DE69558C - Diopter-Visir mit zwei Oeffnungen - Google Patents
Diopter-Visir mit zwei OeffnungenInfo
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- DE69558C DE69558C DENDAT69558D DE69558DA DE69558C DE 69558 C DE69558 C DE 69558C DE NDAT69558 D DENDAT69558 D DE NDAT69558D DE 69558D A DE69558D A DE 69558DA DE 69558 C DE69558 C DE 69558C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G1/00—Sighting devices
- F41G1/06—Rearsights
- F41G1/08—Rearsights with aperture ; tubular or of ring form; Peep sights
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G1/00—Sighting devices
- F41G1/42—Tube sights; Bar sights ; Combinations of tubular fore and rearsights
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem bekannten Gewehrdiopter geht die Visirlinie durch das kleine Loch in demselben
und über die Spitze des am Ende des Laufes befindlichen Kornes. Dabei ist durch die
Kleinheit des Loches die Lage der Visirlinie ohne Weiteres genau bestimmt. Diese Kleinheit
macht das Diopter aber für Jagd- und ähnliche Zwecke unbrauchbar, weil es das Gesichtsfeld
zu sehr einengt und zu sehr verdunkelt.
Die vorliegende neue Diopter -Visirung besteht darin, dafs zunächst das Loch des
Diopters so erweitert ist, dafs es ein genügend grofses und nicht verdunkeltes Gesichtsfeld
zeigt, und dafs dabei die bestimmte, für das Zielen erforderliche Einstellung des Auges,
welche durch diese Erweiterung verloren geht, durch eine besondere Anordnung kenntlich gemacht
wird. Dieselbe zeigt, ohne den freien Ausblick nach dem Korn und dem Ziel zu
verhindern, dem Auge jedesmal und nur dann ein bestimmtes Bild, sobald es sich in einem
bestimmten Punkt hinter der erweiterten Diopteröffnung befindet bezw. seine Sehachse
die Ebene dieser Oeffnung in einem bestimmten Punkt schneidet.
Diese Anordnung besteht in einer zweiten, noch bedeutend gröfseren Oeifnung, welche in
einer Scheibe, einem Reifen, Cylinder oder Konus und für gewöhnlich in geringer Entfernung
von dem eigentlichen Diopterloch vor demselben, d. h. vom Auge abgewendet und so
angebracht ist, dafs dasselbe durch dieses zweite Loch ebenfalls hindurchsieht. Die Gröfse
dieser Oeffhung (oder dieses Reifens) ist mit Bezug auf die Gröfse des eigentlichen Diopterloches
und auf ihre Entfernung von demselben so bemessen, dafs sie dem zielenden Auge, wenn es sich in einer gewissen, für das Zielen
bequemen Entfernung hinter dem Diopter befindet, ein wenig kleiner erscheint als das
durch den Rand des Diopterloches begrenzte Gesichtsfeld. Wird nun das Auge aufserdem
in eine bestimmte Höhen- und Seitenlage gebracht, so erscheint die zweite Oeffhung concentrisch
mit dem Gesichtsfeld bezw. beide mit dicht neben einander laufenden Rändern. Umgekehrt
erkennt das Auge an diesem Zusammentreffen mit Sicherheit, dafs es sich in einem
bestimmten Ort befindet. Der eine Punkt der Visirlinie ist damit gekennzeichnet, der zweite
wird es durch die Spitze des Kornes, welches sich wie immer am Ende des Laufes befindet.
Das sonst gebräuchliche, aber sehr hinderliche Visir, welches das Ziel halb und das Korn bis
auf seine äufserste Spitze ganz verdeckt, wird dabei überflüssig.
Bei dieser neuen Diopter-Visirung tritt aufserdem eine eigerithümliche optische Erscheinung
auf, welche darin besteht, dafs der Rand der zweiten gröfseren Oeffhung (oder, wenn dieselbe
durch einen schmalen Reifen gebildet ist, die beiden Ränder des Reifens) auch bei sehr
kleiner Entfernung von dem Auge in der Nähe des Randes des Gesichtsfeldes scharf erscheinen,
während sie aus gleicher Entfernung mit blofsem Auge oder in der Mitte des Gesichtsfeldes
betrachtet, gar nicht mehr oder nur ganz verschwommen gesehen würden.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen in Längsschnitten die beschriebene Diopterzusammenstellung in
drei Ausführungsarten. Mit α ist überall die
Claims (1)
- erweiterte eigentliche Diopteröffnung, mit b die davorstehende zweite Oeffnung bezeichnet. Dieselbe ist in Fig. ι durch einen freistehenden, nur unten befestigten Reifen, bei Fig. 2 durch das Ende einer mit dem Diopter verbundenen Röhre, bei Fig. 3 durch die weitere Oeffnung eines ebensolchen Trichters gebildet. In den letzten beiden Fällen empfiehlt es sich, die Innenseite der konischen oder cylindrischen Röhre hell oder spiegelnd zu halten, damit ihr Rand sich von der dunklen Einrahmung des Gesichtsfeldes abhebt, wodurch man aufserdem in Verbindung mit einem hellen Korn eine gute sogenannte Nachtvisirung erreicht.Die Fig. 4 und 5 zeigen ungefähr das Bild, welches sich dem zielenden Auge bei Benutzung des freistehenden Ringes (Fig. 1) zeigt, und zwar erstere, wenn sich dasselbe in der Visirlinie, letztere, wenn es sich ein wenig daneben befindet. Die Fig. 6 und 7 stellen beziehungsweise das Gleiche bei Anwendung einer einfachen Oeffnung entsprechend den Fig. 2 und 3 dar. Da, wo die inneren Linien unterbrochen gezeichnet sind, erscheinen sie thatsächlich verschwommen. Im Innern der Figur erblickt man einen Theil des Laufes und das freistehende Korn.Es ist selbstverständlich, dafs die kreisrunde Form der beiden Oeffnungen die natürlichste, aber nicht gerade wesentlich ist. Es könnte für beide auch eine andere Form, für die gröfsere etwa auch eine in sich unterbrochene Form, z. B. mit nach innen gerichteten Zacken oder Vorsprüngen gewählt werden, wenn nur noch eine bestimmte Zusammenstellung der beiden Ränder erkenntlich bleibt.Die weitere Oeffnung b kann auch in beliebiger Entfernung von der kleineren α aufgestellt, also z. B. getrennt von ihr am Lauf angebracht werden. Dieselbe wird aber um so gröfser, je weiter diese Entfernung genommen wird. Eine solche Ausführungsweise ist in Fig. 8 dargestellt.Bei der vorbeschriebenen Diopter-Visirung kann man auch den Rand der hinteren Oeffnung α schmal, d. h. durch einen dünnen Ring, dünnwandigen Bügel oder das Ende eines ebensolchen Rohrstutzens herstellen, so dafs er dem zielenden Auge als dünner Reifen erscheint und dasselbe auch aufserhalb dieses Randes -vorbeisehen kann. Derselbe mufs jedoch dann, damit er nicht allzu verschwommen gesehen wird., in· gröfserer Entfernung von dem zielenden Auge angebracht werden, als man es bezüglich der vorbeschriebenen Oeffnung α mit breitem Rande im Allgemeinen thun würde. Damit ist allerdings bei gleicher Gröfse der Oeffnung α eine Verkleinerung des innerhalb der Oeffnung erscheinenden Gesichtsfeldes verbunden, was aber nicht schädlich wirkt, weil man die Oeffnung entsprechend vergröfsert ausführt und aufserdem das innere Gesichtsfeld durch das Vorbeisehen aufserhalb ihrer Begrenzung ergänzt wird. Andererseits erzielt man durch diese gröfsere Entfernung der. Oeffnung α vom Auge den Vortheil, dafs man die ganze Visirung am Lauf selbst anbringen kann. Auch bei dieser Ausführungsweife ist nach wie vor das concentrische Erscheinen der beiden Oeffnungen bezw. ihrer Begrenzung mafsgebend für die richtige Einstellung des Auges, nur braucht die gröfsere, vom Auge entferntere Oeffnung nicht nothwendig innerhalb der näher gelegenen kleinen zu erscheinen, vielmehr können sich beide LTmrahmungen decken oder auch die entferntere ein wenig aufserhalb derselben erscheinen.Der Deutlichkeit wegen sei noch ausdrücklich bemerkt, dafs die beschriebene Anordnung nicht eine bekannte, übrigens sehr primitive und mangelhafte Visirung mit einbegreift, bei welcher einfach an Stelle des sonst gebräuchlichen Visirs mit Kerbe, d. h. in deutlicher Sehweite vom zielenden Auge, ein kleiner runder Reifen tritt, in dessen Mitte man die Spitze des Kornes schätzungsweise einstellt. Eine solche Einstellung des Kornes findet bei der hier beschriebenen Diopter-Visirung nicht statt, dieselbe kann vielmehr excentrisch sein, ist durch die Zusammenstellung der Theile festgegeben und kommt beim Zielen überhaupt nicht in Betracht.Patenτ-Anspruch:Ein Diopter-Visir mit zwei Oeffnungen, dessen hintere (dem Auge des Schützen zugekehrte) Schauöffnung (α) zur vorderen (b), welche entweder durch einen freistehenden Ring oder Bügel oder durch die vordere Oeffnung eines von dem Rande der Schauöffnung ausgehenden Rohres gebildet ist, in einem solchen Gröfsenverhältnifs steht, dafs bei richtiger Einstellung des Gewehres der Rand der vorderen Oeffnung bezw. der Ring (b) dem Auge als eine nahe an dem Umfang der hinteren Oeffnung (a) verlaufende, concentrisch zu demselben gelegene oder sich mit ihm deckende Figur erscheint.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69558C true DE69558C (de) |
Family
ID=343015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69558D Expired - Lifetime DE69558C (de) | Diopter-Visir mit zwei Oeffnungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69558C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2586807A (en) * | 1946-10-07 | 1952-02-26 | Ora S Fowler | Gun sight |
| US4392723A (en) * | 1980-02-08 | 1983-07-12 | Walter Gehmann | Aiming device |
-
0
- DE DENDAT69558D patent/DE69558C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2586807A (en) * | 1946-10-07 | 1952-02-26 | Ora S Fowler | Gun sight |
| US4392723A (en) * | 1980-02-08 | 1983-07-12 | Walter Gehmann | Aiming device |
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