DE69705455T2 - Feldhäcksler mit Nachzerkleinungseinrichtung - Google Patents
Feldhäcksler mit NachzerkleinungseinrichtungInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Feldhäcksler und insbesondere auf einen Feldhäcksler, in dem eine Nachzerkleinerungs- oder Aufbereitungseinrichtung enthalten ist.
- Ein typischer Feldhäcksler arbeitet auf einem Feld, um in einem Schwad angeordnetes oder stehendes Erntematerial zu zerkleinern, und er schließt entweder eine selbstfahrende oder eine gezogene Basiseinheit mit einem daran befestigten Ernte- Anbaugerät zum Mähen oder Aufnehmen von Erntematerial und zur Zuführung des Erntematerials in Rückwärtsrichtung ein. Die Basiseinheit schließt eine nach vorne gerichtete allgemein rechtwinklige Einlaßöffnung zur Aufnahme von Erntematerial von dem Anbaugerät, eine die Breite der Einlaßöffnung überspannende Zuführungsbaugruppe zum Fördern von Material in die Basiseinheit und eine rotierende Messertrommel zur Aufnahme von Erntematerial von der Zuführungsbaugruppe und zum Zerhacken des Erntematerials in geeignete Teilchengrößen ein. Manche Einheiten verwenden ein Gebläse zum Transport des zerkleinerten Materials nach oben in einen Auswurfbogen zu einem Fahrzeug zum Transport des zerkleinerten Materials von dem Feld, während andere die Wurfwirkung der Messertrommel zum Fördern des zerkleinerten Materials nach oben hin in einen Auswurfbogen verwenden.
- Eine allgemein bekannte Anordnung für eine Feldhäckslervorrichtung vom gezogenen Typ verwendet eine sich in Querrichtung erstreckende Förderschnecke zum Fördern des zerkleinerten Materials von der Messertrommel zu einem Gebläse. Beispiele einer Konstruktion dieser Art sind in der Offenbarung in Fig. 1 der US-A-4 426 043 gezeigt. Ein weiteres gut bekanntes Beispiel eines Feldhäckslers vom gezogenen Typ, der eine sich in Querrichtung erstreckende Förderschnecke zum Fördern von Erntematerial von der Messertrommel zu einem Gebläse verwendet, ist in der US-A-4 505 434 beschrieben. Soweit selbstfahrende Einheiten betroffen sind, fördert die am weitesten verbreitete Anordnung Material direkt von der Messertrommel zum Gebläse.
- Unabhängig von der Art der verwendeten Einheit ist es erforderlich, eine Vielzahl von Erntematerialien zu berücksichtigen, wobei Mais eine der häufigsten Arten ist. Wenn Mais mit einem Feldhäcksler einer der vorstehend genannten Arten zerkleinert wird, ist es nicht unüblich, daß weniger als die Hälfte der Körner von der zylindrischen Messertrommel geschnitten oder aufgebrochen wird. Aufgrund von Besonderheiten des Verdauungssystems von Vieh wird der volle Nährwert des Futters nicht vollständig ausgenutzt, wenn die Körner nicht aufgebrochen oder geschnitten werden, unabhängig von dem Grund. Entsprechend wurden selbstfahrende Feldhäcksler mit Erntematerial- Aufbereitungs- oder Nachzerkleinerungsbaugruppen zum weiteren Aufbrechen und Schneiden der Körner versehen, um dieses Problem zu beseitigen und die Nährstoffeigenschaften des von der Erntemaschine abgegebenen Ausgangsmaterials zu verbessern.
- Bei bekannten Erntematerial-Aufbereitungs- oder Nachzerkleinerungskonstruktionen ist es nicht unüblich, paarweise angeordnete Quetschwalzen in der Bahn zwischen der Messertrommel und dem Gebläse von selbstfahrenden Feldhäckslergeräten zu befestigen. Ein Beispiel einer Konstruktion dieser Art ist in der US-A-4 597 253 beschrieben. Eine ähnliche Konstruktion ist in der US-A-4 678 129 gezeigt. In beiden vorstehend genannten Patenten leitet die Erntematerial-Aufbereitungskonstruktion, die hinter der Messertrommel angeordnet ist, aufbereitetes Erntematerial zu einem Gebläse, das einen Einlaß aufweist, der unterhalb der Aufbereitungsbaugruppe liegt. Diese allgemeine Anordnung der Messertrommel, der Aufbereitungseinrichtung und des Gebläseeinlasses ist auch in der US-A-4 345 417 beschrieben. Bei diesem Patent ist eine Förderschneckenbaugruppe rückseitig und tiefer angeordnet, um nachzerkleinertes Erntematerial aufzunehmen und es zum Gebläseeinlaß zu fördern. Das ungarische Patent HU 182 033 zeigt ebenfalls einen selbstfahrenden Feldhäcksler mit einer Förderschneckenbaugruppe, die unterhalb einer Aufbereitungsbaugruppe angeordnet ist. Dieses Patent ist auf eine Anordnung zum Trennen von aufzubereitendem Erntematerial aus einem Materialstrom gerichtet, der von einer entfernt angeordneten Messertrommel gefördert wird.
- Ein wichtiges Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines vielseitigen Feldhäckslergerätes, das eine einfache und zuverlässige Erntematerial- Aufbereitungs- oder Nachzerkleinerungsbaugruppe aufweist und sehr einfach an Bedingungen anpaßbar ist, bei denen keine Erntematerial-Aufbereitung oder Nachzerkleinerung erforderlich ist.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Feldhäcksler geschaffen, der folgendes umfaßt:
- einen Hauptrahmen, der auf mit dem Boden in Eingriff stehenden Rädern abgestützt ist,
- eine Schneidbaugruppe, die auf dem Rahmen befestigt ist und eine zylindrische Messertrommel mit einer Vielzahl von Messern mit Schneidkanten, die sich auf einer zylindrischen Bahn drehen, und eine Gegenschneide aufweist, die betriebsmäßig den Messern zugeordnet ist, um Erntematerial zu häckseln,
- Zuführungseinrichtungen, die auf dem Rahmen befestigt sind, um Erntematerial zu empfangen und es zu der Schneidbaugruppe zu fördern,
- ein Gebläse, das an einer von der Schneidbaugruppe entfernten Stelle auf dem Hauptrahmen angeordnet ist, wobei das Gebläse eine Einlaßeinrichtung und Einrichtungen zur Abgabe des zerkleinerten Erntematerials über einen Auswurfbogen zu einem Sammelbehälter einschließt,
- einen Förderer, der auf dem Hauptrahmen befestigt ist, um zerkleinertes Erntematerial von der Schneidbaugruppe zu empfangen und es zu der Einlaßeinrichtung des Gebläses zu fördern,
- eine Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe zum Quetschen des zerkleinerten Erntematerials, das von der Schneidbaugruppe empfangen wird, und zum Ausstoß dieses Erntematerials zu dem Förderer, und
- Führungseinrichtungen zum Führen des zerkleinerten Erntematerials entlang einer ununterbrochenen Bahn zu der Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe.
- Der Feldhäcksler ist dadurch gekennzeichnet, daß er weiterhin Einrichtungen zur lösbaren Befestigung von zumindest einem Teil der Führungseinrichtungen umfaßt, um einen direkten Pfad für zerkleinertes Erntematerial von der Schneidbaugruppe zu dem Förderer unter solchen Bedingungen zu schaffen, bei denen dieser Teil gelöst und entfernt wurde.
- Eine derartige Konstruktion bildet eine einfache Einrichtung zur Verwendung oder zum Überspringen des Erntematerial-Aufbereitungsschrittes bei der Verwendung des Feldhäckslers.
- Die Führungseinrichtung kann eine Platte mit einer bogenförmigen Oberfläche umfassen, die zwischen der Schneidbaugruppe und dem Förderer angeordnet ist. Die Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe kann oberhalb, möglicherweise benachbart zur Schneidbaugruppe befestigt sein, und die Führungsplatte kann weiterhin einen ebenen vertikal angeordneten Oberflächenabschnitt aufweisen. Diese Position der Erntematerial-Aufbereitungseinrichtung verringert die Gefahr, daß der Bereich zwischen der Messertrommel und der Erntematerial-Aufbereitungseinrichtung verstopft wird.
- Weiterhin kann die Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe oder ein Teil hiervon lösbar an der Schneidbaugruppe oder dem Hauptrahmen für eine leichte Entfernung befestigt sein, wenn das zerkleinerte Erntematerial keine weitere Aufbereitung erfordert und direkt zum Förderer geführt wird.
- Ein Feldhäcksler gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr mit weiteren Einzelheiten in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
- Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Feldhäckslers vom gezogenen Typ mit einem weggebrochenen Abschnitt ist, der die Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe der vorliegenden Erfindung zeigt,
- Fig. 2 eine Ansicht ist, die einen Schnitt entlang der Linie 2-2 nach Fig. 3 zeigt,
- Fig. 3 eine Ansicht ist, die einen Schnitt entlang der Linie 3-3 nach Fig. 1 zeigt,
- Fig. 4 eine Teilansicht ist, die einen Schnitt entlang der Linie 4-4 nach Fig. 1 zeigt,
- Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht ist, die den Bereich zeigt, der in Fig. 4 mit einem kreisförmigen Umriß 5 bezeichnet ist.
- Es wird nunmehr auf die Zeichnungen für eine ausführlichere Beschreibung der vorliegenden Erfindung Bezug genommen. Fig. 1 zeigt schematisch eine Feldhäcksler-Basiseinheit vom gezogenen Typ, die allgemein mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet ist und einen Hauptrahmen 11, an dem auf dem Boden abrollende Räder 12, 13 befestigt sind, für einen Transport über eine Zugdeichsel 14 aufweist, die an einem Traktor in üblicher Weise angehängt werden kann. Der Traktor liefert Antriebsleistung über eine Zapfwellen-Antriebswelle 15, die mit einem Hauptgetriebe 16 gekoppelt ist, das Ausgangswellen zum Antrieb des Gebläses 17 und eines sekundären Getriebes 18 aufweist.
- Ein Anbaugerät, das in den Fig. 2 und 3 mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet ist, ist an dem Hauptrahmen 11 bei 21, 22 befestigt und speist Erntematerial über einen vornliegenden Einlaß 24 in üblicher Weise in eine Zuführungswalzenbaugruppe 23 ein. Das Material wird über die Zuführungswalzenbaugruppe 23 einer Schneidbaugruppe 25 zugeführt, die das Erntematerial zerkleinert und es in eine Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe 26 schleudert. Zerkleinertes und aufbereitetes Erntematerial wird in einer sich in Querrichtung erstreckenden Förderbaugruppe 27 mit einer in einer Wanne 30 drehbar befestigten Förderschnecke 28 gesammelt und einem Einlaß 31 (Fig. 2) eines Gebläses 17 zugeführt, von dem aus es über einen Auswurfbogen 32 zu einem Sammelbehälter abgegeben wird, wie z. B. einem Anhänger, der hinter dem Feldhäcksler geschleppt wird. Das sekundäre Getriebe 18 schließt Ausgangswellen 33, 34, 35 zum Antrieb des Anbaugerätes, der Zuführungswalzenbaugruppe bzw. der Messertrommel-Baugruppe ein.
- Die drehbar in einer Lagerbaugruppe 36 gelagerte Förderschnecke 28 wird über einen Antrieb in Drehung versetzt, der von der Messertrommel-Welle 37 abgenommen wird, wobei dieser Antrieb Riemen 38 und 40 und eine Zwischen-Riemenscheibe 41 einschließt. Die Riemenscheibe 41, die mit der Messertrommel-Welle 37 angetrieben wird, ist mit Quetschwalzen-Wellen 42, 43 über einen Riemen 44 gekoppelt, der über eine Leerlaufrolle 45 gespannt wird, die schwenkbar auf einem Arm 46 befestigt ist, der durch eine Spannfeder 47 im Uhrzeigersinn vorgespannt ist, die an einem an der Seitenwand 50 befestigten Haltebügel 48 verankert ist.
- Hinsichtlich einer weiteren Beschreibung des allgemeinen Aufbaus und der Funktion eines Feldhäckslers und insbesondere eines bekannten Feldhäckslers vom gezogenen Typ, bei dem keine Erntematerial-Aufbereitung verfügbar war, wird auf die vorstehenden Patente US-A-4 505 434 und US-A-4 426 043 verwiesen, deren Inhalt durch diese Bezugnahme hier mit aufgenommen wird. Die Vorrichtung in diesen Patenten zeigt, daß es allgemein üblich ist, zerkleinertes Erntematerial direkt von einer Messertrommel zu der sich in Querrichtung erstreckenden Förderschnecke zuzuführen, die ihrerseits das Erntematerial zu einem Gebläse fördert. Der direkte Weg von der Messertrommel kann ein Nachschneidsieb einschließen, wie dies in der US-A-4 505 434 gezeigt ist.
- Im einzelnen umfaßt die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine Basiseinheit 10, die zwei aggressive obere Zuführungswalzen 51, 52 einschließt, die mit gegenüberliegenden unteren Zuführungswalzen 53, 54 zusammenwirken, um eine Matte aus Erntematerial mit einem allgemein rechtwinkligen Querschnitt über die Gegenschneide 55 zuzuführen. Eine zylindrische Messertrommel 56 mit einer Vielzahl von sich in Querrichtung erstreckenden Messern 57 dreht sich im Uhrzeigersinn, um die Schneidkanten der Messer 57 in Scherbeziehung mit der Gegenschneide 55 zu bringen, die eine stationäre Schneidkante bildet. Wie dies weiter oben erwähnt wurde, sind derartige Zuführungswalzen- und Schneidbaugruppen üblich. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Erntematerial-Aufbereitungs- oder Nachzerkleinerungsbaugruppe 26 vorgesehen, die zum Empfang von Erntematerial befestigt ist, das entlang einer bogenförmigen Oberfläche 58 einer Umlenkplatte 60 gefördert wird, die zwischen der Messertrommel und der Förderschnecke eingefügt ist. Benachbart zur bogenförmigen inneren Oberfläche 58 befindet sich ein angrenzender ebener Oberflächenabschnitt 61, der zerkleinertes Material nach oben hin durch einen Mündungsbereich, der durch Wände 62, 63 umgrenzt ist, entgegengesetzt rotierenden Quetschwalzen 64, 65 zuführt. Das zerquetschte Material wird nach oben und nach hinten gegen den bogenförmigen Abschnitt 66 einer Führungsplatte 67 und dann nach unten zum rechten Ende der Förderbaugruppe 27 ausgeworfen, die das Erntematerial einem Gebläse über einen Einlaß 31 zuführt.
- Gemäß Fig. 4 sind die Quetschwalzen 64, 65 der Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe 36 in zwei Paaren von Stehlagerbaugruppen befestigt. Für die Zwecke dieser Erläuterung wird lediglich auf die oberen und unteren Stehlagerbaugruppen 68, 70 Bezug genommen, die bei ihrer Befestigung auf der linken Seite der Maschine gezeigt sind. Identische Baugruppen sind auf der rechten Seite befestigt. Schlitze 71, 72 in Seitenwänden 73, 74 der Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppen 26 nehmen die Wellen 42, 43 auf, so daß sich der Abstand zwischen den Quetschwalzen ändern kann. Linke und rechte Paare von Druckfedern 75, 76 (Fig. 4), die den Enden der Walzen zugeordnet sind, sind auf Schrauben 77, 78 befestigt und durch Muttern 80, 81 an ihrem Platz befestigt, um die Flansche 82, 83 der Lagerbaugruppen 70, 68 in Richtung auf einen Haltebügel 84 zu drücken, der an der Seitenwand 73 befestigt ist.
- In Fig. 5 ist ein Ende der Befestigungsanordnung für die Quetschwalzen 64, 65 ausführlich gezeigt, wobei diese Befestigungsanordnung eine Einstellbarkeit der Wellen 42, 43 in den Schlitzen 71, 72 ergibt. Eine Einstellung bestimmt den minimalen Abstand zwischen den äußeren aggressiven Oberflächen der Quetschwalzen 64, 65, und eine andere Einstellung legt veränderbare Grenzen für einen maximalen Abstand im Betrieb fest. Der in Fig. 5 gezeigte Bereich zeigt Elemente, die gleiche Gegenstücke mit gleichen Funktionen am anderen Ende der Lagerbaugruppen haben.
- Abstandsschrauben 85, 86 sind durch Kontermuttern 87, 88 in Gewindebohrungen in den Flanschen 82 bzw. 83 befestigt, worauf die Köpfe 90, 91 der Schrauben gegen den Befestigungsbügel 84 festgelegt sind. Durch Ändern der Positionen der Schrauben 85, 86 und der Kontermuttern 87, 88 kann der Abstand zwischen den Flanschen 82, 83 geändert werden, wodurch andererseits der minimale Abstand der Wellen 42, 43 eingestellt wird. Der maximale Abstand wird durch Abstandstücke 92, 93 bestimmt, die koaxial zu dem Element 94 sind und durch Muttern 95, 96 an ihrem Platz gehalten werden, die gegen Beilagscheiben 97, 98 festgezogen werden. Die Abstandstücke 92, 93 ergeben eine Führung über ein geeignetes Spiel aufweisende Bohrungen in den Flanschen 83, 82, was damit eine Bewegung der Lagerbaugruppen gegen die Kraft der Druckfedern 75, 76 von dem minimalen Abstand zu einem maximalen Abstand ermöglicht, der erreicht wird, wenn die Flansche 82, 83 mit den Anschlag- Beilagscheiben 98, 97 in Eingriff kommen.
- Im Betrieb führen die Zuführungswalzen 51, 52, 53, 54 ungeschnittenes Erntematerial entlang einer Bahn zur Oberseite der Gegenschneide 35, an der das Erntematerial mit den Messern 57 der Messertrommel 56 in Eingriff kommt und in kleine Teilchen zerschnitten wird, die entlang einer Wand 99 und der Umlenkplatte 60 geführt werden. Die Quetschwalzen 64, 65 empfangen das zerkleinerte Erntematerial, zerquetschen ungeschnittene Körner und stoßen das zerkleinerte und zerquetschte Material gegen den bogenförmigen Teil der Führungsplatte 67 zur Förderschnecke 28 hin aus. Die Umlenkplatte ist leicht in einer Art und Weise auswechselbar, die ähnlich der eines Nachschneidsiebes ist, wenn keine Notwendigkeit für die Aufbereitungswalzen besteht und das Erntematerial direkt der Förderbaugruppe 27 zugeführt werden kann. Weiterhin ist die gesamte Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe so konstruiert, daß sie sehr leicht dadurch entfernbar ist, daß die Seitenwände 73, 74 gelöst und die Baugruppe abgehoben wird und durch eine ebene Zugangsklappe ersetzt wird, die an den ebenen Kanten 100 (siehe beispielsweise Fig. 4) befestigt wird, was zu einer Förderschneckenbaugruppe führt, die in einer gut bekannten Weise umschlossen ist.
- So erzeugen die Schneidkanten der Messer 57 bei einer Drehung der Messertrommel in der Richtung a gemäß Fig. 3 eine zylindrische Bahn, die die Messer in gut bekannter Weise mit dem Erntematerial in Kontakt bringt, das über die feste Gegenschneide 55 hinweg zugeführt wird. Das zerkleinerte Material bewegt sich entlang der Wand 99 weiter, worauf es entweder zu den Aufbereitungswalzen und dann zu der sich quer erstreckenden Förderschnecke gemäß der vorliegenden Erfindung geliefert wird, oder alternativ wird die Maschine so modifiziert, daß dieses Erntematerial direkt der Förderschnecke zugeführt wird, wenn eine Aufbereitung oder Nachzerkleinerung nicht erforderlich ist.
- Von den vielen impliziten und expliziten Vorteilen der vorliegenden Erfindung besteht der wichtigste in der Schaffung einer neuartigen Kombination eines Feldhäckslers vom gezogenen Typ, der leicht anpaßbar ist, um bekannte gezogene Feldhäcksler so umzuwandeln, daß sie zerkleinertes Erntematerial in einer Weise aufbereiten, die bisher nicht bekannt war.
- Obwohl eine bevorzugte Konstruktion, bei der die Prinzipien der vorliegenden Erfindung verwirklicht sind, vorstehend gezeigt und beschrieben wurde, ist es verständlich, daß die Erfindung nicht auf diese bevorzugte Konstruktion beschränkt ist, sondern daß tatsächlich stark unterschiedliche Einrichtungen mit sich änderndem Umfang und sich ändernder Konfiguration bei der praktischen Ausführung der Erfindung verwendet werden können, wie sie durch die Ansprüche definiert ist.
Claims (11)
1. Feldhäcksler (10) mit:
einem Hauptrahmen (11), der auf mit dem Boden in Eingriff stehenden Rädern
(12, 13) abgestützt ist,
einer Schneidbaugruppe (25), die auf dem Rahmen (11) befestigt ist und eine
zylindrische Messertrommel (56) mit einer Vielzahl von Messern (57), die auf einer
zylindrischen Bahn rotierende Schneidkanten aufweisen, und eine Gegenschneide (55)
umfaßt, die betriebsmäßig den Messern (57) zum Zerkleinern von Erntematerial
zugeordnet ist,
Zuführungseinrichtungen (23), die auf dem Rahmen (11) befestigt sind, um
Erntematerial zu empfangen und es zu der Schneidbaugruppe (25) zu fördern,
einem Gebläse (17), das einer von der Schneidbaugruppe (25) entfernten Stelle
auf dem Rahmen (11) befestigt ist, wobei das Gebläse (17) eine Einlaßeinrichtung (31)
und Einrichtungen zur Abgabe von zerkleinertem Erntematerial über einen
Abwurfbogen (32) zu einem Sammelbehälter einschließt,
einem Förderer (27), der auf dem Hauptrahmen (11) befestigt ist, um
zerkleinertes Erntematerial von der Schneidbaugruppe (25) zu empfangen und es zu
der Gebläseeinlaßeinrichtung (31) zu fördern,
eine Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe (26) zum Zerquetschen von
zerkleinertem Erntematerial, das von der Schneidbaugruppe (25) empfangen wird, und
zum Ausstoßen dieses Materials zu dem Förderer (27), und
Führungseinrichtungen (99, 58, 60, 61) zum Führen von zerkleinertem
Erntematerial entlang einer ununterbrochenen Bahn zu der Erntematerial-
Aufbereitungsbaugruppe (26),
dadurch gekennzeichnet, daß der Feldhäcksler weiterhin folgendes umfaßt:
Einrichtungen zur ausbaubaren Befestigung von zumindest einem Teil (60) der
Führungseinrichtungen (99, 58, 60, 61) zur Schaffung einer direkten Bahn für
zerkleinertes Erntematerial von der Schneidbaugruppe (25) zu dem Förderer (27) unter
Bedingungen, bei denen der Teil (60) ausgebaut und entfernt wurde.
2. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungseinrichtungen (99, 58, 60, 61) eine Platte (60) aufweisen, die zwischen der
Schneidbaugruppe (25) und dem Förderer (27) eingefügt ist, wobei die Platte (60) einen
bogenförmigen Oberflächenabschnitt (58) einschließt, der mit Abstand und rückwärts
von der zylindrischen Bahn der Schneidkanten der Messer (57) angeordnet ist, um das
zerkleinerte Erntematerial entlang eines bogenförmigen Abschnittes der
ununterbrochenen Bahn zu führen.
3. Feldhäcksler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe (26) oberhalb der Schneidbaugruppe (25)
befestigt ist und die Platte (60) weiterhin einen ebenen Oberflächenabschnitt (61)
einschließt, der an den bogenförmigen Oberflächenabschnitt (58) angrenzt und sich
allgemein vertikal erstreckt, um das zerkleinerte Erntematerial von dem bogenförmigen
Oberflächenabschnitt (58) zu empfangen und es entlang eines allgemein vertikalen
Abschnittes der ununterbrochenen Bahn zu führen.
4. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichet, daß die Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe (26) benachbart zu der
Schneidbaugruppe (25) befestigt ist und zweite Führungseinrichtungen (66, 67) zum
Führen des gequetschten zerkleinerten Erntematerials zu dem Förderer (27) aufweist.
5. Feldhäcksler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erntematerial-Aufbereitungsbaugruppe (26) oberhalb der Schneidbaugruppe (25)
befestigt ist und die zweite Führungseinrichtung (66, 67) eine zweite Platte (67)
einschließt, die oberhalb und rückwärts von der Aufbereitungsbaugruppe (26) befestigt
ist, wobei die zweite Platte (67) einen zweiten bogenförmigen Abschnitt (66) in der
Bahn des ausgestoßenen gequetschten Erntematerials einschließt, um dieses Material
nach unten zu dem Förderer (27) zu fördern.
6. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß er weiterhin Einrichtungen (73, 74, 100) zur lösbaren Befestigung
von zumindest einem Teil der Aufbereitungsbaugruppe (26) an der Schneidbaugruppe
(25) umfaßt.
7. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufbereitungsbaugruppe (26) ein Paar von Quetschwalzen
(64, 65) aufweist, die benachbart zu der Schneidbaugruppe (25) und oberhalb des
Förderers (27) befestigt sind.
8. Feldhäcksler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschwalzen
(64, 65) oberhalb der Schneidbaugruppe (25) mit ihren Achsen (42, 43) im wesentlichen
parallel zur Achse der zylindrischen Messertrommel (26) befestigt sind.
9. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Förderer ein Querförderer (27) mit einer in einer Wanne (30)
befestigten Förderschnecke (28) ist.
10. Feldhäcksler nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufbereitungsbaugruppe (26) ein Paar von Quetschwalzen (64, 65) umfaßt, die
oberhalb des Querförderers (27) mit ihren Achsen (42, 43) im wesentlichen parallel zu
der Achse der Förderschnecke (28) befestigt sind.
11. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Feldhäcksler (10) ein Feldhäcksler vom gezogenen Typ ist.
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