DE696529C - Doppelt wirkende hydraulische Oberdruckblechziehpresse - Google Patents

Doppelt wirkende hydraulische Oberdruckblechziehpresse

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DE696529C
DE696529C DE1936SC111403 DESC111403D DE696529C DE 696529 C DE696529 C DE 696529C DE 1936SC111403 DE1936SC111403 DE 1936SC111403 DE SC111403 D DESC111403 D DE SC111403D DE 696529 C DE696529 C DE 696529C
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DE
Germany
Prior art keywords
ram
plunger
flanges
piston
cylinder
Prior art date
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Expired
Application number
DE1936SC111403
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Friedrich Schiller
Jacob Sturm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
L Schuler GmbH
Original Assignee
L Schuler GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by L Schuler GmbH filed Critical L Schuler GmbH
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D24/00Special deep-drawing arrangements in, or in connection with, presses
    • B21D24/10Devices controlling or operating blank holders independently, or in conjunction with dies
    • B21D24/14Devices controlling or operating blank holders independently, or in conjunction with dies pneumatically or hydraulically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Doppelt wirkende hydraulische Oberdruckblechziehpresse Die Erfindung betrifft eine doppelt wirkende hydraulische Oberdruckblechziehpresse, bei der für Zieh- und Blechhalterstößel getrennte Druckräume vorhanden sind. Gegenüber Unterdruckpressen bieten solche Pressen, bei denen der Arbeitshub beim Niedergang der Stößel erfolgt, den Vorteil, daß das Werkstück bis zur Berührung mit den Werkzeugen in Ruhe verharrt, so daß Ausschuß durch unbeabsichtigte Lagenänderung des Werkstückes, mit dem bei Unterdruckpressen gerechnet werden muß; nicht entstehen kann. Die Anordnung getrennter Druckräume für Zieh- und Blechhalterstößel erlaubt gesonderte Steuerung und die Betätigung beider Stößel unter verschiedenen Drücken. Diese Freizügigkeit erfordert der fortschrittliche P'reßbetrieb. Darüber hinaus ist aber auch das Kuppeln beider Stößel möglich, wobei dann der Arbeitsdruck der Summe der beiden Einzeldrücke entspricht.
  • Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, eine fortschrittliche Bauart der erläuterten Oberdruckblechziehpresse zu schaffen. Eine solche Presse soll einen einfachen, gedrungenen und übersichtlichen Aufbau haben, ohne daß die vielseitige und freizügige Verwendbarkeit dadurch eingeschränkt wird. Die Vorteile einer solchen Presse wirren sich in verbilligten. Herstellungs-, Betriebs- und Unterhaltungskosten aus. Die Erfindung besteht in der Vereinigung zweier je für sich bekannter Merkmale. Das eine Merkmal, das dem Kunststoffpressenbau entnommen ist, ist durch folgende Einzelheiten gekennzeichnet: Der Ziehstößel ist am Boden eines Zylinders befestigt. Dieser gleitet an einem feststehenden, als Zylinder ausgebildeten (Vorlauf-) Tauchkolben auf und ab. Der Ziehstößel ist ferner mit einem in dem Tauchkolben geführten (Rücklauf-) (Tauch- oder Scheiben-) Kolben starr verbunden. Die bekannten Blechziehpressen weisen demgegenüber zusätzliche Rückzugszylinder auf, die entweder seitlich am Gestell oder im Querhaupt der Presse untergebracht sind, so daß die Ausladung der Presse nach den Seiten oder nach oben hin unverhältnismäßig groß wird. Außerdem sind bei dieser bekannten Bauart die Druckzylinder usw. schwer zugänglich. Gemäß dem anderen Merkmal der Erfindung ist der Blechhalterstößel mit zwei oder mehreren (Vorlauf-) Tauchkolben verbünden und mit beliebig ausgebildeten Flanschen, Traversen o. dgl. versehen. Diese sind in der Rückzu&sbähn von weiteren Flanschen, Mitnehmern o. dgl. angeordnet, die an dem Ziehstößel sitzen. Diese Bauform, bei der also der Blechhalter durch den Rücklaufkolben des Ziehstößels zurückgeholt wird und die zusätzlichen Rückzugzylinder für den Blechhalterstößel und damit eine besondere Steuerung für den Rücklauf dieses Stößels entbehrlich macht, ist von einer doppelt wirkenden Oberdruckblechziehpresse im Prinzip her bekannt. Bei dieser Presse sind jedoch abweichend von der Erfindung für den Rückzug des Ziehstößels seitliche Zylinder und Kolben angeordnet, so daß also der gedrängte Aufbau der Presse, .den die Vereinigung der beiden vorerwähnten Merkmale ermöglicht, dort nicht vorhanden ist. Bei dieser bekannten Presse wird überdies abweichend von der sonst üblichen Bauart der Blechhalter von druckwasserbeaufschlagten Kissen gehalten, die an der Unterseite des Ziehstößels angeordnet sind und durch die Rückzugzylinder gespeist werden.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sind bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele erläutert und in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiele zwei doppelt wirkende hydraulische Oberdruckblechziehpressen, die die Merkmale der Erfindung aufweisen. Es stellen dar: Abb. i eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, . Abb. 2 eine Draufsicht hierzu, Abb. 3 eine Seitenansicht zu Abb. i in vergrößertem Maßstab, Abb. 4. einen Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. i, Abb. 5 den mittleren Teil einer weiteren Ausführungsform, Abb. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. 5.
  • Die Presse nach den Abb. i bis 4. besteht aus dem P'ressentisch i, .den beiden Seitenständern 2, 3 und dem Querhaupt oder Kopfstück q.: Diese Teile werden in bekannter Weise durch vier Stahlanker 5 gegeneinander verspannt. Das Querhaupt q. trägt das ortsfeste Teil 6, das gleichzeitig als Tauchkolben und als Zylinder ausgebildet ist. Als Tauchkolben dient dieses Teil 6 zur Führung des an diesem auf und ab gleitenden Zylinders 7, an dem der Ziehstbßel8 befestigt ist. Als Zylinder nimmt das Teil 6 den Tauchkolben g in sich auf, indessen kann dieser Kolben bei entsprechender Gestaltung des Teiles 6 auch ein Scheibenkolben sein. Der Tauchkolben 9 trägt auf der dem Ziehstößel 6 abgekehrten Seite die Stange io, mit der die Traverse i i starr verbunden ist. An dieser greifen zwei weitere Stangen 12 an, an denen der Zylinder 7 aufgehängt ist (Abb. 3). Der Blechhalterstößel 13 umgibt den Zylinder 7 und ist mit mindestens zwei Tauchkolben 14 starr verbunden, die in den am Querhaupt q. ortsfest gehaltenen Zylindern 15 auf und ab gleiten. Auch der Blechhalterstößel 13 ist an zwei Stangen 16 aufgehängt (Abb. 3), die mit ihren oberen Enden an der Traverse 17 angreifen. Die Stange io ist durch diese Traverse 17 frei hindurchgeführt; ein auf der Stange io mittels Gewinde verstellbarer Anschlag 18 dient zum Anheben der Traverse 17 und der mit dieser verbundenen Teile. Zur spielfreien Führung des Blechhalterstößels 13 dienen außer den Kolben 14 nachstellbare Leistenpaare ig, die im Pressenständer an geordnet sind. In ähnlicher Weise ist der Ziehstößel 8 im Blechhalterstößel13 durch zwei weitere Leistenpaare 2o geführt. In Abb. 4. ist jeweils nur ein solches Leistenpaar i j bzw. 2o ersichtlich. In Abb. i sind zur Verdeutlichung der Darstellung die Traverse i i und das Gestänge 12 gegenüber der tatsächlichen, aus den Abb.2 und 3 ersichtlichen Stellung versetzt und die Traverse 17 im Schnitt gezeigt: Das Arbeitsspiel dieser Presse läuft, wie folgt beschrieben, ab: Die Zylinder 15 und 7 werden nacheinander unter Druck gesetzt; nach dem Vorlauf bei Niederdruck erhalten Blechhalter- und Ziehstößel die für die faltenfreie Einspannung und für das Ziehen erforderliche Pressung. Beim Aufwärtsgang wird er Abfluß aus den Druckräumen 7 und 15 freigegeben und er Zylinder 6 unter Hochdruck gesetzt. Während der Aufwärtsbewegung des Kolbens g wird über die Traverse i i und das Gestänge 12 auch der Zylinder 7 einschließlich des Ziehstößels 8 angehoben. Sobald die Teile g, io, i i, 12, die aus den Abb. i und 3 ersichtliche Stellung erreicht haben, legt sich der Anschlag 18 an die Traverse 17 an, die nun gleichfalls mitgenommen wird und über das Gestänge 16 auch den Blechhalterstößel 13 anhebt. Die Zuführung der Druckflüssigkeit zu dem Zylinder 7 erfolgt entweder durch ein Teleskoprohr oder durch eine durch die Längswand des Teiles 6 hindurchführende Bohrung.
  • Die Abb: 5 und 6 veranschaulichen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem das Zurückführen des Blechhalterstößels in die Ausgangslage auf andere erfindungsgemäße Weise als bei dem Ausführungsbeispiel nach den Abb. i bis q. beschrieben erfolgt. Der Ziehstößel 8 ist wiederum am Zylinder 7 befestigt. Dieser gleitet an dem als Tauchkolben und Zylinder ausgebildeten, an dem Pressenquerhaupt starr befestigten Teil 6. Der Tauchkolben g bewegt sich im Zylinderraum des Teiles 6 und ist durch die Kolbenstange 21 mit dem Zylinder 7 starr verbunden. Die Stange 2 z, ist durch den Boden 22 des Teiles 6 dichtend hindurchgeführt. Diese Verbindung zwischen Ziehstößel und Rückzugskolben ist nicht erfinderisch. Für den Niedergang des Blechhalters 13 sind wiederum zwei odermehrere in den Zylindern 15 geführte Tauchkolben 14 vorgesehen. Dagegen erfolgt der Rückzug auch des Blechhalterstößels@i3 gemäß der Erfindung nicht mehr über Gestänge und Traverse, sondern mittels der Flanschen 23, die an dem Zylinder 7 befestigt sind. Zur Führung der Flanschen 23 dienen im Blechhalter 23 ausgesparte Längsführungen 2q... Die Flanschen 23 legen sich -entweder an die obere Begrenzung der Längsführung 24 oder an innerhalb des Blechhalterstößels 13 angeordnete Flansche 25: Zur Ermöglichung des Einbaues des Ziehstößels 7 an den Blechhalterstößel 13 können beispielsweise die Flansche 23 an dem Zylinder 7 durch Verschraubung befestigt werden, oder der Blechhalter 13 kann mehrteilig ausgebildet sein. Wie aus Abb.5 ersichtlich, können auch Längsführungen 24 und Flansche 25 gleichzeitig vorgesehen sein.
  • Der Niedergang beider Stößel dieser Bauart erfolgt; wie bei dem Ausführungsbeispiel, nach den Abb. i Ubis q.. Dagegen werden -bei dem Rückzug die Teile 7 und 8 von dem Kolben g- über die Stange 2 i angehoben. Sobald im Verlauf der Rückzugsbewegung die Flanschen 23 an der oberen Begrenzung der Längsführung 2q. oder an .den Flanschen 25 oder an diesen beiden Teilen zur Anlage kommen, wird auch der Blechhalterstöße113 in die Ausgangsstellung zurückgeführt.
  • Die für den Rückzug dienenden Teile beider Ausführungsbeispiele können untereinander ausgetauscht werden. Beispielsweise ist es möglich, den Zylinder? mittels Traverse i i und Gestänge 12 anzuheben und :den Blechhalter 13 über die Flanschen 23 und 25 mitzunehmen. Andererseits kann der Zylinder 7 auch durch die Kolbenstange 2 i angehoben werden, während der Rückzug des Blechhälterstößels 13 über Stange i o, Traverse 17 und Gestänge 16 erfolgt.
  • Die nicht dargestellten Werkzeuge und Auswerfer sind in bekannter Weise ausgebildet. Da bei den Ausführungsbeispielen der Ziehstößel vor dem Blechhalterstößel angehoben wird, ist für diese Bauarten ein gesteuerter Auswerfer vorgesehen. Beginnt dagegen der Blechhalterstößel die Rückzugsbewegung vor dem Ziehstößel, so kann auch ein .selbsttätiger Auswerfer verwendet werden; in diesem Fall ist die Stange i o über eine Traverse und ein Gestänge starr mit dem Blechhalterstößel13 verbunden, während die über das Gestänge 12 mit dem Ziehstößel 8 in Verbindung stehende Traverse i i durch die Stange io frei hindurchgeführt ist und der verstellbare Anschlag 18 nunmehr zum Anheben der Teile 7, 8, 11, 12 dient, nachdem die Teile g, 1o, 13, 1q., 16, 17 die Rückzugsbewegung bereits begonnen hab_ en. Auch diese Bauart wird von dem Erfindungsgedanken getragen. Obwohl die Patentansprüche Pressenbauarten kennzeichnen, bei denen der Ziehstößel während des Rückzuges dem Blechhalterstößel voreilt, umfaßt daher doch die Erfindung auch solche Pressen, bei denen umgekehrt der Rückzug mit dem Anheben des Blechhalterstößels beginnt, auf den dann das Anheben des Ziehstößels folgt.
  • Als Druckerzeugungsanlage- dienen bekannte Vorrichtungen, beispielsweise kann eine gemeinsame, aus Pumpe und Akkumulator bestehende Anlage für Zieh- und Blechhalterstößel verwendet werden. In .diesem Fall ist für den Blechhalterstößel ein besonderer Druckregler ,erforderlich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Doppelt wirkende hydraulische Ober-.druckblechzsehpresse mit getrennten Drudleräumen für Zieh- und Blechhalterstößel, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehstößel (8) in an sich bekannter Weise am Boden eines an einem feststehenden, als Zylinder ausgebildeten (Vorlauf-) Tauchkolben (6) auf und ab gleitenden Zylinders (7) befestigt und mit einem in dem Tauchkolben (6) geführten (Rücklauf-) (Tauch- oder Scheiben-) Kolben.(g) starr verbunden ist und da,ß der .bekannte, mit zwei oder mehreren (Vorlauf-) Tauchkolben (1q.) verbundene Blechhalterstößel (13) in gleichfalls bekannter Weise mit beliebig ausgebildeten Flanschen (25), Traversen (z7) o. dgl. versehen ist, die in der Rückzugsbahn von an dem Ziehstößel (7, 8) sitzenden Flanschen (23),"Mitnehmern (18) o. dgl. angeordnet sind. '
  2. 2. Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Blechhalterstößel (13) über ein Gestänge (16) mit einer Traverse (17) verbunden ist, durch die eine mit dem (Tauch- oder Scheiben-) Kolben (9) an der dem Ziehstößel (8) abgekehrten Seite verbundene Stange (1o), die einen verstellbaren und beider Rückzugsbewegung des Kolbens (9) mit der Traverse (17) zur Anlage kommendenund diese sowie das Gestänge (16) und den Blechhalterstößel .(13) anhebenden Mitnehmer (18) trägt, frei hindurchgeführt ist.
  3. 3. Presse nach Anspruch i oder z; dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Blechhalterstößels (13) Längsführungen. (2q.) oder (und) seitliche Flanschen (z 5) und der Ziehstößelzylinder (7) in diesen Längsführungen (2q.) gleitenden oder (und) unterhalb der Flanschen (25) angeordnete Mitnehmer (z3) tragen, die beim Rückzug des Ziehstößels (7, 8) an der oberen Begrenzung der Längsführungen (2q.) oder (und) an der Unterseite den Flanschen (a5) zur Anlage kommen und dadurch den Blechhalterstößel (13) anheben.
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