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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Patientenbewegungsvorrichtung und insbesondere, aber
nicht ausschließlich, eine Vorrichtung für die Bewegung von bewegungslosen Patienten in Krankenhäusern
und dergleichen.
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Die Bewegung von Patienten ist ein Problem geworden. Man ging davon ab, daß
Krankenschwestern und Hilfspersonal Patienten heben, weil ein derartiges Heben in der Vergangenheit
Rückenschäden bei Krankenschwestern hervorgerufen hat, die zu Arbeitsausfallzeiten und
Schadensansprüchen führten.
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Eine Lösung war die Benutzung eines Hebezeuges mit einer oder mehreren daran befestigten
Hebeschlingen. Gegenwärtig ist die üblichste Form des Hebezeuges eine Ausführung, die eine einheitliche
Körperhalteschlinge aufweist, die den Patienten in eine Wiege legt, während der Patient durch das
Hebezeug hochgehoben wird. Die pendelnde Schwingbewegung, die oftmals mit derartigen Hebezeugen
verbunden ist, kann sehr abstoßend sein und zu einem Gefühl der Unsicherheit führen, insbesondere bei
älteren oder verwirrten Patienten.
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Das GB 3894 (aus 1915) offenbart ebenfalls eine Hebewiege für Kranke, die in zwei Teilen
ausgebildet ist, die relativ zueinander drehbar sind. Die zwei Teile können lösbar in irgendeiner einer
Vielzahl von Positionen verriegelt werden, indem ein Bolzen in ein Paar ausgerichtete Öffnungen der zwei
gelenkigen Teile eingesetzt wird.
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Die vorliegende Erfindung strebt danach, eine würdevollere Patientenhebevorrichtung zur
Verfügung zu stellen, die genauer gesteuert werden kann.
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Entsprechend der Erfindung wird eine Patientenbewegungsvorrichtung bereitgestellt, die aufweist:
zwei Rahmenelemente, von denen eines so ausgeführt ist, daß es den Torso eines Patienten trägt, und das
andere so ausgeführt ist, daß es die Beine eines Patienten trägt, und die drehbar miteinander verbunden
sind; und eine Betätigungseinrichtung für das Drehen der Rahmenelemente relativ zueinander, worin die
Betätigungseinrichtung kraftgetrieben ist und die Rahmenelemente becherförmige Abschnitte umfassen, die
teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen.
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Das andere Rahmenelement kann in zwei Teilen relativ zueinander drehbar sein, wobei einer der
Teile so ausgeführt ist, daß er die Beine des Patienten oberhalb des Knies trägt und der andere Teil so
ausgeführt ist, daß er die Beine eines Patienten unterhalb des Knies trägt. Alternativ kann das andere
Rahmenelement ein ausziehbares/einziehbares Element sein.
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Vorzugsweise weist jedes Rahmenelement auf zwei Seitenelemente, die jeweils einen ersten
becherförmigen Abschnitt, der bei der Benutzung teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen
kann, und einen zweiten Abschnitt aufweisen, der sich bei der Benutzung nach vorn vom ersten Abschnitt
erstreckt, und eine Einrichtung für das lösbare Verbinden der zwei Seitenelemente miteinander in
Positionen, die von den ersten Abschnitten entfernt sind.
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Die Betätigungseinrichtung kann eine motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung
aufweisen.
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Unter bestimmten Umständen können Gurte am Rahmenelement vorhanden sein, um den Körper
des Patienten zu halten, oder um eine zusätzliche Halterung zu bewirken.
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Die Erfindung wird jetzt spezieller als Beispiel mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, die zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführung einer Patientenbewegungsvorrichtung
entsprechend der Erfindung, die um einen auf dem Rücken liegenden Patienten herum zusammengebaut ist;
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Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, die einen Patienten in
einer zurückgelehnten Position trägt;
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Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, die einen Patienten in
einer sitzenden Position trägt;
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Fig. 4 eine Ansicht gleich Fig. 3, die aber ein alternatives unteres Rahmenelement in einem
eingezogenen Zustand zeigt;
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Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch das obere Rahmenelement und
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Fig. 6 eine Ansicht gleich Fig. 5, die aber das Rahmenelement zeigt, das einen Patienten trägt.
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Zuerst mit Bezugnahme auf Fig. 1 bis 3 sowie 5 und 6 der Zeichnungen weist die darin gezeigte
Patientenbewegungsvorrichtung ein Rahmenelement 10 für den Torso und ein Rahmenelement 30 für die
Beine auf. Die zwei Rahmenelemente 10 und 30 sind bei 50 drehbar miteinander verbunden. Die
Rahmenelemente 10 und 30 sind leicht voneinander trennbar.
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Das Rahmenelement 30 für die Beine liegt in zwei Teilen 30a und 30b vor, die relativ zueinander
drehbar sind. Der Teil 30a ist so ausgeführt, daß er die Beine des Patienten oberhalb des Knies trägt, und
der Teil 30b ist so ausgeführt, daß er die Beine des Patienten unterhalb des Knies trägt.
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Wie in Fig. 5 gezeigt wird, weist jedes Rahmenelement 10, 30 zwei identische Seitenelemente 11,
12 auf, die jeweils aufweisen: einen ersten becherförmigen Abschnitt 11a, 12a, der bei der Benutzung
teilweise um den Rücken eines auf dem Rücken liegenden Patienten herumgehen kann; und einen zweiten
Abschnitt 11b, 12b, der sich bei der Benutzung nach vorn vom ersten Abschnitt erstreckt. Der Kopftrageteil
des ersten Abschnittes eines jeden Seitenelementes kann, wie gezeigt wird, eine bedeutend geringere Höhe
aufweisen als der Hauptkörpertrageteil eines jeden Seitenelementes. Die zwei Seitenelemente 11, 12 sind
lösbar miteinander in Positionen verbunden, die von den ersten Abschnitten 11a, 12a und der Vorderseite
des Patienten entfernt sind, wie beispielsweise mittels Querträgern in der Form von Stangen 13 oder
dergleichen. Die Seitenelemente 11, 12 und die Querträger 13 sind leicht voneinander trennbar und können
miteinander mittels einer Schnellösebefestigungseinrichtung verbunden werden, die beispielsweise einen
Übermittemechanismus enthalten kann.
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Die Seitenelemente 11, 12 sind so geformt, daß sie ein maximales Halten des Patienten ohne
Druckpunkte bewirken.
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Eine motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung 15 wird bereitgestellt, um die
Rahmenelemente 10 und 30 relativ zueinander zu drehen. Eine weitere motorgetriebene rotierende
Betätigungseinrichtung 16 wird bereitgestellt, um die zwei Teile 30a und 30b des Rahmenelementes 30 für
die Beine relativ zueinander zu drehen. Die Betätigungseinrichtungen 15 und 16 sind typischerweise von
einer Ausführung, die von SKF unter dem Markennamen Victoria hergestellt und verkauft wird, und sie
können mittels eines Motors und Getriebes angetrieben werden, typischerweise in der Form eines
Scheibenwischermotors, wie beispielsweise eines ITT 403-290.
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Andere Formen der Betätigungseinrichtung könnten anstelle der vorangehend erwähnten
rotierenden Betätigungseinrichtungen bereitgestellt werden. Diese könnten elektrisch betriebene
Betätigungseinrichtungen mit Linearbewegung, hydraulische Vorrichtungen oder manuelle
Betätigungseinrichtungen sein. Kraftsensoren können bereitgestellt werden, um zu verhindern, daß die
Betätigungseinrichtungen eine übermäßige Kraft auf die Vorrichtung und den Patienten anwenden.
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Gurtbänder 14 können zwischen den Seitenelementen 11 und 12 zur Verbindung benutzt werden,
um ein zusätzliches Halten des Patienten zu bewirken.
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Um einen Patienten zu bewegen, werden die Bauteile des Rahmenelementes 10 für den Torso und
des Rahmenelementes 30 für die Beine zum Bett eines auf dem Rücken liegenden Patienten gebracht. Die
becherförmigen Abschnitte 11a und 12a der Seitenelemente 11 und 12 werden unter den Rücken des
Patienten geschoben und miteinander durch die Querträger 13 befestigt, um das Rahmenelement 10 für den
Torso zu bilden.
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Das Rahmenelement 30 für die Beine wird danach in gleicher Weise zusammengebaut, und das
Rahmenelement 10 für den Torso und das Rahmenelement 30 für die Beine werden für eine Drehbewegung
um die Achse 50 herum miteinander verbunden.
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Wenn Gurtbänder 14 verwendet werden sollen, um eine zusätzliche Halterung für den Patienten zu
bewirken, werden die Gurtbänder unter den Beinen des Patienten angeordnet, bevor das Rahmenelement für
die Beine zusammengebaut wird, aber das Rahmenelement 10 für den Torso wird etwas durch die
Betätigungseinrichtung 15 nach dem Zusammenbau der Rahmenelemente 10 für den Torso und 30 für die
Beine angehoben, bevor Gurtbänder zwischen den Seitenelementen des Rahmenelementes 10 für den Torso
zur Verbindung benutzt werden.
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Sobald die Rahmenelemente 10 und 30 zusammengebaut sind, wird der Rücken des Patienten
zuerst in eine zurückgelehnte Position angehoben, wie in Fig. 2 gezeigt wird, und der Patient kann danach
in eine sitzende Position gehoben werden, wie in Fig. 3 gezeigt wird.
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Die Patientenbewegungsvorrichtung hängt von einem oder mehreren Hebezeugen herab, die an der
Decke montiert sein können oder nicht, so daß der Patient von einer Stelle zur anderen bewegt werden
kann, wie beispielsweise aus dem Bett zu einem Stuhl. Die Hebezeuge können mittels Programmsteuerung
betätigt werden, um den Patienten entsprechend einer ausgewählten von einer Vielzahl von
unterschiedlichen Möglichkeiten hochzuheben.
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Als Alternative zur Bereitstellung des Rahmenelementes 30 für die Beine in zwei Teilen könnte
das Rahmenelement für die Beine aus teleskopisch ausziehbaren/einziehbaren Rahmenabschnitten gebildet
werden, die in die in Fig. 4 gezeigte Position eingezogen werden können, um zu gestatten, daß der Patient
in eine sitzende Position bewegt wird.
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Die Vorrichtung ist sicher und leicht zu benutzen. Sie gestattet, daß der Patient ohne Furcht oder
Verlust an Würde transportiert wird. Die Rahmenelemente können um den Patienten herum verbleiben,
während viele unterschiedliche Funktionen durchgeführt werden. Es ist möglich, daß der Patient in einem
Rollstuhl sitzt, während die Rahmenelemente noch in Position sind oder sie sogar in ein normales Bad
hinein manövriert werden.
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Die Seitenelemente 11, 12 des Rahmenelementes 10 für den Torso können Airbags enthalten, um
die Bequemlichkeit des Patienten zu sichern. Alternativ könnte mit Kunststoff überzogener Schaumstoff
verwendet werden.
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Die Vorrichtung kann ebenfalls verwendet werden, um einen mit dem Gesicht nach unten
liegenden Patienten hochzuheben, indem die becherförmigen Abschnitte 11a, 12a teilweise um die
Vorderseite des Patienten herumgeführt werden.
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Die vorangehend angeführten Ausführungen werden nur als Beispiel vorgelegt, und verschiedene
Abwandlungen werden für die Fachleute erkennbar sein, ohne daß man vom Bereich der Erfindung
abweicht, wie er in den als Anhang beigefügten Patentansprüchen definiert wird.