DE69623136T2 - Formkühlvorrichtung für die glasindustrie und verfahren zum herstellen und anpassen dieser kühlvorrichtung an verschiedenen formen - Google Patents
Formkühlvorrichtung für die glasindustrie und verfahren zum herstellen und anpassen dieser kühlvorrichtung an verschiedenen formenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Formkühlsystem für eine Form in einer Maschine zur Herstellung von Glasbehältern, ein Verfahren zur Bearbeitung einer Form, um diese an das Formkühlsystem anzupassen, sowie ein Verfahren zur Anpassung dieses Formkühlsystems an unterschiedliche Typen von Glasbehältern nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 4, 5 und 6.
- Eines der besonders kritischen Probleme in der Hohlglas-Produktionsindustrie betrifft die Kühlung sowohl der Vorformen als auch der Blasformen, da hiervon verschiedene Gesichtspunkte abhängen, die die Qualität und die Quantität bei der Glasherstellung beeinflussen.
- Wenn nämlich der Kühlvorgang nicht möglichst gleichmäßig entlang der Erstreckung zunächst des Külbels und dann des fertigen Produktes erfolgt d. h. in der Vorform und in der Blasform), besteht bekanntlich die Gefahr, daß nicht nur die Dauer des Produktionszyklus über wirtschaftlich akzeptable Grenzen hinaus verlängert wird, sondern daß auch ein zu hoher Anteil an Ausschuß erzeugt wird. Dieser Ausschuß beruht meistens auf Bruch, der durch eine ungleichförmige und damit kritische Verteilung innerer Spannungen in den Wänden des Endproduktes verursacht wird.
- Der Glasposten, der in die Vorform fällt, trifft nämlich zunächst auf ein erstes Hindernis an der Innenwand der Form in einem Bereich, wo sich der Külbelkörper zum Hals hin verrengt. Dieser Teil der Form erwärmt sich schneller als die anderen Teile, so daß er sich rascher abnutzt als die anderen Innenwände der Form. Der Glasposten überhitzt nämlich den Bereich der Innenwand, auf den er trifft, wodurch er ein Ablösen des Trennfilms von diesem Bereich der Innenwand der Form verursacht, so daß der Glasposten an diesem Wandbereich haften bleibt und den daraus folgenden Verschleiß verursacht.
- Bei einer bekannten Kühlvorrichtung ist eine Vielzahl von Leitungen vorgesehen, die bezüglich der Erstreckung der Vorform bzw. der Blasform axial verlaufend im Inneren angeordnet sind. Die Kühlluft fließt dabei in einer Richtung durch diese Leitungen. Bei Vorformen befindet sich die Kammer, die mit Druckluft versorgt wird und die die Kühlleitungen versorgt, nahe am Formkopf, durch den hindurch der Glasposten eindringt, während bei Blasformen die Kammer, die mit Druckluft versorgt wird, im Bereich des Formbodens liegt. Nach dem Kühlvorgang für die Form verläßt die Luft die Form in entgegengesetzter Richtung.
- Daraus folgt, daß der Kühlvorgang bei den beiden Formen zunächst den Boden des Külbels bzw. der Flasche erfasst, anschließend deren mittlere Bereiche und zum Schluß den Hals. Daraus ergibt sich, daß das Endprodukt nicht gleichmäßig gekühlt wird, woraus innere Spannungen folgen, die Risse in den Flaschen und damit deren Ausschuß verursachen.
- Es ist darauf hinzuweisen, daß es bei der Flaschenherstellung gefährlich ist, zuerst den Flaschenboden anstelle der anderen Bereiche der Flasche mit größerer Intensität zu kühlen, was insbesondere die Blasformen betrifft. Es ist nämlich bekannt, daß eine übermäßige Abkühlung des Flaschenbodens das Wärmeungleichgewicht verstärkt und innere Spannungen im Bereich der Verbindung zwischen dem Boden und den vertikalen Wänden der Form verursacht, was die Abdichtung der Flasche beeinträchtigt.
- Eine andere Vorrichtung, die nach der eingangs erwähnten Vorrichtung entwickelt wurde, sieht eine Aufteilung der inneren Kühlkanäle in einen oberen und in einen unteren Bereich der Kanäle vor. Diese werden mit Luft versorgt, die von einer ringförmigen Aussparung zuströmt. Diese Aussparung ist im wesentlichen konzentrisch zur axialen Erstreckung der Form und im wesentlichen in der Mitte der axialen Erstreckung der Form angeordnet.
- Die von hier ausgehende Kühlluft wird in Richtung auf den oberen und auf den unteren Bereich der Form geleitet. Diese Vorrichtung ist dazu geeignet, den homogenen Kühlprozeß der Form in ihren verschiedenen Bereichen zu verbessern, während die zuvor erläuterte Vorrichtung den oberen Bereich der Vorform und den unteren Bereich der Blasform kühler als die entgegengesetzten Bereich der Formen hält. Hinzu kommt, daß diese Vorrichtung einen weiteren Nachteil hat, der in den hohen Kosten besteht, die durch den Austausch der ältesten Bauteile verursacht werden (Formen und Formhalter, die zu den bisherigen technischen Lösungen gehören und sowohl Formen mit axialen Kühlkanälen als auch Formen ohne Kühlkanäle betreffen). Folglich fordert die Einführung von aufgeteilten Kanälen, die für den Kühlvorgang der Formen axial angeordnet sein müssen, hohe Invenstitionskosten und die Lösung vieler Schwierigkeiten nicht nur wirtschaftlicher Art, wenn die Anlagen an moderen Techniken angepaßt werden sollen.
- Zu den erwähnten wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten kommt noch ein technisches Problem hinzu; häufig muß nämlich eine Einrichtung, die Flaschen einer bestimmten Form und Größe herstellt, umgestellt werden auf die Produktion von Flaschen anderer Art. Da diese Umstellung möglichst rasch erfolgen sollte, muß der Aufwand für den Austausch der Bauteile so gering wie möglich sein; diese Forderung kann nur dann erfüllt werden, wenn die Funktionsteile aufgrund kleiner Verschiebungen und Wechsel erneut eingesetzt werden können.
- So kann beispielsweise der Produktionswechsel einen Wechsel in der Größe einer Flasche betreffen, insbesondere der axialen Erstreckung. In diesem Fall sind der Austausch der Vormformen und Blasformen sowie der (hinsichtlich der Form) axiale Ersatz der Druckluftkammer erforderlich, die dazu dient, die axialen Leitungen der Form mit Kühlluft zu versorgen.
- Bei einem Külbel oder einer fertigen Flasche, bei der die axiale Erstreckung des Halsbereiches im Verhältnis zur Erstreckung des Körpers verhältnismäßig klein ist, können die Druckluftkammer und damit auch der entsprechende Formraum, von welchem die Kanäle für die Kühlluft ausgehen, im wesentlichen im axialen Mittelbereich der Form angeordnet werden, während dann, wenn das Külbel und die fertige Flasche eine Axialerstreckung des Halsbereiches haben, die im Verhältnis zum Flaschenkörper erheblich ist, die Druckluftkammer und der entsprechende Formraum, von dem die Kühlluftkanäle ausgehen, in einer axialen Stellung liegen sollten, die verhältnismäßig nahe am Boden des Külbels bzw. der Flasche liegt. Daraus folgt, daß ein Produktionswechsel den Austausch der Form, der Druckluftkammer, der entsprechenden Halteorgane etc. erforderlich machen kann. Die für den Ausrüstungswechsel erforderliche Gesamtzeit ist entsprechend lang. Ferner sind auch die Gesamtkosten, die sich für die Anschaffung kompletter und spezifischer Ausrüstungen für jeden herzustellenden Flaschentyp ergeben, sehr hoch.
- Ein Problem, welches mit dem System gemäß der Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, daß die Betriebseinrichtung soweit wie möglich einsetzbar sein soll, um die entsprechenden Anschaffungskosten auf ein Minimum zu verringern, wenn eine Anlage zur Herstellung von Glasbehältern (ausgehend von einer Anlage mit außen gekühlten Formen oder mit Formen, die durch in einer Richtung verlaufende Axialleitung gekühlt werden) mit Formen versehen werden soll, die durch aufgeteilte Axialleitungen gekühlt werden, so daß die Kühlluft im wesentlichen aus einem mittleren Bereich bezüglich der Axialerstreckung der Form eingeleitet wird. Dieses Ergebnis kann dann erzielt werden, wenn einfache Bearbeitungen vorgesehen werden, beispielsweise mittels Bohrmaschinen und Schleifmaschinen, mit denen die inneren Kanäle und die ringförmigen Aussparungen hergestellt werden können, welche mit den Druckluftkammern verbunden sind.
- Zusätzlich zu dieser Aufgabe besteht eine weitere Aufgabe darin, einen Produktionswechsel für Flaschen in möglichst kurzen Zeiten zu gewährleisten, wobei der Austausch von Einrichtungsteilen, die für einen derartigen Produktionswechsel erforderlich sind, auf ein Minimum reduziert wird.
- Die erläuterten Probleme werden durch das System und die Verfahren nach den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
- Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer geöffneten Form, die aus zwei Paaren von Vorformhälften zusammengesetzt ist,
- Fig. 2 die perspektivische Ansicht einer geschlossenen Vorform, die aus zwei Paaren von Vorformhälften besteht,
- Fig. 3 die perspektivische Ansicht der Vorrichtung, die bei einer doppelten Vorform angebracht werden kann, d. h. an eine Vorform, die aus zwei Paaren von Formhälften besteht,
- Fig. 4 eine Teildarstellung einer Kühlvorrichtung, die an der doppelten Vorform angebracht ist, von der nur eine Farmhälfte gezeigt ist,
- Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Formhälfte einer Vorform und
- Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
- Das System gemäß der Erfindung eignet sich dazu, unter denselben Bedingungen an eine Vorform und an eine Blasform in der Glasherstellungsindustrie angebracht zu werden.
- Die vorliegende Ausführungsform beschäftigt sich mit der Kühleinrichtung, die an den Vorformen angebracht werden kann, wobei darauf hinzuweisen ist, daß die Kühlvorrichtung sich automatisch auch für Blasformen eignet, wodurch die entsprechende Beschreibung kürzer und einfacher ist, da hier nur auf Vorformen Bezug genommen wird.
- Auf der Basis dieser Einschränkung der Beschreibung, nicht jedoch der Anwendungsmöglichkeit, hat die Vorrichtung gemäß der Erfindung zwei Luftrohre, die dazu dienen, zwei doppelte Formhälften A und B zu versorgen. Die Vorform 1 (Fig. 1) besteht aus diesen beiden Formhälften A und B. Die Luftrohre haben ein Element 2, das in an sich bekannter Weise an eine Vorrichtung zur Erzeugung von Druckluft angeschlossen ist, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Ebenfalls nicht dargestellt sind ein zugehöriges Kugelgelenk sowie eine Teleskopverbindung. Das Element 2 hat auch eine Teleskopverbindung 3-3a (Fig. 1, 2 und 3), die über ein an sich bekanntes Kugelgelenk an ein Rohrelement 4 angeschlossen ist. Dieses ist so ausgebildet, daß es in einem in der Zeichnung nicht dargestellten, rechteckigen Sitz eines Blocks 5 (Fig. 1 und 2) teleskopisch verschiebbar ist, welcher seinerseits fest mit zwei seitlichen Elementen 6 (Fig. 2) verbunden ist. Diese seitlichen Elemente haben einen quer ausgerichteten Schlitz 6a, der dazu dient, über zwei Schrauben 6b das rohrförmige Element 4 an dem Block 5 einzuspannen bzw. zu lösen. Wie nachstehend erläutert, dient dies dazu, eine Höheneinstellung der Kühlvorrichtung bei Vorformen bzw. Blasformen zur Herstellung unterschiedlicher Typen von Flaschen vorzunehmen, die sich voneinander nicht nur durch ihre Formen, sondern insbesondere auch durch ihre Axialerstreckung unterscheiden.
- Der obere Teil des Blocks 5 hat einen Flansch 7, der mit Hilfe von zwei Schrauben 8, von denen in Fig. 2 nur eine gezeigt ist, an einer Gehäusehälfte 9 befestigt wird. Diese sowie eine weitere Gehäusehälfte 10 bilden Druckluftkammern der Vorrichtung gemäß der Erfindung, die an der Vorform angebracht ist.
- Soweit in Fig. 4 die Vorform 1 (mit nur einer Formhälfte A) im einzelnen dargestellt ist, ist die Druckluftkammer, bestehend aus der Gehäusehälfte 9, auf der linken Seite der Vorform angeordnet. Da diese Form eine doppelte Vorform ist, die aus zwei Formhälfte A besteht, entsprechen dieser zwei Formhälften B. Die Formhälften A und B sind in Fig. 1 gezeigt. Die Gehäusehälfte 9 hat, wie die Fig. 3 und 4 zeigen, eine Ausnehmung 16, die so ausgebildet ist, daß sie mit einer ringförmigen Aussparung 17 der Vorform 1 (Fig. 5) zusammenwirkt. Die Aussparung 17 hat eine Vielzahl von Löchern 18, die sich nach unten in Kanäle 19 (Fig. 1) hinein erstrecken, sowie Löcher 20, die sich nach oben in Kanäle 21 erstrecken.
- Die Kühlluft, die von den Gehäusehälften 9 und 10 in die Aussparung 17 der Vorform 1 geblasen wird, wird in zwei Teile aufgeteilt, von denen der erste in Fig. 1 durch einen Pfeil C angedeutet ist und nach oben gerichtet ist, während der andere nach unten gerichtet und durch einen Pfeil D dargestellt ist.
- Die Vorform 1 (und in derselben Weise auch die in der Zeichnung nicht dargestellte Blasform) hat nach oben eine Schulter 27 (Fig. 1 und 2), mit der ein oberer Formhalter-Einsatz 28 zusammenwirkt. Wie auch aus Fig. 3 ersichtlich, wird dieser durch einen Schwenkarm 29 mitgenommen. Gemäß Fig. 2 wird ein unterer Schwenkarm 31 von einem unteren Formhaltereinsatz 32 getragen. Die Schwenkarme 29 und 31 sind miteinander über ein Gelenk 30 verbunden. In Fig. 2 ist angedeutet, daß ein durchgehender Bolzen 33 durch den Einsatz 28, den Schwenkarm 29, die Gehäusehälfte 9, den unteren Schwenkarm 31 und den unteren Einsatz 32 hindurch verläuft. Er endet schließlich in einem nicht dargestellten Gewindesitz, der in das rohrförmige Element 4 eingearbeitet ist.
- Zwischen den Schwenkarm 29 und die Gehäusehälfte 9 ist ein Distanzelement 34 eingesetzt, das gemäß Fig. 6 aus zwei Halbscheiben 36 besteht. Nachstehend wird deutlich, daß beide Halbscheiben über zwei Schrauben 37 miteinander verbunden werden können, wodurch der Bolzen 33 eingeschlossen wird. In gleicher Weise wie das Distanzelement 34 ist ein Distanzelement 38 (Fig. 3) zwischen die Gehäusehälfte 9 und den unteren Schwenkarm 31 eingesetzt.
- Wenn die Gehäusehälften 9 und 10 der Vorform 1 und der in der Zeichnung nicht dargestellten Blasform an die Axialerstreckung einer neuen Form angepaßt werden sollen, wird die neue und optimale Frontalstellung der entsprechenden Gehäusehälften 9 und 10 relativ zu der ringförmigen Aussparung 17 (Fig. 5) der Form ermittelt durch die entsprechende Auswahl der Erstreckung des Distanzelementes 34, 38 in axialer Richtung. Diese Distanzelemente stehen in unterschiedlichen Höhen zur Verfügung, welche von der Axialerstreckung der Form und der optimalen Positionierung der Gehäusehälften 9 und 10 abhängen, welche die Druckluftkammern für die Versorgung der Kanäle 19 und 21 aufnehmen. Die Distanzelemente 34 und 38 sind daher Höhenanpassungselemente für die Druckluftkammer 9, 10 relativ zu der entsprechenden, ringförmigen Aussparung 17 der Form 1.
- Das erläuterte Formkühlsystem arbeitet in der folgenden Weise:
- Nachdem entschieden ist, welche Art Glasbehälter produziert werden soll, wird die entsprechende, zum Einsatz kommende Form 1 ausgewählt und an der Einrichtung der Fig. 3 angebracht, wobei darauf zu achten ist, daß die Schulter 27 der Form 1 an dem Einsatz 28 angeordnet ist. In der Zwischenzeit werden die Distanzelemente 34 und 38 der Einrichtung 3 ausgewählt, wobei die Erfordernisse zur Platzierung der Kammer 9, 10 relativ zu der ringförmigen Aussparung 17 der Form 1 zu berücksichtigen sind.
- Der wesentliche Vorteil der Vorrichtung gemäß der Erfindung im Vergleich zu ähnlichen Vorrichtungen des Standes der Technik besteht darin, daß die erläuterte Vorrichtung eine völlige Trennung der Kammer 9, 10 von der Form 1 vorsieht. Die Form 1 ruht nämlich im angebrachten Zustand mit der Schulter 27 auf dem Einsatz 23, was zur Folge hat, daß die Form 1 unabhängig vcn der Einrichtung der Fig. 3 ist.
- Daraus ergibt sich der Vorteil, daß immer dann, wenn eine Form durch eine andere Form ersetzt werden soll, um einen Produktionswechsel für den Glasbehälter herbeizuführen, der sogenannte "Käfig" (die Arme 29, 31, der obere Einsatz 28 und der untere Einsatz 32) von der Form 1 abgenommen wird, so daß diese durch eine andere Form ersetzt werden kann, um unterschiedliche Behälter zu erzeugen. Dies hat den Vorteil, daß der Nachteil vermieden wird, der in der Notwendigkeit besteht, die gesamte Einrichtung auszuwechseln, wenn immer die Behälterproduktion geändert werden soll.
- Es ist ersichtlich, daß das System gemäß der Erfindung eine wesentliche Verringerung der Kosten für die Einrichtung erlaubt, was ermöglicht wird durch die Einführung eines in zwei Richtungen ablaufenden, internen Kühlprozesses, bei dem die Kühlluft von einem mittleren Bereich der axialen Erstreckung der Form eingeblasen wird.
- Es ist anzumerken, daß die beschriebene Vorrichtung in einer Anlage für die Herstellung von Glasbehältern eingesetzt werden kann, die auf dem herkömmlichen Konzept mit einfachem, doppeltem oder dreifachem Glasposten beruht, d. h. die entweder mit äußeren Kühlkanälen oder mit in einer Richtung wirkenden inneren Kühlkanälen versehen werden kann.
- Nachstehend werden die Vorteile der beschriebenen Vorrichtung bezüglich der beiden Prozesse erläutert:
- 1. Bearbeitung herkömmlicher Vorformen und Blasformen (beide mit von außen gekühlten Formen - wegen des Fehlens innerer Kühlkanäle - und mit Formen, die mit in einer Richtung arbeitenden Kühlkanälen versehen sind), um diese abzuändern und an eine andere Produktionstechnologie anzupassen, bei der ein in zwei Richtungen arbeitender, innerer Kühlvorgang über innere Kanäle abläuft;
- 2. Anpassung der Kühlvorrichtung an unterschiedliche Formen für den Übergang der Produktion eines Glasbehälters auf einen anderen.
- Bei dem zuerst genannten Verfahren ist es möglich, von einer außen gekühlten Form überzugehen auf eine Form, die über innere Kühlkanäle gekühlt wird, wobei die folgenden Bearbeitungen vorgenommen werden:
- 1. Drehbearbeitung zum Abtragen der Kühlrippen in dem Bereich, in dem die Druckluftkammern zur Anlage kommen,
- 2. Fräsen des abgedrehten Bereiches zur Einarbeitung der ringförmigen Aussparung.
- 3. Bohren zur Herstellung der Kühlkanäle.
- Für den zweiten Prozeß ist der folgende Arbeitsvorgang notwendig:
- 1. Fräsen in dem Bereich, in dem die Druckluftkammer die Form berührt, bis die inneren Kanäle erreicht sind.
- Um schließlich überzugehen von der Herstellung eines Glasbehälters auf die Herstellung eines anderen Behälters, der unterschiedliche form und Axialerstreckung hat, sind die folgenden Schritte notwendig:
- 1. Lösen der Schrauben 6b der beiden seitlichen Elemente 6, damit das rohrförmige Element 4 von dem Block abgenommen werden kann; dieser Schritt erlaubt eine Höheneinstellung des sogenannten "Käfigs" der Fig. 3 relativ zu der neuen Form.
- 2. Auswechseln der Distanzelement 34, 38, so daß die Druckluftkammer 9, 10 mit ihrer Ausnehmung 16 vor der ringförmigen Aussparung 17 zu liegen kommt.
- 3. Anziehen der Schrauben 6b der Blöcke 5.
Claims (6)
1. Formkühlsystem für eine Form (1) in einer Maschine zur
Herstellung von Glasbehältern, wobei die Form eine Vorform oder
eine Blasform ist, umfassend eine Druckluftkammer (9, 10), die
über ein Rohr (2, 2, 3a, 4, 5) mit Druckluft versorgt wird und
auf eine halbringförmige Aussparung (17) in der Außenseite einer
Formhälfte der Form (1) formschlüssig aufsetzbar ist, von
welcher Aussparung Kühlluft in eine Mehrzahl innerer, axialer
Kühlkanäle (19, 21) geleitet wird, die sich von dieser
Aussparung (19) zu beiden Seiten der Aussparung (17) durch die
Form (1) hindurch erstrecken, wobei die Aussparung (17)
bezüglich der axialen Erstreckung der Form (1) einen oberen
Bereich (21) und einen unteren Bereich (19) hat und die
Aussparung sowie die axialen Kühlkanäle Teil der
Formkühlvorrichtung sind, gekennzeichnet durch Höhenanpassungselemente
(34, 38) für die Druckluftkammer (9, 10), die eine axiale
Einstellung der Lage der Luftdruckkammer bezüglich der
entsprechenden, halbringförmigen Aussparungen (17) einer
Vielzahl unterschiedlicher Formen (1) erlauben, von denen jede
für die Herstellung einer spezifischen Flasche ausgebildet sind,
so daß die Druckluftkammer (9, 10) mit jeder beliebigen dieser
Formen. (1) zusammenwirken kann.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieses
zwei Rohre (2, 3, 3a, 4, 5) hat, von denen jedes zwei die
Druckluftkammern (9, 10) bildende Gehäusehälften mit Luft
versorgt, wobei jede Druckluftkammer eine Ausnehmung (16) hat,
die mit der halbringförmigen Aussparung (17) der Form (1)
zusammenwirkt.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Form (1) formschlüssig in einen Käfig eingesetzt und in
diesem herausnehmbar gehalten ist, welcher Käfig die Druckluftkammer
(9, 10), einen oberen Schwenkarm (29) und einen
unteren Schwenkarm (31) mit einem oberen Formhaltereinsatz (28)
bzw. einem unteren Formhaltereinsatz (32) aufweist, wobei die
Höhenanpassungselemente (34, 38) der Druckluftkammer (9, 10)
zugeordnet sind.
4. Verfahren zur Bearbeitung einer Form, die für die Kühlung
durch ein äußeres Kühlsystem ausgelegt und daher mit äußeren
Kühlrippen versehen ist, um durch die Bearbeitung die Form in
eine Form zu überführen, die eine Vielzahl von inneren, axialen
Kühlkanälen und eine halbringförmige Aussparung (17) in der
Außenseite jeder Formhälfte der Form (1) hat, von der sich die
axialen Kühlkanäle (19, 21) zu beiden Seiten der Aussparung (17)
durch die Formhälften hindurch erstrecken, gekennzeichnet durch
die folgenden Bearbeitungsschritte:
a) Drehbearbeitung der Außenseite der Form (1), wodurch die
Kühlrippen in dem Bereich entfernt werden, in den die
halbringförmigen Aussparungen (17) eingearbeitet werden sollen;
b) Fräsen des abgedrehten Bereiches zur Einarbeitung der
ringförmigen Aussparung (17) in die Form (1);
c) Bohren der axialen Kühlkanäle (19, 21).
5. Verfahren zur Bearbeitung einer Form, die für die Kühlung
durch ein inneres Kühlsystem ausgelegt ist und daher innere,
axiale Kühlkanäle aufweist, um dadurch die Form in eine Form mit
einer Vielzahl von inneren, axialen Kühlkanälen und mit einer
halbringförmigen Aussparung (17) in der Außenfläche jeder
Formhälfte der Form (1) zu überführen, von der sich die axialen
Kühlkanäle (19, 21) zu beiden Seiten der Aussparung (17) durch
die Formhälften hindurch erstrecken, gekennzeichnet durch
Fräsbearbeitung des Bereiches der Form (1), in welchen die
halbringförmigen Aussparungen (17) bis zu einer radialen
Erstreckung eingearbeitet werden sollen, wozu die Aussparungen
in die inneren Kühlkanäle (19, 21) eingeschnitten werden.
6. Verfahren zur Anpassung eines Formkühlsystems nach Anspruch 3
an unterschiedliche Typen von Glasbehältern, gekennzeichnet
durch die folgenden Schritte:
a) Lösen der Luftrohre (4) von dem die Form haltenden Käfig,
b) Auswechseln der Höhenanpassungselemente (34, 38) in der
Weise, daß die Druckluftkammer (9, 10) vor der halbringförmigen
Aussparung (17) der neuen Form (1) angeordnet ist, welche für
die Herstellung der unterschiedlichen Typen von Glasbehältern
verwendet wird,
c) Befestigen des Rohres (1) an dem die Form tragenden Käfig.
Applications Claiming Priority (1)
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