Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft superharte
Kohlenstoffnitride oder solche mit niedriger Kompressibilität.
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Die Erfindung basiert auf ab initio Berechnungen der
relativen Stabilität der Struktur und physikalischen Eigenschaften
von Kohlenstoffnitrid-Polymorphen, die eine kubische Form von
C&sub3;N&sub4; mit einem Kompressionsmodul bei Nulldruck hindeuten, der den
von Diamant übertrifft. Wie Diamant kann diese neue Phase unter
hohem Druck synthetisiert und auf Umgebungsdruck abgeschreckt
werden, um als Material mit niedriger Kompressibilität verwendet
zu werden. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die vorliegende
kubische Form von Carbidnitrid, C&sub3;N&sub4;, bei Raumbedingungen
erheblich weniger kompressibel sein sollte als Diamant. Da geringe
Kompressibilität mit Härte korreliert, wird das vorliegende neue
Material als härter als Diamant angesehen, und ist daher von
erheblichem technologischem Nutzen als superabrasive
Zusammensetzung und für verschleißbeständige Beschichtungen.
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Die vorliegende Erfindung ist das Ergebnis von
umfangreichem Interesse an der Möglichkeit, neue Materialien mit
niedriger Kompressibilität zu finden. Verschiedene Formen von
Kohlenstoffnitriden sind zuvor als mögliche superharte Materialien
vorgeschlagen worden, deren Härte diejenige von Diamant
potentiell übertrifft. Mehrere vielversprechende
Kandidatenprototypformen von C&sub3;N&sub4; sind identifiziert und ihre Energetik, Strukturen
und physikalischen Eigenschaften berechnet worden, wobei
festgestellt wurde, dass die kubische Form von C&sub3;N&sub4; die
inkompressibelste ist.
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Das vorliegende kubische C&sub3;N&sub4;-Material kann bei Drücken und
Temperaturen synthetisiert werden, die im Labor erreichbar sind.
Allgemein gesagt ergibt sich, dass das Material bei hohem Druck
und hoher Temperatur (z. B. 120 000 bis 800 000 Atmosphären und
1000 bis 3000ºC) gebildet und nachfolgend abgeschreckt werden
kann, so dass es bei Umgebungsbedingungen stabil ist.
Hintergrund der Erfindung
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Intensives theoretisches und experimentelles Interesse hat
sich auf die Möglichkeit neuer Materialien mit niedriger
Kompressibilität konzentriert, die Kompressionsmodule und Härte
aufweisen, die diejenigen von Diamant übertreffen.
Kohlenstoffnitride sind auf Grundlage von empirischer Systematik [1] als
superharte Materialien vorgeschlagen worden. Ab initio
Berechnungen wiesen darauf hin, dass ein hypothetisches Material, β-
C&sub3;N&sub4;, ein Kompressionsmodul haben könnte, das etwas niedriger als
dasjenige von Diamant ist [2, 3]. Diese Ergebnisse lieferten die
Motivation für theoretische Berechnungen [4-8] und
experimentelle Bemühungen zum Synthetisieren und Charakterisieren dieser
Verbindung [10-20]. Amorphe C-N-Filme sind synthetisiert worden
[14,16,20] und in einigen dieser Filme sind kleine Kristallite
gefunden worden [15, 17-19]. Elektronenbeugungsbilder dieser
Kristallite wurden als β-C&sub3;N&sub4;-Struktur indexiert. Es wurde auch
vorgeschlagen, dass eine bessere Anpassung an Phasen von Graphit
gegeben ist [9]. Andere Formen von Kohlenstoffnitrid mit hoher
Härte sind vorgeschlagen worden, einschließlich einem
Fullerenartigen Kohlenstoffnitrid [21] und einem kristallinen
Kohlenstoffnitrid-Verbundwerkstoff [22].
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung basiert auf einer Untersuchung
der Stabilität und Eigenschaften von Kohlenstoffnitriden unter
Verwendung von ab initio Berechnungen. Diese Untersuchungen
zeigen, dass α-C&sub3;N&sub4; und Graphit-C&sub3;N&sub4; gegenüber β-C&sub3;N&sub4; energetisch
bevorzugt sind, und weisen darauf hin, dass eine kubische Form
von C&sub3;N&sub4; einen Kompressionsmodul bei Nulldruck aufweist, der über
den von Diamant hinausgeht, und bei Nulldruck metastabil ist,
wobei der Kompressionsmodul bei Nulldruck das Inverse der
Kompressibilität ist.
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Unter der Annahme, dass eine niederenergetische
Kohlenstoffnitridstruktur mit hohem Kompressionsmodul mit Stickstoff
vierfach koordinierten Kohlenstoff und mit Kohlenstoff dreifach
koordinierten Stickstoff aufweisen muss, sind durch Betrachtung
chemischer Systeme mit dieser Art von Bindungstopologie mehrere
zusätzliche Prototypstrukturen identifiziert und dichte
Strukturen innerhalb dieser Systeme lokalisiert worden. Unter
Verwendung von ab initio-Pseudopotential-Gesamtenergie-Techniken [23]
sind eine Reihe von C&sub3;N&sub4;-Polymorphen untersucht worden, um deren
Energetik, Struktur und physikalischen Eigenschaften
einschließlich Kompressionsmodul bei Nulldruck (K&sub0;), Dichte und
Energielücke zu bestimmen.
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Berechnungen wie jene in den frühen Untersuchungen von
Kohlenstoffnitrid [4-7] wurden unter Verwendung von
Dichtefunktionaltechniken innerhalb der Lokalen Dichteannäherung (LDA) an
Elektronenaustausch und -korrelation durchgeführt. Eine
vorkonditionierte Methode der konjugierten Gradienten wurde zur
Minimierung der elektronischen Freiheitsgrade verwendet. Die
elektronischen Wellenfunktionen wurden nach einem Basissatz ebener
Wellen mit periodischen Randbedingungen zu entwickelt. Es wurden
auch erweiterte norm- und härteerhaltende (ENHC)
Pseudopotentiale [24] verwendet. Diese Methode gewährleistet, dass die
Gesamtenergiewerte von dem Atom und Pseudoatom in zweiter Ordnung in
Bezug auf willkürliche Änderungen der Besetzung der
Valenzzustände übereinstimmen. Es hat sich gezeigt, dass diese
zusätzliche Bedingung die Übertragbarkeit des Pseudopotentials in den
Untersuchungen von Diamant-Kohlenstoff [24], Siliciumdioxid [25]
und die linearen Reaktionseigenschaften freier Atome [26]
verbessert. Für jede Struktur wurde die Gesamtenergie über einen
weiten Bereich von Volumina berechnet. Bei einem gegebenen
Volumen wurden die Positionen der Kationen und der Anionen bestimmt,
indem die Kräfte auf die Ionen minimiert wurden, und die Ränder
der Elementarzelle wurden bestimmt, indem die mechanische
Spannung der Zelle minimiert wurde. Die resultierenden Energiewerte
wurden in eine Birch-Zustandsgleichung [27] eingesetzt, um den
Druck, K&sub0; und die Ableitung des Kompressionsmoduls nach dem Druck
(K'&sub0;) zu bestimmen.
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Die β-C&sub3;N&sub4;-Struktur basiert auf der β-Si&sub3;N&sub4;-Struktur, wobei
Si durch C ersetzt ist. Diese Struktur ähnelt der Phenakit-
(Be&sub2;SiO&sub4;)-Struktur und besteht aus vierfach koordiniertem Kohlenstoff,
der durch dreifach koordinierte N-Atome zu einem Netzwerk
aus 3-, 4- und 6-fachen Ringen aus CN&sub4;-Tetraedern verbunden
ist (Fig. 1a). Die Elementarzelle enthält 14 Atome und hat P3-
Symmetrie. Die α-C&sub3;N&sub4;-Struktur kann als ABAB...-Stapelfolge von
Schichten aus β-C&sub3;N&sub4; (A) und seinem Spiegelbild (B) beschrieben
werden. Die Elementarzelle enthält 28 Atome und hat
P3&sub1;c-Symmetrie (Fig. 1b). Wenn die Symmetrie der optimierten P3&sub1;c-Struktur
auf P3 relaxiert wurde, gab es keine Veränderungen in den
atomaren Koordinaten der Struktur. Die graphitische Form von
Kohlenstoffnitrid besteht aus einer ABAB...-Stapelfolge der planaren
Struktur [28] (Fig. 1c). Die Elementarzelle enthält 14 Atome
und zeigt P m2-Symmetrie.
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Ein weiterer von dieser Analyse vorgeschlagener Kandidat
ist die pseudokubische α-CdIn&sub2;Se&sub4;-Struktur [31] (Fig. 1d). Diese
Struktur kann als Defekt-Zinkblende-Struktur klassifiziert
werden, ein Strukturtyp, der von Liu et al. [6] zuvor für C&sub3;N&sub4;
vorhergesagt wurde. Er zeigt P 2m-Symmetrie und enthält sieben
Atome in der Elementarzelle.
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Auch in dem Zn&sub2;SiO&sub4;-System wurde nach möglichen
Kandidatenstrukturen gesucht, weil die Willemit-I-Struktur bei Nulldruck
zu derjenigen von Phenakit isomorph ist. In einer Untersuchung
von Hochdruckumwandlungen in Zinksilikaten haben Syono et al.
gefunden, dass sich die Willemit-I-Struktur bei 3 GPa bei 1400ºC
in die Willemit-II-Struktur umwandelt und auf
Umgebungsbedingungen abgeschreckt werden kann [29]. Die Willemit-II-Struktur
zeigt I 2d-Symmetrie und hat 28 Atome in der Elementarzelle. Das
im Zusammenhang mit der vorliegenden Arbeit untersuchte kubische
C&sub3;N&sub4; basiert auf der Hochdruck-Willemit-II-Struktur [30] von.
Zn&sub2;SiO&sub4;. Wenn Zn und Si durch C und O durch N ersetzt werden,
wurde gefunden, dass diese Struktur kubische I 3m-Symmetrie
annimmt, wenn der Struktur die Möglichkeit gegeben wird, zu
relaxieren (Fig. 1e).
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Alle der tetraedrisch koordinierten Strukturen zeigen
ähnliche C-N-Bindungslängen, intertetrahedrische C-N-C- und
intratetrahedrische N-C-N-Bindungswinkel (Tabelle 1). Wie in Fig. 2
gezeigt ist, wird vorhergesagt, dass α-C&sub3;N&sub4; bei allen Volumina
eine niedrigere Energie als β-C&sub3;N&sub4; aufweist. Es ist auch gefunden
worden, dass Beugungsdaten [15,17,18] mit niedrigerem rms-Fehler
als α-C&sub3;N&sub4; neu indexiert werden können. Dieses Ergebnis stimmt
mit früheren Arbeiten von Guo und Goddard [8] unter Verwendung
interatomarer Potentiale überein.
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Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird vorhergesagt, dass die
Graphit-C&sub3;N&sub4;-Struktur eine etwas niedrigere Energie als α-C&sub3;N&sub4;
hat. Dieses Ergebnis stimmt qualitativ mit früheren Berechnungen
überein, die die Energiewerte von planarem C&sub3;N&sub4; mit denjenigen
von β-C&sub3;N&sub4; vergleichen [6, 7]. Diese Struktur sollte ein guter
Kandidatvorläufer für die Hochdrucksynthese von C&sub3;N&sub4;-Verbindungen
sein.
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Die kubische Struktur von C&sub3;N&sub4; bei Nulldruck liegt
energetisch höher als sowohl α- als auch β-C&sub3;N&sub4;, wurde jedoch zu der
energetisch bevorzugten Struktur, als die Volumina vermindert
wurden. Der Übergangsdruck von α- zu kubischem C&sub3;N&sub4; wird mit
ungefähr 68 GPa vorhergesagt. Der vorhergesagte Übergangsdruck
von Graphit-C&sub3;N&sub4; zu kubischem C&sub3;N&sub4; beträgt ungefähr 12 GPa, was
leicht unter Verwendung großvolumiger Pressen erreichbar ist.
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Der berechnete Kompressionsmodul bei Nulldruck, K&sub0;, der
kubischen C&sub3;N&sub4;-Struktur beträgt 496 GPa. Dies liegt über dem
experimentellen K&sub0; von Diamant, d. h. 442 GPa [32]. Diese
Ergebnisse weisen darauf hin, dass kubisches C&sub3;N&sub4; auch hohe Härte zeigen
kann [33]. Um die mechanische Stabilität von kubischem C&sub3;N&sub4;
abzuschätzen, wurden die internen Koordinaten bei einer Vielfalt
von Volumina verschoben. Die Atome kehrten auf ihre
Anfangspositionen zurück, wobei sie der Energieminimierung gemäß
P1-Symmetrie folgten. Somit wird vorhergesagt, dass die Struktur bei
hohen Drücken sowie bei Umgebungsdrücken mechanisch stabil ist.
Die elastischen Konstanten von kubischem C&sub3;N&sub4; wurden auch unter
Verwendung etablierter an initio Techniken bestimmt [34]. Die
Struktur erfüllt das Bornsche Stabilitätskriterium für
mechanische Stabilität [35].
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Das weitverbreitete Interesse an Kohlenstoffnitriden
resultiert auch aus deren vorhergesagter breiter Energielücke und
hoher Atomdichte. Es wird vorhergesagt, dass die berechnete kubische
Hochdruck-C&sub3;N&sub4;-Phase ein Energielücke von 2,90 eV hat, α-C&sub3;N&sub4;
eine Energielücke von 3,85 eV hat und β-C&sub3;N&sub4; eine Energielücke
von 3,25 eV hat. In allen Fällen wurde gefunden, dass die
Energielücke indirekt ist. Weil LDA die experimentelle Energielücke
üblicherweise um 15 bis 20% unterschätzt, sollten die
tatsächlichen Energielücken der synthetisierten
Kohlenstoffnitridstrukturen höher sein. Alle dieser Phasen außer Graphit-C&sub3;N&sub4; hatten
vorhergesagte Atomdichten, die sich denen von Diamant annäherten
(experimentelles Ergebnis: 0,2950 Mol-Atome/cm³, LDA-Ergebnis:
0,3007 Mol-Atome/cm³). Es hat sich herausgestellt, dass die
Atomdichte von kubischem C&sub3;N&sub4; 0,2957 Mol-Atome/cm³ beträgt.
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Auf Basis seiner hohen Atomdichte und der Bindungstopologie
dieser Struktur sollte kubisches C&sub3;N&sub4; ein hervorragender
Wärmeleiter sein. Die meisten experimentellen Untersuchungen von
Kohlenstoffnitriden sind bei Umgebungs- oder Niederdruckbedingungen
durchgeführt worden. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen die
Bedeutung der Hochdrucksynthese bei der Suche nach neuen
Kohlenstoffnitriden. Der berechnete Übergangsdruck von
Niederdruckphasen (Graphit-C&sub3;N&sub4; oder α-C&sub3;N&sub4;) zu der kubischen C&sub3;N&sub4;-Phase liegt
innerhalb der Reichweite moderner Hochdrucktechniken. Zudem
liegt der vorhergesagte Übergangsdruck für die Synthese von
kubischem C&sub3;N&sub4; aus der Graphit-C&sub3;N&sub4;-Phase innerhalb des Bereichs
großvolumiger Pressen, wodurch die Synthese im Industriemaßstab
möglich würde. Die vorliegenden Ergebnisse deuten darauf hin,
dass es auch möglich sein könnte, ändere
Hochdruck-Kohlenstoffnitride mit hohen Kompressionsmodulen und niedrigen
Kompressibilitätswerten (z. B. pseudokubisches C&sub3;N&sub4;) als durch Druck
abschreckbare metastabile Phasen zu synthetisieren.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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In den angefügten Zeichnungen ist Fig. 1 eine Darstellung
von β-C&sub3;N&sub4;- (Fig. 1a), α-C&sub3;N&sub4;- (Fig. 1b), Graphit-C&sub3;N&sub4;- (Fig.
1c), pseudokubischen C&sub3;N&sub4;- (Fig. 1d) und kubischen C&sub3;N&sub4;- (Fig.
1e) Strukturen entlang der [001]-Achse. Die dunkleren Kreise
stehen für Kohlenstoff und die helleren Kreise stehen für
Stickstoff.
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Fig. 2 zeigt für die untersuchten Strukturen
Gesamtenergiewerte als Funktion des Volumens. Die Kurven wurden durch
Anpassungen an die berechneten Datenpunkte unter Verwendung der
Birch-Zustandsgleichung erzeugt. Für die α-C&sub3;N&sub4;-Struktur wird ein
K&sub0; von 425 GPa vorhergesagt. Für die β-C&sub3;N&sub4;-Struktur ist der K&sub0;
451 GPa und ändert sich nicht wesentlich, wenn die
Symmetrierestriktionien von P6&sub3;/m auf P3 herabgesetzt werden. Der K&sub0; für die
pseudokubische C&sub3;N&sub4;-Struktur ist ebenfalls hoch (448 GPa); obwohl
diese Phase verglichen mit α-C&sub3;N&sub4; und kubischem C&sub3;N&sub4; energetisch
nicht günstig zu sein scheint, ist es vorstellbar, dass dieses
Material metastabil gebildet werden könnte. Die Übergangsdrücke
werden durch Anlegen gemeinsamer Tangenten bestimmt.
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Aus dem obigen wird erkannt, dass das erfindungsgemäße C&sub3;N&sub4;-
Produkt durch Kombinieren von Kohlenstoff und Stickstoff bei
superatmosphärischen Drücken, z. B. 120 000 bis 800 000
Atmosphären (12 GPa bis 80 GPa) bei beispielsweise 1000 bis 3000ºC
hergestellt wird. Bei einem typischen Verfahren können Kohlenstoff-
oder Graphitteilchen unter Verwendung einer Diamantdruckzelle in
einen See aus flüssigem Stickstoff getaucht werden. Ein
Laserstrahl wird in die Zelle eingestrahlt. Das heizt die Teilchen
auf und führt zu der Kombination mit Stickstoff. Das C&sub3;N&sub4;-Produkt
wird dann durch Entfernen des Laserstrahls auf
Umgebungstemperatur (20 bis 25ºC) abgeschreckt.
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Die folgende Tabelle zeigt Gleichgewichtsstrukturparameter,
Kompressionsmodule und Gesamtenergiewerte, die für α-C&sub3;N&sub4;, β-C&sub3;N&sub4;,
kubisches C&sub3;N&sub4;, pseudokubisches C&sub3;N&sub4; und Graphit-C&sub3;N&sub4; berechnet
worden sind. Die Unterschiede der Gesamtenergiewerte
konvergieren in Bezug auf die k-Punkt-Integration und den Abschneidewert
der kinetischen Energie auf unter 0,008 eV pro C&sub3;N&sub4;-Zelle. Diese
Berechnungen wurden mit einem Abschneidewert der kinetischen
Energie bei 60 Hartrees abgeschlossen. Die Strukturparameter
wurden als vollständig relaxiert angesehen, wenn die Kräfte auf
die Ionen unter 0,02 eV/Å betrugen und alle Pulay-korrigierten
Spannungstensorkomponenten weniger als 0,022 eV/ų betrugen.
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[32] LDA-Ergebnisse mit dem gleichen Theorie- und
Konvergenzniveau berechnen K&sub0; von Diamant mit 468 GPa. Obwohl sich der
vorhergesagte Kompressionsmodul anderer hypothetischer
Materialien einschließlich der
Hochdruck-BC-8-Kohlenstoffstruktur Diamant annähert, haben wir gefunden, dass 1% von
kubischem C&sub3;N&sub4; Diamant übertrifft.
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[33] Obwohl es keine strenge Korrelation zwischen
Kompressionsmodul und Härte gibt, ist empirisch gefunden worden, dass
unter der Annahme, dass plastische Verformung fehlt, die
Härte bei isotropem Material üblicherweise proportional zu
K&sub0; ist. Somit wird vorhergesagt, dass die Härte von
kubischem C&sub3;N&sub4; diejenige von Diamant übertreffen kann.
-
[34] M. J. Mehl, Phys. Rev. B, 47 : 2493 (1993)
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[35] Die elastischen Konstanten von kubischem C&sub3;N&sub4; wurden mit
normerhaltenden Troulier- und Martins-Pseudopotentialen mit
einem Abschneidewert der kinetischen Energie von 25
Hartrees mit einem [444] Monkhoust-Packungsgitter bestimmt. Es
wurde gefunden, dass C&sub1;&sub1; = 863 GPa, C&sub1;&sub2; = 313 GPa und C&sub4;&sub4; =
348 GPa. Dies entspricht dem Born-Kriterium für mechanische
Stabilität für einen kubischen Kristall, da C&sub1;&sub1;, C&sub1;&sub1; - C&sub1;&sub2;
und C&sub4;&sub4; alle positiv sind.
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[36] Die Ergebnisse der Computerberechnung wurden unter
Verwendung einer Version des Software-Programms Plane-Wave
erhalten, das von Biosym Techlologies, San Diego, vermarktet
wird.