DE696352C - Bohrvorrichtung zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen - Google Patents
Bohrvorrichtung zum Bearbeiten langer, enger BohrungenInfo
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- DE696352C DE696352C DE1937V0034149 DEV0034149D DE696352C DE 696352 C DE696352 C DE 696352C DE 1937V0034149 DE1937V0034149 DE 1937V0034149 DE V0034149 D DEV0034149 D DE V0034149D DE 696352 C DE696352 C DE 696352C
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Classifications
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bohrvorrichtung, insbesondere' Feinbohrvorrichtung, mit
der die Bearbeitung langer Bohrungen von verhältnismäßig geringem -Durchmesser mit
einem Höchstmaß an Genauigkeit ermöglicht und der Verschleiß der für die Bearbeitung
benötigten Maschinenteile möglichst gering gehalten wird.
Es ist bekannt, die das Bohrwerkzeug tragende Bohrstange in einem röhrenfönml·
gen Führungskörper zu führen, dessen äußere
• Oberfläche in die fertig bearbeitete Bohrung paßt und der der Bohrstange beim Vorschub
folgt. Der Führungskörper führt gegenüber der Bohrung lediglich die Vorschubbewegung
aus. Er ist dabei als kurz hinter dem Bohrwerkzeug auf der Bohrspindel angeordneter
Ring ausgebildet, während die Bohrspindel auf dem größten Teil ihrer Länge lediglich
von einem röhrenförmigen Körper umgeben ist, der den Axialvorschub auf den Bohrköpf
überträgt. Bei dieser Anordnung der Bohrstange besteht jedoch die Gefahr, daß Abweichungen
von der vorgeschriebenen Form und Lage der Bohrung dadurch entstehen, daß die verhältnismäßig dünne Bohrstange
mit ihrem nur auf einem sehr kurzen Teil der Bohrung geführten Führungsrohr sich
durchbiegt oder in Schwingungen gerät, wodurch die Genauigkeit der Bohrung beeinträchtigt
wird. ,
Nach einem anderen Vorschlag zur Führung der Bohrspindel wird ein Führungsglied
von ebenfalls verhältnismäßig geringer Länge verwendet, das aus einzelnen, in der Umfangsrichtung
der Bohrspindel mit Abstand nebeneinander angeordneten Hartholzstreifen besteht, die federnd ausgebildet sind. Die
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Ausbildung des Führungsringes gewährleistet zwar eine schonende Behandlung der Bohrungsoberfläche,
anderseits genügt sie aber den heute maßgebenden Genauigkeitsanforderungen nicht, da gerade die Elastizität de%
Führungskörpers sich bei der Durchführung;
der mit hoher Spindeldrehzahl erfolgenden Feinbearbeitung infolge der auftretenden
Schwingungen in höchstem Maße nachteilig to auf die erzielte Arbeitsgenauigkeit und Oberflächengüte auswirkt.
Auch in diesem Fall führt der Führungsring lediglich die Vorschubbewegung aus.
Durch die Erfindung werden die Nachteile t5 der bekannten Einrichtungen beseitigt. Bei
der zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen dienenden Bohrvorrichtung wird gemäß der
Erfindung eine das Bohrwerkzeug in bekannter Weise frei fliegend tragende, um-.
laufende Bohrstange, die in einem in der "fertig bearbeiteten Bohrung geführten und
dieser gegenüber lediglich die Vorschubbewegung ausführenden Führungskörper geführt
ist, verwendet, welcher als über die ganze Länge*der Bohrstange sich erstreckendes
Rohr ausgebildet ist, das unmittelbar vor seinem Eintritt in die Bohrung durch ein
Führungslager geführt und an seinem äußeren
Ende von einer Haltefaust festgehalten wird. Für den Führungskörper hat man entweder
besonders weiche Werkstoffe oder Werkstoffe mit besonders harter Oberfläche verwendet.
Solche Führungskörper genügen jedoch nicht den an ihre Verschleißfestigkeit und bezüglieh
ihrer Gleiteigenschaften zu stellenden Anforderungen. Der Führungskörper muß einerseits
zur Aufnahme der mit verhältnismäßig hohen Umdrehungszahlen umlaufenden Bohrstange
möglichst gute Gleiteigenschaften aufweisen, anderseits darf er bei der axialen
Verschiebung in der Bohrung keinem wesentlichen Verschleiß unterliegen. Der Führungskörper muß also auf seiner Innenseite eine
verhältnismäßig große Gleitfähigkeit, auf seiner Außenseite eine verhältnismäßig harte,
verschleißfeste Oberfläche aufweisen. Damit es diesen Bedingungen genügen kann, besteht
das Führungsrohr erfindungsgemäß aus einer bronzeartigen Legierung mit hartverchrointer
Überfläche.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Die Bohrstange 1 ist in an sich bekannter Weise an der Bohrspindel befestigt und wird
von dieser über einen Mitnehmerstift 3 in Drehung versetzt. Gegenüber der Bohrstange
unverschieblich ist am Spindelkopf oder am Maschinengestell eine Haltefaust 4 angebracht,
in deren zylindrischer Bohrung der die Bohrstange 1 umgebende Führungskörper 5 befestigt
ist. Der Führungskörper 5 besteht aus Bronze oder einer bronzeartigen Legierung
und ist auf seiner Außenoberfläche hartverchromt. Die Bohrstange ι ist an ihren Enden 6
und 7 in dem Führungskörper 5 sauber ge- ^!|ührt und dort mit Schmiernuten 8,9 vergehen.
Zwischen den Führungsflächen 6 und 7 der Bohrstange 1 weist die letztere
einen etwas geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser des Führungskörpers 5 auf,
so daß ein zylinderförmiger Mantelraum 10
entsteht. Durch diesen wird die mit einem Schmier- und/oder Kühlmittel gemischte,
durch die radialen Bohrungen 11 der Haltefaust 4 und 12 des Führungskörpers 5 dem
Ringraum 13 der Bohrstange zugeführte Preßluft über die Schmiernut 9 annähernd radial
gerichteten Austritts öffnungen 14 in dem Führungskörper 5 zugeführt. Hinter diesen Austrittsöffnungen
14 ist der Außendurchmesser des Führungskörpers S bei 15 um ein geringes
Maß kleiner als der Bohrungsdurchmesser gewählt, so daß die austretende Preßluft
durch den auf diese Weise gebildeten ringförmigen Querschnitt mit großer Strömungsgeschwindigkeit
sich an der Bohrungswand entlang bewegt und hierbei die von dem Bohrwerkzeug 16 abgetrennten Bohrspäne
aus dem noch nicht fertig bearbeiteten Ende 17 der Bohrung herausbläst. Die Kühlung,
Schmierung bzw. Spanentfernung gehört nicht zur vorliegenden Erfindung. Das Werkzeug
16 ist in an sich bekannter Weise in radialer Richtung verstellbar mittels einer Schraube 18
am Ende der Bohrstange 1 eingespannt.
Es ist zweckmäßig, den Führungskörpers
seinerseits in bekannter Weise noch in einem Führungsbock 20 zu führen, der beim Vorschub
durch Bewegung des Werkstücks 19 mit
dem Arbeitstisch, bei Bewegung des Spindelstocks mit diesem verbunden ist.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Führungskörpers 5 wird im Gegensatz zu
den bekannten, sich selbst führenden Kanonenbohrern die Relativbewegung zwischen tos
bearbeiteter Bohrungsfläche und Werkzeug auf die Vorschubbewegung beschränkt, wie es
für kürzere Führungskörper schon bekannt ist, während die gerade bei der Feinbearbeitung
unter hohen Drehzahlen erfolgende Umlaufbewegung der Bohrspindel ohne nachteilige
Rückwirkung auf die fertig bearbeitete Bohrungsfläche bleibt.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Bohrvorrichtung, insbesondere Feinbohrvorrichtung, zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen mit einer das Bohrwerkzeug frei fliegend tragenden, umlaufenden Bohrstange, die in einem in der fertig bearbeiteten Bohrung geführten und dieser gegenüber lediglich die Vorschubbewegungausführenden Führungskörper geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (5) als über die ganze Länge der Bohrstange sich erstreckendes Rohr ausgebildet ist, das unmittelbar vor seinem Eintritt in die Bohrung durch ein Führungslager (20) geführt und an seinem äußeren Ende 'von einer Haltefaust (4) festgehalten wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr, (s) aus einer bronzeartigen Legierung mit hartverchromter Oberfläche besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937V0034149 DE696352C (de) | 1937-09-11 | 1937-09-11 | Bohrvorrichtung zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937V0034149 DE696352C (de) | 1937-09-11 | 1937-09-11 | Bohrvorrichtung zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE696352C true DE696352C (de) | 1940-09-19 |
Family
ID=7588660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937V0034149 Expired DE696352C (de) | 1937-09-11 | 1937-09-11 | Bohrvorrichtung zum Bearbeiten langer, enger Bohrungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE696352C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971512C (de) * | 1952-01-12 | 1959-02-05 | Karl Burgsmueller | Tieflochbohrwerkzeug |
-
1937
- 1937-09-11 DE DE1937V0034149 patent/DE696352C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971512C (de) * | 1952-01-12 | 1959-02-05 | Karl Burgsmueller | Tieflochbohrwerkzeug |
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