DE69600613T2 - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von mit Zink oder Zinklegierung teilplattiertem Stahlblech - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von mit Zink oder Zinklegierung teilplattiertem Stahlblech

Info

Publication number
DE69600613T2
DE69600613T2 DE69600613T DE69600613T DE69600613T2 DE 69600613 T2 DE69600613 T2 DE 69600613T2 DE 69600613 T DE69600613 T DE 69600613T DE 69600613 T DE69600613 T DE 69600613T DE 69600613 T2 DE69600613 T2 DE 69600613T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
zinc
corrosion
sheet
process according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69600613T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69600613D1 (de
Inventor
Herve 57070 - Metz Derule
Jean 54240 - Laxou Steinmetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sollac SA
Original Assignee
Sollac SA
Lorraine de Laminage Continu SA SOLLAC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sollac SA, Lorraine de Laminage Continu SA SOLLAC filed Critical Sollac SA
Application granted granted Critical
Publication of DE69600613D1 publication Critical patent/DE69600613D1/de
Publication of DE69600613T2 publication Critical patent/DE69600613T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)
  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf den zeitweiligen Korrosionsschutz bei Stahlblechen, die teilweise mit Zink oder einer Zinklegierung vornehmlich nur auf einer Seite beschichtet sind.
  • Nach galvanischer Verzinkung werden die Stahlbleche im allgemeinen einer Oberflächenbehandlung zum Schutz vor Korrosion unterzogen.
  • Bei teilweiser Beschichtung, vornehmlich nur auf einer Seite, muß dieselbe Behandlung auf beiden Seiten gleichzeitig wirksam sein.
  • Diese Korrosionsschutzbehandlung muß auch auf aufgewickelten Blechen während ihrer Lagerung wirksam sein.
  • Wenn es zur Korrosion kommt, so macht sie sich im allgemeinen durch Punkte bzw. Flecken auf der Beschichtung und/oder durch Rostnarben bzw. Pitting auf der unbeschichteten Seite bemerkbar.
  • Mögliche Ursachen für die Korrosion sind unter anderem:
  • - galvanische Verzinkungsbäder, vor allem Chloridbäder;
  • - Behandlungsschritte im Umfeld der Elektroverzinkung, insbesondere Entfettung, Avivage und Spülvorgänge;
  • - die Atmosphäre entlang der Strecke zur galvanischen Verzinkung, die ihrerseits stark korrodierend sein kann.
  • Beim Aufwickeln der Bleche gelangen unbeschichtete Bereiche und beschichtete Bereiche des Blechs miteinander in Berührung, wodurch sich die Korrosionsgefahr erhöht.
  • Hier kann die Behandlung zum Korrosionsschutz darin bestehen, die Bleche am Ende der Verzinkungsstrecke zu ölen.
  • Allerdings ist der durch einfaches Ölen bewirkte Korrosionsschutz nur unzureichend.
  • Um nun die Schutzwirkung zu verbessern werden bekanntlich die beschichteten Blechbänder vor dem Ölen, allerdings immer nach der galvanischen Verzinkung, mit Hilfe einer korrosionshemmenden Lösung behandelt.
  • Diese Inhibitorlösung muß nicht nur die Korrosion des Stahls und gleichzeitig des Zinks bzw. der Zinklegierung verhindern können, sondern sie muß auch die Korrosion infolge der Kontakte zwischen unbeschichteten und beschichteten Bereichen verhindern können, zu denen es unweigerlich beim Aufrollen des Blechs kommt.
  • Im allgemeinen wird diese Lösung auf beide Seiten des Blechstreifens durch Beschichten oder Aufsprühen aufgetragen.
  • Bei Auftrag durch Beschichtung, beispielsweise mittels einer Auftragswalze, wird im allgemeinen ein gleichmäßiger breitflächiger Auftrag der Inhibitorlösung gewährleistet, was für eine gleichförmige Oberflächenbehandlung günstig ist.
  • Das Verfahren zum Auftragen der Lösung eignet sich somit, wenn ein homogener Film auf die Oberfläche des zu schützenden Blechs erzielt werden soll.
  • Zur Verbesserung des breitflächigen Auftrags der Lösung auf dem Blechstreifen wird in die Inhibitorlösung im allgemeinen ein Benetzungsmittel gegeben.
  • Die wäßrigen Inhibitorlösungen für den Korrosionsschutz, wie sie bisher vor dem Abölen zur Behandlung von Blechen eingesetzt wurden, weisen allerdings Nachteile auf:
  • - bei den Lösungen auf Nitrosaminbasis besteht die Gefahr, daß sie sich beim späteren erneuten Erwärmend des Blechs unter Bildung karzinogener Substanzen zersetzen;
  • - die Natriumnitrit und Azole enthaltenden Lösungen können auf den unbeschichteten Bereichen des Blechs wirksam sein, doch neigen sie zur Fleckenbildung auf den beschichteten Bereichen des Blechs, insbesondere wenn die Beschichtung aus einer Zink-Nickel-Legierung besteht, und noch stärker bei einer Beschichtung aus reinem Zink;
  • - die Lösungen, die Natriumnitrit und Natriumphosphat bei einem pH-Wert von etwa 7 enthalten, führen zu Abwässern, deren Behandlung oder Beseitigung kostspielig ist.
  • Die Verwendung von Nitriten kann bei späteren Arbeitsgängen zur Verarbeitung des Blechs ebenfalls nachteilig sein: beispielsweise beider Fettentfernung besteht die Gefahr, daß die Entfettungsbäder verschmutzt werden.
  • Im übrigen sind aus der Veröffentlichung EP-A-0 308 037 wäßrige korrosionshemmende Lösungen bekannt, welche ein alkalisches Salz der aliphatischen Carboxylsäure mit einer geradlinigen Kette von 6 bis 12 Kohlenstoffatomen, ein alkalisches Borat und ein Hydrocarbyltriazol enthalten.
  • Diese Lösungen werden in geschlossenen Kühlkreisläufen eingesetzt, also zu einem Einsatzzweck, der von einer Behandlung zum Schutz teilweise beschichteter Bleche völlig verschieden ist, bei welcher die Blechoberfläche mit einer korrosionshemmenden Lösung behandelt und anschließend geölt wird.
  • Im Bereich der Kühlkreisläufe gilt tatsächlich folgendes:
  • - die Frage der Fleckenbildung ist nicht kritisch,
  • - das Problem der Verträglichkeit oder sogar der Synergie der Bestandteile der Inhibitorlösung mit einem Öl stellt sich hier nicht,
  • - die Korrosionsgefahren beziehen sich im wesentlichen auf die Korrosion in einem flüssigen Medium und nicht im wesentlichen auf den Schutz vor Korrosionswirkung durch die Luft, wie dies bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen besseren zeitweiligen Schutz eines teilweise mit Zink oder einer Zinklegierung beschichteten Stahlblechs vor Korrosion zu erzielen, wobei die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere die Gefahr der Fleckenbildung und der Schwierigkeiten, Öl breitflächig aufzutragen.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet somit ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung eines teilweise, vornehmlich einseitig, mit einer Schicht aus Zink oder einer Zinklegierung beschichteten Stahlblechs, bei welchem die Oberfläche des Blechs mit einer wäßrigen korrosionshemmenden Lösung in der Weise behandelt wird, daß ein homogener Film auf die Fläche aufgebracht wird, und dann auf die Fläche Öl aufgetragen wird, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß die wäßrige Lösung ein alkalisches Salz der aliphatischen Monocarbonsäure enthält, welche eine geradlinige Kette mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen aufweist, sowie ein Hydrocarbyltriazol oder Hydrocarbyldiazol und ein nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel, und daß der pH- Wert der Lösung auf einem Wert unter 7 gehalten wird.
  • Mit der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Inhibitorlösung ist es möglich, die Bildung von Korrosionsspuren auf den unbeschichteten Bereichen (Pitting) oder den beschichteten Bereichen (Fleckenbildung) des so behandelten und anschließend geölten Blechs sogar nach längerer Lagerung im aufgewickelten Zustand zu verhindern, sofern ein absolut unter 7 liegender pH-Wert, beispielsweise von 6,5, eingehalten wird.
  • Ein Vorteil dieser erfindungsgemäßen Inhibitorlösung besteht darin, daß sie gegenüber den zufälligen Erscheinungen im praktischen Einsatz weniger empfindlich ist, d. h. daß sie auch dann noch wirksam bleibt, wenn die sich die Einsatzbedingungen verändern (z. B. Trocknen des Blechs, atmosphärische Bedingungen) oder unzulänglich beherrscht werden; somit ist sie besonders leicht auf das Blech aufzutragen.
  • Das oberflächenaktive Mittel der Inhibitorlösung ist nicht-ionisch und verbessert nicht nur die flächige Verteilung der Inhibitorlösung auf dem Blech sondern auch die Verträglichkeit der Bestandteile dieser Inhibitorlösung mit dem später aufgetragenen Öl; die Verbesserung dieser Verträglichkeit erhöht die Schutzwirkung gegenüber Korrosion, die mit der erfindungsgemäßen Oberflächenbehandlung erzielt wird, auch nach dem Aufwickeln des Blechs (Korrosion "zwischen den Wickellagen").
  • Vorzugsweise beträgt das Verhältnis zwischen der molaren Konzentration des alkalischen Salzes der Monocarbonsäure in der Inhibitorlösung und der molaren Konzentration des Hydrocarbyltriazols bzw. Hydrocarbyldiazols in der Lösung zwischen 0,4 und 10, um so eine gute Korrosionsbeständigkeit zu erzielen und dabei die Gefahr der Fleckenbildung ganz zu vermeiden.
  • Zum Auftragen der Inhibitorlösung auf die zu behandelnde Fläche wird vorzugsweise die Behandlung mit der Inhibitorlösung in der Weise angepaßt, daß der aufgebrachte Film ein Flächengewicht von unter 200 mg/m² besitzt, wobei das Flächengewicht des Films im getrockneten Zustand gemessen wird.
  • Mit einem vergleichsweise geringen Auftragsgewicht ist es tatsächlich möglich, beim späteren Ölen bei der erfindungsgemäßen Behandlung eine gleichmäßige breitflächige homogene Verteilung des Öls zu erzielen, was für die Schutzwirkung gegenüber Korrosion günstig ist.
  • Es wurde tatsächlich festgestellt, daß die alkalischen Salze der aliphatischen Monocarbonsäure in der Inhibitorlösung zu Benetzungsproblemen und somit zu Problemen bei der flächigen Verteilung des Öls führen können, wenn das Auftragsgewicht der Inhibitorlösung zu hoch ist.
  • Dank der Alkalinität des Salzes der Monocarbonsäure in der Inhibitorlösung - und zwar wegen der Wahl des Salzkations unter den Alkalien - können herkömmliche und leicht durchzuführende Verfahren zur Oberflächenanalyse eingesetzt werden, um die Auftragsdichte bzw. die Menge des auf die Blechoberfläche aufgetragenen Produkts rasch zu prüfen und bei Bedarf diese wieder auf das nötige und ausreichende Maß zu bringen.
  • Die Erfindung kann auch noch eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
  • das Hydrocarbyltriazol bzw. das Hydrocarbyldiazol wird aus der Gruppe 1-2-3-Triazol, 1-2-4-Triazol, 1-H-Benzotriazol (1, 2, 3), 5-Alkyl-1-H-Benzotriazol (1, 2, 3), Benzimidazol (bzw. 1-3-Benzodiazol) gewählt;
  • die Monocarbonsäure ist Heptanolsäure;
  • das nicht-ionische oberflächenaktive Mittel gehört zur Gruppe der Polyethoxylalkohole.
  • Insbesondere im Fall des alkalischen Salzes der Heptanolsäure und von Tolyltriazol erbringt die erfindungsgemäße Inhibitorlösung mit dem Schutzöl einen besseren Schutz als andere wäßrige Lösungen nach dem Stand der Technik, und die beiden wesentlichen Bestandteile, nämlich das alkalische Salz der Heptanolsäure und das Tolyltriazol erbringen in der Hemmwirkung einen Synergieeffekt.
  • Der Anteil des alkalischen Salzes der Heptanolsäure und des Tolyltriazols in der Inhibitorlösung kann vorteilhafterweise an die Art der teilweisen Beschichtung des zu schützenden Blechs angepaßt werden:
  • - wenn die Beschichtung des Blechs aus einer Zink-Nickel- Legierung besteht, liegt die Tolyltriazolkonzentration in der Inhibitorlösung zwischen 0,5 und 5 g/l;
  • - wenn die Blechbeschichtung aus reinem Zink besteht, so ist die Tolyltriazolkonzentration in der Inhibitorlösung höher als 1,5 g/l und höchstens gleich 5 g/l.
  • Wenn es sich schließlich bei dem alkalischen Salz der aliphatischen Monocarbonsäure um ein Natriumheptanoat handelt, so erfolgt die Behandlung mit der wäßrigen Lösung in der Weise, daß die in der auf die Oberfläche des Blechs aufgetragenen Filmschicht enthaltene Natriummenge zwischen 2 und 8,5 mg/m² beträgt.
  • Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beispiele verdeutlicht.
  • Beispiel 1:
  • Mit diesem Beispiel soll der Korrosionsschutz dargestellt werden, der mit der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Inhibitorlösung erzielt wird.
  • Hierzu wird der elektrische Strom als Funktion der Zeit zwischen einer unbeschichteten Elektrode und einer zinkbeschichteten Elektrode gemessen, die beide in eine zu untersuchende Inhibitorlösung getaucht sind.
  • Die zu untersuchenden Lösungen werden dadurch hergestellt, daß korrosionshemmende Produkte in sogenanntem "ASTM"-Wasser aufgelöst werden, wobei diesen Lösungen, die alle einen sogenannten "natürlichen" pH-Wert aufweisen, keinerlei Mittel, weder ein saures noch ein basisches Mittel, zugesetzt wird.
  • Das sogenannte "ASTM"-Wasser enthält 165 mg/l Natriumchlorid, 138 mg/l Natriumbikarbonat und 148 mg/l Natriumsulfat.
  • Der gemessene elektrische Strom nimmt in Abhängigkeit von der Zeit ab und wird nach einer gewissen Zeitdauer, der sogenannten Passivierungszeit bzw. "Pass.-Zeit" (in Kilosekunden (k. s.) gemessen) in etwa konstant.
  • Dieser nahezu konstante Pegelwert des elektrischen Stroms wird als "Stufe" bezeichnet.
  • In der nachstehenden Tabelle sind die mit verschiedenen Lösungen erreichten Ergebnisse dargestellt:
  • Somit ist festzustellen, daß die erfindungsgemäße Lösung daher einen besseren Schutz als andere Lösungen nach dem Stand der Technik erbringt und daß die beiden wesentlichen Bestandteile der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Inhibitorlösung, nämlich Tolyltriazol und Natriumheptanoat, einen Synergieeffekt erbringen.
  • Beispiel 2:
  • Mit diesem Beispiel soll dargestellt werden, daß bei einem mit einer Zink-Nickel-Schicht auf einer Seite beschichteten und mit der gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Inhibitorlösung behandelten Stahlblech keine Gefahr der Fleckenbildung auf der beschichteten Seite besteht, auch wenn diese beschichtete Seite mit der unbeschichteten Seite in Berührung kommt (Wiedergabe der Bedingungen der Korrosion "zwischen den Wickellagen").
  • Mit dem folgenden Versuch läßt sich die Gefahr der Fleckenbildung im Anschluß an eine Behandlung mit einer zu untersuchenden Inhibitorlösung bewerten.
  • - Es werden die folgenden Lösungen angesetzt:
  • S0: destilliertes Wasser (für den Vergleichsversuch)
  • S1: Lösung von Natriumnitrit und Natriumphosphat in destilliertem Wasser nach dem Stand der Technik. Diese Lösung S1 erhält man aus dem folgenden hauptsächlichen Verbindungen: Na&sub3;PO&sub4;, 12 H&sub2;O, H&sub3;PO&sub4; und NaNO&sub2;, so daß sie 2,25 g/l Na&spplus;-Ionen und 2,5 g/l NO&sub2;&supmin;- Ionen enthält und einen pH-Wert von etwa 6,5 besitzt. Die Lösung enthält außerdem ein Benetzungsmittel, das unter der Bezeichnung S4478 von der Fa. SURFAZUR angeboten wird.
  • S2: mehrere erfindungsgemäße Lösungen in destilliertem Wasser, welche 6 g/l Natriumheptanoat (bzw. 0,04 Mol/l), 1 g/l nicht-ionisches Netzmittel und unterschiedliche Anteile von Tolyltriazol (nachstehend als TTA bezeichnet) enthalten, und zwar S2a: 0,5 g/l (bzw. 0,0044 Mol/l), S2b: 1 g/l, S2c: 3 g/l, S2d: 5 g/l,
  • wobei alle diese Lösungen einen sogenannten "natürlichen" pH-Wert unter 7 aufweisen.
  • Als nicht-ionisches Netzmittel wird dabei das im Handel unter der Bezeichnung MAGNUSPRAY AD der Fa. HENKEL eingesetzt; dieses Produkt gehört zur Gruppe der Polyethoxylalkohole.
  • - dann wird die zu untersuchende Lösung auf die beschichtete Seite mehrerer, zuvor entfetteter Stahlblechproben aufgespritzt;
  • - nun werden die Proben unter Bildung von Paketen übereinandergestapelt, wobei die beschichtete Fläche gegen eine unbeschichtete Fläche gelegt wird (dies wird als FR/FN- Verbund) bezeichnet.
  • Anschließend wird jedes Paket mit derselben Klemmkraft zusammengespannt; mit diesen Bedingungen werden die Gegebenheiten reproduziert, die dann vorliegen, wenn in einer Blechrolle einseitig beschichtete Bleche aufgewickelt sind; diese Bedingungen werden auch als Korrosion zwischen den Wickellagen bezeichnet;
  • - dann werden die Pakete drei Tage lang im freien Luftstrom gelagert.:
  • - schließlich werden die Pakete wieder auseinandergenommen, um das Aussehen der Oberfläche an den beschichteten Flächen zu prüfen.
  • Das Aussehen der Oberfläche wird auf einer dreistufigen Bewertungsskala eingetragen, in der mit +++ eine starke Fleckenbildung, mit ++ eine mittlere Fleckenbildung und mit + ein fleckenloses Aussehen der Oberfläche angegeben wird.
  • Je nach eingesetzter Behandlungslösung erbringt die Sichtprüfung der Oberfläche der Proben das folgende Ergebnis:
  • Die erfindungsgemäßen Lösungen eignen sich zur Verhinderung der Fleckenbildung auf einer Zink-Nickel- Beschichtung ebenso gut wie eine Natriumnitrit- und Natriumphosphat-Lösung nach dem Stand der Technik, sobald die Tolyltriazolkonzentration in der Lösung mindestens gleich 0,5 g/l (Fall S2a) ist oder das molare Verhältnis NaC&sub7;/TTA kleiner als etwa 10 ist.
  • Die erfindungsgemäßen Lösungen führen zu Abwässern, deren Behandlung weniger kostspielig ist als bei der Lösung S1 nach dem Stand der Technik.
  • Beispiel 3:
  • Mit diesem Beispiel soll nachgewiesen werden, daß die Behandlung eines einseitig beschichteten Stahlblechs mit der erfindungsgemäßen Lösung die unbeschichtete Seite des Stahlblechs gegenüber Korrosionsgefahr, insbesondere Grübchenbildung (Pitting) schützt.
  • Die unbeschichteten Seiten bei Stahlblechen, die auf der anderen Seite mit einer Zink-Nickel-Schicht überzogen sind, lassen sich besonders schwer schützen, da auf dieser unbeschichteten Seite gleichzeitig Chloridspuren und Spuren von Nickelsalzen vorhanden sind, wodurch sich die Reaktionsfreudigkeit der Oberfläche erhöht.
  • Mit dem nachfolgenden Versuch ist es möglich, die Korrosionsgefahr nach Auftrag einer zu untersuchenden Inhibitorlösung zu bewerten.
  • 1. Probestücke von Stahlblech, das nur auf einer Seite mit einer Schicht aus Zink-Nickel-Legierung beschichtet ist, die direkt aus laufender Produktion entnommen wurden, werden mit einer korrodierenden Chloridlösung bespritzt.
  • Es wird eine an sich bekannte korrodierende Chloridlösung gewählt, die repräsentativ für den üblicherweise bei Bildung galvanischer Schichten im industriellen Rahmen eingesetzten Elektrolyten ist und vornehmlich die Verbindungen ZnCl&sub2; und KCl enthält.
  • 2. Nun werden wie bei Beispiel 2 Inhibitorlösungen angesetzt:
  • S1: Lösung nach dem Stand der Technik, identisch mit der Lösung gemäß Beispiel 2 (Nitrit + Phosphat)
  • S3: erfindungsgemäße Lösung: 1 g/l Netzmittel, 1,5 g/l Tolyltriazol (bzw. 0,013 Mol/l) und Natriumheptanoat in unterschiedlichen Anteilen: S3a: NaC&sub7; mit 3 g/l - S3b: NaC&sub7; mit 6 g/l - S3c: NaC&sub7; mit 12 g/l (0,08 Mol/l)
  • Bei dem Netzmittel handelt es sich um dieselbe Substanz wie bei Beispiel 2.
  • 3. Anschließend wird die zu untersuchende Lösung auf die Probestücke aufgebracht.
  • Hierzu wird die Lösung auf die Probestücke aufgetragen, entweder durch Aufspritzen oder Beschichten; da im allgemeinen eine Auftragswalze verwendet wird, die das Blech berührt, ist bei Auftrag durch Beschichtung eine homogenere Verteilung der Lösung auf die zu behandelnde Fläche als bei Auftrag durch Aufspritzen gewährleistet.
  • 4. Schließlich werden die Probestücke eingeölt, um einen gleichmäßigen feinen Film von etwa 1 g/m² aufzubringen.
  • Hierzu wird ein klassisches Öl für den zeitweiligen Korrosionsschutz eingesetzt, im vorliegenden Fall beispielsweise das unter der Bezeichnung 4107S der Fa. FUCHS im Handel erhältliche Öl.
  • 5. Anschließend werden die Probestücke in eine Klimakammer für Versuchszwecke eingesetzt, in dem sie mehrmals den folgenden Zyklus durchlaufen:
  • - 8 Stunden bei 20ºC in feuchter Phase (relative Luftfeuchtigkeit: 95%)
  • - 16 Stunden bei 20ºC in trockener Phase (relative Luftfeuchtigkeit: 30%)
  • 6. Schließlich wird während des Ablaufs dieser Zyklen das Aussehen der unbeschichteten Oberflächen der Probestücke zusammen mit dessen Entwicklung in Abhängigkeit von der Zeit geprüft.
  • Das Aussehen der Oberfläche wird auf einer achtstufigen Bewertungsskala aufgetragen, in der 0 für jegliches Fehlen von Korrosionsspuren steht ... bis zu 8 bei sehr starker Korrosion.
  • Es wird dann ein Vergleichsversuch unter Auslassung des Schritts Nr. 3 vorgesehen, d. h. mit direktem Ölauftrag auf die Fläche ohne vorherige Behandlung; die Abkürzung "Vergl.: Öl) bezeichnet diesen Versuch.
  • In der nachfolgenden Tabelle läßt sich die Entwicklung des Aussehens der Oberfläche in Abhängigkeit von der Verweildauer (0-90 Std.) der Probestücke in der Versuchs- Klimakammer ablesen.
  • Bei Auftrag der zu untersuchenden Inhibitorlösung durch Bespritzen erhält man nach Prüfung gemäß dem nachfolgend beschriebenen Verfahren die folgenden Bewertungsergebnisse für die Korrosion der unbeschichteten Flächen:
  • Die erfindungsgemäßen Lösungen führten somit in den unbeschichteten Bereichen eines teilweise mit Zink-Nickel beschichteten Blechs zu einer Verbesserung in der Größenordnung von 25% hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit gegenüber einer herkömmlichen nitrit- und phosphathaltigen Lösung.
  • Die Korrosionsbeständigkeit ist knapp dieselbe bei allen Lösungen S3(a bis c), d. h. bei Natriumheptanoat- Konzentrationen zwischen 3 und 12 g/l bzw. bei einem molaren Verhältnis NaC&sub7;/TTA zwischen 1,5 und 6.
  • Werden dieselben Inhibitorlösungen durch Beschichtung aufgebracht, so erhält man nach Prüfung gemäß dem nachfolgend beschriebenen Verfahren die folgenden Bewertungsergebnisse für die Korrosion der unbeschichteten Flächen:
  • Wenn die erfindungsgemäßen Lösungen durch Beschichtung aufgetragen werden, so ergibt sich somit eine Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit in noch höherem Maße gegenüber Inhibitorlösungen nach dem Stand der Technik; bei diesem Beispiel liegt das Ausmaß der Verbesserung jedenfalls deutlich über 25%.
  • Nun wurde das bei beiden Auftragsarten - Aufspritzen und Beschichtung - flächig auf dem Blech aufgebrachte Natrium analysiert; in der nachfolgenden Tabelle ist die Natriummenge pro Flächeneinheit (in mg/m²) angegeben, welche die bei den erfindungsgemäßen Lösungen aufgebrachte Natriumheptanoatmenge erkennen läßt (wobei die Heptanoatkonzentrationen in Klammern nochmals aufgeführt sind).
  • Somit erhält man bei Auftrag von Natrium in einer Menge zwischen 2 und 8,5 mg/m² (was einem Auftrag von Natriumheptanoat in einer Menge zwischen 13 und 56 mg/m² entspricht) eine Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit.
  • Im Falle einer Inhibitorlösung in welcher das molare Verhältnis zwischen NaC&sub7; und TTA 0,4 entspricht, könnte die Gesamtmenge der auf die Blechfläche aufgetragenen Hemmsubstanzen höchstens einen Wert von 200 mg/m² erreichen.
  • Es ist festzustellen, daß die Auftragsart durch Beschichtung zu einer geringeren Auftragsdichte, jedoch zu einer besseren Korrosionsbeständigkeit als bei Auftrag durch Bespritzen führt.
  • Eine zu hohes Auftragsgewicht könnte sich störend auf die gute flächige Verteilung des Öls und somit auf die Korrosionsbeständigkeit auswirken.
  • Es wurde ebenfalls festgestellt, daß das in den Inhibitorlösungen enthaltene Netzmittel - vgl. Schritt 2 - nicht nur zu einer gleichmäßigen Flächenverteilung der Lösung zur Korrosionsschutzbehandlung (Schritt 3) sondern auch zu einer gleichmäßigen flächigen Verteilung des Ölfilms (Schritt 3) führte.
  • In weiteren, hier nicht beschriebenen, Versuchen wurden Inhibitorlösungen mit anderen Netzmitteln hergestellt, die nicht zur Gruppe der Polyethoxylalkohole gehören, vornehmlich nicht-ionische fluorierte Netzmittel, wie sie von der Fa. ATOCHEM vertrieben werden.
  • Es zeigte sich, daß sich diese Netzmittel weniger gut für die Doppelfunktion eigneten, die Lösung und den Ölfilm flächig aufzutragen, und daß das mit den diese Netzmittel enthaltenden Lösungen behandelte und anschließend geölte Blech weniger korrosionsbeständig war.
  • Beispiel 4:
  • Mit diesem Beispiel soll der Nachweis dafür erbracht werden, daß im Gegensatz zur Behandlung mit anderen Lösungen nach dem Stand der Technik bei einem einseitig mit einer Zinkschicht versehenen und mittels der erfindungsgemäßen Lösung behandelten Stahlblech nicht die Gefahr besteht, daß es zur Fleckenbildung auf der beschichteten Fläche kommt.
  • Hierbei wird unter einem Stahlblech mit einer Schicht aus "reinem Zink" ein herkömmliches Blech aus verzinktem Stahl verstanden.
  • Es werden Versuche derselben Art wie bei Beispiel 2 vorgenommen, allerdings mit Probestücken von Stahlblech, die auf einer Seite verzinkt sind.
  • Wie bei Beispiel 2 wird das Aussehen der beschichteten Flächen in einer dreistufigen Bewertungsskala eingetragen, in welcher mit +++ eine starke Fleckenbildung, mit ++ eine mittlere Fleckenbildung und mit + ein fleckenloses Aussehen der Oberfläche angegeben wird.
  • Es wird hierbei mit denselben Lösungen wie bei Beispiel 2 gearbeitet, allerdings mit dem geringfügigen Unterschied, daß anstelle der Lösung S2b die Lösung S'2b eingesetzt wurde, die 1,5 g/l anstelle von 1 g/l Tolyltriazol enthält.
  • Die Sichtprüfung der Oberfläche der Proben erbrachte das folgende Ergebnis:
  • Die erfindungsgemäßen Lösungen erbringen somit einen wirksameren Schutz vor Fleckenbildung als die Lösung 51 nach dem Stand der Technik, sobald die Tolyltriazolkonzentration in der Lösung höher als 1,5 g/l ist.
  • Beispiel 5:
  • Dieses Beispiel dient demselben Zweck wie Beispiel 3, und wird im Falle eines einseitig mit reinem Zink beschichteten Stahlblechs eingesetzt.
  • Es werden dieselben Versuche wie bei Beispiel 3 vorgenommen, wobei hier allerdings dieselben Inhibitorlösungen ausschließlich durch Bespritzen aufgebracht werden, jedoch zwei unterschiedliche Arten von Öl für einen temporären Schutz eingesetzt werden, und zwar:
  • - Öl A: mit der handelsüblichen Bezeichnung 6130 der Fa. QUAKER;
  • - Öl B: Gemisch aus einem als "Sn" bezeichneten Mineralöl der Fa. SHELL und einem Korrosionsschutzzusatz mit der Bezeichnung "Q" der Fa. QUAKER.
  • Das Aussehen der Oberfläche der Proben wurde in eine achtstufige Bewertungsskala aufgetragen, in der 0 für jegliches Fehlen von Korrosionsspuren steht ... bis zu 8 bei sehr starker Korrosion.
  • Nun werden zwei Vergleichsversuche vorgesehen, bei denen auf die Oberfläche direkt, ohne vorherige Behandlung, Öl aufgetragen wird, und zwar jeweils das Öl "Vergl. Öl A" und "Vergl. Öl B".
  • In der nachfolgenden Tabelle läßt sich die Entwicklung des Aussehens der Oberfläche in Abhängigkeit von der Verweildauer (0-90 Std.) der Probestücke in der Versuchs- Klimakammer ablesen.
  • Bei Auftrag des Vergleichsöles A erhält man die folgenden Bewertungsergebnisse für die Korrosion der unbeschichteten Flächen nach einer Prüfung gemäß dem nachstehend beschriebenen Verfahren:
  • Somit verbessert sich wie bei Beispiel 3 (Bespritzen) die Korrosionsbeständigkeit auf der unbeschichteten Fläche um mehr als 25% gegenüber einer herkömmlichen nitrit- und phosphathaltigen Lösung.
  • Die Korrosionsbeständigkeit nimmt hier leicht mit der Konzentration von Natriumheptanoat zu.
  • Bei Auftrag des Vergleichsöles B erhält man die folgenden Bewertungsergebnisse für die Korrosion der unbeschichteten Flächen nach einer Prüfung gemäß dem oben beschriebenen Verfahren:
  • Im Falle von Öl B ist die Korrosionsbeständigkeit nahezu identisch, gleich ob die Lösung S1 nach dem Stand der Technik oder die erfindungsgemäßen Lösungen S3 eingesetzt werden; hier bleibt jenseits einer Konzentration von 3 g/l Natriumheptanoat in der Lösung die Korrosionsbeständigkeit nahezu unverändert.
  • Beispiel 6:
  • Mit diesem Beispiel soll die Bedeutung des pH-Werts der korrosionshemmenden Lösung dargestellt werden, der bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt wird.
  • Alle erfindungsgemäßen Lösungen nach den vorstehenden Beispielen werden mit ihrem "natürlichen" pH-Wert, d. h.: einem pH-Wert unter 7, verwendet.
  • Es wird eine Inhibitorlösung S6/0 hergestellt, welche 3 g/l Natriumheptanoat und 5 g/l Tolyltriazol und dasselbe Netzmittel wie in den Lösungen S2 gemäß Beispiel 2 enthält.
  • Die so erhaltene Inhibitorlösung S6/0 weist ohne weitere Zusätze einen "natürlichen" pH-Wert von ca. 6,5 auf.
  • Durch Zusatz von Ammoniak zu dieser Lösung S6/0 wird anschließend eine Lösung S6/1 mit einem pH-Wert = 7 und dann eine Lösung S6/2 mit einem pH-Wert von 10 hergestellt.
  • Danach werden die Lösungen S6/0, S6/1 und S6/2 nach demselben Verfahren wie bei Beispiel 2 untersucht.
  • Je nach eingesetzter Behandlungslösung erbringt die Prüfung der Oberfläche der Probestücke die folgenden Ergebnisse:
  • Die Inhibitorlösungen, die ein alkalisches Salz der aliphatischen Monocarbonsäure enthalten, die eine gerade Kette von 6 bis 12 Kohlenstoffatomen aufweist, sowie ein Hydrocarbyltriazol oder Hydrocarbyldiazol und ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel, eignen sich somit zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter der Voraussetzung, daß ihr pH-Wert immer unter 7 liegt.

Claims (8)

1. Verfahren zur Bearbeitung der Oberfläche eines Stahlblechs, das teilweise, insbesondere einseitig, mit einer Schicht aus Zink oder einer Zinklegierung beschichtet ist, bei welchem die Oberfläche des Blechs mit einer wäßrigen korrosionshemmenden Lösung in der Weise behandelt wird, daß ein homogener Film auf die Fläche aufgebracht wird, und dann auf die Fläche Öl aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung ein alkalisches Salz der aliphatischen Monocarbonsäure enthält, welche eine geradlinige Kette mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen aufweist, sowie ein Hydrocarbyltriazol oder Hydrocarbyldiazol und ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel, und daß der pH-Wert der Lösung auf einem Wert unter 7 gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der molaren Konzentration des alkalischen Salzes der Monocarbonsäure in der Lösung und der molaren Konzentration des Hydrocarbyltriazols bzw. Hydrocarbyldiazols in der Lösung zwischen 0,4 und 10 beträgt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit der wäßrigen Lösung in der Weise vorgenommen wird, daß der aufgebrachte Film ein Flächengewicht von unter 200 mg/m² besitzt, wobei das Flächengewicht des Films im getrockneten Zustand gemessen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hydrocarbyltriazol bzw. das Hydrocarbyldiazol aus der Gruppe 1-2-3-Triazol, 1-2-4- Triazol, 1-H-Benzotriazol (1, 2, 3), 5-Alkyl-1-H-Benzotriazol (1, 2, 3), Benzimidazol (bzw. 1-3-Benzodiazol) gewählt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß:
- die Monocarbonsäure Heptanolsäure ist,
- das Hydrocarbyltriazol bzw. das Hydrocarbyldiazol Tolyltriazol (5-Methyl-1-H-Benzotriazol) ist,
- daß das nicht-ionische oberflächenaktive Mittel zur Gruppe der Polyethoxylalkohole gehört.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tolyltriazolkonzentration in der Inhibitorlösung zwischen 0,5 und 5 g/l beträgt, wenn die Beschichtung aus einer Zink- Nickel-Legierung besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tolyltriazolkonzentration in der Inhibitorlösung höher als 1,5 g/l und höchstens gleich 5 g/l ist, wenn die Beschichtung aus Zink besteht.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit der wäßrigen Lösung in der Weise erfolgt, daß die in der auf die Oberfläche des Blechs aufgetragenen Filmschicht enthaltene Natriummenge zwischen 2 und 8,5 mg/m² beträgt, wenn das alkalische Salz der aliphatischen Monocarbonsäure ein Natriumheptanoat ist.
DE69600613T 1995-07-21 1996-07-11 Verfahren zur Oberflächenbehandlung von mit Zink oder Zinklegierung teilplattiertem Stahlblech Expired - Fee Related DE69600613T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR9508822A FR2736935B1 (fr) 1995-07-21 1995-07-21 Solution aqueuse de traitement contre la corrosion de toles d'acier revetues sur une face de zinc ou d'alliage de zinc

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69600613D1 DE69600613D1 (de) 1998-10-15
DE69600613T2 true DE69600613T2 (de) 1999-05-12

Family

ID=9481205

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69600613T Expired - Fee Related DE69600613T2 (de) 1995-07-21 1996-07-11 Verfahren zur Oberflächenbehandlung von mit Zink oder Zinklegierung teilplattiertem Stahlblech

Country Status (6)

Country Link
US (1) US5683751A (de)
EP (1) EP0754779B1 (de)
AT (1) ATE170933T1 (de)
DE (1) DE69600613T2 (de)
ES (1) ES2124071T3 (de)
FR (1) FR2736935B1 (de)

Families Citing this family (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6592738B2 (en) 1997-01-31 2003-07-15 Elisha Holding Llc Electrolytic process for treating a conductive surface and products formed thereby
WO1998033960A1 (en) 1997-01-31 1998-08-06 Elisha Technologies Co. L.L.C. An electrolytic process for forming a mineral containing coating
US6322687B1 (en) 1997-01-31 2001-11-27 Elisha Technologies Co Llc Electrolytic process for forming a mineral
US6599643B2 (en) 1997-01-31 2003-07-29 Elisha Holding Llc Energy enhanced process for treating a conductive surface and products formed thereby
KR100347449B1 (ko) * 1998-11-08 2002-11-30 닛폰 고칸 가부시키가이샤 내식성이 우수한 표면처리 강판 및 그 제조방법
CZ286216B6 (cs) * 1998-11-13 2000-02-16 Vojenský Technický Ústav Ochrany Antikorozní plastové obalové materiály
TW487741B (en) * 1999-06-03 2002-05-21 Kansai Paint Co Ltd Surface treatment compositions for galvanized sheet steel
FR2822852B1 (fr) * 2001-03-27 2003-12-12 Usinor Procede de traitement par carboxylatation de surfaces metalliques
WO2003066937A2 (en) 2002-02-05 2003-08-14 Elisha Holding Llc Method for treating metallic surfaces and products formed thereby
MX2007007643A (es) * 2004-12-23 2007-08-06 Bekaert Sa Nv Estructura reforzada que comprende una matriz cementosa y elementos de metal recubiertos con zinc.
EP2367990A1 (de) * 2008-12-18 2011-09-28 NV Bekaert SA Kabel zur verstärkung einer zementmatrix

Family Cites Families (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4020000A (en) * 1974-03-29 1977-04-26 American Cyanamid Company Control of corrosion and scale in circulating water systems by means of partial esters of polyfunctional organic acids
DE2614234C2 (de) * 1976-04-02 1982-05-27 Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt Behandlungsflüssigkeit zum Korrosionsschutz von Metalloberflächen und Konzentrat zu deren Herstellung
JPS5662971A (en) * 1979-10-23 1981-05-29 Nippon Steel Corp Rust-preventive treatment of metal
JPS5922793B2 (ja) * 1979-10-23 1984-05-29 新日本製鐵株式会社 鋼材の防錆処理方法
DE2948503A1 (de) * 1979-12-01 1981-06-11 Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl Verwendung von alkali- oder aminsalzen eines gemisches aus 2- und 3-alkyladipinsaeuren als korrosionsinhibitor
US4406811A (en) * 1980-01-16 1983-09-27 Nalco Chemical Company Composition and method for controlling corrosion in aqueous systems
JPS57114671A (en) * 1980-12-30 1982-07-16 Nippon Steel Corp Rust preventive treatment of partially zinc plated or alloyed zinc plated steel plate
US4649025A (en) * 1985-09-16 1987-03-10 W. R. Grace & Co. Anti-corrosion composition
US4647392A (en) * 1985-12-27 1987-03-03 Texaco Inc. Monobasic-dibasic acid/salt antifreeze corrosion inhibitor
US5156769A (en) * 1990-06-20 1992-10-20 Calgon Corporation Phenyl mercaptotetrazole/tolyltriazole corrosion inhibiting compositions
US5217686A (en) * 1990-09-24 1993-06-08 Calgon Corporation Alkoxybenzotriazole compositions and the use thereof as copper and copper alloy corrosion inhibitors
DE69325828D1 (de) * 1992-02-14 1999-09-09 Atochem Elf Sa Verwendung zur inhibierung der Kupferkorrosion einer Zusammensetzung bestehend aus Heptansoiuce oder dessen Derivate und Natriumtetraborat.
DE69220209T2 (de) * 1992-04-06 1997-10-02 Texaco Services Europ Ltd Korrosionsverhindernde Gefrierschutzmittel
FR2692912B1 (fr) * 1992-06-30 1995-06-30 Lorraine Laminage Procede de protection contre la corrosion de pieces metalliques et pieces metalliques obtenues par ce procede.
US5385655A (en) * 1992-10-30 1995-01-31 Man-Gill Chemical Company Treatment of metal parts to provide rust-inhibiting coatings

Also Published As

Publication number Publication date
FR2736935B1 (fr) 1997-08-14
EP0754779B1 (de) 1998-09-09
FR2736935A1 (fr) 1997-01-24
US5683751A (en) 1997-11-04
DE69600613D1 (de) 1998-10-15
ATE170933T1 (de) 1998-09-15
ES2124071T3 (es) 1999-01-16
EP0754779A1 (de) 1997-01-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008014465B4 (de) Mittel zur optimierten Passivierung auf Ti-/Zr-Basis für Metalloberflächen und Verfahren zur Konversionsbehandlung
DE102005023023B4 (de) Verfahren zur Vorbereitung von metallischen Werkstücken zum Kaltumformen, mit dem Verfahren beschichtete Werkstücke und ihre Verwendung
DE69600613T2 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von mit Zink oder Zinklegierung teilplattiertem Stahlblech
DE102017207237A1 (de) Verfahren zur korrosionsschützenden Behandlung einer metallischen Oberfläche mit vermindertem Beizabtrag
DE3430587A1 (de) Verfahren zum ausbilden eines phosphatkonservierungsfilmes auf der oberflaeche von stahlteilen
DE102019134298A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Stahlflachprodukts mit einer metallischen Schutzschicht auf Basis von Zink und einer auf einer Oberfläche der metallischen Schutzschicht erzeugten Phosphatierschicht und derartiges Stahlflachprodukt
DE69534340T2 (de) Säurebehandlung von rostfreiem stahl
EP1567623A2 (de) Schmierstoffbeschichtetes metallblech mit verbesserten umformeigenschaften
DE69119138T2 (de) Verfahren zur Phosphatierung von Metalloberflächen
DE3307158A1 (de) Verfahren zur aktivierung der phosphatschichtausbildung auf metallen und mittel zur durchfuehrung solcher verfahren
DE2315180A1 (de) Phosphatierungsloesung
DE3232396C2 (de)
DE3875459T2 (de) Verfahren zum phosphatieren von metalloberflaechen.
DE19749508A1 (de) Korrosionsschutz von verzinkten und legierungsverzinkten Stahlbändern
DE2358147A1 (de) Verfahren zur chemischen behandlung von eisenoberflaechen
EP2893054A1 (de) Verfahren zur korrosionsschützenden oberflächenbehandlung von metallischen bauteilen in serie
DE69422377T2 (de) Verfahren zum Korrosionsschutz von Stahblech, einsetig beschichted mit einer Zn-Ni Legierung
DE102011051696B3 (de) Verfahren zur Messung der Schichtdicke von organischen Beschichtungen metallischer Grundwerkstoffe
DE60115843T2 (de) Verfahren zur oxalierung einer zinkbeschichteten bandoberfläche
DE2251611A1 (de) Verfahren zum vorbehandeln von metalloberflaechen
DE19639597C2 (de) Verfahren zur Phosphatierung von laufenden Bändern aus kalt- oder warmgewalztem Stahl in schnellaufenden Bandanlagen
DE10309888B4 (de) Bearbeitungsfluid zur Oberflächenbearbeitung von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und entsprechendes Oberflächenbearbeitungsverfahren
DE2540685C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatüberzügen
DE102014203412B4 (de) Verfahren, Formulierung und Verwendung der Formulierung zur gleichzeitigen Entschichtung und Passivierung von Edelstahloberflächen
DE3217145A1 (de) Verfahren zum reinigen, entfetten sowie aktivieren von metalloberflaechen

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee