DE69717982T2 - Nichtätzende waschlösung für flaschen - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine alkalische Waschlösung für Flaschen. Spezieller betrifft die Erfindung eine solche Waschlösung für Flaschen, bei der Ätzerscheinungen des Glases deutlich herabgesetzt sind.
- Glasflaschen und speziell solche, die für Softdrinks und Bier verwendet werden, werden häufig wiederverwendet. Zu ihrer Wiederverwendung müssen die Flaschen gereinigt und sterilisiert werden, sobald sie dem Abfüller zurückgeführt worden sind. Dieses wird unter Einsatz einer Flaschen-Waschanlage erzielt, die über 3 oder 4 Sektionen verfügt. Die Flaschen werden in die Maschine gegeben und während des gesamten Waschprozesses durch einzelne Halterungen oder Taschen gehalten. Die Flaschen werden zunächst einer Vorspülsektion zugeführt, die zur Entfernung großer Partikel und der Etikette ausgelegt ist. In dieser Sektion werden Wasser und Restchemikalien aus dem Reinigungsprozess auf die Flaschen gerichtet, wenn sie in die Maschine eingeführt werden.
- Als nächstes werden die Flaschen zu einer Reinigungs- oder Einweichsektion geführt, wo sie in einer stark alkalischen Lösung bei einer erhöhten Temperatur und in der Regel etwa 70ºC oder darüber eingeweicht werden. Nach 7 bis 15 Minuten werden die Flaschen zu einer warmen Spülung geführt und danach zu einer abschließenden Trinkwasserspülung. Das abschließende Spülwasser wird sodann für die anschließende erste Vorspülung wiederverwendet.
- Die Reinigungs- oder Einweichlösung ist eine stark alkalische Lösung. In der Regel enthält sie 2 bis 4% Natriumhydroxid. Dieses hat die Aufgabe, die Flaschen zu reinigen, Metalle aufzulösen, wie beispielsweise Metallfolien, die in dem Hauptetikett und der Banderole am Hals des Behälters enthalten sind. Darüber hinaus macht diese hoch alkalische Lösung in Verbindung mit Temperatur und Kontaktdauer die Flaschen kommerziell steril.
- Obgleich einige Betreiber Flaschen nur mit Natriumhydroxid reinigen, ist dieses im Allgemeinen unakzeptabel. Natriumhydroxid allein ist kein wirksames Reinigungsmittel und wird darüber hinaus nicht frei ausgespült. Ferner bewirkt es eine Ausfällung von Calcium- und Magnesium-Ionen aus der Lösung in Form von Salzen. Der resultierende Niederschlag hinterlässt auf den Flaschen Flecke und kann sich auf der Anlage als eine fest haftende Ablagerung ansammeln. Eine derartige Ablagerung verringert die Wirksamkeit der Flaschen-Waschanlage und erhöht den Energieverbrauch durch Behinderung der Wärmeübertragung.
- Zur Verbesserung des Spül- und des Reinigungsvermögens wird in der Regel der Einweichlösung ein Tensid zugesetzt. Das Tensid übernimmt mehrere Aufgaben. Es unterstützt das Natriumhydroxid beim Befeuchten und Durchdringen des Schmutzes und ist beim Aufteilen des Schmutzes hilfreich. Tenside verhindern außerdem eine Wiederabscheidung von Schmutz auf gereinigten Flaschen, gewähren eine Schaumkontrolle und verbessern die Gesamtreinigung.
- Um eine Calcium- und Magnesium-Ausfällung zu vermeiden, wird eine Kombination von Chemikalien verwendet. Es werden Chelatbildner verwendet, die die Kationen binden und sie an der Reaktion mit anderen Waschmittelkomponenten hindern und aus der Lösung ausfällen. Typische Chelatbildner schließen Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, komplexe Phosphate und Alkalimetallsalze davon ein sowie die Alkalimetallsalze von Gluconsäure.
- Es werden auch Sequestriermittel verwendet, um eine Härteausfällung zu verhindern. Die wichtigsten Sequestriermittel sind die Orthophosphate und Phosphonate. Härteabscheidung wird auch durch die Verwendung von Kristallwachstumsinhibitoren bekämpft. Diese sind Polycarbonsäuren, wie beispielsweise Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, Polymaleinsäure und Copolymere davon. Diese wirken auch als Grenzinhibitoren und spielen eine sehr wichtige Rolle in dem Gesamtprozess. Restliche Polycarbonsäure wird von der Warmspülung zurückgeführt zu der Vorspülung. Auf diese Weise wird eine Bildung von Ablagerung in der Vorspülsektion verhindert sowie eine Bildung von Ablagerung und Fleckenbildung in den Spülsektionen.
- Der alkalische Flaschen-Waschprozess wirkt auf Glas chemisch aggressiv. Die Stärke der Ätzkraft ist ausreichend, um die Glasmatrix im Verlaufe der Zeit bei normalen Flaschen-Waschtemperaturen teilweise aufzulösen. Kratzer auf der Oberfläche des Glases erhöhen wiederum die Oberfläche für den Ätzangriff, der wiederum die Auflösung des Glases verstärkt. Dieses kann dazu führen, dass die Kratzer größer erscheinen, was die Flasche wiederum ästhetisch unangenehm aussehen lässt. Unter Umständen wird das Aussehen der Flasche für den Verbraucher in einem solchen Maße unakzeptabel, dass sie verworfen werden muss, bevor sie ihre Brauchbarkeitsdauer erreicht hat. Ein wichtiges Ziel beim Waschen von Flaschen ist die Bewahrung des Aussehens der Flasche, wodurch ihre mehrmalige Verwendung ermöglicht wird und ein größerer Nutzwert für die Kosten der Flasche erhalten wird.
- Wenn Glas aufgelöst wird, wird darüber hinaus Siliciumdioxid freigesetzt und wird verfügbar, um sich mit anderen Substanzen in der Waschlösung unter Erzeugung von Silicaten komplex zu binden. Es bauen sich auf der Anlage Silicate in Form von Silicatablagerungen auf, die außerordentlich schwer zu entfernensind. Diese müssen praktisch mechanisch von den Oberflächen abgekratzt werden. Um dieses auszuführen, muss die Flaschen-Waschanlage abgeschaltet und entleert werden, was einen großen Produktivitätsverlust verursacht.
- Schließlich ist eine Auflösung des Glases unerwünscht, da etwaige Verunreinigungen, die in dem Glas vorhanden sind, aufgelöst in die Waschlösung gelangen, die unter Umständen wiederum verworfen werden muss. Dieses kann zu Umweltproblemen führen und kann eine Ursache für ein Qualitätsproblem werden, wenn diese Materialien nicht aus der Flasche ausgespült werden.
- Es sind Versuche unternommen worden, das Ätzen oder die Auflösung von Glas in den Waschlösungen der Flasche auf ein Minimum herabzusetzen. Im Allgemeinen ging es bei diesen Versuchen um das Zusetzen von Metall-Ionen, wie beispielsweise Zink, Aluminium oder Beryllium, zu der Lösung. Neuere Versuche zur Lösung dieses Problems wurden beispielsweise offenbart in den US-P-2 419 805, 2 447 297, 2 425 907 und in der GB-P-1 443 570. Das Zusetzen von Metall-Ionen zu einer Waschlösung ist kein akzeptabler Weg, dieses Problem zu lösen. Dieses ist im Fall von Schwermetallen wie Zink und Beryllium aus ökologischer Sicht unerwünscht und weil sie zu einer Gesundheitsgefährdung führen können, wenn sie aus der Flasche nicht vollständig ausgespült werden. Der Zusatz von Aluminium ist ebenfalls unakzeptabel, da es zur Ablagerung in der Flaschen-Waschanlage beiträgt.
- Zusätzlich ist der folgende Stand der Technik zu erwähnen. Die EP-A-235 961 bezieht sich auf ein Polycarbonsäure aufweisendes kratzhemmendes Mittel zur Verwendung in einer alkalischen Flaschen-Reinigungslösung. Die EP-A-148 087 bezieht sich darüber hinaus auf ein Additiv für ein alkalisches Bad zum Waschen von Glasflaschen, wobei das Additiv Natriumgluconat aufweisen kann.
- Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass eine alkalische Flaschen-Waschlösung erzeugt werden kann, die die Auflösung von Siliciumdioxid ohne Verwendung von zugesetzten Metall-Ionen wesentlich herabsetzt. Spezieller beruht die vorliegende Erfindung auf der Erkenntnis, dass eine stark alkalische Flaschen-Waschlösung, bei der die Auflösung von Siliciumdioxid vermieden wird, aus Natriumhydroxid in Kombination mit einem Kristallwachstumsinhibitor und weitgehend frei von verschiedenen Verbindungen erzeugt werden kann, von denen sich gezeigt hat, dass sie das Ätzen von Glas fördern. Diese das Ätzen fördernden Verbindungen schließen bestimmte Chelatbildner ein und Sequestriermittel, die typischerweise in Waschzusammensetzungen für Glas verwendet werden, und speziell Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure und Phosphorverbindungen, in die die Phosphate und höhere Konzentrationen der Phosphonate einbezogen sind. Durch Bereitstellung einer Einweichlösung, in die Alkali und Kristallwachstumsinhibitor einbezogen sind, jedoch nicht die EDTA, NTA, Phosphate oder höhere Konzentrationen von Phosphonaten einbezogen sind, wird eine wirksame Waschlösung für Glas geschaffen, die ein alkalisches Ätzen des Glases nicht fördert. Dementsprechend gewährt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Reinigen von Flaschen, eine pulverförmige und eine flüssige Flaschen-Waschzusammensetzung nach Anspruch 1 bzw. Anspruch 3 bzw. Anspruch 6. In die vorliegende Erfindung können ferner Tenside einbezogen sein, die ebenfalls das Ätzen von Glas hemmen. In die Tenside sind speziell nicht phosphatierte, nicht ionische Tenside einbezogen, wie beispielsweise Alkylpolyglykoside. In einem weiteren Aspekt gewährt die vorliegende Erfindung ein Additiv nach Anspruch 9. Unter Einsatz dieses chemischen Zusammenhanges ist man in der Lage, eine wirksame Flaschen-Waschlösung zu schaffen, mit der ein Ätzen des Glases auf ein Minimum herabgesetzt wird. Dieses wiederum wird die Gebrauchsfähigkeitsdauer der Flasche verlängern und die Bildung von Silicat auf der Flaschen-Waschanlage auf ein Minimum herabsetzen. Ein zusätzlicher Vorteil wird dadurch erzielt, dass alle diese ätzhemmenden Materialien zu dem Waschprozess beitragen.
- Die Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden angesichts der folgenden detaillierten Beschreibung besser ersichtlich.
- Die vorliegende Erfindung umfasst Waschzusammensetzungen für Flaschen, Waschlösungen für Flaschen sowie das Verfahren zum Waschen von Flaschen. Die Waschlösung für Flaschen bezieht sich auf die in einer Flaschen- Waschanlage tatsächlich vorhandene alkalische Lösung. Die Waschlösung für Flaschen wird durch Vereinigen von Waschzusammensetzung(en) für Flaschen mit Wasser erzeugt.
- Die Flaschen-Waschanlage verfügt in der Regel über ein Wasservolumen, in das die Waschzusammensetzung für Flaschen, d. h. Natriumhydroxid und andere Chemikalien, unter Erzeugung der Waschlösung für Flaschen zugesetzt wird. In die erzeugte Waschlösung für Flaschen sind 1% bis 7,5 Gew.-% Natriumhydroxid und vorzugsweise 1% bis 4 Gew.-% einbezogen. Obgleich Kaliumhydroxid verwendet werden kann, wird Natriumhydroxid wegen seiner erhöhten Alkalität und seiner im Allgemeinen geringeren Kosten bevorzugt.
- Zusätzlich zu dem Natriumhydroxid ist in die Waschlösung für Flaschen ein Kristallwachstumsinhibitor einbezogen. Seine Aufgabe besteht in der Verhütung der Erzeugung von Ablagerungen und der Förderung eines leichteren Ausspülens der Flaschen-Waschlösung. Er hat den weiteren Vorteil der Gewährung einer Grenzinhibition in der warmen Spülsektion aufgrund des Lösungseintrags aus dem Einweichbehälter, was ferner eine Grenzinhibition in der Vorspülsektion der Waschanlage gewährt, da Wasser aus der warmen Spülsektion zu der Vorspülung zurück umgelenkt wird.
- Der Kristallwachstumsinhibitor ist eine niedermolekulare Polycarbonsäure oder ein Salz davon. In die Polycarbonsäure können Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure und Polymaleinsäure sowie Copolymere davon einbezogen sein. In der Regel beträgt die mittlere relative Molekülmasse dieser Polymere etwa 1.000 bis etwa 100.000. Der bestimmende Faktor im Bezug auf die relative Molekülmasse ist hauptsächlich die Fähigkeit des Polymers, in der Einweichlösung aufgelöst zu werden.
- Im Allgemeinen sind in der Einweichlösung 25 bis 2.000 ppm Polymer vorhanden und vorzugsweise 50 bis 1.000. Bevorzugte Kristallwachstumsinhibitoren schließen Acusol 505 N ein, bei dem es sich um ein Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer-Salz mit einer mittleren relativen Molekülmasse von etwa 40.000 handelt. Dieses wird von Rohm & Haas als eine Lösung mit 35% Feststoff vertrieben. Ein zweiter bevorzugter Kristallwachstumsinhibitor ist Accusol 479N, bei dem es sich ebenfalls um ein Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer-Natriumsalz mit einer mittleren relativen Molekülmasse von etwa 70.000 handelt und der ebenfalls von Rohm & Haas als eine Lösung mit 40% Feststoff vertrieben wird. Eine dritte bevorzugte Polycarbonsäure ist Alcosperse 408, bei dem es sich um Polyacrylsäure (Natrium-anionisches Terpolymer) mit einer mittleren relativen Molekülmasse von 3.000 handelt und von Alco als eine Lösung mit 43% Feststoff vertrieben wird. Die Trockenversionen der vorgenannten lassen sich auch als pulverförmige Zubereitungen einsetzen, indem die Konzentrationen unter Berücksichtigung der Tatsache eingestellt werden, dass die trockenen Versionen auf Gewichtsbasis aktiver sind.
- Die Einweichlösung kann ferner ein das Ätzen nicht förderndes Tensid in einer wirksamen Menge zur Verbesserung des Dispergierens des Schmutzes enthalten. Nicht ätzende Tenside schließen nicht ionische Tenside ein und speziell die Polyalkylglucoside. Mit diesen wird das alkalische Ätzen wirksam inhibiert. Vorzugsweise enthält die Waschlösung 100 bis 2.500 ppm Polyalkylglucosid (aktiv) und bevorzugt 200 bis 2.000 ppm. Eines der bevorzugten Polyalkylglucoside ist Glucopon 425 CS, bei dem es sich um eine 50%ige aktive Lösung handelt. Phosphat enthaltende Tenside haben die Neigung, das Ätzen zu fördern und sollten nicht zum Einsatz gelangen.
- In die Einweichlösung können auch verschiedene Aniontenside und Amphotenside zur Förderung der Stabilität der Lösung einbezogen sein. Typische Aniontenside und Amphotenside schließen ein: Laurylsulfat, Natriumxylolsulfat, Toluolsulfonsäure und Salze davon, Sulfosuccinat-Salze, Fettsäure und deren Salze sowie die Imidazoline. Diese werden als hydrotrope Substanzen verwendet und können in einer flüssigen Lösung bei einer Konzentration von 0% bis 20 Gew.-% vorliegen.
- Zusätzlich wird in die Einweichlösung ein Chelatbildner einbezogen. Es ist besonders wichtig, dass der Chelatbildner keine Ethylendiamintetraessigsäure oder Nitrilotriessigsäure ist. Beide diese Materialien, die üblicherweise in Flaschen-Waschlösungen verwendet werden, fördern das Ätzen von Glas. Der Chelatbildner wird Gluconsäure oder ein wasserlösliches Salz davon sein, ein Alkalimetallglucoheptonat oder ein Alkalimetallborheptonat. In der Einweichlösung sollten 250 bis 2.000 ppm Chelatbildner und vorzugsweise etwa 1.000 ppm vorhanden sein.
- Wie bereits erwähnt, sollte die Einweichlösung weitgehend frei sein von bestimmten Chemikalien, die typischerweise in Flaschen-Waschlösungen verwendet werden. Bei diesen handelt es sich um Chemikalien, die das Ätzen noch weiter beschleunigen Speziell solltenin der vorliegenden Erfindung keinerlei Phosphat enthaltende Materialien einbezogen sein, wie beispielsweise Sequestriermittel, Füllstoffe oder andere Zusammensetzungen. Ferner sollte die Konzentration an Phosphonat kleiner sein als 2.000 ppm. Phosphonate halten wirksam das Ätzen bei Konzentrationen von 5 bis etwa 1.000 ppm ab. Phosphonate sind bei höheren Konzentrationen in der Spülsektion aufgrund des mittleren pH-Wertes akzeptabel.
- Konzentrationen bei oder oberhalb derjenigen, die in Tabelle 1 angegeben sind, haben gezeigt, dass sie den Ätzangriff beschleunigen. Dieses gilt für nur eine Komponente. Sofern Kombinationen derartiger Zusammensetzungen vorliegen, bewirken geringere Konzentrationen ein Ätzen. Vorzugsweise sollten in der Waschlösung keine nachweisbaren Mengen dieser Zusammensetzungen vorhanden sein.
- Material Konz. (ppm)
- EDTA 100
- Natriumtripolyphosphat 100
- Trinatriumphosphat 100
- Phosphorsäure 75
- Alkoholalkoxylat-Phosphatester 400
- Die Einweichlösung kann erzeugt werden, indem die einzelnen Komponenten separat dem Wasser in der Flaschen-Waschanlage zugesetzt werden, oder es können alle Komponenten in den gewünschten Anteilen vereint und dem Wasser zugesetzt werden. In die Waschzusammensetzung für Flaschen kann das NaOH einbezogen sein oder das NaOH kann erworben werden und separat zugesetzt werden. Außerdem lässt sich die Waschzusammensetzung für Flaschen als eine Flüssigkeit oder als ein Pulver ansetzen.
- In eine All-in-one-Pulverzubereitung, in der das Natriumhydroxid eingearbeitet ist, werden mindestens 60% und vorzugsweise 80% Natriumhydroxid in Kombination mit mindestens 0,1 und vorzugsweise 0,1% bis etwa 5% Kristallwachstumsinhibitor und 2% bis 10% Chelatbildner, 0% bis 10% und vorzugsweise mindestens 0,1% nicht ionisches Tensid und 0% bis 10% Füllstoff einbezogen sein. Füllstoffe können in diesem Fall Zusammensetzungen sein, wie beispielsweise Sulfate, Carbonate, Hydrogencarbonate und dergleichen. Wie bereits ausgeführt sind in die Zusammensetzung kein NTA, EDTA oder irgendein Phosphat enthalten. Die empfohlene Anwendungskonzentration dieser Zusammensetzung in der Einweichlösung würde etwa 2,5% bis 5% (Gewicht/Volumen) betragen. Bevorzugte Zubereitungen sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 2 Exemplarische Zubereitungen für konfektioniertes Pulverprodukt
- In eine flüssige All-in-one-Zusammensetzung sind 30% bis 50% Natriumhydroxid (und vorzugsweise 80% einer 50%igen Lösung) zusammen mit 0,1% bis 5% Kristallwachstumsinhibitor, 1% bis 10% Chelatbildner und 0 bis 10% und vorzugsweise mindestens 0,1% nicht ionisches Tensid einbezogen. Diese werden einfach miteinander vermengt, um eine stabile flüssige Lösung, Emulsion oder Dispersion zu erzeugen. Wiederum sind weder NTA, EDTA noch Phosphate einbezogen. Diese Zusammensetzung sollte bei einer Konzentration von 2% bis 10% (Vol./Vol.) verwendet werden. Typische Zubereitungen sind in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3 Exemplarische Zubereitungen für konfektioniertes flüssiges Produkt
- Bei der Anwendung würde dieses einfach dem Frischwasser im Einweichabschnitt der Flaschen-Waschanlage zugesetzt werden oder dem Einweichabschnitt der Flaschen-Waschanlage als Aufbereitungswasser zugesetzt werden oder, wenn die Konzentration der Stichproben den Bedarf von zusätzlichem Natriumhydroxid anzeigt, um die gewünschte Konzentration aufrecht zu erhalten. Die Flaschen-Waschanlage würde dann in ihrer üblichen Weise betrieben werden, indem die Flaschen in der Regel für 7 bis 15 Minuten bei 60º bis 80ºC in der Natriumhydroxid-Lösung eingeweicht werden.
- Zusätzlich zur Verwendung einer All-in-one-Zusammensetzung setzen die Bediener von Flaschen-Waschanlagen häufig Natriumhydroxid separat zu und setzen das Wasserbehandlungs- und Reinigungsmittelsystem als eine abgepackte Menge zu. Dementsprechend sind in eine flüssige Lösung von Additiven ohne Natriumhydroxid vorzugsweise etwa 0% bis 20% Chelatbildner und vorzugsweise Gluconsäure oder Salze davon einbezogen, 0% bis 10% nicht ionisches Tensid und mindestens etwa 1% bis 10% Kristallwachstumsinhibitor. Bevorzugt sind darin mindestens etwa 20% Natriumgluconat, mindestens etwa 4% nicht ionisches Tensid und mindestens etwa 5% Acrylat (alles auf Gewichtsbasis einbezogen). Typische Formulierungen für flüssige Additive sind in Tabelle 4 gezeigt. Zubereitungen 12 bis 14 enthalten kein Natriumhydroxid und sind lediglich auf die Inhibition des Ätzens zugeschnitten, während die Formulierungen 6 bis 11 vollständige Formulierungen zum Einweichen sind. Tabelle 4 Exemplarische Zubereitungen für flüssige Additive
- Hinweis: konfektionierte Flüssigkeit und Pulverprodukte: gewähren Alkalität, Reinigungsmittel, Härtekontrolle und Ätzschutz
- komplette Additive: gewähren Reinigungsmittel, Härtekontrolle und Ätzschutz
- Atzschutz-Additiv: bedeutet, dass lediglich Antiätzmittel bereitgestellt werden. Kann mit normalen Reinigungsadditiven verwendet werden.
- Eine Zusammensetzung eines pulverförmigen Additivs, d.h. ohne Nathiumhydroxid, würde grundsätzlich die gleichen Komponenten enthalten, d. h. 0% bis 20% Chelatbildner, 0% bis 20% nicht ionisches Tensid, 0% bis 10% Kristallwachstumsinhibitor. Diese Zusammensetzungen wurden angesetzt und getestet, um ihre Wirkung auf Glas zu ermitteln. Wiederum sind die typischen Zubereitungen in Tabelle 5 gezeigt. Tabelle 5 Exemplarische Zubereitungen für komplette pulverförmige Additive
- Um die in den Formeln 1 bis 5 aufgestellten Zubereitungen zu testen, wurden diese mit Wasser bei den in der nachfolgenden Tabelle 6 angegebenen Konzentrationen vereint. Die Konzentration wurde anhand des Bedarfs von 3% Natriumhydroxid in dem Waschbad festgelegt. Bei den Additiven (6 bis 17) wurde eine typische Dosierung einer Konzentration von 0,1% verwendet, da dieses die typische Menge ist die bei Flaschenwasch-Additiven angewendet und bevorzugt wird. Die Additive wurden in einer 3%igen Lösung von Natriumhydroxid getestet.
- Zubereitung Konzentration
- Zubereitung 1 3,4% w/w
- Zubereitung 2 3,4% w/w
- Zubereitung 3 3,4% w/w
- Zubereitung 4 6,7% v/v
- Zubereitung 5 6,0-6,9% v/v
- Zubereitung 6 0,5% v/w
- Zubereitung 7 0,1-0,5% w/v
- Zubereitung 8 0,1-0,25% v/w
- Zubereitung 9 0,1% v/vv
- Zubereitung 11 0,05-0,10% v/w
- Zubereitung 12 0,1% v/w
- Zubereitung 13 0,1% v/w
- Zubereitung 14 0,1% v/w
- Zubereitung 15 0,4% w/w
- Zubereitung 16 0,1% w/w
- Zubereitung 17 0,1% w/w
- Um diese Lösungen zu testen wurden Objektträger für ein Labormikroskop in die Lösung gegeben und bei 71ºC für 72 Stunden darin gehalten. Bei jeder dieser Zubereitungen blieben die Objektträger kristallklar ohne Trübung, die für einen Ätzangriff typisch wäre. Die mit 3% NaOH ohne Additive behandelten Objektträger zeigten eine starke weiße Trübung und einen erhöhten Gewichtsverlust.
- Diese Zubereitungen zeigten keine Förderung des Ätzen des Glases und bewirkten ferner eine effektive Inhibierung des Ätzens des Glases durch Natriumhydroxid. Dieses verringerte die Silicat-Abscheidung, bewahrte das Aussehen der Flasche und verringerte die Auflösung des Glases. Dieses wiederum bewahrte die Festigkeit und den Zusammenhalt der Flasche.
Claims (10)
1. Verfahren zum Reinigen von Flaschen, umfassend
Einweichen der Flaschen in einer Lösung, enthaltend 1% bis 7,5%
Natriumhydroxid und mindestens 25 ppm eines Polycarbonsäure-
Kristallwachstumsinhibitors, wobei die Lösung weniger als 100
ppm Phosphatverbindung, weniger als 100 ppm entweder EDTA oder
NTA und weniger als 2000 ppm Phosphonatzusammensetzung
enthält, wobei die Lösung weiterhin 250 ppm bis 2000 ppm eines
Chelatisierungsmittels, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Gluconaten, Glucoheptonaten und Borheptonaten,
einschließt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Lösung
weiterhin 100 bis 2500 ppm eines Alkylpolyglucosids einschließt.
3. Waschpulverzusammensetzung für Flaschen, die im
Wesentlichen frei von Phosphat, Ethylendiamintetraessigsäure und
Nitrilotriessigsäure ist, wobei die Zusammensetzung mindestens
60% Natriumhydroxid, mindestens 0,1%
Carbonsäure-Kristallwachstumsinhibitor und 2 bis 10% eines
Chelatisierungsmittels, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Gluconaten,
Glucoheptonaten und Borheptonaten, umfasst.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei die
Zusammensetzung weiterhin 0,1% bis 10% eines nichtionischen Tensids
einschließt.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, wobei das
nichtionische Tensid ein Alkylpolyglucosid ist.
6. Flüssige Waschzusammensetzung für Flaschen,
umfassend 30% bis 50% Natriumhydroxid und 0,1% bis 5% eines
Polycarbonsäure-Kristallwachstumsinhibitors, wobei die
Zusammensetzung im Wesentlichen frei von Phosphaten,
Ethylendiamintetraessigsäure und Nitrilotriessigsäure ist, wobei die
Zusammensetzung weiterhin 1% bis 10% eines
Chelatisierungsmittels, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Gluconaten,
Glucoheptonaten und Borheptonaten, umfasst.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei die
Zusammensetzung weiterhin 0,1% bis 10% eines nichtionischen Tensids
einschließt.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das
nichtionische Tensid ein Alkylpolyglucosid ist.
9. Additiv für eine Reinigungszusammensetzung für
Flaschen, umfassend eine wirksame Menge eines Polycarbonsäure-
Kristallwachstumsinhibitors in Kombination mit einem aus der
Gruppe, bestehend aus Gluconaten, Glucoheptonaten und
Borheptonaten ausgewählten Chelatisierungsmittels, wobei die
Zusammensetzung im Wesentlichen frei von Phosphat enthaltenden
Verbindungen, EDTA und NTA ist.
10. Additiv nach Anspruch 9, das weiterhin eine
wirksame Konzentration eines nichtionischen Tensids umfasst.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US62963596A | 1996-04-09 | 1996-04-09 | |
| PCT/EP1997/001460 WO1997038079A1 (en) | 1996-04-09 | 1997-03-20 | Anti-etch bottle washing solution |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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