DE69714992T2 - Medizinischer behälter - Google Patents

Medizinischer behälter

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DE69714992T2 DE69714992T DE69714992T DE69714992T2 DE 69714992 T2 DE69714992 T2 DE 69714992T2 DE 69714992 T DE69714992 T DE 69714992T DE 69714992 T DE69714992 T DE 69714992T DE 69714992 T2 DE69714992 T2 DE 69714992T2
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61JCONTAINERS SPECIALLY ADAPTED FOR MEDICAL OR PHARMACEUTICAL PURPOSES; DEVICES OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR BRINGING PHARMACEUTICAL PRODUCTS INTO PARTICULAR PHYSICAL OR ADMINISTERING FORMS; DEVICES FOR ADMINISTERING FOOD OR MEDICINES ORALLY; BABY COMFORTERS; DEVICES FOR RECEIVING SPITTLE
    • A61J1/00Containers specially adapted for medical or pharmaceutical purposes
    • A61J1/05Containers specially adapted for medical or pharmaceutical purposes for collecting, storing or administering blood, plasma or medical fluids ; Infusion or perfusion containers
    • A61J1/10Bag-type containers

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Description

    ERFINDUNGSGEBIET
  • Vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Öffnung für medizinische Behälter, die insbesondere für Behälter zur Lagerung parenteral verabreichbarer Flüssigkeiten geeignet ist, welche vorzugsweise, nachdem sie endgültig zusammengebaut, gefüllt und verschlossen sind, durch Wasserdampf sterilisiert werden können.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Für Hersteller parenteralter Flüssigkeiten, welche die herkömmlichen Glasbehälter zu ersetzen wünschen, war es ein in hohem Maße anspruchsvolles Problem, ein Polymermaterial zu finden, das fähig ist, einer Behandlung im Autoklaven zu widerstehen und noch in der Lage ist, die oft harten Erfordernisse, welche an dessen Fähigkeiten als Sauerstoff und Wasserdampfschranke gestellt werden, zu erfüllen. Insbesondere wenn empfindliche Flüssigkeiten zur Verwendung bei der parenteralen Ernährung, wie z. Bsp. Lipidemulsionen mit einem Gehalt an langkettigen, mehrfach ungesättigen Fettsäuren, Aminosäurelösungen und Kohlehydrate, wärmesterilisiert und für eine lange Zeit gelagert werden sollen, können Probleme mit durch Sauerstoff bewirktem Abbau und der Unverträglichkeit mit dem Polymermaterial zum Auftreten möglicherweise gefährlicher Produkte führen. Eine Lösung des Problems, ein geeignetes Lagerungssystem zu finden, das einen flexiblen Behälter, der mit parenteralen Ernährungsflüssigkeiten gefüllt ist, um Glasflaschen zu ersetzen, wird in der noch unveröffentlichten Schwedischen Patentanmeldung 9601348-7 gezeigt.
  • Bei der Herstellung verschiedener Arten von Behältern aus Polymermaterialien zur Lagerung parenteral verabreichbarer Flüssigkeiten war es ein beträchtliches Problem, einen geeigneten Grad der Sterilität für alle Teile des Behälters bereitzustellen. Aus Gründen der Sicherheit für die Patienten, der Zweckmäßigkeit für das Krankenhauspersonal und aus wirtschaftlichen Gründen wäre es in hohem Maße erwünscht, einen geignet hohen Sterilisationsgrad mittels eines einzigen Wasserdampf-Sterilisationsverfahrens (d. h. durch eine Behandlung im Autoklaven), das nach endgültigem Zusammensetzen, Füllen und Verschließen des Behälters durchgeführt wird, zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
  • Flexible Behälter zur Lagerung parenteraler Ernähungsflüssigkeiten sind herkömmlicherweise mit Öffnungen zum Füllen und Entnehmen der Flüssigkeiten versehen. Röhrenförmige Öffnungen können mittels Schweißen angebracht werden, wenn Seitennähte gebildet werden, wie in der Internationalen Patentanmeldung W® 95/26177 (Fresenius AG) durchgeführt. Eine andere Art der Bereitstellung eines flexiblen Behälters mit Öffnungen ist in der zuvor erwähnten Schwedischen Patentanmeldung 9601348-7 offenbart, worin ein flexibles Polymermaterial in Form von Folien eingeführt wird, an die ein sattelförmiges Öffnungssystem, umfassend zwei getrennte Öffnungen, angebracht ist. Bei der Herstellung eines derartigen Behälters werden zwei Löcher in die Folie für die röhrenförmigen Öffnungen gedrückt, woraufhin der Sattel an die Folie, weiche gefaltet ist, angeschweißt und an einen beutelförmigen Behälter durch Bildung zweier Seitennähte und einer oberen Naht geschweißt wird. Der Behälter kann durch die sattelförmige Öffnung oder vorzugsweise durch eine oder mehrere vorübergehende Öffnungen in Verbindung mit den Schweißnähten vor seiner Sterilisation gefüllt werden.
  • Herkömmliche sattelförmige Öffnungssysteme umfassen normalerweise eine zusätzliche Öffnung für die Einführung, unmittelbar vor Verabreichung, einer ergänzenden, leicht verderblichen Flüssigkeit, wie z. Bsp. einer Lösung von Vitaminen, zu einer gelagerten parenteralen Ernährungsflüssigkeit. Sie umfassen auch eine Entnahmeöffnung zur Einrichtung einer Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Behälter und dem Patienten, der der Flüssigkeitstherapie bedarf. Die Öffnungen sind in der Regel röhrenfömiig und oft von einer zuvor festgelegten unterschiedlichen Größe, um dem Benutzer ihre Identität klar zu zeigen.
  • Die zusätzliche Öffnung ist oft mit einem Stopfen aus Latexkautschuk verschlossen, der in die Mündung der Öffnung passt und durch eine Nadel durchstochen werden kann. Die Entnahmeöffnung ist typischerweise mit einer Membran von Polypropylen ausgebildet, welche mit einem Dorn, der mit der Infusionseinrichtung verbunden ist, durchstoßen werden kann. Die Mündung der derartigen Öffnung ist schließlich vor dem Lagern durch eine entfernbare Abdeckung oder eine Folie verschlossen. Diese Öffnungen haben einen Nachteil, indem der schmale Raum zwischen dem Stopfen und der Verschlussabdeckung oder -folie durch sterilisierenden Wasserdampf nicht erreicht wird, was ein Risiko für Verunreinigung in Zusammenhang mit dem Durchdringen darstellt. Zur Lösung dieses Problems wurden die sattelförmigen Öffnungssysteme mittels Bestrahlen vor dem Zusammenbau zu den Beuteln vorsterilisiert, oder es wurde alternativ auch ein Wassertropfen in den schmalen Raum eingeführt, um während der Wärmebehandlung sterilisierenden Wasserdampf bereitzustellen. Diese beiden Lösungen sind jedoch unbefriedigend, weil sie entweder eine Extrasterilisation durch Bestrahlung, die oft die Qualität des Polymermaterials verschlechtern kann, oder die Zugabe eines Extra-Wassertropfens erfordern. Bei Verwendung dieser Art von Behältern wird das Personal in den Krankenhäusern, welches diese handhabt, angewiesen, als Extra-Sicherheitsroutine den Latexkautschuk mit einem Desinfektionsmittel abzuwischen, bevor er mit einer Nadel, die mit einem Infusionsschlauch verbunden ist, durchstochen wird.
  • Das gleiche Problem ergibt sich auch bei der Art von flaschenförmigen Kunststoffbehältern, hergestellt nach einem "Blas-Füllungs-Verschließungs"- Verfahren ("blow-fill-seal"method), wie in der Schwedischen Patentanmeldung 9303123-5 beschrieben. Diese Art von Flaschen sind mit einem elastischen Stopfen und einer Abdeckung am Flaschenkopf verschlossen und werden schließlich im Autoklaven mit einer schwachen Abdichtung zwischen dem Stopfen und der Innenfläche des Behälterhalses verschlossen. Der schmale Raum zwischen dem Stopfen und der Abdeckung wird nicht richtig durch Wasserdampf sterilisiert, wenn nicht ein Wassertropfen in einem getrennten Verfahren eingeführt wird. Eine ungenau sterilisierte durchstechbare Oberfläche bedeutet ein Risiko für eine Verunreinigung, insbesondere wenn die Behälter für die Lagerung mehrerer Dosierungen beabsichtigt sind, und verschiedene Flüssigkeitsaufnahmen durch Durchstechen des Stopfens mit einer Nadel gemacht werden.
  • Es wäre auch in hohem Maß erwünscht, in der Lage zu sein, auch einen beutelförmigen Behälter mit einem angebrachten sattelförmigem Öffnungssystem ohne ein mühevolles Auseinandernehmen und Sammeln verschiedener Materialien in getrennten Verfahren zu recyclen, wie es bei den Behältern gemäß der erwähnten Schwedischen Patentanmeldung 9303123-5 ermöglicht wird. Der häufig benutzte elastische Latexstopfen der Öffnungen muss einzeln von den benutzten Beuteln gesammelt werden, bevor diese recycelt werden können. Die Anwesenheit von irgend welchen Latexstopfen vereitelt wirksam ein Recyclingverfahren von Beuteln auf Basis von Polypropylen. Es wäre auch vorteilhaft, aus dem Vorteil einer Einführung schwacher Schweißnähte bei der endgültigen Wärmesterilisierung Nutzen zu ziehen, welche zwischen dem Behälterkörper oder der Abdeckung und der elastomeren Verschlusseinrichtung in der erwähnten Schwedischen Patentanmeldung 9303123-5 erhalten werden.
  • Auch wäre es erwünscht, ein sattelförmiges Öffnungssystem mit Öffnungen zur Verfügung z haben, welche zu einer großen Anzahl von Dornenverbindungen ohne Undichtigkeit passen, so dass sie mit einer großen Anzahl von Infusionseinrichtungen, welche auf dem Markt existieren, verträglich sind. Insbesondere sind oft mit einer Polypropylenmembran verschlossene Entnahmeöffnungen undicht und nach dem Durchstechen nicht ausreichend wiederverschließbar, während Latexstopfen in zusätzlichen Öffnungen den Nachteil haben, dass sie dazu neigen, unabsichtlich aus der Mündung der Öffnung verschoben zu werden. Diese Art von Verschlussvorrichtungen kann auch durch Wegreißen von Teilchen, wenn sie durchdrungen werden, Probleme verursachen. U. S. -A-4.230.231 und 5.084.040 beschreiben eine Behälteröffnung, welche einen röhrenartigen zylinderförmigen Teil, in dessen Mündung ein elastischer Stopfen eingefügt ist, und eine die Mündung abdeckende Verschlussvorrichtung. Die Behälteröffnung besteht aus im Autoklaven behandelbarem Polyolefinmaterial. Das Risiko auch dieser Behälteröffnungen ist, dass ein schmaler Raum zwischen dem Stopfen und der Abdeckung durch Dampf in einem einzigen Verfahren nicht richtig sterilisiert wird.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird beabsichtigt, durchstechbare Öffnungen für medizinische Behälter zur Verfügung zu stellen, welche die zuvor genannten Probleme, die sowohl bei sattelförmigen Öffnungssystemen für beutelförmige Behälter als auch anderen Behältertypen auftreten, überwinden können.
  • Ein Ziel vorliegender Erfindung ist die Bereitstellung einer verschlossenen Öffnung für einen medizinischen Behälter, der in der Lage ist, durch Wasserdampf in allen, der Flüssigkeit und den diese handhabenden Vorrichtungen ausgesetzten Teilen richtig sterilisiert zu werden.
  • Ein anderes Ziel vorliegender Erfindung ist die Bereitstellung einer medizinischen Verpackung zur parenteralen Verabreichung von Flüssigkeiten, bei der alle Teile, die den Flüssigkeiten oder Flüssigkeit übertragenden Vorrichtungen ausgesetzt sind, in einem einzigen Arbeitsgang korrekt sterilisiert werden, nachdem sie endgültig zusammengesetzt und gefüllt wurde.
  • Ein spezielles Ziel vorliegender Erfindung ist die Bereitstellung eines flexiblen beutelförmigen Behälters zur Lagerung parenteraler Flüssigkeiten mit einem sattelförmigen Öffnungssystem zur Einführung von Flüssigkeiten in den Beutel und zur Entnahme von Flüssigkeiten aus dem Beutel, der in einem einzigen Arbeitsgang sterilisiert werden kann, und bei dem alle Oberflächen der verschlossenen Öffnung, welche der Flüssigkeit und den Flüssigkeit handhabenden Vorrichtungen ausgesetzt sind, durch Wasserdampf richtig sterilisiert werden.
  • Ein weiteres spezielles Ziel vorliegender Erfindung ist die Bereitstellung eines derartigen vollständig sterilisierbaren beutelförmigen Behälters mit einem sattelförmigen Öffnungssystem, der eine kostengünstige, umweltfreundliche Bauart besitzt, und im gleichen Verfahren, ohne Auseinandernehmen seiner Teile vor der Entsorgung, recycelt werden kann.
  • Ein noch weiteres spezielles Ziel vorliegender Erfindung ist die Bereitstellung des sattelförmigen Öffnungssystems des Behälters mit Öffnungen, welche an einer großen Anzahl unterschiedlicher Verbindungsdorne angebracht werden können.
  • Diese Ziele der Erfindung werden durch die in den Patentansprüchen offenbarten Gegenstände erreicht. Die im folgenden Teil offenbarte Erfindung führt auch zu einer Lösung von weiter oben angegebenen Problemen.
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Vorliegende Erfindung richtet sich auf Behälteröffnungen für eine Flüssigkeitsverbindung mit einem Behälter zur Lagerung medizinischer Flüssigkeiten, insbesondere zur parenteralen Verabreichung. Die Behälteröffnung umfasst einen röhrenartigen zylinderförmigen Teil mit einem in seine Öffnung eingefügten elastischen und durchstechbaren Stopfen und eine Verschlussvorrichtung, welche die Mündung und den Stopfen bedeckt. Der röhrenartige zylinderförmige Teil, der Stopfen und die Verschlussvorrichtung enthalten, zumindest in einem wesentlichen Ausmaß, das gleiche Polyolefinmatemat, so dass sie mit dem gleichen Verfahren in einer Recyclinganlage ohne Auseinandernehmen und getrenntes Sammeln nach Verwendung recycelt werden können. Es ist ein charakteristisches Merkmal der verschlossenen Behälteröffnung gemäß vorliegender Erfindung, dass sie durch Wasserdampf in einem einzigen Verfahren sterilisiert werden kann während alle Teile, welche entweder direkt mit der Flüssigkeit oder mit Vorrichtungen, die zur Handhabung oder Übertragung der Flüssigkeit verwendet werden, ausgesetzt werden oder damit in Berührung gelangen, mittels eines direkten Kontakts mit Wasserdampf, der auf diese Teile während der Behandlung im Autoklaven übertragen wird, sterilisiert werden. Die erfindungsgemäßen Behälteröffnungen sind mit einer bedeckenden Verschlussvorrichtung in Form einer abziehbaren Folie versehen. Diese Folie kann durch Wasserdampf durchdrungen werden, während sie sich im Autoklaven befindet, so dass die durchstechbare Oberfläche in Nähe der Folie, und der Raum zwischen der Folie und dem Stopfen durch direkte Berührung mit Wasserdampf sterilisiert werden.
  • Gemäß der Erfindung wird bevorzugt, dass der Stopfen, neben dem Polyolefinmaterial, ein thermoplastisches Elastomer enthält. Bevorzugte Polyolefinmaterialien gemäß der Erfindung sind Polypropylen und/oder Polyethen. Vorliegende Erfindung richtet sich auch auf einen Behälter mit mindestens einer zuvor beschriebenen Öffnung, umfassend eine röhrenartige zylinderförmigen Teil, der mit einem elastischen, durchstechbaren Stopfen und der Verschlussvorrichtung verschlossen ist, wobei alle Teile des Behälters und seine Öffnung im wesentlichen aus dem gleichen Polyolefin bestehen. Der Behälter kann entweder in Form eines flexiblen Beutels mit mindestens einer dieser Öffnungen oder eines herkömmlichen, flaschenförmigen Behälters aus einem Material auf Basis von Polyolen mit einer verschlossenen Öffnung vorliegen, welche die zuvor genannten Merkmale aufweist.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Fig. 1 zeigt nur zum Zweck der Veranschaulichung ein sattelförmiges Öffnungssystem mit zwei Öffnungen. Dieses System fällt nicht innerhalb des Umfangs der Patentansprüche.
  • Fig. 2 ist eine Vergrößerung eines Wasserdampf-transportierenden axialen Schlitzes zwischen dem Stopfen der röhrenartigen Zylinderwand in einem der Öffnungen gemäß Fig. 1.
  • Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform einer Öffnung gemäß vorliegender Erfindung.
  • Fig. 4 zeigt ein sattelförmiges Öffnungssystem mit der Öffnung gemäß Fig. 3.
  • Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines sattelförmigen Systems 30 mit zwei Öffnungen zur Flüssigkeitsverbindung mit einem Behälter (nicht gezeigt) gebildet durch die Öffnungen 20 und 20', welche von einer etwas unterschiedlichen Größe sind, um die Zugabe- bzw. Entnahmevorrichtung leicht unterscheiden zu können. Beide Öffnungen sind verschlossen und weitgehend identisch und bestehen aus in der Regel zylindrischen, röhrenartigen Hülsen 22, 22', welche vorzugsweise einen leicht verjüngten Teil 23, 23' einer Form aufweisen, welche bestimmt ist, zu verschiedenen Flüssigkeitsübertragungsvorrichtungen zu passen, wie z. Bsp. Zu herkömmlichen dornenförmigen Verbindungen mit einer Infusionseinrichtung. Es wird besonders bevorzugt, dass er eine solche Form hat, der zu Dornen gemäß dem herkömmlichen ISO-Standard passt.
  • Im Mündungsteil 21 der Öffnungen ist mittels einer Einfügevorrichtung 25, welche auf einer ringförmigen vorspringenden Kante 26 aufliegt, ein Stopfen 24 angeordnet. Der Stopfen besteht aus einem elastischen thermoplastischen Elastomeren und ist so entworfen, dass er eng und dicht in die Mündung passt. Es ist denkbar, andere geeignete Bauarten der Einfügevorrichtung und der ringförmigen vorspringenden Kante, welche sich um den Innenumfang der röhrenartigen Hülsen erstreckt, zu finden. Die Öfnungen können mit einem Fingergriff-Teil 27 versehen sein, um dem Benutzer eine angenehmere Stabilität beim Einfügen von Vorrichtungen für den Flüssigkeitstransfer in die Öffnung zu verleihen. Die Mündung der Öffnung ist mit einer kappenförmigen Verschlussvorrichtung 10 verschlossen, welche mit einem Flansch 11 versehen ist, der über der Kante der Mündung angebracht ist. Um einen sicheren Verschluss gegen die Umgebung zu erhalten, kann die Kontaktfläche zwischen der Mündung und der kappenförmigen Verschlussvorrichtung beispielsweise durch Ultraschallschweißen zusammengeschweißt sein. Die kappenförmige Verschlussvorrichtung kann auch mit einer zuvor gebildeten Reißlinie (nicht gezeigt) versehen sein, welche vorzugsweise ringförmig verläuft und die bricht, wenn sie vom Benutzer gedreht wird, um eine runde Öffnung bereitzustellen, durch die eine Nadel oder ein Dorn den Stopfen durchdringen und eine Flüssigkeitsverbindung mit dem Behälter einrichten kann.
  • Wie am besten in Fig. 2 veranschaulicht, gibt es einen kleinen verschlossenen Raum 40, der sich zwischen der kappenförmigen Verschlussvorrichtung und der oberen Fläche des Stopfens erstreckt, welcher niemals durch sterilisierenden Wasserdampf von der Innenseite des Behälters während der Behandlung im Autoklaven erreicht werden kann. Als Ergebnis könnte die von einer Nadel oder einem verbindenden Dorn durchdrungene Oberfläche infolge einer unzureichenden Sterilisation verunreinigt werden, was schlimmstenfalls die Flüssigkeiten im Behälter verdirbt und für den Patienten gefährlich sein kann.
  • Dieses Problem wird durch die vorübergehende Bildung eines sich axial erstreckenden ringförmigen Schlitzes 41 zwischen der Umfangsfläche des Stopfens und der Umfangsinnenwand der röhrenartigen Hülse der Öffnung gelöst. Der Schlitz 41 öffnet sich für den Transport von Wasserdampf vom Behälterinnern zum geschlossenen Raum 40 während der Behandlung des Behälters im Autoklaven. Ein derartiger axialer Schlitz wird gebildet, wenn sich die röhrenartige Hülse mehr in einer radialen Richtung als der Stopfen während der Wärmebehandlung im Autoklaven ausdehnt. Wenn der Behälter sodann im Autoklaven abgekühlt wird, schließt sich der Schlitz aufgrund einer vergleichbaren Kontraktion des Stopfens und der Hülse, und eine schwache Dichtung wird in deren Kontaktoberfläche gebildet.
  • Die Bildung eines Schlitzes und die nachfolgende Bildung einer schwachen Dichtung im Autoklaven fordert eine sorgfältige Auswahl von Polymermaterialien. Um erfolgreich schwache Dichtungen zu erhalten, ist es wichtig, dass der Stopfen eine bestimmte Menge eines thermoplastischen Elastomeren, wie z. Bsp. eines dispergierten EPDM-Kautschuks oder SEBS (Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol- Copolymeren) enthält, so dass der Stopfen einen ausgleichenden Druck ausüben kann, wenn die röhrenartige Hülse sich während der Behandlung im Autoklaven ausdehnt und zusammenzieht. Eine hohe Verträglichkeit zwischen diesen Teilen ist auch erforderlich, weil die Moleküle in der Kontaktoberfläche dieser Teile ausgetauscht werden müssen, um eine schwache Dichtung zu bilden. Sowohl der Stopfen als auch die röhrenartige Offnungshülse sollten infolgedessen das gleiche Polyoleflnmaterial enthalten, um eine derartige molekulare Verträglichkeit zu erhalten. Dieses Erfordernis muss auch an das gesamte Öffnungssystem gestellt werden, um zu ermöglichen, dass es zusammen mit dem Rest des Behälters recycelt wird. Das Offnungssystem muss infolgedessen auch mit dem Material des flexiblen Behälters verträglich sein, so dass es mittels Schweißen während des Aufbaus erfolgreich daran angebracht werden kann. Überdies muss der Stopfen eine gewisse Elastizität aufweisen, um die Erfordernisse, ein schwaches Verschweißen zu erhalten, sowie wieder verschließbar zu sein, zu erfüllen, so dass er mehrere Male durchdrungen werden kann, und die Integrität des Behälters beibehält. Es ist auch ein Erfordernis, dass das Stopfenmaterial eine bestimmte Reibung gegenüber dem Verbindungsdorn aufweist, um zu verhindern, dass der Dorn unabsichtlich aus dem Stopfen verschoben wird, und dass vielmehr eine dichte Verbindung mit einer großen Anzahl verschiedener Arten von Verbindungsdornen, die ja auf dem Markt existieren, bereitgestellt wird.
  • Ein geeignetes Material für den Stopfen ist ein Polefinpolymer, welches ein thermoplastisches Elastomer enthält. Das gleiche Polyolefin muss sowohl in den restlichen Teilen des Öffnungssystems als auch im Behälter vorliegen. Geeignete Polyolefnmaterialien sind Polyethylen oder Polypropylen, deren Gemische und Copolymere verschiedener medizinischer Qualitäten. Bei vorliegender Erfindung wurde gezeigt, dass es überraschenderweise vorteilhaft ist, einen hohen Anteil von Polypropylen im Öffnungssystem zu haben, das mit einem Polypropylen enthaltenden Material in den Behältern verträglich ist.
  • Besonders bevorzugt wird, für den Stopfen Materialien aus Polypropylen mit einem Gehalt an einer bestimmten Menge eines thermoplastischen Elastomeren wie Dynaflex® von GLS Corp. auszuwählen, das Polypropylen und SEBS umfasst.
  • Jedoch können bei vorliegender Erfindung auch andere Materialien auf Basis von Polypropylen verwendet werden, welche vergleichbare Eigenschaften aufweisen, wie z. Bsp. diejenigen mit dispergierten Teilchen von EPDM-Kautschuk in der Matrix, wie z. Bsp. Santoprene® von Monsanto. Ein aus einem derartigen Material hergestellter Stopfen Ist auch das Problem weggerissener Teilchen als Ergebnis seiner Durchdringung, und er hat eine große Wiederverschlussfähigkeit nach seiner Durchdringung.
  • Das Material des restlichen sattelförmigen Öffnungssystems ist vorzugsweise mit dem Material des Infusionsbeutels verträglich, um ein geeignetes Anbringen zu ermöglichen, beispielsweise mittels Verschweißen. Beide Materialien enthalten vorzugsweise das gleiche Polyolefinmaterial, so dass sie in der Lage sind, im Verfahren recycelt zu werden, womit ein getrenntes Sammeln vermieden wird. Ein geeignetes Material für den beutelförmigen lnfusionsbehälter gründet sich auf Polyolefine, wie z. Bsp. Polyethylen oder Polypropylen, deren Gemische und Copolymere. Ein bevorzugtes Material ist Excel® von McGaw Inc., das allgemein im Europäischen Patent 0228919 beschrieben ist.
  • Excel® hat eine Mehrschichtstruktur und umfasst im wesentlichen:
  • a) eine innere Dichtungsschicht gegenüber der medizinischen Flüssigkeit, bestehend aus einem Gemisch eines Polyethylen/Polypropylen- Copolymeren (FINA Dypro Z 9450) und Kraton® G1652 von der Firma Shell (ein Styrol/Ethylen/Buadien/Styrol-Copolymer);
  • b) eine mittlere Verbindungsschicht aus reinem Kratonº G1652; und
  • c) eine äußere Trennschicht aus Excel® 9965 (oder 9566 oder 9967) von Eastman Kodak & Co., das ein cycloaliphatischer thermoplastischer Copolyester ist (ein Copoly(esterether), ein Kondensationsprodukt des trans-Isomeren von 1,4-Dimethyl-cyclohexandicarboxylat, von Cyclohexandimethanol und Polytetramethylenglycol mit Hydroxyendgruppen).
  • Bei Verwendung von Excel® als Material für den beutelförmigen Behälter enthält das sattelförmige Öffnungssystem geeigneterweise Polypropylen und besteht vorzugsweise aus einem Gemisch von Polypropylen und Kraton®, das mit der Innenschicht des Films aus Excel verschweißbar ist. Geeignete Gemische liegen der abziehbaren Folie muss infolgedessen unter Wasserdampf durchlässigen, jedoch wärmebeständigen Materialien ausgewählt werden, welche andererseits eine wirksame Abdichtungsschranke für verunreinigende Mittel bilden kann. Geeignete Materialien sind unter gesponnen Polyolefinen, wie z. Bsp. Tyvek® von DuPont und unter bestimmten Qualitäten von lackierten Papieren gefunden.
  • Wie in Fig. 4 veranschaulicht, ist diese Art Behälteröffnung vorzugsweise mit dem Mündungsteil der in der Regel zylindrisch ausgebildeten Hülsen einer Öffnung eines sattelförmigen Öffnungssystems verbunden. Zur Erleichterung der Verbindung mit den Hülsen kann die Außenumfangsfläche des zylindrischen Teils 22A mit einem ringförmigen Vorsprung 29 versehen sein, welcher in eine entsprechende ringförmige Aussparung 29' passt, welche an der Innenumfangsfläche der hülsenförmigen Öffnung vorgesehen ist. Diese Merkmale ermöglichen auch, dass die Behälteröffnung sicher an der Hülse während der Handhabung fixiert ist, um zu vermeiden, dass sie unabsichtlich auseinander genommen wird, wenn ein Dorn oder eine Nadel entfernt werden, welche den Stopfen durchdringen.
  • Die Öffnungen werden in einem Verfahren hergestellt, bei dem Dynaflex® in eine zuvor geformte zylindrische Öffnung mittels einer Zweifarben- Spritzgussmaschine eingespritzt wird, worauf die Folie in einem getrennten Verfahren angebracht wird.
  • Bei Verwendung einer derartigen Behälteröffnung für die Flüssigkeitsübertragung wird die Folie 12A durch eine einfache Abziehbewegung entfernt, um die sterile durchstechbare Oberfläche 40A des Stopfens freizulegen, der unmittelbar durch einen herkömmlichen Verbindungsdorn oder eine vergleichbare Einrichtung zur Herstellung einer Flüssigkeitsverbindung ohne Risiko hinsichtlich einer Verunreinigung durchstochen werden kann.
  • Neben den zuvor angegebenen Vorteilen scheiden die beschriebenen verschlossenen Behälteröffnungen und die diese umfassenden sattelförmigen Öffnungssysteme für viele praktische Anwendungen die Verwendung eines zweiten äußeren Beutels, der über den beutelförmigen Behälter übergestülpt ist, während der Lagerung von Standardlösungen und anderen parenteralen Lösungen aus, auch wenn bestimmte Sauerstoff-empfindliche Produkte wie Aminosäuren und Lipidemulsionen zusätzliche Schutzmaßnahmen erfordern werden.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass sie erfindungsgemäße Behälteröffnung nicht nur als auf die Verwendung und sattelförmigen Öffnungssysteme, die mit flexiblen beutelförmigen Behältern verbunden sind, als begrenzt betrachtet werden sollte. Sie ist in gleicher Weise als Teil eines flaschenförmigen, steiferen Polymerbehälters mit einem Gehalt an empfindlichen medizinischen Flüssigkeiten, welche vor ihrer Lagerung eine Behandlung im Autoklaven erfordern, brauchbar.

Claims (7)

1. Geschlossene Behälteröffnung zur Flüssigkeitsverbindung mit einem Behälter zum Lagern medizinischer Flüssigkeiten, umfassend einen röhrenartigen zylinderförmigen Teil (22A) mit einem durchstechbaren elastischen Stopfen (24A), der in ihre Mündung (21A) eingefügt ist, und einer bedeckenden Verschlussvorrichtung (10A), wobei die Behälteröffnung ein in einem Autoklaven behandelbares polyolefinisches Material enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die bedeckende Verschlussvorrichtung in Form einer abziehbaren Folie (12A) vorliegt, die durch sterilisierenden Wasserdampf durchdrungen werden kann, um den Raum zwischen der Folie und dem Stopfen (24A) zu sterilisieren.
2. Behälteröffnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das polymere Material Polypropylen oder Polyethen, Gemische oder Copolymere derselben ist.
3. Behälteröffnung gemäß Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (24A) ferner ein thermoplastisches Elastomer umfasst.
4. In einem Autoklaven behandelbarer Behälter zur Lagerung medizinischer Flüssigkeiten mit mindestens einer Behälteröffnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Behälter das gleiche im Autoklaven behandelbare Polyolefinmaterial wie die Behälteröffnung enthält.
5. Im Autoklaven behandelbarer Behälter gemäß Anspruch 4 mit einem flexiblen Behälterkörper aus einem Polyolefin mit einem Gehalt an Mehrschichtmaterial, wobei alle Behälterteile im wesentlichen aus dem gleichen Polyolefin bestehen.
6. In einem Autoklaven behandelbarer Behälter gemäß Anspruch 5, wobei das Polyolefin Polypropylen ist.
7. In einem Autoklaven behandelbarer Behälter, umfassend ein sattelförmiges Öffnungssystem mit mindestens einer der Behälteröffnungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Einführung einer zusätzlichen Flüssigkeit, die mit der medizinischen Flüssigkeit zu vermischen ist, und mindestens einer der Behälteröffnungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, welche mit einer Vorrichtung zur Flüssigkeitsübertragung verbindbar ist.
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