefalteten Zustand gezeigt ist;
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Fig. 5 eine axonometrische Ansicht des
Verstärkungselements in Fig. 4 in dem geöffneten
Gebrauchszustand ist.
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In Fig. 1 und 2 ist der Behälter gemäß der Erfindung
als ein ganzes mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Es ist
ein Behälter für flüssige, viskose oder körnige Produkte,
der auch als Standbehälter bekannt ist, der aus einem
biegsamen Material in einer oder mehreren Schichten
gefertigt ist, das auf mindestens einer Fläche
hitzeversiegelbar ist.
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Der Behälter 1 hat nach dem Füllen eine Standfläche 2 und
zwei gegenüberliegende Wände 3, die jeweils an einem
zugehörigen Halbumfang 4 der Standfläche 2 geschweißt
sind und miteinander an den Seitenkanten 5 und der oberen
Kante 6 verschweißt sind. Der Behälter 1 nimmt daher eine
nach oben konisch zulaufende Form ein.
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In dem gezeigten Beispiel sind die zwei
gegenüberliegenden Seitenwände 3 nicht perfekt
quadratisch, das heißt mit ihren Seitenwänden
rechtwinklig zu der Standfläche, sondern nach innen
geneigt, so dass der Behälter 1, wenn er gefüllt ist,
eine im Wesentlichen konische Form einnimmt.
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In Fig. 1 ist der Behälter 1 in einer abgeflachten Form
gezeigt, das heißt, dass die Standfläche 2 gefaltet ist
und die zwei gegenüberliegenden Seitenwände 3 einander
berühren, während in Fig. 2 der Behälter nach dem
Befüllen in dem Gebrauchszustand gezeigt ist.
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Der Behälter 1, der in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, ist
ein Behälter für Flüssigkeiten und ist für diesen Zweck
mit einem Ausgussstutzen 7 in dem oberen Teil einer
seiner Seitenkanten 5 versehen, während er auf der
gegenüberliegenden Seite mit einem Tragegriff 8 versehen
ist, der durch Einarbeiten einer Öffnung in der
entsprechenden Schweißnaht 5 ausgebildet ist, die
angemessen weiter als die ist, in der der Stutzen 7
vorgesehen ist.
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Es ist offensichtlich, dass die in Fig. 1 und 2
gezeigte Behälterbauart rein beispielhaft ist und dass
andere Formen und Konstruktionen innerhalb des Umfangs
der erfinderischen Lösung möglich sind, die nachstehend
beschrieben sind.
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Daher zeigt Fig. 3 beispielsweise einen Behälter, der
eine größere Breite als der von Fig. 1 und 2 hat und
der mit einem oberen Griff versehen ist. In Fig. 3 sind
die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 und 2
verwendet worden, um ähnliche oder gleiche Elemente zu
bezeichnen. Der wesentliche Unterschied zwischen den zwei
dargestellten Behälterarten ist, dass in dem von Fig. 3
zwei Verstärkungselemente 10 anstelle eines wie in dem
Ausführungsbeispiel in Fig. 1 und 2 verwendet sind,
wie nachstehend beschrieben ist.
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Gemäß der Erfindung ist tatsächlich, um die Probleme
hinsichtlich des Schwellens des Behälters zu vermeiden,
die in der Einleitung ausgeführt sind, mindestens ein
Verstärkungselement 10 vorgesehen, das getrennt in
Fig. 4 und 5 gezeigt ist, und im Wesentlichen als eine
Hülse oder ein rohrförmiges Element mit zwei
gegenüberliegenden Flächen 11 geformt ist, das mittels
der zwei zugehörigen Schweißnähte 12 an den
entsprechenden gegenüberliegenden Wänden 3 des Behälters
1 hitzeversiegelt ist, innerhalb dessen die
Verstärkungselemente 10 eingefasst sind.
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Das Material, das die Verstärkungselemente 10 ausbildet,
ist ebenso aus einem biegsamen einfach geschichteten oder
mehrfach geschichteten Material mit mindestens einer
Fläche aus hitzeversiegelbarem Material, wie
beispielsweise Polyethylen oder dergleichen, um Schweißen
an die entsprechenden Wände 3 des Behälters 1 zu
ermöglichen.
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Die zwei Schweißnähte 12 sind vorteilhaft angeordnet, so
dass sie leicht zu der Oberseite divergieren, wie in den
anhängenden Figuren gezeigt ist, so dass dem Behälter ein
größerer Widerstand gegenüber Anschwellen ermöglicht ist.
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Wie in Fig. 4 gezeigt ist, wenn der Behälter 1 vor dem
Befüllen abgeflacht ist, ist das Verstärkungselement 10
ebenso abgeflacht, indem es um zwei gegenüberliegende
Faltlinien 20 gefaltet ist, die im Wesentlichen an der
Mittellinie der zwei anderen gegenüberliegenden Flächen
21 des Verstärkungselements 10 angeordnet sind, um die
maximale Trennung zwischen den zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden 3 des Behälters 1 während des Gebrauchs zu
bewirken.
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Fig. 5 zeigt andererseits das Verstärkungselement 10 in
der offenen Stellung nachdem Befüllen des Behälters 1.
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Während des Befüllens des Behälters von oben, das heißt
vor dem Hitzeversiegeln entlang der oberen Kante 6 des
Behälters, bewirkt das rohrförmige Verstärkungselement 10
kein Hindernis für den Durchgang des Produkts, ob
flüssig, viskos oder granular, während es nach dem
Befüllen, durch Einnehmen der in Fig. 5 gezeigten Form,
verhindert, dass die gegenüberliegenden Wände 3 des
Behälters sich voneinander über eine größere Länge als
die Flächen 21 des Verstärkungselements 10 trennen,
wodurch problematisches Anschwellen oder Ausbauchen
dieser Behälterarten vermieden wird.
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Durch Erstellen des Verstärkungselements 10 in einer
geeigneten Form, kann bewirkt werden, dass der Behälter 1
die gewünscht Form nach dem Befüllen einnimmt, wobei
immer Probleme des Anschwellens des Behälters vermieden
werden.
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In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 sind zwei
Verstärkungselemente 10, die Seite an Seite angeordnet
sind, wegen der größeren Breite des Behälters 1
vorgesehen.
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In einem einfacheren Ausführungsbeispiel kann das
Verstärkungselement durch eine einfache Membran oder eine
Haut ersetzt werden, die im Wesentlichen zu einer der
Flächen 21 des in Fig. 4 und 5 dargestellten Elements
korrespondiert, wobei seine gegenüberliegenden Enden an
die gegenüberliegenden Wände 3 des Behälters 1 geschweißt
sind.
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In diesem Fall wird gewöhnlich eine größere Zahl an
Verstärkungselementen notwendig, um sicherzustellen, dass
der Behälter seine Form ohne Schwellen beibehält.
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Die Verstärkungselemente 10 gemäß der Erfindung werden in
den Behälter während seinem Herstellzyklus zwischen zwei
Folien eingeführt, die bestimmt sind, die zwei
gegenüberliegenden Wände 3 des Behälters auszubilden, und
die Schweißnähte 12 werden vorteilhaft von außerhalb des
Behälters ausgeführt.
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Die Verstärkungselemente 10 geben dem Behälter dank dem
Balkeneffekt durch die innere Verbindung zwischen den
zwei gegenüberliegenden Wänden 3 größere Stabilität.
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Von dem, was beschrieben ist, sind die Vorteile der durch
die Erfindung vorgeschlagenen Anordnung klar, obwohl sie
nicht als durch das was vorstehend beschrieben und
dargestellt ist, als einschränkend zu betrachten ist,
sondern nur durch den Inhalt der nachstehenden Ansprüche.