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STAND DER
TECHNIK
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Das
Immunsystem von Vertebraten besteht aus mehreren Organen und mehreren
unterschiedlichen Zelltypen. Zwei Hauptzelltypen umfassen die myeloiden
und lymphoiden Zell-Abstammungslinie. Unter den Zellen der lymphoiden
Zell-Abstammungslinie befinden sich B-Zellen, die ursprünglich dadurch
charakterisiert wurden, dass sie sich in der fötalen Leber oder im Knochenmark
des Erwachsenen differenzieren, sowie T-Zellen, die ursprünglich dadurch
charakterisiert wurden, dass sie sich im Thymus differenzieren.
Siehe zum Beispiel Paul (Hrsg.) (1993) Fundamental Immunology (3.
Auflage) Raven Press, New York.
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Bei
vielen Aspekten der Entwicklung einer Immunantwort oder der Zelldifferenzierung
spielen lösliche Proteine,
die als Cytokine bekannt sind, eine wichtige Rolle bei der Regulation
von zellulären
Wechselwirkungen. Diese Cytokine vermitteln offenbar zelluläre Aktivitäten in vielfältiger Weise.
Es wurde in vielen Fällen
gezeigt, dass sie Proliferation, Wachstum und Differenzierung von
hämatopoetischen
Stammzellen in die große Zahl
von Vorläuferzellen,
welche die Zell-Abstammungslinien bilden, die für eine Immunantwort verantwortlich sind,
beeinflussen.
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Die
zellulären
Moleküle,
die in unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Zellen während dieser
Reifungsprozesse exprimiert werden, sind jedoch noch immer nur unvollständig identifiziert.
Darüber
hinaus sind die Aufgaben und Wirkungsmechanismen der Signalmoleküle, die
die unterschiedlichen physiologischen, entwicklungsbiologischen
oder proliferativen Stadien dieser Zellen induzieren, erhalten oder
modulieren, nur wenig verstanden. Das Immunsystem und seine Reaktionen
auf unterschiedliche Arten von Stress ist zweifellos von medizinischer
Bedeutung, zum Beispiel bei Entzündungen,
bei infektiösen
Erkrankungen, bei Reaktionen im Zusammenhang mit Krebserkrankungen
und bei der Behandlung derselben, bei allergischen Reaktionen und
bei Transplantations-Abstoßungsreaktionen.
Siehe zum Beispiel Thorn, et al. Harrison's Principles of Internal Medicine McGraw/Hill,
New York.
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Bei
der wirksamen Behandlung von unzureichenden oder unangemessenen
Reaktionen auf Umweltfaktoren ist die medizinische Wissenschaft
in hohem Maße
von der angemessenen Einschaltung oder Suppression des Immunsystems
abhängig.
Das mangelnde Verständnis
im Hinblick auf die Art und Weise, wie das Immunsystem reguliert
wird oder sich entwickelt, hat jedoch die Möglichkeit verhindert, die normalen
Abwehrmechanismen auf biologische Veränderungen vorteilhaft zu modulieren.
Medizinische Zustände,
die durch abnorme oder unangemessene Regulation der Entwicklung
oder Physiologie von relevanten Zellen charakterisiert sind, bleiben
somit nicht behandelbar. Die Entdeckung und Charakterisierung von
spezifischen Cytokinen wird zur Entwicklung von Therapien für ein breites
Spektrum degenerativer Zustände
und anderer Zustände, die
das Immunsystem, hämatopoetische
Zellen sowie andere Zelltypen betreffen, beitragen. Die vorliegende Erfindung
stellt Lösungen
für einige
dieser Probleme sowie für
zahlreiche andere Probleme zur Verfügung.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung beruht zum Teil auf der Entdeckung eines cDNA-Klons,
der ein Cytokin-ähnliches
Protein kodiert.
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Dieses
Protein wurde humanes CTLA-8 genannt. Die Erfindung umfasst isolierte
Gene, welche die Proteine der Erfindung kodieren, Fusionsproteine,
chemische Mimetika und Antikörper.
Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
für diese
unterschiedlichen Nukleinsäure-
oder Proteinzusammensetzungen werden ebenfalls bereitgestellt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Nukleinsäure bereit, die ein Primaten-CTLA-8-Protein
kodiert, welches eine Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 umfasst.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein im wesentlichen reines Primaten-CTLA-8-Protein
bereit. Das Protein oder Peptid umfasst die Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 und kann ein post-translationales Modifikationsmuster
aufweisen, das sich von einem natürlichen Primaten-CTLA-8-Protein
unterscheidet; oder es kann eine Zelle dazu bringen, einen Entzündungsmediator
zu sekretieren, zum Beispiel IL-6, IL-8 und/oder PGE2. Eine weitere
Ausführungsform
der Erfindung ist eine Zusammensetzung, die ein derartiges Protein
und einen pharmazeutisch akzeptablen Träger umfasst.
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Die
Erfindung umfasst einen Antikörper,
der spezifisch an eine Aminosäure
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 bindet. Gemäß bevorzugter Ausführungsformen
ist der Antikörper
ein monoklonaler Antikörper;
blockiert der Antikörper
die von CTLA-8 induzierte Sekretion eines Entzündungsmediators, zum Beispiel
IL-6, IL-8 und/oder PGE2; oder der Antikörper ist markiert.
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Die
Erfindung betrifft ferner einen Kit, der eine Nukleinsäure umfasst,
die mindestens zu 95% mit einer Nukleinsäure iden tisch ist, welche ein
Primaten-CTLA-8-Protein kodiert, wobei das Protein die Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 umfasst; ein im Wesentlichen reines Primaten-CTLA-8-Protein,
zum Beispiel als Positivkontrolle, wobei das Protein die Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 umfasst; oder einen Antikörper, der
spezifisch an eine Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 bindet.
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Die
Erfindung umfasst weiterhin ein in vitro Verfahren zur Modulierung
der Physiologie oder Entwicklung einer Zelle, bei dem man die Zelle
mit einem Antikörper
in Kontakt bringt, der spezifisch an eine Aminosäuresequenz nach SEQ ID NO:
8 oder 9 bindet.
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Die
Erfindung umfasst ferner ein in vitro Verfahren zur Modulierung
der CTLA-8-induzierten Sekretion eines Entzündungsmediators aus einer Zelle
in ein Gewebe, bei dem man Gewebe mit
- a) einem
Antikörper,
der spezifisch an eine Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9 bindet; oder
- b) einer Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 8 oder 9
in Kontakt bringt.
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Durch
die Verfügbarkeit
dieser Reagenzien werden auch Verfahren zur Modulierung der Physiologie oder
der Entwicklung einer Zelle bereitgestellt, bei denen die Zelle
mit einem Agonisten oder Antagonisten eines CTLA-8-Proteins in Kontakt
gebracht wird. Das Verfahren zur Modulierung umfasst die Regulation
der CTLA-8-induzierten Sekretion eines Entzündungsmediators, zum Beispiel
IL-6, IL-8 und/oder PGE2, durch Inkontaktbringen der Zelle oder
des Gewebes mit einem Antikörper,
der Säuger-CTLA-8
oder ein im wesentlichen reines Säuger-CTLA-8-Protein spezifisch
bindet.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Allgemeines
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine DNA-Sequenz bereit, die verschiedene
Primaten-Proteine kodiert, welche Eigenschaften aufweisen, die für funktionell
signifikante, von T-Zellen exprimierte Moleküle charakteristisch sind. Die
cDNA-Sequenz weist verschiedene Merkmale auf, die für mRNAs
charakteristisch sind, welche Cytokine, Wachstumsfaktoren und Oncogene
kodieren. Das vorliegend beschriebene humane Gen umfasst einen offenen
Leserahmen, der ein vorhergesagtes Protein von 155 Aminosäuren kodiert.
Dieses Protein ist zu 66,4% homolog zu einem putativen Protein,
das vom viralen Genom des Herpesvirus Saimiri in ORF13 kodiert wird.
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Diese
Proteine werden als CTLA-8-Proteine bezeichnet. Eine Maus-cDNA,
die ein ähnliches
CTLA-8-Protein kodiert, wurde von Rouvier et al. (1993) J. Immunol.
150: 5445–5456,
beschrieben. Die natürlichen
Proteine sollten in der Lage sein, unterschiedliche physiologische
Reaktionen zu vermitteln, die zu biologischen oder physiologischen
Reaktionen in Ziel-Zellen führen.
Anfängliche
Studien hatten die mRNA, die dieses Protein kodiert, in unterschiedlichen
Zell-Abstammungslinien der hämatopoetischen
Zellen lokalisiert. Für das
Antigen kodierende Gene wurden im humanen Chromosom 2q31 und im
Maus-Chromosom 1A kartiert. Die nachfolgenden Beschreibungen beziehen
sich beispielhaft auf ein humanes CTLA-8-Protein; sie sind jedoch
in ähnlicher
Weise auf verwandte Ausführungsformen
mit anderen Primaten-Spezies anwendbar.
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Nukleinsäuren
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Die
SEQ ID NO: 5–8
offenbaren die Nukleinsäure-
und Aminosäuresequenzen
eines humanen CTLA-8-Proteins sowie Fragmente derselben. Die beschriebenen
Nukleinsäuresequenzen
und die zugehörigen Reagenzien
können
zur Konstruktion eines DNA-Klons verwendet werden, der zur Expression
eines Primaten-CTLA-8-Proteins
verwendet werden kann, oder beispielsweise zur Isolierung eines
homologen Gens aus einer anderen natürlichen Bezugsquelle. Typischerweise
werden die Sequenzen nützlich
sein, um andere Gene zu isolieren, zum Beispiel allelische Varianten
aus dem Menschen, und es werden ähnliche
Verfahren angewandt werden, um Gene aus anderen Spezies, zum Beispiel
von anderen Primaten, zu isolieren. Die Kreuz-Hybridisierung wird
die Isolierung von Genen aus anderen Primaten-Spezies erlauben.
Mehrere unterschiedliche Verfahren sollten verfügbar sein, um einen geeigneten
Nukleinsäure-Klon
aus anderen Bezugsquellen zu isolieren.
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Das
gereinigte Protein oder definierte Peptide können wie oben beschrieben mittels
Standardverfahren zur Erzeugung von Antikörpern verwendet werden. Synthetische
Peptide oder gereinigtes Protein können einem Immunsystem präsentiert
werden, um eine spezifische Bindungszusammensetzung zu erzeugen,
zum Beispiel monoklonale oder polyklonale Antikörper. Siehe zum Beispiel Coligan
(1991) Current Protocols in Immunology Wiley/Greene; sowie Harlow
und Lane (1989) Antibodies: A Laboratory Manual Cold Spring Harbor Press.
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Die
spezifische Bindungszusammensetzung könnte beispielsweise verwendet
werden, um eine Expressions-Bibliothek mittels Screening zu durchsuchen,
die aus einer Primaten-Zellinie erzeugt wurde, welche ein CTLR-8-Protein
exprimiert. Das Screening kann durch Standardfärbung von Oberflächen-exprimiertem Protein
oder durch "Panning" erfolgen. Das Screening
auf eine intrazelluläre
Expression kann ebenfalls mittels mehrerer Färbeverfahren oder Immunfluoreszenz-Verfahren
durchgeführt
werden. Die Bindungszusammensetzungen könnten zur Affinitätsreinigung
oder zum Aussortieren von Zellen verwendet werden, die das Protein
exprimieren.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
die Verwendung von isolierter DNA oder von Fragmenten vor, wobei diese
ein biologisch aktives Protein oder Polypeptid kodieren, welches
CTLA-8-Protein entspricht.
Alternativ dazu kann eine Nukleinsäure, die nicht vollständig identisch
ist, als Sonde verwendet werden, welche mit einer CTLA-8 kodierenden
Nukleinsäure
hybridisiert. Zusätzlich
umfasst diese Erfindung isolierte oder rekombinante DNA, die ein
biologisch aktives Protein oder Polypeptid kodiert, und die unter
geeigneten Bedingungen mit den hier beschriebenen DNA-Sequenzen
hybridisieren kann. Das biologisch aktive Protein oder Polypeptid
kann ein intaktes Antigen oder ein Fragment sein, und es kann eine
Aminosäuresequenz
nach SEQ ID NO: 6 oder 8 aufweisen. Zusätzlich umfasst diese Erfindung
die Verwendung von isolierter oder rekombinanter DNA oder von Fragmenten
derselben, die Proteine kodieren, welche homolog zu einem Primaten-CTLA-8-Protein
sind, oder die unter geeigneten Bedingungen unter Verwendung einer
cDNA als Sonde isoliert wurden, welche ein Primaten-CTLA-8-Protein
kodiert. Die isolierte DNA kann die jeweiligen regulatorischen Sequenzen
in den 5'- und 3'-flankierenden Bereichen
aufweisen, z.B. Promotoren, Enhancer, Poly-A-Additions-Signale,
und andere. Das humane CTLA-8-Gen hat eine signifikante Identität von 66,4%
mit dem putativen Protein, das vom offenen Leserahmen ORF13 des
Herpesvirus Saimiri (SEQ ID NO: 4) kodiert wird, sowie eine Identität von ca.
60% mit dem Maus-CTLA-8-Gegenstück
(SEQ ID NO: 2).
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Eine "isolierte" Nukleinsäure ist
eine Nukleinsäure,
zum Beispiel eine RNA, DNA, oder ein gemischtes Polymer, das im
Wesentlichen von anderen Bestandteilen getrennt ist, die natürlicherweise
gemeinsam mit einer nativen Sequenz vorliegen, zum Beispiel Ribosomen,
Polymerasen und flankierende genomische Sequenzen aus der ursprünglichen
Spezies. Der Ausdruck umfasst eine Nukleinsäuresequenz, die aus ihrer natürlich vorkommenden
Umgebung entfernt wurde, und sie umfasst rekombinante oder klonierte
DNA-Isolate sowie chemisch synthetisierte Analoga oder Analoga,
die von heterologen Systemen biologisch synthetisiert wurden. Ein
im wesentlichen reines Molekül
umfasst isolierte Formen des Moleküls. Alternativ dazu kann eine
gereinigte Spezies von Wirtskomponenten eines rekombinanten Expressionssystems
getrennt werden. Der Umfang der Homologie einer derartigen Nukleinsäure wird
typischerweise kleiner sein als bei großen Vektoren, zum Beispiel
weniger als Zehntausende von Basenpaare, typischerweise weniger
als mehrere kB, und vorzugsweise im Bereich von 2–6 kB.
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Eine
isolierte Nukleinsäure
wird im Allgemeinen eine homogene Zusammensetzung von Molekülen sein.
Sie wird allerdings in einigen Ausführungsformen eine geringfügige Heterogenität aufweisen.
Diese Heterogenität
wird typischerweise an den Enden des Polymers gefunden, oder in
Abschnitten, die für
eine erwünschte
biologische Funktion oder Aktivität nicht wichtig sind.
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Eine "rekombinante" Nukleinsäure ist
entweder durch ihr Herstellungsverfahren oder durch ihre Struktur
definiert. Bezüglich
ihres Herstellungsverfahrens (z.B. bei einem Produkt, das durch
ein Verfahren hergestellt wird) entspricht das Verfahren der Verwendung
von rekombinanten Nukleinsäure-Techniken,
was beispielsweise den Eingriff des Menschen in die Nukleinsäuresequenz
(typischerweise Selektion oder Herstellung) einschließt. Alternativ
kann es sich um eine Nukleinsäure
handeln, die durch Erzeugen einer Sequenz hergestellt wurde, was
die Fusion von zwei Fragmenten umfasst, die natürlicherweise nicht miteinander
verbunden sind, wobei jedoch Produkte der Natur, zum Beispiel natürlich auftretende
Mutanten ausgeschlossen sein sollen. Somit sind beispielsweise Produkte
umfasst, die durch Transformation von Zellen mit einem beliebigen,
nicht natürlich
auftretenden Vektor hergestellt wurden, wie auch Nukleinsäuren, die
Sequenzen enthalten, welche durch ein beliebiges synthetisches Oligonukleotid-Verfahren
erhalten wurden. Dies wird oft durchgeführt, um ein Codon durch ein
redundantes Codon zu ersetzen, welches die gleiche oder eine konservative Aminosäure kodiert,
wobei typischerweise eine Sequenz-Erkennungsstelle eingeführt oder
entfernt wird. Alternativ wird dies durchgeführt, um Nukleinsäure-Segmente
mit erwünschten
Funktionen miteinander zu verbinden, um eine einzige genetische
Einheit herzustellen, die eine erwünschte Kombination von Funktionen
umfasst, die in den üblicherweise
verfügbaren
natürlichen
Formen nicht vorgefunden wird. Restriktionsenzym-Erkennungsstellen
sind oft das Ziel derartiger künstlicher
Manipulationen, wobei jedoch auch andere ortspezifische Ziele, zum
Beispiel Promotoren, DNA-Replikationsstellen, regulatorische Sequenzen,
Kontrollsequenzen oder andere nützliche
Merkmale eingefügt
werden können.
Ein ähnliches
Konzept ist bei einem rekombinanten Polypeptid beabsichtigt, zum
Beispiel einem Fusions-Polypeptid. Spezifisch eingeschlossen sind
synthetische Nukleinsäuren,
die aufgrund der Redundanz des genetischen Codes Polypeptide kodieren,
die Fragmenten dieser Antigene ähneln,
sowie Fusionen aus Sequenzen verschiedener Varianten von Primaten-Spezies.
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Ein
signifikantes "Fragment" im Zusammenhang
mit Nukleinsäuren
ist ein kontinuierliches Segment von mindestens etwa 17 Nukleotiden,
im Allgemeinen von mindestens etwa 20 Nukleotiden, noch Allgemeiner von
mindestens etwa 23 Nukleotiden, üblicherweise
von mindestens etwa 26 Nukleotiden, noch üblicher von mindestens etwa
29 Nukleotiden, oft von mindestens etwa 32 Nukleotiden, noch öfter von
mindestens etwa 35 Nukleotiden, typischerweise von mindestens etwa
38 Nukleotiden, noch typischer von mindestens etwa 41 Nukleotiden,
häufig
von mindestens etwa 44 Nukleotiden, noch häufiger von mindestens etwa
47 Nukleotiden, bevorzugt von mindestens etwa 50 Nukleotiden, noch
bevorzugter von mindestens etwa 53 Nukleotiden, und in besonders
bevorzugten Ausführungsformen
wird es mindestens etwa 56 oder mehr Nukleotide umfassen. Diese
Fragmente können
an nahezu jeder Position innerhalb des Gens beginnen oder enden, vorzugsweise innerhalb
von kodierenden Sequenzen, zum Beispiel innerhalb einer mRNA.
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Eine
DNA, die ein CTLA-8-Protein kodiert, wird besonders nützlich sein,
um Gene, mRNA- und cDNA-Spezies zu identifizieren, die verwandte
oder homologe Proteine kodieren, sowie DNAs, die homologe Proteine
aus anderen Primaten-Spezies kodieren. Mehrere Primaten-CTLA-8-Proteine
sollten homolog sein und sind vorliegend umfasst. Es können jedoch
sogar Proteine, die eine entferntere evolutionäre Verwandtschaft zu dem Antigen
aufweisen, unter geeigneten Bedingungen und unter Verwendung dieser
Sequenzen problemlos isoliert werden, falls sie ausreichend homolog
sind.
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Diese
Erfindung umfasst ferner rekombinante DNA-Moleküle und Fragmente, die eine
DNA-Sequenz aufweisen, welche mit den hier isolierten DNAs identisch
oder hochgradig homolog zu diesen sind. Die Sequenzen werden insbesondere
oftmals operativ mit DNA-Segmenten verbunden sein, die die Transkription, Translation
und DNA-Replikation kontrollieren. Alternativ dazu werden rekombinante
Klone, die sich von genomischen Sequenzen ableiten, zum Beispiel
solche, die Introns enthalten, für
transgene Studien nützlich sein,
einschließlich
z.B. transgene Zellen und Organismen, sowie für die Gentherapie. Siehe zum
Beispiel Goodnow (1992) "Transgenic
Animals" in Roitt
(Hrsg.) Encyclopedia of Immunology Academic Press, San Diego, Seiten
1502–1504;
Travis (1992) Science 256: 1392–1394;
Kuhn et al. (1991) Science 254: 707–710; Capecchi (1989) Science
244: 1288; Robertson (1987) (Hrsg.) Teratocarcinomas and Embryonic
Stem Cells: A Practical Approach IRL Press, Oxford; Rosenberg (1992)
J. Clinical Oncology 10: 180–199;
und Cournoyer und Caskey (1993) Ann. Rev. Immunol. 11: 297–329.
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Homologe
Nukleinsäuresequenzen
weisen beim Vergleich signifikante Ähnlichkeit oder Identität auf. Die
Standards für
Homologie bei Nukleinsäuren
sind entweder Homologiemessungen durch Sequenzvergleiche, wie sie
im Stand der Technik allgemein verwendet werden, oder sie basieren
auf Hybridisierungsbedingungen. Die Hybridisierungsbedingungen sind
nachfolgend detaillierter beschrieben.
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Wesentliche
Homologie im Zusammenhang mit Nukleinsäure-Sequenzvergleichen bedeutet entweder,
dass beim Vergleich der Segmente oder ihrer komplementären Stränge diese
bei optimaler Gegenüberstellung
(wobei geeignete Nukleotid-Insertionen oder Nukleotid-Deletionen
möglich
sind) in mindestens etwa 70% der Nukleotide identisch sind; im Allgemeinen
in mindestens etwa 75%, gewöhnlich
in mindestens etwa 79%, oftmals in mindestens etwa 83%, typischerweise
in mindestens etwa 87%, üblicherweise
in mindestens etwa 90%, bevorzugt in mindestens etwa 92%, noch bevorzugter
in mindestens etwa 95 bis 98% oder mehr, und in besonderen Ausführungsformen
in bis zu 99% oder mehr der Nukleotide. Alternativ dazu existiert
wesentliche Homologie, wenn die Segmente unter selektiven Hybridisierungsbedingungen
mit einem Strang oder seinem Komplement hybridisieren, wobei typischerweise
eine von SEQ ID NO: 3, 5 oder 7 abgeleitete Sequenz verwendet wird.
Typischerweise wird eine selektive Hybridisierung auftreten, wenn
es eine Homologie von mindestens etwa 55% über einen Bereich von mindestens
etwa 14 Nukleotiden gibt, bevorzugt von mindestens etwa 65%, noch
bevorzugter von mindestens etwa 75% und am meisten bevorzugt von
mindestens etwa 90%. Siehe Kanehisa (1984) Nuc. Acids Res. 12: 203–213. Die
Länge des
Homologie-Vergleichs kann wie beschrieben über längere Ausdehnungen erfolgen,
und wird sich in gewissen Ausführungsformen über eine
Ausdehnung von mindestens etwa 17 Nukleotiden erstrecken, üblicherweise
von mindestens etwa 20 Nukleotiden, noch üblicher von mindestens etwa
24 Nukleotiden, typischerweise von mindestens etwa 28 Nukleotiden,
noch typischer von mindestens etwa 40 Nukleotiden, bevorzugt von
mindestens etwa 50 Nukleotiden, und noch bevorzugter von mindestens
etwa 75 bis 100 Nukleotiden oder mehr. Die Erfindung stellt alle
Kombinationen von Längen,
Identitätsmessungen
und Endpunkten für
Fragmente bereit, siehe oben.
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Stringente
Bedingungen in Bezug auf eine Homologie im Zusammenhang mit Hybridisierungen
sind stringente kombinierte Bedingungen von Salz, Temperatur, organischen
Lösungsmitteln,
und anderen Parametern, typischerweise solche, die bei Hybridisierungsreaktionen
kontrolliert werden. Stringente Temperaturbedingungen werden üblicherweise
Temperaturen oberhalb von etwa 30°C
einschließen,
noch üblicher
oberhalb von etwa 37°C,
typischerweise oberhalb von etwa 45°C, noch typischer oberhalb von
etwa 55°C,
bevorzugt oberhalb von etwa 65°C,
und noch bevorzugter oberhalb von etwa 70°C. Stringente Salzbedingungen werden
in der Regel weniger als etwa 1000 mM sein, üblicherweise weniger als etwa
500 mM, noch üblicher weniger
als etwa 400 mM, typischerweise weniger als etwa 300 mM, bevorzugt
weniger als etwa 200 mM, und noch bevorzugter weniger als etwa 150
mM. Die Kombination von Parametern ist jedoch wesentlich wichtiger als
die Messung jedes einzelnen Parameters. Siehe zum Beispiel Wetmur
und Davidson (1968) J. Mol. Biol. 31: 349–370.
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Ein
CTLA-8-Protein von anderen Primaten-Spezies kann durch Spezies-übergreifende
Hybridisierung von nahe verwandten Spezies kloniert und isoliert
werden. Die Homologie zwischen entfernt verwandten Spezies kann
relativ niedrig sein, und somit ist die Hybridisierung von relativ
nahe verwandten Spezies zu empfehlen. Alternativ dazu kann die Herstellung
einer Antikörper-Zubereitung,
die geringere Spezies-Spezifität
aufweist, in Expressionsklonierungs-Ansätzen nützlich sein.
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Gereinigtes Primaten-CTLA-8-Protein
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Die
vorhergesagte Proteinsequenz von Maus-CTLA-8 ist in SEQ ID NO: 2
dargestellt. Die vorhergesagte homologe Proteinsequenz des Leserahmens
ORF13 des Herpesvirus ist in SEQ ID NO: 4 dargestellt. Die vorhergesagte
Sequenz eines humanen Gegenstücks
ist in SEQ ID NO: 8 dargestellt. Die Peptidsequenzen erlauben die
Herstellung von Peptiden, um Antikörper herzustellen, die derartige
Segmente erkennen.
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Wie
vorliegend verwendet soll der Ausdruck "humanes CTLA-8-Protein", sofern er im Zusammenhang mit Proteinen
verwendet wird, ein Protein umfassen, das die in SEQ ID NO: 8 dargestellte
Aminosäuresequenz aufweist,
oder ein signifikantes Fragment eines solchen Proteins, zum Beispiel
SEQ ID NO: 6. Er bezieht sich darüber hinaus auf ein vom Menschen
abgeleitetes Polypeptid, das eine ähnliche biologische Funktion
aufweist, oder mit für
das CTLA-8-Protein spezifischen Bindungskomponenten interagiert.
Diese Bindungskomponenten, zum Beispiel Antikörper, binden ein CTLA-8-Protein
typischerweise mit hoher Af finität,
zum Beispiel bei mindestens etwa 100 nM, üblicherweise besser als etwa
30 nM, bevorzugt besser als etwa 10 nM, und noch bevorzugter besser
als etwa 3 nM. Homologe Proteine würden in nicht-humanen Säuger-Spezies
gefunden werden, zum Beispiel in Ratten, Mäusen, Primaten sowie im Herpesvirus-Genom,
zum Beispiel ORF13. Nicht-Säuger-Spezies
sollten ebenfalls strukturell oder funktionell verwandte Gene und
Proteine aufweisen.
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Wie
vorliegend verwendet schließt
der Ausdruck "Polypeptid" ein signifikantes
Fragment oder Segment ein und umfasst eine Ausdehnung von Aminosäuren von
mindestens etwa 8 Aminosäuren,
im Allgemeinen von mindestens etwa 10 Aminosäuren, noch allgemeiner von
mindestens etwa 12 Aminosäuren,
oftmals von mindestens etwa 14 Aminosäuren, noch öfter von mindestens etwa 16
Aminosäuren,
typischerweise von mindestens etwa 18 Aminosäuren, noch typischer von mindestens
etwa 20 Aminosäuren, üblicherweise
von mindestens etwa 22 Aminosäuren,
noch üblicher
von mindestens etwa 24 Aminosäuren,
bevorzugt von mindestens etwa 26 Aminosäuren, noch bevorzugter von
mindestens etwa 28 Aminosäuren,
und in besonders bevorzugten Ausführungsformen von mindestens
etwa 30 Aminosäuren
oder mehr.
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Der
Ausdruck "Bindungszusammensetzung" bezieht sich auf
Moleküle,
die spezifisch an Primaten-CTLA-8-Protein binden, zum Beispiel in
der Art von Ligand und Rezeptor, mittels Antikörper-Antigen-Wechselwirkung,
oder mittels Reagenzien, zum Beispiel Proteine, welche spezifisch
mit CTLA-8-Protein assoziieren, zum Beispiel in einer natürlichen,
physiologisch relevanten Protein-Protein-Wechselwirkung, entweder
kovalent oder nicht-kovalent. Das Molekül kann ein Polymer oder ein
chemi sches Reagenz sein. Es wird keine Schlußfolgerung bezüglich der
Frage getroffen, ob das CTLA-8-Protein der Ligand oder der Rezeptor
in einer Ligand-Rezeptor-Wechselwirkung ist. Die Wechselwirkung
weist lediglich eine ähnliche
Spezifität
auf, zum Beispiel spezifische Affinität. Ein funktionelles Analog
kann ein Protein mit strukturellen Modifikationen sein, oder es
kann ein völlig
unverwandtes Molekül
sein, zum Beispiel ein Molekül
mit einer molekularen Form, die mit den erforderlichen Bindungs-Determinanten
in Wechselwirkung treten kann. Die Proteine können als Agonisten oder Antagonisten
eines Rezeptors wirken, siehe zum Beispiel Goodman, et al. (Hrsg.)
(1990) Goodman & Gilman's: The Pharmacological
Bases of Therapeutics (8. Auflage), Pergamon Press.
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Die
Löslichkeit
eines Polypeptids oder eines Fragments ist abhängig von der Umgebung und von
dem Polypeptid. Viele Parameter beeinflussen die Löslichkeit
von Polypeptiden, einschließlich
Temperatur, Elektrolyt-Umgebung, Größe und molekulare Eigenschaften
des Polypeptids sowie die Art des Lösungsmittels. Typischerweise
liegt die Temperatur, bei der ein Polypeptid eingesetzt wird, im
Bereich von etwa 4°C
bis etwa 65°C. Üblicherweise
ist die verwendete Temperatur höher
als etwa 18°C,
und noch üblicher
höher als
etwa 22°C.
Für diagnostische
Zwecke wird die Temperatur etwa Raumtemperatur oder höher sein,
aber niedriger als die Denaturierungstemperatur der Komponenten
im Assay. Für
therapeutische Zwecke wird die Temperatur üblicherweise Körpertemperatur
sein, typischerweise etwa 37°C
beim Menschen, obwohl in gewissen Situationen die Temperatur in
situ oder in vitro erhöht
oder erniedrigt werden kann.
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Die
Elektrolyte werden sich üblicherweise
den physiologischen Bedingungen in situ annähern, können aber (sofern vorteilhaft)
auf höhere
oder niedrigere Ionenstärke
verändert
werden. Die eigentlichen Ionen können
verändert
werden, zum Beispiel, um Standardpuffern zu entsprechen, die in
physiologischen oder analytischen Verfahren verwendet werden.
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Die
Größe und Struktur
des Polypeptids sollten sich im Allgemeinen in einem im Wesentlichen
stabilen Zustand befinden, und üblicherweise
nicht in einem denaturierten Zustand. Das Polypeptid kann mit anderen Polypeptiden
in einer Quartärstruktur
assoziiert sein, um beispielsweise die Löslichkeit zu vermitteln, oder
es kann mit Lipiden oder Detergentien in einer Weise assoziiert
sein, die den Wechselwirkungen in natürlichen Lipid-Doppeleschichten
gleicht.
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Das
Lösungsmittel
wird üblicherweise
ein biologisch kompatibler Puffer einer Art sein, wie er zur Aufrechterhaltung
von biologischen Aktivitäten
verwendet wird, und er wird üblicherweise
einem physiologischen Lösungsmittel
gleichen. Üblicherweise
wird das Lösungsmittel
einen neutralen pH-Wert haben, typischerweise zwischen etwa 5 und
10, und vorzugsweise von etwa 7,5. Bei einigen Gelegenheiten wird
ein Detergens zugegeben werden, typischerweise ein mildes, nicht-denaturierendes
Detergens, zum Beispiel CHS oder CHAPS, oder in einer ausreichend
niedrigen Konzentration, um eine signifikante Zerstörung von
strukturellen oder physiologischen Eigenschaften des Antigens zu
vermeiden.
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Die
Löslichkeit
wird durch die Sedimentation bestimmt, die in Svedberg-Einheiten
gemessen wird, wobei diese ein Maß für die Geschwindigkeit der Sedimentation
eines Moleküls
unter bestimmten Bedingungen sind. Die Bestimmung der Sedimentationsgeschwindigkeit
wurde klassischerweise in einer analytischen Ultrazentrifuge durchgeführt. Sie
wird nunmehr aber typischerweise in einer Standard-Ultrazentrifuge
durchgeführt. Siehe
Freifelder (1982) Physical Biochemistry (2. Auflage), W. H. Freeman & Co., San Francisco;
und Cantor und Schimmel (1980) Biophysical Chemistry, Teile 1–3, W. H.
Freeman & Co.,
San Francisco. Als grobe Bestimmung wird eine Probe, die ein putativ
lösliches
Polypeptid enthält,
in einer normal großen
Standard-Ultrazentrifuge bei etwa 50K UpM für etwa 10 Minuten zentrifugiert,
wobei lösliche
Moleküle
im Überstand
verbleiben. Ein lösliches
Partikel oder Polypeptid wird typischerweise weniger als etwa 30S
haben, noch typischer weniger als etwa 15S, gewöhnlich weniger als etwa 10S
und noch üblicher
weniger als etwa 6S, und in besonderen Ausführungsformen bevorzugt weniger
als etwa 4S, und besonders bevorzugt weniger als etwa 3S.
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Herstellung
von Primaten-CTLA-8-Protein; Mimetika DNA, die das Primaten-CTLA-8-Protein
oder Fragmente desselben kodiert, kann durch chemische Synthese
oder durch Screening von cDNA-Bibliotheken, die aus einer Vielzahl
von Zellinien oder Gewebeproben hergestellt wurden, erhalten werden.
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Diese
DNA kann in einer Vielzahl von Wirtszellen exprimiert werden, um
ein Protein vollständiger
Länge oder
Fragmente zu synthetisieren, die beispielsweise wiederum verwendet
werden können,
um polyklonale oder monoklonale Antikörper herzustellen; für Bindungsstudien;
zur Konstruktion und Expression von modifizierten Molekülen; und
für Struktur/Funktions-Studien.
Jedes Antigen oder dessen Fragment kann in Wirtszellen exprimiert
werden, die mit geeigneten Expressionsvektoren transformiert oder
transfiziert sind. Diese Moleküle
können
im Wesentlichen gereinigt werden, sodass sie frei von Protein oder
zellulären
Verunreinigungen sind, die nicht vom rekombinanten Wirt stammen,
und sind somit besonders in pharmazeutischen Zusammensetzungen nützlich,
wenn sie mit einem pharmazeutisch akzeptablen Träger und/oder einem Verdünnungsmittel
kombiniert sind. Das Antigen oder Teile desselben können als
Fusion mit anderen Proteinen exprimiert werden.
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Expressionsvektoren
sind typischerweise selbstreplizierende DNA- oder RNA-Konstrukte,
die das gewünschte
Antigen oder dessen Fragmente enthalten, üblicherweise operativ verbunden
mit geeigneten genetischen Kontrollelementen, die in einer geeigneten
Wirtszelle erkannt werden. Diese Kontrollelemente können in
einem geeigneten Wirt die Expression bewirken. Die spezifische Art
der Kontrollelemente, die notwendig sind, um die Expression zu bewirken,
wird von der jeweils verwendeten Wirtszelle abhängen. Im Allgemeinen können die
genetischen Kontrollelemente ein prokaryontisches Promotorsystem
oder ein eukaryontisches Promotor-Expressions-Kontrollsystem umfassen,
und typischerweise umfassen sie einen transkriptionellen Promotor,
einen optionalen Operator, um den Beginn der Transkription zu kontrollieren,
einen Transkriptions-Enhancer, um das Ausmaß der mRNA-Expression zu erhöhen, eine
Sequenz, die eine geeignete Ribosomen-Bindungsstelle kodiert, und
Sequenzen, die Transkription und Translation beenden. Expressionsvektoren enthalten üblicherweise
einen Replikations-Ursprung, der es dem Vektor erlaubt, sich unabhängig von
der Wirtszelle zu ver mehren. Verfahren zur Amplifikation der Vektor-Kopienzahl
sind ebenfalls bekannt, siehe zum Beispiel Kaufman, et al. (1985)
Molec. and Cell. Biol. 5: 1750–1759.
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Die
Vektoren der vorliegenden Erfindung umfassen DNA, die ein Primaten-CTLA-8-Protein
oder ein Fragment desselben kodiert, wobei typischerweise ein biologisch
aktives Polypeptid kodiert wird. Die DNA kann unter der Kontrolle
eines viralen Promotors sein, und sie kann einen Selektionsmarker
kodieren. Die Erfindung schlägt
darüber
hinaus die Verwendung solcher Expressionsvektoren vor, die eine
eukaryontische cDNA, welche ein CTLA-8-Protein kodiert, in einem
prokaryontischen oder eukaryontischen Wirt exprimieren können, wobei
der Vektor mit dem Wirt kompatibel ist und wobei die eukaryontische
cDNA, die das Antigen kodiert, so in den Vektor inseriert ist, dass
das Wachstum des den Vektor enthaltenden Wirts die betreffende cDNA exprimiert. Üblicherweise
sind Expressionsvektoren für
eine stabile Replikation in ihren Wirtszellen konstruiert, oder
für die
Amplifikation, um die Gesamtzahl der Kopien des gewünschten
Gens pro Zelle stark zu erhöhen. Es
ist nicht immer notwendig, zu fordern, dass sich ein Expressionsvektor
in einer Wirtszelle repliziert; es ist zum Beispiel möglich, eine
transiente Expression des Antigens oder seiner Fragmente in unterschiedlichen Wirten
zu bewirken, wobei Vektoren verwendet werden, die keinen Replikations-Ursprung
enthalten, der durch die Wirtszelle erkannt wird. Es ist auch möglich, Vektoren
zu verwenden, die mittels Rekombination eine Integration eines Gens
für ein
CTLA-8-Protein oder seiner Fragmente in die Wirts-DNA bewirken,
oder einen Promotor zu integrieren, der die Expression eines endogenen
Gens kontrolliert.
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Wie
vorliegend verwendet umfassen Vektoren Plasmide, Viren, Bakteriophagen,
integrierbare DNA-Fragmente und andere Vehikel, die eine Integration
von DNA-Fragmenten ins Genom des Wirts ermöglichen. Expressionsvektoren
sind spezialisierte Vektoren, die genetische Kontrollelemente enthalten,
welche die Expression von operativ verbundenen Genen bewirken. Plasmide
sind die am häufigsten
verwendete Form eines Vektors; alle anderen Formen von Vektoren,
die eine äquivalente
Funktion erfüllen,
und die im Stand der Technik bekannt sind oder bekannt werden, sind
jedoch vorliegend zur Verwendung geeignet. Siehe zum Beispiel Pouwels,
et al. (1985 und Ergänzungsbände) Cloning
Vectors: A Laboratory Manual, Elsevier, N.Y., und Rodriquez, et
al. (1988) (Hrsg.) Vectors: A Survey of Molecular Cloning Vectors
and Their Uses, Butterworth, Boston, MA.
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Transformierte
Zellen umfassen Zellen, vorzugsweise von Säugern, die mit Vektoren transformiert oder
transfiziert wurden, welche ein CTLA-8-Gen enthalten und typischerweise
unter Verwendung von rekombinanten DNA-Techniken konstruiert wurden.
Transformierte Zellen exprimieren üblicherweise das Antigen oder
dessen Fragmente; zum Zweck der Klonierung, Amplifikation und Manipulation
ihrer DNA müssen
sie das Protein jedoch nicht exprimieren. Die Erfindung schlägt ferner
vor, transformierte Zellen in einem Nährmedium zu kultivieren, wodurch
sich das Protein in der Kultur anreichern kann. Das Protein kann
entweder aus der Kultur oder aus dem Kulturmedium gewonnen werden.
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Für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung sind DNA-Sequenzen operativ verbunden,
wenn sie funktionell miteinander verwandt sind. Beispielsweise ist
die DNA für
eine Vorläufer-Sequenz
oder für
eine sekretorische Leader-Sequenz operativ mit einem Polypeptid
verbunden, wenn sie als Prä-Protein
exprimiert wird oder daran beteiligt ist, das Polypeptid zur Zellmembran
zu dirigieren oder es zu sekretieren. Ein Promotor ist operativ
mit der kodierenden Sequenz verbunden, wenn er die Transkription
des Polypeptids kontrolliert; eine Ribosomen-Bindungsstelle ist operativ mit der
kodierenden Sequenz verbunden, wenn sie derart positioniert ist,
dass sie die Translation erlaubt. Üblicherweise bedeutet operativ
verbunden zusammenhängend
und im gleichen Leserahmen; bestimmte genetische Elemente wie Repressor-Gene
sind jedoch nicht zusammenhängend
verbunden und binden dennoch an Operator-Sequenzen, die wiederum
die Expression kontrollieren.
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Geeignete
Wirtszellen umfassen Prokaryonten, niedrige Eukaryonten und höhere Eukaryonten.
Prokaryonten umfassen sowohl gramnegative als auch grampositive
Organismen, zum Beispiel E. coli und B. subtilis. Niedrige Eukaryonten
umfassen Hefen, zum Beispiel S. cerevisiae und Pichia, sowie Spezies
der Art Dictyostelium. Höhere
Eukaryonten umfassen etablierte Zellkulturlinien von tierischen
Zellen, sowohl von Nicht-Säugern,
wie zum Beispiel von Insekten und Vögeln, als auch von Säugern, wie
zum Beispiel von Menschen, Primaten und Nagern.
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Prokaryontische
Wirt-Vektor-Systeme umfassen eine große Vielzahl von Vektoren für viele
verschiedene Spezies. Wie vorliegend verwendet wird E. coli und
seine Vektoren generisch verwendet, sodass äquivalente Vektoren, die in
anderen Prokaryonten verwendet werden, eingeschlossen sind. Ein
repräsentativer Vektor
zur Amplifikation von DNA ist pBR322 oder viele seiner Derivate.
Vektoren, die verwendet werden können,
um die CTLA-8-Proteine oder deren Fragmente zu exprimieren, umfassen (sind
jedoch nicht beschränkt auf)
solche Vektoren wie jene, die den lac-Promotor (pUC-Serie); den
trp-Promotor (pBR322-trp);
den Ipp-Promotor (die pIN-Reihe); die lambda-pP- oder pR-Promotoren
(pOTS); oder Hybrid-Promotoren wie ptac (pDR540) umfassen. Siehe
Brosius, et al. (1988) "Expression
Vectors Employing Lambda-, trp-, lac-, and Ipp-derived Promoters", in Rodriguez und
Denhardt (Hrsg.) Vectors: A Survey of Molecular Cloning Vectors and
Their Uses, Butterworth, Boston, Kapitel 10, Seiten 205–236.
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Niedrige
Eukaryonten, zum Beispiel Hefen und Dictyostelium, können mit
Vektoren transformiert werden, die CTLA-8-Proteine kodieren. Für die Zwecke
dieser Erfindung ist der gebräuchlichste
niedrige eukaryontische Wirt die Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae.
Sie wird generisch verwendet werden, um niedrige Eukaryonten zu
repräsentieren,
obwohl mehrere andere Stämme
und Spezies ebenfalls verfügbar
sind. Hefe-Vektoren bestehen typischerweise aus einem Replikations-Ursprung
(sofern nicht vom Integrationstyp), einem Selektions-Gen, einem
Promotor, einer für
das gewünschte
Protein oder dessen Fragmente kodierenden DNA und Sequenzen zur
Termination der Translation, zur Poly-Adenylierung und zur Termination
der Transkription. Geeignete Expressions-Vektoren für Hefe umfassen
konstitutive Promotoren, wie den Promotor der 3-Phosphoglycerat-Kinase
und Gen-Promotoren zahlreicher anderer glykolytischer Enzyme, oder
solche induzierbare Promotoren, wie zum Beispiel den Alkohol-Dehydrogenase-2-Promotor
oder den Metallothionin-Promotor. Geeignete Vektoren umfassen Derivate
der folgenden Typen: selbstreplizierende Vektoren mit niedriger Kopienzahl
(wie die YRp-Serie), selbstreplizierende Vektoren mit hoher Kopienzahl (wie
die YEp-Serie); integrative Typen (wie die YIp-Serie), oder Mini-Chromosomen
(wie die YCp-Serie).
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Gewebekultur-Zellen
höherer
Eukaryonten sind die bevorzugten Wirtszellen zur Expression des
funktionell aktiven CTLA-8-Proteins.
Im Prinzip können
viele höhere,
eukaryontische Gewebekultur-Zellinien verwendet werden, entweder
von Invertebraten oder von Vertebraten, zum Beispiel Insekten-Baculovirus-Expressions-Systeme.
Säugerzellen
sind jedoch aufgrund der Prozessierung sowohl in co-translationalen
als auch in posttranslationalen Stadien bevorzugt. Die Transformation
oder Transfektion und die Vermehrung solcher Zellen ist ein Routinevorgang
geworden. Beispiele für
nützliche
Zellinien umfassen HeLa-Zellen, Zellinien von Ovarien des chinesische
Hamster (CHO), Zellinien von Babyratten-Nieren (BRK-), Insekten-Zellinien, Vogel-Zellinien
und Affen- (COS-) Zellinien. Expressions-Vektoren für solche
Zellinien umfassen üblicherweise einen
Replikations-Ursprung, einen Promotor, eine Translations-Initiations-Stelle,
Stellen zum RNA-Splicing (wenn genomische DNA verwendet wird), eine
Poly-Adenylierungsstelle, und eine Transkriptions-Terminations-Stelle.
Diese Vektoren umfassen üblicherweise
auch ein Selektions-Gen oder ein Amplifikations-Gen. Geeignete Expressions-Vektoren
können
Plasmide, Viren, oder Retroviren sein, die Promotoren aufweisen,
die von Quellen wie dem Adenovirus, dem SV40, dem Parvovirus, dem
Vacciniavirus, oder dem Cytomegalievirus abgeleitet sind. Repräsentative
Beispiele für
geeignete Expressions-Vektoren umfassen pCDNA1; pCD, siehe Okayama,
et al. (1985) Mol. Cell. Biol. 5: 1136–1142; pMC1neo Poly-A, siehe
Thomas, et al. (1987) Cell 51: 503–512; und einen Baculovirus-Vektor
wie zum Beispiel pAC 373 oder pAC 610, siehe O'Reilly, et al. (1992) Baculovirus Expression
Vectors: A Laboratory Manual Freeman and Co., CRC Press, Boca Raton,
Fla.
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Es
wird oftmals erwünscht
sein, ein Primaten-CTLA-8-Protein oder -Polypeptid in einem System
zu exprimieren, das zu einem spezifischen oder definierten Glykosylierungs-Muster
führt.
In diesem Fall wird das übliche
Muster jenes sein, das natürlicherweise
vom Expressions-System bereitgestellt wird. Das Muster wird jedoch
dadurch modifizierbar sein, dass das Polypeptid (zum Beispiel in
unglykosylierter Form) geeigneten Glykosylierungs-Proteinen ausgesetzt
wird, die in ein heterologes Expressions-System eingebracht wurden. Zum
Beispiel kann das Gen für
das CTLA-8-Protein mit einem oder mit mehreren Genen, die Säuger-Glykosylierungs-Enzyme
oder andere Glykosylierungs-Enzyme
kodieren, co-transformiert werden. Durch Verwendung dieses Verfahrens
können
bestimmte Säuger-spezifische
Glykosylierungsmuster in prokaryontischen oder in anderen Zellen
erreicht oder annähernd
erreicht werden.
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Das
Primaten-CTLA-8-Protein oder dessen Fragmente können so konstruiert werden,
dass sie über Phosphatidyl-Inositol
(PI) mit einer Zellmembran verbunden sind; sie können aber durch Behandlung
mit einem Phosphatidyl-Inositol-spaltenden Enzym von den Membranen
entfernt werden, zum Beispiel durch Phosphatidyl-Inositol-Phospholipase-C.
Dies setzt das Antigen in biologisch aktiver Form frei und erlaubt
die Reinigung mittels Standardverfahren der Proteinchemie. Siehe
zum Beispiel Low (1989) Biochim. Biophys. Acta 988: 427–454; Tse,
et al. (1985) Science 230: 1003–1008;
und Brunner, et al. (1991) J. Cell. Biol. 114: 1275–1283.
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Nachdem
das CTLA-8-Protein nunmehr charakterisiert wurde, können Fragmente
oder Derivate desselben durch herkömmliche Verfahren der Peptidsynthese
hergestellt werden. Diese umfassen Prozesse, wie sie in Stewart
und Young (1984) Solid Phase Peptide Synthesis, Pierce Chemical
Co., Rockford, IL; Bodanszky und Bodanszky (1984) The Practice of
Peptide Synthesis, Springer Verlag, New York; und Bodanszky (1984) The
Principles of Peptide Synthesis, Springer Verlag, New York, beschrieben
sind. Zum Beispiel kann ein Azid-Prozess, ein Säure-Chlorid-Prozess, ein Säureanhydrid-Prozess, ein gemischter
Anhydrid-Prozess,
ein Prozess mit einem aktivierten Ester (zum Beispiel p-Nitrophenyl-Ester,
N-Hydroxy-Succinimid-Ester, oder Cyan-Methyl-Ester), ein Carbodiimidazol-Prozess,
ein Oxidations-Reduktions-Prozess
oder ein Dicyclohexylcarbodiimid(DCCD-)/additiver Prozess verwendet
werden. Sowohl Festphasen-Synthesen
als auch Synthesen in flüssiger
Phase sind in den obigen Prozessen anwendbar.
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Das
Primaten-CTLA-8-Protein, Fragmente oder Derivate werden in Übereinstimmung
mit den oben dargestellten Prozessen hergestellt, wie sie typischerweise
bei Peptidsynthesen eingesetzt werden, im Allgemeinen entweder durch
einen sogenannten schrittweise erfolgenden Prozess, bei dem man
eine Aminosäure an
die terminale Aminosäure
kondensiert, eine nach der anderen entsprechend der Sequenz; oder
durch Kopplung von Peptidfragmenten an die terminale Aminosäure. Aminogruppen,
die bei der Kopplungsreaktion nicht verwendet werden, sind typischerweise
geschützt,
um eine Kopplung an einer falschen Stelle zu verhindern.
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Wenn
eine Festphasen-Synthese eingesetzt wird, ist die C-terminale Aminosäure über ihre
Carboxygruppe an einen unlöslichen
Träger
oder eine Auflage gebunden. Die Wahl des unlöslichen Trägers ist nicht besonders eingeschränkt, solange
dieser eine Bindungskapazität
für eine
reaktive Carboxygruppe hat. Beispiele für derartige unlösliche Träger umfassen
Halogenmethyl-Harze, wie zum Beispiel Chlormethyl-Harz oder Brommethyl-Harz, Hydroxymethyl-Harze,
Phenol-Harze, tert-Alkyloxycarbonyl-Hydrazin-Harze und dergleichen.
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Eine
Aminosäure
mit geschützten
Aminogruppen wird entsprechend der Sequenz durch Kondensation ihrer
aktivierten Carboxygruppe mit der reaktiven Aminogruppe des vorher
gebildeten Peptids oder der vorher gebildeten Kette verbunden, um
das Peptid Schritt für
Schritt zu synthetisieren. Nach der Synthese der vollständigen Sequenz
wird das Peptid vom unlöslichen
Träger
abgespalten, um das Peptid zu erhalten. Diese Festphasen-Methode wurde von
Merrifield, et al. (1963) in J. Am. Chem. Soc. 85: 2149–2156 allgemein
beschrieben.
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Das
produzierte Protein und Fragmente desselben können aus der Reaktionsmischung
mittels Peptidabtrennung isoliert und gereinigt werden, zum Beispiel
durch Extraktion, Fällung,
Elektrophorese sowie durch unterschiedliche Formen der Chromatographie
und ähnlichem.
Die Primaten-CTLA-8-Proteine der vorliegenden Erfindung können, abhängig von
der gewünschten
Verwendung, in unterschiedlichen Reinheitsgraden erhalten werden.
Die Aufreinigung kann durch die vorliegend offenbarten Protein-Aufreinigungstechniken
erreicht werden, oder durch Verwendung der vorliegend beschriebenen
Antikörper
in einer Immunoabsorbant-Affinitätschromatographie.
Diese Immunoabsorbant- Affinitätschromatographie
wird durchgeführt,
indem zunächst
die Antikörper
an einen festen Träger
gebunden werden und anschließend
die gebundenen Antikörper mit
solubilisierten Lysaten von geeigneten Ausgangszellen in Kontakt
gebracht werden, oder mit Lysaten von anderen Zellen, die das Protein
exprimieren, oder mit Lysaten oder Überständen von Zellen, welche das
CTLA-8-Protein als Ergebnis von DNA-Techniken produzieren, wie es
nachstehend beschrieben ist.
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V. Physikalische Varianten
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Diese
Erfindung umfasst auch Proteine oder Peptide, die eine wesentliche
Aminosäuresequenz-Homologie
in Bezug auf die Aminosäuresequenz
des CTLA-8-Proteins aufweisen. Die Varianten umfassen Spezies-spezifische
oder allelische Varianten.
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Aminosäuresequenz-Homologie
oder Sequenz-Identität
wird durch Optimieren von Übereinstimmungen
hinsichtlich der Reste bestimmt, falls notwendig, durch Einführung von
entsprechend erforderlichen Lücken.
Dies ändert
sich, wenn konservative Austausche als Übereinstimmungen gewertet werden.
Konservative Austausche umfassen typischerweise Austausche innerhalb
der folgenden Gruppe: Glycin, Alanin; Valin, Isoleucin, Leucin;
Asparaginsäure,
Glutaminsäure;
Asparagin, Gutamin; Serin, Threonin; Lysin, Arginin; und Phenylalanin,
Tyrosin. Homologe Aminosäuresequenzen
sollen typischerweise natürliche
allelische Variationen und zwischen Spezies auftretende Variationen
in jeder der betreffenden Proteinsequenz umfassen. Typische homologe
Proteine oder Peptide werden von 50–100 Homologie (falls Lücken eingeführt werden
dürfen)
bis 80–100
Homologie (falls konservative Austausche einbezogen werden) mit
der Aminosäuresequenz
eines Primaten-CTLA-8-Proteins aufweisen. Identitätsgrade
werden mindestens etwa 60%, im Allgemeinen mindestens etwa 65%,
oftmals mindestens etwa 70%, typischerweise mindestens etwa 75%, üblicherweise
mindestens etwa 80%, noch üblicher
mindestens etwa 84%, bevorzugt mindestens etwa 87%, und noch bevorzugter mindestens
etwa 90% und in besonders bevorzugten Ausführungsformen mindestens etwa
95% oder mehr betragen. Siehe auch Needleham, et al. (1970) J. Mol.
Biol. 48: 443–453;
Sankoff, et al. (1983) Chapter One in Time Warps, String Edits,
and Macromolecules: The Theory and Practice of Sequence Comparison
Addison-Wesley, Reading, MA; and software packages from IntelliGenetics,
Mountain View, CA; und die University of Wisconsin Genetics Computer
Group, Madison, WI. Die Fragmente umfassen alle Kombinationen von
Längen,
Identitätsgraden,
und Termini, wie in den beschriebenen Sequenzen dargestellt ist.
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Die
isolierte DNA, die ein CTLA-8-Protein kodiert, kann problemlos durch
Nukleotid-Austausche, Nukleotid-Deletionen, Nukleotid-Insertionen
und Inversion von Nukleinsäureabschnitten
verändert
werden. Diese Veränderungen
ergeben neue DNA-Sequenzen,
die diese Antigene, ihre Derivate oder Proteine mit ähnlicher physiologischer,
immunogener oder antigener Aktivität kodieren. Diese veränderten
Sequenzen können
verwendet werden, um mutierte Antigene herzustellen, oder um die
Expression zu verstärken.
Die verstärkte
Expression kann eine Gen-Amplifikation,
eine erhöhte
Transkription, eine erhöhte
Translation und andere Mechanismen umfassen. Solche mutierten Derivate
des CTLA-8-Proteins umfassen vorbestimmte oder ortspezifische Mutationen
des betreffenden Proteins oder seiner Frag mente. "Mutiertes CTLA-8-Protein" umfasst ein Polypeptid,
das in die Definition der Homologie für das oben beschriebene humane
CTLA-8-Protein fallen würde,
jedoch eine Aminosäuresequenz
aufweist, die sich von dem in der Natur vorgefundenen CTLA-8-Protein unterscheidet,
entweder durch Deletion, Austausch oder Insertion. Ein "ortspezifisch mutiertes
Primaten-CTLA-8-Protein" umfasst im Allgemeinen
insbesondere Proteine, die signifikante Homologie mit einem Protein aufweisen,
das Sequenzen von SEQ ID NO: 4, 6 oder 8 hat, und die verschiedene
biologische Aktivitäten
mit diesen Sequenzen gemeinsam haben, zum Beispiel antigene oder
immunogene Aktivität,
und die in bevorzugten Ausführungsformen
den Großteil
der offenbarten Sequenzen enthalten. Ähnliche Konzepte sind bei verschiedenen
CTLA-8-Proteinen anwendbar, insbesondere bei denjenigen, die in
verschiedenen Primaten gefunden werden, zum Beispiel in Affen und
Gibbons. Wie schon zuvor erwähnt,
wird nochmals betont, dass die Beschreibungen allgemein zu verstehen
sind und alle CTLA-8-Proteine einschließen, und nicht auf die spezifisch
diskutierte humane Ausführungsform
beschränkt
sind.
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Obwohl
ortspezifische Mutationsstellen vorbestimmt sind, müssen Mutanten
nicht ortspezifisch sein. Die Mutagenese von CTLA-8-Protein kann
durch Erzeugen von Aminosäure-Insertionen
oder -Deletionen durchgeführt
werden. Austausche, Insertionen, Deletionen oder beliebige Kombinationen
können
durchgeführt werden,
um ein endgültiges
Konstrukt zu erhalten. Insertionen umfassen amino- oder carboxy-terminale
Fusionen. Eine randomisierte Mutagenese kann an einem Ziel-Codon
durchgeführt
werden, und die exprimierten Mutanten können auf die erwünschte Aktivität hin durch
Screening untersucht werden. Verfahren zur Erzeugung von Austausch-Mutationen
an vorbestimmten Positionen in einer DNA mit bekannter Sequenz sind
im Stand der Technik hinreichend bekannt, zum Beispiel durch M13-Primer-Mutagenese
oder Polymerasekettenreaktion (PCR). Siehe auch Sambrook, et al.
(1989) und Ausubel, et al. (1987 und Ergänzungsbände).
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Die
Mutationen in der DNA sollten normalerweise die kodierenden Sequenzen
nicht aus dem Leserahmen bringen und vorzugsweise keine komplementären Regionen
erzeugen, die hybridisieren können,
wobei mRNA-Sekundärstrukturen,
wie Schleifen oder Haarnadelschleifen („hairpins") entstehen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner rekombinante Proteine bereit,
zum Beispiel heterologe Fusionsproteine, wobei Segmente dieser Proteine
verwendet werden. Ein heterologes Fusionsprotein ist eine Fusion von
Proteinen oder Segmenten, die natürlicherweise nicht in der gleichen
Art zusammengefügt
sind. Somit ist das Fusionsprodukt eines Immunglobulins mit einem
CTLA-8-Protein ein kontinuierliches Proteinmolekül, das Sequenzen enthält, die
durch eine typische Peptidbindung zusammengefügt sind, und das typischerweise
als ein einziges Translationsprodukt hergestellt wird, und Eigenschaften
aufweist, die sich von jedem der Ursprungspeptide herleiten. Ein ähnliches
Konzept gilt für
heterologe Nukleinsäuresequenzen.
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Zusätzlich können neue
Konstrukte durch Kombination ähnlicher
funktioneller Domänen
aus anderen Proteinen hergestellt werden. Zum Beispiel können Antigen-Bindungs-Segmente
oder andere Segmente zwischen verschiedenen neuen Fusions-Polypeptiden
oder Fragmenten ausgetauscht werden. Siehe zum Beispiel Cunningham,
et al. (1989) Science 243: 1330–1336;
und O'Dowd, et al.
(1988) J. Biol. Chem. 263: 15985–15992. Somit werden durch die
funktionelle Verknüpfung
von biologisch relevanten Domänen
und anderen Domänen
neue chimäre
Polypeptide entstehen, die neue Kombinationen von Spezifitäten aufweisen.
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Das
von Beaucage und Carruthers (1981) in Tetra. Letts. 22: 1859–1862 beschriebene
Phosphoramidit-Verfahren wird geeignete synthetische DNA-Fragmente
erzeugen. Ein doppelsträngiges
Fragment wird oftmals entweder durch Synthese des komplementären Strangs
und Zusammenfügen
beider Stränge
unter geeigneten Bedingungen oder durch die Addition des komplementären Strangs
unter Nutzung einer DNA-Polymerase mit einer geeigneten Primersequenz,
z.B. mittels PCR-Techniken, erhalten werden.
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Funktionelle
Varianten
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Die
Blockierung der physiologischen Reaktion auf CTLA-8-Proteine kann aus
der Inhibierung der Bindung des Antigens an seinen natürlichen
Bindungspartner resultieren, zum Beispiel durch kompetitive Inhibierung.
Somit werden die erfindungsgemäßen in vitro
Assays oftmals isoliertes Protein, Membranen von Zellen, die ein
rekombinantes membranassoziiertes CTLA-8-Protein exprimieren, lösliche Fragmente,
die Bindungssegmente enthalten, oder Fragmente, die an Festphasen-Substrate
angeheftet sind, verwenden. Diese Assays werden ferner die diagnostische
Bestimmung von Wirkungen erlauben, die entweder auf Mutationen und Modifikationen
der Bindungssegmente oder auf Mutationen und Modifikationen der
Proteine beruhen, z.B. Analoga.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
darüber
hinaus die Verwendung von kompetitiven Wirkstoff-Screening-Assays
vor, bei denen beispielsweise neutralisierende Antikörper gegen
ein Antigen oder Fragmente von Bindungspartnern mit einer Testsubstanz
um die Bindung an das Protein konkurrieren. Auf diese Weise können die
Antikörper
verwendet werden, um die Anwesenheit eines beliebigen Polypeptids
nachzuweisen, das eine oder mehrere Antigen-Bindungsstellen mit
dem Protein gemeinsam hat, und die Antikörper können ferner verwendet werden,
um Bindungsstellen auf dem Protein zu besetzen, die ansonsten mit
einem Bindungspartner in Wechselwirkung treten könnten.
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Darüber hinaus
können
neutralisierende Antikörper
gegen das CTLA-8-Protein und lösliche
Fragmente des Antigens, die eine Rezeptor-Bindungsstelle mit hoher
Affinität
aufweisen, verwendet werden, um die Antigen-Funktion in Geweben
zu inhibieren, zum Beispiel in Geweben, die eine abnorme Physiologie
aufweisen.
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„Derivate" eines Primaten-CTLA-8-Protein-Antigens
umfassen Aminosäuresequenz-Mutanten,
Glykosylierungs-Varianten und kovalente oder aggregierte Konjugate
mit anderen chemischen Einheiten. Kovalente Derivate können durch
im Stand der Technik hinreichend bekannte Verfahren mittels Verknüpfung von
funktionellen Einheiten mit Gruppen hergestellt werden, die in den
Aminosäure-Seitenketten
der CTLA-8-Proteine oder am N- bzw. C-Terminus gefunden werden. Diese Derivate
können
(ohne Einschränkung)
aliphatische Ester oder Amide des Carboxy-Terminus oder von Aminosäuren mit
Carboxy-Seitenketten, O-Acyl-Derivate von Hydroxylgruppen enthaltenden
Aminosäuren,
und N-Acyl-Derivate
der aminoterminalen Aminosäure
oder von Aminosäuren mit
Amino-Seitenketten, zum Beispiel Lysin oder Arginin, enthalten.
Acyl-Gruppen sind aus der Gruppe von Alkylresten ausgewählt, die
C3- bis C18-Normalalkyl umfassen, wodurch Alkanoyl Aroyl-Spezies gebildet
werden. Eine kovalente Bindung an Träger-Proteine könnte von
Bedeutung sein, wenn die immunogenen Einheiten Haptene sind.
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Insbesondere
sind Veränderungen
der Glykosylierung eingeschlossen, die beispielsweise durch Modifikation
der Glykosylierungsmuster eines Polypeptids während seiner Synthese und Verarbeitung
oder in weiteren Verarbeitungsschritten erzeugt werden. Ein besonders
bevorzugtes Mittel zum Erreichen dieses Ziels ist die Inkubation
des Polypeptids mit glykosylierenden Enzymen, die aus Zellen erhalten
wurden, welche normalerweise eine derartige Verarbeitung durchführen, zum
Beispiel Glykosylierungsenzyme aus Säugern. Deglykosylierungsenzyme
werden ebenfalls vorgeschlagen. Ebenfalls einbezogen sind Versionen
der gleichen primären
Aminosäuresequenz,
die andere geringfügige
Modifikationen aufweisen, einschließlich phosphorylierter Aminosäurereste,
zum Beispiel Phosphotyrosin, Phosphoserin oder Phosphothreonin.
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Eine
Hauptgruppe von Derivaten sind kovalente Konjugate aus CTLA-8-Protein
oder Fragmenten desselben und anderen Proteinen oder Polypeptiden.
Diese Derivate können
in rekombinanter Kultur synthetisiert werden, wie zum Beispiel als
N- oder C-terminale
Fusionen, oder durch Einsatz von Mitteln, die im Stand der Technik
für ihre
Nützlichkeit
zur Quervernetzung von Proteinen über reaktive Seitengruppen
bekannt sind. Bevorzugte Positionen im Antigen, um mit Quervernetzungsreagenzien
Deri vate zu bilden, sind freie Aminogruppen, Kohlenhydrat-Einheiten und Cystein-Reste.
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Fusions-Polypeptide
zwischen Primaten-CTLA-8-Proteinen und anderen homologen oder heterologen Proteinen
werden ebenfalls bereitgestellt. Homologe Polypeptide können Fusionen
zwischen unterschiedlichen Oberflächenmarkern sein, die zum Beispiel
zu einem Hybridprotein führen,
das eine Rezeptorbindungsspezifität zeigt. In ähnlicher
Weise können
heterologe Fusionen konstruiert werden, die eine Kombination der Eigenschaften
oder Aktivitäten
der Derivatproteine ausweisen. Typische Beispiele sind Fusionen
aus einem Reporter-Polypeptid, zum Beispiel Luziferase, und einem
Segment oder einer Domäne
eines Antigens, zum Beispiel einem Rezeptor-bindenden Segment, so
dass die Anwesenheit oder die Lokalisierung des fusionierten Antigens
problemlos bestimmt werden kann. Siehe zum Beispiel Dull, et al.,
U.S. Patent No. 4,859,609. Andere Gen-Fusionspartner umfassen die
bakterielle β-Galaktosidase,
trpE, Protein A, β-Laktamase,
alpha-Amylase, Alkoholdehydrogenase und den alpha-Mating-Faktor
der Hefe. Siehe zum Beispiel Godowski, et al. (1988) Science 241:
812–816.
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Das
von Beaucage und Carruthers (1981) in Tetra. Letts. 22: 1859–1862 beschriebene
Phosphoramidit-Verfahren wird geeignete synthetische DNA-Fragmente
erzeugen. Ein doppelsträngiges
Fragment wird oftmals entweder durch Synthese des komplementären Strangs
und Zusammenfügen
beider Stränge
unter geeigneten Bedingungen oder durch die Addition des komplementären Strangs
unter Verwendung einer DNA-Polymerase mit einer geeigneten Primersequenz,
z.B. mittels PCR-Techniken, erhalten werden.
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Solche
Polypeptide können
auch Aminosäure-Reste
aufweisen, die durch Phosphorylierung, Sulfonierung, Biotinylierung,
oder durch Addition oder Entfernung von anderen Resten chemisch
modifiziert wurden, insbesondere solche, die eine ähnliche
molekulare Gestalt wie Phosphatgruppen aufweisen. In einigen Ausführungsformen
werden die Modifikationen nützliche
Markierungsreagenzien sein oder als Zielmoleküle bei der Aufreinigung geeignet
sein, zum Beispiel in Form von Affinitätsliganden.
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Fusionsproteine
werden typischerweise entweder durch rekombinante Nukleinsäure-Verfahren
oder durch synthetische Polypeptid-Verfahren hergestellt werden.
Techniken zur Manipulation von Nukleinsäuren sind z.B. in Sambrook,
et al. (1989) Molecular Cloning: A Laboratory Manual (2. Ausgabe),
Bände 1–3, Cold Spring
Harbor Laboratory, allgemein beschrieben. Techniken zur Synthese
von Polypeptiden sind zum Beispiel in Merrifield, et al. (1963)
in J. Am. Chem. Soc. 85: 2149–2156;
Merrifield (1986) Science 232: 341–347; und Atherton, et al.
(1989) Solid Phase Peptide Synthesis: A Practical Approach, IRL
Press, Oxford, beschrieben.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
ferner die Verwendung anderer Derivate von CTLA-8-Proteinen vor, die
weder Variationen bezüglich
der Aminosäuresequenz
noch Variationen der Glykosylierung sind. Solche Derivate können kovalente
oder aggregierte Zusammenlagerungen mit chemischen Resten einschließen. Diese
Derivate fallen in die drei allgemeinen Klassen: (1) Salze, (2)
kovalente Modifikationen von Seitenketten und ter minalen Aminosäuren, und
(3) Adsorptionskomplexe, zum Beispiel mit Zellmembranen. Solche
kovalenten oder aggregierten Zusammenlagerungen sind nützlich als
Immunogene, als Reagenzien in Immunassays, oder in Reinigungsverfahren,
wie zum Beispiel bei der Affinitätsreinigung
von Antigenen oder von anderen bindenden Proteinen. Zum Beispiel
kann ein Primaten-CTLA-8-Antigen nach im Stand der Technik hinreichend bekannten
Verfahren durch kovalente Bindung an einen festen Träger, wie
zum Beispiel an Bromcyan-aktivierte Sepharose, immobilisiert werden,
oder es kann an Polyolefin-Oberflächen adsorbiert werden, mit
oder ohne Glutaraldehyd-Quervernetzung, um es im Assay einzusetzen
oder um es zur Reinigung von Anti-CTLA-8-Protein-Antikörpern oder von seinem Rezeptor
oder von anderen Bindungspartnern einzusetzen. Primaten-CTLA-8-Antigene
können
darüber
hinaus mit einer detektierbaren Gruppe markiert werden; sie können zum
Beispiel durch die Chloramin-T-Methode radioiodiniert werden, kovalent
an seltene Erdchelate (earth chelates) gebunden werden, oder mit
einem anderen fluoreszenten Rest gekoppelt werden, um sie in diagnostischen Assays
einzusetzen. Die Reinigung von CTLA-8-Protein kann durch immobilisierte
Antikörper
oder Bindungspartner erreicht werden.
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Ein
erfindungsgemäßes, solubilisiertes
CTLA-8-Antigen oder CTLA-8-Fragment kann als Immunogen zur Herstellung
von Antiseren oder Antikörpern
verwendet werden, die spezifisch für das Protein oder für Fragmente
desselben sind. Das gereinigte Antigen kann verwendet werden, um
monoklonale Antikörper
oder bindende Fragmente mittels Screening zu durchsuchen, die durch
Immunisierung mit unterschiedlichen Formen unreiner Präparate,
die das Protein enthalten, erzeugt wurden. Der Ausdruck „Antikörper" umfasst insbesondere
auch Antigen-bindende Fragmente von natürlichen Antikörpern. Die
gereinigten CTLA-8-Proteine können auch
als Reagenz verwendet werden, um beliebige Antikörper zu detektieren, die als
Reaktion auf die Anwesenheit von erhöhten Mengen des Proteins oder
von Zellfragmenten, die das Antigen enthalten, gebildet werden,
wobei beides diagnostisch für
einen abnormen oder spezifischen physiologischen oder krankhaften
Zustand sein kann. Zusätzlich
können
Antigen-Fragmente
auch als Immunogene dienen, um die Antikörper der vorliegenden Erfindung
herzustellen, wie direkt anschließend beschrieben wird. Die
vorliegende Erfindung schlägt
beispielsweise Antikörper
vor, die gegen Aminosäuresequenzen
erzeugt wurden, welche durch die Nukleotidsequenzen nach SEQ ID
NO: 3, 5 oder 7 kodiert sind, oder gegen Proteinfragmente, die diese
enthalten. Insbesondere werden in der vorliegenden Erfindung Antikörper vorgeschlagen,
die Bindungsaffinität
für spezifische
Fragmente haben, von denen vorhergesagt wird, dass sie außerhalb
der Lipid-Doppelschicht liegen, oder Antikörper, die gegen diese Fragmente
erzeugt werden.
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Die
vorliegenden Erfindung schlägt
die Isolierung von zusätzlichen
Varianten aus nahe verwandten Spezies vor. Eine Southern-Blot Analyse
ergab, dass ähnliche
genetische Einheiten in anderen Säugern vorkommen, wie zum Beispiel
in der Ratte und in der Maus. Es ist wahrscheinlich, dass CTLA-8-Proteine bei Spezies-Varianten
weit verbreitet sind, zum Beispiel in Hybolates, Gorillas und Cercopothecidae.
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Die
Erfindung stellt ferner Mittel bereit, um eine Gruppe verwandter
Antigene zu isolieren, die sowohl Abweichungen als auch Ähnlichkeiten
bezüglich
der Struktur, Expression und Funktion aufweisen. Die Aufklärung vieler
physiologischen Wir kungen des Antigens wird durch die Isolierung
und Charakterisierung von unterschiedlichen Spezies-Varianten stark
beschleunigt werden. Die vorliegende Erfindung stellt insbesondere nützliche
Sonden bereit, um zusätzliche,
homologe genetische Einheiten in unterschiedlichen Primaten-Spezies
zu identifizieren.
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Die
isolierten Gene werden es erlauben, Zellen zu transformieren, denen
die Expression eines entsprechenden CTLA-8-Proteins fehlt, z.B.
entweder Spezies-Typen oder Zellen, denen entsprechende Antigene
fehlen, und die eine negative Hintergrund-Aktivität aufweisen sollten. Die Expression
transformierter Gene wird es erlauben, antigenisch reine Zellinien
mit definierten Varianten oder Einzelspezies-Varianten zu isolieren.
Dieses Vorgehen wird eine sensitivere Detektion und Unterscheidung
der physiologischen Wirkungen von CTLA-8-Proteinen ermöglichen.
Subzelluläre
Fragmente, zum Beispiel Zytoplasten oder Membranfragmente, können isoliert
und verwendet werden.
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Die
Zergliederung der kritischen Strukturelemente, welche die unterschiedlichen
physiologischen Funktionen oder Diffenzierungs-Funktionen der Proteine
bewirken, ist mit Standardtechniken der modernen Molekularbiologie
möglich,
insbesondere durch Vergleich mit Mitgliedern der verwandten Klasse.
Siehe z.B. die Homolog-Scanning-Mutagenese-Technik, die in Cunningham,
et al. (1989) Science 243: 1330–1336
beschrieben wird; und Verfahren wie sie von O'Dowd, et al. (1988) J. Biol. Chem. 263:
15985–15992;
und Lechleiter, et al. (1990) EMBO J. 9: 4381–4390 verwendet wurden.
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Funktionelle
Domänen
oder Segmente können
zwischen Spezies-Varianten
ersetzt werden, um zu bestimmen, welche strukturellen Eigenschaften
sowohl für
die Bindungspartner-Affinität
als auch für
die Bindungspartner-Spezifität
sowie in der Signaltransduktion wichtig sind. Eine Ansammlung von
unterschiedlichen Varianten wird verwendet werden, um mittels Screening
nach Molekülen
zu suchen, die kombinierte Eigenschaften bei der Wechselwirkung
mit verschiedenen Spezies-Varianten der Bindungspartner aufweisen.
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Unter
gewissen Umständen
kann eine Internalisierung des Antigens auftreten, und es kann eine Wechselwirkung
zwischen intrazellulären
Komponenten und „extrazellulären" Proteinsegmenten,
die in Wechselwirkungen involviert sind, auftreten. Die spezifischen
Segmente im CTLA-8-Protein, die in Wechselwirkung mit anderen intrazellulären Komponenten
treten, können
durch Mutagenese identifiziert werden oder durch direkte biochemische
Mittel, zum Beispiel durch Quervernetzungs- oder Affinitätsmethoden.
Eine strukturelle Analyse durch Kristallographie oder andere physikalische
Methoden werden ebenfalls anwendbar sein. Eine weitere Untersuchung
zum Mechanismus der biologischen Funktion wird die Untersuchung
von assoziierten Komponenten einschließen, die durch Affinitätsmethoden
oder durch genetische Mittel isolierbar werden können, zum Beispiel durch Komplementationsanalyse
von Mutanten.
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Die
Untersuchung der Expression und Kontrolle des CTLA-8-Proteins wird fortgesetzt
werden. Die kontrollierenden Elemente, die mit den Antigenen assoziiert
sind, können
differentiell-entwicklungsbiologische, gewebespezifische, oder andere
Expressionsmuster aufweisen. Stromaufwärts oder stromabwärts liegende genetische
Regionen, zum Beispiel Kontrollelemente, sind von Interesse.
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Strukturelle
Studien des Antigens werden zum Erstellen neuer Varianten führen, insbesondere
von Analoga, die Agonisten- oder
Antagonisten-Eigenschaften auf Bindungspartner ausüben. Dies
kann mit den bereits beschriebenen Screening-Verfahren kombiniert
werden, um Varianten mit dem gewünschten
Aktivitätsspektrum
zu isolieren.
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Die
Expression in anderen Zelltypen wird oft zu Glykosylierungsunterschieden
bei einem bestimmten Antigen führen.
Unterschiedliche Spezies-Varianten können unterschiedliche Funktionen
aufweisen, die auf Strukturunterschieden beruhen, welche nicht die
Aminosäuresequenz
betreffen. Unterschiedliche Modifikationen können für unterschiedliche Funktionen
verantwortlich sein, und die Aufklärung dieser Wirkungen ist nunmehr
möglich.
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Somit
stellt die vorliegende Erfindung wichtige Reagenzien bezüglich der
Antigen-Bindungspartner-Interaktion bereit. Obwohl sich die obige
Beschreibung vor allem auf das humane CTLA-8-Protein konzentrierte, wird der Fachmann
sofort erkennen, dass die Erfindung auch andere Antigene umfasst,
zum Beispiel Varianten von Affen und anderen Primaten-Spezies oder
allelische Varianten sowie Varianten derselben.
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Antikörper
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Antikörper können gegen
die unterschiedlichen CTLA-8-Proteine erzeugt werden, einschließlich Spezies-Varianten
oder alleli sche Varianten und Fragmente derselben, sowohl in ihren
natürlich
vorkommenden Formen als auch in ihren rekombinanten Formen. Darüber hinaus
können
Antikörper
gegen CTLA-8-Proteine sowohl in ihren aktiven Formen als auch in
ihren inaktiven Formen erzeugt werden. Auch anti-idiotypische Antikörper werden
vorgeschlagen.
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Antikörper, einschließlich Bindungsfragmente
und Einzelkettenversionen, können
gegen vorbestimmte Fragmente der Antigene durch Immunisierung von
Tieren mit Konjugaten der Fragmente mit immunogenen Proteinen erzeugt
werden. Monoklonale Antikörper
werden ausgehend von Zellen hergestellt, die den gewünschten
Antikörper
sekretieren. Diese Antikörper
können
mittels Screening darauf untersucht werden, ob sie an normale oder
defekte CTLA-8-Proteine binden, oder sie können auf agonistische oder
antagonistische Aktivitäten
untersucht werden, die beispielsweise durch einen Bindungspartner
vermittelt werden. Diese monoklonalen Antikörper werden üblicherweise
mindestens mit einem KD von etwa 1 mM binden,
noch üblicher von
mindestens etwa 300 μM,
typischerweise von mindestens etwa 10 μM, noch typischer von mindestens etwa
30 μM, bevorzugt
von mindestens etwa 10 μM,
und noch bevorzugter von mindestens etwa 3 μM oder besser.
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Die
erfindungsgemäßen Antikörper, einschließlich Antigenbindende
Fragmente, können
signifikanten diagnostischen oder therapeutischen Wert haben. Sie
können
wirkungsvolle Antagonisten sein, die an einen Bindungspartner binden,
und die Antigen-Bindung verhindern, oder sie können die Fähigkeit eines Antigens, eine
biologische Reaktion zu bewirken, verhindern. Sie können ferner
als nicht-neutralisierende Antikörper nütz lich sein
und können
an Toxine oder Radionuklide gekoppelt werden, so dass bei Bindung
des Antikörpers an
das Antigen, eine Zelle, die dieses exprimiert, z.B. an seiner Oberfläche, getötet wird.
weiterhin können
diese Antikörper
an Wirkstoffe oder anderen therapeutische Mittel gekoppelt werden,
entweder direkt oder indirekt mittels eines Verbindungsmoleküls (linker),
und sie können
dadurch ein gezieltes Targeting bewirken.
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Die
Antikörper
der vorliegenden Erfindung können
auch in diagnostischen Anwendungen nützlich sein. Als Capture-Antikörper oder
nicht-neutralisierende Antikörper
können
sie mittels Screening auf die Fähigkeit untersucht
werden, an die Antigene zu binden, ohne die Bindung durch einen
Partner zu inhibieren. Als neutralisierende Antikörper können sie
in kompetitiven Assays nützlich
sein. Sie werden ferner bei der Detektion oder Quantifizierung von
CTLA-8-Protein oder seinen Bindungspartnern nützlich sein. Siehe zum Beispiel Chan
(Hrsg.) (1987) Immunoassay: A Practical Guide Academic Press, NY;
und Price und Newman (Hrsg.) (1991) Principles and Practice of Immunoassay
Stockton Press, NY.
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Antigen-Fragmente
können
mit anderen Materialien verbunden werden, insbesondere mit Polypeptiden,
um in Form von fusionierten oder kovalent verbundenen Polypeptide
als Immunogene eingesetzt zu werden. Ein Antigen und dessen Fragmente
können
mit einer Vielzahl von Immunogenen fusioniert oder kovalent verbunden
werden, wie zum Beispiel mit Keyhole-Limpet-Hämocyanin,
Rinderserumalbumin, Tetanustoxin, usw. Siehe Microbiology, Hoeber
Medical Division, Harper and Row, 1969; Landsteiner (1962) Specificity
of Serological Reactions, Dover Publications, New York, und Williams,
et al. (1967) Methods in Immunology and Immunochemistry, Band 1,
Academic Press, New York, für
Beschreibungen von Verfahren zur Herstellung polyklonaler Antiseren.
Ein typisches Verfahren umfasst die Hyperimmunisierung eines Tieres
mit einem Antigen. Das Blut des Tieres wird kurz nach den wiederholten
Immunisierungen gesammelt, und das Gamma-Globulin wird isoliert.
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In
einigen Fällen
wird es erwünscht
sein, monoklonale Antikörper
aus verschiedenen Säuger-Wirten herzustellen,
wie zum Beispiel aus Mäusen,
Nagern, Primaten, Menschen, usw. Die Beschreibungen von Techniken
zur Herstellung derartiger monoklonaler Antikörper können zum Beispiel in Stites,
et al. (Hrsg.) Basic and Clinical Immunology (4. Auflage), Lange
Medical Publications, Los Altos, CA, und den darin zitierten Literaturzitaten;
in Harlow und Lane (1988) Antibodies: A Laboratory Manual, CSH Press;
in Goding (1986) Monoclonal Antibodies: Principles and Practice
(2. Auflage) Academic Press, New York, gefunden werden; und insbesondere
in Kohler und Milstein (1975) in Nature 256: 495–497, wo eine Methode zur Herstellung
von monoklonalen Antikörpern
diskutiert wird. Kurz zusammengefasst umfasst die Methode die Injektion
eines Tieres mit einem Immunogen. Das Tier wird anschließend getötet, und
aus seiner Milz werden Zellen entnommen, die dann mit Myelomzellen
fusioniert werden. Das Ergebnis ist eine Hybridzelle oder ein „Hybridom", die (das) in der
Lage ist, sich in vitro zu vermehren. Die Hybridom-Population wird
anschließend
mittels Screening untersucht, um einzelne Klone zu isolieren, von
denen jeder eine einzige Antikörper-Spezies
gegen das Immunogen sekretiert. Somit sind die erhaltenen einzelnen
Antikörper-Spezies
Produkte von immortalisierten und klonierten einzelnen B-Zellen aus dem immunisierten
Tier, welche als Reaktion auf ei ne spezifisch erkannte Stelle auf
der immunogenen Substanz gebildet wurden.
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Andere
geeignete Techniken umfassen Verfahren, bei denen man Lymphozyten
in vitro dem antigenen Polypeptid aussetzt, oder alternativ dazu
die Selektion von Antikörper-Bibliotheken
in Phagen oder ähnlichen Vektoren.
Siehe Huse, et al. (1989) "Generation
of a Large Combinatorial Library of the Immunoglobulin Repertoire
in Phage Lambda",
Science 246: 1275–1281;
und Ward, et al. (1989) Nature 341: 544–546. Die Polypeptide und Antikörper der
vorliegenden Erfindung können
mit oder ohne Modifikation verwendet werden, wobei chimäre oder
humanisierte Antikörper
eingeschlossen sind. Oftmals werden die Polypeptide und Antikörper durch
Verbindung (entweder kovalent oder nicht-kovalent) mit einer Substanz markiert,
die ein detektierbares Signal bereitstellt. Eine große Vielzahl
von Markierungen und Konjugationstechniken ist bekannt und ausführlich sowohl
in der wissenschaftlichen als auch in der Patentliteratur beschrieben.
Geeignete Markierungen umfassen Radionuklide, Enzyme, Substrate,
Cofaktoren, Inhibitoren, fluoreszente Reste, chemilumineszente Reste,
magnetische Partikel und dergleichen. Patente, welche die Verwendung
solcher Markierungen lehren, umfassen die U.S. Patent Nrn. 3,817,837;
3,850,752; 3,939,350; 3,996,345; 4,277,437; 4,275,149 und 4,366,241.
Auch rekombinante Immunglobuline können hergestellt werden, siehe
Cabilly, U.S. Patent No. 4,816,567.
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Die
erfindungsgemäßen Antikörper können auch
für eine
Affinitätschromatographie
zur Isolierung des Proteins verwendet werden. Es können Säulen hergestellt
werden, bei denen die Antikörper
mit einem festen Träger
verbunden sind, zum Beispiel mit Partikeln, wie Agarose, Sephadex
oder dergleichen, wobei ein Zellysat über die Säule geleitet wird, die Säule anschließend gewaschen
wird, gefolgt von ansteigenden Konzentrationen eines milden Denaturierungsmittels,
wodurch das gereinigte CTLA-8-Protein freigesetzt werden wird.
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Die
Antikörper
können
auch verwendet werden, um Expressionsbibliotheken mittels Screening
nach bestimmten Expressionsprodukten zu durchsuchen. Üblicherweise
sind die in einer derartigen Methode eingesetzten Antikörper mit
einem Rest markiert, der einen einfachen Nachweis der Anwesenheit
von Antigen durch Antikörper-Bindung
ermöglicht.
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Antikörper, die
gegen jedes CTLA-8-Protein erzeugt wurden, werden auch nützlich sein,
um anti-idiotypische Antikörper
zu erzeugen. Diese werden nützlich
sein, um verschiedene immunologische Zustände nachzuweisen, die mit der
Expression des entsprechenden Antigens in Beziehung stehen.
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Verwendungsmöglichkeiten
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Die
vorliegende Erfindung stellt Reagenzien bereit, die in diagnostischen
Anwendungen, wie sie vorliegend an anderer Stelle beschrieben werden,
z.B. im Rahmen der allgemeinen Beschreibung von physiologischen
oder entwicklungsbiologischen Anomalien oder nachstehend im Rahmen
der Beschreibung von Kits zur Diagnose, Anwendung finden werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner Reagenzien mit signifikantem
therapeutischem Wert bereit. Das CTLA-8-Protein (natürlich vorkommend
oder rekombinant), Fragmente desselben und dagegen gerichtete Antikörper sollten
gemeinsam mit Substanzen, für
die eine Bindungsaffinität
zum CTLA-8-Protein bekannt ist, bei der Behandlung von Zuständen nützlich sein,
die mit abnormer Physiologie oder Entwicklung verbunden sind, einschließlich abnorme
Zellvermehrung, zum Beispiel bei Tumorerkrankungen oder bei degenerativen
Zuständen.
Abnorme Zellvermehrung, Regeneration, Degeneration und Atrophie
könnten
durch geeignete therapeutische Behandlung unter Verwendung der vorliegend
bereitgestellten Zusammensetzungen moduliert werden. Zum Beispiel
sollte eine Erkrankung oder Störung,
die mit abnormer Expression eines CTLA-8-Antigens oder mit abnormer
Signalübertragung
durch ein CTLA-8-Antigen assoziiert ist, ein geeignetes Ziel für einen
Agonisten oder Antagonisten des Proteins sein.
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Andere
abnorme entwicklungsbiologische Zustände sind in Zelltypen bekannt,
für die
durch Northern-Blot-Analyse gezeigt wurde, dass sie mRNA für das CTLA-8-Antigen
besitzen. Siehe Berkow (Hrsg.) The Merck Manual of Diagnosis and
Therapy, Merck & Co.,
Rahway, N.J.; und Thorn, et al. Harrison's Principles of Internal Medicine, McGraw-Hill,
N.Y. Diese Probleme könnten
unter Verwendung der vorliegend bereitgestellten Zusammensetzungen
einer Prävention
oder Behandlung zugänglich
sein.
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Rekombinante
Antikörper,
die an CTLA-8-Protein binden, können
gereinigt und anschließend
an einen Patienten verabreicht werden. Für den therapeutischen Einsatz
können
diese Reagenzien mit weiteren aktiven oder inerten Inhaltsstoffen
kombiniert werden, zum Beispiel mit herkömmlichen pharmazeutisch akzeptablen Trägersubstanzen
oder Verdünnungsmitteln,
zum Beispiel immunogene Adjuvantien, gemeinsam mit physiologisch
unschädlichen
Stabilisierungsmitteln und Hilfsstoffen. Diese Zusammensetzungen
können
sterilfiltriert und in Dosierungsformen abgefüllt werden, zum Beispiel durch
Lyophilisierung in Dosierampullen oder Lagerung in stabilisierten
wässrigen
Zubereitungen. In dieser Erfindung wird ferner vorgeschlagen, Antikörper oder bindende
Fragmente derselben einzusetzen, einschließlich Formen die nicht Komplement-bindend
sind.
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Das
Screening nach Bindungspartnern oder Substanzen, die eine Bindungsaffinität für ein CTLA-8-Antigen
aufweisen, kann unter Verwendung von CTLA-8 durchgeführt werden,
einschließlich
der Isolierung von assoziierten Substanzen. Anschließend können biologische
Assays verwendet werden, um festzustellen, ob die Substanz eine
intrinsische biologische Aktivität
hat, und somit ein Agonist oder Antagonist ist, indem sie eine Aktivität des Antigens
blockiert. Die Erfindung schlägt
ferner vor, Antikörper
gegen das CTLA-8-Protein als Antagonisten in therapeutischen Anwendungen
zu verwenden. Dieser Ansatz sollte bei anderen Spezies-Varianten
des CTLA-8-Proteins besonders nützlich
sein.
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Die
für eine
wirksame Therapie benötigten
Mengen an Reagenzien werden von vielen Faktoren abhängen, u.a.
dem Mittel zur Verabreichung, dem Zielorgan, dem physiologischen
Zustand des Patienten und von der Verabreichung anderer Medikamenten.
Deshalb sollten Behandlungsdosen titriert werden, um Sicherheit
und Wirksamkeit zu optimieren. Typischerweise können in vitro verabreichte
Dosen nützliche
Richtlinien für
geeignete Mengen zur in situ Verabreichung dieser Reagenzien sein.
Tierversuche mit wirksamen Dosen zur Behandlung von bestimmten Störungen werden
weitere voraussagende Hinweise zur Dosierung beim Menschen ergeben.
Verschiedene Erwägungen
sind beschrieben worden, zum Beispiel in Gilman, et al. (Hrsg.)
(1990) Goodman and Gilman's:
The Pharmacological Bases of Therapeutics, 8. Auflage, Pergamon Press;
und in Remington's
Pharmaceutical Sciences, 17. Auflage (1990), Mack Publishing Co.,
Easton, Penn. Verfahren zur Verabreichung werden dort und nachfolgend
diskutiert, zum Beispiel für
orale, intravenöse,
intraperitoneale oder intramuskuläre Verabreichung, transdermale
Diffusion, und andere. Siehe auch Langer (1990) Science 249: 1527–1533. Pharmazeutisch
akzeptable Trägersubstanzen
werden Wasser, Salzlösungen,
Puffer und andere Verbindungen umfassen, wie sie zum Beispiel im
Merck Index, Merck & Co.,
Rahway, N.J., beschrieben sind. Man würde üblicherweise erwarten, dass
die Dosisbereiche bei Mengen unterhalb von 1 mM Konzentrationen
liegen, typischerweise unterhalb von etwa 10 μM Konzentrationen, üblicherweise
unterhalb von etwa 100 nM, bevorzugt unterhalb von etwa 10 pM (picomolar),
und am meisten bevorzugt unterhalb von etwa 1 fM (femtomolar), gemeinsam
mit einem geeigneten Träger.
Zur kontinuierliche Verabreichung werden oftmals Formulierungen
zur verzögerten
Freisetzung oder ein Apparat zur verzögerten Freisetzung verwendet
werden.
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Das
CTLA-8-Protein, Fragmente desselben und Antikörper gegen das Protein oder
dessen Fragmente, Antagonisten und Agonisten können direkt dem zu behandelnden
Wirt verabreicht werden, oder es kann abhängig von der Größe der Substanzen
wünschenswert
sein, sie vor ihrer Verabreichung mit Trägerproteinen, wie zum Beispiel
Ovalbumin oder Serumalbumin zu koppeln. Therapeutische Formulierungen
können
in jeder herkömmlichen
Dosierungs-Formulierung verabreicht werden. Während es bei dem aktiven Bestandteil möglich ist,
diesen allein zu verabreichen, wird bevorzugt, diesen als pharmazeutische
Formulierung einzusetzen. Formulierungen umfassen typischerweise
mindestens einen wie oben definierten aktiven Bestandteil zusammen
mit einem oder mehreren akzeptablen Trägern desselben. Jeder Träger sollte
sowohl pharmazeutisch als auch physiologisch in dem Sinne akzeptabel
sein, dass er mit den anderen Bestandteilen kompatibel und nicht
schädlich
für den
Patienten ist. Formulierungen umfassen solche, die für die orale,
rektale, nasale oder parenterale (einschließlich subkutaner, intramuskulärer, intravenöser und
intradermaler) Verabreichung geeignet sind. Die Formulierungen können geeigneterweise
in Einheits-Dosierungsform
eingesetzt werden, und sie können
mit jeder der im Stand der Technik hinreichend bekannten Verfahren
hergestellt werden. Siehe zum Beispiel Gilman, et al. (Hrsg.) (1990)
Goodman and Gilman's: The Pharmacological Bases
of Therapeutics, B. Auflage, Pergamon Press, Parrytown, NY; Remington's Pharmaceutical
Sciences, 17. Auflage (1990), Mack Publishing Co., Easton, Penn.;
Avis, et al. (Hrsg.) (1993) Pharmaceutical Dosage Forms: Parenteral
Medications 2. Auflage, Dekker, NY; Lieberman, et al. (Hrsg.) (1990)
Pharmaceutical Dosage Forms: Tablets 2. Auflage, Dekker, NY; und
Lieberman, et al. (Hrsg.) (1990) Pharmaceutical Dosage Forms: Disperse
Systems Dekker, NY. Die Therapie entsprechend der vorliegenden Erfindung
kann mit anderen chemotherapeutischen oder chemopräventiven
Reagenzien kombiniert werden oder in Verbindung damit eingesetzt
werden.
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Sowohl
die natürlich
vorkommenden als auch die rekombinanten Formen der erfindungsgemäßen CTLA-8-Proteine
sind besonders in Kits und in Assay-Methoden nützlich, die in der Lage sind, nach
Substanzen mit Bindungsaktivität
für die
Proteine zu suchen. Mehrere Verfahren für automatisierte Assays sind
in den letzten Jahren entwickelt worden, um das Screening von Zehntausenden
von Substanzen in kurzer Zeit zu erlauben. Siehe zum Beispiel Fodor,
et al. (1991) Science 251: 767–773,
worin Mittel zum Testen auf eine Bindungsaffinität beschrieben werden, indem
eine Vielzahl von definierten Polymeren auf einem festen Substrat
synthetisiert wird. Die Entwicklung geeigneter Assays kann durch
die Verfügbarkeit
großer
Mengen an gereinigtem, löslichem
CTLA-8-Protein, wie es in der vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, deutlich vereinfacht werden.
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Diese
Erfindung ist besonders nützlich
beim Screening von Substanzen, wobei das rekombinante Antigen in
einer Vielzahl von Wirkstoff-Screening-Techniken eingesetzt wird.
Die Vorteile der Verwendung eines rekombinanten Proteins beim Screening
nach spezifischen Liganden umfassen: (a) eine verbesserte, erneuerbare
Bezugsquelle für
das Antigen aus einer spezifischen Bezugsquelle; (b) eine potentiell
größere Anzahl von
Antigen-Molekülen pro
Zelle, was zu einem besserem Verhältnis von Signal und Hintergrund
in den Assays führt;
und (c) eine Spezies-Varianten-Spezifität (was theoretisch zu einer
höheren
biologischen Spezifität
und einer höheren
Krankheits-Spezifität
führt).
Das gereinigte Protein kann in einer Vielzahl von Assays (typischerweise
in vitro Assays) getestet werden, in denen biologisch relevante
Reaktionen bewertet werden. Siehe zum Beispiel Coligan Current Protocols
in Immunology; Hood et al., Immunology Benjamin/Cummings; Paul (Hrsg.) Fundamental
Immunology; und Methods in Enzymology Academic Press.
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Ein
Verfahren des Wirkstoff-Screenings verwendet eukaryontische oder
prokaryontische Wirtszellen, die stabil mit rekombinanten DNA-Molekülen transformiert
sind, welche die CTLA-8-Antigene
exprimieren. Es können
Zellen isoliert werden, die ein Antigen isoliert von anderen funktionell äquivalenten
Antigenen exprimieren. Derartige Zellen, entweder lebensfähig oder
in fixierter Form, können
für Standard-Protein-Protein-Bindungsassays verwendet
werden. Siehe auch Parce, et al. (1989) Science 246: 243–247; und
Owicki, et al. (1990) Proc. Nat'l
Acad. Sci. USA 87: 4007–4011,
die sensitive Verfahren zur Detektion zellulärer Reaktionen beschreiben.
Kompetitive Assays, bei denen Zellen (die Bezugsquelle des CTLA-8-Proteins) mit einem markierten
Bindungspartner oder Antikörper,
der eine bekannte Bindungsaffinität zum Liganden hat, wie zum Beispiel
einem 125I-Antikörper, und mit einer Testprobe,
deren Bindungsaffinität
zur Bindungszusammensetzung gemessen wird, in Kontakt gebracht und
inkubiert werden, sind besonders nützlich. Die gebundenen und die
freien markierten Bindendungszusammensetzungen werden anschließend getrennt,
um das Ausmaß der Antigen-Bindung
zu bestimmen. Die Menge der gebundenen Test-Verbindung ist umgekehrt
proportional zur Menge des markierten Rezeptors, der an die bekannte
Quelle bindet. Eine beliebige von zahlreichen Techniken kann verwendet
werden, um gebundenes von freiem Antigen zu trennen, um das Ausmaß der Bindung
zu bestimmen. Dieser Trennungsschritt könnte typischerweise eine Methode
wie Adhäsion
an Filter gefolgt von Waschen, Adhäsion an Plastik gefolgt von
Waschen oder Zentrifugation der Zellmembranen umfassen. Lebensfähige Zellen
könnten
auch verwendet werden, um die Auswirkungen von Wirkstoffen auf die
vom CTLA-8-Protein vermittelte Funktionen mittels Screening zu untersuchen,
zum Beispiel Mengen von sekundären Boten molekülen, d.h.
Ca++; Zellproliferation; Änderungen
des Inositphosphat-Pools; und anderes. Einige Nachweisverfahren
erlauben es, den Trennungsschritt auszulassen, zum Beispiel ein
Nähesensitives
Detektionssystem. Calcium-empfindliche Farbstoffe werden nützlich sein,
um Ca++-Mengen unter Einsatz eines Fluorimeters
oder eines Fluoreszenz-Zellsortierapparats zu bestimmen.
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Ein
weiteres Verfahren verwendet Membranen von transformierten eukaryontischen
oder prokaryontischen Wirtszellen als Bezugsquelle für das CTLA-8-Protein.
Diese Zellen sind mit DNA-Vektoren
stabil transformiert, welche die Expression eines membranassozierten
CTLA-8-Proteins steuern, zum Beispiel einer konstruierten membrangebundenen
Form. Im wesentlichen würden
die Membranen aus den Zellen präpariert
und in beliebige Bindungsassay vom Rezeptor/Ligand-Typ eingesetzt
werden, wie zum Beispiel in den oben beschriebenen kompetitiven
Assay.
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Ein
weiterer Ansatz ist es, solubilisiertes ungereinigtes oder solubilisiertes
gereinigtes CTLA-8-Protein aus transformierten eukaryontischen oder
prokaryontischen Wirtszellen zu verwenden. Dies ermöglicht einen „molekularen" Bindungsassay mit
den Vorteilen einer erhöhten
Spezifität,
der Möglichkeit
zur Automatisierung und einem hohen Durchsatz beim Wirkstoff-Test.
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Eine
andere Technik für
das Wirkstoff-Screening betrifft einen Ansatz, der beim Screening
nach Substanzen, die geeignete Bindungsaffinität für CTLA-8 haben, einen hohen
Durchsatz erlaubt, und detailliert in Geysen, European Patent Application
84/03564, veröffentlicht
am 13. September 1984, beschrieben ist. Zunächst wird eine große Anzahl
unterschiedlicher kleiner Peptid-Testsubstanzen auf einem festen
Substrat synthetisiert, zum Beispiel auf Plastikstiften oder auf
einer anderen geeigneten Oberfläche,
siehe Fodor, et al. (1991). Anschließend läßt man alle Stifte mit solubilisierter
ungereinigter oder solubilisierter gereinigter CTLA-8-Bindungszusammensetzung
reagieren und wäscht
anschließend.
Der nächste
Schritt umfasst die Detektion gebundener Bindungszusammensetzung.
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Ein
rationales Wirkstoff-Design (rational drug design) kann auch auf
strukturellen Untersuchungen der molekularen Gestalt des CTLA-8-Proteins
und anderer Effektoren oder Analoga basieren. Effektoren können andere
Proteine sein, die als Reaktion auf eine Antigen-Bindung andere
Funktionen vermitteln, oder andere Proteine, die normalerweise mit
dem Antigen wechselwirken. Ein Mittel zur Bestimmung der Regionen,
die mit spezifischen anderen Proteinen wechselwirken, ist eine physikalische
Strukturbestimmung, zum Beispiel Röntgen-Kristallographie oder
zweidimensionale NMR-Techniken. Diese werden Richtlinien bezüglich der
Aminosäurereste
liefern, die molekulare Kontaktregionen bilden. Für eine detaillierte
Beschreibung der Strukturbestimmung von Proteinen, siehe zum Beispiel
Blundell und Johnson (1976) Protein Crystallography, Academic Press,
New York.
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Das
gereinigte CTLA-8-Protein kann direkt auf Platten geschichtet werden,
um in den oben erwähnten Techniken
des Wirkstoff-Screenings verwendet zu werden. Nicht-neutralisierende
Antikörper
gegen diese Liganden können
jedoch als Capture-Antikörper verwendet
werden, um den entsprechenden Liganden auf der festen Phase zu immobilisieren.
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Kits
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
ferner vor, CTLA-8-Proteine, Fragmente derselben, Peptide und ihre
Fusionsprodukte in einer Vielzahl von diagnostischen Kits und in
Verfahren zum Nachweis der Anwesenheit einer Bindungszusammensetzung
einzusetzen. Typischerweise wird der Kit ein Fach haben, das entweder ein
definiertes CTLA-8-Peptid oder CTLA-8-Gen-Segment enthält, oder
ein Reagenz, welches das eine oder das andere erkennt, zum Beispiel
Antigen-Fragmente oder Antikörper.
Siehe zum Beispiel Chen (Hrsg.) (1987) Immunoassay: A Practical
Guide, Academic Press, Orlando, FL; Price und Newman (Hrsg.) (1991)
Principles and Practice of Immunoassay, Stockton Press, New York;
und Ngo (Hrsg.) (1988) Nonisotopic Immunoassay, Plenum Press, NY.
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Ein
Kit zur Bestimmung der Bindungsaffinität einer Testverbindung für ein CTLA-8-Protein
würde typischerweise
umfassen: eine Testverbindung; eine markierte Verbindung, zum Beispiel
einen Antikörper,
der bekannte Bindungsaffinität
für das
Antigen hat; eine Bezugsquelle für
CTLA-8-Protein (natürlich
vorkommend oder rekombinant); und ein Mittel zur Trennung der gebundenen
von der freien markierten Verbindung, wie zum Beispiel eine feste
Phase zur Immobilisierung des Antigens. Nachdem die Substanzen mittels
Screening durchsucht worden sind, können diejenigen, die eine geeignete
Bindungsaffinität
für das
Antigen haben, in geeigneten biologischen Assays bewertet werden,
die im Stand der Technik hinreichend bekannt sind, um zu bestimmen,
ob sie ähnliche
biologische Aktivitäten
gegen das natürliche
Antigen aufweisen. Durch die Verfügbarkeit von rekombinanten
CTLA-8-Protein-Polypeptiden werden auch hinreichend definierte Standards
zur Kalibrierung dieser Assays bereitgestellt.
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Ein
bevorzugter Kit zur Bestimmung der Konzentration von, zum Beispiel,
einem CTLA-8-Protein in einer Probe würde typischerweise enthalten:
eine markierte Verbindung, zum Beispiel einen Antikörper, der
bekannte Bindungsaffinität
für das
Antigen hat, eine Bezugsquelle für
das Antigen (natürlich
vorkommend oder rekombinant) und ein Mittel zur Trennung der gebundenen
von der freien markierten Verbindung, wie zum Beispiel eine feste
Phase zur Immobilisierung des CTLA-8-Proteins. Es werden normalerweise
Fächer
bereitgestellt, die Reagenzien und Anleitungen enthalten.
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Ein
Verfahren zur Bestimmung der Konzentration von CTLA-8-Protein in einer
Probe würde
typischerweise folgende Schritte umfassen: (1) Herstellung von Membranen
aus einer Probe, die aus einer Bezugsquelle für membrangebundenes CTLA-8-Protein
besteht; (2) Waschen der Membranen und Suspendieren derselben in
einem Puffer; (3) Solubilisierung des Antigens durch Inkubation
der Membranen in einem Kulturmedium, dem ein geeignetes Detergens
zugegeben wurde; (4) Anpassung der Detergenskonzentration des solubilisierten
Antigens; (5) Inkontaktbringen und Inkubation der besagten Verdünnung mit
radioaktiv markiertem Antikörper,
um Komplexe zu bilden; (6) Gewinnung der Komplexe, beispielsweise
mittels Filtration durch mit Polyethylenimin behandelte Filter;
und (7) Messung der Radioaktivität
der gewonnenen Komplexe.
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Antikörper, einschließlich Antigen-bindende
Fragmente, die spezifisch für
das CTLR-8-Protein oder dessen Fragmente sind, sind in diagnostischen
Anwendungen nützlich,
um die Anwesenheit erhöhter
Mengen an CTLA-8-Protein und/oder dessen Fragmenten zu detektieren.
Solche diagnostischen Assays können
Lysate, lebende Zellen, fixierte Zellen, Immunfluoreszenz, Zellkulturen,
und Körperflüssigkeiten
verwenden, und sie können
ferner die Detektion von Antigenen umfassen, die mit dem Protein
im Serum verwandt sind, oder ähnliches.
Diagnostische Assays können
homogen (ohne Trennungsschritt zwischen freiem Reagenz und dem Protein-Protein-Komplex)
oder heterogen (mit Trennungsschritt) sein. Es gibt unterschiedliche
kommerzielle Assays, wie zum Beispiel den Radioimmunassay (RIA),
den Enzymgebundenen Immunsorptions-Assay (ELISA), den Enzym-Immmunassay
(EIA), die Enzym-verstärkte
Immmunassay-Technik (EMIT), den substratmarkierten fluoreszenten
Immmunassay (SLFIA), und dergleichen. Zum Beispiel können unmarkierte
Antikörper eingesetzt
werden, wenn ein zweiter Antikörper
verwendet wird, der markiert ist und den Antikörper gegen ein CTLA-8-Protein,
oder gegen ein bestimmtes Fragment desselben erkennt. Ähnliche
Assays wurden auch ausführlich
in der Literatur diskutiert. Siehe zum Beispiel Harlow und Lane
(1988) Antibodies: A Laboratory Manual, CSH.
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Anti-idiotypische
Antikörper
können
in ähnlicher
Weise zur Diagnose der Anwesenheit von Antikörpern gegen ein CTLA-8-Protein verwendet
werden, und als solche können
sie diagnostisch für
verschiedene abnorme Zustände
sein. Zum Beispiel kann die Überproduktion
von CTLA-8-Protein zur Ausbildung von verschiedenen immunologischen
Reaktionen führen,
die diagnostisch für
abnorme physiologische Zustände
sein können,
insbesondere bei proilferativen Zuständen der Zelle, wie zum Beispiel
bei Krebs oder bei abnormer Differenzierung.
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Häufig werden
die Reagenzien für
diagnostische Assays in Kits geliefert, um die Sensitivität des Assays
zu optimieren. Im Sinne der Erfindung und abhängig von der Art des Assays,
des Protokolls und der Markierung, wird entweder markierter oder
unmarkierter Antikörper,
oder markiertes CTLA-8-Protein bereitgestellt. Dies erfolgt üblicherweise
in Verbindung mit anderen Additiven, wie Puffern, Stabilisierungsreagenzien,
zur Signalerzeugung notwendigen Materialien, wie Substraten für Enzyme,
und dergleichen. Der Kit wird vorzugsweise auch Anweisungen zum
richtigen Gebrauch und zur Beseitigung des Inhalts nach dessen Gebrauch
beinhalten. Typischerweise hat der Kit Fächer für jedes nützliche Reagenz. Es ist wünschenswert,
dass die Reagenzien als ein trockenes, lyophilisiertes Pulver bereitgestellt
werden, wobei die Reagenzien in einem wässrigen Medium rekonstituiert
werden können,
um geeignete Konzentrationen der Reagenzien zur Durchführung des
Assays bereitzustellen.
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Jeder
der oben erwähnten
Bestandteile des Wirkstoff-Screenings und der diagnostischen Assays kann
ohne Änderungen
verwendet werden, oder er kann auf unterschiedlichen Wegen verändert werden.
Zum Beispiel kann die Markierung durch kovalente oder nichtkovalente
Verbindung mit einem Rest erreicht werden, der direkt oder indirekt
ein nachweisbares Signal liefert. In jedem dieser Assays können das
Antigen, die Testverbindung, das CTLA-8-Protein, oder die dagegen
gerichteten Antikörper
direkt oder indirekt markiert sein. Möglichkeiten zur direkten Markierung
umfassen die Markierungsgruppen: radioaktive Markierungen wie 125I, Enzyme (U.S. Pat. No. 3,645,090) wie
Peroxidase und alkalische Phosphatase, und fluoreszente Markierungen (U.S.
Pat. No. 3,940,475), die in der Lage sind, Änderungen in der Fluoreszenzintensität, eine
Wellenlängenverschiebung
oder eine Fluoreszenz-Polarisierung anzuzeigen. Möglichkeiten
zur indirekten Markierung umfassen die Biotinylierung eines Bestandteils,
gefolgt von der Bindung an Avidin, das mit einer der oben erwähnten Markierungsgruppen
markiert ist.
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Es
gibt ferner viele Verfahren zur Trennung des gebundenen vom freien
Antigen, oder alternativ dazu zur Trennung der gebundenen von der
freien Testverbindung. Das CTLA-8-Protein kann auf verschiedenen Trägern immobilisiert
werden, gefolgt von Waschen. Geeignete Träger umfassen Plastik, wie eine
ELISA-Platte, Filter
und Kügelchen.
Verfahren zur Immobilisierung des CTLA-8-Proteins auf einem Träger umfassen
(sind jedoch nicht beschränkt
auf) direkte Adhäsion
an Plastik, die Verwendung eines Capture-Antikörpers, chemische Kopplung und
Kopplung durch Biotin-Avidin. Der letzte Schritt bei diesem Vorgehen
umfasst die Fällung des
Protein-Protein-Komplexes mittels eines von mehreren Verfahren,
einschließlich
derjenigen, die zum Beispiel ein organisches Lösungsmittel wie Polyethylenglykol
oder ein Salz wie Ammoniumsulfat verwenden. Andere geeignete Trennungstechniken
umfassen (sind jedoch nicht beschränkt auf) das Verfahren mit
Fluoreszenn-Antikörpern
auf magnetisierbaren Partikeln, welches in Rattle, et al. (1984)
Clin. Chem. 30: 1457–1461 beschrieben
wird, und die Doppel-Antikörper-Magnetpartikeltrennung,
die in U.S. Patent No. 4,659,678 beschrieben wird.
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Verfahren
zur Verbindung von Proteinen oder ihrer Fragmente mit den unterschiedlichen
Markierungen wurden in der Literatur ausführlich beschrieben und bedürfen an
dieser Stelle keiner ausführlichen
Diskussion. Viele dieser Techniken umfassen die Verwendung von aktivierten
Carboxygruppen, entweder durch die Verwendung von Carbodiimid oder
von aktiven Estern, um Peptidbindungen zu bilden, die Bildung von
Thioestern durch Reaktion einer Mercaptogruppe mit einem aktivierten
Halogen wie Chloracetyl, oder ein aktivierten Olefin wie Maleimid,
zur Bildung einer Verbindung, oder dergleichen. Auch Fusionsproteine
werden in diesen Anwendungen Verwendung finden.
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Ein
anderer diagnostischer Aspekt dieser Erfindung betrifft die Verwendung
von Oligonukleotid- oder Polynukleotid-Sequenzen, die aus der Sequenz eines
CTLA-8-Proteins entnommen wurden. Diese Sequenzen können als
Sonden zum Nachweis der Antigen-mRNA-Mengen in Proben von Patienten
eingesetzt werden, bei denen ein abnormer Zustand vermutet wird,
zum Beispiel Krebs oder ein entwicklungsbiologisches Problem. Für die Herstellung
von RNA- und DNA-Nukleotidsequenzen, die Markierung der Sequenzen,
sowie für
die bevorzugte Länge
der Sequenzen gibt es in der Literatur umfangreiche Beschreibungen
und Diskussionen. Normalerweise sollte eine Oligonukleotid-Sonde
mindestens 14 Nukleotide aufweisen, üblicherweise mindestens 18
Nukleotide, und die Polynukleotid-Sonden können bis zu mehreren Kilobasen
lang sein. Unterschiedliche Markierungen können eingesetzt werden, am
häufigsten
Radionuklide, insbesondere 32P. Es können jedoch
auch andere Techniken eingesetzt werden, wie zum Beispiel die Verwendung
von Biotin-modifizierten Nukleotiden, um sie in ein Polynukleotid
einzuführen.
Das Biotin dient anschließend
als Bindungsstelle für die
Bindung an Avidin oder Antikörper,
die wiederum mit einer Vielzahl von Markierungen markiert sein können, wie
zum Beispiel mit Radionukliden, mit fluoreszenten Substanzen, mit
Enzymen oder der gleichen. Alternativ dazu können Antikörper eingesetzt werden, die
spezifische Duplexe erkennen, einschließlich DNA-Duplexe, RNA-Duplexe,
DNA-RNA-Hybrid-Duplexe oder DNA-Protein-Duplexe. Die Antikörper können wiederum
markiert sein, und der Assay kann so durchgeführt werden, dass der Duplex
an eine Oberfläche
gebunden wird, sodass bei der Duplex-Bildung auf der Oberfläche die
Anwesenheit des Antikörpers,
der an den Duplex gebunden hat, detektiert werden kann. Die Verwendung
von Sonden gegen die neue Anti-Sense-RNA kann mit jeder herkömmlichen
Technik durchgeführt
werden, wie Nukleinsäure-Hybridisierung,
Plus- und Minus-Screening, rekombinatorische Sonden-Untersuchung, Translation
mit Hybridfreisetzung (hybrid released translation; HRT) und Translation
mit Hybridarrest (hybrid arrested translation; HART). Dies umfasst
auch Amplifikations-Techniken
wie die Polymerasekettenreaktion (PCR).
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Es
werden darüber
hinaus diagnostische Kits vorgeschlagen, die auch die qualitative
oder quantitative Anwesenheit von anderen Markern überprüfen. Eine
Diagnose oder Prognose kann auf der Kombination vieler Indikationen
beruhen, die als Marker verwendet werden. Somit können Kits
zum Nachweis von Markerkombinationen verwendet werden. Siehe zum
Beispiel Viallet, et al. (1989) Progress in Growth Factor Res. 1:
89–97.
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Der
weite Umfang dieser Erfindung wird am besten durch die nachfolgenden
Beispiele verständlich, welche
die Erfindung nicht auf spezielle Ausführungsformen beschränken sollen.
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BEISPIELE
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I. Allgemeine Methoden
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Einige
der Standardmethoden werden zum Beispiel in Maniatis, et al. (1982)
Molecular Cloning: A Laboratory Manual, Cold Spring Harbor Laboratory,
Cold Spring Harbor Press; Sambrook, et al. (1989) Molecular Cloning:
A Laboratory Manual, (2. Auflage), Bände 1–3, CSH Press, NY; Ausubel
et al., Biology, Greene Publishing Associates, Brooklyn, NY; oder
Ausubel, et al. (1987 und Ergänzungsbände) Current
Protocols in Molecular Biology, Greene/Wiley, New York; Innis, et
al. (Hrsg.) (1990) PCR Protocols: A Guide to Methods and Applications
Academic Press, N.Y., beschrieben und zitiert. Verfahren der Proteinaufreinigung
umfassen Verfahren wie Ammoniumsulfat-Fällung, Säulenchromatographie, Elektrophorese,
Zentrifugation, Kristallisierung und andere. Siehe zum Beispiel
Ausubel, et al. (1987 und periodische Ergänzungsbände); Deutscher (1990) "Guide to Protein
Purification" in
Methods in Enzymology, Band 182, und andere Bände in dieser Reihe; sowie Literatur
von Herstellern zur Verwendung von Proteinaufreinigungs-Produkten,
zum Beispiel Pharmacia, Piscataway, N.J., oder Bio-Rad, Richmond,
CA. Die Kombination mit rekombinanten Techniken erlaubt die Fusion mit
geeigneten Segmenten, zum Beispiel mit einer FLAG-Sequenz, oder
einem Äquivalent,
die (das) mittels einer Sequenz fusioniert werden kann, welche mit
einer Protease entfernbar ist. Siehe zum Beispiel Hochuli (1989)
Chemische Industrie 12: 69–70;
Hochuli (1990) "Purification
of Recombinant Proteins with Metal Chelate Absorbent" in Setlow (Hrsg.)
Genetic Engineering, Principle and Methods 12: 87–98, Plenum
Press, N.Y.; und Crowe, et al. (1992) QIAexpress: The High Level
Expression & Protein
Purification System QIAGEN, Inc., Chatsworth, CA.
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FACS-Analysen
werden in Melamed, et al. (1990) Flow Cytometry and Sorting Wiley-Liss,
Inc., New York, NY; Shapiro (1988) Practical Flow Cytometry Liss,
New York, NY; und Robinson, et al. (1993) Handbook of Flow Cytometry
Methods Wiley-Liss, New York, NY, beschrieben.
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Bezugsquelle für die CTLA-8-mRNA
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Verschiedene
Zellinien werden durch Screening mit einer geeigneten Sonde auf
eine hohe mRNA-Expression hin untersucht. Basierend auf dem Expressionsniveau
der CTLA-8-mRNA werden geeignete Zellinien ausgewählt. Die
Anmelder verwendeten subtraktive Hybridisierungsmethoden bei aktivierten
cytotoxischen T-Zellen.
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Isolierung eines CTLA-8-kodierenden
Klons
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Standard-PCR-Techniken
werden verwendet, um die Sequenz eines CTLA-8-Gens ausgehend von
einer genomischen oder einer cDNA-Bibliothek oder ausgehend von mRNA zu
amplifizieren. Geeignete Primer werden aus den bereitgestellten
Sequenzen ausgewählt,
und es wird ein Klon von vollständiger
Länge isoliert. Der
Klon von vollständiger
Länge oder
geeignete Fragmente desselben können
als Hybridisierungs-Sonden verwendet werden, zum Beispiel, um unter
Verwendung stringenter oder weniger stringenter Hybridisierungsbedingungen
nach anderen homologen Genen zu suchen.
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In
einem anderen Verfahren werden Oligonukleotide zum Durchsuchen einer
Bibliothek mittels Screening verwendet. Es werden synthetische Oligonukleotide
in geeigneten Orientierungen als Primer in Kombination mit Polymerasekettenreaktions-(PCR)-Techniken verwendet,
um korrekte Klone aus einer Bibliothek zu selektieren.
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II. Isolierung von humanem
CTLA-8.
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Eine
humane genomische Bibliothek wurde von Clontech (Cat. HL1006d) bezogen
und mittels Screening mit einer cDNA-Sonde untersucht, die aus einer
453 Basenpaaren großen,
vollständigen
kodierenden Sequenz eines Maus-CTLA-8 bestand. Siehe SEQ ID NO:
1. Es wurde herausgefunden, dass mehrere unabhängige Lambda-Klone stark mit
der mCTLA-8-Sonde hybridisierten. Ein Klon enthielt ein hybridisierendes XbaI-Fragment
von etwa 2000 Basenpaaren, das einem Fragment entsprach, welches
zuvor mit einer ähnlichen
Sonde in einem Southern-Blot in humaner genomischer DNA detektiert
worden war. Dieses Fragment von 2000 Basenpaaren wurde in Bluescript
(Stratagene) subkloniert und sequenziert. Dies zeigte eine Region von
240 Basenpaaren (siehe SEQ ID NO: 5) mit 83,8% Homologie zu dem
Maus-CTLA-8 nach SEQ ID NO: 1. Die Translation dieser Region ergab
eine Aminosäuresequenz
mit 70,8 Homologie zu den 79 Carboxyterminalen Aminosäuren des
putativen Maus-CTLA-8-Proteins. Das Exon wurde als Sonde verwendet,
um eine cDNA-Bibliothek mittels Screening zu durchsuchen, wobei
diese mit einem Primer hergestellt wurde, der den letzten 21 Nukleotiden
der kodierenden Region entsprach. Drei unabhängige cDNA-Klone wurden erhalten, die
die vollständige
kodierende Region des humanen CTLA-8 enthielten. Der offene Leserahmen
von 468 Basenpaaren kodiert ein Polypeptid von 155 Aminosäuren mit
einem theoretischen Molekulargewicht von 17100 Dalton. Siehe SEQ
ID NO: 7–8.
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Dieses
humane CTLA-8 ist zu 66,4 homolog zum ORF-13 des Virus, und zu 58,3
homolog zum kodierten Maus-CTLA-8-Protein. Darüber hinaus sind die 6 Cysteine
bei den drei Genen konserviert, ebenso wie die putativen Glykosylierungs-
und Phosphorylierungsstellen.
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Die
Analyse der Aminosäuresequenz
von humanem CTLA-8 ergab einen hydrophoben Abschnitt von 19 Resten,
von 7 bis etwa 25, am Amino-Terminus, ähnlich einem Signalpeptid.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass das humane CTLA-8 ein sekretiertes
Protein ist, das ein Molekulargewicht aufweist, welches dem eines Cytokins ähnelt.
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III. Biochemische Charakterisierung
von CTLA-8-Proteinen.
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Zwei
Formen von humanem CTLA-8 wurden in heterologen Zellen exprimiert;
die native Form, und eine rekombinante Form mit FLAG-Peptid am Carboxy-Terminus.
Siehe zum Beispiel Crowe, et al. (1992) QIAexpress: The High Level
Expression & Protein
Purification System QIAGEN Inc., Chatsworth, CA; und Hopp, et al.
(1988) Bio/Technology 6: 1204–1210.
Diese zwei Formen des humanen CTLA-8-Proteins wurden in die Expressionsvektoren
pME18S und pEE12 eingebracht und anschließend durch Elektroporation
in COS-7-Zellen bzw. NSO-Zellen transfiziert. Die elektroporierten
Zellen wurden anschließend
für 48
Stunden in RPMI-Medium kultiviert, das mit 10% fötalem Kälberserum supplementiert war.
Die Zellen wurden anschließend
mit 35S-Met und 35S-Cys
inkubiert, um die zellulären
Proteine zu markieren. Ein Vergleich der Proteine unter reduzierenden
Bedingungen durch SDS-PAGE zeigte, dass die mit dem humanen CTLA-8
transfizierten Zellen ein Polypeptid von 15000 Dalton sekretierten.
Eine nicht-reduzierende SDS-PAGE zeigte 2 spezifische Banden bei
etwa 28000 Dalton und etwa 33000 Dalton.
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Um
festzustellen, ob die von aktivierten CD4+ T-Zellen produzierte
natürliche
Form des humanen CTLA-8 ähnlich
wie bei transfizierten COS-7-Zellen und NSO-Zellen ebenfalls als
Dimer sekretiert wird, wurden mononukleäre periphere Blutzellen (PBMC)
aus 500 ml humanem Blut über
einen Ficoll-Gradienten aufgereinigt. B-Zellen, CD8+ T-Zellen, Monozyten
und NK-Zellen wurden unter Verwendung von 100 μl Ascites-Flüssigkeit abgereichert, die
Anti-CD19, Anti-CD8 und Anti-CD14 enthielt sowie 25 μg monoklonalen
NKH1-Antikörper
(Coulter, Hialeah, FL). Nach Inkubation für 30 Minuten bei 4°C wurden
die PBMC zweimal in RPMI gewaschen, das 10% fötales Kälberserum (FCS) enthielt. Paramagnetische
Kügelchen,
die mit Ziegen-Antikörpern
gegen Maus-IgG (Dynabeads M450, Dynal, Oslo, Norwegen) beschichtet
waren, wurden in einer Endkonzentration von 5 Kügelchen pro abzureichender
Zelle zugegeben. Unerwünschte
Zellen wurden anschließend
durch 3 Passagen über
einen Magneten entfernt. Die verbleibenden Zellen waren CD4+ Zellen
mit einer Reinheit von 87%; diese wurden auf 107 Zellen/ml
in DMEM F12 (Gibco, Gaithersburg, MD) verdünnt, das 10% FCS, 10 ng/ml
PMA (Sigma, St. Louis, MO) und 500 ng/ml Ionomycin (Sigma, St. Louis,
MO) enthielt. Nach Inkubation für
4 Stunden bei 37°C
in 5% CO2 wurde das Medium gegen Methionin-
und Cystein-freies DMEM (ICN Biomedicals, Costa Mesa, CA) ausgetauscht,
das mit 1% dialysiertem FCS, 10 ng/ml PMA und 500 ng/ml Ionomycin
supplementiert war, und es wurde für 1 Stunde bei 37°C in 5% CO2 inkubiert. 100 μCi/ml 35S-Methionin
und 35S-Cystein (Amersham) wurden zugegeben,
und die metabolische Markierung wurde für 18 Stunden bei 37°C in 5% CO2 durchgeführt. Nach einer Vorklärung der Überstände mit
Anti-IFN-g Mab B27 und 0,5 ml Protein-G Sepharose (Sigma, St. Louis,
MO) wurden die Überstände unter
Verwendung von monoklonalen Antikörpern gegen humanes CTLA-8
immunpräzipitiert.
Immunpräzipitierte
Proteine wurden auf einer SDS-PAGE analysiert. CD4+ T-Zellen und
transfizierte NSO-Zellen
zeigten zwei Banden bei 28000 und 33000 Dalton, die Dimeren aus
humanem CTLA-8 entsprachen. Somit zeigen humanes CTLA-8, das aus
transfizierten NSO-Zellen erhalten wurde, und CTLA-8, das von aktivierten
T-Zellen isoliert wurde, die gleichen biologischen Eigenschaften.
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IV. Herstellung von humanem
CTLA-8 im großen
Maßstab
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Für biologische
Assays wurde humanes CTLA-8 und humanes CTLA-8-FLAG in großen Mengen in transfizierten
COS-7-Zellen, die in RPMI-Medium gezüchtet wurden, das mit 1% Nutridoma
HU (Boehringer Mannheim, Mannheim, Deutschland) supplementiert war,
hergestellt, und anschließend
auf gereinigt.
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Zur
Herstellung größerer Mengen
an nativem humanem CTLA-8 oder humanem CTLA-8-FLAG wurden entsprechend
der von Celltech (Slough, Berkshire, UK; Internationale Patentanmeldungen
WO 86/05807, WO 87/04462, WO 89/01036 und WO 89/10404) entwickelten
Methode stabile Transformanten von NSO-Zellen hergestellt. Sowohl
CTLA-8 als auch CTLA-8-FLAG wurden in pEE12 subkloniert und anschließend durch Elektroporation
in NSO-Zellen transfiziert.
Transfizierte NSO-Zellen wurden in selektivem, Glutamin-freiem DMEM
ausgesät,
das mit 10% fötalem
Kälberserum
supplementiert wurde, wie es im Celltech Protokoll beschrieben ist. Überstände der
besten Produktionslinien wur den in biologischen Assays und zur Reinigung
von humanem CTLA-8
und humanem CTLA-8-FLAG verwendet.
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Reinigung von humanem
CTLA-8-Protein
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Es
wurde üblicherweise
1 Liter Überstand,
der humanes CTLA-8 oder humanes CTLA-8-FLAG enthielt, über eine
60-ml-Säule
geschickt, die Zn++-Ionen auf einer chelatisierenden
Sepharose „Fast-Flow"-Matrix (Pharmacia,
Uppsala, Schweden) enthielt. Nach Waschen mit 10 Volumen Bindungspuffer
(His-Bind Buffer kit, Novagen, Madison, WI) wurden die von den Metall-Ionen
zurückgehaltenen
Proteine mit einem Gradienten von 20–100 mM Imidazol eluiert. Der
Gehalt an humanem CTLA-8-FLAG in den eluierten Fraktionen wurde durch
Dot-Blot bestimmt, wobei der monoklonale Anti-FLAG-Antikörper M2
(Eastman Kodak, New Haven, CT) verwendet wurde. Der Gehalt an humanem
CTLA-8 wurde hingegen durch Silberfärbung einer nicht-reduzierenden
SDS-PAGE beurteilt. Die CTLA-8-haltigen Fraktionen wurden anschließend vereinigt
und gegen PBS dialysiert und wurden entweder in biologischen Assays
verwendet oder durch Anionenaustausch-HPLC über eine DEAE-Säule weiter
auf gereinigt.
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Herstellung von CTLA-8-spezifischen
Antikörpern
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Balb/c
Inzucht-Mäuse
wurden intraperitoneal mit 1 ml gereinigtem humanem CTLA-8-FLAG
immunisiert, das am Tag 0 in komplettem Freund-Adjuvans emulgiert
war, und an den Tagen 15 und 22 in inkomplettem Freund-Adjuvans.
Die Mäuse
wurden mit 0,5 ml intravenös
verabreichtem, gereinigtem humanem CTLA-8 „geboostet".
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Zur
Herstellung von Hybridomzellen wurde die nicht-sekretierende Myeloma-Zellinie SP2/0-Ag8
und Polythylenglykol 1000 (Sigma, St. Louis, MO) als Fusionsreagenz
verwendet. Hybridomzellen wurden in eine Falcon-Gewebekulturplatte
mit 96 Vertiefungen (Becton Dickinson, NJ) gegeben und mit DMEM
F12 (Gibco, Gaithersburg, MD) gefüttert, das mit 80 μg/ml Gentamycin,
2 mM Glutamin, 10% Pferdeserum (Gibco, Gaithersburg, MD), 1% ADCM
(CRTS, Lyon, Frankreich), 10–5 M Azaserin (Sigma,
St. Louis, MO) und 5 × 10–5 M
Hypoxanthin supplementiert war. Hybridom-Überstände wurden mittels Immuncytochemie
(ICC) auf die Produktion von Antikörpern gegen humanes CTLA-8
durchsucht, wobei Aceton-fixierte COS-7-Zellen verwendet wurden,
die mit humanem CTLA-8 transfiziert worden waren, sowie durch ELISA,
wobei humanes, aus COS-7-Überständen gereinigtes
CTLA-8-FLAG als
Beschichtungs-Antigen verwendet wurde. Aliquots von positiven Zellklonen
wurden für
6 Tage expandiert und kryokonserviert, und sie wurden in Ascites-Flüssigkeit
aus mit Pristan (2,6,10,14-Tetramethylpentadecan, Sigma, St. Louis,
MO) behandelten Balb/c Mäusen
vermehrt, welche 15 Tage zuvor eine intraperitoneale Pristan-Injektion
erhalten hatten. Es wurden etwa 105 Hybridomzellen
in 1 ml PBS intraperitoneal verabreicht, und 10 Tage später wurde
Ascites-Flüssigkeit
von jeder Maus gesammelt.
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Nach
Zentrifugation der Ascites-Flüssigkeit
wurde die Antikörper-Fraktion
durch Ammoniumsulfatfällung
und Anionen-Austausch-Chromatagraphie
auf einer Zephyr-D Siliciumsäule
(IBF Sepracor), die mit 20 mM Tris pH 8,0 äquilibriert war, isoliert.
Die Proteine wurden mit einem NaCl-Gradienten eluiert (in einem
Bereich von 0 bis 1 M NaCl). Fraktionen von 2 ml wurden gesammelt
und mittels ELISA auf die Anwesenheit von Anti-CTLA-8 Antikörper getestet.
Die Fraktionen mit spezifischer Anti-CTLA-8-Aktivität wurden
vereinigt, dialysiert und eingefroren. Aliquots der gereinigten
monoklonalen Antikörper
wurden mit Peroxidase markiert.
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Quantifizierung von humanem
CTLA-8
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Von
den für
CTLA-8 spezifischen Antikörpern
wurden Ab25 und der Peroxidase-markierte Ab16 ausgewählt, um
mittels Sandwich-Assay
die Mengen an humanem CTLA-8 zu quantifizieren. Gereinigter Ab25 wurde
auf 2 μg/ml
in Beschichtungspuffer verdünnt
(Carbonatpuffer, pH 9,6 15 mM Na2CO3, 35 mM NaHCO3) .
Mit dieser verdünnten
Lösung
wurden die Vertiefungen einer ELISA-Platte mit 96 Vertiefungen über Nacht
bei Raumtemperatur beschichtet (Immunoplate Maxisorp F96 zertifiziert,
NUNC, Dänemark).
Die Platten wurden anschließend
einmal manuell mit einem Waschpuffer gewaschen, der aus phosphatgepufferter
Salzlösung (PBS)
und 0,05 Tween 20 (Technicon Diagnostics, USA) bestand. 110 μl gereinigtes
humanes CTLA-8, das in TBS-B-T-Puffer [20 mM Tris, 150 mM NaCl,
1% BSA (Sigma, St. Louis, MO) und 0,05% Tween 20] verdünnt war,
wurden in jede Vertiefung der Platte gegeben. Nach einer Inkubation
von 3 Stunden bei 37°C
wurden die Platten einmal gewaschen. 100 μl Peroxidasemarkierter Ab16,
der auf 5 μg/ml
in TBS-B-T-Puffer verdünnt
war, wurden in jede Vertiefung der Platte gegeben und für 2 Stunden
bei 37°C
inkubiert. Die Platten wurden anschließend dreimal in Waschpuffer
gewaschen. 100 μl
Peroxidase-Substrat, 2,2'-Azino-bis(3-ethylbenzthiazoin-6-sulfonsäure) (ABTS),
das auf 1 mg/ml in Citrat-/Phosphatpuffer verdünnt war, wurden in jede Vertiefung der
Platte gegeben, und die kolorimetrische Reaktion wurde bei 405 nm
gemessen. Die kleinste nachweisbare Konzentration an humanem CTLA-8
betrug 0,015 ng/ml.
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V. Isolierung von CTLA-8-Homologen
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Die
Bindungszusammensetzung wird verwendet, um eine Expressionsbibliothek
mittels Screening zu untersuchen, die aus einer Zellinie hergestellt
wurde, welche ein CTLA-8-Protein exprimiert. Standard-Färbeverfahren
werden verwendet, um intrazelluläres
oder an der Oberfläche
exprimiertes Antigen nachzuweisen, oder es werden transformierte
Zellen, die das Antigen an der Oberfläche exprimieren mittels „Panning" durchsucht. Das
Screening nach intrazellulärer
Expression wird mit verschiedenen Färbungs- oder Immunfluoreszenz-Methoden
durchgeführt.
Siehe auch McMahan, et al. (1991) EMBO J. 10: 2821–2832.
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Beschichte
beispielsweise am Tag 0 2-Kammer-Objektträger von Permanox pro Kammer
mit 1 ml Fibronectin, 10 ng/ml in PBS, für 30 Minuten bei Raumtemperatur.
Wasche einmal mit PBS. Plattiere anschließend 2–3 × 105 COS-Zellen
pro Kammer in 1,5 ml Wachstumsmedium aus. Inkubiere über Nacht
bei 37°C.
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Bereite
am Tag 1 für
jede Probe 0,5 ml einer Lösung
aus 66 mg/ml DEAE-Dextran, 66 mM Chloroquin und 4 mg DNA in serumfreiem
DME vor. Für
jede Gruppe wird eine Positivkontrolle hergestellt, zum Beispiel mit
huIL-10-FLAG cDNA mit 1 und 1/200 Verdünnung, sowie eine negative
Leerprobe. Wasche die Zellen mit serumfreiem DME. Setze die DNA-Lösung zu
und inkubiere für
5 Stunden bei 37°C.
Entferne das Medium und setze 0,5 ml 10% DMSO in DME für 2,5 Minuten
zu. Entferne die Lösung und
wasche einmal mit DME. Setze 1,5 ml Wachstumsmedium zu und inkubiere über Nacht.
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Wechsel
am Tag 2 das Medium. Am Tag 3 oder am Tag 4 werden die Zellen fixiert
und gefärbt.
Wasche die Zellen zweimal mit Hanks gepufferter Salzlösung (HBSS)
und fixiere sie für
5 Minuten in 4% Paraformaldehyd (PFA)/Glucose. Wasche dreimal mit
HBSS. Nachdem alle Flüssigkeit
entfernt wurde, können
die Objektträger
bei –80°C gelagert
werden. Für
jede Kammer werden 0,5 ml Inkubationen wie folgt durchgeführt. Setze
HBSS/Saponin (0,1%) mit 32 ml/ml von 1 M NaN3 für 20 Minuten
zu. Die Zellen werden anschließend mit
HBSS/Saponin 1x gewaschen. Der lösliche
Antikörper
wird zu den Zellen gegeben und für
30 Minuten inkubiert. Wasche die Zellen zweimal mit HBSS/Saponin.
Setze den sekundären
Antikörper
zu, zum Beispiel Vector-Anti-Maus-Antikörper in einer 1/200 Verdünnung, und
inkubiere für
30 Minuten. Stelle ELISA-Lösung her,
zum Beispiel Vector-Elite-ABC Meerrettich-Peroxidase-Lösung (ABC
HRP-Lösung),
und inkubiere für
30 Minuten vor. Verwende beispielsweise 1 Tropfen Lösung A (Avidin)
und 1 Tropfen Lösung
B (Biotin) pro 2,5 ml HBSS/Saponin. Wasche die Zellen zweimal mit
HBSS/Saponin. Setze ABC HRP-Lösung
zu und inkubiere für 30
Minuten. Wasche die Zellen zweimal mit HBSS, wobei der zweite Waschschritt
2 Minuten dauert, was die Zellen verschließt. Setze anschließend Vector
Diaminobenzoesäure
(DAB) für
5 bis 10 Minuten zu. Verwende 2 Tropfen Puffer plus 4 Tropfen DAB
plus 2 Tropfen H2O2 pro
5 ml Glas-destilliertem Wasser. Entferne die Kammer vorsichtig und
wasche den Objektträger
in Wasser. Trockne für
einige Minuten an der Luft und setze anschließend 1 Tropfen Crystal Mount
und ein Deckgläschen
zu. Backe bei 85–90°C für 5 Minuten.
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Alternativ
dazu können
die Bindungszusammensetzungen verwendet werden, um eine Affinitätsreinigung
durchzuführen
oder um Zellen auszusortieren, die das Antigen exprimieren. Siehe
zum Beispiel Sambrook, et al. oder Ausubel, et al.
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Ähnliche
Verfahren sind anwendbar, um entweder Spezies-Varianten oder allelische Varianten
zu isolieren. Spezies-Varianten
werden unter Verwendung von Spezies-übergreifenden Kreuzhybridisierungsmethoden
isoliert, die auf einer Sonde aus einem Isolat vollständiger Länge oder
aus einem Fragment von einer Spezies basieren.
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Biologische Aktivität von humanem
CTLA-8
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Synoviozyten
werden aus Patienten mit rheumatoider Arthritis isoliert, die sich
einer Synovektomie unterziehen. Primäre Zellinien werden nach dem
Verfahren von Dechanet, et al. (1993) J. Immunol. 151: 4908–4917, etabliert.
In den Passagen 3 bis 8 werden Synoviozyten mit 104 Zellen/Kammer
in einer Platte mit 96 Vertiefungen und flachem Boden ausgesät. CTLA-8
wurde in die Vertiefungen gegeben und für 48 Stunden inkubiert. Die Überstände wurden
anschließend
geerntet und entweder sofort analysiert oder eingefroren. Alle Proben
wurden in Dreifachansätzen
mittels ELISA analysiert. ELISA-Kits für IL-6, IL-8, und GM-CSF stammten von
Medgenix (Fleurus, Belgien). ELISA-Kits für MIP-1a und TGFb stammten
von R&D Systems
(Minneapolis, MN). Die Konzentrationen an Prostaglandin E2 (PGE2)
wurden mit einem RIA-Kit (New England Nuclear, Boston, MA) gemessen.
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Gereinigtes,
natives humanes CTLA-8 und CTLA-8-FLAG, das entweder von COS-7-transfizierten oder
von NSO-transfizierten Zellen produziert worden war, induzierte
signifikant die Sekretion von IL-6 aus rheumatoiden Synoviozyten
von verschiedenen Patienten. In ähnlicher
Weise stimulierte gereinigtes, natives humanes CTLA-8 aus NSO-Zellen
die Sekretion von IL-8 und PGE2 aus rheumatoiden Synoviozyten.
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Monoklonale
Anti-CTLA-8-Antikörper
wurden auf ihre Fähigkeit
getestet, die biologische Aktivität von humanem CTLA-8 zu blockieren.
1 ng/ml humanes CTLA-8 wurde mit 1 μg/ml monoklonalem Anti-CTLA-8-Antikörper inkubiert,
bevor es zu den Synoviozyten gegeben wurde. Die meisten monoklonalen
Antikörper
waren in der Lage, die Sekretion von IL-6 aus Synoviozyten partiell
oder vollständig
zu blockieren. In ähnlicher
Weise wurde auch die von humanem CTLA-8 induzierte Sekretion von
IL-8 und PGE2 durch den monoklonalen Anti-CTLA-8-Antikörper inhibiert.
Zusammengenommen wiesen diese Ergebnisse darauf hin, dass CTLA-8
als proinflammatorisches Cytokin wirkt, das Fibroblasten-Zellen
dazu veranlaßt,
einen proinflammatorischen Mediator zu sekretieren, z.B. IL-6, IL-8,
oder PGE2.
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In
dem nachstehend gezeigten Sequenzprotokoll ist SEQ ID NO: 1 die
Nukleinsäuresequenz
einer Maus-CTLA-8-cDNA. SEQ ID NO: 2 ist die Aminosäuresequenz
eines Maus-CTLA-8-Peptids. SEQ ID NO: 3 ist die Nukleinsäuresequenz
eines ORF13 des Herpesvirus. SEQ ID NO: 4 ist die vorhergesagte
Aminosäuresequenz
eines ORF13 des Herpesvirus. SEQ ID NO: 5 ist die Nukleinsäuresequenz
einer humanen CTLA-8-Exon-cDNA. SEQ ID NO: 6 ist die Aminosäuresequenz
eines vorhergesagten humanen CTLA-8-Exons. SEQ ID NO: 7 ist die
cDNA-Sequenz eines humanen CTLA-8 voll ständiger Länge. SEQ ID NO: 8 ist die vorhergesagte
Aminosäuresequenz
eines humanen CTLA-8, das eine N-terminale Signalsequenz enthält. SEQ ID
NO: 9 ist die vorhergesagte, reife biologisch aktive Aminosäuresequenz.
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