DE69701705T2 - Patientenbewegungsvorrichtung - Google Patents

Patientenbewegungsvorrichtung

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Patientenbewegungsvorrichtung und insbesondere, aber nicht ausschließlich, eine Vorrichtung für die Bewegung von bewegungslosen Patienten in Krankenhäusern und dergleichen.
  • Die Bewegung von Patienten ist ein Problem geworden. Man ging davon ab, daß Krankenschwestern und Hilfspersonal Patienten heben, weil ein derartiges Heben in der Vergangenheit Rückenschäden bei Krankenschwestern hervorgerufen hat, die zu Arbeitsausfallzeiten und Schadensansprüchen führten.
  • Eine Lösung war die Benutzung eines Hebezeuges mit einer oder mehreren daran befestigten Hebeschlingen. Gegenwärtig ist die üblichste Form des Hebezeuges eine Ausführung, die eine einheitliche Körperhalteschlinge aufweist, die den Patienten in eine Wiege legt, während der Patient durch das Hebezeug hochgehoben wird. Die pendelnde Schwingbewegung, die oftmals mit derartigen Hebezeugen verbunden ist, kann sehr abstoßend sein und zu einem Gefühl der Unsicherheit führen, insbesondere bei älteren oder verwirrten Patienten.
  • Das GB 3894 (aus 1915) offenbart ebenfalls eine Hebewiege für Kranke, die in zwei Teilen ausgebildet ist, die relativ zueinander drehbar sind. Die zwei Teile können lösbar in irgendeiner einer Vielzahl von Positionen verriegelt werden, indem ein Bolzen in ein Paar ausgerichtete Öffnungen der zwei gelenkigen Teile eingesetzt wird.
  • Die vorliegende Erfindung strebt danach, eine würdevollere Patientenhebevorrichtung zur Verfügung zu stellen, die genauer gesteuert werden kann.
  • Entsprechend der Erfindung wird eine Patientenbewegungsvorrichtung bereitgestellt, die aufweist: zwei Rahmenelemente, von denen eines so ausgeführt ist, daß es den Torso eines Patienten trägt, und das andere so ausgeführt ist, daß es die Beine eines Patienten trägt, und die drehbar miteinander verbunden sind; und eine Betätigungseinrichtung für das Drehen der Rahmenelemente relativ zueinander, worin die Betätigungseinrichtung kraftgetrieben ist und die Rahmenelemente becherförmige Abschnitte umfassen, die teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen.
  • Das andere Rahmenelement kann in zwei Teilen relativ zueinander drehbar sein, wobei einer der Teile so ausgeführt ist, daß er die Beine des Patienten oberhalb des Knies trägt und der andere Teil so ausgeführt ist, daß er die Beine eines Patienten unterhalb des Knies trägt. Alternativ kann das andere Rahmenelement ein ausziehbares/einziehbares Element sein.
  • Vorzugsweise weist jedes Rahmenelement auf zwei Seitenelemente, die jeweils einen ersten becherförmigen Abschnitt, der bei der Benutzung teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen kann, und einen zweiten Abschnitt aufweisen, der sich bei der Benutzung nach vorn vom ersten Abschnitt erstreckt, und eine Einrichtung für das lösbare Verbinden der zwei Seitenelemente miteinander in Positionen, die von den ersten Abschnitten entfernt sind.
  • Die Betätigungseinrichtung kann eine motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung aufweisen.
  • Unter bestimmten Umständen können Gurte am Rahmenelement vorhanden sein, um den Körper des Patienten zu halten, oder um eine zusätzliche Halterung zu bewirken.
  • Die Erfindung wird jetzt spezieller als Beispiel mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:
  • Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführung einer Patientenbewegungsvorrichtung entsprechend der Erfindung, die um einen auf dem Rücken liegenden Patienten herum zusammengebaut ist;
  • Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, die einen Patienten in einer zurückgelehnten Position trägt;
  • Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, die einen Patienten in einer sitzenden Position trägt;
  • Fig. 4 eine Ansicht gleich Fig. 3, die aber ein alternatives unteres Rahmenelement in einem eingezogenen Zustand zeigt;
  • Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch das obere Rahmenelement und
  • Fig. 6 eine Ansicht gleich Fig. 5, die aber das Rahmenelement zeigt, das einen Patienten trägt.
  • Zuerst mit Bezugnahme auf Fig. 1 bis 3 sowie 5 und 6 der Zeichnungen weist die darin gezeigte Patientenbewegungsvorrichtung ein Rahmenelement 10 für den Torso und ein Rahmenelement 30 für die Beine auf. Die zwei Rahmenelemente 10 und 30 sind bei 50 drehbar miteinander verbunden. Die Rahmenelemente 10 und 30 sind leicht voneinander trennbar.
  • Das Rahmenelement 30 für die Beine liegt in zwei Teilen 30a und 30b vor, die relativ zueinander drehbar sind. Der Teil 30a ist so ausgeführt, daß er die Beine des Patienten oberhalb des Knies trägt, und der Teil 30b ist so ausgeführt, daß er die Beine des Patienten unterhalb des Knies trägt.
  • Wie in Fig. 5 gezeigt wird, weist jedes Rahmenelement 10, 30 zwei identische Seitenelemente 11, 12 auf, die jeweils aufweisen: einen ersten becherförmigen Abschnitt 11a, 12a, der bei der Benutzung teilweise um den Rücken eines auf dem Rücken liegenden Patienten herumgehen kann; und einen zweiten Abschnitt 11b, 12b, der sich bei der Benutzung nach vorn vom ersten Abschnitt erstreckt. Der Kopftrageteil des ersten Abschnittes eines jeden Seitenelementes kann, wie gezeigt wird, eine bedeutend geringere Höhe aufweisen als der Hauptkörpertrageteil eines jeden Seitenelementes. Die zwei Seitenelemente 11, 12 sind lösbar miteinander in Positionen verbunden, die von den ersten Abschnitten 11a, 12a und der Vorderseite des Patienten entfernt sind, wie beispielsweise mittels Querträgern in der Form von Stangen 13 oder dergleichen. Die Seitenelemente 11, 12 und die Querträger 13 sind leicht voneinander trennbar und können miteinander mittels einer Schnellösebefestigungseinrichtung verbunden werden, die beispielsweise einen Übermittemechanismus enthalten kann.
  • Die Seitenelemente 11, 12 sind so geformt, daß sie ein maximales Halten des Patienten ohne Druckpunkte bewirken.
  • Eine motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung 15 wird bereitgestellt, um die Rahmenelemente 10 und 30 relativ zueinander zu drehen. Eine weitere motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung 16 wird bereitgestellt, um die zwei Teile 30a und 30b des Rahmenelementes 30 für die Beine relativ zueinander zu drehen. Die Betätigungseinrichtungen 15 und 16 sind typischerweise von einer Ausführung, die von SKF unter dem Markennamen Victoria hergestellt und verkauft wird, und sie können mittels eines Motors und Getriebes angetrieben werden, typischerweise in der Form eines Scheibenwischermotors, wie beispielsweise eines ITT 403-290.
  • Andere Formen der Betätigungseinrichtung könnten anstelle der vorangehend erwähnten rotierenden Betätigungseinrichtungen bereitgestellt werden. Diese könnten elektrisch betriebene Betätigungseinrichtungen mit Linearbewegung, hydraulische Vorrichtungen oder manuelle Betätigungseinrichtungen sein. Kraftsensoren können bereitgestellt werden, um zu verhindern, daß die Betätigungseinrichtungen eine übermäßige Kraft auf die Vorrichtung und den Patienten anwenden.
  • Gurtbänder 14 können zwischen den Seitenelementen 11 und 12 zur Verbindung benutzt werden, um ein zusätzliches Halten des Patienten zu bewirken.
  • Um einen Patienten zu bewegen, werden die Bauteile des Rahmenelementes 10 für den Torso und des Rahmenelementes 30 für die Beine zum Bett eines auf dem Rücken liegenden Patienten gebracht. Die becherförmigen Abschnitte 11a und 12a der Seitenelemente 11 und 12 werden unter den Rücken des Patienten geschoben und miteinander durch die Querträger 13 befestigt, um das Rahmenelement 10 für den Torso zu bilden.
  • Das Rahmenelement 30 für die Beine wird danach in gleicher Weise zusammengebaut, und das Rahmenelement 10 für den Torso und das Rahmenelement 30 für die Beine werden für eine Drehbewegung um die Achse 50 herum miteinander verbunden.
  • Wenn Gurtbänder 14 verwendet werden sollen, um eine zusätzliche Halterung für den Patienten zu bewirken, werden die Gurtbänder unter den Beinen des Patienten angeordnet, bevor das Rahmenelement für die Beine zusammengebaut wird, aber das Rahmenelement 10 für den Torso wird etwas durch die Betätigungseinrichtung 15 nach dem Zusammenbau der Rahmenelemente 10 für den Torso und 30 für die Beine angehoben, bevor Gurtbänder zwischen den Seitenelementen des Rahmenelementes 10 für den Torso zur Verbindung benutzt werden.
  • Sobald die Rahmenelemente 10 und 30 zusammengebaut sind, wird der Rücken des Patienten zuerst in eine zurückgelehnte Position angehoben, wie in Fig. 2 gezeigt wird, und der Patient kann danach in eine sitzende Position gehoben werden, wie in Fig. 3 gezeigt wird.
  • Die Patientenbewegungsvorrichtung hängt von einem oder mehreren Hebezeugen herab, die an der Decke montiert sein können oder nicht, so daß der Patient von einer Stelle zur anderen bewegt werden kann, wie beispielsweise aus dem Bett zu einem Stuhl. Die Hebezeuge können mittels Programmsteuerung betätigt werden, um den Patienten entsprechend einer ausgewählten von einer Vielzahl von unterschiedlichen Möglichkeiten hochzuheben.
  • Als Alternative zur Bereitstellung des Rahmenelementes 30 für die Beine in zwei Teilen könnte das Rahmenelement für die Beine aus teleskopisch ausziehbaren/einziehbaren Rahmenabschnitten gebildet werden, die in die in Fig. 4 gezeigte Position eingezogen werden können, um zu gestatten, daß der Patient in eine sitzende Position bewegt wird.
  • Die Vorrichtung ist sicher und leicht zu benutzen. Sie gestattet, daß der Patient ohne Furcht oder Verlust an Würde transportiert wird. Die Rahmenelemente können um den Patienten herum verbleiben, während viele unterschiedliche Funktionen durchgeführt werden. Es ist möglich, daß der Patient in einem Rollstuhl sitzt, während die Rahmenelemente noch in Position sind oder sie sogar in ein normales Bad hinein manövriert werden.
  • Die Seitenelemente 11, 12 des Rahmenelementes 10 für den Torso können Airbags enthalten, um die Bequemlichkeit des Patienten zu sichern. Alternativ könnte mit Kunststoff überzogener Schaumstoff verwendet werden.
  • Die Vorrichtung kann ebenfalls verwendet werden, um einen mit dem Gesicht nach unten liegenden Patienten hochzuheben, indem die becherförmigen Abschnitte 11a, 12a teilweise um die Vorderseite des Patienten herumgeführt werden.
  • Die vorangehend angeführten Ausführungen werden nur als Beispiel vorgelegt, und verschiedene Abwandlungen werden für die Fachleute erkennbar sein, ohne daß man vom Bereich der Erfindung abweicht, wie er in den als Anhang beigefügten Patentansprüchen definiert wird.

Claims (6)

1. Patientenbewegungsvorrichtung, die aufweist zwei Rahmenelemente (10, 30), von denen eines (10) so ausgeführt ist, daß es den Torso eines Patienten trägt, und das andere (30) so ausgeführt ist; daß es die Beine eines Patienten trägt und die drehbar miteinander verbunden sind; und eine Betätigungseinrichtung (15) für das Drehen der Rahmenelemente relativ zueinander, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung kraftgetrieben ist; und daß die Rahmenelemente becherförmige Abschnitte (11a, 12a) umfassen, die teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen.
2. Patientenbewegungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das andere Rahmenelement (30) in zwei Teilen (30a, 30b) relativ zueinander drehbar ist, wobei einer der Teile (30a) so ausgeführt ist, daß er die Beine des Patienten oberhalb des Knies trägt und der andere Teil (30b) so ausgeführt ist, daß er die Beine des Patienten unterhalb des Knies trägt.
3. Patientenbewegungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das andere Rahmenelement (30) ein ausziehbares/einziehbares Element ist.
4. Patientenbewegungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes Rahmenelement (10, 30) aufweist zwei Seitenelemente (11, 12), die jeweils einen ersten becherförmigen Abschnitt (11a, 12a), der bei der Benutzung teilweise um den Rücken eines Patienten herumgehen kann, und einen zweiten Abschnitt (11b, 12b) aufweisen, der sich bei der Benutzung nach vorn vom ersten Abschnitt erstreckt; und eine Einrichtung (13) für das lösbare Verbinden der zwei Seitenelemente (11, 12) miteinander in Positionen, die von den ersten Abschnitten entfernt sind.
5. Patientenbewegungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Betätigungseinrichtung (15) eine motorgetriebene rotierende Betätigungseinrichtung aufweist.
6. Patientenbewegungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Gurte (14) an den Rahmenelementen vorhanden sind, um den Körper des Patienten zu halten, oder um eine zusätzliche Halterung zu bewirken.
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EP0929283A1 (de) 1999-07-21
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